Montag, 28. Dezember 2020

Palais Heiligendamm – Ein neuer Anfang

Bild von Bastei Lübbe

Eine Rezension von Skyara

Name: Palais Heiligendamm – Ein neuer Anfang
Autor*in: Michaela Grüning
Verlag: Bastei Lübbe
Geeignet ab: 16 oder Älter
Gelesen oder gehört: Gelesen (eBook)
Bewertung: 4 von 5 Punkten
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 30.10.2020
ISBN: 9783785727072

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Klappentext 

"Heiligendamm, 1912: Die Berliner Hotelierfamilie Kuhlmann hat große Pläne, man will dem berühmten Grand Hotel Konkurrenz machen. Doch die High Society steigt lieber weiter bei dem etablierten Rivalen ab. In dieser schweren Zeit zeigt ausgerechnet die junge Tochter Elisabeth kaufmännisches Geschick, während sich der sensible Sohn Paul für Musik begeistert. Vater Kuhlmann sieht sich gezwungen, den Emporkömmling Julius Falkenhayn um Hilfe zu bitten. Und der hegt recht unkonventionelle Ansichten ..." 

Meine Meinung
Dieses Buch hatte mein Interesse bereits mit dem Klappentext geweckt. Wie dort zu lesen ist, befinden wir uns hier kurz vor dem 1. Weltkrieg und in einem erstklassigen Hotelbetrieb. Die Tatsache das es sich hierbei um eine Geschichte über eine starke Frau handelt, was sowohl aus dem Klappentext als auch vom Cover ablesbar ist, hat mich gereizt. 
Auf dem Cover ist eine junge Frau auf einem Steg, im Meer, abgebildet, im Hintergrund sind einige herrschaftliche Häuser, welche wohl auf das Palais hinweisen sollen. Aber auch dass es sich hier um eine Geschichte eines Hotelbetriebs handelt war für mich ausschlaggebend mich für ein Rezensionsexemplar zu bewerben, da ich selbst in einer Pension groß wurde und mehrere Jahre im Hotelbereich gearbeitet habe! 

Nachdem ich das eBook runtergeladen habe und bereits einige Kapitel gelesen hatte, musste ich feststellen, dass der Klappentext der Geschichte doch etwas vorgreift. Wir starten hier damit, dass das Palais neu erbaut wurde und Elisabeth die einzelnen Hauptpersonen trifft. 
Die ganze Geschichte wird nämlich aus drei verschiedenen Sichten erzählt. Einmal aus der Sicht von Elisabeth Kuhlmann. Dann aus der Sicht Ihres älteren Bruders Paul und schließlich noch von Mina, dem zweiten Stubenmädchen der Familie Kuhlmann. 
Diese drei Sichtweisen haben es durchaus in sich. Dadurch bekommen wir in vielen Dingen mehr von der ganzen Geschichte mit als wenn wir alles nur aus einer einzigen Sicht sehen. Allerdings ist hier leider auch ein ganz großes Manko an der Geschichte anzumerken. Dadurch das die verschiedenen Sichten öfter zu unpassenden Zeitpunkten wechseln, fehlen einem manchmal gewisse Angaben, die man gerne gehabt hätte und in diesem Moment auch vermisst. Bisweilen werden diese beim nächsten Wechsel auf dieselbe Person wieder aufgegriffen. Aber häufig auch nicht. 
Insgesamt denke ich das man hier die Feder der Lektorin zu „lesen“ bekommt, da diese Szenen für die gesamte Geschichte nicht relevant sind. Aber die harten Übergänge haben mir dann doch manches mal sauer aufgestoßen. Daher der volle Punktabzug. 

Ansonsten ist die Geschichte sehr gestaltet sowie schnell und einfach zu lesen. Die geschichtlichen Aspekte kamen mir alle authentisch vor. Besonders die Hotelabläufe und Hintergründe waren, selbstverständlich stark eingekürzt, aber korrekt angegeben. Auch die Szenen auf dem Schlachtfeld sind wie ich denke realistisch wiedergegeben. Man kann sich jederzeit in alle Personen hineinversetzen und teilt Freud wie Leid mit ihnen. 

Ich hatte bis auf die bereits erwähnten kleinen Sprünge in der Geschichte immer einen guten Überblick über die Geschehnisse und fand mich gut zurecht. Auch der Schreibstil von Michaela Grüning ist flüssig und lässt sich angenehm lesen. Daher vergebe ich 4 von 5 Punkten und freue mich auf die Fortsetzung der Familiensaga (sofern man es als Saga bezeichnen darf 😊)!

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Dieses eBook wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

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