Donnerstag, 14. Oktober 2021

[Blogtour] Der JUMBO Verlag wird 30! Interview mit Katja Danowski + Gewinnspiel

Banner zur Blogtour: Mit dem Schriftzug: 
"30 Jahre JUMBO Verlag. Große Jubiläums-
Blogtour." Mit allen verlinkten Teilnehmerinnen. 
Die Links zu den Kanälen findet ihr im Artikel. 
In der rechten unteren Ecke seht ihr das 
Maskottchen des Verlages: Den Elifant. 
Bild von JUMBO Verlag

Hallo Buchlinge, 

anlässlich des 30-jährigen Bestehens des JUMBO Verlages findet in dieser Woche eine Blogtour statt. An jedem Tag wird ein anderes Label des Verlages vorgestellt. Bei mir erfahrt ihr etwas mehr über das Label GoyaLit, in dem die Hörbücher und Hörspiele für Erwachsene veröffentlicht werden. 

Damit es für euch ein bisschen spannend bleibt, verrate ich euch nicht, welche Blogger:innen sich hinter den einzelnen Tagen verstecken werden. Besuche lohnen sich aber auf jeden Fall. 

Da der JUMBO Verlag ein umfangreiches Programm für Kinder hat, gibt es im Rahmen der Blogtour gleich zwei Tage für das erste Label. Die Blogtour startete am Sonntag. Am Montag gab es dann den zweiten Teil zum Kinderprogramm. 
Obwohl Hörbücher einen Großteil des Verlagsprogrammes ausmachen, erscheinen auch immer wieder Bilderbücher im JUMBO Verlag. Diese wurden euch am Dienstag vorgestellt. 
Am Mittwoch kamen wir dann zu einem meiner beiden Lieblingslabel. GoyaLibre. In diesem Label erscheinen nämlich Hörbücher für Jugendliche. 
Morgen, am letzten Tag der Blogtour, feiert ein neues Label Premiere. Im JUMBO Verlag gibt es nämlich erstmals auch Printbücher für Erwachsene. 

GoyaLIT: Infos zum Label 
2020 habe ich euch im Rahmen einer Blogtour bereits etwas über den JUMBO Verlag erzählt. Das Programm unterteilt sich in verschiedene Labels. Im Label GoyaLIT erscheinen die Titel für Erwachsene. Das sind nicht nur spannende Hörbücher, wie Krimis und Thriller. Im Label GoyaLIT finden sich auch Lyrikbände, Klassiker, Originalhörspiele zu Verfilmungen, Komödien, oder englischsprachige Hörbücher. 

Die meisten von euch werden den JUMBO Verlag, insbesondere das Label GoyaLIT vor allem aufgrund der Ostfriesen-Krimis von Klaus-Peter Wolf kennen. Was mir an den Titeln besonders gut gefällt ist, dass das Wort Ostfriese immer im Titel eingebaut ist. Aber nicht nur Klaus-Peter Wolf überzeugt mit seinen Krimis. Auch Ben Aaronovitchs Peter Grant-Reihe hat sich im Verlag etabliert. 

Als ich so durch die Titel von GoyaLIT stöberte, sind mir vor allem die Märchenhörbücher aufgefallen. Die Märchen sind nicht nur nach der Region, sondern auch nach Themen aufgeteilt. So gibt es Märchen aus Nordamerika, Irland, aus dem arabischen Raum, Afrika, Oder zu Themen wie Teufel, Drachen, Katzen, Feen, Elfen und Kobolden

Was mich positiv überrascht hat, sind vor allem die englischsprachigen Hörbuchproduktionen. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass ein Hörbuchverlag Titel in einer anderen Sprache produziert. Klassiker wie Lady Susan, The Selfish Giant, Alice's Adventures in Wonderland, A Christmas Carol
Aber natürlich dürfen auch deutschsprachige Klassiker von Friedrich Schiller, Heinrich von Kleist, Heinrich Heine, Peter Härtling, Franz Kafka,  

Neben bekannten Sprecher:innen hat GoyaLIT auch Autor:innenlesungen im Gepäck. Autor:innen wie Dora Heldt, Katharina Hagena, Edgar Rai eine der beiden Hälften des Pseudonyms Moritz Matthies, Lars Simon haben zum Teil mehrere ihrer Bücher eingelesen. 

Was das Label GoyaLiT außerdem kennzeichnet, sind Romane mit starken Frauenfiguren. Allen voran Dora Heldts Drei-Frauen-Reihe, in der es um die Freundinnen Friederike, Alexandra und Jule geht, die nach vielen Jahren der Funkstille wieder zusammenkommen. Der zweite Band Drei Frauen, vier Leben wird von Katja Danowski gelesen. Für die Blogtour durfte ich die Hörbuchsprecherin interviewen. 

Bild von: A. Mack
Ein Mikrofon mit
dem Slogan Ge(h)fragt

Ge(h(fragt: Katja Danowski 
Liebe Katja, Du bist die Sprecherin von »Drei Frauen, vier Leben« von Dora Heldt. Warum hast Du Dich für die Interpretation von diesem Hörbuch entschieden?

Grundsätzlich entscheidet man sich als Sprecherin nicht, welches Hörbuch man interpretieren möchte. Man bekommt ein Angebot vom Hörbuchverlag. Da ich aber schon einen Roman von Dora Heldt eingelesen habe, wusste ich, dass mir ihre Romane sehr liegen, und habe mich sehr gefreut, dass ich das ein zweites Mal interpretieren durfte. Jetzt habe ich auch noch ihren Weihnachtsroman, "Geld oder Lebkuchen", eingelesen, der bald erscheinen wird.

In »Drei Frauen, vier Leben« begegnen wir drei Freundinnen, die nach jahrelanger Funkstille wieder zueinander gefunden haben. Mit welcher der drei Frauen wärst Du gerne befreundet und warum?

Ich liebe die Hotelchefin Friederike. Ich mag ihre spröde Härte und ich mag, wenn das manchmal aufbricht und man hinter ihre Fassade schauen darf. Außerdem finde ich ihren trockenen Humor wahnsinnig lustig. Ihre Einsamkeit ist auch sehr traurig.

Wie hast Du Dich auf die Produktion von »Drei Frauen, vier Leben« vorbereitet?

Ich lese den Roman immer einmal laut durch und mache mir sofort sehr viele Zeichen mit dem Bleistift und male die verschiedenen Stimmen in verschiedenen Farben an, damit ich direkt weiß, wer als nächstes spricht. Mit dem Bleistift zeichne ich zum Beispiel Betonungen ein oder Bögen, damit ich die Sätze dort, wo sie haken, leichter überblicken kann.

Wie viele Stunden pro Tag hast Du für »Drei Frauen, vier Leben« im Studio verbracht?

Ich lese an einer CD ungefähr drei Stunden. Dieser Roman besteht jetzt aus zehn CDs. Nach vier Stunden im Studio ist bei mir meistens die Lampe aus und mein Hirn brutzelt, daher mache ich also etwas mehr als eine CD am Tag, je nach Tagesform. Ich habe also hier circa zehn Tage vier Stunden im Studio gesessen, und genau so lang vorher zu Hause.

Im JUMBO Verlag liest Du nicht nur Romane von Dora Heldt, sondern bist auch in anderen Genres zu hören. Wie schaffst Du es, die Eigenschaften des jeweiligen Genres durch Deine Interpretation herauszuarbeiten?

Ich habe da gar keine Tricks, ich mache das ganz nach Gefühl und lasse mich einfach von der Atmosphäre des Buches leiten. Ich mache auch sehr viel für Kinder, das macht großen Spaß, weil man gar nicht überlegen muss, ob es vielleicht zu viel ist und seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Beim Krimi zum Beispiel mache ich natürlich viel mehr Spannungsbögen, bei einer Komödie alles etwas leichter und manche Bücher erfordern ein höheres Tempo als andere.

Worauf kommt es für Dich bei einer guten Hörbuchinterpretation an?

Dass ich zuhören kann und dass der Sprecher oder die Sprecherin seine Stimme nicht über das Geschriebene stellt und es gleichzeitig zum Leben erweckt. Im besten Fall höre ich gar nicht mehr, dass mir jemand vorliest, sondern die Welt entfaltet sich, als ob ich selber lesen würde.

An welche Produktion aus dem Hause JUMBO denkst Du gern zurück?

Dora Heldt hat mir sehr viel Spaß gemacht und auch die Reihe "Vampirschwestern", da ich die Figuren sehr liebe.

Welche Techniken aus Deiner Schauspielausbildung kannst Du für die Interpretationen von Hörbüchern verwenden?

Auf jeden Fall, dass man immer ganz genau denkt, was man sagt und dass die Stimme im Körper ist, dann ist es auch nicht anstrengend. Ich habe auch eine Flexibilität mit meiner Stimme bekommen, die mir bei verschiedenen Figuren hilft.

Der Steckbrief auf der Website Deiner Schauspielagentur verrät, dass Du auch Berlinerisch und Bayrisch beherrschst. Viele Leute versuchen sich an Dialekten, müssen aber schnell feststellen, dass die Interpretation missglückt. Hast Du irgendwelche Tipps, wie man es schafft, Dialekte möglichst natürlich klingen zu lassen?

Ich glaube, das ist Begabungssache. Ich bin eigentlich nicht besonders begabt darin, Dialekte nachzumachen, ich habe aber in Bayern Abitur gemacht und zehn Jahre in Berlin gelebt, daher traue ich mir das zu. Aber ich müsste mir das jetzt mittlerweile schon wieder ganz schön drauf schaffen, es ist sehr lange her. Ansonsten hätte ich den Tipp, dass man einfach sehr genau zuhören muss und das Wesen des Dialekts erfassen und dann üben, üben, üben.

Welche drei Dinge hättest Du gerne über das Hörbuchsprechen gewusst, bevor Du Dein erstes Hörbuch eingesprochen hast?

Dass man nicht aufgeregt sein muss. Das ist nicht schlimm ist wenn, man sich verliest. Dass man nicht die Einzige ist, die sich verliest.

Welche Dinge kannst Du angehenden Sprecher:innen mit auf den Weg geben?

Sei du selbst, versuche nicht zu viel zu machen, verliebe dich nicht in deine Stimme, sondern in den Text, den du liest. Wenn er gut ist, wird er dich tragen.

Verlage planen ihre Produktionen immer monatelang im Voraus. Wirst Du in einem Titel des Frühjahrsprogrammes von JUMBO zu hören sein? Darfst Du schon etwas über das Hörbuch verraten?

Nein, ich weiß noch nichts Neues, aber ich gehe stark davon aus!

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.

Gerne, es hat Spaß gemacht!

Gewinnspiel 
Wie es sich für einen Verlags-Geburtstag gehört, soll es natürlich auch Geschenke geben. In diesem Fall Geschenke für euch. Ihr könnt ein Buch- bzw. Hörbuchpaket aus dem Hause JUMBO gewinnen. Da die meisten Teilnehmerinnen der Blogtour bei der Durchführung von Gewinnspielen sehr positive Erfahrungen mit Instagram gemacht haben, haben wir uns dazu entschieden, das Gewinnspiel auf Instagram stattfinden zu lassen. 
Schaut also unbedingt auf den Instagram Accounts des JUMBO Verlages und des Goya Verlages vorbei. 
Viel Glück! 

2 Kommentare:

  1. Hallo liebe Emma,

    Danke für das geführte Interview mit der Sprecherin Katja Danowski.
    Schön einmal auch von dieser Seite etwas erfahren zu dürfen.

    Sehr interessant/spannend...

    Schöne Blogtour.....gerne als Leserin verfolgt..doch bei Instagram bin ich draußen..wünsche allen Teilnehmer dabei viel Spaß und Glück.

    LG..Karin..

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    Antworten
    1. Guten Morgen Karin,
      wow, da hast Du aber schon früh vorbeigeschaut :).
      Es freut mich, dass Dir das Interview gefallen hat. Ich fand die Antworten ebenfalls sehr interessant und war froh, mal eine Hörbuchsprecherin interviewen zu können.
      Ja, Instagram ist schon so ein Fall für sich. Ich bin auch nur sehr selten dort unterwegs und verfolge da im Grunde nur 2-3 Accounts wirklich regelmäßig, die leider nicht so aktiv auf den anderen Netzwerken sind.

      Die Beiträge der anderen Bloggerinnen der Blogtour werde ich mir am Wochenende auf jeden Fall noch anschauen. Da gibt es nämlich ein zwei Beiträge, die mich sehr interessieren.

      viele Grüße

      Emma

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Den Textbaustein habe ich von Pergamentfalter übernommen.