Samstag, 30. November 2019

Warum es in diesem Jahr keinen Adventskalender gibt...

Eine Schneeflocke.
Foto: A. Mack
Hallo Buchlinge,

an dieser Stelle gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht für euch. Die schlechte zuerst: In diesem Jahr wird es hier erstmals keinen Adventskalender geben.
Und nun die gute Botschaft: Dafür erwartet euch an jedem Adventssonntag eine Geschichte. Außerdem könnt ihr an jedem Adventssonntag etwas gewinnen. 
In diesem Beitrag erzähle ich euch, wie es zu der Planänderung kam, welche weihnachtlichen Beiträge hier im Dezember online gehen werden und welche Adventskalender euch in der Buchblogger*innen oder Booktuber*innen Szene sonst noch erwarten. Also beginnen wir von vorne. 


In diesem Jahr ist alles anders...
Buchlinge, diejenigen unter euch, die hier nicht nur wegen des Adventskalenders vorbeischauen, haben den Prozess meiner diesjährigen Adventskalender Planung bereits mitbekommen. Eigentlich wollte ich pünktlich zur Weihnachtszeit mit meinem ersten Selfpublishing Projekt vertreten sein. Und zwar einem Adventskalender mit vierundzwanzig Kapiteln. Allerdings habe ich ziemlich unterschätzt, dass ich mir nicht mal eben so eine Geschichte aus dem Ärmel schütteln kann.
Da ich den Adventskalender im letzten Jahr im Juli buchstäblich in einem Rutsch heruntergeschrieben habe, dachte ich mir, dass es zeitlich reichen müsste, mit dem Projekt im Juli zu beginnen. Was ich nicht bedacht hatte war, dass ich im vergangenen Jahr viel mehr Zeit hatte. Natürlich habe ich auch hier an meiner Bachelorarbeit geschrieben. In diesem Jahr habe ich aber auch eine Maßnahme, die mich zwei bis drei mal die Woche für vier bis sechs Stunden beanspruchte.

In meiner Freizeit habe ich also nicht nur Beiträge für den Blog geplant, sondern auch fleißig an meiner Bachelorarbeit geschrieben. Irgendwann war dann der Punkt erreicht, an dem ich zum einen auch mal Feierabend haben wollte und zum anderen auch ein schlechtes Gewissen bekam, weil ich wusste, dass ich meine literarischen Ziele für dieses Jahr absolut nicht erreichen werde. 


Die Warum es in diesem Jahr keinen Adventskalender gibt-Geschichten 
Als feststand, dass ich es auf keinen Fall schaffen würde, den Adventskalender veröffetlichungstauglich fertigzustellen, stand für mich fest, dass ich die Idee dennoch behalten und einfach im nächsten Jahr umsetzen werde. Dennoch wollte ich euch in diesem Jahr zumindest etwas Kleines zum Lesen schenken. Da kam die Grafikerin ins Spiel. Als ich ihr irgendwann von dem Chaos berichtete, schlug sie vor: Mach doch Geschichten unter dem Motto: Warum es in diesem Jahr keinen Adventskalender gibt... 
Und schon begann es wieder in mir zu arbeiten. Zwei der Geschichten sind bereits geschrieben. Deswegen gehe ich mal fest davon aus, dass ihr an jedem Adventssonntag etwas lesen werdet. Da ich das Ende des Vierteilers selbst noch nicht kenne, gibt es in diesem Jahr keinen Klappentext für euch. Wir lassen uns einfach alle überraschen.

Die Übersicht: Da in der Weihnachtszeit auch andere Beiträge online gehen werde ich die Geschichten hier verlinken, damit ihr nicht den Überblick verliert.
Erster Advent (geht am 01.12. um 00:00 Uhr online).
Zweiter Advent
Dritter Advent
Vierter Advent 


Weihnachtliches auf dem Blog und das diesjährige Weihnachtsgewinnspiel
Wenn ihr euch aber dennoch nach einem Adventskalender sehnt und ihr die Adventskalender der vergangenen Jahre noch nicht kennt, habe ich hier eine kleine Übersicht für euch:
Findet mich - Der literarische Adventskalender (von 2018)
Zwölf Charaktere - Zwölf Geschichten (von 2017)
Weihnachten im Jahre... (von 2016)
Ein Getränk (von 2015)

Außerdem habe ich in den letzten Jahren ein paar weihnachtliche Hörbücher gehört, die ich euch aufgrund der jährlich stattfindenden Adventskalender nicht vorstellen konnte. Unter der Woche erwarten euch also Hörbuchempfehlungen, die sich für die Weihnachtszeit eignen.
Letztes Jahr feierte mein Podcast Special Hörbücher für die Weihnachtszeit Premiere. Allerdings habe ich die Folgen, ebenfalls aufgrund der Adventskalender Türchen im letzten Jahr nicht hier auf dem Blog verlinkt. Die Verlinkung führt euch also direkt zu meinem YouTube Kanal.
Das werde ich in diesem Jahr ändern. Die Reihe wird nämlich fortgesetzt. Das heißt, ihr bekommt am Sonntag nicht nur eine Geschichte zu lesen, sondern könnt auch eine Podcast Folge mit weihnachtlichen Hörbuchtipps hören. Die Titel werden sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form rezensiert.

Als Wiedergutmachung und weil ich von monerl inspiriert wurde, verbinde ich die diesjährige Weihnachtsaktion mit einem Gewinnspiel. In Kombination mit jeder Geschichte werde ich jeweils zwei Bücher und zwei Hörbücher aus meinem Fundus verlosen. Am Ende jeder Geschichte stelle ich euch die zu verlosenden Titel kurz vor. Wenn ihr Interesse an dem Titel habt, schickt ihr mir einfach eine E-Mail und schreibt den Titel in den Betreff für den ihr euch interessiert. 

Teilnahmebedingungen im Überblick: 
  • Wenn Du Dich für einen der zu verlosenden Titel bewerben möchtest, schickst Du mir eine E-Mail an EmmaZecka(at)gmx.de und schreibst den Titel für den Du Dich bewerben möchtest, in den Betreff der E-Mail. 
  • Du darfst Dich auch für mehrere Titel bewerben. 
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
  • Der Einsendeschluss für alle Bewerbungen ist der 29.12.19 um 23:00 Uhr. Die Gewinne werden dann Anfang Januar verschickt. 
  • Unter allen gültigen Einsendungen werden die Gewinner*innen durch ein Losverfahren ermittelt.
  • Falls Du gewonnen hast, werde ich Dich per E-Mail benachrichtigen. Daher werde ich Deine E-Mailadresse in meinem Postfach speichern, solange das Gewinnspiel läuft. Wenn Du zu den Gewinner*innen gehörst, benötige ich Deine Adresse, um Dir den Gewinn zuzuschicken. Deine E-Mailadresse sowie Deine Anschrift werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nach Versenden des Gewinnes wieder gelöscht. 
  • Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, um am Gewinnspiel teilnehmen zu können. Falls Du noch nicht volljährig bist, benötige ich eine Einverständniserklärung Deiner Eltern, oder sonstigen Erziehungsberechtigten. 
  • Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt, oder umgetauscht werden. 
  • Freunde, Verwandte, oder Freunde von Freunden dürfen selbstverständlich an dem Gewinnspiel teilnehmen. 
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel stimmst Du den Teilnahmebedingungen zu. 
Ich hoffe natürlich, dass euch die Titel gefallen werden. 


Übersicht der Adventskalender anderer Blogger*innen 
An dieser Stelle möchte ich mich bei den vielen Twitternutzer*innen bedanken, die meinen Tweet, in dem ich nach Adventskalendern anderer Blogger*innen fragte, fleißig geteilt haben und mir einige der Aktionen empfohlen haben, die ich euch nun hier vorstellen werde.

Steffi von angeltearz gibt in ihrem Adventskalender dreiundzwanzig Autor*innen die Möglichkeit sich vorzustellen. Außerdem soll sich hinter manchen Türchen wohl ein Gewinnspiel verstecken. Die Türchen gibt es in Form von täglichen Blogbeiträgen. Wie es sich für einen ordentlichen Adventskalender gehört, wird an jedem Tag ein Beitrag online gehen. Das Weihnachtstürchen gestaltet Steffi dann selbst.

Mona von Tintenhain veranstaltet bereits zum achten Mal einen Adventskalender mit anderen Blogger*innen. In diesem Post stellt sie die Aktion vor und erzählt euch, wer den Kalender in diesem Jahr mitgestaltet. Der Übersichtspost ist grafisch gestaltet. Wenn ihr also einen Screenreader nutzt, empfehle ich euch entweder die im Ankündigungspost verlinkten Blogs zu besuchen, oder jeden Tag einen Blick auf die Facebook Seite (ebenfalls im Ankündigungspost verlinkt) zu werfen. Alle anderen finden die Übersicht unter diesem Link.

Eva-Maria Obermann startete in diesem Jahr die Aktion #WirlesenFrauen, mit dem Ziel, die Literatur von Autorinnen mehr ins Gespräch zu bringen. In diesem Jahr lud sie Autorinnen ein, den #WirlesenFrauen-Adventskalender mitzugestalten. Sie bekam so viele Anfragen, dass dieser Kalender sogar bis Anfang 2020 reicht, was mir sehr gut gefällt, weil so keine Autorin abgelehnt werden musste. In diesem Beitrag erfahrt ihr, auf welchen Kanälen ihr die Beiträge findet und wie das Ganze abläuft.

Ariana von Mein (Hör)buchtagebuch hat keinen klassischen Adventskalender, sondern eine tolle, weihnachtliche Aktion im Gepäck, die schon seit ein paar Jahren auf ihrem Kanal stattfindet. Hier geht es darum, die Vorweihnachtszeit zu genießen und sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Die Bloggerin möchte dafür in diesem Jahr wieder die Adventswochenenden nutzen und uns am Wochenende auf ihrem Blog davon erzählen. Für die Twittermenchen unter euch: Schaut doch gerne mal unter dem #ArianasAdventslesen vorbei.

Der erste Adventskalender in Videoform, den ich verfolgt habe, war die Vlogmas Aktion der Autorin Adriana Popescu. Im letzten Jahr wurde hier sogar ein neuer Stuttgarter Kommissar geboren. Ich bin schon ziemlich gespannt, was uns dieses Jahr erwartet. Dieser Adventskalender ist wahrscheinlich vor allem für die Fans der Autorin gedacht. Aber es könnte auch eine gute Möglichkeit sein, die Autorin etwas besser kennenzulernen.

Franzi vom YouTube Kanal DieBücherseelen erzählt uns ebenfalls täglich von ihren Weihnachtsvorbereitungen. Und vielleicht gibt es in ihrem Adventskalender auch den ein oder anderen Special Guest. Lasst euch also überraschen.


Und Du? 
Natürlich hoffe ich, dass Du auch in diesem Jahr wieder Zeit und Lust auf ein paar weihnachtliche Geschichten von mir hast. Mich interessiert:

Weißt Du schon, wie Du die Vorweihnachtszeit verbringen wirst?
Bist Du bei einer der vorgestellten, weihnachtlichen Aktionen dabei?

Donnerstag, 28. November 2019

Meine Erlebnisse bei der lit.Love 2019 in München



gelbe Fläche, die mit einem
Reißverschluss aufgezogen wird.
Heraus schaut eine große
Menschengruppe.
Foto: A. Mack 
Hallo Buchlinge,

Anfang November war ich für ein Wochenende in München und habe die lit.Love, das Lesefestival der Verlagsgruppe RandomHouse besucht. Leider komme ich erst heute dazu, euch von der Veranstaltung zu berichten. 
Auch diesmal werde ich meinen Bericht ähnlich aufbauen, wie den Beitrag zur Frankfurter Buchmesse 2019. Ich erzähle euch von den Veranstaltungen, die mir gut gefallen haben und von denen ich mir etwas mehr erhofft hätte. (Allerdings ahne ich, dass es in dem Fall darauf hinausläuft, dass ich euch doch von fast allen Terminen erzähle...). 


Der Countdown und meine Planung 
Schon mein erster Besuch in München fand ohne das Ge(h)folge statt. In diesem Jahr habe ich mir erstmals eine Assistenz organisiert, die mich nach München begleitete. Wenn ihr mehr über das Thema Assistenz wissen wollt z.B. wie ich meine Assistenz gefunden habe und wie ich sie finanziert habe, gebt Bescheid, dann schreibe ich darüber einen eigenen Artikel und erwecke meine Ge(h)brechen-Rubrik somit wieder zum Leben. 

In diesem Jahr wollte ich schon am Freitag anreisen, damit wir am Samstag entspannt und vor allem ausgeschlafen zur Veranstaltung kamen. Wir haben um die Ecke von der Verlagsgruppe RandomHouse übernachtet und konnte somit zu Fuß zum Verlag laufen.


Allgemeines über die Veranstaltungen 
Das Programm der lit.Love setzt sich aus drei bis vier Veranstaltungsreihen zusammen, die parallel stattfinden. In der Regel dauern die Veranstaltungen 45 Minuten oder eine Stunde. Manche Termine sind aber auch nach einer halben Stunde vorbei. 

Foto von Lit.Love 

TALK: Hierunter versteht der Veranstalter Diskussionsrunden. Hier diskutieren mehrere Autor*innen oder Verlagsmitarbeiter*innen über ein bestimmtes Thema.
Workshop: Wie der Name schon sagt, sollen die Teilnehmer*innen hier auch etwas praktisch durchführen können. Allerdings hängt der Praxisanteil von den Referent*innen des Workshops ab. 
Lesung: Auch hier ist der Name bereits selbsterklärend. Je nach Autor*in wurde mal mehr, mal weniger aus dem aktuellen Werk gelesen.
Meet & Greet: Hierbei handelt es sich um eine Art Autogrammstunde. Die Autor*innen bekamen einen Tisch im Foyer zugeteilt. Die Interessent*innen konnten sich dann anstellen und vor Ort Fotos mit den Autor*innen machen, sich kurz mit ihnen unterhalten oder mitgebrachte bzw. frisch gekaufte Bücher signieren lassen. Angedacht war, dass ein/e Autor*in je eine halbe Stunde im Foyer war. Allerdings wurde in diesem Jahr auch kurzfristig ein zweiter Tisch dazugestellt, damit niemand unverrichteter Dinge weggeschickt werden musste.

Da ich mir vorgenommen habe, in nächster Zeit keine Bücher mehr zu lesen - mehr dazu im Jahresrückblick - setzte sich mein Terminplan größtenteils aus Diskussionsrunden zusammen. Da die Veranstaltung schon eine Weile her ist, berichte ich an dieser Stelle nicht von jedem Termin.


TALK - Die Diskussionsrunden 
An dieser Stelle habe ich ein kleines Best Of für euch. Da die Veranstaltung schon ein bisschen her ist, kann ich mich nicht im Detail an alle Termine erinnern. Daher gibt es hier eher eine allgemeine Zusammenfassung.

Freundschaften im Liebesroman 
Das war mein erster Termin bei der lit.Love. Hier sprachen die Autorinnen Adriana Popescu, Anne Freytag, Manuela Inusa und Meike Werkmeister über Freundschaften im Allgemeinen und natürlich auch in ihren eigenen Büchern.
Es stellte sich sehr schnell heraus, dass Freundschaft im Liebesroman für alle Autorinnen eine wichtige Rolle darstellt. Anne Freytag meinte, dass es für sie beim Liebesroman nicht um die klassische Paarbeziehung an sich gehe, sondern man den Liebesroman auch als Freundschaftsroman definieren könne, da man Freunde ja auch liebe. Diese Definition hat mir sehr gut gefallen, weil ich mich auch nicht als klassische Liebesroman-Leserin sehe, mit dieser Definition aber etwas anfangen kann.
Als es um die eigenen Freundschaften der Autorinnen ging, stellte sich heraus, dass Anne Freytag und Adriana Popescu viele wichtige Freunde erst in den letzten Jahren gefunden haben und das es noch wenige Freunde gibt, die sie noch aus der Schulzeit kennen. Zudem ist es wichtig, die Onlinefreunde nicht mit den realen Freunden zu verwechseln. So meinte Adriana Popescu beispielsweise scherzhaft, dass es zwei Arten gibt, herauszufinden, wer wirkliche Freunde sind: 
Möglichkeit Nummer 1 ist den eigenen Geburtstag bei Facebook zu löschen, nur um zu schauen, wer an diesem Tag wirklich an einen denkt. 
Möglichkeit Nummer 2 ist, bei Facebook anzukündigen, dass ein Umzug bevorsteht. Adriana Popescu beschrieb, dass sich unter so einem Post viele fleißige Helfer*innen ankündigen, die alle kurz vor knapp aus verschiedenen Gründen absagen. Die Leute, die dann am besagten Tag wirklich kommen, sind dann die wahren Freunde, die man zum Dank dann zum Essen einladen könnte.

Bei dieser Diskussion durften natürlich auch Fragen zum Alltag als Autorin nicht fehlen. So wurde die Frage gestellt, ob die Autorinnen lieber zu Hause oder im Cafe schreiben. Anne Freytag war, soweit ich mich erinnern kann, die Einzige, die ihr Glück eine Zeit lang im Cafe versuchte. Allerdings fiel sie hier sehr schnell auf... Warum? Das bleibt ein kleines Geheimnis, das ich nicht vorwegnehmen möchte, falls die Autorin diese Geschichte bei einer Lesung erzählen will. Die Geschichte sorgte jedenfalls für viel Gelächter. Die anderen Autorinnen haben ein eigenes Homeoffice und somit ein klassisches Arbeitszimmer.
Was die Art der Planung betrifft, unterscheiden sich die Autorinnen: Anne Freytag und Adriana Popescu gehören zu den Autorinnen, die sich beim Schreiben von der Geschichte überraschen lassen. Zum Schluss steht bei beiden nicht immer das im Roman, was auch im Expose steht. Meike Werkmeister und Manuela Inusa gehören hier zu den Planerinnen. Es wurde also deutlich: Beide Wege können in den Verlag führen.

Diese Veranstaltung habe ich hauptsächlich wegen den Autorinnen Anne Freytag und Adriana Popescu besucht. Inzwischen wisst ihr mit Sicherheit, dass ich bereits einige Titel der beiden Autorinnen gelesen habe. Es ist allgemein bekannt, dass die beiden Autorinnen eine enge Freundschaft verbindet. Bisher konnte ich leider noch keine Veranstaltung besuchen, in der die beiden im Doppelpack anzutreffen sind. Bei der Diskussionsrunde wurde für mich schnell deutlich, wie gut sich die beiden verstehen. Wenn eine der beiden auf eine Frage antwortete, ließ es sich die andere nicht nehmen, einen Kommentar beizusteuern. Und dieser zeigte meist, wie gut sie sich kennen.
Manuela Inusa und Meike Werkmeister waren eher etwas ruhiger, sodass mir die Interaktion zwischen den vieren etwas fehlte. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich keinen optischen Überblick über die Runde hatte und somit nicht einschätzen kann, ob nonverbal viel Kommunikation zwischen den vieren stattfand. Der Moderator sorgte aber gut dafür, dass die beiden Autorinnen auch zu Wort kamen.

Bild von der Hörverlag
Making of: The Mister (Hörbuch und Buch) 
The Mister ist der bis dato aktuelle Roman von E. L. James, die viele von euch wahrscheinlich nur als die Autorin der Shades of Grey-Reihe kennen. Eine Reihe, die mich persönlich überhaupt nicht interessiert. Allerdings wollte ich unbedingt zu dieser Veranstaltung, da man hier nicht nur über die Herstellung des Buches, sondern auch über die Hörbuchproduktion sprechen würde. Zudem waren die Sprecher*innen des Hörbuches anwesend.
Vor Ort fand eine Livelesung statt, da die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt wird. Obwohl mich der Inhalt der Geschichte überhaupt nicht ansprach, war ich von der Lesung von den Sprecher*innen Regina Gisbertz und Matthias Scherwenikas sehr begeistert. Sie harmonieren gut und haben ihre Charaktere gekonnt dargestellt. Die Lesung war für mich wieder ein Beweis dafür, dass ich ein Hörbuch, das mich inhaltlich nicht ganz anspricht, durchaus zu Ende hören würde, wenn die Hörbuchgestaltung gut ist.

In der Diskussion wurden zwei Aspekte herausgearbeitet, die mich überraschten: Die Lektorin des Goldmann Verlages Barbara Heinzius erzählte, dass E. L. James kürzlich beschlossen hatte, einen Titel zu veröffentlichen. Hieraus hatte sie ein großes Geheimnis gemacht, da es eine Überraschung für ihre Fans sein sollte. (Ich war mir nicht ganz sicher, ob es sich bei besagtem Titel um The Mister handelte, oder ob es hier um einen anderen Titel ging). Die Autorin verkündete erst ein oder zwei Tage vor dem Erscheinungstermin, dass es den Titel wirklich gab. Das brachte die internationalen Verlage, bei denen die Autorin veröffentlichte, natürlich unter massiven Zeitdruck. Barbara Heinzius erzählte, dass sich viele Leser*innen den Titel in der Originalausgabe kauften, wenn die deutschsprachige Ausgabe nicht zeitnah erscheint. Damit gehen dem Verlag Geld und Leser*innen verloren. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Mitarbeiter*innen unter Zeitdruck eine Buch- und Hörbuchausgabe umsetzen müssen. (Hier geschah das innerhalb von drei Monaten). Mir war nicht bewusst, dass solche spontanen Überraschungen jede Menge Stress für Mitarbeiter*innen bedeuten können. Mir war bewusst, dass es im Verlag immer mal wieder Spitzentitel gibt, die kurzfristig ins Programm geschoben werden. Allerdings wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass das gleichzeitig mit Stress und womöglich Überstunden verbunden sein kann.
Kommen wir nun zu der zweiten Sache, die mich überraschte. Susa Willems, Lektorin bei der Hörverlag und Barbara Heinzius kommunizieren, obwohl sie auf demselben Gelände arbeiten, hauptsächlich per Mail und - wenn es schnell gehen muss - auch schon mal per Telefon. Bei meinen Terminen mit Verlagsmitarbeiterinnen von der Hörverlag und RandomHouse Audio wurde in Nebensätzen immer wieder von Konferenzen gesprochen. Ich war bisher also davon ausgegangen, dass sich die Mitarbeiter*innen von Buch- und Hörbuchverlagen in regelmäßigen Abständen treffen, um im persönlichen Gespräch Absprachen treffen zu können.

Sharing is caring: Wie positionieren Autor*innen ihre Titel online? 
Diese Runde setzte sich aus den Autorinnen Adriana Popescu, Meike Werkmeister und Persephone Haasis zusammen, die darüber sprachen was ihnen in der Kommunikation mit Buchblogger*innen wichtig ist. Außerdem erzählte Booktuberin Josephine Wismar, was sie sich von Autor*innen wünscht.
Hier wurde deutlich, dass Social Media zwei Seiten hat: Meike Werkmeister und Persephone Haasis genießen die positiven Seiten von Social Media. Sie freuen sich darüber, wie ihre Titel, insbesondere auf Netzwerken wie Instagram, inszeniert werden und genießen auch den Austausch mit den Leser*innen. Adriana Popescu hingegen hat erstmals negative Erfahrungen mit Social Media Kanälen gemacht und beschlossen, sich eine Auszeit zu gönnen. Dennoch betont sie, dass sie nicht ganz offline ist. Man kann sie nach wie vor über ihre Website oder ihre Facebook Seite erreichen.
Schön fand ich, dass es bei dieser Diskussion auch viel Raum für Fragen aus dem Publikum gab. So meldete sich beispielsweise eine Autorin, die berichtete, dass ihr Verlag Rezensionsexemplare an Blogger*innen verschickt hatte, sie aber bis heute noch auf die Rezensionen warte. Hier war unklar, ob es einfach daran lag, dass die Blogger*innen ihre Aufgabe in dem Fall nicht ernst nahmen, oder einfach keine Zeit war, den Titel bereits zu besprechen. Die Autorin war hier natürlich verunsichert. Josephine Wismar stellte aber klar, dass dieses Verhalten eine Ausnahme darstellt und - wenn keine Rezension erfolgt - der/die Blogger*in auch keine weiteren Titel vom Verlag erhalten würden.

Natürlich kam auch wieder die Frage auf, was man tun müsse, um Teil der Blogger*innen Community zu werden. Josephine Wismar meinte, dass man schnell Teil der Gruppe werde, in dem man mit Anderen agiere. Hier habe ich andere Erfahrungen gemacht und ärgerte mich im ersten Moment, dass sie wieder von der Community spricht, die es meiner Meinung nach aber nicht gibt. Einen Atemzug später wurde mir aber bewusst, dass sie aber genau diese Erfahrungen gemacht hat: Durch Interaktion schnell Teil einer Gruppe geworden zu sein. Von daher ist es völlig legitim, wenn sie diesen Rat auch weitergibt, da es bei ihr ja funktioniert hat.


Workshop und Meet&Greet 
In diesem Jahr standen auch ein Workshop und ein Meet & Greet auf dem Programm, von dem ich euch nun erzählen möchte.

Am Anfang war das Wort: Workshop zum Thema Dialoge schreiben 
Der Workshop wurde von Lucinde Hutzenlaub veranstaltet, die ich dank Ankas Geblubber kennenlernen durfte. Anka hat bereits ein paar Romane der Autorin gelesen und ihren Follower*innen bereits von den Titeln vorgeschwärmt. Da dachte ich mir, dass ich von Lucinde Hutzenlaub sicher noch etwas lernen könnte.
Der Gedanke hinter dem Workshop war ziemlich gut: Zuerst brachte die Autorin einen kleinen Input mit. Sie las uns einen Dialog vor, der haarsträubend gestaltet war. Wir wussten weder wer gerade spricht, noch was eigentlich der Konflikt der Szene war. Lucinde Hutzenlaub zeigte uns anhand dieser Szene, wie man den Dialog übersichtlich gestalten könnte. So spielte sie vor allem mit Begleitsätzen, welche die Emotionen der Charaktere besser hervorheben sollten und vor allem klarstellten, wer gerade spricht.
Allerdings wollte die Autorin auch praktisch mit uns arbeiten. So forderte sie uns zuerst auf, uns einen Charakter auszudenken. Hierbei gab es keine Vorgaben. Bei meinem Charakter habe ich einen Namen, das Alter, Aussehen und eine Charaktereigenschaft überlegt.
Danach sollten wir uns in Zweiergruppen zusammentun. Die Autorin verteilte jeweils zwei Zettel, die miteinander befestigt waren. Hier waren unterschiedliche Situationen beschrieben, die innerhalb eines Dialoges zum Konflikt führen sollten.
Unklar war hier aber, ob wir den bereits ausgedachten Charakter in den Dialog einbauen sollten und wie wir das Ganze gestalten sollten. Meine Partnerin und ich probierten es mit einer sehr abgeschwächten Version des Improtheaters. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass das funktionierte. Mir fehlte hier die Struktur an der ich mich orientieren konnte. Erst, als wir den Dialog dann auf Papier festhielten, wurde mir klar, an welcher Stelle der Konflikt einsetzen konnte. Natürlich war mir der Konflikt bei der mündlichen Ausgabe bewusst, aber es fehlte noch an Dynamik.
Als die Texte zum Schluss vorgelesen wurden, kamen ebenfalls unterschiedliche Ergebnisse zustande: Einige Teilnehmer*innen hatten gleich eine ganze Szene geschrieben, was mir verdeutlichte, dass auch eine Definition von Dialog fehlte und offenbar unklar war, ob das Drumherum des Dialoges auch beschrieben werden sollte. Wir hatten uns hauptsächlich auf den Dialog konzentriert, also die wörtliche Rede von Charakteren.

An sich war ich zwar froh, dass wir bei dem Workshop keinen einstündigen Vortrag zu hören bekommen hatten, sondern auch schreiben durften. Andererseits fehlte mir bei der Schreibübung die Struktur. Das Ärgerliche war hier, dass der Grundgedanke der Autorin ja interessant war und sie, was das Material betrifft, auch sehr gut vorbereitet war. Aber ich hatte den Eindruck, dass ihr die Übung in der Anleitung von Schreibübungen fehlte.

Funfact: Ich lerne zufällig eine Lektorin kennen 
Interessant war für mich, dass meine Partnerin als Lektorin bei der Verlagsgruppe RandomHouse arbeitete und ich so spontan absolut unbeabsichtigt das erste Mal mit einer Lektorin ins Gespräch kam. Meine Assistenz und ich dachten zuerst, dass sie bei der Übung ohne Partnerin da gestanden hätte. Später stellte sich aber heraus, dass sie als Mitarbeiterin vor Ort war und für den Einlass des Raumes zuständig war und darauf achten sollte, dass der zeitliche Rahmen der Veranstaltung eingehalten wurde. 
Als ich dann erfuhr, dass sie Lektorin in einem der Verlage war, musste ich natürlich sofort eine Frage loswerden. Mich interessierte nämlich, wie sie es schaffte, Titel zu lektorieren, die sie persönlich nicht interessierten. Hier überraschte mich ihre Antwort: Sie meinte, dass der Verlag natürlich mit einem kaufmännischen Interesse handeln und das einkaufen müsse, was gerade gefragt sei. Allerdings funktioniert das nur, wenn sich die Lektor*innen auch für die Geschichte begeistern können. Ich war bisher davon ausgegangen, dass Lektor*innen immer wieder Titel lektorieren müssten, die sie privat nie lesen würden, die aber aktuell gefragt seien. Es freute mich, dass ich mit meine Vermutung offenbar falsch gelegen habe.

Adriana Popescu und ich
Alle guten Dinge sind zwei: Treffen mit Adriana Popescu 
Einer der Hauptgründe warum ich in diesem Jahr unbedingt zur lit.love wollte war der, dass ich wusste, dass Adriana Popescu vor Ort war. Die Autorin hat das geschafft, wovon ich aktuell noch träume: Sie wurde als Selfpublisherin von einem Verlag entdeckt, ist inzwischen bei einer Literaturagentur unter Vertrag und veröffentlicht ihre Romane nicht nur bei großen Publikumsverlagen, sondern seit Anfang des Jahres auch unter dem offenem Pseudonym Adriana Jakob wieder als Selfpublisherin. 
Da ich ja immer noch in meiner Jugendbuch Planung stecke, die dank der Abgabe meiner Bachelorarbeit jetzt wieder mehr Gestalt annimmt, gab es ein paar Dinge, die ich die Autorin unbedingt fragen wollte. So arbeitete sie für zwei Romane auch mit Sensitivity Readern zusammen, also Leuten, die eine Expertise in einem bestimmten Themenbereich mitbringen. Hier interessierte mich, wie sie diese Zusammenarbeit gestaltete: An welchen Punkten braucht es die Erfahrung der Sensitivity Reader und wo ist die schriftstellerische Freiheit gefragt? 
Ich hatte das Glück am ersten Tag der lit.Love etwa fünfzehn Minuten mit der Autorin reden zu können. Glück deswegen, weil es sich bei der lit.Love zwar um eine kleinere Veranstaltung handelt, das aber nicht bedeuten muss, dass es nicht viele Menschen gibt, die vor Ort etwas von der Autorin wollen. 
Hier empfahl sie mir in Bezug auf Sensitivity Reading, Interviewfragen zu erarbeiten, aber immer im Hinterkopf zu behalten, dass es immer Leser*innen geben wird, die einen Themenbereich anders erleben. Ich habe das Gespräch sehr genossen, da ich Adriana Popescu sonst eher online erlebe und der Austausch durch die vorübergehende Social Media Auszeit aktuell etwas weniger geworden ist. 
Außerdem wollte ich mich am Sonntag beim Meet & Greet für ein Foto anstellen. Wie ihr oben sehen könnt, kamen wir noch dran. Ich habe mich übrigens tierisch gefreut, dass beim Meet & Greet so viel los war, dass es sogar etwas in die Verlängerung gehen musste. 


Die Lesungen 
Bei der lit.Love gab es dann eben doch zwei Lesungen, die mich neugierig machten, wobei ich den einen Titel, aus dem gelesen wurde, bereits kannte. 

Bild von der Hörverlag
Sterne sieht man nur im Dunkeln von Meike Werkmeister 
Hier hat mich vor allem der Titel angesprochen. Da die Autorin auch bei einigen Diskussionsrunden dabei war, wurde ich zudem immer neugieriger auf die Lesung. In der Geschichte geht es um Anni, die sich eine Auszeit auf Norderney, ihrer alten Heimat, gönnt, um herauszufinden, was sie im Leben wirklich will. 
Als ich für diesen Beitrag recherchiert habe, war meine Freude ziemlich groß, als ich herausgefunden habe, dass der Titel ungekürzt bei der Hörverlag erschienen ist. Gelesen wird das Hörbuch von Anna Carlsson. 
Zur Lesung brachte Meike Werkmeister Sängerin und Songwriterin Julia Kautz mit, die auch an beiden Tagen in der Mittagspause ein paar Lieder aus ihrem Programm spielte. Beide sind seit ein paar Jahren befreundet. Da ein Lied der Sängerin eine wichtige Rolle in dem Roman spielt, gestalten die beiden die Lesung gemeinsam und sind auch mit dem Programm auf Tour. Meike Werkmeister meinte scherzhaft, dass wir nur einen kleinen Ausschnitt zu hören bekommen. 

Meike Werkmeister
und Julia Kautz.
Foto: A. Mack 
Was mir bei der Lesung sehr gut gefallen hat, war die Mischung aus dem Lesen des Textes, dem Gespräch der beiden Frauen und der Musik. Die Szenen, die uns vorgelesen wurden, gaben einen guten Einblick in die Geschichte und die Konflikte, die uns dort erwarten. Meike Werkmeisters Schreibstil ist lebendig. Sie hat es geschafft, mich für einen kurzen Moment in ihren Roman eintauchen zu lassen und hat auch meine Neugier auf die Geschichte geweckt. 
Julia Kautz rundete die Veranstaltung mit ihren Liedern gut ab. Es hat mich sehr gefreut, dass sie nicht nur Teil der Lesung sein durfte, sondern ihre Lieder auch in der Mittagspause an beiden Tagen zum Besten geben konnte. 



Bild von cbj
Morgen, irgendwo am Meer von Adriana Popescu 
Ja, Buchlinge, wir wissen alle, dass ich den Titel bereits gelesen habe. Dennoch kam ich noch nie in den Genuss eine einstündige Veranstaltung mit Adriana Popescu zu besuchen. Außerdem finde ich es unglaublich schwierig über den Titel zu reden, ohne zu viel zu verraten. Deswegen interessierte mich auch, wie die Autorin die Lesung gestaltete. 
In Morgen, irgendwo am Meer geht es um vier junge Erwachsene, die sich mehr oder weniger freiwillig auf einen Roadtrip begeben. Diesmal wird die Geschichte nicht, wie bei Adriana Popescus vorherigen Jugendbüchern, aus zwei Perspektiven erzählt, sondern aus vier Perspektiven. 
Die Autorin stellte uns bei der Lesung fast alle Charaktere vor. Nebenbei gab es viele unterhaltsame Momente, kleine Insider, die sowohl neugierig auf den Roman machen konnten und denen, die ihn bereits kannten, ein Nicken oder Lächeln entlockten, kurze Dialoge mit Kollegin und Freundin Anne Freytag und auch Raum für jede Menge Fragen aus dem Publikum. 
Der Raum war wirklich gut gefüllt und ich hoffe, dass es bei der nächsten lit.Love auf der die Autorin zu Gast ist, vielleicht sogar ein größerer Raum zur Verfügung steht. 


Mein Fazit 
Nach der Mittagspause überkam mich dann die Messemüdigkeit und ich freute mich insgeheim auf einen ruhigen Platz im Zug und mein eigenes Bett in der Heimat. 

Großes, leuchtendes
Bücherregal, das im
Eingangsbereich der
Verlagsgruppe
RandomHouse steht. 
Mein zweiter Besuch beim Lesefestival hat mir sehr gut gefallen. Obwohl ich nicht zu den klassischen Liebesroman Leserinnen gehöre, konnte ich etwas von den Veranstaltungen mitnehmen und bin froh, dass auch historische Romane, Jugendbücher und Fantasy Titel, bei denen die Liebesgeschichte nicht unbedingt im Vordergrund stehen, beim Festival vorgestellt wurden. 


Und Du? 
Warst Du ebenfalls in München? 
Wie hat Dir die lit.Love gefallen? 

Montag, 25. November 2019

[Buchclub] #TeamTräume: Kleine Stadt der großen Träume

Hierbei handelt es sich um einen der Titel, die wir gemeinsam im Buchclub gelesen haben. In diesem Beitrag erfahrt ihr, worum es im Buchclub geht und wie ihr mitmachen könnt. 
Diese Rezension stellt gleichzeitig unseren Diskussionsbeitrag zu diesem Titel dar. Ihr seid also herzlich eingeladen, euch in den Kommentaren über Kleine Stadt der großen Träume auszutauschen. An dieser Stelle möchte ich euch aber bitten, Spoiler zu kennzeichnen. Meine Rezension ist spoilerfrei. 


Bild von Argon Verlag
Steckbrief
Name: Kleine Stadt der großen Träume (auch als Buch erhältlich) 
Autor: Fredrik Backman 
Verlag: Argon Verlag 
Geeignet für: Backman-Fans, Menschen, die gerne von Konflikten lesen, die aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden 
Gelesen oder gehört: gehört als gekürztes Hörbuch Download  
Sprecher: Heikko Deutschmann 
Bewertung: 4 von 5 Punkten 


Klappentext
(von Argon Verlag)

"Es ist nur ein Spiel, aber für Björnstadt kann es alles bedeuten. Die Menschen in dem kleinen Ort tief in den Wäldern haben viele Rückschläge hinnehmen müssen. Doch sie sind stark und leidenschaftlich wie Bären, und sie halten zusammen. Deshalb fiebern und träumen sie alle mit den Eishockeyjunioren, deren große Chance bevorsteht. Endlich wieder spüren, dass sie in Björnstadt etwas bedeuten, dass sie auch etwas gewinnen können! Nicht nur Freude und Selbstbewusstsein, vielleicht sogar neue Sponsoren und Arbeitsplätze, eine Zukunft. Noch ahnt niemand von ihnen, dass sich ihre Gemeinschaft bald für immer verändern wird."


Meine Meinung 
Als in unserer Buchclub Leserunde ein Titel von Fredrik Backman vorgeschlagen wurde, hoffte ich inständig, dass dieser Titel genügend Stimmen bekommen würde und wir uns nach dem Beenden der Geschichte über den Roman austauschen würden.
Nachdem ich bereits zwei Titel des Autors gehört hatte, glaubte ich zu wissen, was mich erwartete. Diesmal hat mich der Autor positiv überrascht und ist wohl auf dem besten Wege einer meiner Lieblingsautoren zu werden.

Fredrik Backman überraschte mich nämlich mit dem Inhalt seines Romanes. Ich rechnete nämlich damit, dass es wieder um eine*n Rentner*in gehen würde, die ihr Glück in der Welt suchen. Weit gefehlt würde ich sagen. Der Autor erzählt Kleine Stadt der großen Träume nämlich aus mehreren Perspektiven:
Wir lernen drei Spieler des örtlichen Eishockeyvereins kennen: Zwei von ihnen gehören zur Juniorenmannschaft und sind beste Freunde, seit sie denken können. Wenn sie das im Klappentext erwähnte Spiel gewinnen, winken Ruhm und Ehre und die Möglichkeit, in eine bessere Mannschaft zu wechseln.
Der dritte Eishockeyspieler gehört zum Nachwuchs. Er träumt davon, endlich bei den großen Jungs mitmischen zu dürfen. Als er eines Tages die Möglichkeit dazu bekommt, sich zu beweisen, scheint das Glück vollkommen. Doch dann wird er vor eine schwere Entscheidung gestellt.
Außerdem lernen wir die Familie des Vorstandes von Björnstadts Eishockeyverein kennen: Ehemann Peter, früher selbst Eishockeyspieler, muss sich der Frage stellen, ob er mit der Zeit gehen und Veränderungen im Verein einläuten möchte, oder ob er dazu beitragen will, dass doch lieber alles beim Alten bleibt. Seine Kinder durchleben den typischen Teenager-Kleinstadt Wahnsinn und rollen manchmal mit den Augen, wenn jede*r mit ihrem Vater nur über das Eishockey sprechen möchte.
Ihr lest: Ein chaotisch, idyllisches Kleinstadtleben mit vielen Perspektiven. Jede*r von ihnen erhofft sich etwas von dem Sieg der Eishockeyjunioren... Doch dann geschieht etwas, das die Idylle Björnstadts in Gefahr bringt.

Fredrik Backman verbreitet hier eine völlig andere Atmosphäre, als in den beiden vorherigen Romanen (Ein Mann namens Ove und Britt-Marie war hier), die ich bisher von dem Autor gehört habe. Zu Beginn der Geschichte berichtet er uns gleich vom Höhepunkt und rollt die Geschichte dann bis zur besagten Szene auf. Spannend war hier, dass wir wussten, dass die Geschichte auf das Ereignis zusteuert und wir nun erfahren würden, was dazu beigetragen hat, dass es soweit kommen konnte.
Obwohl Kleine Stadt der großen Träume überhaupt nicht gruselig wirkt, hat es mich entfernt doch an einen Thriller erinnert, weil sich die Situation im Ort unmerklich zuspitzt.

Der Autor überzeugte mich hier mit vielschichtigen Charakteren: Er greift auf Charaktere zurück, die sich in unterschiedlichen Lebenssituationen befinden. Zwischen ihnen liegen manchmal Welten und das obwohl alle aus demselben Ort stammen. Eishockey spielt im Leben jeden Charakters eine aktive bzw. passive Rolle. Die Entwicklung der meisten Charaktere war für mich gut herausgearbeitet. Nur manche Handlungen einzelner Charaktere konnte ich hier und da nicht ganz nachvollziehen, bzw. kam mir das Ende zum Schluss auch etwas zu schnell.
Was mir etwas Schwierigkeiten bereitet hat war der Wechsel zwischen den unterschiedlichen Perspektiven. Im nächsten Abschnitt werde ich ausführlicher darauf eingehen.

Es scheint zuerst so, als ob sich bei der Hörbuchgestaltung nicht viel verändert hätte: Auch diese Geschichte wurde gekürzt produziert und von Heikko Deutschmann gelesen. Genau wie bisher veröffentlichte Titel von Fredrik Backman.
Allerdings zeigt sich schnell, dass Heikko Deutschmann Kleine Stadt der großen Träume anders liest, als die bisherigen Titel des Autors. Während er bei Ein Mann namens Ove und Britt-Marie war hier verhältnismäßig langsam liest, weil jedes Wort gut betont werden will, liest er bei Kleine Stadt der großen Träume in einer normalen, fast schnellen Geschwindigkeit. Wir können direkt in die Geschichte eintauchen und hören nur vereinzelt, wenn der Sprecher langsamer wird, die Feinheiten und Doppeldeutigkeit, die Fredrik Backman in seinen Worten versteckt.
Heikko Deutschmanns neue Interpretation hat mir grundsätzlich gut gefallen. Allerdings waren mir die Übergänge zwischen den einzelnen Perspektiven teilweise etwas zu plötzlich und ich war hin und wieder etwas orientierungslos, wenn ich mich in einer neuen Perspektive befand. Dennoch hat mir die Interpretation des Sprechers gut gefallen, weil er es auch hier schafft, die richtigen Stellen der Geschichte in seiner Interpretation hervorzuheben und auch, das was zwischen den Zeilen der Dialoge passiert, gekonnt herausarbeitet. Das von mir beschriebene Problem ist also eher eine Art Meckern auf hohem Niveau.

Während sich Fredrik Backmans Schreibstil vor allem durch kurze Sätze auszeichnet, in denen sich das Wesentliche zwischen den Zeilen abspielt, versucht er sich hier aufgrund der Perspektiven an einem neuen Stilmittel. Das hat mir sehr gut gefallen, weil er so beweist, dass er Geschichten auf unterschiedliche Weise erzählen kann. Backman konzentriert sich hier vor allem auf die gesellschaftlichen Konflikte in Björnstadt und hebt diesmal hervor, welche Auswirkungen ein einziges Ereignis auf eine ganze Stadt haben kann. (Sonst konzentriert er sich ja meist darauf, wie das Leben eines Charakters verändert werden kann).

Gesamteindruck
Kleine Stadt der großen Träume hat mich wirklich positiv überrascht, weil ich nachdem ich zwei Romane des Autors beendet hatte, geglaubt habe, zu wissen, wie er seine Geschichten erzählt. Nun hat mich Fredrik Backman aber neugierig auf weitere Titel gemacht.
Der einzige Punktabzug in der Bewertung kam zustande, weil mir hier und da die Begründung für das Handeln mancher Charaktere gefehlt hat und ich bei einem Perspektivenwechsel Mühe hatte, mich in der neuen Perspektive zurechtzufinden. Wie bereits erwähnt handelt es sich hierbei aber eher um Luxusprobleme.


Frau, die uns über 
ein Buch hinweg anschaut. 
Um sieh erum ein Kreis in dem 
Buchclub steht.  
steht. Foto: A. Mack 

Und Du? 
Wie hat Dir Kleine Stadt der großen Träume gefallen?
Wer ist Dein Lieblingscharakter?


SPOILERFRAGEN: 
Was denkst Du darüber, dass Kevin mit einer Waffe bedroht wurde bzw. fandest Du das Handeln berechtigt?


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Dieses Hörbuch wurde mir vom Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Sonntag, 24. November 2019

Kia Kahawa braucht eure Unterstützung!

Hallo Buchlinge,

vor ein paar Tagen erreichte mich eine Mail von Kia Kahawa. Viele von euch können sich vielleicht noch an das Interview (Link führt zum Beitrag) erinnern, das mir die Autorin im Rahmen ihrer Crowdfunding Aktion zu ihrer Novelle Hanover's Blind gegeben hat. Das Buch konnte finanziert werden.
Nun hat die Autorin auch eine Hörbuchfassung zu ihrer Novelle produziert. Da sie hierür aber in Vorkasse gehen musste, möchte sie sich das Hörbuch ebenfalls über Crowdfunding gegenfinanzieren. 
Aber beginnen wir doch von vorne... 


Um was geht es in Hanover's Blind?
Die Geschichte erzählt von Adam, der hochgradig sehbehindert ist und sein Studium abgebrochen hat. Er sucht sein Glück in seiner neuen Wahlheimat Hannover. Kia Kahawa beschreibt ihre Novelle folgendermaßen: 

Abseits der Norm und der Erwartungen anderer wird [Adam] mit dem konfrontiert, was sein neues Leben so bietet. Dazu hat er die glorreiche Idee, seine Sehbehinderung zu verheimlichen und erwartet, dass ihn niemand wie einen Behinderten behandelt.Quelle: Das oben verlinkte Interview 
Ihr lest: Eine Novelle, die sehr viel Konfliktpotential mit sich bringt. 


Was hat es mit dem Hörbuch auf sich?
Die Hörbuchproduktion ist so gut wie abgeschlossen. Der Titel wurde ungekürzt von Micha Feuer eingelesen. Eine Hörprobe findet ihr auf der unten verlinkten Crowdfunding Seite. 
Unterstützer*innen können das Hörbuch während der Aktion als CD erwerben. Danach ist es ausschließlich als Download und zudem auch über gängige Streamingportale erhältlich.

Allerdings müssen nun die Kosten für die Produktion gedeckt werden. Kias Kooperationspartner*innen haben ihr hier einen Freundschaftspreis von insgesamt 700 Euro gemacht. Wenn über 700 Euro zusammenkommen sollen, werden diese an den Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverein e.V. gespendet. 


Warum ihr diese Aktion unterstützen solltet und wie ihr das tun könnt 
Nun fragt ihr euch wahrscheinlich, warum ihr diese Crowdfunding Aktion unterstützen solltet. Ich finde es wirklich super, dass sich Kia als Selfpublisherin auch Gedanken über eine Hörbuchausgabe gemacht hat. Viele Verlagsautor*innen träumen von Hörbuchausgaben von ihren Titeln. Allerdings gibt es hierfür keine Interessenten und das, obwohl sie einen Verlag im Hintergrund haben. 
Selfpublisher*innen müssen ihre Dienstleister*innen vorab bezahlen. Das heißt, dass hier sehr genau kalkuliert werden muss, in welche Richtung das eigene Geld ausgegeben wird. Das eine Hörbuchproduktion für viele Selfpublisher*innen nicht unbedingt zur wichtigsten Priorität gehört, ist für mich also vollkommen nachvollziehbar. 
Kia Kahawa zeigt aber, dass eine Hörbuchproduktion bei ihr Priorität hat. Und es würde mich daher unglaublich freuen, wenn genug Geld zusammenkommt, damit sie nicht auf den Ausgaben sitzen bleibt. 

Die Crowdfunding Kampagne läuft noch bis zum 02. Dezember. Unter diesem Link könnt ihr eine Spende da lassen und euch über mögliche Goodies informieren. 

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Mittwoch, 20. November 2019

Das Geschenk

Bild von Argon Verlag
Steckbrief 
Name: Das Geschenk (auch als Buch erhältlich) 
Autor: Sebastian Fitzek 
Verlag: Argon Verlag 
Geeignet für: Fitzek-Fans, Menschen, die gerne Psychothriller lesen 
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch 
Sprecher: Simon Jäger 
Bewertung: 4 von 5 Punkten 


Klappentext 
(von Argon Verlag

"Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann es nicht lesen – denn er ist Analphabet! Einer von über sechs Millionen in Deutschland. Doch er spürt: Das Mädchen ist in tödlicher Gefahr. Als er die Suche nach ihr aufnimmt, beginnt für ihn eine albtraumhafte Irrfahrt, an deren Ende eine grausame Erkenntnis steht: Manchmal ist die Wahrheit zu entsetzlich, um mit ihr weiterzuleben – und Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden.


Meine Meinung 
Meine Vorfreude auf den aktuellen Psychothriller von Sebastian Fitzek war groß. Bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse erzählte der Autor, dass sein Protagonist Milan Analphabet ist. Da interessierte mich natürlich brennend, wie er es schaffen würde, das Mädchen mit dem Zettel zu finden. 
An dieser Stelle weise ich euch darauf hin, dass ich das gekürzte Hörbuch gehört habe. Es kann also sein, dass die ein oder andere inhaltliche Kritik auf die ungekürzte Fassung nicht zutrifft. 

Inhalt 
Milan begegnet eines Tages einem Mädchen, das einen Zettel an eine Autoscheibe hält. Milan kann den Zettel aber nicht lesen, weil er Analphabet ist. Aber er hat ein fotografisches Gedächtnis und kann die Buchstaben mühelos nachzeichnen, obwohl er sich deren Bedeutung nicht bewusst ist. Doch wer ist das Mädchen? Was hat es mit dem Zettel auf sich? 

Sebastian Fitzek erzählt die Geschichte wieder aus mehreren Perspektiven. Zum einen erleben wir Das Geschenk größtenteils aus der Perspektive von Milan. Doch auch seiner Freundin Andra und dem Mädchen, dessen Zettel Milan entdeckt, sind ein paar Kapitel gewidmet. Sehr faszinierend fand ich, dass in jedem der Kapitel Hinweise versteckt sind und ich mich immer mehr fragte, wem Milan überhaupt trauen kann und ob die Geschichte für ihn ein gutes Ende nimmt. 
Was das Thema Analphabetismus betrifft, wirkt es so, als ob der Autor hier sehr gut recherchiert hat. ("Wirkt" deswegen, weil ich keine Analphabet*innen im Freundes- oder Bekanntenkreis habe und deswegen nicht beurteilen kann, ob das Thema gut umgesetzt ist). In Frankfurt bei der Buchmesse haben wir erfahren, dass Sebastian Fitzek für diesen Roman auf einen Sensitivity Reader, nämlich auf Tim-Thilo Fellmer zurückgriff, der ein ehemaliger Analphabet ist und heute Kinderbücher schreibt.

Spannend finde ich, dass dieser Psychothriller mit dem Thema Analphabetismus beworben wird, aber in der Geschichte nach und nach ein anderes Thema Raum einnimmt. Milans Analphabetismus scheint ein Symptom dieses Themas zu sein. Und hier kommen wir auch gleich zu meiner inhaltlichen Kritik: Dieser Wechsel von Analphabetismus als Hauptthema hin zur anderen Thematik war mir nicht schlüssig genug ausgearbeitet. Hier werden nämlich grundlegende Fragen aufgeworfen, die in der Geschichte selbst nicht beantwortet werden (können). Das hat mich dann etwas frustriert, weil wir als Hörer*innen an einer wesentlichen, wichtigen Geschichte wieder uns selbst überlassen werden. 

Die Charaktere in Das Geschenk waren ebenfalls sehr spannend, aber mir stellenweise nicht gut genug ausgearbeitet. Milan als Protagonist wirkt ruhelos und wünscht sich Antworten auf viele Fragen. Allerdings muss er sich, um diese Antworten zu bekommen, erst einmal auf eine Reise begeben. Obwohl Milan häufig impulsiv und teils auch aggressiv handelt, fand ich ihn als Protagonisten interessant und habe seine Handlungen nicht in Frage gestellt. 

Das Problem an den anderen Charakteren ist, dass ich nicht viel über sie schreiben kann. Gerade den einen Charakter, den ich nicht gut dargestellt finde, hat etwas mit dem oben beschriebenen zweiten Thema zu tun. Dennoch fehlte mir das Motiv dieses Charakters. Ich war mir nicht sicher, ob das fehlende Motiv an den Kürzungen des Hörbuches lag, oder ob es wirklich nicht vorhanden war. 

Ich bin diesmal ziemlich beeindruckt von der Hörbuch Gestaltung. Da audible schon seit Jahren die Rechte an den ungekürzten Hörbuchausgaben von Sebastian Fitzeks Romanen hat, ist der Argon Verlag vor die Herausforderung gestellt, inhaltliche Kürzungen an den Thrillern des Autors vorzunehmen, bei denen eigentlich jedes Detail wichtig ist.
Vor Jahren habe ich einen gekürzten Thriller von Sebastian Fitzek gehört und war ziemlich genervt, weil ich das Gefühl hatte, dass mir die halbe Geschichte fehlt. (Damals sind die Titel noch bei einem anderen Hörbuchverlag erschienen). Allerdings war es auch hier nur ein subjektives Empfinden und ich hatte keine Ahnung, ob ich Recht hatte. Dennoch schwor ich mir damals, dass ich niemals wieder einen gekürzten Thriller hören wollte.
Doch nachdem mir Fische, die auf Bäume klettern, was Anfang des Jahres erschien, schon gut gefallen hat, beschloss ich mein Glück wieder zu versuchen. Und was soll ich sagen? Ich hätte nie damit gerechnet, dass sch eine Geschichte, die auf gerade mal um die 360 Seiten erzählt wird, so gut kürzen lässt, ohne, dass ich das Gefühl habe, viel verpasst zu haben. Es gab gerade mal zwei Stellen, bei denen es mir so vorkam, als ob Informationen weggefallen sind:
Milan trifft auf einen Nebencharakter, der ihm Zitate aus deutschsprachigen Liedern nennt. Milan muss dann das Lied und den Interpreten erraten und außerdem benennen, welche Formulierung den Nebencharakter hier nervten. Leider gab es in der gekürzten Fassung nur zwei Zitate. Ich vermutete, dass es im ungekürzten Hörbuch mehrere Liedzitate gibt, da ich sonst keinen Sinn darin gesehen hätte, dieses Spiel in die Geschichte einzuführen.
An einer anderen Stelle gab es für mich einen etwas schnellen Szenenwechsel, der aber in ein paar Sätzen gut erklärt werden konnte. Beide Situationen trugen also nicht dazu bei, dass uns wichtige Informationen entgingen. 

Wie gewohnt wird auch dieser Roman von Simon Jäger gelesen. Manche Hörer*innen haben bei den Harry-Potter-Lesungen von Rufus Beck das Gefühl nach Hause zu kommen. Nach den ersten Minuten von Das Geschenk stellte ich fest, dass es mir bei der Kombination Fitzek-Jäger so geht. Obwohl sich Simon Jäger jede Geschichte neu aneignen muss, habe ich den Eindruck, dass er weiß, wie er Sebastian Fitzeks Romane interpretiert. Er lässt mit seiner Interpretation nicht nur Charaktere lebendig werden, sondern schafft es auch das Tempo von Fitzeks Psychothrillern zu transportieren und zwar so, dass wir actionreichen Stellen den Überblick behalten, aber auch in ruhigen Momenten mit unseren Charakteren zur Ruhe kommen können. 

Vor einer Weile habe ich mich gefragt, wie ich den Schreibstil von Sebastian Fitzek besser beschreiben kann. Inzwischen habe ich einige seiner Thriller gelesen und das Gefühl mich häufig zu wiederholen. Er erzählt seine Romane aus der dritten Person. So tauchen wir auch hier wieder, wie bereits oben angedeutet, in verschiedene Charaktere ein. Faszinierend finde ich, dass die dritte Person mir hier fast so lebendig vorkommt, als würde die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt werden. Was ich an Sebastian Fitzeks Schreibstil mag, sind die lebendigen Dialoge, die ich sehr gerne höre. 
Was mich aber störte ist, dass Das Geschenk gleich wieder mit einer körperlich, gewalttätigen Szene einsteigt. Der Autor sagt in Interviews zwar immer, dass es ja das Kopfkino der Leser*innen ist, dass diese Szenen lebendig werden lässt. Dennoch ist es eine Szene, in der ich mein Kopfkino nicht einmal anwerfen muss, um zu wissen, dass ich darüber nichts lesen bzw. in diesem Fall eben hören möchte. 

Gesamteindruck 
Diesmal habe ich mich darin versucht, Spuren zu erkennen und ihnen zu folgen, um die Auflösung diesmal vielleicht sogar vor dem Protagonisten entdecken zu können. Doch Sebastian Fitzek hat es mal wieder geschafft, die Geschichte mit einem ganz einfachen Trick aufzulösen. Einen Trick, auf den ich beim besten Willen nicht gekommen wäre. 

Insgesamt hat mir Das Geschenk recht gut gefallen. Gerade die Überraschung zum Schluss hat die Geschichte nochmal ordentlich über den Haufen geworfen. Dennoch hat Das Geschenk auch Schwächen, die dafür sorgen, dass die Geschichte nicht zu meinen Lieblingsromanen des Autors gehört.

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Dieses Hörbuch wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar vom Argon Verlag zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 8. November 2019

So war es auf der Frankfurter Buchmesse 2019



gelbe Fläche, die mit einem
Reißverschluss aufgezogen wird.
Heraus schaut eine große Menschengruppe.
Foto: A. Mack 
Hallo Buchlinge,

es wird Zeit, euch von meinem diesjährigen Besuch der Frankfurter Buchmesse zu berichten. Gemeinsam mit Ge(h)folge Mitglied Skyara habe ich die Messehallen unsicher gemacht und interessante Veranstaltungen besucht. Diesmal gibt es keinen chronologischen Messebericht, weil ich nur einzelne Veranstaltungen hervorheben möchte. Unser Terminplan war zwar gut gefüllt, dennoch gibt s über viele Termine einfach nicht viel zu erzählen. (Buchlinge, wir ahnen es wohl alle: Der Messebericht wird trotzdem lang...). Also, auf geht's...


Countdown: Dystopie in Freiburg - oder in meinem Kopf? 
Wie das in der Nacht vor der Abreise zur Buchmesse nun mal so ist, habe ich einen sehr leichten Schlaf. Am Abreisetag geht es für mich nämlich meist früh los. Skyara wollte mich um 05:30 Uhr bei mir zu Hause einsammeln. (Für sie bedeutete das übrigens schon um 03:00 Uhr aufzustehen. Ihr müsst bedenken, dass wir mit dem Auto nach Frankfurt gefahren sind und uns aus bekannten Gründen während der Fahrt nicht mit dem Fahren abwechseln konnten). 

Jedenfalls wachte ich in der Nacht auf und stellte fest, dass es dunkel ist. Und damit meine ich nicht nur die typische Nachtschwärze. Auch die Straßenbeleuchtung war offenbar ausgefallen. Ich stand auf und begegnete Familienmitgliedern im Flur, die mir verkündeten, dass es wohl einen Stromausfall gab. Iich muss  sagen, dass war schon etwas gruselig. Ein bisschen erinnerte mich das an das Setting einer Dystopie. Diese Vorstellung hielt mich dann auch ungefähr eine Stunde lang wach... 

Skyara kam um kurz nach 06:00 Uhr bei mir an und gemeinsam machten wir uns durch die, inzwischen wieder erleuchtete, Innenstadt auf den Weg Richtung Autobahn. Erstaunlicherweise sind wir am Donnerstag ziemlich gut durchgekommen. Obwohl wir etwas später los kamen, schafften wir es doch zu unserem offiziell ersten Termin nach Frankfurt. (Die Lektoratssprechstunde ließen wir ausfallen. Der Vorteil ist, dass diese während der Messetage immer zur selben Zeit stattfindet. Wir hatten also die Option, den Termin an einem anderen Tag nachholen zu können). 


Skyara und ich gehen getrennte Wege: Zumindest am Messefreitag   

Bild von Frankfurter Buchmesse

In diesem Jahr gab es für Skyara und mich eine kleine Premiere: Wir wollten die Frankfurter Buchmesse am Messefreitag getrennt voneinander unsicher machen. Skyara wollte die Gelegenheit nutzen, durch die Hallen schlendern, in Ruhe stöbern und sich einfach mal treiben lassen, ohne einen vollen Terminkalender im Rücken zu haben.
Mein Freitag hingegen war beinahe durchgeplant. Ich habe mir für den Freitag eine Assistenz organisiert, damit ich mich nicht alleine auf dem Messegelände orientieren musste. (Für diejenigen unter euch, die es interessiert: Die Assistenz habe ich über einen privaten Kontakt vermittelt bekommen. In diesem Jahr wurde aber ein Assistenzdienst, der 15 Euro die Stunde gekostet hat, über die Frankfurter Buchmesse organisiert. Außerdem gibt es ein paar Portale im Internet, über die man eine Assistenz finden kann. Mehr Infos dazu gibt es hier). 

Ge(h)folge Mitglied Skyara besuchte zudem ihr erstes Blogger*innentreffen eines Printbuchverlages. Da ich hauptsächlich Hörbücher höre, habe ich die Angebote für Blogger*innen der Printbuchverlage nicht auf dem Schirm, bzw. gehöre auch nicht zur Zielgruppe der Verlage. Deswegen wäre ich wahrscheinlich nicht zum Blogger*innentreffen gegangen und habe mich stattdessen gefreut, meine Anmeldung an Skyara weiterreichen zu können. 

Außerdem entdeckte Skyara am Messefreitag eine Gesprächsrunde des Labels Impress aus dem Hause des Carlsen Verlags. Skyara hat von diesem Termin Folgendes zu berichten: 

v.l.n.r Moderatorin Lea, Mimi Heeger,
Anna Savas, Terresa Sporre
Die Autorinnen sprachen über ihre jeweiligen Romane. Hier wurde immer wieder auf das Thema eingegangen wie die Autorinnen denn auf ihre Settings kamen. Bei Mimi Hegers Secret Kiss - Die Tochter vom Coach stellte sich z.B. heraus, dass sie selbst die Tochter des damaligen Fußballtrainers war/ist und somit selbst bereits tief in der Materie verwurzelt war. Bei Anna Savas Loving or Loosing - Als du in mein Leben kamst ist das Setting die Schule und das Zuhause. Allerdings wurde nicht so viel über diesen Titel gesprochen, genau so wenig wie über Teresa Sporrers Liebe ist wie ein Rocksong bei dem das Setting auch schon aus dem Titel erraten werden kann. Leider wurde hier nur wenig über den Inhalt der jeweiligen Geschichten gesprochen und auch der Romance Content und wie sie diesen in ihren Texten finden und einbauen, wurde kaum bis gar nicht angesprochen, was ich recht schade fand. 


Unsere Highlights im Rahmen 
der besuchten Veranstaltungen
In diesem Jahr habe ich mir bewusst viele Termine herausgesucht, die auf der Frankfurt Authors Stage (ehem. Selfpublishing Area) stattfanden. Ich plane nämlich im September nächsten Jahres einen Roman zu veröffentlichen. (Hierzu erzähle ich euch in einem anderen Beitrag etwas mehr darüber). 
Mein (und auch Skyaras) Donnerstags-Highlight) war... 

Wie viel kostet mein Buch? 
Hier gaben die Autorinnen Ulrike Busch, Katharina Mohini, Katharina Mosel und Ira Wundram einen Einblick in ihre Finanzen. Deutlich wurde für mich vor allem: Je weniger man von der Technik und den Marketing versteht, desto mehr Geld geht für das Buch drauf. Zwei Autorinnen haben für ihre Romane 2.500 - 3.000 Euro investiert. Hier waren nicht nur das Lektorat und Korrektorat mit eingerechnet, sondern auch der Preis für das Coverdesign und ggf. die eBook Konvertierung enthalten. Ich war aber ziemlich erstaunt darüber, dass von allen Komponenten das Lektorat am meisten Geld kostet. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass man für ein gutes Cover ebenfalls Summen im vierstelligen Bereich bezahlen muss.
Auf die Frage, auf welche Komponenten man beim ersten Selfpublishing Roman auf keinen Fall verzichten sollte, erklärten alle Teilnehmerinnen einstimmig, dass man unbedingt das Geld in ein Korrektorat investieren sollte. Beim einem Lektorat sollte man vor allem darauf achten, dass der/die Lektor*in zu einem passt. (Wie man das herausfindet wurde in der Veranstaltung nicht thematisiert). 
Skyara und ich waren positiv überrascht, dass die Autorinnen konkrete Summen genannt haben, die sie in ihre Bücher investieren. 

Tobias Kiwitt (Rechtsanwalt für u.a.
Medienrecht).
Foto: A. Mack 
Fallen und Tücken im Verlagsvertrag 
Rechtsanwalt Tobias Kiwitt warnt ausdrücklich davor, einen Verlagsvertrag einfach blind zu unterschreiben. Ihm ist natürlich bewusst, dass der Vertrag für Leute, die nicht viel mit Recht zu tun haben, oft schwer zu verstehen ist. Dennoch empfiehlt er, zumindest ansatzweise nachvollziehen zu können, um was es in dem Vertrag geht. Eine Orientierung über die Inhalte des Verlagsvertrages gibt der Normvertrag, der vom Verband Deutscher Schriftsteller und vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels festgelegt wurde. Dieser Normvertrag wird auch in regelmäßigen Abständen nachverhandelt um beispielsweise auch digitale Rechte miteinzubeziehen. Unterstützung bekommt man vor allem beim Netzwerk Autorenrechte und beim Aktionsbündnis Faire Verlage.
An dieser Stelle noch ein paar Infos zum Honorar von Autor*innen: Bei Hardcover Titeln stehen einem 10% des Nettoladenpreises zu. (Die 10% beziehen sich auf den Betrag, der übrig bleibt, wenn die Umsatzsteuer abgezogen wurde). Bei den Softcovern hängt das Honorar von der Auflage ab. Hier variiert der Anteil zwischen 5 - 10%. 

Bild von Argon Verlag
Sebastian Fitzek und Tim-Thilo Fellmer sprechen über Analphabetismus 
Mit dieser Veranstaltung überraschte mich der Autor. Eigentlich rechnete ich damit, dass er eine halbe Stunde über seinen Psychothriller Das Geschenk sprechen würde. Doch stattdessen beschloss Sebastian Fitzek kurzerhand Tim-Thilo Fellmer zum Thema Analphabetismus zu interviewen. Milan, der Protagonist aus Das Geschenk ist nämlich einer von sechs Millionen Analphabet*innen in Deutschland. Tim-Thilo Fellmer, ehemaliger Analphabet, erzählte nicht nur von den Gründen für Analphabetismus und den Schwierigkeiten, die Analphabet*innen im Alltag begegnen, sondern auch von den Strategien, die sich diese zwangsläufig aneignen müssen. Er selbst ist inzwischen Autor und Verleger
Zuerst habe ich mich auf den Termin gefreut, weil ich damit gerechnet habe, dass Sebastian Fitzek eine halbe Stunde lang von seinem neuen Roman berichtet. Vor Ort, als sich herausstellte in welche Richtung sich die Veranstaltung entwickelte, war ich kurz ein bisschen enttäuscht. Doch dann freute ich mich darüber, dass der Autor seine Bekanntheit dazu nutzt, um über Analphabetismus aufzuklären. Das Lesezelt, in dem die Veranstatung stattfand, war nämlich bis auf den letzten Platz gefüllt. (Meine Rezension zum Hörbuch erscheint voraussichtlich kommende Woche). 

Clara Gabriel stellt ihre neue Reihe Heavenfield Hearts vor
Clara Gabriel haben Skyara und ich vor zwei Jahren kennengelernt. Hier teilte sie sich mit Haroon Gordon und dem Buchheim Verag einen Messestand und zwar unter dem Motto Buchalarm. Hier interviewten sie an allen Messetagen Autor*innen und Leute aus der Buchbranche. Clara Gabriel stellte dieses Jahr den ersten Band ihrer neuen Liebesroman-Reihe nämlich Heavenfield Hearts vor. Für Skyara war die Lesung das Highlight am Messesamstag. Sie wird euch demnächst mehr über den Reihenauftakt erzählen. 
Mir hat Clara Gabriels Schreibstil ebenfalls gefallen. Leider bin ich aber kein Fan von reinen Liebesromanen. Es hat mich also umso mehr gefreut, dass Skyaras Interesse für die Reihe geweckt wurde. 


Von diesen Veranstaltungen hätten wir mehr erwartet 
Buchlinge, in diesem Jahr gab es erstmals Termine von denen ich mir wirklich mehr erhofft habe. Natürlich gab es auch bei den vergangenen Messebesuchen Veranstaltungen, die mir im Vergleich zu anderen Terminen eher durchschnittlich gefallen haben. Aber gerade in diesem Jahr gab es Termine, die mich wirklich etwas enttäuscht haben. 

Mitreißende Dialoge schreiben 
Hier rechnete ich damit, dass uns zwei Lektorinnen von BoD etwas über das Schreiben von Dialogen erzählen würden. (Kurze Info: Für alle, die sich wundern, warum bei BoD auch Lektorinnen angestellt sind: BoD hat verschiedene Pakete. In einem Paket sind Coverdesign und Lektorat enthalten). Dieser Termin gestaltete sich eher zu einer Art Basis Korrektoratsveranstaltung. So erzählten die beiden Lektorinnen beispielsweise, welche Anführungszeichen in Büchern verwendet wurden. Das ist nur eines der Beispiele, die mir verdeutlichten, was die Lektorinnen im Arbeitsalltag wohl zu lesen bekommen. Vereinzelt gab es zwar ganz gute Hinweise für das Schreiben von Dialogen. Diese gingen für mich aber in der Masse aus Korrektoratshinweisen etwas unter. 

Zum Lesen hat man immer Zeit 
Hier erfuhr ich, dass es sich bei dieser Veranstaltung um eine Veranstaltungsreihe des Börsenvereins handelt. Mich hatte der Titel der Veranstaltung bereits irritiert, weil ich unter demselben Titel nämlich einen Vortrag auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse gehört habe. Leider rutschte die Veranstaltung für mich vor Ort etwas ins Politische ab, was aber nahe lag, da beide Teilnehmer*innen auch politisch aktiv waren. Da ich gehofft hatte, dass es in den 45 Minuten hauptsächlich um Literatur geht, war ich etwas enttäuscht, konnte den spontan gewählten politischen Schwerpunkt aber nachvollziehen. 

Darf ich das überhaupt? Sensitivity Reading in der Literatur 
Leider war es am Messesamstag in Halle 3.0. unheimlich laut. Ich weiß nicht genau, ob es nur daran lag, dass ich ziemlich weit hinten stand, weil die Frankfurt Authors Stage mehr als auf den letzten Platz ausgefüllt war, aber ich hatte wirklich Mühe, die Teilnehmerinnen zu verstehen. Dabei war vieles von dem, was sie erzählten, ziemlich interessant. Leider ging es in den Inhalten, die ich verstanden habe, vor allem um das Thema Rassismus. Natürlich ist das Thema wichtig. Ich höre immer wieder, dass man hier unabsichtlich in Fettnäpfchen treten kann. Dennoch hatte ich gehofft, dass es bei der Veranstaltung auch um das Thema Behinderung in der Literatur geht, da ich mich demnächst mehr mit dem Thema Behinderung in der Literatur beschäftigen werde. 
Die Kritik an der Veranstaltung bezieht sich also nicht - im Gegensatz zu den vorherigen Absätzen - auf den Inhalt, sondern eher auf die Umsetzung für die die Teilnehmerinnen nicht wirklich etwas können. Ich hätte es beispielsweise praktisch gefunden, wenn man die Veranstaltung auch als Podcast zur Verfügung gestellt hätte, um sie im Nachhinein nochmal unter akustisch besseren Bedingungen nachhören zu können. 


Kleine Freuden 
In diesem Jahr standen wieder viele Verlagstermine in meinem Kalender, auf die ich mich sehr gefreut habe. 
So erfuhr ich von den Neuerscheinungen, die bei RandomHouse Audio, der Hörverlag, Jumbo - Neue Medien, dem Argon Verlag und steinbach - sprechende Bücher erscheinen. 
Frau Reiser von der Hörverlag brachte mich auf eine interessante Idee, wie ich meinen Podcast vielleicht endlich Streaming fähig bekomme. (Sobald mein Studium beendet ist, werde ich mich mal dahinterklemmen). 
Frau Tanzer von steinbach - sprechende Bücher konnte sich am Messefreitag sogar eine Stunde Zeit für unser Gespräch nehmen, was für Verlagstermine eher ungewöhnlich ist. Die Zeit verging wie im Flug. Ich bekam nicht nur einige Inspirationen für kommende Beiträge, sondern durfte auch einige Hörbücher mit nach Hause nehmen. 

Am Messefreitag wollte ich mich mit Kathrin von echo of the books eigentlich nur zum Mittagessen treffen. Letztendlich haben wir uns 1 1/2 Stunden über Gott und die Welt und das Verlagswesen unterhalten. Ich habe sie online durch einen regelmäßigen Sonntagsstream kennen gelernt, den es inzwischen nicht mehr gibt. Vor zwei Jahren haben wir uns dann zum ersten Mal persönlich getroffen. Es hat mich sehr gefreut, dass wir das Treffen dieses Jahr in Frankfurt wiederholen konnten. 

Zwischen Tür und Angel lief uns dann am Messefreitag und am Samstag auch Martin, der Buchwellenreiter, über den Weg. Obwohl Martin auf Buchmessen, ähnlich wie ich, von einem Termin zum nächsten hetzt, hatte er trotzdem immer wieder Zeit für ein Fünf-Minuten-Gespräch, was mich sehr gefreut hat. 

Am Freitag hatte ich auch die Gelegenheit ein paar Worte mit der Autorin Adriana Popescu zu wechseln. Vor ein paar Wochen hat sich die Autorin von ihren Social Media Kanälen zurückgezogen und ich habe mir schon Sorgen gemacht. Deswegen war ich sehr froh, sie bei der Buchmesse zum einen wieder in Aktion zu erleben und zum anderen auch ein paar Worte mit ihr wechseln zu können. (Ich hoffe, dass ich das bei der lit.Love wiederholen kann. Ich werde berichten). 


Und Du?
Hast Du die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr ebenfalls unsicher gemacht? 
Was gehörte zu Deinen Highlights?