Montag, 21. November 2022

Weihnachten mit Punkt, Punkt, Punkt

Bild von DAV

Steckbrief
Name: Weihnachten mit Punkt, Punkt, Punkt 
Geschrieben von: Carmen Korn, Heinz Strunk, Renate Bergmann, Kirsten Fuchs, Sven Stricker und Valerie Jakob
Verlag: der Audio Verlag 
Geeignet für: Leute, die ungewöhnliche Weihnachtsgeschichten suchen, Leute die gerne Kurzgeschichten hören, Leute, die etwas genervt von der Vorweihnachtszeit sind. 
Gelesen oder gehört: gehört als gekürztes Hörbuch. 
Gelesen von: Stefan Kaminski, Bjarne Mädel, Cathlen Gawlich, Oliver Rohrbeck, Carmen-Maja Antoni und Julia Nachtmann. 
Bewertung: 3 von 5 Punkten 

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Klappentext 

"Weihnachten ist die schönste, aufregendste und chaotischste Zeit des Jahres. In »Weihnachten mit Punkt Punkt Punkt. Eigenwillige Weihnachtsgeschichten« versammelt Herausgeber Marcus Gärtner die außergewöhnlichen Weihnachtsgeschichten von sechs preisgekrönten Autoren. Der Audio Verlag hat daraus ein Hörbuch gemacht – und dafür die großen Stimmen der deutschen Sprecherszene zum Fest geladen! Freuen sie sich auf herrlich besondere Weihnachts-Unterhaltung, mit Stefan Kaminski, Bjarne Mädel, Cathlen Gawlich, Oliver Rohrbeck, Carmen-Maja Antoni und Julia Nachtmann!" 

Meine Meinung 
Dieses Hörbuch lag ziemlich lange auf meinem Stapel ungehörter Bücher. Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich es mit völlig falschen Erwartungen gekauft habe. Das lag vor allem daran, dass ich den Klappentext nicht gelesen habe, sondern nur nach dem Titel und dem Cover gegangen bin. 

Zum Inhalt: Erst einmal täuscht das Cover. Es kann sein, dass ich beim Hören manchmal abgeschweift bin. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass auch nur in einer Geschcihte ein Dalmatiner vorkam. Den Titel habe ich eher dahingehend interpretiert, dass ein Dalmatiner eine wichtige Rolle in einer oder mehreren Kurzgeschichten spielen wird. Wegen dem Zusatz Punkt, Punkt, Punkt

In Weihnachten mit Punkt, Punkt, Punkt erwarten euch sechs eigenwillige Kurzgeschichten, in denen es mehr oder weniger um Weihnachten geht. Leider konnte ich nur mit wenigen Kurzgeschichten etwas anfangen, was aber nicht daran lag, dass es Kurzgeschichten waren. Es hing vor allem mit der Stimmung der meisten Geschichten zusammen. Oft gab es eine zynisch, ironische Atmosphäre mit dem inhaltlichen Beigeschmack, dass Weihnachten, insbesondere die eigene Familie ja so anstrengend seien. 

Ich kann damit wenig anfangen, weil ich mir denke, dass alle, die keine Lust auf Weihnachten oder die Verwandtschaft haben, ja weder Weihnachten feiern müssen noch die Zeit mit ihrer Verwandtschaft verbringen müssen. Aber vielleicht ist diese Atmosphäre auch eher humorvoll zu verstehen und ich verstehe den Witz einfach nicht. Ihr lest: Ich war größtenteils sehr genervt von diesem Hörbuch. 

Inhaltlich hat mir vor allem die Kurzgeschichte von Heinz Strunk gefallen, weil es der Autor schafft, die Perspektive der Handlung zu verändern. Während ich mich noch zu Beginn fragte, wohin das Ganze führen soll, schaffte es Strunk Themen herauszuarbeiten, die unter der Oberfläche verborgen waren. 

Was mich an der Hörbuchgestaltung etwas irritierte war, dass das Hörbuch als gekürzte Fassung produziert wurde. Da es sich hier um Kurzgeschichten handelte, rechnete ich damit, dass auch die Printvorlage relativ dünn sei, sodass inhaltlich nicht gekürzt werden müsste. Jetzt interessiert mich natürlich, ob es sich hier nur um die Kürzungen von Nebensätze oder auch größere inhaltliche Kürzungen handelt. 
Gefreut hat mich, dass ich bei den verschiedenen Kurzgeschichten einige bekannte Stimmen wiedererkannt habe. Die Interpretation der einzelnen Personen hat mir gut gefallen. Sie haben die Stimmung der jeweiligen Geschichte gut aufgegriffen und der Handlung durch ihre Interpretation die Handlung gut abgerundet. 
Was ich etwas schade fand war, dass weder im Intro noch im Outro verraten wurde, wer welche Geschichte gelesen hat. Gerade für Leute, die noch nicht viele Hörbücher gehört haben, ist diese Info interessant. Wenn ihnen eine Person gut gefallen hat, wissen sie gleich, wie sie heißen und können so nach weiteren Hörbüchern recherchieren. 

Was die Schreibstile der Autor*innen betrifft, konnte ich mit den meisten Stilen leider nicht viel anfangen. Was mir an Kurzgeschichten generell gefällt ist, wenn sich die Handlung innerhalb der Geschichte dreht. Wenn eine neue Perspektive aufgezeigt wird und ich nach der Kurzgeschichte mehr weiß, als zuvor. Was mir eher weniger gefällt ist, wenn Autor*innen nur Stimmungen abladen. Okay, ausgenommen sind natürlich schöne Stimmungen. 

Gesamteindruck 
Ich bleibe etwas enttäuscht zurück, weil ich auf schöne, vorweihnachtliche Kurzgeschichten gehofft habe und stattdessen in Stimmungen gerissen wurde, die ich eigentlich nicht haben wollte. Dennoch glaube ich, dass es da draußen Leute gibt, die etwas mit der Anthologie anfangen können. 

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