Montag, 30. März 2020

Cherish Hope

Bild von Bastei Lübbe
Eine Rezension von Skyara

Name: Cherish Hope (Original: Rebel Hard)
Autor: Nailni Singh
Verlag: hier: Lyx.digital in der Bastei Lübbe AG
Geeignet für: Young Adult
Gelesen oder Gehört: Gelesen (eBook)
Bewertung:  4 von 5 Punkten
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 28.02.2020
Aktuelle Ausgabe: E-Book 
ISBN: 978-3-7363-1079-7 (E-Book); 978-3-7363-1072-8 (Flexibler Einband)

Klappentext 
von Lyx 

"Er steht für alles, was sie nicht will - und doch verfällt sie ihm hoffnungslos

Nayna Sharma liebt ihre Familie über alles. Daher hat sie deren Drängen nachgegeben und zugestimmt zu heiraten - einen Mann, den ihre Eltern für sie auswählen. Doch schnell bereut sie ihre Entscheidung, denn jeder Kandidat ist schrecklicher als der zuvor. Und so beschließt sie, ein letztes Mal auszubrechen - und findet sich in den Armen eines Fremden wieder, der mit seinen Küssen und Berührungen Gefühle in ihr auslöst, die sie nie zuvor gespürt hat. Doch als sie ihm gesteht, dass sie nur eine Nacht will, beendet der geheimnisvolle Unbekannte ihr Abenteuer abrupt. Nayna ist verwirrt - und staunt nicht schlecht, als ihr ihre Eltern den nächsten Heiratskandidaten präsentieren. Es ist ausgerechnet der begnadete Küsser, der sie eiskalt abserviert hat ..." 

Meine Meinung
Da ich bereits „Cherish Love“ von Nalini Singh gelesen hatte und auch sonst beinahe alles gelesen oder gehört habe was es von ihr in deutscher Übersetzung gibt, musste ich mich natürlich unbedingt auf ein Exemplar von „Cherish Hope“ bei der Bloggerjury bewerben. Ich hatte riesiges Glück und habe am Tag vor der Ersterscheinung eine Mail in meinem Postfach, das ich eines der 30 Exemplare als E-Book erhalten habe. Nach einem kleinen… ok, eher einem großen Freudentanz, machte ich mich ans Werk um mehr aus der „Cherish“ Welt zu erfahren. Es kann aber sehr gut auch alleine gelesen werden und muss nicht unbedingt in der Serie gelesen werden.

Wir befinden uns wieder in Neuseeland und dürfen der Protagonistin Nayna Sharma folgen. Sie ist die beste Freundin von Ísa, der Protagonistin aus Band 1 „Cherish Love“. Wir erfahren gleich zu Beginn im Kapitel „Zu diesem Buch“ einiges, welches ich persönlich nicht in dieser Form hier eingearbeitet hätte. Es verrät gleich zu Beginn eine große Anfangsszene des Buches, welche wir zwar bereits aus Band 1 teilweise zwischen den Zeilen lesen konnten, aber meiner Meinung nach dem Buch dennoch vorgreift. Diese Einführung hätte es auch nicht benötigt, wenn man Band 1 noch nicht gelesen hat, daher finde ich dieses „Kapitel“ als überflüssig. 
Doch genau da ist mein erster und einziger Kritikpunkt auch schon abgehakt.

Denn dieses Buch ist wie alle Bände von Nalini Singh, einfach wieder mal zum träumen genial. Wir befinden uns im Gegensatz zu vielen anderen ihrer Reihen hier einmal nicht in einer erfundenen Welt mit Bezügen zur Realität, sondern wir befinden uns in unserer Welt, ein paar wenige Jahre vor Heute. Nalini Singh versteht es sich hervorragend kleine Details einzubinden, welche einem verdeutlichen, dass man sich in einer gewissen Zeit befindet z.B. die Tatsache das die Figuren des Romans kein WhatsApp verwenden, aber dennoch Handys benutzen. Das finde ich als eigentlich ausgemachte Fantasy-Leserin als sehr erfrischend. 

Was Nalini Singh allerdings in all ihren Bänden gemein hat, ist die wirklich gute und zusammenhängende Story, welche man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Ich bin nahezu süchtig nach ihren Storys, da sie einfach IMMER hervorragend sind! Und nicht nur die Story an sich ist bei Frau Singh im Vordergrund. Ihre Liebes- und, ja auch Sexszenen, sind immer sehr ansprechend geschrieben. Diese Szenen sind meiner Meinung nach nicht pornografisch, sondern immer ästhetisch und erotisch. Sie schafft es diese so zu schreiben, dass man sich auch in diesen Szenen wohlfühlt. Das ist etwas was bisher noch nicht viele Autoren geschafft haben, von denen ich etwas gelesen habe. 
Aber auch mit Charme und Witz kann Nalini Singh glänzen. Hier meine liebste Szene aus dem Buch:

Denn das FBI oder die CIA waren nichts im Vergleich zum BIV – dem inoffiziellen Geheimdienst besorgter indischer Väter, dem auch Gaurav angehörte. Wenn irgendwie durchsickerte, wohin sie unterwegs war, würde er augenblicklich zu der Cousine der Tante der Frau von irgendjemandes Onkels Bruder Kontakt aufnehmen, die zufällig einen Gemischtwarenladen in der nahe gelegenen Stadt hatte, oder zu dem Freund einer Freundin der Tochter von irgendjemandes Schwager, der, wie es der Teufel wollte, an der Rezeption ihrer gebuchten Unterkunft arbeitete.

(Cherish Hope, Nalini Singh, Kapitel 24, Seite 167 erschienen bei Lyx)

Sie trifft mit diesem Satz, soweit ich weiß, genau die „Vorgänge“ in einer indischen Familie. Ich bin in einem Dorf groß geworden, und kann sagen das dies etwa so ähnlich sein kann. Diese Szene ist einfach witzig und reell. 

Ich würde euch auch gerne noch mehr dazu schreiben, aber dann würde ich euch spoilern, und das will ich nun wirklich nicht. Ich kann euch nur dazu auffordern dieses Buch zu lesen. Und auch als Hörbuch kann ich es nur empfehlen, ich habe hier auch mal in die Hörprobe von Audible reingehört und fand die Stimme von Emilia Wallace sehr angenehm. Leider gibt es das Hörbuch aber momentan nur über Audible. 

-------------------------------------------------------------

Dieses eBook wurde mir vom Verlag kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Sonntag, 29. März 2020

Ge(h)lesen Spezial Tag 3



Unterkörper einer
Person, die auf einem
Stapel Bücher sitzt.
Foto: A. Mack
Ja Buchlinge, 

wir lassen uns von der Zeitumstellung selbstverständlich nicht unterkriegne. Natürlich geht unsere Aktion wie versprochen in die dritte und somit auch finale Runde. 
Heute ist Sonntag. Und da soll es ja bekanntlich gemütlich zugehen. Keine großen Sprints oder Stress. 

Deswegen habe ich mir überlegt, die Aktion gemütlich ausklingen zu lassen. Es wird also keine klassischen Etappen geben. Aber natürlich dürfen die ein oder anderen Updates hier nicht fehlen. 
Ich hoffe natürlich, ich finde genug Material dafür. 



Die Fragen 
(sofern ihr welche wollt): 

  • Wie sieht für Dich ein typischer Sonntag aus? Gibt es den überhaupt? 
  • Wie viel hast Du im Rahmen des Lesewochenendes bisher gelesen? 
  • Konntest Du ein Buch beenden? 
  • Wie heißt Deine neue Lektüre? 

Nein, natürlich müsst ihr mir diese Fragen nicht alle auf einmal beantworten. Teilt sie euch gerne selbst ein und meldet euch, wie ihr mögt.

Ein typischer Sonntag... 
Meistens gönne ich mir am Sonntag eine Auszeit. Soll heißen, es gibt keine To Dos, die ich abarbeiten muss. Ich mache das, wozu ich Lust habe.
Als ich noch im Internat gewohnt habe, war es meistens ein reiner Lese- und Waschtag, weil Wäsche waschen locker nebenher ging.
Inzwischen ist es meist ein Booktube- oder Hörbuch Tag.

Leseupdate 
Entschuldigt Buchlinge! Ich habe das offizielle Ende des Lesemarathons verpasst. Wir haben spät zu Mittag gegessen und ich fand dann, dass Familienzeit im Vergleich zur Onlinewelt vorgeht.

Im Rahmen des Lesemarathons habe ich ein Hörbuch beendet. Vielleicht schaffe ich es heute Abend noch Ich werde fliegen zu beenden. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich es schaffen werde. Es wäre aber auch nicht so schlimm, mit dem Hörbuch in die neue Woche zu starten.

Ich weiß nicht genau, ob ich noch ein Update schreiben werde. Deswegen bedanke ich mich an dieser Stelle fürs vorbeischauen und hoffe, ihr hattet eine schöne Zeit zwischen den Seiten, oder vielleicht auch mit einem Hörbuch.


Samstag, 28. März 2020

Ge(h)lesen Spezial Tag 2



Unterkörper einer
Person, die auf einem
Stapel Bücher sitzt.
Foto: A. Mack
Hallo Buchlinge, 

gestern war der Auftakt zu unserem Lesemarathon Wochenende. In diesem Beitrag erfahrt ihr worum es bei unserer Aktion geht und wie ihr teilnehme nkönnt. 

Okay, in Kürze zusammengefasst: Ihr könnt ein- und aussteigen, wie ihr möchtet und euch ganz individuelle Ziele setzen. Wir sind vor allem auf Twitter unter #gehlesen #Lesemarathon aktiv. 

Der offizielle Teil beginnt heute ab 10 Uhr. Wir beginnen jetzt erstmal mit dem... 

Aufwärmen 
Na, bist Du schon wach? Startest Du mit einer Geschichte in den Tag? 

Unter der Woche starte ich fast immer mit einem Hörbuch in den Tag. Hier nehme ich mir dann ca. eine halbe Stunde Zeit. Dieses Ritual habe ich mir im letzten Jahr recht gut angewöhnt.
Am Wochenende beginne ich den Tag dann meistens mit ein paar YouTube Videos, die sich unter der Woche angesammelt haben.

Etappe 1: 10 - 12 Uhr 
emion möchte wissen:

Wie lang ist Deine aktuelle Lektüre? Ist es eine angenehme Länge? Wie lang wäre Dein perfektes Buch? Super fett oder ein Heftchen? 

Mein aktuelles Hörbuch hat eine Laufzeit von ca acht Stunden. Das sollte ich an diesem Wochenende vermutlich schaffen können. Was die Länge einer Geschichte betrifft, hängt das für mich auch immer mit dem Inhalt einer Geschichte zusammen.
Ich habe beispielsweise mal ein Hörbuch mit einer Laufzeit von 40 Stunden gehört. Danach war ich dann echt erschlagen, obwohl die Geschichte größtenteils interessant war.

Update um 11:45 Uhr 
Ich höre erst seit kurz nach 11 Uhr. Ich bin noch etwas hin- und her gerissen, was ich von meiner aktuellen Lektüre halten soll. Es sind sehr viele Informationen aber gefühlt sehr wenig Handlung. Das strengt mich gerade etwas an.
Aber ich mag Anna Carlssons Interpretation und den Schreibstil des Romanes.

Etappe 2: 12 - 14 Uhr 
emion möchte von euch wissen:

Wie gefällt Dir das Cover Deiner aktuellen Lektüre? 

Update 12:50 Uhr 
Ich habe schon wieder vergessen den Beitrag zu aktualisieren. Ich gelobe Besserung und habe ja noch ein paar Versuche Zeit.

Etappe 3: 14 - 16 Uhr 
Erzähle uns etwas über Deinen Leseplatz: Wo liest Du am liebsten? 

Meistens höre ich meine Hörbücher am PC. So kann ich nebenher via Social Media aktiv sein. Bei meinem morgendlichen Hörbuch hören sitze ich aber auch schon mal mit der Katze auf dem Bett. Es kommt aber häufig vor, dass sie es so eilig hat, dass ich nicht mehr dazu komme, den PC anzuwerfen und uns ein paar Hörbuch Tracks zu markieren.

Etappe 4 16 - 18 Uhr 
Der Monat geht ja dem Ende entgegen. Erzählt mir doch mal von eurem Lese- bzw. Hörbuchhighlight 

Ich muss kleinlaut gestehen, dass ich in diesem Monat noch kein eindeutiges Highlight habe. Mit Der Pferdeflüsterer war ein eindeutiger Flop dabei, wobei ich die Aufmachung des Hörverlages mochte. (Also das In- und Outro und Christian Brückner als Sprecher).
Aber ein Highlight, also ein Hörbuch, das mich von Grund auf begeistert hat... Das war diesen Monat noch nicht dabei. Aber es kann auch sein, dass meine Ansprüche bezüglich der Definition von Highlight einfach zu groß sind.

Etappe 5: 18 - 20 Uhr 
Das Lesewochenende neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Wiei schaut's aus? Kannst Du Deine Ziele erreichen? Oder hast Du Deine Ziele angepasst? 

Für mich wird das die letzte Etappe für heute. Den Abend werde ich mit meiner Familie vermutlich vor dem Fernseher verbringen. Gleich werfe ich meine eBook Reader App an, um noch ein bisschen zu lesen. Das hab ich nämlich etwas vernachlässigt.


Freitag, 27. März 2020

Ge(h)lesen Spezial Tag 1



Unterkörper einer
Person, die auf einem
Stapel Bücher sitzt.
Foto: A. Mack
Hallo Buchlinge, 

heute startet also der erste Tag des Lesemarathon Wochenendes. Ich freue mich auf das Wochenende und hoffe, ein paar Geschichten zu beenden. Wobei... die noch nicht fertig geschriebenen Rezensionen häufen sich bei mir gerade ein bisschen. Wir haben also wahrscheinlich genug Material für die nächsten Wochen. 
Falls ihr euch fragt, von welcher Aktion ich eigentlich spreche, könnt ihr gerne mal in diesem Beitrag vorbeischauen. Eine meiner Co-Autorinnen und ich haben nämlich spontan beschlossen, das Wochenende lesend bzw. in meinem Fall hörend zu verbringen. 

Heute Morgen habe ich mich dazu entschieden, alle zwei Stunden eine Frage zu stellen und somit eine neue Etappe einzuläuten. Ihr könnt euch aussuchen, wann ihr ein- bzw. aussteigt und wie viele Fragen ihr überhaupt beantworten wollt. 

Etappe 1: 16 - 18 Uhr 
Welches Ziel hast Du Dir für das Wochenende gesetzt? Mit welchem Titel bzw. mit welchen Geschichten startest Du in den Lesemarathon? 

Ich möchte gerne 10 Seite in Punktschrift lesen. Meine aktuelle Lektüre ist die erste Episode einer eBook Serie, die sich 0711ove stories nennt. Hier begegnen wir in jeder Folge zwei Charakteren, die sich in Stuttgart kennenlernen. Und ich dümpele immer noch mit Ben (oder Tim?) und Lara in der S-Bahn herum. Da die Geschichte gut geschrieben ist, bin ich an sich recht motiviert, was das Lesen betrifft. Nur war ich die letzten Monate leider sehr unmotiviert Punktschrift zu lesen. 

Außerdem möchte ich mein aktuelles Hörbuch, nämlich Der Pferdeflüsterer beenden. Parallel dazu höre ich auch schon Ich werde fliegen, bin dort aber noch nicht so weit. 

Update 16:45 Uhr 
Ich glaube, mir gefällt das Ende von Der Pferdeflüsterer nicht. Ich kann mich noch ganz dunkel an den Film erinnern, den ich vor vielen Jahren gesehen habe und dort gefielen mir ein paar Handlungsstränge etwas besser.

Ein paar Bücherstammtisch Mitgliederinnen nehmen auch am Lesewochenende teil. Das freut mich tierisch, weil sich so die Online und die Offline Bücherwelten miteinander vermischen. Eine von ihnen liest übrigens eine Buchempfehlung von mir.

Etappe 2: 18 - 20 Uhr 
Wir Buchlinge können uns momentan unserem Stapel ungelesener / gehörter Bücher widmen. Gibt es bestimmte Geschichten, die Du in nächster Zeit unbedingt lesen oder hören möchtest? 

Eigentlich bin ich kein typischer Leselisten-Mensch. Dennoch sammeln sich in den letzten Monaten durch verschiedene Leserunden immer wieder Titel an, die ich gemeinsam mit einer Gruppe höre und zu denen ich wahrscheinlich nicht gegriffen hätte.

Unabhängig von der aktuellen Situation habe ich wirklich ein paar Hörbücher, die ich demnächst unbedingt hören sollte, weil ich sie im Rahmen von zwei Leserunden höre.
Zum einen lesen wir vom Bücherstammtisch aus gerade Das Lied der Krähen von Leigh Bardugo. Eigentlich wollten wir es im Juni besprechen. Ich hoffe sehr, dass es bis dahin wieder ein face to face Treffen gibt. Momentan bin ich aber etwas unmotiviert mit der Reihe anzufangen, weil ich gehört habe, dass es ein Fantasy Titel sein soll. Gerade habe ich nicht so viel Lust auf Fantasy.
Aber die Stammtisch Mitgliederinnen, die den Titel bereits gelesen haben, schwärmen sehr von der Geschichte.

Außerdem sollte ich noch für eine andere Leserunde Die Insel der besonderen Kinder hören. Hier habe ich den Titel aber etwas aufgeschoben, weil ich Angst hatte, die Reihe direkt hintereinander hören zu wollen. Für die Besprechung brauche ich nämlich nur den ersten Band. Ich hatte dann Bedenken, dass ich vielleicht den Inhalt der weiteren Bände durcheinander bringe.

Update 18:55 Uhr 
Oh, Mann Buchlinge! Eigentlich hatte ich diese Frage schon um kurz vor 18 Uhr vorbereitet und habe dann vergessen, den Beitrag zu veröffentlichen. Nachdem ich Der Pferdeflüsterer beendet hatte, musste ich mich erst einmal eine Runde aufregen gehen. Das Ende hat sich doch etwas anders entwickelt, als ich dachte. Dennoch stellt es mich - wie die Geschichte insgesamt auch - leider überhaupt nicht zufrieden. Aber dazu gibt es dann mehr Infos im Monatsrücblick.

Jetzt erwartet mich gleich bei Instagram ein Livestream mit Sebastian Fitzek. Hier spricht der Autor über einen Schreibwettbewerb, den er ins Leben rufen wird. Eigentlich stehe ich mit Schreibwettbewerben etwas auf Kriegsfuß. Aber diesmal bin ich wirklich interessiert.
Im nächsten Update habe ich bei Interesse mehr Infos für euch.

Etappe 3: 20 - 22 Uhr 
Gibt es in Deiner aktuellen Lektüre eine Figur, die Dir besonders gut gefällt? Magst Du uns etwas mehr über diese Figur erzählen? 

In meiner aktuellen Lektüre Ich werde fliegen gibt es Protagonistin Lucy. Sie liebt Basketball - und ihren besten Freund. Mehr weiß ich noch nicht über sie. Aber ich finde sie recht sympathisch.

Update 20:08 Uhr 
emion ist jetzt auch mit dabei. Sie möchte gerne ihre aktuelle Lektüre Der Drachenläufer beenden. Ich bin schon so gespannt, wenn wir uns über den Roman austauschen.

Update 21:15 Uhr 
Na, toll. emion fängt jetzt erst an zu lesen und ich steige langsam aus. Mich rettet aktuell Danas Czapniks lebendiger Schreibstil und die Interpretation von Anna Carlsson. Übrigens hat Luise Helm in einem Interview erzählt, dass Anna Carlsson sie als Hörbuchsprecherin empfohlen hat. Cool, oder?

Feierabend? 
So, Buchlinge für mich ist jetzt Schluss. emion ist noch ein bisschen bei Twitter aktiv. Das heßt, wenn ihr Lesenacht oder Marathon Stimmung sucht, schaut gerne mal bei ihr vorbei.

Morgen wird es vermutlich einen neuen Post geben, wobei ich mir hier erst noch ein paar Fragen überlegen muss.
Vorschläge? Schreibt sie doch gerne in die Kommentare.

Mittwoch, 25. März 2020

Ge(h)lesen Spezial - Die Ankündigung



Unterkörper einer
Person, die auf einem
Stapel Bücher sitzt.
Foto: A. Mack
Hallo Buchlinge, 

Ge(h)folge Mitglied emion lieferte mir gerade DIE Idee für ein Online Event, zu dem ich bzw. wir euch herzlich einladen möchten. 

Ge(h)lesen: 
Der Lesemarathon 
Wir - also hauptsächlich emion und ich, die anderen Ge(h)folge Mitglieder wissen noch nichts von der Aktion - wollen am kommenden Wochenende gemeinsam mit euch lesen, oder alternativ Hörbuch hören. 
Offiziell starten wir am Freitag gegen 16:00 Uhr und beenden den Marathon am Sonntag gegen 16:00 Uhr. Natürlich werden wir es nicht schaffen, die ganze Zeit durchzulesen. Das heißt, ihr könnt euch ebenfalls aussuchen, ob oder wie ihr an unserer Aktion teilnehmt. 
Für einen Marathon gibt es ja für gewöhnlich ein Ziel, das alle Teilnehmer*innen erreichen sollen. Wir hingegen halten es da etwas flexibler und laden euch dazu ein, euer eigenes Ziel festzulegen. 

Ob wir uns für einzelne Etappen Fragen ausdenken werden, steht ebenfalls noch nicht ganz fest. Allerdings vermute ich stark, dass wir auch das relativ spontan festlegen werden. Ihr merkt: Der Marathon soll vor allem eines werden: Ein gemütliches Beisammen sein. 

Am Freitag wird es einen eigenen Blogbeitrag zur Aktion geben. Je nachdem, wie viele Updates ich am Freitag schreiben werde, gibt es für die anderen Beiträge separate Posts. Eventuell gibt es aber auch einen Beitrag für alle Tage. Wir werden sehen. 

Bei Twitter findet ihr uns unter den #Lesemarathon oder gerne auch #gehlesen. (Ich mag das Wortspiel immer noch ziemlich). 

Und Du? 
Und wie sieht es bei Dir aus? 
Bist Du mit dabei? 

Montag, 23. März 2020

Eisenblut (Band 1)

Bild von Argon Verlag
Steckbrief 
Name: Eisenblut (auch als Buch erhältlich) 
Autor: Axel Simon 
Verlag: Argon Verlag 
Geeignet für: Fans von historischen Krimis 
Gelesen oder gehört: gehört als gekürztes Hörbuch 
Sprecher: David Nathan 
Bewertung: 3 von 5 Punkten 



Klappentext 
(von Argon Verlag

"Drei Morde, rätselhafte Nachrichten, ein blutiger Anfänger
Berlin 1888: Die Beschattung von Ehebrechern ist der Alltag in seiner schlecht laufenden Detektei. Gabriel Landow, schwarzes Schaf einer ostpreußischen Adelsfamilie, fällt der Erfolg nicht in den Schoß. Doch dann landet direkt vor seinen Füßen ein von ihm Observierter, aus nachtschwarzem Himmel mitten aufs Sperrgebiet am Tempelhofer Feld. Der Ministerialbeamte wurde aus dem Korb eines Militärballons gestoßen und hält ein Buch der Brüder Grimm in der Hand. Es ist bereits der dritte mysteriöse Todesfall in kurzer Zeit. Doch warum beauftragt die Regierung ausgerechnet Landow mit der Aufklärung? Und warum will ihn plötzlich jemand töten? Wo doch ganz Europa nur gebannt auf das Sterben des todkranken Kaisers wartet, das einige aus ganz eigenen Motiven herbeisehnen." 

Meine Meinung 
Buchlinge, Mitte März erreichte mich eine Mail des Argon Verlags. Hier wurde mir von Eisenblut, dem Auftakt einer neuen Krimireihe vorgeschwärmt. Wir Blogger*innen wurden dazu eingeladen, das Hörbuch vorab zu hören. Solche Aktionen kannte ich bisher nur von Printverlagen. Umso größer war meine Freude also, dass auch ein Hörbuchverlag zu so einer Aktion einlud. 
Eisenblut ist kein Krimi für Zwischendurch. Warum? Das erfahrt ihr in den folgenden Abschnitten.  

Der Inhalt von Eisenblut ist komplex. Wir lernen nämlich nicht nur zwei Protagonisten kennen, sondern springen auch zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aber beginnen wir erst einmal von vorne: Wir lernen einen Dieb kennen, der sich von einem Diebstahl zum nächsten hangelt. Wir ahnen noch nicht, was er mit der Handlung zu tun hat. 
Wir begegnen auch unserem Ermittler Gabriel Landow, der von Freunden Gabi genannt wird, was ich unfreiwillig komisch fand. Gabriel wartet auf den großen Erfolg und dieser scheint in greifbarer Nähe, als er einen lukrativen Auftrag bekommt. 

Wie im Klappentext bereits angedeutet, gibt es auch ein paar Morde, die wir live miterleben. Das machte die Geschichte für mich etwas komplex, weil wir gefühlt auf vielen Hochzeiten tanzen. Mir fehlte manchmal der Überblick und ich stolperte stellenweise etwas orientierungslos durch die Geschichte. Ich brauchte dann meist ein paar Minuten, um zu verstehen, in welcher Perspektive ich mich jetzt befand. 

Dennoch finde ich Gabriel Landow und den Dieb interessante Charaktere: Der eine muss Kriminalfälle lösen und weiß nicht so recht weiter. Der Andere denkt pragmatisch und kommt auf Ideen, die Landow noch nicht in Betracht gezogen hat. Außerdem gibt es da noch dieses eine Ereignis aus Landows Vergangenheit, das den Ermittler etwas nachhängt. 

Wir haben hier also Konfliktpotenzial, das auf mehreren Ebenen stattfindet. Das macht die Handlung aus meiner Sicht komplex aber auch spannend. Die Handlung sorgt nicht dafür, dass man den Krimi mal eben zwischendurch lesen kann. Das ist aber keinesfalls ein Nachteil. Ich fand es sehr angenehm, einen Krimi zu hören, der mich nicht nur aufgrund des Kriminalfalls, sondern auch aufgrund anderer Ebenen fordert. 

Kommen wir nun zur Hörbuch Gestaltung: Das Hörbuch befindet sich in einem schönen Digifile, was optisch einfach toll aussieht und sich auch schön im Bücherregal anschauen lässt. Der Titel ist gekürzt eingelesen und ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Kürzungen auch etwas mit den abrupten Szenenwechsel zu tun haben, die mir hier und da aufgefallen sind. Allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass uns viel Inhalt verloren gegangen ist. 
Das Hörbuch wird von David Nathan gelesen. Während er mir als dritter Interpret von der Gereon-Rath-Reihe nicht so gut gefällt, passt er hier hingegen sehr gut zur Geschichte. Als ich in die Hörprobe rein hörte, konnte er mich innerhalb von wenigen Minuten mit seiner Interpretation begeistern. 
Was für mich bei seiner Interpretation nach längerem Zuhören aber etwas schwierig war ist, dass es wenig Dialoge gab und sehr viel erzählt oder beschrieben wurde. So blieb David Nathan nicht viele Möglichkeiten die verschiedenen Handlungsstränge voneinander zu unterscheiden. 

Mit Axel Simons Schreibstil erlebte ich Höhen und Tiefen. Ich stellte fest, dass mir der Einstieg in Eisenblut unglaublich schwer fiel, weil mir die Orientierung fehlte. Wir haben zu Beginn unsere zwei Handlungsstränge: Den Dieb und Gabriel Landow. Diese beiden Handlungsstränge werden in Präsens erzählt. Mein Gehirn ist hier ziemlich clever und formt die Zeitform meistens in Vergangenheit um. Doch diesmal wollte mein Gehirn nicht so recht. Hinzu kam auch, dass Gabriel Landow immer wieder an Ereignisse aus seiner Vergangenheit denkt, die natürlich in einer anderen Zeitform geschrieben waren. Ich hatte also Mühe auseinanderzuhalten, wann wir uns in welcher Perspektive befinden und ob wir gerade in der Gegenwart oder der Vergangenheit unterwegs sind. 

Was mir an Axels Simons Schreibstil aber sehr gut gefällt ist, dass er seinen Schreibstil der damaligen Zeit anpasst. Seine Sätze sind lang und kennzeichnen sich durch einen anderen Gebrauch der Sprache. Er benutzt Wörter, die heutzutage nicht mehr aktuell sind. Diese Art eine Geschichte zu erzählen erinnert mich sehr an historische Romane. Und das höre ich sehr gerne, weil es etwas Schönes von unserer Sprache herausarbeitet, das in vielen Romanen gefühlt verloren geht. 

Was mir außerdem richtig gut gefällt, war dass Axel Simon beschreibt, aber ohne für Bilder in meinem Kopf zu sorgen, die ich dort eigentlich nicht haben will. Wie es sich für einen Krimi mit Morden gehört, darf natürlich auch ein bisschen Brutalität nicht fehlen. So muss sich beispielsweise ein Charakter auf schmerzhafte Weise von seinem Arm trennen, oder es wird auch schon mal eine Obduktion beschrieben. 
Es macht für mich aber einen Unterschied, ob ein*e Autor*in diese Szenen bis ins Detail beschreibt und sprachliche Bilder sucht, damit man diese Szenen möglichst nie wieder aus seinem Kopf bekommt, oder ob es bei den reinen Fakten bleibt. Axel Simon schenkte uns die Fakten und keine gruseligen Bilder, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Diese Fakten hat er aber so beschrieben, dass sie nicht etwa hohl oder langweilig wirkten. 

Gesamteindruck 
Eisenblut ist ein Reihenauftakt für Krimiliebhaber*innen, die eine ungewöhnliche Reihe suchen. Ich merke, dass ich den ersten Fall noch nicht ganz erfasst habe und gerade das fasziniert mich. Ich bin also sehr gespannt, wann wir Landows zweiten Fall zu hören bekommen. 

---------------------------------------------------------

Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos vom Argon Verlag zur Verfügung gestellt. 

Samstag, 21. März 2020

Ge(h)plaudert: Neues aus der Hörbuchwelt #1

Hallo Buchlinge, 

mit einem Tag Verspätung ist nun die Freitags-Podcast Folge online gegangen. Diesmal feiert ein neues Format im Podcast Premiere. Und zwar Neues aus der Hörbuchwelt. Diejenigen unter euch, die meinen Podcast schon etwas länger verfolgen, können sich noch an das Format erinnern, in dem ich Neuerscheinungen aus dem Hörverlag vorgestellt habe. 
Nun wollte ich diese Idee auch auf andere Hörbuchverlage ausweiten. 
In der ersten Folge stelle ich euch ein paar Titel von unabhängigen Hörbuchverlagen bzw. Kleinverlagen vor. 

Hinweis: Diese Folge war eigentlich schon mal mit Hörproben online. Allerdings hat YouTube den Podcast nach wenigen Sekunden wieder gelöscht, sodass ich ihn nochmal neu schneiden und hochladen musste.
Wenn ihr die Hörproben hören wollt, besucht am besten die Seite der Hörbuchverlage. Wenn ihr weiter unten auf den Titel des jeweiligen Hörbuches klickt, landet ihr auf der richtigen Seite.

Podcast direkt bei YouTube hören. 





Vorgestellte Hörbücher: 
World Runner (Bd. 1)

Und Du? 
Wie hat Dir das neue Format gefallen? 
Was denkst Du über die vorgestellten Titel? 
Findet ihr einen Podcast über Hörbücher ohne Hörproben überhaupt spannend? 

Montag, 16. März 2020

Die Stille meiner Worte



Bild von Überreuter
Steckbrief 
Name: Die Stille meiner Worte (auch als Buch erhältlich) 
Autor: Ava Reed 
Verlag: Audible 
Geeignet für: Fans von Ava Reed, Menschen, die gerne Jugendbücher lesen, die das Wesentliche zwischen den Zeilen erzählen 
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch Download 
Sprecher: Shandra Schadt 
Bewertung: 5 von 5 Punkten 

Klappentext 
(von Überreuter

"Hannah hat ihre Worte verloren. In der Nacht, als ihre Zwillingsschwester Izzy ums Leben kam. Wer soll nun ihre Gedanken weiterdenken, ihre Sätze beenden und ihr Lachen vervollständigen? Niemand kann das. Egal, was Hannahs Eltern versuchen, sie schweigt.Um Izzy nicht loslassen zu müssen, schreibt sie ihr Briefe. Schreibt und verbrennt sie. Immer wieder.
Hannah kann der Stille ihrer Worte nicht entkommen. Bis sie Levi trifft, der mit aller Macht versucht herauszufinden, wer sie wirklich ist …"

Meine Meinung 
Bei diesem Hörbuch handelt es sich um den ersten Titel, den ich über Audible gehört habe. Wie bereits im Monatsrückblick angekündigt, werde ich für die Rezensionen die Buchcover und Klappentexte der Printverlage verwenden. Ich verlinke zwar auf Audible, weise aber an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um keinen Affiliate Link handelt. 

Der Inhalt ist schnell erzählt: Hannah verliert ihre Zwillingsschwester bei einem Unfall und hat seither kein Wort mehr gesprochen. Weil ihre Eltern nicht mehr weiter wissen, schicken sie Hannah in ein Internat, das Jugendlichen in Krisen ein neues Zuhause gibt. Damit sich die Jugendlichen etwas besser kennenlernen, fahren sie gemeinsam campen. 

Die Handlung wird vor allem von der Frage bestimmt, ob oder wie Hannah wieder zurück ins Leben findet. Die Handlung spielt sich hier viel zwischen den Zeilen ab. Wenn es darum geht, dass Charaktere etwas aktiv tun, passiert hier verhältnismäßig wenig. 
Indirekt, also zwischen den Zeilen wird es aber sehr emotional. Denn Die Stille meiner Worte wird nicht von der Handlung, sondern vor allem von den Charakteren getragen. 

Der Roman hat zwei Protagonisten. Zum einen Hannah, die gerade mitten in der Krise steckt. Sie hat nicht nur ihre Schwester verloren, sondern auch überdimensional große Schuldgefühle. Ihre Verletzlichkeit wurde von Ava Reed wirklich gut herausgearbeitet. Hannah hat mich unglaublich bewegt, weil ich ihr Leid nur schwer ertragen konnte. 

Protagonist Nummer zwei ist Levi. Er ist zum letzten Mal im Camp dabei und weiß, dass er das Internat bald verlassen muss. Er hat nämlich nicht nur die Schule beendet, sondern auch seine Krise überwunden. Aber auch ihm steht ein schwieriger Schritt bevor. Nämlich der wichtige Schritt zurück ins Leben. Doch als er Hannah kennenlernt, kommen alte Erinnerungen hoch... 

Wenn man den Klappentext so liest, könnte man mit der Stirn runzeln und sich fragen, warum eine so bewegende Geschichte auch noch eine Liebesgeschichte braucht. Das Schöne an Die Stille meiner Worte ist, dass Liebe hier keine primäre Rolle spielt. Es geht mehr darum, Hannah jemanden gegenüberzustellen, der es schafft, wieder einen Zugang zu ihr zu bekommen. Eine Liebesgeschichte wird hier maximal angedeutet, wobei das auch eher Interpretationssache ist. Das gefällt mir besonders gut, weil so die eigentliche Handlung, nämlich die Interaktion zwischen Hannah und Levi im Vordergrund steht. 

Ava Reed hat in ihrem Roman einen Nebencharakter erschaffen, der mich nicht nur zum schmunzeln brachte, sondern unglaublich wichtig für die Geschichte ist. Hannah hat nämlich gezwungenermaßen den Kater ihrer Schwester geerbt. Dieser Kater bewirkt durch seine bloße Anwesenheit unglaublich viel. Nebencharaktere haben sonst meist die Funktion, den Protagonisten indirekt bei der Lösung einer Aufgabe zu helfen. Entweder sie steuern Ideen bei, auf die der/die Protagonist*in nicht kommt, oder versuchen anderweitig zu helfen. Hannahs Kater hingegen ist einfach nur da. Und dieses Da sein sorgt dafür, dass sich Personen öffnen können. 

Kommen wir nun zur Hörbuch Gestaltung: Einerseits freut es mich tierisch, dass ich diesen Titel als Hörbuch hören konnte. Andererseits finde ich es unglaublich schade, dass dieses wunderbare Hörbuch nicht im Buchhandel erschienen, sondern nur Audible Hörer*innen zugänglich ist. Somit ist die Zielgruppe, die diesen Titel entdecken könnte, von vorne herein eingeschränkt. Dennoch freut es mich, dass Audible das Hörbuch ungekürzt produziert hat. 
Gelesen wird die Geschichte von Shandra Schadt, die ich bisher als Sprecherin von Tote Mädchen lügen nicht kannte. Dort interpretiert sie hart und wirkt sehr kühl. In Die Stille meiner Worte hingegen hat sie eine weiche Seite gezeigt und damit Hannahs Verzweiflung und ihre Zerbrechlichkeit unglaublich gut herausgearbeitet. 

Ava Reed hat mich mit ihrem Schreibstil schnell für such gewinnen können. Sie erzählt die Geschichte sowohl aus Hannahs als auch aus Levis Perspektive. Beide Handlungsstränge sind in der Ich-Perspektive und in Präsens geschrieben. Bei Hannahs Kapiteln gibt es immer einen Brief an ihre Schwester Izzy. Manchmal ist es wirklich ein klassischer Brief. Manchmal sind es aber auch nur zwei oder drei Sätze. 
Was mich an Ava Reed Schreibstil ziemlich beeindruckt ist nicht nur, wie sie Hannahs Gefühlsleben herausarbeitet, sondern auch, dass sie es schafft, Stück für Stück zu beschreiben, wie Hannah ins Leben findet. Schön war hier vor allem, dass Hannahs Schritte zwar klein, aber deutlich sichtbar sind. Zum einen konnte ich sie spüren. Zum anderen wurden sie aber auch klar benannt, wobei diese Erklärungen nur den Bruchteil von dem in Worte fassten, was ich gespürt habe. Spannend fand ich hier, dass es bezogen auf den Roman funktionierte. Bisher dachte ich immer, dass man sowohl die Leser*innen, die zwischen den Zeilen lesen können, aber auch die Leser*innen, die eher rational unterwegs sind, miteinbeziehen muss. 

Gesamteindruck
Die Stille meiner Worte ist ein unglaublich emotionale und bewegende Geschichte, die ich denjenigen unter euch weiterempfehlen kann, die zwischen den Zeilen lesen und emotionale Geschichten aushalten können. 

Freitag, 13. März 2020

Lustige Bücher und die Sache mit den Buchreihen - Neues vom Bücherstammtisch



Bild von A. Mack
Hallo Buchlinge, 

wie die Überschrift schon erahnen lässt, geht es in diesem Blogbeitrag um unsere letzten beiden Stammtisch Treffen. Im Februar haben wir über die Themen Lustige Bücher und Ghostwriting für Autor*innen gesprochen. 
Bei unserem Treffen am vergangenen Montag ging es um das Thema Buchreihen
Beide Treffen hielten für mich spannende Erkenntnisse bereit. Aber lest doch am besten selbst. 



Lustige Bücher
In meiner Einladung, die ich immer eine Woche vor unseren Treffen verschicke, formuliere ich immer ein paar Fragen zu unseren Themen. Und diesmal taten sich viele Bücherstammtisch Mitglieder*innen schwer damit, Antworten zu finden. Ich wollte nämlich nicht nur wissen, welche Geschichte sie zuletzt so richtig zum Lachen gebracht hatte, sondern auch herausfinden, was lustige Geschichten für sie ausmachen. 

Eine Besucherin stellte fest, dass sie laut meiner gestellten Definition schon sehr lange kein lustiges Buch mehr gelesen habe. Lustige Geschichten sind für sie meist Geschichten, die überzeichnet  sind. Die dramatische Liebesgeschichte, die übertrieben ausgeschmückte Fanficition zum Beispiel. Allerdings gibt es auch eine regionale Krimireihe, die es ihr angetan hat. Nämlich die Kluftinger-Reihe von Klüpfel und Kobr. 

Andere Bücherstammtisch Mitglieder*innen meinten, dass sie sich bei einer lustigen Geschichte erst einmal mit den Charakteren, insbesondere dem / der Protagonist*in identifizieren müssen. Gerne gelesen werden auch lustige Dialoge oder Szenen, die aus einer Situationskomik heraus entstehen. Allerdings stellen wir auch fest, dass Humor auch sehr subjektiv gesehen werden kann. Als ich wieder einmal Hummeldumm von Tommy Jaud mitbrachte, schüttelte ein Stammtisch Mitglied bloß den Kopf und erklärte, dass sie den Titel schon nach wenigen Seiten abgebrochen hatte. 

Ich entdecke lustige Bücher häufig dann, wenn ich Ablenkung von der Realität brauche und einfach in eine andere Welt eintauchen möchte. So kam ich beispielsweise zu Hummeldumm oder Paris Du und ich. Andere Stammtisch Mitglieder*innen erzählten, dass ihnen nicht zwangsläufig lustige Geschichten über schwierige Zeiten hinweg halfen. Da reicht beispielsweise auch ein spannender Fantasy Roman. 

Ghostwriting für Autor*innen 
Hier stellt sich erst einmal die Frage, wie wir Ghostwriting überhaupt definieren. Das Thema wurde von einem Bücherstammtisch Mitglied angestoßen, die erzählte, dass Ken Follett wohl mehrere Co-Autor*innen habe und er selbst bestimmte Szenen oder Kapitel einfach nur noch absegne, aber sie nicht mehr selbst schreibe. 
Im ersten Moment war ich davon etwas enttäuscht. Schließlich konnte mich seine Jahrhundert-Saga erst vor Kurzem von Neuem begeistern. Das er beispielsweise bei der Recherche für seine Romane unterstützt wird, habe ich mir fast gedacht. Schließlich muss er beispielsweise in der Jahrhundert-Saga die politische Situation und deren Folgen in verschiedenen Ländern gekonnt herausarbeiten. 

Ghostwriting muss zudem von Autor*innenpseudonymen unterschieden werden. So schreiben unter dem Namen Jerry Cotton beispielsweise mehrere Autor*innen. Gerade bei Heftromanen ist es sehr beliebt, dass es eine Autor*innenmarke, aber immer wieder wechselnde Autor*innen gibt, die unter diesem Namen veröffentlichen. 

Außerdem kommt es schon mal vor, dass Biografien nicht immer von denjenigen geschrieben werden, von denen die Biografie handelt. Hier hilft ein einfacher Trick: Autobiografien werden von den Verfasser*innen geschrieben. Bei Biografien arbeiten die Leute, um die es geht, meist mit Journalist*innen zusammen. Allerdings kann eine Biografie mindestens genauso interessant sein. 

Grundsätzlich ist mir wichtig, dass offen damit umgegangen wird, wenn Autor*innen ihre Texte nicht selbst schreiben, wobei das wahrscheinlich sehr selten vorkommt - hoffe ich jetzt einfach mal. Bei Heftromanen oder anderen Serien ist das beispielsweise der Fall. 

Buchreihen 
Wir wollten im März nicht nur über unsere Lieblingsbuchreihen sprechen, sondern auch herausarbeiten, was uns bei Buchreihen wichtig ist. Gibt es Bände, die man auch als einen alleinstehenden Titel erzählen kann? Gibt es Einzelbände, die unbedingt eine Fortsetzung gebrauchen könnten? 

Zuerst einmal wurde ich damit überrascht, dass einige Stammtisch Mitglieder*innen den Begriff Buchreihe anders definierten als ich. Für sie beginnt eine Reihe ab vier Bänden. Für mich hingegen können auch Dilogien (Geschichte, die in zwei Bänden erzählt wird) eine Reihe darstellen. 

Schnell kamen wir beim Thema Buchreihen auf das Krimi Genre: Hier sind Reihen nämlich sehr beliebt. Meistens gibt es Ermittler*innen, die uns über mehrere Bände hinweg begleiten. Eine passionierte Krimileserin meinte, dass sie bei Krimireihen häufig feststelle, dass der Kriminalfall ab einem bestimmten Band in den Hintergrund gerät und es mehr um die Ermittler*innen gehe. Das findet sie nicht nur schade, sondern es ist für sie auch ein Grund, mit einer Reihe aufzuhören. 
Ich hingegen finde es spannend, wenn man vom eigentlichen Genre abweicht, wie es beispielsweise J. K. Rowling mit ihrer Cormoran-Strike-Krimireihe macht. 

Buchreihen haben auch häufig den Vorteil, dass wir wissen, was uns erwartet, wenn wir uns für einen weiteren Band einer Reihe entscheiden. Wir kennen die Atmosphäre und meist gibt es Charaktere, auf die wir uns freuen. 
Was ich auch hier besonders spannend fand war, dass ein Bücherstammtisch Mitglied von einer Reihe erzählte, in der ihr der Protagonist so gar nicht gefiel. Die Nebencharaktere hingegen waren für sie aber so spannend, dass sie die Reihe trotzdem weiterverfolgte. 

Was uns an Reihen auch abschreckt ist, wenn eine Reihe bereits viele Bände hat und wir erahnen, dass wir erst einmal von Anfang an beginnen müssen und nicht mitten drin einsteigen können. Zwar haben viele Reihen eine in sich geschlossene Handlng. Dennoch ist es schön, eine Reihe von Beginn an zu verfolgen, um die Entwicklung der Protagonist*innen mitzubekommen. 
Wir sind dafür, dass bei den Veröffentlichungen von Fortsetzungen nicht zu viel zeit vergehen darf. Ein Bücherstammtisch Mitglied erzählte, dass sie eine Reihe verfolgt habe, deren Fortsetzungen in einem Abstand von 2-4 Jahren erschienen. So hatte sie den Inhalt des vorherigen Bandes meist schon wieder vergessen. 

Zudem ist es auch schlimm, wenn das Cover, oder das Format einer Buchreihe zwischenzeitlich geändert wird. Schließlich ist es besonders schön, sich eine Buchreihe ins Regal zu stellen. Und das sieht dann nicht mehr so schön aus, wenn die Bände optisch nicht mehr zueinander passen. 

Irgendwann bemerkte ich, dass es im Moment gar keine Reihe mehr gibt, die viele Bücherwürmer begeistern kann. Harry Potter schaffte das ja beispielsweise über mehrere Jahre hinweg. Ein Bücherstammtisch Mitglied meinte, dass es vielleicht auch daran liegt, dass wir aus dem typischen Reihen-Hype-Alter raus sind. Ich konterte mit Shades of Grey, was für allgemeines Gelächter sorgte. Was meint ihr? Wächst man aus dem Reihen Hype irgendwann heraus? 

Bücherstammtisch in Freiburg?
Da will ich hin!
Update: Corona ist inzwischen auch bei uns in Freiburg angekommen. Bis zum 20. April sind alle öffentlichen Veranstaltungen verboten. Das Literaturhaus schließt auch für die inoffiziellen Veranstaltungen, weswegen es vorerst keine weiteren Bücherstammtisch Termine geben kann. Ich hoffe sehr, dass sich die Lage bald wieder beruhigt. 

Normalerweise treffen wir uns einmal im Monat an einem Montag ab 17:50 Uhr vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach in der Bertoldstraße in Freiburg.
Von dort aus gehen wir gemeinsam zu unserem Raum. Monatlich legen wir bestimmte Themen fest, über die wir dann bei unseren Treffen sprechen.

Auf dieser Seite findest Du Infos zu unseren nächsten Terminen und den Themen. (Die Themen werden spätestens eine Woche vor unserem aktuellen Treffen auf der Seite bekannt gegeben). 

Momentan besteht aus Studierenden, Berufstätigen und Senioren und ist somit offen für alle Altersgruppen. Wir reden hauptsächlich über Bücher aus der Belletristik (Unterhaltungsliteratur wie beispielsweise Fantasy, Jugendbuch, Thriller) sind aber auch offen für Bücher aus anderen Bereichen.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, hast Du zwei Optionen:

Mailverteiler: Mail an EmmaZecka(at)gmx.de
Du lässt Dich in den Mailverteiler eintragen. Hier lade ich regelmäßig zu den Stammtisch Treffen ein oder verschicke Umfragen, damit wir die Themen unserer Treffen festlegen können.

Den Mailverteiler führe ich über die Gruppen Funktion von Outlook: Deine E-Mailadresse wird also in meinem Outlook Account im Adressbuch gespeichert, aber nur nach Deinem Einverständnis an die anderen Bücherstammtisch Mitglieder weitergegeben.

What'sApp Gruppe (ab drei besuchten Treffen)
Wenn absehbar ist, dass Du regelmäßig beim Bücherstammtisch vorbeischauen wirst, nehmen wir Dich gerne in unsere What'sApp Gruppe auf: Hier teilen wir Impressionen, tauschen hin und wieder Bücher oder suchen einfach jemanden zum reden, wenn wir gerade eine besonders bewegende Geschichte beendet haben.

Neugierig? Wir freuen uns auf Dich!

Montag, 9. März 2020

Goldstein (Gereon Raths dritter Fall)



Bild von Argon Verlag
Steckbrief 
Name: Goldstein (auch als Buch erhältlich)
Autor: Volker Kutscher
Verlag: Argon Verlag
Geeignet für: Kutscher-Fans, Menschen, die gerne Krimis, insbesondere Krimireihen lesen oder hören
Gelesen oder gehört: gehört als gekürztes Hörbuch
Sprecher: David Nathan
Bewertung: 4 von 5 Punkten



Klappentext 

"Berlin 1931: Eine Stadt voller Gewalt, ein Mafioso aus Chicago, ein bestialischer MordGereon Raths dritter Fall erweist sich als harter Brocken: Abraham Goldstein, ein jüdischer Gangster aus Brooklyn, mischt Berlin auf – und Rath wird abgestellt, ihn zu beschatten.
Zusätzlich zwingt ihn Unterweltboss Johann Marlow zu einer privaten Ermittlung. Als dann auch noch ein Schupo in Verdacht gerät, einen jungen Obdachlosen getötet zu haben und Raths Freundin Charly auf eigene Faust zu ermitteln beginnt, gerät Rath endgültig zwischen die Fronten ..." 

Meine Meinung 
Als ich von dem Hype um die Krimiserie Babylon Berlin hörte, war ich neugierig auf diese Reihe und erfuhr, dass die Romanvorlage von Volker Kutscher stammte. Deswegen wollte ich die Reihe erst einmal hören, bevor ich mich mit der Serie auseinandersetze. Inzwischen sind fast alle Teile bei mir eingezogen und es wird Zeit, euch Raths dritten Fall vorzustellen.

Der Inhalt hat mich zuerst wieder positiv überrascht. Volker Kutscher entwickelt nämlich zwei Handlungsstränge: Zum einen erleben wir ein Mädchen, das auf der Straße lebt. Gemeinsam mit ihrem Freund will sie ein Kaufhaus ausrauben und lässt sich dafür einschließen. Doch die beiden werden erwischt und ihr Freund fällt bei einer Verfolgungsjagd vom Dach. Ist er freiwillig gesprungen? Oder wurde er sogar gestoßen?
Im zweiten Handlungsstrang treffen wir dann auf Kommissar Rath, der mit einer besonderen Mission beauftragt wird. Er soll Abraham Goldstein überwachen, einen Amerikaner, der nach Berlin kommt. Das Problem: Goldstein ist nicht nur Jude, sondern wird auch für einen Gangster gehalten. Und Ärger kann Berlin nun wirklich nicht gebrauchen.

Die beiden Handlungsstränge haben mir sehr gut gefallen, weil ich mich immer mehr gefragt habe, wie sie zusammenpassen. Außerdem begegnete mir wieder ein Element, welches mich schon in Der nasse Fisch (Band 1) beeindruckte: Wir merken, dass Rath einen Plan hat und das er beginnt Leute in diesen Plan einzuweihen. Aber wir erfahren nicht, was Rath vorhat, sondern erfahren erst während oder nach der Durchführung des Plans davon.

Allerdings wurden mir bei diesen beiden Handlungssträngen die Verbindung nicht gut genug herausgearbeitet. Das kann aber womöglich auch an den inhaltlichen Kürzungen der Handlung liegen. Mir war die Verbindung zwischen den beiden Handlungssträngen etwas zu vage. Ich hätte mir mehr Überschneidungen gewünscht.

Spannend finde ich hier, wie Volker Kutscher seine Charaktere, insbesondere Gereon Rath darstellt. Rath scheint eher eigene Ziele zu verfolgen. Er wirkt mehr wie ein Einzelgänger und scheint auch kaum Freunde zu haben. Häufig habe ich bei Reihen den Eindruck, dass Autor*innen darauf setzen, dass wir die Protagonist*innen sympathisch finden sollen. Ich bin mir bei Kommissar Rath aber immer noch nicht ganz sicher, was ich über ihn denke.
Toll fand ich auch, dass diesmal ein Teil der Geschichte aus der Perspektive von Charlotte Ritter erzählt wurde. So wurde deutlich, dass Rath nicht der einzige Held dieser Reihe ist.
Leider muss ich gestehen, dass ich die Nebencharaktere noch etwas durcheinander würfele. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass es schon eine Weile her ist, dass ich den zweiten Band der Reihe gehört habe.

Kommen wir nun zur Gestaltung des Hörbuches: Mit ein Grund, mit dieser Reihe zu beginnen, war Hörbuchsprecher David Nathan. Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse gab es eine Hörbuchnacht, bei der er aus einem Band der Reihe vorlas. Seine Interpretation gefiel mir auf Anhieb sehr gut.
Allerdings wurden die ersten beiden Bände von unterschiedlichen Sprechern gelesen. Ich kann inzwischen also drei Stimmen miteinander vergleichen. Obwohl ich sehr froh bin, wieder eine Reihe zu hören, die von David Nathan gelesen wird, hatte ich Mühe mich auf seine Interpretation einzulassen. Dennoch hat er die Geschichte sehr gut gelesen und ich freue mich, dass die Rehe nun endlich ihren Sprecher gefunden hat.

Volker Kutschers Schreibstil finde ich sehr spannend. Der Autor erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und beschreibt die Handlung einerseits distanziert, aber auch atmosphärisch sehr gekonnt und so, dass ich neugierig auf die weiteren Bände bin. Leider kann ich Kutschers Schreibstil noch nicht in Worte fassen und genau das macht ihn für mich auch so faszinierend.

Gesamteindruck
Der Kriminalfall hat mir wieder sehr gut gefallen. Zudem lernen wir die wiederkehrenden Charaktere wie Gereon Rath und Charlotte Ritter etwas besser kennen. Gegen Ende ging mir die Sache mit der Auflösung des Falls etwas zu schnell. Aber an sich hat mir der dritte Teil der Reihe gut gefallen und ich freue mich schon, bald wieder in den nächsten Band einzutauchen.

--------------------------------------------------------------

Weitere Bände: 
*Der nasse Fisch (Band 1)
Der stumme Tod (Band 2)
Die Akte Vaterland (Band 4) 


Freitag, 6. März 2020

Ge(h)plaudert Hörmonat Februar 2020

Hallo Buchlinge, 

heute erzähle ich euch von den drei Hörbüchern, die ich im Februar beendet habe. Außerdem berichte ich von dem Titel, den ich momentan höre. Ich wünsche euch viel Spaß beim hören. 

Podcast direkt bei YouTube hören. 



Erwähnte Hörbücher: 
Goldstein von Volker Kutscher 
Die Stille meiner Worte von Ava Reed 
*Die Schattenschwester von Lcuinda Riley 

Inhaltsangabe 
00:00 Min: Ansage 
01:04 Min: Goldstein 
01:33 Min: Goldstein Hörprobe 
05:12 Min: Meinung zum Hörbuch 
08:40 Min: Die Stille meiner Worte 
11:35 Min: Die Schattenschwester 
12:08 Min: Die Schattenschwester Hörprobe 
16:04 Min: Meinung zum Hörbuch 
18:43 Min: Ich höre gerade... 
21:05 Min: Outro und Fragen an euch 

---------------------------------------------------

Die mit * markierten Titel wurden mir als Rezensionsexemplar kostenlos vom jeweiligen Verlag zur Verfügung gestellt. 


Mittwoch, 4. März 2020

Ge(h)schrieben: Mein Zeitplan und die Sache mit den Finanzen



Schreibmaschine.
Ein eingespanntes Blatt auf
dem "Ge(h)schrieben" steht.
Bild von A. Mack
Hallo Buchlinge, 

im letzten Beitrag aus dieser Rubrik habe ich euch von meiner Suche nach einer Lektorin erzählt. Neben einem Schreibupdate zum Weihnachtsbuch geht es heute vor allem um die Themen Zeitplan und Finanzen, wobei hier noch nicht alle Komponenten geklärt sind. Aber dazu später mehr. 
Wir beginnen also erstmal mit dem Schreibupdate. 

Ge(h)schrieben
im Februar
Nachdem ich im Januar so wenig geschrieben hatte, habe ich befürchtet, dass es sich im Februar mit viel Pech ähnlich verhält. Zum Glück habe ich mich getäuscht. Ich bin mit dem Weihnachtsbuch richtig gut voran gekommen und habe Ende Februar das 22. Kapitel beendet. Wenn alles gut läuft, kann ich die Rohfassung kommende Woche beenden. Ich habe 16.440 Wörter geschrieben. Ich saß jeden Tag am Manuskript. Meistens habe ich 2-3 Stunden vormittags und noch mal 1-2 Stunden Nachmittags bzw. abends geschrieben. Ich hoffe, ich kann diese Routine beibehalten. 

Inhaltlich bin ich mit dem Projekt hier und da noch nicht ganz zufrieden. Zu Beginn bestand mein Hauptproblem darin, dass mir der Weg zum Finale der Geschichte fehlte. Den Weg habe ich inzwischen gefunden. Allerdings sind die Übergänge noch nicht gut genug herausgearbeitet. Mit Übergängen meine ich die Entwicklungen der Charaktere und die damit verbundenen Handlungen. Ein Nebencharakter muss zudem noch besser in die Handlung eingebunden werden. 
Aber es fühlt sich sehr gut an, dass die Rohfassung schon fast steht und eine Veröffentlichung somit greifbar wird. Ich habe mein Ziel für das Weihnachtsbuch also mehr als erreicht. 

Auch beim Jugendbuch gibt es einen kleinen Fortschritt. Ich habe den ersten Entwurf eines Fragebogens formuliert. Allerdings ist dieser Entwurf noch nicht vorzeigbar. Aber es ist immerhin schon mal ein Anfang, die chaotischen Gedanken in meinem Kopf zu sortieren. 

Meine Ziele für den März sehen folgendermaßen aus: Ich möchte das Weihnachtsbuch beenden und an den Stellen nachbessern, die mir aktuell noch nicht so gut gefallen. Allerspätestens Anfang April soll der Text dann im Postfach meiner Lektorin landen. Idealerweise schaffe ich es, den Text noch einmal durchzugehen und Titelvorschläge herauszuschreiben. (Ich befürchte, das wird nicht gerade einfach). 
Das Ziel für das Jugendbuch ist diesmal sehr klein gesteckt, weil ich die Energie in die Fertigstellung des Weihnachtsbuches stecken möchte. Dennoch nehme ich mir vor, den Fragebogen noch einmal zu überarbeiten und zu schauen, ob noch Fragen fehlen bzw. welche Fragen umformuliert werden müssen. 

Die Finanzen 
Bevor wir zum Zeitplan kommen, widme ich mich erst dem kniffligen Thema, nämlich den Finanzen. Um herauszufinden, wie viel eine Veröffentlichung kostet, muss erst einmal geklärt werden, was man für die Veröffentlichung überhaupt braucht. Den fertigen Text setze ich an dieser Stelle voraus. Im Folgenden liste ich die verschiedenen Dienstleister einmal auf: 

  • Lektorat 
  • Korrektorat 
  • Distributor: Damit meine ich eine Plattform, die dafür sorgt, dass euer Buch im Buchhandel verfügbar ist und bestellt werden kann.  
  • Buchsatz: Vereinfacht gesagt meint das die Formatierung eines Buches. 
  • Coverdesign  
  • Marketing: Das Marketing könnt ihr natürlich selbst machen. Dennoch müsst ihr Geld dafür einplanen. Damit finanziert ihr dann z.B. Rezensionsexemplare oder Goodies für Blogger*innen. 
Die Arbeitszeit, die ihr in das Schreiben oder das Marketing steckt, zähle ich hier mal nicht auf, da ihr ja keinen klassischen Stundenlohn bekommt. 

Nun erzähle ich euch mal von meiner Kalkulation: 

Das Lektorat kostet 4 Euro pro Normseite zuzüglich einer Mehrwertsteuer von 7 Prozent. Das ergibt für mich bei 150 Seiten also einen Preis von 642 Euro. (Ich nehme aber an, dass ich vielleicht auf etwas mehr Seiten kommen werde). 
Das Korrektorat ist in der Regel günstiger, da hier nicht auf den Inhalt geachtet wird. Ich habe bereits Kontakt zu einer Korrektorin aufgenommen und warte noch auf ihren Preisvorschlag. Ich rechne aber mit 1,50 Euro pro Normseite. Das macht dann 225 Euro, wenn es bei den 150 Seiten bleibt. 
Was den Buchsatz und das Cover betreffen habe ich Glück. Hier habe ich zwei liebe Menschen gefunden, die mich unentgeltlich unterstützen. Das heißt das hier keine Kosten auf mich zukommen. 

Nun kommen wir zum Distributor. Hier gibt es verschiedene Anbieter. Die bekanntesten Anbieter sind Books on Demand (BoD) und epubli. Ich habe mich für BoD entschieden. BoD bietet verschiedene Modelle an. (Bei Interesse stelle ich euch diese Modelle in einem Beitrag vor, bzw. erzähle euch, warum ich mich für BoD entschieden habe). 
Ich wähle das Paket BoD Classic, was mich einmalig 19 Euro kostet. Darin enthalten sind ein eBook und ein Printbuch. Die Kosten entstehen, weil für eine Veröffentlichung eine ISBN Nummer benötigt wird. 

Nun kommen wir zu dem Punkt, für den ich noch keine klaren Zahlen habe. Und zwar das Marketing. BoD bietet Blogger*innen nur unter bestimmten Voraussetzungen Rezensionsexemplare an. Eine dieser Voraussetzungen ist eine möglichst große Reichweite. Weitere Infos könnt ihr hier nachlesen. 

Allerdings möchte ich nicht nur Rezensionsexemplare an Blogger*innen herausgeben, sondern plane auch zwei weitere Aktionen, zu denen ihr mehr Infos bekommt, wenn das Buch wirklich fertig vorliegt. Für diese Aktionen werde ich auch bekanntere Blogger*innen anschreiben. Da es für mich zum guten Ton gehört, ihnen für die Aktion ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen, muss ich diese Exemplare selbst finanzieren. Schließlich ist es keine gute Grundlage für eine Kooperation, wenn ich zwar mit einem / einer Blogger*in zusammenarbeiten möchte, aber erst einmal darum bitten muss, dass die Blogger*innen ihre Exemplare für die Aktion erst einaml selbst bei BoD anfragen. 

BoD hat hier Staffelpreise. Je mehr Bücher man bestellt, desto günstiger wird es. Ich liebäugle aktuell mit der Option mir 25 - 49 Exemplare zu bestellen. Das kostet mich dann zwischen 8,65 - 9,25 Euro pro Buch

An dieser Stelle liste ich die Kosten noch einmal übersichtlich auf: 

Lektorat:                                  642,00 Euro
Korrektorat:                             225,00 Euro 
BoD Classic:                              19,00 Euro 
Rezensionsexemplare 20 Stück: 185,00 Euro 
Gesamt:                                   1071,00 Euro 

Gewinne 
Allerdings dürfen an dieser Stelle auch die Einnahmen nicht fehlen. 

Ich möchte definitiv ein eBook und ein Paperback Buch anbieten. Mit dem BoD Buchkalkulator lässt sich recht leicht berechnen, wie viel man an einem verkauften Buch oder eBook verdient. Hier müssen nur Angaben zur Ausstattung gemacht werden. 
Das Format für das Weihnachtsbuch wird 13,5 x 21,5 cm. Wenn es bei den 150 Seiten bleibt, sieht die Berechnung folgendermaßen aus: 
BoD empfiehlt mir mein Buch für 6,99 Euro anzubieten, damit ich im Buchhandel einen Gewinn von 1,11 Euro oder 1,04 Euro mache, je nachdem, ob die Mehrwertsteuer mitgerechnet wird. 
Ich mochte den Adventskalender aber voraussichtlich mindestens 10 Euro und höchstens 12 Euro anbieten. Da sehen meine Margen folgendermaßen aus: 
10 Euro: 2,59 Euro oder 2,77 Euro
12 Euro: 3,87 Euro oder 3,62 Euro

Für das eBook schlägt mir BoD einen Preis von 4,49 Euro vor. Hier nehme ich dann 1,76 Euro ein. Ich plane aber mein eBook für mindestens 4,99 Euro mit einem Gewinn von 1,96 Euro oder 5,99 Euro mit einem Gewinn von 2,35 Euro anzubieten. 

Da eine Printveröffentlichung nur einmalig 19 Euro kostet, spiele ich mit dem Gedanken, den Adventskalender auch als Hardcover zu veröffentlichen. Allerdings gibt es hier folgendes Problem: Um einen Gewinn beim Hardcover Buch zu erzielen muss ich es für mindestens 15 Euro anbieten. Dann nehme ich pro Buch entweder 0,86 Cent oder 0,92 Cent ein, je nachdem ob ich die Mehrwertsteuer mitrechne. Allerdings ist das wirklich sehr wenig, sodass ich überlege, es für 15,99 Euro anzubieten. Dann nehme ich 1,37 Euro oder 1,47 Euro ein. 
Allerdings kann ich mir im Moment nicht vorstellen, dass es Leser*innen gibt, die so viel für ein so dünnes Buch ausgeben würden. (Natürlich ändert sich noch was an den Preisen, falls es doch mehr Seiten werden). 

Idealerweise möchte ich bei meinen Preisen auch eine Staffelung erzielen. Das eBook soll am günstigsten sein. Das Paperback soll doppelt so viel wie das eBook kosten. Das Hardcover fällt dann vom Preis her etwas heraus, falls ich es überhaupt anbiete. 

Kommen wir also auch an dieser Stelle nochmal zu einer Übersicht: 

Die Paperback Preise 

10 Euro:  2,59 Euro oder 2,77 Euro. 
10 Stück: 25,90 Euro oder 27,70 Euro
12 Euro:   3,87 Euro oder 3,62 Euro.
10 Stück:  38,70 Euro oder 36,20 Euro

Die eBook Preise: 

4,99 Euro: 1,96 Euro.
10 Stück:  19,60 Euro.
5,99 Euro: 2,35 Euro 
10 Stück:   23,50 Euro

Die Hardcover Preise

15 Euro:      0,86 Cent oder 0,92 Cent.
10 Stück:    8,60 Euro oder 9,20 Euro
15,99 Euro: 1,37 Euro oder 1,47 Euro.
10 Stück:    13,70 Euro oder 14,70 Euro

Ihr merkt schon: Es wird eine Weile dauern, bis ich die Ausgaben wieder drin habe. 

Mein Zeitplan 
Ich bin schon mitten im Zeitplan. Dennoch dachte ich, dass es eine clevere Idee ist, wenn ich euch meinen Plan mal zeige: 

Januar - Ende März: Schreibzeit 
Hier hatte ich das Glück, dass ich bereits im letzten Jahr mit der Geschichte begonnen habe und die ersten sieben Kapitel kaum verändert werden mussten. Das hat mir natürlich Zeit gespart. Außerdem kann ich aktuell Vollzeit schreiben. 

April: Lektorat 
Meine Lektorin meinte, dass sie ca. 10 Tage braucht, um mein Manuskript zu lektorieren. Im Idealfall schaffe ich es, ihre Anmerkungen in 10 Tagen umzusetzen, damit sie die zweite Korrektur starten kann. Ich hoffe also, dass wir Ende April allerspätestens aber Anfang Mai mit dem Lektorat durch sind. 

Mai: Korrektorat 
Leider habe ich hier noch keine genauen Angaben, wie viel Zeit für ein Korrektorat benötigt wird. Deswegen veranschlage ich mal vorsichtshalber einen ganzen Monat. 

Juni: Buchsatz 
Mir wurde gesagt, dass wir zwei bis drei Wochen für den Buchsatz benötigen. Deswegen gehe ich davon aus, dass im ganzen Juni gesetzt wird. 

Juni - Juli: Cover 
Meine Coverdesignerin möchte den Text gerne lesen, bevor sie sich ans Cover setzt. Im Idealfall kann sie, während wir am Buchsatz sitzen, bereits den Text lesen und sich an das Cover machen. 

August: Hochladen bei BoD und ggf. Veröffentlichen 
Es wäre ideal, wenn mein Projekt im August beendet ist, damit mir noch genug Zeit bleibt Blogger*innen für mögliche Kooperationen zu gewinnen. Falls etwas dazwischen kommt, habe ich zeitlich aber noch etwas Puffer. Meine Deadline für die Veröffentlichung ist spätestens Anfang oder Mitte Oktober. 
Ab November ist das BoD Team im Weihnachtsstress und es kommt zu einer hohen Nachfrage. Da es sich bei meinem Titel um einen Adventskalender handelt, sollte er zum ersten Dezember gelesen werden können. Das ist ab November dann nicht mehr gewährleistet. 

Und Du? 
Planst Du selbst eine Veröffentlichung? 
Wie sieht Deine Kalkulation aus? 
Wie viel Geld gibst Du für ein eBook, ein Paperback oder ein Hardcover Buch mit 150 Seiten aus? 

------------------------------------------------------------------

Bisherige Artikel in dieser Rubrik: 
Zum Thema
... Planen 
Meine Projekte
Meine Suche nach einer Lektorin