Montag, 7. März 2022

Das Buch der gelöschten Wörter

Bild von Bastei Lübbe

Steckbrief
Name: Das Buch der gelöschten Wörter: Der erste Federstrich 
Geschrieben von: Mary E. Garner 
Verlag: Lübbe Audio 
Geeignet für: Fantasy Fans, Leute, die Romane mögen, in denen Literatur eine große Rolle spielt. 
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch 
Gelesen von: Ann Vielhaben 
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten 

Bei meiner Lieblingsbuchhandlung bestellen. 


Klappentext

"Nichts ist für die Londonerin Hope Turner schöner, als sich in die Bücher ihrer Lieblingsautorin Jane Austen zu träumen. Denn ihr eigenes Leben ist alles andere als spannend und romantisch. Das ändert sich, als sie sich eines Tages in die Buchhandlung Mrs. Gateway’s Fine Books verirrt und dort einem mysteriösen Gentleman begegnet. Der attraktive Fremde geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch da ist auch der grimmige und unnahbare Rufus Walker, der sie regelrecht zu verfolgen scheint. Bis er ihr schließlich Unglaubliches offenbart: Der Buchladen ist das einzige Portal in die Welt der Bücher, in der die Romanfiguren ein Eigenleben führen. Doch diese Welt ist in Gefahr ..." 

Meine Meinung 
Der Reihenauftakt ist eines unserer Buchclub Bücher aus dem ersten Quartal. Da in der Facebook Gruppe viel von Das Buch der gelöschten Wörter geschwärmt wurde, war ich ziemlich gespannt, was der Reihenauftakt für mich bereithält. 

Der Inhalt ist solide und war für mich eine nette Geschichte für zwischendurch. Wir lernen Hope Turner kennen, die in eine fantastische Geschichte hineingezogen wird. Was ich für einen Fantasyroman etwas ungewöhnlich fand war, dass Hope bereits in ihren 40ern ist und mitten im Leben steht und somit auch nicht so recht weiß, ob sie wirklich Interesse an einem Abenteuer hat. 
An sich fand ich das einen sehr spannenden Konflikt, weil Figuren in Fantasyromanen auf mich immer den Eindruck machten, dass sie neugierig auf die fremde Welt sind. Hope hingegen tut sich schwer und möchte gern beide Leben unter einen Hut bekommen. 

Leider lag mir der eigentliche Konflikt nicht. Das liegt aber vor allem daran, dass mich die Art des Konfliktes langweilt. Eine Welt ist bedroht und Hope muss die Welt vor dem Bösen retten und zwar indem sie Gutes tut. Für mich ist das ein Konflikt, wie er in vielen Fantasybüchern vorkommt. Mir fehlte hier die Abwechslung. 
Was mir hingegen aber sehr gut gefallen hat, waren die vielen Details der Handlung. Mary E. Garner nimmt uns mit in die Welt der Literatur, lässt ihre Figuren in verschiedene Romane schlüpfen, oder auf Figuren bereits bekannter Romane treffen. 
Mit Hope haben wir nicht nur eine tolle, interessante Hauptfigur. Mary E. Garner hält auch spannende Nebenfiguren für uns bereit, mit denen ich gern Zeit verbracht habe. 

Was den Spannungsbogen betrifft, bin ich etwas unschlüssig. Leute, die noch nicht viele Fantasyromane gehört haben, finden hier sicher den ein oder anderen spannenden Moment. Ich war hingegen eher misstrauisch und habe nicht alle Fährten geglaubt auf die uns Mary E. Garner lotsen möchte. Außerdem wird in der Handlung sehr viel erklärt und wir kommen eher weniger dazu, mitzudenken. An sich mag das ein tolles Element sein, weil wir uns von der Handlung berieseln lassen können. Alle, die beim Hören aber Vermutungen anstellen wollen, was es mit der Welt und den Figuren auf sich hat, kommen hier eher weniger auf ihre Kosten.  

Die Hörbuchgestaltung hat mir gut gefallen. Der Titel wurde ungekürzt von Lübbe Audio produziert und ist ausschließlich als Download erhältlich. Das Hörbuch wird von Ann Vielhaben gelesen. Sie hat eine angenehme Stimmfarbe, was mir einen schnellen Einstieg in die Handlung ermöglichte. Außerdem mochte ich ihre Interpretationen der Dialoge. Ich hoffe sehr, dass sie auch bei den Folgebänden wieder mit von der Partie ist. 

Mary E. Garners Schreibstil ist wirklich angenehm. Sie schreibt lebendig und baut ihre Welt gekonnt auf. Mit ihren Beschreibungen hat sie mir die Handlungsorte nähergebracht. Faszinierend fand ich vor allem, wie es ihr gelang, die Mischung aus eigener Welt und dem Eintauchen in eine bereits bestehende Geschichte umzusetzen. 
Gut unterhalten haben mich Garners Dialoge, die mich das ein oder andere Mal zum schmunzeln gebracht haben. 

Gesamteindruck 
Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich ist ein toller Reihenauftakt für alle Fantasyfans. Wie es bei Trilogien üblich ist, endet der Band mit einem Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht. 
Für mich war der erste Band eine schöne, unterhaltsame Geschichte für zwischendurch. Der Schreibstil hat mir gefallen. Die Figuren waren mir größtenteils sympathisch. Aber die Handlung an sich konnte mein Interesse nicht vollständig wecken. Daher weiß ich noch nicht, ob ich die Reihe weiterhören werde. 

Frau, die uns über  ein Buch hinweg anschaut.  Um sie herum ein Kreis in dem  Buchclub steht.
Foto: A. Mack 

Und Du? 
Da es sich bei Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich um eines unserer Buchclub Bücher handelt, darf natürlich auch der Buchclub-Teil am Ende des Beitrages nicht fehlen. Wie immer gilt: Gerne könnt ihr auf meine Fragen eingehen, oder von euren Lese- oder Höreindrücken erzählen. 
Mich interessiert: 

Wie hat dir die Handlung gefallen? 
Was denkst du über Rufus und Christian? 
Was glaubst du, wie wird die Reihe weitergehen? 

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Den Textbaustein habe ich von Pergamentfalter übernommen.