Freitag, 29. Mai 2020

Unser Leben in Büchern und Zitate / Fußnoten in Büchern

Bild von A. Mack
Das Virus, dessen Namen nicht genannt werden soll und das damit verbundene Social Distancing halten den Freiburger Bücherstammtisch dennoch nicht davon ab sich zu treffen. Nur eben nicht persönlich, sondern online. 
Seit April treffen wir uns online und inzwischen scheint sich hier eine Struktur einzupendeln. Heute werde ich euch aber von unserem ersten Onlinetreffen erzählen. Wie haben wir uns organisiert? Über welche Themen haben wir gesprochen? Wie war die Stimmung? Und was haben wir uns für die nächsten Treffen vorgenommen? 
Im ersten Teil wird es vermutlich viele Listen für euch geben. Dafür habt ihr aber eine geballte Ladung an guten Literaturtipps. 
Legen wir also los mit dem... 

Unser Leben in Büchern - TAG 
Unter Literaturblogger*innen bzw. Influencer*innen, die über Bücher sprechen, sind TAGs beliebte Beiträge. Hier gibt es eine Hand voll Fragen zu einem bestimmten Thema. Das Tolle an der Sache ist: Es können Titel vorgestellt werden, die sonst etwas untergehen. 
Aus diesem Grund habe ich mal eine Sammlung an solchen Fragekatalogen angelegt. Allerdings haben unsere Treffen bisher nicht ausgereicht, einen Fragekatalog anzugehen. Unser erstes Onlinetreffen schien mir also eine gute Gelegenheit zu testen, ob sich die Fragen überhaupt für unsere Gruppe eignen. 

1) Suche Dir je eins Deiner gelesenen Bücher für jede Deiner Initialen heraus!
Da einige unserer Mitglieder*innen namentlich nicht in unseren Berichten auftauchen wollen, habe ich die folgende Liste einfach mal alphabetisch geordnet und behalte die Sortierung auch für die anderen Fragen bei. 

AchtNacht von Sebastian Fitzek 
Als das Leben unsere Träume fand von Luca di Fulvio
Anthony and Cleopatra von Shakespeare
Bridge of clay von Markus Zusak
Das schwarze Prisma von Brent Weeks 
Der Schrecksenmeister von Walter Moers 
Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch
Die fließende Königin von Kai Meyer
Der Name des Windes von Patrick Rothfuss
Die Welt durch deine Augen von Sarah Heine
Edward II von William Shakespeare
Ein Schnupfen hätte auch gereicht von Gaby Köster 
Great Expectations von Charles Dickens 
Harry Potter-Reihe von J.K. Rowling
Iron Gold von Pierce Brown 
Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan 
Leonie Lasker, Jüdin von Waldraut Lewin. 
Looking for Alaska von John Green. 
Meg Finn und die Liste der vier Wünsche von Eoin Colfer
Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag 
Meisterklasse von Ally Carter
Moby Dick von Herman Melville  
Momo von Michael Ende
Shadowmarch-Reihe von Tad Williams
Sonea von Trudi Canavan
Squib feeling blue von Arina Tanemura
Tage wie Salz und Zucker von Shari Shattuck 
The Testaments von Magret Atwood 
The Lies of Locke Lamora von Scott Lynch. 
*Zartbittertod von Elisabeth Hermann 

Diese Liste hat mir mal wieder bewusst gemacht, dass ich ganz dringend weitere Titel von Markus Zusak hören möchte. Außerdem wurde ich neugierig auf Leonie Lasker, Jüdin. Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es um eine Jüdin, die während des Nationalsozialismus in Deutschland lebt. Ihr Vater versucht zu verheimlichen, dass er und seine Familie Juden sind und tritt sogar der NSDAP bei. Als ich den Titel nochmal für den Bericht recherchiert habe, stellte sich heraus, dass es sich wohl um eine Reihe handelt. 
Bei Squib [...] musste ich sofort an Harry Potter denken. Dieser Zahn wurde mir aber sogleich gezogen. 
Außerdem habe ich erfahren, dass Moby Dick wirklich sehr zäh sein soll. Eigentlich wollte ich diesen Titel auch mal hören. 

2) Stell Dich vor Dein Bücherregal und zähle Dein Alter entlang der Bücher ab - bei welchem Buch landest Du? 
Gerade die ersten beiden Fragen haben es mir ziemlich angetan. Das Spannend ist, dass die folgende Liste überhaupt nichts über den Altersdurchschnitt unserer Gruppe verrät. Nicht einmal die Sortierung der Bücherregale lässt sich erahnen...  

Der Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann. 
Die Bücherdiebin von Markus Zusak. 
Die Geschichte eines neuen Namens von Elena Ferrante 
Die Lügen, die wir erzählten von Judy Blundell 
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce 
Eine für vier - Für immer und ewig von Ann Brashares 
Harry Potter and the Chamber of Secrets von J. K. Rowling 
Tausend kleine Lügen von Liane Moriarty 
Sternenschiff von Rachel Bach
Zweiherz von Antje Babendererde

Besonders gefreut habe ich mich, dass ein Band von Elena Ferrantes neapolitanischer Saga aufgetaucht ist und der Titel diesmal ausnahmsweise nicht von mir mitgebracht wurde. 

3) Such Dir eins Deiner Bücher raus, das in Deiner Stadt, Deinem Bundesland oder Deinem Land spielt.
Ich bin besonders stolz darauf, dass mein Titel in den Bundesländern bzw. sogar fast in den Städten spielt, in denen ich längere Zeit gelebt habe, oder noch lebe. 

Als die schwarzen Feen kamen von Anika Beer
Chemnitz, Eine Liebeserklärung von Ellen Schaller
Das Jaköble
Das Lied der Wächter - Das Erwachen von Thomas Erle
Der goldene Handschuh von Heinz Strunk 
Novemberasche von Anja Jonuleit
Schlafen werden wir später von Zsu Zsa Bank 
So finster, so kalt von Diana Menschig

Dank Thomas Erle gibt es einen Fantasyroman, der in unserer Region spielt. Der Schwarzwald scheint ein gutes Setting für eine fantasievolle Reihe zu sein. Besonders schmunzeln musste ich über Das Jaköble, weil das ein Name ist, der in Norddeutschland sicher viele Fragezeichen auf die Gesichter der Leute zaubert, wenn sie den Titel zum ersten Mal hören. 
Den meisten von uns fiel es aber schwer, einen Titel zu finden, der in der Region spielt in der sie leben oder aus der sie gebürtig kommen. Ihr merkt: Der Handlungsort ist bei uns also nicht unbedingt ein Lese- bzw. Hörkriterium. 

4) Jetzt suche ein Buch heraus, das einen Ort repräsentiert, wohin Du gerne reisen würdest!
Hier mussten wir erst einmal klären, ob es sich um einen fiktiven und oder einen realen Ort handelt. Glücklicherweise hatten sich die meisten von uns sowohl für einen fiktiven als auch einen realen Ort entschieden. 

Als die Sonne im Meer verschwand von S. Abulhawa (Palästina)
Annika und der Stern von Kazan von E. Ibbotson (Wien)
Britt-Marie war hier von F. Backman (Borge Borje gesprochen) 
Harry Potter-Reihe von J.K. Rowling (Hogwarts) 
Ich bin dann mal weg von H. Kerkeling (Jakobsweg)
Immer dieser Michel von A. Lindgren (Schweden)
Im Reich des Goldenen Drachen von I. Allende (Himalaya)
Das Kartengeheimnis von J. Gaarder (Griechenland)
Der Pfau von I. Bogdan (Schottland)
Der Schatten des Windes von C. R. Zafon (Barcelona) 
Die Goldene Stadt von S. Janesch (Peru)
Meine geniale Freundin von E. Ferrante (Süditalien)
Narnia von C. S. Lewis (Narnia)
Nijura – Das Erbe der Elfenkrone von J. M. Nuyen (Der Wald, in dem die Elfen leben). 

Besonders einem Bücherstammtisch hat es diese Frage angetan. Sie beschloss die Aufzählgung ihrer Lieblingsreiseziele einfach irgendwann zu beenden. emion zog es nach Hogwarts. Mich hingegen zog es n Orte, an denen mich spannende Charaktere oder eine angenehme Atmosphäre erwarten. 

5) Was ist Deine Lieblingsfarbe? Fällt Dir ein gelesenes Buch ein, dessen Cover in dieser Farbe gehalten ist?
Diese Frage habe ich einfach mal gekonnt übersprungen. Die Bücherstammtisch Mitglieder*innen haben sich hier aber ein paar spannende Antworten überlegt. 

American Gods von Neil Gaiman 
Dark Places von Gillian Flynn
Das Tagebuch von River Song aus Doctor Who
Die Glücksbäckerei-Reihe von Kathryn Littlewood
Frösche von Mo Yan
Nijura - Das Erbe der Elfenkrone  von Jenny Mai Nuyen 

Wir erfuhren, dass ein Bücherstammtisch-Mitglied dazu verpflichtet wurde, mehr Bücher von Nobelpreisträger*innen zu lesen. Ein anderes Bücherstammtisch-Mitglied mag Grün und wollte eigentlich den Herr-der-Ringe-Schuber nominieren, musste aber feststellen, dass der Grünton hier leider nicht besonders gut gelungen ist. Kurzerhand wurde also zu Nijura [...] gegriffen. Der Titel hat auch eines meiner Lieblingscover. Als das Buch erschien gab es das Hardcover sogar in einer blauen und einer grünen Version. 

6) An welches Buch hast Du die schönsten Erinnerungen? 
Das war eine wirklich schwere Frage, weil ich schon unglaublich viele Hörbücher gehört bzw. Bücher gelesen habe. Außerdem habe ich mir die Frage gestellt, ob die schöne Erinnerung mit der Handlung verknüpft sein muss, oder ob es um den Kontext geht, in dem der Titel zu einem gefunden hat. 
Bei unserem Treffen haben wir uns kurzerhand für beide Antwortmöglichkeiten entschieden. 
Was meint ihr? 

Artemis Fowl-Reihe von Eoin Colfer
Der Herr der Diebe von Cornelia Funke
Der Wilde Wald von Tonke Dragt
Die Brautprinzessin von William Goldman 
Die unendliche Geschichte von Michael Ende 
Die wilden Hühner von Cornelia Funke 
Die Gilde der schwarzen Magier von Trudi Canavan
Ein Mann namens Ove von Fredrik Backman 
Eines Tages, Baby von Julia Engelmann 
Gregor von Suzanne Collins
Harry-Potter-Reihe von J.K. Rowling 

Die meisten Bücherstammtisch Mitglieder*innen haben Titel genannt, die sie mit Kindheitserinnerungen verbinden. Gerade das fand ich sehr spannend. Ich habe mich sowohl für Hörbücher bzw. Bücher entschieden mit denen ich schöne Stunden verbracht habe, als ach Titel, mit deren Einzug ich eine schöne Erinnerung verbinde. 

7) Bei welchem Buch hattest Du die größten Schwierigkeiten, es zu lesen? 
Mir ging es bei dieser Frage nicht um Titel, die sich aufgrund des Schreibstils schwer lesen lassen, sondern die sich auch aufgrund der Handlung nur schwer verdauen lassen, oder mich sehr bewegt haben. 

Apfeldiebe von Michael Tietz 
Darm mit Charme von Giulia Enders 
Das Wispern der Schatten von Adam J. Dalton
Der Prozess von Franz Kafka
In meinem Himmel von Alice Siebold 
Nacht über Tanger von Christine Magan 
Neujahr von Juli Zeh 
Nicht weg und nicht da von Anne Freytag 
Sieben Minuten nach Mitternacht von Patrick Ness 
Ulyses von James Joyce. 

Einige Bücherstammtisch Mitglieder*innen (mich eingeschlossen) haben manche der Titel, die sie hier genannt haben, auch nicht beendet. 

8) Welches Buch auf Deinem Stapel ungelesener Bücher (SUB) wird Dir das größte Gefühl verschaffen, etwas geleistet zu haben, wenn Du es fertiggelesen hast?
Bei dieser Frage hat sich übrigens zu einem Titel eine kleine Leserunde gebildet. Um welchen Titel es geht, werde ich euch in meinem Monatsrückblick bzw. meinem Hörmonat (Podcast Folge) erzählen. 

Anna Karenina von Lew N. Tolstoi 
Black Leopard Red Wolf von Marlon James 
Der richtige Therapeut von Milton H. Erickson 
Die Katze und der General von Nino Haratschiwilly 
Dachdecker wollte ich eh nicht werden von Raul Krauthausen 
Der Schwarm von Frank Schätzing 
Die Säulen der Erde von Ken Follett 
Die Kunst des Miteinander Redens von Friedemann Schulz von Thun 
Digital Fortress von Dan Brown
Sister von Rosamund Lupton
Wie man wird, was man ist von Irvin D. Yalom.

Hier wurden Titel genannt, die es sich auf den jeweiligen Stapeln ungelesener Bücher schon richtig gemütlich gemacht haben. Ob einige Titel von diesem Stapel jemals befreit werden? 

Zitate bzw. Fußnoten in Büchern 
Hier wollte ich von den Bücherstammtisch Mitglieder*innen wissen, ob es schon mal einen Titel gab, den sie aufgrund eines Zitats aus einem anderen Roman gelesen haben und was sie allgemein über Fußnoten in Romanen denken. 

Ein Bücherstammtisch Mitglied hat sich  Die Praxis und Theorie des Bolschewismus von Bertrand Russell gekauft, weil dieser Titel in Ken Folletts Sturz der Titanen erwähnt wurde. Das ist mir tatsächlich völlig entgangen. Aber bei über 2.000 Seiten und einer sehr langen Hörbuchspieldauer wundert es mich auch nicht. 
Ich habe dank Cornelia Funkes Tintenwelt-Reihe begeistert zu Warten auf Gordot gegriffen, weil daraus ein paar Mal zitiert wurde. Leider wurden die Zitate, die bei den Printbüchern zu Beginn jeden Kapitels stehen, im Hörbuch nicht übernommen. Die Zitate haben mich nicht nur auf die anderen Titel neugierig gemacht, sondern die Stimmung des jeweiligen Kapitels auch ziemlich gut untermalt. 

Bei Fußnoten in Büchern waren wir dann nicht so ganz einer Meinung. Ein Bücherstammtisch Mitglied merkte an, dass Fußnoten beim Lesen stören und den Lesefluss unterbrechen. Ihr komme es so vor, als ob der/die Autor*in nicht wisse, wie der Inhalt der Fußnote in den Roman integriert werden kann. 
Andere Bücherstammtisch Mitglieder*innen nehmen Fußnoten als tolle Ergänzung zur Handlung wahr: Entweder werden sie als Stilmittel des / der Autor*in gesehen wie z.B. im Fall von Marc-Uwe Klings Känguru-Reihe. Oder sie werden dazu gebraucht, den historischen Kontext zu klären. Gerade das wurde von einem Bücherstammtisch Mitglied als sehr angenehm empfunden, weil so nicht während des Lesens recherchiert werden muss. 

Bei der Känguru-Reihe werden die Fußnoten zum Glück auch vorgelesen. Bei vielen Hörbüchern hingegen habe ich den Eindruck, dass die Fußnoten entweder nicht extra angesagt, oder sogar ganz weggelassen werden. 
Ich glaube nämlich, mich dunkel daran erinnern zu können, dass im Printbuch zu Die Bücherdiebin auch ein paar Fußnoten versteckt sind. Diese wurden beim Hörbuch beispielsweise nicht angesagt, was ich aber auch nicht als Problem empfinde, sondern einfach nur mal anmerken wollte. 

Die Stimmung 
Buchlinge, an dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich in der Internetwelt aufgewachsen bin und früher sehr viel Zeit in Chaträumen verbracht habe. Ich bilde mir also ein, aus dem Schriftlichen ein bisschen Emotionen meines Gegenübers herauslesen zu können. 
So musste ich bei manchen Beiträgen der Bücherstammtisch Mitglieder*innen grinsen, oder habe bestätigend genickt, wenn ich derselben Meinung war. Da ich alle Teilnehmer*innen kannte, hatte ich fast das Gefühl, eine lebendige Unterhaltung vor mir zu haben. Gerade in den ersten 1 1/2 Stunden wurde sehr viel geschrieben und ich kam mit dem Lesen und Antworten kaum hinterher. 

Im April legten wir einen Bücherstammtisch im XXL Format ein. Ich glaube, wir waren letztendlich 3 - 4 Stunden beisammen und hatten eine sehr unterhaltsame Zeit. Allerdings war ich danach auch ziemlich erledigt. 

Wünsche für das nächste Onlinetreffen 
Einige Bücherstammtisch Mitglieder*innen wünschten sich zusätzlich zum schriftlichen Treffen auch eine Videokonferenz. Der größte Vorteil beim Video ist natürlich, dass man sich gegenseitig sieht und mehr Informationen von seinem Gegenüber bekommt. 
Andere Bücherstammtisch Mitglieder*innen befürchteten, dass Redebeiträge untergehen könnten und es, je mehr Teilnehmer*innen beim Treffen dabei waren, auch Probleme mit der Qualität gibt. 
Dennoch wollte ich die Idee gerne umsetzen und lud im Mai also gleich zu zwei Treffen ein. 
Wie diese Treffen gelaufen sind, erfahrt ihr im nächsten Bericht. 

Der Bücherstammtisch in Zeiten des Social Distancing: 
Wie Du trotzdem dabei sein kannst 
Aktuell ist es etwas schwierig in unsere Gruppe reinzukommen, da wir uns eben nur online treffen. Die Videokonferenzen sind vor allem für die alten Hasen gedacht, die bisher regelmäßig zu unseren Treffen gekommen sind. 
Außerdem gehen wir stark davon aus, dass es Interessent*innen auch unangenehm wäre, sich über Skype einfach spontan einzuklinken. 
Allerdings haben wir weiterhin ein monatliches schriftliches Treffen. Auf dieser Seite bleibst Du auf dem Laufenden, was unsere Termine und die Treffen betrifft. Natürlich kannst Du Dich auch weiterhin gerne in den Malverteiler eintragen lassen. Schick mir dafür eine Mail an EmmaZecka(at)gmx.de. Deine E-Mailadresse wird nicht an Dritte weitergegeben und nur in meiner Outlook Bücherstammtisch Gruppe gespeichert. 

Und Du? 
Erzähle mir doch, wie Du die Fragen des Dein Leben in Büchern-TAG beantwortet hättest. 
Außerdem interessiert mich: Hast Du die Titel entdeckt, die ich eingereicht habe? 

Montag, 25. Mai 2020

Endgültig (Band 1)

Diese Rezension entstand im Rahmen unserer aktuellen Leserunde im Buchclub. Obwohl wir im Buchclub inhaltlich über die Titel diskutieren bleibt diese Rezension spoilerfrei. 

Bild von RandomHouse Audio
Steckbrief 
Name: Endgültig (Band 1 der Jenny Aaron-Reihe)
Autor: Andreas Pflüger 
Verlag: RandomHouse Audio 
Geeignet für: Thriller Fans und Menschen, die sich für das Thema Blindheit interessieren, aber noch einen anderen Handlungsstrang brauchen. 
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch 
Sprecher: Nina Kunzendorf 
Bewertung: 5 von 5 Punkten 

Klappentext 

"[...] In ihrem ersten Leben war Jenny Aaron eine Elitepolizistin mit überragenden Fähigkeiten. In ihrem zweiten ist sie Verhörspezialistin und Fallanalytikerin beim BKA. Sie spürt das Verborgene und versteht es, zwischen den Worten zu tasten. Denn seit einem missglückten Einsatz in Barcelona vor fünf Jahren ist Jenny Aaron blind und traumatisiert. Doch "Barcelona" war nicht der schlimmste Tag ihres Lebens. Sie hat sich geirrt - der schlimmste Tag ihres Lebens ist heute." 

Meine Meinung 
Von Andreas Pflüger und seiner Jenny-Aaron-Reihe habe ich schon ziemlich viel gehört. Was mich bisher davon abhielt, zur Reihe zu greifen, war die Tatsache, dass hier eine blinde Protagonistin im Mittelpunkt steht. Ich befürchtete, dass es ziemlich viele Klischees gibt. Dennoch siegte die Neugier und ich nominierte den ersten Band der Reihe als aktuelle Buchclub-Lektüre. 

Der Inhalt ist rasant. Andreas Pflüger erzählt die Handlung in mehreren Zeitsträngen. Im Prolog erleben wir Jenny Aaron und ihren Kollegen Niko bei einem riskanten Einsatz in Barcelona, der für beide schlimme Folgen haben wird. Dann baut der Autor den ersten Zeitsprung ein. 

Fünf Jahre später: Jenny Aaron hat ihre Abteilung verlassen und sich ein neues Leben als Fallanalytikerin in Wiesbaden aufgebaut. Doch ein neuer Fall führt sie zurück nach Berlin zu den alten Kollegen. Es gibt nämlich einen Mörder, der nur mit ihr sprechen möchte. Schnell wird klar, dass der aktuelle Fall etwas mit dem vergangenen Einsatz in Barcelona zu tun hat. Jenny Aaron erblindete bei diesem Einsatz nämlich nicht nur, sondern kann sich auch nicht daran erinnern, was wirklich in Spanien passiert ist. 

Was mich in der Handlung etwas verwirrte, waren die häufigen Zeitsprünge: Im Mittelpunkt stehen natürlich der aktuelle Fall und die Ereignisse in Barcelona. Allerdings erinnert sich Jenny Aaron immer wieder an andere Einsätze. Ich war mir manchmal also unsicher, ob wir uns in der Gegenwart oder in der Vergangenheit befanden (und wenn ja, in welcher). Dennoch sorgte dieses Stilmittel für Spannung, da die Details an die sich Aaron von früheren Fällen erinnert zum einen mit dem aktuellen Fall oder zum anderen mit ihr als Person zu tun haben. Es handelt sich also nicht um eine Abschweifung, sondern um wichtigen Inhalt. 

Was mir an diesem Reihenauftakt besonders gut gefallen hat waren die Haupt- und Nebencharaktere, allen voran Jenny Aaron, ihr bester Freund Pavlik und die Vorgesetzte der beiden. 
Jenny Aaron hadert nicht nur mit ihrer Erblindung, sondern muss sich in diesem Reihenauftakt auch die Frage stellen, ob sie ihre Liebe zugunsten der Ehre verraten und somit Schuld auf sich genommen hat. Die Angst, falsch gehandelt zu haben, verfolgt sie und lässt sie nicht mehr los und das obwohl sie keinesfalls verletzlich wirken möchte. 

Pavlik versucht Aaron so gut es geht bei der Lösung des Falls zu helfen. Dennoch ahnt er, dass es einen Feind in den eigenen Reihen geben könnte. Wir finden heraus, dass ihm nicht nur die Freundschaft gegenüber Jenny wichtig ist, sondern die Kameradschaft innerhalb der Abteilung einen sehr hohen und wichtigen Stellenwert für ihn haben. 
Aaron und Pavliks Vorgesetzte sieht sich mit ihrem ersten kniffligen Fall konfrontiert. Hier geht es nämlich um ein Ereignis aus der Vergangenheit, das sie nur aus den Akten kennt. Wie kann sie ihre Kollegen dabei unterstützen den Fall zu lösen, ohne dabei alte Wunden aufzureißen? 

In Endgültig spielt natürlich auch die Hierarchie in der Abteilung, in der Aaron und Pavlik arbeiten, eine Rolle. Die Kollegen halten zusammen, egal was kommt. Aber wenn einer von ihnen zum Verräter wird, muss er nicht nur mit der Schuld klarkommen, sondern hat eine ganze Abteilung gegen sich. Seinen Platz in den Reihen muss man sich erst einmal verdienen. Aber wenn man sein Talent und die Treue gegenüber den Kollegen bewiesen hat, hält man zusammen. 
Man mag die Regeln der Abteilung kritisieren können, aber ich fand es zur Abwechslung mal ganz angenehm auf eine Ermittler*innengruppe zu treffen, bei der es nicht um interne Machtkämpfe geht. Man weiß, was man an den Kolleg*innen hat. Innerhalb der Abteilung fühlt man sich einander verbunden und hat so seine eigene Familie. 

Was mir an der Handlung ebenfalls sehr gut gefällt ist, dass Andreas Pflüger den Reihenauftakt nicht mit einem Cliffhanger enden lässt. Natürlich werden Fährten für Fortsetzungen gelegt. Aber der Kriminalfall an sich scheint hier abgeschlossen. Das Tolle daran ist, dass wir hier nicht den Auftakt einer Rache-Reihe vor uns haben. 

Auch was das Thema Blindheit betrifft, beweist Pflüger, dass Endgültig keine stereotypische blinde Superheldin braucht. Der Roman ist gut recherchiert, was Pflüger immer wieder in Nebensätzen unter Beweis stellt. So beschreibt er, was Aaron kann und liefert hierfür eine Begründung, oder stellt sie vor alltägliche Herausforderungen, wie beispielsweise das Überqueren einer Straße mit Verfolger*innen im Rücken, das sich alles andere als leicht gestaltet. 
Gut herausgearbeitet hat Pflüger hier den Zwiespalt: Auf der einen Seite den Wunsch, ein normales Leben führen zu wollen und nicht ständig von er Gesellschaft als Blinde gesehen zu werden. Aber auf der anderen Seite die kleinen Herausforderungen im Alltag, die Blinde von Sehenden eben unterscheiden und von Blinden fordern, kreative Lösungen für Herausforderungen zu finden. 

Andreas Pflüger hat mit Endgültig einen Spannungsbogen geschaffen, der ziemlich weit oben anzusetzen ist. Es gibt kaum Ruhephasen, was dafür sorgt, dass ich das Hörbuch kaum von den Ohren nehmen konnte, weil mich brennend interessierte, wie die Handlung weitergeht. Außerdem hat er die Handlungsstränge gut aufgebaut und die Fragen um Barcelona Stück für Stück aufgearbeitet, ohne, dass wir zu viele Informationen auf einmal bekamen. 

Was die Hörbuchgestaltung betrifft, bekommt RandomHouse Audio schon den ersten sehr großen Pluspunkt bei der Herstellung des Hörbuches. Das Hörbuch ist nämlich nicht nur in einer Digifile Hülle untergebracht, sondern man hat auch das Wort Endgültig, das auf dem Printbuch Cover in Punktschrift dargestellt ist, taktil umgesetzt. Ich hatte insgeheim gehofft, dass der Verlag dieses Stilmittel einsetzt, hatte aber nicht damit gerechnet und mich umso mehr gefreut, als ich die Buchstaben auf dem Cover entdeckte. 

Das Hörbuch wurde als ungekürzter Titel produziert. Ich hätte mir beim besten Willen auch nicht vorstellen können, wo und wie man diese spannende Handlung zusammenkürzen könnte. 
Nina Kunzendorf führt durch das Hörbuch. Schon nach wenigen Minuten war ich Fan ihrer Stimmfarbe und ihrer Art, Endgültig zu interpretieren. Sie schafft es, die angespannte Atmosphäre der Handlung zu transportieren. Das gelingt ihr vor allem durch ihre Lesegeschwindigkeit. Sie liest schnell, aber nicht so, dass uns Inhalt verloren geht, sondern so, dass die Spannung gehalten wird und es keine Zeit zum Luft holen gibt. 
Außerdem arbeitet Nina Kunzendorf die zwei Seiten der Jenny Aaron gut heraus: Auf der einen Seite die taffe Frau, die sich nicht anmerken lassen will, wie es ihr geht und beweisen möchte, wie stark sie ist. Aber auf der anderen Seite ihre Zerbrechlichkeit. 
Nina Kunzendorf verleiht nicht jedem Charakter eine eigene Stimme. Aber das ist für dieses Hörbuch auch nicht notwendig, da für mich der Fokus auf der Interpretation der Handlung und der Aufrechterhaltung des Spannungsbogens liegt. Ich freue mich sehr, dass sie auch die Folgebände der Jenny-Aaron-Reihe liest. 

Andreas Pflüger hat mich mit seinem Schreibstil überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass Thriller in so einer Geschwindigkeit erzählt werden können. Zudem bin ich mir nicht sicher, ob ich seinen Schreibstil wirklich in Worte fassen kann. Was mich etwas verwirrte, war die Erzählperspektive von Endgültig: Eigentlich dachte ich, dass die Handlung aus Aarons Perspektive und somit in der dritten Person erzählt wird. 
Allerdings gab es einige Szenen, in denen beschrieben wird, was mehrere Personen denken. Hier war mir nicht bewusst, ob Aaron glaubt zu wissen, was ihr Gegenüber denkt, oder ob es sich hier schon um einen allwissenden Erzähler handelt. 

Außerdem beschreibt Pflüger die Gefühle und Gedanken seiner Figuren nicht direkt, sondern zeigt sie indirekt durch deren Handlung oder deren Interaktion. Dieses Stilmittel fand ich spannend, weil ich das Gefühl hatte, dass mir das Wesentliche der Figuren noch verborgen bleibt und ich nicht alle Aspekte ihrer Kommunikation verstanden habe. Und genau das macht mich neugierig auf weitere Bände, weil ich gespannt bin, wie sich die Beziehung der Figuren weiterhin gestaltet. 

Gesamteindruck 
Endgültig hat mich positiv überrascht. Andreas Pflüger erzählt nicht nur eine spannende Handlung, sondern stellt uns auch vielschichtige Charaktere vor, über die ich gerne mehr erfahren möchte. 
Allerdings ist es mir wichtig an dieser Stelle auch darauf hinzuweisen, dass der Inhalt hier und da auch etwas brutal ist. Es bleibt nicht nur bei Verfolgungsjagden, sondern es werden auch Kampfszenen beschrieben. Dennoch haben sie bei mir nicht für innere Bilder gesorgt, die ich nicht mehr loswerde. 

Ich empfehle diesen Titel allen Thriller Fans, die auf eine Reihe mit einer außergewöhnlichen Protagonistin gewartet haben. Außerdem lernt man hier nebenbei etwas über das Thema Blindheit ohne, dass es die ganze Zeit negativ im Vordergrund steht. 

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Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar von RandomHouse Audio kostenlos zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 22. Mai 2020

SuB Geheimnisse Part 7: Thriller

Hallo Buchlinge, 
in dieser Podcast Folge spreche ich wieder über meinen Stapel ungehörter Hörbücher. Bisher habe ich euch ja je nach Genre einen Titel meines SuBs vorgestellt, den ich besonders spannend, oder besonders langweilig finde. 
Da ich inzwischen keine Hörpoben mehr in meine Podcasts einbinden kann, bleibt mehr Platz für spannende Hörbücher. Aus diesem Grund gibt es diesmal gleich sechs Hörbücher, die darauf warten von mir gehört zu werden. 
Wie ihr am Posttitel schon unschwer erkennen könnt, soll es diesmal um die Thriller bzw. Psychothriller gehen. 
Ich wünsche gute Unterhaltung. 

Die Podcast Folge direkt bei YouTube hören. 



Erwähnte Hörbücher: 
Lauf, Jane, lauf von Joy Fielding 
Shutter Island von Denis Lehane 
Böse-Nacht Geschichten (Anthologie) 
Im Dunkeln der Wälder von Brigitte Aubert 
*Schräge Vögel singen nicht von Lars Lenth 
Schneller als der Tod von Josh Bazell 

Bisherige SuB Folgen: 
Part 1 Abenteuer 
Part 2 Biografien 
Part 3 Fantasy Teil 1 
Part 4 Fantasy Teil 2 
Part 5 Klassiker 
Part 6 Krimi  

Und Du? 
Kennst Du einen oder mehrere der vorgestellten Titel? 
Welche Thriller bzw. Psychothriller schlummern au fDeinem SuB? 

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Die mit * markierten Titel wurden mir als kostenlose Rezensionsexemplare vom jeweiligen Verlag zur Verfügung gestellt. 

Montag, 18. Mai 2020

Die Akte Vaterland (Gereon Raths 4. Fall)

Bild von Argon Verlag
Steckbrief
Name: Die Akte Vaterland 
Autor: Volker Kutscher 
Verlag: Argon Verlag 
Geeignet für: Kutscher-Fans, oder Fans von Krimis, die eine historische Nebenhandlung haben  
Gelesen oder gehört: gehört als gekürztes Hörbuch 
Sprecher: David Nathan 
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten 


Klappentext 
(von Argon Verlag

"Berlin am Abgrund: Gereon Raths vierter Fall

Juli 1932, die Berliner Polizei steht vor einem Rätsel: Ein Mann liegt tot im Lastenaufzug von Haus Vaterland, dem legendären Vergnügungstempel am Potsdamer Platz.
Kommissar Gereon Rath ist wenig erfreut über den neuen Fall, denn er hat schon genug Ärger. Seine Ermittlungen gegen einen mysteriösen Auftragsmörder, der die Stadt in Atem hält, treten seit Wochen auf der Stelle, seine große Liebe Charlotte »Charly« Ritter kehrt von einem Studienjahr in Paris zurück und fängt als Kommissaranwärterin am Alex an – ausgerechnet in der Mordkommission, was die Dinge nicht einfacher macht.
Der Tote vom Potsdamer Platz scheint Teil einer Mordserie zu sein, deren Spur weit nach Osten führt. Während Charly als Küchenhilfe ins Haus Vaterland eingeschleust wird, ermittelt Rath in einer masurischen Kleinstadt nahe der polnischen Grenze und gerät in eine fremde Welt." 

Meine Meinung
Inzwischen hat die Kommissar-Rath-Reihe bei mir eine Art Kultstatus. Wenn ich mit einem neuen Fall beginne, weiß ich ungefähr, was mich erwartet, aber ohne den Inhalt vorhersehen zu können. In diesem Fall habe ich ein spannendes, kurzweiliges Hörbuch für Zwischendurch gesucht und wurde nicht enttäuscht. 

Volker Kutscher baut den Inhalt seiner Krimireihe nach einem ähnlichen Muster auf: Meistens beginnt der Band mit einem Mord. Somit haben wir unseren ersten Handlungsstrang. Diesmal wird ein Toter im Haus Vaterland gefunden. 
Im Laufe des Hörbuchs kristallisiert sich aber ein zweiter Handlungsstrang heraus. Meistens ist unvorstellbar, dass dieser Handlungsstrang etwas mit dem Mord zu tun haben könnte. Doch Volker Kutscher versteht sich darauf, uns das Gegenteil zu beweisen. 

Volker Kutscher erzählt die Handlung ab diesem Band aus zwei Perspektiven: Wir begleiten nicht nur Kommissar Rath bei seinen Ermittlungen, oder teils zwielichtigen Geschäften, sondern lernen auch Charlotte Charlie Ritter kennen, die es nun endlich zur Kommissaranwärterin geschafft hat. 

Auch in diesem Band dürfen die alt bekannten Konflikte nicht fehlen: Innerhalb der Berliner Polizei gibt es klare Hierarchien und Machtspiele, die immer wieder neu verteidigt werden. Rath tut sich schwer damit, gemeinsam mit Kollegen an einem Fall zu arbeiten. Er plant lieber im Alleingang, was seinen Kollegen, insbesondere seinen Vorgesetzten oft ein Dorn im Auge ist. 

Da Charlie in diesem Band ebenfalls bei der Polizei anfängt, bekommen wir erstmals mit, wie mit Kommissaranwärterinnen in der Burg umgegangen wird. Man hat eine klare Vorstellung davon, welcher Inspektion Frauen zugeteilt werden. Und diese Inspektion ist nicht der Ort, den sich Charlie Ritter für ihre Laufbahn bei der Polizei gewünscht hat. 

Der Spannungsbogen des Hörbuches hat mir sehr gut gefallen. Ich habe den Roman innerhalb von zwei Tagen durch gehört, was ich nur bei wenigen Titeln mache. Der Kriminalfall ist kurzweilig, unterhält aber während des Hörens sehr gut. Allerdings muss ich auch gestehen, dass mich der Fall nicht nachhaltig beeindruckt hat, sondern es bei einer kurzweiligen Lektüre blieb. 

Was die Hörbuchgestaltung betrifft, ist mir der Einstieg in dieses Hörbuch deutlich leichter gefallen. Ich wusste nun, wie David Nathan das Hörbuch interpretiert und kam mit seiner Interpretation auch besser zurecht, als im vorherigen Band. 
Die Akte Vaterland ist als gekürztes Hörbuch beim Argon Verlag erschienen. Das Hörbuch befindet sich in einer Digifile Hülle, die für ein Digifile recht schmal ist, aber dadurch sehr gut zu den vorherigen Bänden passt. 

Volker Kutschers Schreibstil gefällt mir nach wie vor sehr gut. Toll fand ich, dass er ab diesem Band beginnt, die Handlung aus mehreren Perspektiven zu erzählen. 
Außerdem arbeitet er die Konflikte zwischen den Charakteren oder innerhalb der Polizei sehr gut heraus. In diesem Band beginnt sich auch die politische Lage in Berlin unmerklich zu ändern. Das heißt die politische Situation wirkt sich auch auf die Polizei und unsere Charaktere aus. Volker Kutscher hat hier interessante Fäden gesponnen und es geschafft, erste Grundsteine für die politischen Themen zu legen, ohne, dass dabei die eigentliche Handlung in den Hintergrund rückt. 

Gesamteindruck
Die Akte Vaterland ist ein solider Krimi, der spannende, kurzweilige Unterhaltung bietet. Allerdings empfehle ich, die Reihe mit dem ersten Band zu beginnen. So bekommen wir mit, wie sich die Charaktere entwickeln. 

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Weitere Bände: 
*Der nasse Fisch (Band 1)
Der stumme Tod (Band 2)
Goldstein (Band 3) 
*Märzgefallene (Band 5) 



Freitag, 15. Mai 2020

Hörbücher für eine kleine Auszeit

Hallo Buchlinge, 

Anfang April starteten  der Hörverlag, RandomHouse Audio und der Audio Verlag die Aktion #zuhausehören. Wir Blogger*innen werden eingeladen unsere Hörbuchtipps mit euch zu teilen, mit dem Ziel den lokalen Buchhandel zu stärken. Die neu entdeckten Geschichten sollen im besten Fall auch bei euch einziehen, oder? 
Im ersten Teil dieser Reihe, habe ich euch von Hörbücher gegen Langeweile erzählt. Heute geht es um Hörbücher

... für eine kleine Auszeit  
Ich habe Hörbücher ausgewählt, von denen ich mir erhoffe, dass sie euch ein bisschen auf andere Gedanken bringen und euch vom Alltagsstress ablenken. Im Idealfall erwarten euch nicht nur entspannte, sondern hier und da auch spannende Hörstunden. 

Die Hörbücher sollten aber auch jederzeit beiseite gelegt werden können, wenn der Alltag wieder nach euch verlangt. Außerdem war mir wichtig, dass ein schneller Einstieg in die Geschichte möglich ist. Wenn ihr auf die Titel klickt, landet ihr bei meiner Rezension. 


Bild von der Hörverlag 

*Belgravia von Julian Fellowes 
Die Geschichte spielt 1841 in London: Hier droht ein altes Familiengeheimnis aufzufliegen. James Trenchards Enkelsohn Charles war das Ergebnis einer Affäre seiner Tochter. Sie starb bei der Geburt. Die Trenchards mussten ihren Enkel weggeben. Sonst hätten sie ihren gesellschaftlichen Status verloren. Inzwischen ist Charles aber erwachsen und entdeckt die Londoner Gesellschaft für sich. Dort wird er aber nicht mit offenen Armen empfangen. Seine beiden Großmütter wollen den Jungen aber vor schlimmen Unheil bewahren. 

Was mir an der Geschichte gut gefällt ist, dass es sich um einen kurzweiligen historischen Roman handelt. Historische Romane assoziieren viele Buchlinge von euch wahrscheinlich mit den Ken Follett Wälzern, bei denen häufig schon die lange Laufzeit des Hörbuches oder die Seitenzahl abschrecken. 
Außerdem gibt es in historischen Romanen oft mehrere Generationen, also sehr viele Charaktere, die wir uns merken müssen. Hier hingegen lernen wir zwei Generationen kennen. Das heißt, es bleibt übersichtlich. Allerdings wird Belgravia aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was zu Beginn vielleicht etwas verwirrend wirken könnte. 

Das Hörbuch wird von Beate Himmelstoß gelesen, die es schafft, die Feinheiten der Geschichte gut herauszuarbeiten. Außerdem fiel es mir durch ihre Interpretation leicht, die verschiedenen Charaktere voneinander zu unterscheiden. Sie lässt Männer und Frauen nicht nur unterschiedlich klingen, sondern gibt jedem Charakter eine eigene Stimme. 
Das Hörbuch erschien 2016 zuerst als Downloadserie und später als haptisches Hörbuch bei der Hörverlag. Inzwischen ist der Titel aber nur noch als Download verfügbar. 


Bild von Argon Verlag 

Der Glasmurmelsammler von Cecilia Ahern 
Aufgrund eines Schlaganfalls vergisst Sabrinas Vater Fergus viele Dinge. So hat er seiner Tochter zum Beispiel nie von seiner Glasmurmelsammung erzählen können. Als Sabrina diese Sammlung findet und feststellt, dass dort wertvolle Stücke fehlen, macht sie sich auf die Suche nach ihnen und erfährt interessante Dinge über ihren Vater. 

Dieses Hörbuch ist eine Geschichte fürs Herz. Die Handlung besteht aus zwei Zeitsträngen: Wir erleben die Geschichte aus Sabrinas Perspektive und reisen gemeinsam mit Fergus zurück in dessen Vergangenheit. Besonders spannend fand ich hier, dass verschiedene Stationen in Fergus Leben erstaunlich gut in Sabrinas momentane Lebenssituation passen. Ich hätte beide Charaktere sehr gerne noch etwas länger begleitet. 

Da wir hier zwei Perspektiven haben engagierte der Argon Verlag auch zwei Sprecher*innen für die Geschichte: Till Hagen schlüpft in die Rolle von Fergus und muss nicht nur Fergus in der Gegenwart, sondern auch seine jüngere Version transportieren. Er hat diese beiden Gesichter von Fergus sehr gut herausgearbeitet. 
Eva Gosciejewicz leiht Sabrina ihre Stimme und muss Sabrinas Orientierungslosigkeit und damit verbundene Unsicherheit in Worte fassen, was ihr sehr gut gelingt. Außerdem gefällt mir ihre Stimmfarbe. 

Bild von Argon Verlag
Der Pfau von Isabel Bogdan 
Eine Gruppe Bänker*innen verirrte sich für eine Teambuilding Einheit nach Schottland in einen heruntergekommenen Landsitz. Keiner von ihnen hat wirklich Lust auf den scheinbaren Urlaub mit den Kolleg*innen. Als wäre das nicht genug, wird die Reisegruppe von einem aggressiven Pfau belästigt... 

Wer eine humorvolle, kurzweilige, ungewöhnliche Geschichte sucht, sollte unbedingt zu diesem Hörbuch greifen. Hierbei handelt es sich keinesfalls um eine banale Geschichte. Den Schreibstil würde ich auch als etwas anspruchsvoll einstufen, da es kaum Dialoge, sondern viel indirekte Rede gibt. Sprecher Christoph Maria Herbst liest diese Geschichte unglaublich unterhaltsam. Er schafft es, die Unterhaltungen der Charaktere so gut zu betonen, dass ich häufig vergessen habe, dass es gar keinen echten Dialog, sondern nur indirekte Rede zwischen den Charakteren gibt. 

Bild von der Hörverlag 

Die sieben Schwestern von Lucinda Riley 
In dieser neuen Reihe von Lucinda Riley, geht es nicht, wie zu erwarten, um sieben, sondern um sechs Schwestern. Alle wurden adoptiert. Als ihr Adoptivvater stirbt, hinterlässt er jeder Schwester einen Brief mit einem Hinweis auf ihre Herkunft. 
Im ersten Band begleiten wir die älteste Schwester Maia auf eine spannende Reise. 

Wer jetzt glaubt, dass Lucinda Riley in sieben Bänden eine Geschichte nach einem ähnlichen Strickmuster erzählt, täuscht sich gewaltig. Der erste Band klingt zwar nach einem typischen Riley-Roman. Bei den Folgebänden hingegen überzeugte mich Lucinda Riley mit neuen Stilmitteln, wie beispielsweise einer Geschichte in der Geschichte. In jedem Band erwartet uns bisher ein Liebesgeschichte, spannende Protagonistinnen und liebenswerte Nebencharaktere. 

Die Hörbücher werden immer von einer Sprecherin und Oliver Siebeck gesprochen. Die Hörbuchsprecherin, die den Folgeband spricht, lernen wir immer am Ende des Hörbuches in einer Art Hörprobe kennen. Dieses Element gefällt mir besonders gut, weil wir zum einen neugierig auf den nächsten Band gemacht werden, aber auch einschätzen können, ob uns de Hörbuchsprecherin des Folgebandes liegt. Der erste Band wird von Simone Kabst gelesen, die die Stimme der Romane von Lucinda Riley ist. 

Bild von GoyaLibre 
Selection-Reihe von Kiera Cass 
America Singer lebt in einer dystopischen Welt. Ihre Familie gehört zur ärmeren Bevölkerungsschicht. Da kommt ein Angebot des Königshauses gerade recht: Prinz Maxon sucht eine Frau. Alle Mädchen zwischen einer bestimmten Altersgruppe werden zum Casting eingeladen. Wenn man es bis in die Endrunde in den Palast schafft, profitieren die Familien der Teilnehmerinnen ebenfalls davon. Der Arbeitsausfall ihrer Töchter wird nämlich vom Königshaus erstattet. Für Americas Famolie könnte das ein Ausweg aus der Armut bedeuten. Doch America hat nicht viel für das Prinzessinnendasein übrig. 

Diese Dystopie ist eine tolle Mischung aus der Castingshow Bachelor und einem Prinzessinnenroman. Die Elemente, die man sonst aus Dystopien kennt, sind hier eher nebensächlich: Es geht in erster Linie darum, sich am königlichen Hof zurechtzufinden und nicht - wie in den meisten Dystopien - ein System durch Revolution zu verändern. Das fand ich eine sehr angenehme Abwechslung. 

Die Reihe wird von Friederike Wolters gelesen, die für diese Rolle ebenfalls ein Casting bestehen musste. Sie hat eine angenehme Stimmfarbe und schafft es, die Atmosphäre der Geschichte gekonnt zu transportieren. Die Reihe ist im JUMBO Verlag unter dem Label GoyaLibre erschienen. Besonders schön finde ich, dass alle drei Bände in einer CD Box untergebracht sind. 

Und Du? 
Kennst Du eine der Geschichten? 
Was sind Deine Empfehlungen für eine kleine Auszeit? 

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Die mit * markierten Titel wurden mir von den jeweiligen Verlagen kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Montag, 11. Mai 2020

Offline

Bild von
steinbach - sprechende Bücher
Steckbrief 
Name: Offline (auch als Buch erhältlich) 
Autor: Arno Strobel 
Verlag: steinbach - sprechende Bücher (übernommener Titel von Audio Media) 
Geeignet für: Fans von Arno Strobel, oder Menschen, die klassische, kurzweilige Thriller mögen 
Gelesen oder gehört: gehört als gekürzte Fassung 
Sprecher: Herbert Schäfer 
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten 


Klappentext 

"Fünf Tage ohne Handy. Ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. So lautet das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf 2.500 Metern Höhe im Berchtesgadener Land reist. Aber bereits am zweiten Tag verschwindet einer von ihnen und wird kurz darauf schwer misshandelt gefunden. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Denn sie sind offline, und niemand wird kommen, um ihnen zu helfen ...

Meine Meinung 
Buchlinge, dieser Titel wurde mir im Rahmen der letzten Frankfurter Buchmesse empfohlen. Vor einigen Jahren habe ich schon mal einen Roman von Arno Strobel gehört, bin aber damals mit dem Sprecher nicht zurechtgekommen. Da ich damit rechnete, dass dieser Sprecher zu den Hörbüchern von Arno Strobel gehört, wie Simon Jäger zu den Titeln von Sebastian Fitzek, habe ich mich bisher nicht an weitere Titel des Autors getraut. Glücklicherweise erfuhr ich dann bei der letzten Frankfurter Buchmesse, dass die Titel von Arno Strobel offenbar (noch) keinen festen Sprecher haben. Da der Inhalt von Offline vielversprechend klang, griff ich zum Hörbuch. 

Kommen wir zuerst also zum Inhalt: Offline beginnt nicht etwa mit dem Aufbruch unserer Reisegruppe, sondern mit einem spannenden, teils gruseligen Prolog, der mich sehr an eine neue Folge von X-Factor - Das Unfassbare erinnert hat. Warum? Wir erleben eine Person, der die Technik einen gefährlichen Strich durch die Rechnung macht. 
Als wir dann auf unsere Reisegruppe treffen, klärt Arno Strobel die Fronten sehr schnell: Wir haben nicht nur einen Draufgänger und unsichere Charaktere in der Gruppe, sondern auch solche, die wir noch nicht richtig einordnen können. Erfahrene Thriller Hörer*innen können schon erahnen, dass uns Arno Strobel vermutlich erst einmal auf falsche Fährten locken will. Deswegen war ich gerade am Anfang ziemlich auf der Hut. 

Zu Beginn hatte ich etwas Mühe, die Charaktere auseinanderzuhalten. Arno Strobel sorgte zwar dafür, dass sich manche von ihnen schnell in den Vordergrund drängten und im Kontext von Diskussionen auch klar Position bezogen. Dennoch kam ich häufig durcheinander, weil die Handlung zum einen aus mehreren Perspektiven erzählt wird und die Charaktere zum anderen, trotz starker Charakterzüge auf mich etwas stereotypisch wirkten. Das muss aber nicht unbedingt schlecht sein, weil es ja häufig das ist, was Thrillerhörer*nnen von einem Thriller für zwischendurch erwarten. 
Zur Handlung und zu den Charakteren möchte ichgar nicht mehr erzählen, weil es sehr schnell zur Sache geht und ich nicht viel Inhalt vorwegnehmen möchte. 

Den Spannungsbogen hat Arno Strobel ziemlich gut aufgebaut. Die Situation spitzte sch sehr schnell zu und ich fragte mich immer mehr, wie es die Reisegruppe aus dieser misslichen Lage heraus schafft. Dennoch kam mir die Auflösung der Geschichte etwas zu plötzlich. Nachdem die Geschichte so gut aufgebaut wurde und wir jede Menge Fährten für potentielle Täter*innen hatten, war mir die Auflösung beinahe etwas zu banal. Ich hatte einige Theorien, was es mit der Geschichte in Verbindung mit dem mysteriösen Prolog auf sich hatte. Als Arno Strobel dann seine Version der Auflösung verkündete, war ich etwas enttäuscht, weil wir zwar erfahren, wer die Gruppe in diese missliche und teils tödliche Lage gebracht hat. Aber wir erfahren nicht, ob der oder die Täter*in im Recht ist, weil uns hierfür noch Informationen fehlen. Das ließ mich dann ziemlich unzufrieden zurück. Allerdings ist das Jammern auf hohem Niveau, weil das Leben manchmal genauso ist. Wir lernen zwei verschiedene Positionen kennen und müssen uns selbst ein Bild davon machen, wem wir trauen wollen und wem nicht.  

Gleich zu Beginn der Hörbuchgestaltung gibt es einen wichtigen Hinweis: Der Titel wurde ursprünglich vom Audio Media Verlag produziert. Allerdings gibt es den Verlag inzwischen nicht mehr und steinbach - sprechende Bücher hat die Titel des Verlages übernommen. 
Das Hörbuch ist in einer Plastik CD untergebracht. Meistens geht das Cover in diesen CD Hüllen aus meiner Sicht etwas unter. Hier hingegen sticht es aufgrund der Farbe sehr gut hervor. 
Herbert Schäfer passt aufgrund seiner Stimmfarbe richtig gut in das Thriller Genre. Die Stellen, in denen Charaktere nachdachten und es keine Dialoge gab, haben mir ziemlich gut gefallen, weil er nicht nur durch seine Stimmfarbe, sondern auch durch seine Lesegeschwindigkeit die Atmosphäre der Geschichte gut herausgearbeitet hat. 
Wenn es aber um Szenen ging, in denen wir mehrere Charaktere in Interaktion erlebten, fehlte mir etwas an Interpretation. Herbert Schäfer interpretierte die Frauen beispielsweise mit einer höheren Stimme und die Männer mit einer tieferen. Dennoch klangen die männlichen bzw. weiblichen Charaktere untereinander alle sehr ähnlich. 

Arno Strobel hat einen lebendigen Schreibstil, der dafür sorgt, dass ich sehr schnell in die Handlung eintauchen konnte. Er schafft es innerhalb kurzer Zeit die Konflikte innerhalb einer Gruppe gekonnt in Gang zu bringen, ohne die ganze Geschichte in einem Rutsch zu verraten. 
Allerdings wird es an einigen Stellen der Geschichte sehr blutig. Hier werden sprachliche Bilder vermittelt, die ich mir eigentlich nicht vorstellen wollte. Ich habe deswegen zeitweise auch überlegt, das Hörbuch abzubrechen, weil ich befürchtete, dass es noch mehr Gewaltszenen in der Geschichte gibt. Es stellt sich aber auch die Frage, inwiefern man bei einem Thriller nicht mit solchen Bildern rechnen muss. 

Gesamteindruck 
Offline ist ein solider Thriller, der eine spannende Geschichte erzählt, die stellenweise recht blutig wird. Der Thriller bot mir eine kurzweilige, gute Unterhaltung. Dennoch gab es für mich einige Schwächen, die dafür gesorgt haben, dass Offline für mich mehr ein Thriller für zwischendurch war. Wer Thriller liebt und nach soliden Geschichten sucht, sollte Offline aber dennoch eine Chance geben. 

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Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 8. Mai 2020

Ge(h)plaudert: Mein Hörmonat April 2020

Hallo Buchlinge, 

heute erzähle ich euch von den Geschichten, die ich im April beendet habe. Ich wünsche euch viel Spaß beim hören. 

Direkt bei YouTube hören. 


Erwähnte Hörbücher und eBooks 
Das Lied der Krähen von Leigh Bardugo 
*Die Akte Vaterland von Volker Kutscher 
Die Insel der besonderen Kinder von Ransom Riggs 
0711ovestories Episode 1 von Adriana Popescu 

Und Du? 
Welche Geschichten hast Du im April beendet? 
Über welches Thema soll ich in der nächsten Podcast Folge sprechen? 
Schreibe mir Deine Idee doch gerne in die Kommentare oder als Mail an EmmaZecka@gmx.de 


Donnerstag, 7. Mai 2020

Ge(h)schrieben: Aktueller Stand meiner Projekte

Schreibmaschine.
Ein eingespanntes Blatt auf
dem "Ge(h)schrieben" steht.
Bild von A. Mack

Hallo Buchlinge, 

als ich gestern mit einer schnurrenden Katze auf dem Schoß auf dem Sofa saß, fiel mir plötzlich ein, was ich vergessen habe: Nämlich diesen Post hier. Eigentlich sollte mein Ge(h)schrieben Update immer am ersten Mittwoch im Monat kommen. Jetzt wird es halt der erste Donnerstag im Monat. Ich gelobe Besserung. Da es in den letzten Ge(h)schrieben Beiträgen recht viel Input gab, wie z.B. im letzten Monat, habe ich mich dazu entschieden, diesmal wieder ein reines Update zu veröffentlichen, damit ihr einen Überblick darüber bekommt, wie es um meine Schreibprojekte steht. Außerdem habe ich kurzfristig noch an einem Wettbewerb teilgenommen. 
Aber beginnen wir erstmal von vorne... 

Ge(h)schrieben - Die Statistik 
Im April, dem Monat des Camp NaNoWriMos, habe ich 4616 Wörter geschrieben. An sich klingt es erstmal nicht viel. Allerdings war das Weihnachtsbuch auch beendet und im Lektorat. Die meisten Wörter, die ich im April geschrieben habe, kamen im Rahmen einer Kurzgeschichte zusammen. Ich habe mir schreibtechnisch auch eine kleine Auszeit gegönnt und ein paar Artikel für den Blog vorbereitet. 
Außerdem habe ich ein bisschen zum Jugendbuch recherchiert... 

Recherche zum Jugendbuch 
In meinem Freundeskreis hat mein Jugendbuch inzwischen den netten Arbeitstitel Never-ending-story-Jugendbuch. Vor ein paar Wochen habe ich ein Forum gefunden, in dem sich Betroffene von Spinaler Muskelatrophie bzw. deren Angehörige austauschen können. Viele Beiträge sind auch für Gäste sichtbar, was ein großer Vorteil für mich war, weil ich mir dadurch schon 1-2 Fragen beantworten konnte. Nun schleiche ich seit einer Weile um das Forum herum und schiebe eine Anmeldung bisher noch vor mir her. 

Das Weihnachtsbuch 
... ist Mitte April aus dem Lektorat zurückgekommen. Die Anmerkungen im Text und die erste Einschätzung in einer Mail meiner Lektorin haben mich bisher wirklich weitergebracht. Durch die Anmerkungen fallen mir auch häufige Fehler auf wie z.B. 
  • Perspektive: Aus welcher Perspektive ist das Kapitel geschrieben? (Hier wurde mir empfohlen, sich für den Charakter zu entscheiden, der am häufigsten darin vorkommt bzw. von dem wir das meiste Innenleben mitbekommen). 
  • Stil: Ich beginne meine Sätze häufig mit "Er/sie/Ich ..." Das liest sich auf Dauer nicht besonders schön. 
  • Seine / ihre: Seine / ihre kann, wenn der Zusammenhang klar ist, durch Artikel ersetzt werden. z.B. Er hob die Hand anstatt Er hob seine Hand. 
Außerdem gab es ein paar Anmerkung zum Spannungsbogen, von denen ich euch natürlich aus Spoilergründen nicht erzählen werde.
Wenn euch ein ausführlicher Beitrag zum Thema Zusammenarbeit mit einer*m Lektor*in interessiert, gebt gerne Bescheid. 
Wichtig ist: Ich habe vor allem Empfehlungen bekommen. Das heißt, ich kann diese annehmen, oder ablehnen. Bisher habe ich immer für mich überprüft, ob die Empfehlung so für mich stimmt. Wenn der Grundgedanke meiner Geschichte erhalten bleibt, habe ich die Empfehlung angenommen. Allerdings gab es auch eine Empfehlung bezüglich des Spannungsbogens, die ich ablehnen werde. Ich kann die Begründung, warum ich den Spannungsbogen an der Stelle noch einmal ändern sollte, zwar nachvollziehen, finde aber, dass meine Version auch was hat und möchte es gerne so ausprobieren. 

#wirschreibenzuhause - Spontaner Schreibwettbewerb 
Ende März startete Sebastian Fitzek die Aktion #wirschreibenzuhause. Anhand von bestimmten Parametern, die er gemeinsam mit seiner Instagram Community erarbeitete, sollten wir eine Kurzgeschichte schreiben. 
Ziel der Aktion ist es eine Anthologie zu veröffentlichen, deren Erlös dem Buchhandel zugute kommt. Neben den Teilnehmer*innen, die durch den Schreibwettbewerb entdeckt werden, sind auch bekannte Krimi und Thrillerautor*innen in der Anthologie vertreten. 
Außerdem konnte Sebastian Fitzek namhafte Jurymitglieder*innen gewinnen, die vermutlich entscheiden, welche Geschichten in die Anthologie kommen. (Ursprünglich war die Aktion als Community Projekt geplant, d.h. die Community sollte die Geschichten wählen, die es in die Anthologie schaffen. Allerdings gab es hier Proteste, da vermutet wurde, dass die Teilnehmer*innen mit vielen Follower*innen das Rennen machten und der Inhalt der Geschichte dabei auf der Strecke bleibt). . 

Inzwischen war auch der Einsendeschluss der Geschichten. 1142 Texte wurden eingereicht. Einer der Texte stammt von mir. Meine Idee finde ich originell, da ich vermute, dass viele Teilnehmer*innen aufgrund der Parameter in eine ähnliche Richtung gehen. Meine Idee hebt sich da hoffentlich etwas von der Masse ab. Dennoch bin ich mir inzwischen nicht mehr sicher, ob sie unter so vielen Geschichten auffällt. 
An sich wäre es richtig cool, wenn es mene Geschichte in die Anthologie schafft. Aber ihr werdet meine Geschichte so oder so zu lesen bekommen. Mit viel Glück im Buch und wenn nicht, dann beispielsweise im Oktober als Vorgeschmack auf Halloween. 

Meine Ziele im Mai? 
Mein Hauptziel besteht darin, dass ich die Überarbeitung des Weihnachtsbuches beende. Hier bin ich schon etwas hinterher, habe aber gestern nochmal gut aufholen können. Meine Lektorin hat erst wieder in der Woche ab dem 25.05 Zeit. Das ist Glück im Unglück: Glück, weil ich Zeit habe, meine Anmerkungen in Ruhe durchzugehen. Unglück, weil sich damit mein Zeitplan etwas nach hinten verschiebt. Allerdings sehe ich da noch kein großes Problem, da ich mir viel Puffer eingebaut habe. 

Außerdem möchte ich etwas recherchieren: Ich plane nämlich 1-2 Aktionen, bei denen ich Blogger*innen miteinbeziehen möchte. Da ich nun eine Zielgruppe für mein Weihnachtsbuch habe, nämlich 8-10 Jährige, muss ich diese Zielgruppe bei der Suche nach Blogger*innen berücksichtigen. 
Daher überlege ich, nicht ausschließlich Buchblogger*innen miteinzubeziehen, sondern auch Blogger*innen, die von ihrem Familienleben berichten, anzuschreiben. Da ich keine Familienblogger*innen verfolge, bedeutet das für mich Recherchearbeit. 

Ich könnte mir vorstellen, dass ich mit den beiden Zielen ziemlich gut fahre. 
 
Und Du? 
Hast Du am Camp NaNoWriMo teilgenommen? 
Wie bist Du mit Deinem Text vorangekommen? 
Gibt es etwas was Du Dir für das Format Ge(h)schrieben wünschst? 

Montag, 4. Mai 2020

Vanitas - Grau wie Asche

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil einer Reihe. An dieser Stelle weise ich darauf hin, dass meine Rezension keine Spoiler enthält und sie daher gelesen werden kann, wenn Band 1 noch nicht verschlungen wurde. 

Bild von Argon Verlag
Steckbrief 
Name: Vanitas - Grau wie Asche (auch als Buch erhältlich) 
Autor: Ursula Poznanski 
Verlag: Argon Verlag 
Geeignet für: Thriller-Fans, Fans von Ursula Poznanski 
Gelesen oder gehört: gehört als gekürztes Hörbuch 
Sprecher: Luise Helm 
Bewertung: 5 von 5 Punkten 

Klappentext 
(von Argon Verlag). 

"Seit wann muss man auf dem Friedhof um sein Leben fürchten? 

Carolin ist zurück in der Blumenhandlung am Wiener Zentralfriedhof. Ihre Verfolger wissen: Sie ist am Leben. Nichts wünscht sie sich jetzt so sehr wie etwas Langeweile – da wird der Friedhof von Grabschändern heimgesucht. Nachts werden Gräber geöffnet, die Überreste der Toten herausgeholt und die Grabsteine mit satanistischen Symbolen beschmiert. Nicht lange, und auf einem der Gräber liegt eine frische Leiche. Doch fast noch irritierender ist ein junger Mann, der täglich den Blumenladen besucht und sich seltsam verhält, wenn er sich unbeobachtet glaubt. In Carolin wächst die Angst. Sie entschließt sich zu einem folgenreichen Schritt ..." 

Meine Meinung 
Nachdem ich den ersten Band beendet hatte, wurde ich durch das offene Ende ziemlich neugierig und erfuhr schließlich im Oktober, dass es einen zweiten Band dieser Reihe geben würde. Als Vanitas - Grau wie Asche dann endlich bei mir einzog, lag der Titel nicht lange auf meinem Stapel ungehörter Hörbücher. Ich war einfach zu neugierig, wie es mit Caro weitergeht. 

Zum Inhalt kann ich gar nicht so viel sagen, da es sich hier wie bereits erwähnt, um eine Fortsetzung handelt. Wir bekommen hier Hintergrundinformationen über Caros Vorgeschichte zu der es im ersten Band ziemlich viele Andeutungen gab. Und ihr glaubt nicht, wie sehr ich mich gefreut habe, dass diese ganzen Anspielungen aus dem ersten Band nicht umsonst gemacht worden waren. 

Die Handlung in diesem Thriller wird vor allem durch Protagonistin Caro bestimmt. Die Geschichte kommt nämlich vor allem aufgrund von Caros Schwächen in Gang: Ihre Neugier, einen Kriminalfall lösen zu wollen, aber auch die damit verbundene Angst, dass dieser Vorfall etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun hat. Wir finden in diesem Band also nicht nur heraus, zu was Caro alles fähig ist, wenn sie glaubt, in Gefahr zu sein, sondern lernen auch eine skrupellose Seite an ihr kennen. Sie versucht nämlich nicht nur ihr Leben zu retten, sondern begeht auch einen folgenschweren Fehler... 

Was den Spannungsbogen der Geschichte betrifft, wurde dieser sehr gut aufgebaut. Was ich inhaltlich etwas schade fand war, dass sich ein Handlungsstrang doch nicht so entwickelt hat, wie ich es mir erhofft hatte. Aber das ist Jammern auf wirklich hohem Niveau und ich habe auch eingesehen, warum sich die Handlung so entwickeln musste. 

Machen wir nach dieser letzten Andeutung mal ganz schnell mit der Hörbuchgestaltung weiter: Das Hörbuch wurde wieder als gekürzte Lesung produziert und hat eine Laufzeit von ca. 10 Stunden. Bei der Buchmesse wurde ich von einer Mitarbeiterin des Argon Verlages bezüglich der Herstellung  des Hörbuches vorgewarnt: Während sich der erste Band in einer größeren Plastikhülle befand, hat man sich bei diesem Titel für eine Digifile Hülle entschieden. Eine Hülle, die dünner ist und sich problemlos aufklappen lässt. Ich persönlich finde diese Hüllen um einiges schöner, wobei sie in der Herstellung teurer sind. Wenn man sich, wie ich, beide Hörbücher dann ins Hörbuchregal stellt, sehen sie nicht unbedingt wie eine einheitliche Reihe aus. Das ist zwar etwas ungewohnt, aber ich finde es nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. 

Luise Helm schlüpft hier wieder in die Rolle von Caro. Sie passt als Sprecherin unglaublich gut zu der Reihe. Während sie im ersten Band vor allem Caros Angst und ihre Zerbrechlichkeit herausgearbeitet hat, schaffte sie es in diesem Band Caros Härte und die Skrupellosigkeit in Worte zu fassen und in ihrer Interpretation herauszuarbeiten. Außerdem durfte Luise Helm hier wieder ein bisschen Dialekte imitieren, was ich neben der ernsten, teils bedrohlichen Handlung eine gute Abwechslung finde. Luise Helm hat mir wieder einmal gezeigt, dass sie nicht umsonst eine meiner Lieblingssprecherinnen ist. 

Ursula Poznanski hat mich unter anderem wieder mit ihrem Schreibstil in ihren Bann gezogen. Sie schafft es unglaublich gut, diese bedrohliche Atmosphäre herauszuarbeiten, in der sich Caro befindet. Ich war auch ziemlich beeindruckt davon, wie sie es schafft, Fährten zu legen und die Handlung so aufzubauen, dass sie sich unmerklich zuspitzt und wir uns wirklich fragen, wie Caro es nur wieder aus dieser misslichen Lage heraus schafft. 

Gesamteindruck 
Mit Vanitas - Grau wie Asche hat Ursula Poznanski einen wunderbaren zweiten Band der Vanitas-Reihe geschrieben. Caro ist eine sehr spannende Protagonistin und ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich mich noch auf ein weiteres Abenteuer mit ihr freuen darf. 

Besonders schön finde ich hier, dass es sich bei der Reihe um keine leicht vorhersehbare Mafia-Geschichte handelt, sondern viel mehr in der Geschichte steckt. 

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Weitere Bände: 
Vanitas - Schwarz wie Erde (Band 1)

Dieses Hörbuch wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 1. Mai 2020

Zurückge(h)blickt April 2020

Ein Hase, um den eine
Schleife gebunden ist.
Im Hintergrund ein
Baum. 
Buchlinge, im April war nicht nur bei mir, sondern auch hier auf dem Blog einiges los. Es wird also wieder Zeit auf den vergangenen Monat zurückzublicken und euch von neuen oder alten Projekten zu erzählen. Neugierig? Auf geht's!

Beendet - Die Statistik 
Gelesene / gehörte Zeit: 1 Tag 14 Stunden 43 min
Gelesene Seiten: 26 Seiten
Beendete Hörbücher: 3 Hörbücher
Beendete Bücher: 1 eBook
Neuzugänge:
20.000 Meilen unter dem Meer von Jules Verne
Alice im Wunderland von Lewis Carroll
Das Dschungelbuch von Rudyard Kipling
Das Märchen von einem, der auszog um das Fürchten zu lernen von den Brüdern Grimm.
Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupery
*Kilometer 123 von Andrea Camilleri 
Mein Freund Pax von Sarah Pennypacker
Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne
Robinson Crusoe von Daniel Defoe

Buchlinge, was die gelesenen Seiten betrifft, habe ich etwas geschummelt. Nur zwei der aufgezählten Seiten habe ich selbst gelesen. Die anderen Seiten habe ich mir per schlecht gebasteltem Hörbuch vorlesen lassen. (Falls euch interessiert, was ich damit meine, kann ich gerne mal ein Video dazu drehen).
Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich endlich ein eBook beendet habe, das ich seit Januar gelesen habe.

Da ich im April nicht viel Sport gemacht habe und dazu noch zwei Hörbücher gehört habe, die mich inhaltlich nicht groß interessierten, bin ich mit den drei beendeten Titeln an sich ganz zufrieden. Aber dazu mehr im nächsten Gliederungspunkt.

Was meine Neuzugänge betrifft: Ja, ich weiß in der aktuellen Situation ist es wichtig, den stationären Buchhandel zu unterstützen und nicht eine rundum Bestellung beim großen A aufzugeben. Dennoch seht ihr anhand meiner Neuzugänge, dass ich bei einer Aktion von Audible zugeschlagen habe. Audible hat eine bestimmte Anzahl Hörbücher und Hörspiele für eine bestimmte Zeit kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt. Hier habe ich mir aber nicht alles munter heruntergeladen, sondern bewusst nur die Titel gewählt, die mich wirklich interessieren.

Beendet - Die Geschichten 
Nun kommen wir aber zu den Geschichten, die ich im April beendet habe. Da auch zwei Hörbücher dabei sind, die mich leider nicht wirklich überzeugen konnten, möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es immer weider vorkommt, dass ich Titel für gemeinsame Leserunden höre, d.h. diese Titel habe ich nicht immer primär deswegen gewählt, weil sie mich besonders interessieren, sondern, weil sie mir entweder zugelost wurden oder sie demokratisch von der Gruppe gewählt wurden.
Aber beginnen wir erstmal von vorne.

Bild von Audiobuch Verlag
Das Lied der Krähen von Leigh Bardugo
Von diesem Titel, bzw. insbesondere von Leigh Bardugo wurde bei unseren Bücherstammtisch Treffen schon sehr oft gesprochen. Wir entschieden uns Anfang des Jahres diesen Reihenauftakt gemeinsam zu lesen. Besprechen wollen wir die Geschichte dann hoffentlich wieder bei einem persönlichen Treffen im Juni.
Hier geht es um sechs Leute, die damit beauftragt werden, einen Wissenschaftler aus den Händen der Feinde zu befreien. Keine leichte Aufgabe, denn der Wissenschaftler wird in einem gut bewachten Gefängnis festgehalten. Doch ie Krähen, wären nicht die Krähen, wenn das keine lösbare Herausforderung für sie wäre, oder?
Der Grundkonflikt interessierte mich hier leider überhaupt nicht, weil es für mich nur zwei Möglichkeiten gab, wie die Geschichte enden konnte und ich zudem wusste, dass es sich um einen Reihenauftakt handelte und das die Möglichkeiten der Handlung für mich beschränkte.
Was mich dennoch an der Geschichte begeistern konnte war Leigh Bardugos lebendiger Schreibstil und die Charaktere, die in der Geschichte über sich hinaus wachsen und gezwungen sind, sich mit ihren Schwächen auseinanderzusetzen. Außerdem beeindruckte mich Hörbuchsprecher Frank Stieren, dessen Interpretation mir sehr gut gefallen hat.

Danach wollte ich dann erstmal eine Geschichte hören, von der ich mir gute und spannende Unterhaltung versprach. Ich griff also zu...

Bild von Argon Verlag
*Die Akte Vaterland von Volker Kutscher
Obwohl ich die Handlung von Kommissar Raths Fällen nicht erraten kann, erkenne ich beim vierten Band dieser Reihe dennoch eine Art Strickmuster nachdem Volker Kutscher die Geschichte erzählt: Es gibt meistens zwei Handlungsstränge, die im Laufe der Geschichte immer mehr miteinander zu tun haben. Leider ist mir die Auflösung häufig etwas zu ungenau. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob das vielleicht auch an den Kürzungen der Geschichte liegt. Dennoch mochte ich diesen Fall, weil es hier ein Wiederhören mit David Nathan und alt bekannten Charakteren gibt. Während mir bei Goldstein David Nathan als Sprecher noch etwas schwer gefallen ist, kam ich bei diesem Band sehr gut mit ihm als Sprecher zurecht und ich hoffe sehr, bald mit dem nächsten Band der Reihe weitermachen zu können.

Bild von BoD
0711ovestories: Episode 1 von Adriana Popescu
Mit diesem Reihenauftakt hat die Autorin wieder eine clevere Idee in die Tat umgesetzt. Sie startet nämlich unter diesem Titel eine zwölfteilige eBook Serie. Die Geschichten gehören alle irgendwie zusammen, können aber unabhängig voneinander gelesen werden. Wir lernen in der ersten Episode Tim und Lara kennen. Die eine auf dem Weg nach Hause, der Andere steht schon mit einem Bein im Ausland. Ihnen bleibt nur eine S-Bahn Fahrt um sich näher kennenzulernen...
Wenn ihr schon länger um die Geschichten von Adriana Popescu herumschleicht und nicht wisst, ob ihr zu einem ihrer Bücher greifen sollt, ist diese eBook Serie womöglich ein sehr guter Einstieg. Ihr bekommt nämlich einen guten Eindruck davon, wie sie ihre Geschichten erzählt, lernt ihren Schreibstil kennen und findet heraus, wie Adriana Popescu uns ihre Charaktere näherbringt. Inzwischen sind auch zwei weitere Folgen der eBook Serie erschienen. Mir hat die erste Folge sehr gut gefallen. Ich habe nur so lange gebraucht, weil ich mir wieder einmal vorgenommen habe, die ganze Episode in Punktschrift lesen zu wollen und leider nicht täglich zum Lesen gekommen bin und das Experiment dann auch abgebrochen habe, damit ich das eBook endlich beende.

Bil von DAV
Die Insel der besonderen Kinder von Ransom Riggs
Diesen Titel habe ich dank Ge(h)folge Mitglied emion gehört. Wir lernen Jacob kennen, der von seinem Großvater viele teils unglaubwürdige Geschichten erzählt bekommt. Als sein Großvater eines Tages plötzlich verstirbt, möchte Jacob mehr über dessen Vergangenheit erfahren und macht hier eine erstaunliche Entdeckung.
Diese Geschichte ist unglaublich düster und es wundert mich kein bisschen, dass Tim Burton für die Verfilmung dieses Romans verantwortlich ist. Mir waren in der ungekürzten Version der Geschichte zu viele Längen. Außerdem fehlte mir der rote Faden. Deswegen kann ich an dieser Stelle wohl die gekürzte Fassung empfehlen, die es bei Der Audio Verlag gibt. Gelesen wird das Hörbuch von Simon Jäger, der mich als Sprecher wirklich beeindruckt hat, weil er diesen Roman völlig anders liest, als die Psychothriller von Sebastian Fitzek.

Gefunden im Netz 
Auch diesmal habe ich wieder ein paar Artikel aus der Hörbuch- und Literaturwelt für euch.

Interview mit Anne Helm
Anne Helm ist hier in der gleichen Interviewreihe wie ihre Schwester Luise Helm zu Gast. Themen in dem Interview sind u.a. Anfänge der Synchronarbeit oder die Zusammenarbeit bei der Synchronisation.

Liste mit Internetradiosendern
Buchlinge, gehört ihr auch noch zur Generation Radio? Kürzlich habe ich, als ich etwas völlig Anderes gesucht habe, eine Liste mit Internetradiosendern gefunden. Vielleicht findet ihr ja dort auch den ein oder anderen Sender, der euch gefällt.

Rainer Strecker liest aus dem vierten Band der Tintenwelt-Reihe
Ja, Buchlinge, ihr lest richtig: Vor einer Weile hat Cornelia Funke in einem Interview verraten, dass sie am nächsten Band der Tintenwelt-Reihe schreibt. Allerdings beginnt der vierte Teil nicht etwa mit der nächsten Generation, sondern einem alten Bekannten... Das erste Kapitel wurde Ende April in einem Livestream von Rainer Strecker gelesen. Ich wünsche gute Unterhaltung.

"Ich will immer mein nächstes bestes Buch schreiben" - Romy Hausmann 
Die Thriller Autorin war im Podcast der Webtalkshow zu Gast. In dieser Folge erfahrt ihr u.a. was sie mit Moderator Nico Gutjahr gemeinsam hat und was sie vor ihrem Debütroman Liebes Kind geschrieben hat. 

Buchkanon - Bis Ende Mai mitmachen!
Tobi von von Lesestunden möchte gemeinsam mit uns Blogger*innen, oder Influencer*innen, die über Literatur berichten, eine Liste mit 100 Büchern zusammenstellen, die man unbedingt gelesen haben muss. Ich finde die Idee großartig und will, dass ihr da mitmacht. Also schaut mal hier vorbei.

Hinter den Kulissen 
Endlich gibt es mal wieder etwas aus der Kategorie Hinter den Kulissen. Häufig vermischt sich diese Rubrik immer mit den freudigen Ereignissen des Monats. Aber im April habe ich endlich wieder etwas Material für diese Rubrik.

Hörbuchverlage im Home Office 
Im April konnte ich dank drei tollen Mitarbeiterinnen von Hörbuchverlagen eine tolle, sehr spontane Aktion umsetzen. Die Leipziger Buchmesse fiel ja bekanntlich aus und das Herbstprogramm einiger Verlage musste aufgrund der aktuellen Situation umstrukturiert werden. Deswegen wollte ich im Rahmen einer kleinen Interviewreihe Mitarbeiterinnen von verschiedenen Hörbuchverlagen die Möglichkeit geben, von ihrer momentanen Arbeit zu erzählen und uns spannende Titel vorzustellen, die uns demnächst erwarten.
Drei Ausgaben dieser Reihe sind bereits erschienen. Ein Interview folgt vielleicht noch im Mai. Die Beiträge findet ihr weiter unten unter Was gab's zu erzählen? verlinkt.

Frau, die uns über 
ein Buch hinweg anschaut. 
Um sieh erum ein Kreis in dem 
Buchclub steht.  
steht. Foto: A. Mack 

Umstrukturierung im Buchclub 
Einige von euch kennen den Buchclub vielleicht, von dem ich hier immer wieder berichte. Gemeinsam mit anderen Literaturbegeisterten lese ich in regelmäßigen Abständen Geschichten, die wir vorab gemeinsam festlegen. Da es in den letzten Monaten wenig Interesse am Austausch gab, habe ich die Leserunden auf Quartalsleserunden zurückgeschraubt. In den letzten Wochen hat unsere Facebook Gruppe aber einige neue Mitglieder*innen bekommen. Wir sind gerade dabei den Buchclub etwas umzustrukturieren und vielleicht wieder häufiger gemeinsam zu lesen.
Es freut mich tierisch, dass sich langsam aber sicher Leute in der Gruppe einfinden, die auch wirklich an einem Austausch interessiert sind und nicht einfach nur mal vorbeischauen wollen. Ich hoffe sehr, dass wir weiterhin spannende Diskussionen haben werden.

Meine erste Überarbeitung nach einem professionellen Lektorat 
Mitte April habe ich mein Weihnachtsbuch aus dem Lektorat zurückbekommen und ich bin ziemlich begeistert von den tollen Anmerkungen meiner Lektorin. Sie helfen mir bisher sehr weiter. Da ich seit Mitte April damit beschäftigt bin, das Weihnachtsbuch erneut zu überarbeiten, kam ich auch weniger zum Hörbuch hören und war froh, dass ich hier auf dem Blog durch andere Ideen für spannende Beiträge sorgen konnte.

Foto: A. Mack
Freiburger Bücherstammtisch vorerst online 
Nachdem unser persönliches Treffen im April ausfallen musste, beschloss ich kurzerhand unsere Facebook Gruppe wiederzubeleben und unser erstes Onlinetreffen einzuberufen. Wir haben uns diesmal einem TAG gewidmet und ich war ziemlich froh, dass so viele Mitglieder*innen den Weg zu Facebook gefunden haben. Wir waren ganze drei bis vier Stunden beisammen und haben uns somit fast doppelt so lange getroffen, wie es bei den persönlichen Treffen möglich ist. Zeitweise war es dann auch ziemlich lustig.
Allerdings ist das Onlinetreffen noch etwas ausbaufähig. Es gab viele Zwischenunterhaltungen in Form von Kommentaren von Kommentaren und der Austausch mit der gesamten Gruppe ging etwas unter. Deswegen werden wir uns im Mai gleich zweimal treffen: Einmal in Form eines Videotreffens für die alten Hasen, wobei aktuell nicht alle von ihnen teilnehmen möchten, und als zweite Alternative wieder schriftlich in unserer Facebook Gruppe.
Wenn ihr also aus Freiburg oder der näheren Umgebung kommt und es bisher noch nie zu einem Treffen geschafft habt, gibt es nun die Möglichkeit uns anonym über Facebook kennenzulernen. Auf dieser Seite bleibt ihr was unsere Treffen und Themen betrifft auf dem Laufenden.

Die Sache mit Corona 
Eigentlich wollte ich ja nicht über Corona schreiben, weil es gefühlt an jeder Ecke Statements und Gedanken zum Virus und dessen Folgen gibt. Dennoch finde ich es auch irgendwie schräg, Corona in den Monatsrückblicken zu ignorieren, weil sch mein Alltag seither verändert hat.

Buchlinge, mir ist bewusst, dass es momentan für viele von euch wahrscheinlich keine leichte Zeit ist. Einige Blogger*innen, die ich verfolge, sind von Kurzarbeit betroffen. Andere müssen Home Office, Kinder und Haushalt irgenwie unter einen Hut bekommen. Bei Twitter lese ich immer wieder von Leuten, denen die soziale Isolation sehr zu schaffen macht.
Mir hingegen geht es da im Vergleich recht gut. Da ich vor Corona nicht viel unterwegs war und sonst viel Zeit zu Hause verbracht habe, bringt Corona für mich nicht viele Veränderungen mit sich, was die Einschränkung meiner sozialen Kontakte betrifft.
Ich bin aber ziemlich froh, dass ich es im Januar und Februar noch geschafft habe, Freundinnen von mir zu meiner inoffiziellen Abschlussfeier und meinem Geburtstag einzuladen. Und ich freue mich natürlich auf das nächste Treffen mit mehr als fünf Leuten.
Traurig finde ich natürlich, dass regelmäßige Termine wie der Bücherstammtisch, oder ein Konzert auf das ich mich schon gefreut habe, nun leider ausfallen werden. Gerade was das Konzert betrifft, bin ich mir auch nicht sicher, ob das wirklich nachgeholt werden wird. (Es wäre ein Konzert von Fettes Brot im Rahmen von dem Freiburger Zelt Musik Festival gewesen).

Dennoch finde ich, dass es ganz gute Möglichkeiten gibt, den Kontakt zu Freunden zu halten. Mit Ge(h)folge Mitglied emion habe ich mir auch vor Corona eine wöchentliche Telefon Tradition geschaffen. Den Bücherstammtisch veranstalten wir schriftlich oder per Videokonferenzen.
Allerdings möchte ich damit auf keinen Fall das Empfinden der Leute abwerten, denen es momentan nicht gut geht bzw. denen die Onlinemöglichkeiten nicht ausreichen, um Kontakt zu Freund*innen und Familie zu halten.

Ein großer Vorteil den ich nämlich habe ist auch, dass ich nicht alleine wohne, sondern noch bei meiner Familie lebe. Das heißt, ich habe täglich Kontakt zu anderen Menschen. Würde ich momentan alleine leben, säße ich wahrscheinlich nur noch vor Skype, oder hinge am Telefon. Was mir die momentane Zeit also zeigt: Es wäre für mich wichtig, mich später entweder nach einer WG oder einem alternativen Wohnprojekt umzuschauen.

Womit ich meine Zeit verbringe? Mit Literatur! Entweder ich höre Hörbuch, arbeite am Weihnachtsbuch, schreibe an einem Blogartikel, plane bzw. nehme eine Podcast Folge auf, oder unterhalte mich mit meiner Familie.

Gefreut
Es gab im April sogar ein paar positive Dinge, über die ich mich gefreut habe und von denen ich euch nun erzählen möchte.

zwei Bewerbungsgespräche und eine anstehende Hospitation 
Seit Januar befinde ich mich ja auf Jobsuche. Umso erstaunter war ich, dass ich im April gleich zu zwei Vorstellungsgesprächen eingeladen wurde. Ich hatte erst damit gerechnet, dass sich die Bewerbungsverfahren der Stellen etwas verschieben.
Gestern habe ich erfahren, dass ich im Rahmen eines Vorstellungsgespräches kommende Woche zu einem Kennlerntermin mit möglichen zukünftigen Kolleginnen eingeladen worden bin. Darauf freue ich mich wirklich sehr. Die Stelle ist mit einer einstündigen Fahrt jeweils auf dem Hin- und Rückweg verbunden und ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass meine Chancen verständlicherweise gering sind, wenn andere Bewerber*innen dieselben Qualifikationen mitbringen und dazu noch näher an der Einrichtung wohnen, als ich.

Schreibwettbewerb: #wirschreibenzuhause 
Buchlinge, ich weiß, ich hatte euch eigentlich einen separaten Blogpost zur Aktion versprochen. Da die Homepage aber sehr kurzfristig online ging, wäre es für Leute, die noch nichts von em Wettbewerb mitbekommen haben, schwierig geworden, innerhalb weniger Tage eine Kurzgeschichte zu schreiben. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, das mit dem Blogpost sein zu lassen und euch lieber im Rahmen von Ge(h)schrieben mehr von dem Wettbewerb zu erzählen.
Kurzum: Auch im April gab es einige Livestreams mit Sebastian Fitzek. Hier wurden nicht nur Grundlagen zur Aktion besprochen, sondern auch spannende Gäste eingeladen. Außerdem verriet uns der Autor wichtige Tipps zum Thema Schreibhandwerk. Wir erfuhren nicht nur, wie er bei der Planung eines neuen Projektes vorgeht, sondern haben auch von den zehn Fragen erfahren, die er sich bei einer Überarbeitung stellt.
Das Tolle: Diese Anregungen lassen sich wunderbar auf die eigenen Projekte übertragen.

Geärgert
Es bringt häufig nichts, sich über Dinge aufzuregen. Meistens sind die Situationen, über die wir uns ärgern, bereits vergangen, d.h. wir können sie nicht mehr ändern. Oder manchmal haben wir auch anderweitig keinen Einfluss darauf. Dennoch gibt es auch bei mir immer wieder Dinge, die mich aufregen. Wie beispielsweise im April:

Kurzes Format: Live aus der Forsterstraße
Mark Forster bekam für genau zwei (!) Folgen die Möglichkeit, ein neues Format auszuprobieren. Hier sendete er aus seinem Studio aus der Forsterstraße und lud sich Gäste über Skype ein. Sein Problem war aber, dass er mit Promis unter Palmen eine ziemlich starke Konkurrenz hatte.
Ich fand Live aus der Forsterstraße unglaublich angenehm. Gerade in den letzten Wochen gab es unglaublich viele Talkshows, in denen viel über Corona und die damit verbundenen Folgen diskutiert wurde. Das ist wichtig, keine Frage. Zumal in Sachen Informationspolitik auch einiges schief läuft. Aber in solchen Zeiten braucht es auch Formate, die einen auf andere Gedanken bringen und vielleicht auch ein paar schöne Stunden bescheren.
Live aus der Forsterstraße brachte eine tolle Mischung an Gästen mit. Es wurde nicht nur gemeinsam Musik gemacht, sondern auch Sportler oder Köche eingeladen. Mark Forster moderierte gut und schaffte eine angenehme Atmosphäre. Schön fand ich vor allem, dass er sich für sein Gegenüber interessierte und es nicht brauchte, um sich selbst in den Vordergrund stellen zu können. Außerdem dachte sich Mark Forster lustige, kreative Wetten aus, die tolle Coverversionen bereits bekannter Lieder hervorbrachten.

Es nervte mich tierisch, dass die meisten Zuschauer*innen lieber streitende mehr oder weniger bekannte Promis unter Palmen sehen wollten. Ich hätte mir von VOX gewünscht, dass man Live aus der Forsterstraße an einem anderen Sendeplatz noch eine Chance gibt.

ESC Absage
Natürlich kann auch der diesjährige ESC nicht stattfinden. Ich kann nachvollziehen, dass der Musikwettbewerb für viele Fans inzwischen ein waschechtes Liveevent ist, dass gemeinsam mit anderen Fans zelebriert werden will. Außerdem ist es auch schade für die Niederlande, die den Wettbewerb dieses Jahr in Rotterdam austragen wollten.
Dennoch hätte ich mir von der EBU eine kreative Lösung gewünscht. Mir wurde erzählt, dass der ESC zu Beginn auch aus einer Sendung mit Liveschaltungen in die verschiedenen Länder bestand. Jedes teilnehmende Land sendete von zu Hause aus und es ging nicht um die Show, sondern vor allem um die Lieder. Ich hatte die Hoffnung, dass man den Wettbewerb in diesem Jahr wieder im selben Stil austragen könne.
Kurz nachdem Stefan Raab seinen Free European Song Contest vorstellte, kam dann auch die EBU mit einem Plan B, allerdings ohne Wettbewerbscharakter um die Ecke. Unter dem Motto Europe shine a light sollen die Künstler*innen in den Mittelpunkt gestellt werden, die eigentlich beim diesjährigen ESC antreten sollten.
Beide Sendungen werden am Samstag den 16.05. um 20:15 Uhr bzw. 21:00 Uhr ausgestrahlt.

Was gab's zu erzählen?
An dieser Stelle erwartet euch eine Übersicht an Beiträgen, die im April auf dem Blog online gegangen sind.

Ge(h)plaudert: Mein Hörbuch Podcast 
Mein Hörmonat März 2020
Hörbuchtipps für Einsteiger*innen.

Buchclub: Der Onlinetreff für Literaturbegeisterte
Eine Reihe, die Du nicht allein beginnen möchtest
Ergebnisse der Abstimmung

Ge(h)schrieben: Mein Autorenleben
Wie kann ich mein Buch veröffentlichen?

Anjas Osterplausch: Eine Mtmach Aktion für die Osterfeiertage.
Update Tag 1 und 2
Update Tag 3
Tag 4 und 5

Rezensionen
Die wilden Hühner (Bände 1-5).
Kiss me once (rezensiert von Skyara)

Hörbuchverlage im Home Office: Interviewreihe mit Mitarbeiterinnen bekannter Hörbuchverlage
Teil 1: der Hörverlag.
Teil 2: der JUMBO Verlag.
Teil 3: der Argon Verlag.

Aktion #zuhausehören: Eine Aktion zur Unterstützung des stationären Buchhandels
Geschichten gegen Langeweile.

Ein Wortwitz zum Schluss...
Die Grafikerin und ich haben uns vor ein paar Tagen an der Schweizer Grenze wegen meines Bewerbungsgespräches herumgetrieben. Da ist mir folgender blöder Wortwitz eingefallen, den ich mit euch teilen möchte:

Wie hieß der erste Schweizer?
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-
-
ALBERT!
(Die Schweiz wurde nach ihm benannt).

Als ich meinem Vater die Frage stellte, schlug er übrigens Wilhelm Tell vor...

Ich hoffe sehr, ihr müsst wenigstens ein bisschen grinsen.

Und Du? 
Wie war Dein April?
Wie hast Du den Monat verbracht?
Welche Geschichten hast Du beendet?

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Die mit * markierten Titel wurden mir als kostenlose Rezensionsexemplare von den jeweiligen Verlagen zur Verfügung gestellt.