Mittwoch, 30. Oktober 2019

Das Erbe der Macht (Schattenchronik 1)

Bild von
steinbach - sprechende Bücher
Steckbrief
Name: Das Erbe der Macht (auch als Buch erhältlich)
Autor: Andreas Suchanek
Verlag: steinbach - sprechende Bücher
Geeignet für: Fantasy Fans
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Clemens Benke
Bewertung: 4 von 5 Punkten



Klappentext 


"Der Auftakt einer spannenden Fantasy-Saga: Das Erwachen



Seit über einem Jahrhundert verbirgt der Wall die magische Gesellschaft vor Menschenaugen, garantiert Friede und Gleichheit zwischen Menschen und Magiern. Doch in den Schatten tobt ein Krieg um die Vorherrschaft. Jenifer Danvers ist eine Lichtkämpferin. Als ihr Freund und Kampfgefährte stirbt, erwacht mit Alexander Kent ein neuer Erbe der Macht, der von ihr in die Welt der Magie eingeführt werden muss. Keiner von beiden ahnt, dass das Gleichgewicht der Kräfte außer Kontrolle geraten ist. Das Böse holt zum großen Schlag aus, um den Wall endgültig zu zerschmettern.

Schattenchronik 1 enthält folgende Bände:
Band 1: Aurafeuer
Band 2: Essenzstab
Band 3: Wechselbalg



Meine Meinung
Im Rahmen der Leipziger Buchmesse ist der Auftakt dieser Fantasy Reihe bei mir eingezogen. Lange schlummerte das Hörbuch in einer Ecke, bis mich Anfang dasOktober dann die Neugier packte und ich wissen wollte, was es mit Das Erbe der Macht (Schattenchronik I) auf sich hat. 

Was den Inhalt betrifft, wirft uns Andreas Suchanek gleich ins Geschehen hinein. Wir erleben eine Gruppe von Lichtmagiern auf einem ihrer Streifzüge. Als sie überrascht werden und einer von ihnen stirbt, wird kurz darauf sein Erbe erweckt. Doch Alexander scheint den Ernst der Magie noch nicht so recht zu begreifen. Genau das macht Jen, die ihn in das Leben als Magier einführen soll, wahnsinnig. 

An vielen Stellen erinnert der Auftakt dieser Fantasy Reihe an die Harry Potter-Bände: Wir haben einen Neuling, der in die magische Welt eingeführt werden soll. Er ist von Menschen - Verzeihung, Magiern :-) - umgeben, die wissen, wie der Hase läuft. Natürlich steht auch hier wieder die Existenz der magischen Welt auf dem Spiel, was aber vor allem ein Element aus der Urban Fantasy ist. Aber genau diese Elemente machen für viele Fantasy Hörer*innen den Reiz aus. Was mich vor allem von dem Reihenauftakt überzeugte war, dass sich Andreas Suchanek nicht auf den Erfindungen ausruht, die andere Autor*innen vor ihm entwickelt haben. 
Bei Suchanek gibt es nicht nur eine Magierschule, sondern auch einen Ort, an dem alle Magier leben und vor allem in Teams zusammenarbeiten. Die Schule ist hier nur Nebensache. Dennoch war mir das magische Zuhause, auch Castillo genannt, sehr sympathisch und ich konnte mir den Handlungsort gut vorstellen. 

Interessant ist auch, dass es in Das Erbe der Macht zwei Konfliktebenen gibt: Zum einen der gesellschaftliche Konflikt - eine Welt muss gerettet werden -, und zum anderen einen zwischenmenschlichen Konflikt: Alexander und Jen müssen nämlich irgendwie zusammenarbeiten. Alexander spürt, dass Jen ihn nicht wirklich leiden kann. Da stellt sich die Frage, ob oder wie sich das ändert. 

Was die Einführung in die magische Welt betrifft, ging mir diese hier ein bisschen zu schnell, wobei ich auch dazu sagen muss, dass ich nicht die klassische Fantasy Hörerin bin und Fantasy Fans womöglich ein schnellerer Einstieg gelingt. Was etwas ungewöhnlich scheint: In diesem Hörbuch befinden sich drei Bände auf zwei CDs. Das hängt damit zusammen, dass die Schattenchroniken-Reihe ziemlich viele, kleine Bände mit einem Seitenumfang von ca. 120 Seiten hat .Die Titel sind als Einzelbände auch ausschließlich als eBook erhältlich und in gedruckter Form nur in einem großen Schuber gefüllt mit Taschenbüchern zu kaufen. Soweit ich das überblicke sind in den Taschenbüchern auch mehrere Bände zusammengefasst. 
Auf was ich eigentlich hinaus will: Ich finde es super, dass es nach den ersten drei Bänden eine kleine abgeschlossene Handlung gibt und wir nicht mit einem Cliffhanger zurückgelassen werden. Die ersten beiden Bände enden zwar mit einem Cliffhanger, was aber nicht schlimm ist, da das Hörbuch in einem Rutsch weiterläuft. Praktisch war für mich vor allem, dass am Anfang von jedem neuen Band der bisherige Inhalt zusammengefasst wurde. 

Was mir an der Hörbuchgestaltung gut gefallen hat war das Zusammenfassen mehrerer Bände zu einem Hörbuch. So gab es genügend Raum um interessierte Fantasy Hörer*innen neugierig zu machen. Clemens Benke führt uns durch die Geschichte. Er hat eine angenehme Stimmfarbe und hat auch eine gute Lesegeschwindigkeit; soll heißen, dass er weder zu schnell, noch zu langsam liest. Dennoch hatte ich Mühe, die vielen Charaktere auseinanderzuhalten. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es entweder daran liegt, dass zu Beginn sehr viele Charaktere auf einmal eingeführt wurden, oder ob es damit zusammenhängen könnte, dass mir Clemens Benke hier und da zu monoton las. Dennoch hoffe ich, dass man an ihm als Sprecher festhält, weil ich es nervig finde, wenn es während einer Reihe einen Sprecher*innenwechsel gibt. Auch wenn das manchmal nicht zu vermeiden ist. 

Andreas Suchanek konnte mich mit seinem Schreibstil überzeugen. Er erzählt die Geschichte aus mehreren Perspektiven, die alle aus der dritten Person geschrieben sind. Er hat einen lebendigen Schreibstil, der sich durch viel Witz und gute Dialoge auszeichnet. Außerdem gefielen mir die Beschreibungen der Handlungsorte. 

Gesamteindruck
Das Erbe der Macht (Schattenchronik I) ist genau der richtige Reihenauftakt für alle Fantasy Fans, die sich wieder nach einer Reihe mit tollen Charakteren, einer fantasievollen Welt und einer packenden Handlung sehnen. 

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Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt 

Montag, 28. Oktober 2019

Fünf Wörter für Glück

Bild von Jumbo Verlag
Steckbrief 
Name: Fünf Wörter für Glück (auch als Buch erhältlich) 
Autor: Ella Dove 
Verlag: Jumbo Verlag im Label GoyaLit 
Geeignet für: Menschen, die Geschichten zum Thema Krankheitsbewältigung bzw. Leben mit Behinderung suchen 
Gelesen oder gehört: gehört als autorisiertes Hörbuch 
Sprecher: Julia Nachtmann 
Bewertung: 4 von 5 Punkten 

Klappentext 
(von Jumbo Verlag

"Die Endzwanzigerin Heidi versucht, sich in London als Schauspielerin zu etablieren - und endlich ihr Singledasein zu beenden, bislang beides erfolglos. Dann erleidet sie einen schweren Unfall. Ihr Leben liegt in Scherben. In der Rehaklinik trifft sie die 80-jährige Maud, deren Lebensfreude, Weisheit und Optimismus ansteckend wirken. Maud hat einen Enkel, Jack, der Heidi immer wieder aus der Reserve zu locken versucht. Er entwickelt eine Idee, wie sie wieder ins Leben zurückfinden kann: ein Fünf-Punkte-Plan zum Glück. Doch kann Heidi das wagen, wenn sie sich am liebsten für immer verstecken würde?" 


Meine Meinung 
Der Inhalt von Fünf Wörter für Glück ist schnell zusammengefasst: Heidi stürzt beim Joggen, woraufhin ihr Bein amputiert werden muss. Sie muss sich nun nicht nur damit auseinandersetzen, jetzt eine Behinderung zu haben, sondern hat aufgrund des Unfalls auch ein Trauma, das ihr zu schaffen macht.

Die zentralen Themen der Geschichte sind vor allem Heidis Umgang mit ihrer Behinderung und die Frage, wo sich Heidi in der Zukunft sieht. Aufgrund ihrer Behinderung sieht sie sich vor allem innerhalb der Gesellschaft mit Reaktionen konfrontiert, die sie nicht gewohnt ist. Zudem ist sie nun mehr auf die Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs angewiesen und stößt auch hier an ihre Grenzen.
Vor ihrem Unfall jobbte Heidi in einer Bar. Kann sie diesen Beruf weiterhin ausüben?

Gerade das Thema Krankheitsbewältigung setzt Ella Dove in Fünf Wörter für Glück sehr gut um: Heidi muss sich nämlich nicht nur mit ihrer Behinderung auseinandersetzen, sondern sich auch die Frage stellen, wie sie von der Gesellschaft gesehen werden möchte. Natürlich muss sie sich erst einmal den eigenen Vorurteilen stellen, die sie gegenüber Menschen mit Behinderung hat.

Hier und da gab es ein paar Elemente in der Handlung, die ich etwas fraglich fand. Dennoch habe ich den Sinn hinter der Handlung verstanden, da diese häufig nötig war, damit sich Charaktere annähern. Dennoch hätte ich mir hier und da andere Wege gewünscht, damit dasselbe Ziel erreicht werden konnte.

Die Atmosphäre der Geschichte ist sehr leise, was hauptsächlich an Protagonistin Heidi liegt. Heidi ist sehr ruhig, aber nicht schüchtern. Sie überlegt sich gut, was sie ihrer Umwelt mitteilt, muss aber auch erkennen, dass ihr manchmal die richtigen Worte fehlen, um ihre Gefühle zu beschreiben.
Fünf Wörter für Glück lebt auch durch die liebenswerten Nebencharaktere: Angefangen bei Heidis Zimmernachbarin Maud, über Heidis besten Freund Daggy, der sie regelmäßig in der Rehaklinik besucht bis hin zu ihrer Familie, die nicht so recht wissen, wie sie mit Heidi umgehen sollen.
Wie im Klappentext schon angedeutet, gibt es da noch Jack, Mauds Enkel. Einen Mann, der sich nicht groß für Heidi zu interessieren scheint. Doch als sich das Blatt wendet, könnte man ahnen, wohin die Reise mit den beiden geht. Doch glücklicherweise hat mich Ella Dove hier mit einer tollen Wendung überrascht, mit der ich nicht gerechnet hätte.

Kommen wir nun zur Gestaltung des Hörbuches: Mit ein Grund, warum ich die Geschichte unbedingt hören wollte, war die Interpretin Julia Nachtmann. Sie gehört zu einer meiner Lieblingssprecherinnen. Auch bei Fünf Wörter für Glück bin ich beeindruckt, wie anders ihre Stimme klingt. Sie schafft, es die Geschichte leise zu lesen, aber ohne, dass die wesentlichen Aspekte der Geschichte verloren gehen. Hier und da war ich etwas verwundert, wie Namen oder manche Wörter ausgesprochen wurden. Dennoch beeinträchtigte das meinen Hörfluss nicht wirklich.
Das Hörbuch wurde als autorisierte, also als gekürzte, Fassung im Label GoyaLit vom Jumbo Verlag produziert.

Ella Doves Schreibstil hat mir einen leichten Einstieg in die Geschichte ermöglicht. Die Geschichte wird aus Heidis Sicht erzählt und ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Durch diese Perspektive bekamen wir einen guten Einblick in Heidis Gedanken und Gefühle. Was mir besonders gut gefallen hat war, dass Ella Dove die Fragen rund um das Thema Behinderung differenziert behandelte und das Thema nicht nur oberflächlich streifte. Außerdem gelang es der Autorin sehr gut, viel zwischen den Zeilen zu erzählen, aber die Szenen dennoch so zu beschreiben, dass Heidi das Wichtigste noch einmal zusammenfasst.

Gesamteindruck
Fünf Wörter für Glück ist eine leise Geschichte, in der es um die Frage geht, wie Heidi nach ihrem Unfall zurück ins Leben findet. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, glaubte ich ungefähr zu wissen, wie Fünf Wörter für Glück erzählt werden würde. Das Schöne ist, dass mich Ella Dove überraschen konnte und ich so eine andere Geschichte entdecken durfte, mit der ich so nicht gerechnet habe.

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Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 25. Oktober 2019

(Inter)nationale Autor*innen und Ophelia Scale - Stammtisch im September und Oktober



Bild von A. Mack
Buchlinge, wie ihr sicher schon bemerkt habt, bin ich mit den Berichten von unseren monatlichen Bücherstammtisch Treffen ziemlich hinterher. Unseren Stammtisch gibt es jedenfalls noch und inzwischen sind auch neue Mitglieder*innen zu uns gestoßen. Unsere Gruppe wird also langsam aber sicher größer. 
In diesem Artikel erzähle ich euch von unseren Treffen im September und der Besprechung von Ophelia Scale im Oktober. 
Wie immer gilt: Die Bücherstammtisch Berichte ersetzen auf keinen Fall einen Besuch in unserer lustig, verrückten Runde. Sie sollen euch vor allem einen groben Einblick in das geben, was euch bei einem potentiellen Besuch erwarten könnte. 


Nationale und internationale Autor*innen 
Isona hatte das Thema vor einer Weile vorgeschlagen und im September wollten wir uns dann endlich einen groben Überblick über unsere Bücherregale verschaffen. 

Anders als gedacht 
Zu Beginn machten wir diesmal eine kleine Statistik Runde. Jede'r von uns erzählte, wie viele nationale bzw. internationale Autor*innen im eigenen Bücherregal zu finden sind. Wir gliederten das Ganze, soweit ich mich noch erinnern kann, nach nationalen bzw. internationalen Autoren und in der zweiten Runde ging es dann um die Autorinnen.  
Interessanterweise hatten wir vor dem eigenen Blick ins Bücherregal alle mit anderen Ergebnissen gerechnet: So vermuteten einige Bücherstammtisch Mitglieder*innen beispielsweise mehr Autoren als Autorinnen oder mehr Autorinnen als Autoren in den eigenen Bücherregalen zu haben. Bei einer Stöberrunde durch die eigenen Regale erlebten die meisten von uns dan eine Überraschung. 
Nur ein Bücherstammtisch Neuzugang war über ihr Ergebnis der Stöberrunde nicht besonders überrascht. Das lag vor allem daran, dass sie sich vorgenommen hat, mehr nationale Autorinnen zu unterstützen und den Titeln, die von diesen Autorinnen geschrieben waren, ein neues Zuhause zu geben. 

In meinen Hör(Buch)regalen befinden sich beispielsweise: 
15 internationale Autoren.
12 nationale Autoren. 
21 internationale Autorinnen. 
19 nationale Autorinnen. 

Dabei habe ich die Hörbücher, die auf meiner externen Festplatte schlummern noch nicht berücksichtigt. Außerdem habe ich Autor*innen von denen ich mehrere Titel im Regal stehen habe, nicht doppelt gezählt. (Einige Bücherstammtisch Mitglieder*innen haben sowohl nach Autor*innen als auch nach Titeln gezählt, wobei ich die Titel Zählung immer noch nicht ganz verstanden habe). 

Europa vs. die ganze Welt 
Einige Bücherstammtisch Mitglieder*innen konnten uns sogar sagen, aus welchen Ländern bzw. welchen Regionen die Autor*innen in ihren Bücherregalen stammten. Die meisten kamen aus Europa und der USA, was mich beispielsweise nicht wirklich überraschte. 
Ein Bücherstammtisch Mitglied hatte sich sogar eine Weltkarte angefertigt und alle Länder markiert von denen sie bereits Autor*innen kennt. Dabei ist ihr aufgefallen, dass Russland noch ziemlich leer ist. 

Autoren vs. Autorinnen: Gibt es Unterschiede? 
Die meisten Bücherstammtisch Mitglieder*innen erklärten, dass sie gar nicht darauf achteten, wer die aktuelle Lektüre geschrieben hat, die sie gerade lesen. Wenige bemerken erst beim Lesen, ob es sich um einen Autor oder eine Autorin handelt. Die Lektüren wählen sie daher nicht aufgrund des Autors / der Autorin aus, sondern haben andere Auswahlkriterien, wie beispielsweise das Buchcover, den Titel oder den Klappentext. 

Hier und da bemerkte ich bei der Themenwahl Unterschiede zwischen Autoren und Autorinnen. In den Psychothrillern von Sebastian Fitzek begegnen wir meistens einem männlichen Protagonisten, der sich entweder schon in einer Krise befindet, oder in großen Schritten darauf zusteuert. Manchmal hat diese Krise auch etwas mit einer Frau zu tun. 

Und sonst so? 
Wie das bei vielen literaturverrückten Menschen auf einem Haufen so ist, sind wir natürlich häufig vom Thema abgewichen, haben uns über Autor*innen ausgetauscht und dabei Gemeinsamkeiten oder Unterschiede entdeckt. Da unser Treffen schon eine Weile her ist und ich mir keine Stichpunkte gemacht habe, kann ich mich leider nicht an mehr Infos erinnern. 
Abschließend gibt es aber noch ein Zitat, das ich auch fast zwei Monate nach unserem Treffen ziemlich gut finde: 

Bei Max Frisch hängt total viel zwischen den Zeilen.
Nur die Zeilen sind etwas komisch.
In diesem Sinne springen wir schnell zu unserem Treffen im Oktober... 


Kritische Meinungen zu Ophelia Scale
Eigentlich wollten wir nach unserer Sommerpause mit der Besprechung von Ophelia Scale starten. Doch noch nicht alle von uns hatten die Stammtisch Lektüre beendet. Je mehr das Debüt von Lena Kiefer gelesen hatten, desto häufiger trudelten die Ich-bin-auf-die-Besprechung-gespannt-Nachrichten ein. Leider muss ich an dieser Stelle verkünden, dass den meisten von uns der Titel nicht wirklich gefallen hat. 


Bild von cbj 
Viele von uns störte, dass auf dem Cover Ophelia bereits zu sehen war. Allerdings wurde uns erzählt, dass man im Buchhandel damit rechnete, dass sich Titel bei denen Personen auf dem Cover abgebildet sind, meistens besser verkauften. Ophelia Scale war der erste Titel, bei dem ich mir die Protagonistin wirklich genauso vorstellte, wie sie auf dem Cover zu sehen war. Bei anderen Geschichten hatte ich häufig eine andere Vorstellung von den Charakteren, die auf dem Cover abgebildet waren. 

emion und Isona konnten nichts mit Ophelia als Protagonistin anfangen. Isona konnte Ophelias Handlungen nicht nachvollziehen. Sie war der Ansicht, dass Ophelia sich zwar für klug hält, aber nicht so handelt. Ich argumentierte dann dagegen, dass diese Eigenschaft ja im Grunde menschlich ist. Emion meinte, dass die Nebencharaktere austauschbar waren, was mir beim Lesen auch aufgefallen war. 

Die Zielgruppe und die eigene Meinung 
In meiner Rezension habe ich bereits geschrieben, dass ich mich nicht zur Zielgruppe von Ophelia Scale zähle. Den anderen Bücherstammtisch Mitglieder*innen ging es ähnlich. Wir konnten uns alle vorstellen, dass sich die Trilogie bei Jugendlichen sicher gut verkaufte. Wir hingegen mussten feststellen, dass uns die Handlung größtenteils nicht überraschte. 
Wir erfuhren, dass es im Moment einige Dystopien gibt, die sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz beschäftigen. Ophelia Scale scheint hier ein Titel zu sein, in dem das Thema sehr gut umgesetzt ist. 


Vorschau auf den November 
Im November treffen wir uns am Montag den 18. November um 17:15 Uhr vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach. Obwohl wir im Oktober eine kleine Runde waren, haben wir eiskalt beschlossen, die Themen für unser Treffen im November einfach festzulegen und hierfür nicht noch einmal eine eigene Umfrage zu starten. Wir sprechen also über: 

  • Kapitel Aufteilung in Büchern: Was ist Dir bei der Kapitelaufteilung eines Buches wichtig? Mit welchen Kapitelaufteilungen bist Du zufrieden / nicht zufrieden?
  • Unsympathische Charaktere: Was denkst Du über unsympathische Charaktere? Bist Du schon mal auf Charaktere getroffen, die unsympathisch dargestellt wurden, aber die Du dennoch mochtest? Gab es auch schon sympathische Charaktere, die Dir auf die Nerven gegangen sind?
Natürlich sind eigene Beispiele aus Deinem Bücherregal erwünscht, aber nicht zwingend notwendig, um am Treffen teilnehmen zu können. Ich freue mich schon tierisch auf das Treffen im November, weil ich dann endlich Titel mitbringen kann, über die ich bisher noch nicht gesprochen habe. 


Bücherstammtisch in Freiburg?
Da will ich hin!
Du kommst aus Freiburg oder der Umgebung und möchtest Dich mit anderen Bücherwürmern einmal im Monat über Bücher austauschen?

Dann bist Du hier genau richtig: Wir treffen uns einmal im Monat an einem Montag ab 17:20 Uhr vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach in der Bertoldstraße in Freiburg.
Von dort aus gehen wir gemeinsam zu unserem Raum. Monatlich legen wir bestimmte Themen fest, über die wir dann bei unseren Treffen sprechen.

Auf dieser Seite findest Du Infos zu unseren nächsten Terminen und den Themen. (Die Themen werden spätestens eine Woche vor unserem aktuellen Treffen auf der Seite bekannt gegeben). 
Momentan besteht unsere Gruppe größtenteils aus Studierenden, ist aber für alle Altersgruppen offen. Wir reden hauptsächlich über Bücher aus der Belletristik (Unterhaltungsliteratur wie beispielsweise Fantasy, Jugendbuch, Thriller) sind aber auch offen für Bücher aus anderen Bereichen.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, hast Du zwei Optionen:

Mailverteiler: Mail an EmmaZecka(at)gmx.de
Du lässt Dich in den Mailverteiler eintragen. Hier lade ich regelmäßig zu den Stammtisch Treffen ein oder verschicke Umfragen, damit wir die Themen unserer Treffen festlegen können.

Den Mailverteiler führe ich über die Gruppen Funktion von Outlook: Deine E-Mailadresse wird also in meinem Outlook Account im Adressbuch gespeichert, aber nur nach Deinem Einverständnis an die anderen Bücherstammtisch Mitglieder weitergegeben.

What'sApp Gruppe (ab drei besuchten Treffen)
Wenn absehbar ist, dass Du regelmäßig beim Bücherstammtisch vorbeischauen wirst, nehmen wir Dich gerne in unsere What'sApp Gruppe auf: Hier teilen wir Impressionen, tauschen hin und wieder Bücher oder suchen einfach jemanden zum reden, wenn wir gerade eine besonders bewegende Geschichte beendet haben.

Neugierig? Wir freuen uns auf Dich!

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Lieblingskind

Bild von der Hörverlag
Steckbrief
Name: Lieblingskind (auch als Buch erhältlich) 
Autor: C.J. Tudor
Verlag: der Hörverlag 
Geeignet für: Tudor-Fans, oder Menschen, die gerne Thriller mit zwei Zeitsträngen lesen 
Gelesen oder gehört: gehört, als ungekürztes Hörbuch Download 
Sprecher: Stephan Benson 
Bewertung: 4 von 5 Punkten 


Klappentext 

"Eines Nachts verschwand Annie. Aus ihrem eigenen Bett. Das ganze Dorf hat sie gesucht, überall. Alle haben das Schlimmste befürchtet. Und dann, wie durch ein Wunder, kam sie vierundzwanzig Stunden später zurück. Aber sie konnte – oder wollte – nicht sagen, was ihr zugestoßen war. Es war ihr aber etwas zugestoßen. Ich kann mir nicht erklären, was es war. Ich weiß nur, dass sie, als sie wieder auftauchte, nicht mehr dieselbe war. Sie war nicht mehr meine Annie. Ich konnte damals nicht zugeben, nicht einmal mir selbst gegenüber, dass ich mitunter mörderische Angst vor meiner eigenen kleinen Schwester hatte.” 


Meine Meinung 
Durch Zufall entdeckte ich C.J Tudors zweiten Roman Lieblingskind kürzlich in der Spiegel Bestsellerliste bei den Printtiteln. Umso glücklicher war ich, dass es auch ein Hörbuch zu Lieblingskind gab. 

Inhalt 
Den Klappentext der Geschichte finde ich ziemlich gut gewählt. Durch das Zitat wird unsere Neugier geweckt, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Dennoch möchte ich an dieser Stelle etwas mehr über den Inhalt erzählen, als im Klappentext erwähnt wird. 

Wir lernen zu Beginn der Geschichte Joe kennen, der alles andere als glücklich wirkt. Er ist Lehrer und tritt zu Beginn von Lieblingskind eine Stelle an seiner ehemaligen Schule an. Doch uns scheint nicht klar zu sein, warum er sich für diesen Beruf entschieden hat. An manchen Tagen gehen ihm seine Schüler regelrecht auf die Nerven. An anderen Tagen erkennt er die Not einiger Schüler und beschließt sich für diese einzusetzen. Von außen betrachtet könnten wir den Eindruck gewinnen, Joe möchte seiner alten Heimat etwas zurückgeben. Doch wenn wir genauer hinschauen, können wir schnell erkennen, dass er ein ganz anderes Motiv hat, dass ihn zurück nach Hause gebracht hat. 

Wie wir es schon von Der Kreidemann kennen, bringt C. J. Tudor in ihrem zweiten Roman einen zweiten Zeitstrang ein: Wir erleben wie Joe aufwächst. Wir lernen seine Familie kennen, bei der alles glatt zu laufen scheint. Bis sein Vater seinen Job verliert und seine Schwester Annie für einen Tag verschwindet. Diese Ereignisse haben tiefe Spuren hinterlassen und wirken sich auch auf die Gegenwart aus. Vielleicht geht es nämlich auch darum, eine alte Rechnung zu begleichen. 
Nicht zu vergessen scheint auch Joes Clique aus der Jugend eine wichtige Rolle in Lieblingskind zu spielen. Auch dieses Element findet sich schon in Der Kreidemann. Einerseits fand ich es spannend, dass C. J. Tudor wieder auf diese beiden Stilmittel, dem Zeitstrang und dem Element der Clique, zurückgreift. Andererseits befürchtete ich eine Art Muster zu erkennen. Zum Glück stellte sich aber im Laufe der Geschichte heraus, dass ich definitiv nicht mit dieser Auflösung gerechnet hatte und das damit meine Theorie, das Strickmuster der Autorin zu durchschauen, wieder über den Haufen warf. 

Leider muss ich sagen, dass die Handlung ziemlich lange gebraucht hat, um in Gang zu kommen. Die Geschichte plätscherte zu Beginn recht lange vor sich hin und ich fragte mich, wo die Parallele zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit war - abgesehen davon, dass Joe in beiden Handlungssträngen der Protagonist war. Im Klappentext wird angedeutet, dass Joes schwester Annie eine große Rolle in der Geschichte spielt. Doch die Handlung um Joes Familie wurde mir nicht ausführlich genug herausgearbeitet. Mir fehlte hier der klare Bezug zur Gegenwart. Beide Handlungsstränge liefen mehr nebeneinander her und die Frage, die im Klappentext aufgeworfen wird, nämlich was mit Annie passierte, wurde zumindest für mich nicht eindeutig beantwortet. 
Doch nach und nach zog C. J. Tudor die roten Fäden etwas straffer und die Handlung nahm an Fahrt auf. Hier und da gab es für mich ein paar überraschende Wendungen in der Handlung, die dafür sorgten, dass ich ein regelrechtes Hörmarathon Wochenende einlegte, weil mich interessierte, was es mit der Geschichte wirklich auf sich hat. Außerdem war ich überrascht, welche Entwicklung Joe im Laufe der Geschichte macht. Gerade gegen Ende überrascht er mich mit einem Gedanken, dem ich ihm ganz bestimmt nicht zugetraut hätte. 

Ich weiß, ich bleibe, was die Handlung betrifft, sehr oberflächlich. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass es hier sehr schnell passieren kann, dass man zu viel verrät und wichtige Aspekte der Handlung vorwegnimmt, die eigentlich selbst entdeckt werden müssen. Interessant war für mich, dass ich eine leichte Parallele zu Stephen Kings Friedhof der Kuscheltiere entdecken konnte, wobei ich an dieser Stelle entwarnen kann: C. J. Tudor packt hier keinesfalls Horrorelemente aus, sondern spielt lediglich mit unserer Wahrnehmung. 

Was mir an der Hörbuchgestaltung sehr gut gefallen hat war, dass die Geschichte ungekürzt produziert worden ist. Leider gibt es den Titel ausschließlich als Download. Ich hätte ihn mir jedenfalls sehr gerne ins Regal gestellt. Mit Stephen Benson als Sprecher konnte ich leider nicht viel anfangen. Er hat mir etwas zu monoton gelesen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es auch einfach daran lag, dass im ersten Drittel der Geschichte nicht viel passiert ist und es somit nicht nur am Sprecher lag, dass ich hin und wieder mit meinen Gedanken abgeschweift bin. 

C. J. Tudors Schreibstil war diesmal sehr erzählend angelegt. Wir erlebten Protagonist Joe sehr ausführlich in seinem eigenen Elend. Er schien resigniert, erwacht aber hin und wieder aus seiner Passivität und lässt seiner Wut freien Lauf, was nicht immer gut ist. Durch den zweiten Zeitstrang, dem Rückblick in die Vergangenheit, wurde ebenfalls wieder viel erzählt. Leider habe ich keine Idee, wie man die Handlung hätte spannender gestalten können. 
Was C. J. Tudor mit ihrem Schreibstil aber zeigen kann ist, wie viel sie an Menschen wahrnimmt. 

Gesamteindruck 
Mit Der Kreidemann gelang C. J. Tudor ein Debüt, das mir unglaublich gut gefallen hat. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an den zweiten Roman der Autorin. Leider konnte sie mich mit Lieblingskind nicht vollständig überzeugen, weil mir der Bezug zum Titel und zum Klappentext fehlte. Die Geschichte findet zwar ein stimmiges Ende. Dennoch gibt es Fragen, die  zumindest für mich, unbeantwortet bleiben, was mich etwas störte. 
Ich bin aber sehr gespannt, ob oder wann wir den dritten Roman der Autorin zu lesen bzw. in meinem Fall zum hören bekommen. 

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Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

Montag, 21. Oktober 2019

[Buchclub] Geschichten, die wir in diesem Jahr unbedingt lesen wollen - Die Ergebnisse


Frau, die uns über 
ein Buch hinweg anschaut. 
Um sieh erum ein Kreis in dem 
Buchclub steht.  
steht. Foto: A. Mack 
Hallo Buchlinge, 

es ist soweit. Heute verkünde ich euch also, welche Titel unsere letzten Buchclub Lektüren sind. Zumindest in diesem Jahr. 
Auch in der vergangenen Abstimmung waren viele interessante Titel dabei. Einige davon habe ich schon gehört und freue mich, mit euch über diese Titel zu diskutieren. 
Bevor wir zu unseren Lektüren kommen: 

Wie immer gilt: Ihr könnt euch selbst aussuchen, ob ihr alle, nur eine oder auch gar keine der Lektüren lest. Außerdem könnt ihr euch das Medium ebenfalls selbst aussuchen. 

Kleine Stadt der großen Träume 
von Fredrik Backman
 

Bild von Argon Verlag
#TeamTräume 
Klappentext von Argon Verlag
"Es ist nur ein Spiel, aber für Björnstadt kann es alles bedeuten. Die Menschen in dem kleinen Ort tief in den Wäldern haben viele Rückschläge hinnehmen müssen. Doch sie sind stark und leidenschaftlich wie Bären, und sie halten zusammen. Deshalb fiebern und träumen sie alle mit den Eishockeyjunioren, deren große Chance bevorsteht. Endlich wieder spüren, dass sie in Björnstadt etwas bedeuten, dass sie auch etwas gewinnen können! Nicht nur Freude und Selbstbewusstsein, vielleicht sogar neue Sponsoren und Arbeitsplätze, eine Zukunft. Noch ahnt niemand von ihnen, dass sich ihre Gemeinschaft bald für immer verändern wird."

Nach einer wahren Geschichte 
von Delphine de Vigan 

Bild von RandomHouse Audio 
#TeamDelphine
Klappentext von Randomhouse Audio 
"Delphine ist eine gefeierte Schriftstellerin, doch der Erfolg ihres letzten, überaus erfolgreichen Romans stürzt sie in eine Schaffenskrise. Da lernt sie scheinbar zufällig eine Frau kennen, die sie fasziniert: L. Völlig selbstlos nimmt L. ihr Erledigungen und Pflichten ab – und einen immer größeren Teil ihres Lebens ein. Als Delphine entdeckt, dass L. sogar ihre intimsten Notizen liest, spitzt sich die Situation zu: Ist Delphine paranoid oder liegt der wahre Stoff für ihren nächsten, großen Roman direkt vor ihren Augen?"

Hinweis: Weil es bei der Facebook Abstimmung Gleichstand gab, gibt es noch die folgenden beiden Titel zur Auswahl. 

Britt-Marie war hier 
von Fredrik Backman 

Bild von Argon Verlag
#TeamBritt
Klappentext von Argon Verlag
"Wo diese Frau aufräumt, bleibt kein Herz unberührtBritt-Marie hat ihr Leben lang gewartet, dass ihr Leben endlich anfängt. Andere sagen, sie sei pedantisch, aber sie will doch nur, dass alles ordentlich und schön ist. Nach vierzig Jahren hat sie ihren Mann verlassen und sucht einen Job. Borg ist ein Ort, in den eine Straße hinein- und wieder hinausführt. Arbeit gibt es hier schon lange nicht mehr. Das Einzige, was allen geblieben ist, ist die Begeisterung für Fußball. Wofür Britt-Marie nun wirklich kein Verständnis hat … Ein Hörbuch übers Verlieren, Verlieben und Mitspielen, wenn das Leben ins Rollen kommt." 


Das Buch der Spiegel 
von E. O. Chirovici 

Bild von der hörverlag
#TeamSpiegel 
Klappentext von der hörverlag:  
"Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des berühmten Professors Joseph Wieder in Princeton – vor über zwanzig Jahren. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der mittlerweile unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Katz will den Autor kontaktieren, aber er kommt zu spät, denn Flynn ist zwischenzeitlich verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen. Denn im Spiegel der Erinnerung sieht er mehr als nur eine Wahrheit ..."

Der Ablauf 
Wie immer könnt ihr entweder in unserer Facebook Gruppe oder unter dem vorgesehenen Thread auf diesem Blog nach Beenden der Lektüre über den Titel diskutieren. Damit ihr ungefähr wisst, wann die Diskussionsbeiträge online gehen, habe ich hier die altbekannte Terminübersicht für euch. (Es ist natürlich überhaupt kein Problem, wenn ihr den Titel nicht pünktlich zum Veröffentlichungstermin des Diskussionsbeitrages fertig gelesen habt). 

Diskussionsbeitrag zu #TeamDelphine: Montag 18.11.19
Diskussionsbeitrag zu #TeamTräume: Montag 25.11.19 
Diskussionsbeitrag zu #TeamSpiegel: Montag 09.12.19 
Diskussionsbeitrag zu #TeamBritt: Montag 16.12.19 
Bekanntgabe des nächsten Themas: 06.01.20 

Und Du? 
Bei welchen Titeln wirst Du mit lesen? 
Hast Du schon bestimmte Erwartungen an diese Titel? 

Freitag, 18. Oktober 2019

Der Bücherstammtisch zu Gast in der Buchhandlung Rombach


Bild von A. Mack
Hallo Buchlinge, 

im Juli ging ein großer Traum von mir in Erfüllung. Vor ein paar Jahren, als es den Bücherstammtisch in Freiburg noch nicht gab, verfolgte ich die Aktivitäten des Bücher- und Blubberstammtisches in Stuttgart. Organisiert wird dieser Stammtisch von Buchbloggerin Anka. Hier trifft man sich nicht nur alle paar Monate, um sich über Gelesenes auszutauschen, sondern macht auch gemeinsam Ausflüge oder es wird schon mal ein/e Autor*in zum Stammtisch eingeladen. Eines Tages bekam der Stuttgarter Bücher- und Blubberstammtisch eine Führung im Buchhaus Wittwer, einer großen Buchhandlung in Stuttgart, die inzwischen zu Thalia gehört. Damals saß ich staunend da und dachte: Sowas, will ich auch! 


Über die Buchhandlung Rombach 
Die Buchhandlung Rombach wurde am ersten April 1970 eröffnet und ist seit 1992 unter dem aktuellen Namen bekannt. Die Buchhandlung Rombach war für damalige Verhältnisse eine der größten Buchhandlungen Deutschlands mit einer Verkaufsfläche von 1.100 Quadratmetern. Inzwischen umfasst der Hauptsitz in der Bertoldstraße in Freiburg eine Verkaufsfläche von 4.000 Quadratmetern. 

Bild von Buchhandlung Rombach

Auf der Website der Buchhandlung Rombach heißt es, dass sich das Unternehmen als modernes Medienhaus versteht, welches sich im Kerngeschäft auf Bücher und buchhändlerische Produkte konzentriert, aber auch andere Medien wie Zeitungen, Zeitschriften, DVDs, Software, Hörbücher, Kalender, Klassik-CDs und Noten vertreibt. Die Buchhandlung Rombach beschreibt sich als „ein Haus der Geschichten“ und zwar egal, ob aus der Heimat oder aus der Ferne. Es sollen Begegnung mit Menschen und anderen Kulturen geschaffen werden. 

Seit 2001 gibt es auch außerhalb von Freiburg eine Filiale der Buchhandlung Rombach, nämlich in einem Einkaufszentrum in Lahr. Der Hauptsitz befindet sich aber nach wie vor in der Bertoldstraße in Freiburg. 

Die Buchhandlung Rombach
… im Web 
… bei Instagram 
… bei Facebook 


Die Führung 
Wir trafen uns, wie bei jedem Bücherstammtisch Treffen, vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach und wurden dort auch von Frau Frey, Buchhändlerin und Mitarbeiterin der Marketingabteilung der Buchhandlung, eingesammelt. Sie hatte keine klassische Führung für uns vorbereitet, sondern die Tour durch die Buchhandlung Rombach als ein Quiz aufgebaut. Wie es sich für Wettbewerbe gehört, gab es auch etwas zu gewinnen.

Abteilungen und Sortierung in der Buchhandlung Rombach 
Die Buchhandlung Rombach erstreckt sich auf vier Stockwerke und hat eine Verkaufsfläche von 4.000 Quadratmetern. Die Buchhandlung ist nicht nur nach Warengruppen, wie z.B. Belletristik, Kinder- und Jugendliteratur sortiert, sondern innerhalb der Abteilungen nach den Nachnamen der Autor*innen. 
Innerhalb der verschiedenen Abteilungen gibt es die klassische Aufteilung nach Büchern und Hörbüchern. (Auch bei den Hörbüchern wird nach Alphabet sortiert). 

In der Buchhandlung Rombach werden um die 200.000 Bücher ausgestellt, wobei Reihen oder doppelte Ausgaben nicht mitgezählt werden. Das war für uns alle eine ziemlich beeindruckende Zahl. Täglich werden bis zu einer Tonne Bücher geliefert, wobei die Titel, die online bestellt wurden und nur zur Abholung in der Buchhandlung Rombach gelagert werden, nicht mitgezählt wurden. 
Morgens gegen sieben Uhr kommen die Lieferungen der bestellten Titel an, werden dann von Kolleg*innen sortiert, eingeräumt und für die Buchhändler*innen zum Verkauf vorbereitet. 

Zudem wird auch regelmäßig geschaut, wie man die verschiedenen Stockwerke der Buchhandlung Rombach für die Kund*innen ansprechender gestalten kann. Kürzlich wurde beispielsweise der Kinder- und Jugendbuch Bereich umgestellt. Damit sich die Kinder nicht langweilten, während die Erwachsenen in den Titel stöberten, gibt es einen kleinen Bereich mit Spielsachen, die Bereiche gehen nun fließend ineinander über. 

Zusammenarbeit mit Verlagen 
Die Buchhandlung Rombach schätzt ihre Zusammenarbeit mit den Verlagen. Und hierzu zählen sie nicht nur die großen Publikumsverlage, sondern auch mittelständische Verlage. Die Buchhandlung Rombach bestellt ihre Titel daher nicht ausschließlich bei den Zwischenhändlern wie beispielsweise der Libri GmbH, sondern meist über den Bestellservice der Verlage. 

Zweimal im Jahr findet in der Buchhandlung Rombach das statt, was Blogger*innen auf den Buchmessen erleben: Hier kommen sämtliche Vertreter*innen der Verlage vorbei, um ihre aktuellen Verlagsvorschauen zu präsentieren. Und auch hier wird nicht aussortiert. Egal, ob Publikumsverlag oder unabhängiger Verlag, Hauptsache das Programm ist überzeugend. 
Die Buchhandlung Rombach bestellt natürlich nicht ausschließlich die Spitzentitel jeden Verlages, sondern auch die Titel, die für die Region interessant sein können. Das sind beispielsweise Titel von regionalen Autor*innen. 

Auf meine Frage, ob in der Buchhandlung Rombach auch Titel von Selfpublisher*innen ein Zuhause finden, wurde uns erzählt, dass Anfragen von Selfpublisher*innen gerne beantwortet werden.

Das Leben als Buchhändler*in 
Natürlich durften auch Fragen rund um das Thema Alltag eines/einer Buchhändler*in nicht fehlen. Wenn man im Verkauf arbeitet, beginnt der Arbeitstag mit der Öffnung der Buchhandlung und endet abends, wenn die Buchhandlung wieder geschlossen wird. Unsere Ansprechpartnerin Frau Frey hingegen, arbeitet inzwischen nicht mehr im Verkauf, sondern in der Marketingabteilung und hat somit normale Büroarbeitszeiten. 
Die Aufgabe der Buchhändler*innen besteht nicht nur darin, Kund*innen zu beraten oder über Neuerscheinungen zu informieren, sondern auch darin, zu erkennen, welche Titel bei den Kund*innen gut ankommen und wohin die Trends der Buchliebhaber*innen gehen. 

Ein Bücherstammtisch Mitglied fragte, ob es eine Voraussetzung sei, als Buchhändler*in viel lesen zu müssen. Ich rechnete mit einer eindeutig bejahenden Antwort und war positiv überrascht, dass das Viellesen vor allem von der jeweiligen Abteilung abhing, in der man arbeitete. Außerdem besteht ein großer Vorteil darin, dass man eine Abteilung ja nicht alleine betreut. So können sich Kolleg*innen in der Belletristik beispielsweise Genres untereinander aufteilen und sich gegenseitig über Titel austauschen oder auf eine/n andere/n Kolleg*in verweisen, wenn sie den Kund*innen nicht weiterhelfen können. 

Wie bekommen wir unsere Lieblingsautor*innen nach Freiburg? 
Irgendwann landeten wir wieder bei dem Thema Lesungen von Autor*innen. Hier erfuhren wir, dass es ziemlich schwierig ist, Lesungen zu organisieren. Das hängt nämlich nicht nur vom Terminkalender des oder der Autor*in ab, sondern auch von anderen Faktoren: 
Zum einen hat eine Buchhandlung eben nur ein bestimmtes Budget, das nicht nur auf Lesungen, sondern auch auf andere Werbemöglichkeiten verteilt werden muss zum anderen hängt es natürlich auch davon ab, welche Titel im Veranstaltungszeitraum erscheinen.


Unser Fazit 
Wir waren uns alle einig, dass es unglaublich spannend war, einen Blick hinter die Kulissen einer Buchhandlung werfen zu dürfen. Mich hat es besonders gefreut, dass die Buchhandlung Rombach ein Familienunternehmen ist und nicht zu einer der großen Buchhandelsketten gehört. Was für mich bei der Führung vor allem deutlich wurde, war die Liebe zur Literatur, die bei der Buchhandlung Rombach sehr präsent ist. 


Bücherstammtisch in Freiburg? Da will ich hin!
Du kommst aus Freiburg oder der Umgebung und möchtest Dich mit anderen Bücherwürmern einmal im Monat über Bücher austauschen?

Dann bist Du hier genau richtig: Wir treffen uns einmal im Monat an einem Montag ab 17:20 Uhr vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach in der Bertoldstraße in Freiburg.
Von dort aus gehen wir gemeinsam zu unserem Raum. Monatlich legen wir bestimmte Themen fest, über die wir dann bei unseren Treffen sprechen.

Auf dieser Seite findest Du Infos zu unseren nächsten Terminen und den Themen. (Die Themen werden spätestens eine Woche vor unserem aktuellen Treffen auf der Seite bekannt gegeben). 
Momentan besteht unsere Gruppe größtenteils aus Studierenden, ist aber für alle Altersgruppen offen. Wir reden hauptsächlich über Bücher aus der Belletristik (Unterhaltungsliteratur wie beispielsweise Fantasy, Jugendbuch, Thriller) sind aber auch offen für Bücher aus anderen Bereichen.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, hast Du zwei Optionen:

Mailverteiler: Mail an EmmaZecka(at)gmx.de
Du lässt Dich in den Mailverteiler eintragen. Hier lade ich regelmäßig zu den Stammtisch Treffen ein oder verschicke Umfragen, damit wir die Themen unserer Treffen festlegen können.

Den Mailverteiler führe ich über die Gruppen Funktion von Outlook: Deine E-Mailadresse wird also in meinem Outlook Account im Adressbuch gespeichert, aber nur nach Deinem Einverständnis an die anderen Bücherstammtisch Mitglieder weitergegeben.

What'sApp Gruppe (ab drei besuchten Treffen)
Wenn absehbar ist, dass Du regelmäßig beim Bücherstammtisch vorbeischauen wirst, nehmen wir Dich gerne in unsere What'sApp Gruppe auf: Hier teilen wir Impressionen, tauschen hin und wieder Bücher oder suchen einfach jemanden zum reden, wenn wir gerade eine besonders bewegende Geschichte beendet haben.

Neugierig? Wir freuen uns auf Dich!

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Tödliches Klassentreffen



Bild von Adriana Jakob
Steckbrief
Name: Tödliches Klassentreffen (auch als Printbuch erhältlich) 
Autor: Adriana Jakob 
Verlag: Selfpublishing (das Printexemplar wurde über BoD veröffentlicht). 
Geeignet für: Menschen, die Krimis mit einem regionalen Bezug mögen und an Krimi Reihen interessiert sind 
Gelesen oder gehört: gelesen als eBook 
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten 







Klappentext 
(von Adriana Jakob

"Nach einem feucht-fröhlichen Klassentreffen ist am nächsten Morgen nicht nur ein ordentlicher Kater geblieben, sondern auch eine Leiche in der Turnhalle der Schule.
So hat sich Kommissar Rauch seinen freien Tag sicher nicht vorgestellt – vor allem weil es sich bei besagtem Jahrgangstreffen um sein eigenes handelt.

Rauch kennt also nicht nur das Opfer, sondern vermutlich auch den Täter. Ein Glück steht ihm seine Kollegin Dr. Sophie Hagen mit ihrem scharfen Verstand bei den Ermittlungen zur Seite.
Die Frage, die Rauch jedoch am meisten umtreibt, lautet: Könnte einer seiner Freunde wirklich ein kaltblütiger Mörder sein?


Meine Meinung 
Buchlinge, wie ihr inzwischen wisst, verfolge ich seit ein paar Jahren den YouTube Kanal von Adriana Popescu, die sich hinter dem offenem Pseudonym Adriana Jakob verbirgt. Dort nimmt sie uns seit ein paar Jahren mit ihrer Vlogmas Reihe mit durch die Weihnachtszeit. Ende letzten Jahres wurde dann ein neuer Stuttgarter Kommissar geboren. Nämlich Kommissar Rauch, den wir noch bis vor kurzem liebevoll Kommissar Brunettile nannten. Mitte Mai lernten wir den Kommissar dann ganz offiziell kennen. Nun möchte ich euch gern von seinem ersten Fall berichten. 

Diesmal kann ich tatsächlich gar nicht so viel zur Gestaltung sagen, weil es sich bei Tödliches Klassentreffen um das erste eBook handelt, das ich gelesen habe und somit spielte die Gestaltung für mich diesmal keine große Rolle.
Mir ist aufgefallen, dass die Kapitel in Tödliches Klassentreffen überraschend kurz sind. Für mich war das ziemlich praktisch, weil ich den größten Teil der Geschichte in Punktschrift gelesen habe und ich somit das Gefühl hatte, ein Kapitel auch irgendwann beenden zu können und nicht ewig an einem Kapitel lesen zu müssen. Hin und wieder war ich über den ein oder anderen Szenenwechsel zwar etwas verwundert, fand manche Szenenwechsel aber gut gelungen, weil sie die Leser*innen zum Mitdenken anregten und uns nicht das Gefühl gaben, dass alles erklärt werden musste. 
Interessant fand ich auch, dass das eBook einige Seiten weniger hat, als das Printexemplar. Ich war bisher immer davon ausgegangen, dass eBooks mehr Seiten haben, da eine Buchseite im eReader einer Doppelseite entspricht. (Okay, zumindest scheint das bei Adobe Digital Editions so zu sein). Deswegen befürchtete ich zeitweise schon, dass mir ein Teil der Geschichte fehlte. 

Beim Inhalt ist es mir besonders wichtig, zwischen dem Kriminalfall und den Charakteren, die wir hier kennenlernen zu unterscheiden. Denn nur eines von beiden konnte mich überzeugen. 
Der Kriminalfall an sich, hat mich nämlich leider nicht angesprochen. Allerdings hat das nichts damit zu tun, dass Adriana Jakob ihr Handwerk nicht versteht. Sie hat die Fährten gut gelegt und die Themen, die aufgrund des Kriminalfalls aktuell werden, gut und differenziert herausgearbeitet. Ich war zwar neugierig, wer denn der Täter war und wie Rauch ihn überführte. Aber die Umstände, was es mit dem Toten auf sich hatte und den Geschichten, die ans Licht kamen, interessierten mich weniger. Dazu muss ich aber auch sagen, dass es bei Krimis und mir häufig wie eine Art Lotterie ist: Entweder mir gefällt alles an der Geschichte, oder ich interessiere mich ausschließlich für die Charaktere. 

Was mir aber unglaublich gut an Tödliches Klassentreffen gefallen hat, war wie Adriana Jakob ihre Charaktere vorstellt und Fäden für mögliche Fortsetzungen von der Rauch-Reihe spinnt. 
Gleich zu Beginn lernen wir die Protagonisten dieser neuen Krimireihe kennen: Kommissar Rauch und seine Kollegin Sophie Hagen. Wir merken, das beide bereits auf eine gemeinsame Geschichte mit Höhen und Tiefen zurückblicken können. Einer Geschichte, die wir in diesem ersten Fall nur erahnen können, die aber mein Interesse geweckt hat und von der ich unbedingt mehr lesen möchte. 
Rauch und Hagen kennen sich sehr gut. Dennoch gibt es schwierige Themen in ihrer Freundschaft, die beide unausgesprochen lassen. Sie ahnen, dass es Themen sind, über die sie nicht gerne sprechen. Dennoch schweben genau diese Themen wie eine Wolke über ihnen. Und ich bin gespannt, ob sich diese Wolke mit einem großen Schauer oder eher mit einem leichten Nieselregen entleeren wird. 

Neben unseren Protagonisten lernen wir in Tödliches Klassentreffen auch spannende Nebencharaktere kennen: Da wäre zum einen Rauchs Familie, allen voran seine Tochter Anna, von der ich den Eindruck hatte, dass sie glaubt, sich um ihren Vater kümmern zu müssen und das obwohl sie selbst Hilfe gebrauchen könnte. 
Zum anderen steht und fällt ein Ermittler eben auch mit seinem Team: Und hier stehen Rauch mit Frederike Jansen und Dörflinger treue Seelen zur Seite. Jansen ist für die Technik bei der Polizei zuständig. Sie bringt Leute nicht nur wieder in die ein oder andere geschlossene Facebook Gruppe rein, sondern recherchiert auch jede Menge Infos, die eigentlich nicht frei im Netz zu finden sein sollten. Besonders toll finde ich, dass mit Frederike Jansen, das Klischee, Frauen verstünden nichts von Technik, völlig über den Haufen geworfen wird. Außerdem hat sie sich bei mir schon den Titel der Kult-Nebenfigur abgestaubt. 
Dörflinger, dessen Vorname mir leider immer noch entfallen ist, wirkt wie der stille Held in der zweiten Reihe, den Rauch und Hagen noch nicht richtig wahrnehmen. Aber ich glaube felsenfest daran, dass er in einem der nächsten Fälle seinen großen Auftritt haben wird. In Tödliches Klassentreffen versteht er sich erst einmal darauf, Rauch den Rücken freizuhalten. 

Adriana Jakob hat mich diesmal mit ihrem Schreibstil fasziniert. Normalerweise greife ich zu Titeln von Autor*innen, weil der Schreibstil Wiedererkennungswert hat. Ich weiß, selbst wenn mich die Geschichte nicht ganz überzeugen kann, wird sie zumindest gut erzählt. Doch nach den ersten Seiten von Tödliches Klassentreffen stellte ich erstaunt fest, dass ich Adriana Popescu auf den ersten Blick nicht im Schreibstil wiedererkennen konnte. Doch anstatt das mich diese Erkenntnis störte, fand ich es unglaublich spannend, dass die Autorin einfach so gefühlt völlig anders schreiben konnte.
Adriana Popescus Schreibstil zeichnete sich bisher durch die Ich-Perspektive und Gegenwart aus. Tödliches Klassentreffen hingegen erzählt sie aus der Erzählperspektive der dritten Person und der Zeitform der einfachen Vergangenheit. Doch wenn es dann zu den Dialogen kommt, lesen wir Adriana Popescu dann doch ein bisschen raus. 
Was ich bei Tödliches Klassentreffen etwas schwierig fand, war das Erzählende im Schreibstil: Wir erleben Rauch bei den Ermittlungen und begleiten ihn zu Befragungen. In diesen Momenten werden uns viele Informationen über Charaktere gegeben. Zuerst fand ich diese Art, die Geschichte zu erzählen spannend. Doch nach und nach vermisste ich die aktive Handlung. Ich hätte es beispielsweise interessant gefunden, wenn bei den Befragungen Welten zwischen dem Gesagten und der Atmosphäre des Gespräches liegen.  Das was zwischen den Zeilen passierte, war für mich noch nicht immer erkennbar. 
Was ich aber einen echt coolen Funfact an Rauchs erstem Fall fand, war, dass in der Geschichte unglaublich viel gegessen wird. 

Gesamteindruck 
Obwohl mich der Kriminalfall in Tödliches Klassentreffen an sich nicht von sich überzeugen konnte, hat mir der Auftakt dieser neuen Krimireihe sehr gut gefallen, weil wir die Ermittler*innen kennenlernen, deren Geschichten in dieser Reihe erzählt werden. Ich bin gespannt, welche Fälle wir mit Rauch, Hagen und Co. noch lösen dürfen und welche Geheimnisse im Laufe der Reihe ans Licht kommen. 

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Weitere Rezensionen:

Montag, 14. Oktober 2019

Die Brautprinzessin

Bild von Klett-Cotta
Steckbrief
Name: Die Brautprinzessin (auch als Buch erhältlich) 
Autor: William Goldman 
Verlag: Roof Music (unter dem Label tacheles!) 
Geeignet für: Menschen, die gerne satirische Märchen mit schwarzem Humor mögen 
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch 
Sprecher: Bela B. und Jochen Malmsheimer 
Bewertung: 4 von 5 Punkten 



Klappentext 
(von Klett-Cotta

"Erzählt wird die Geschichte der wunderschönen Butterblume und des Stalljungen Westley, der unsterblich in sie verliebt ist. Die Erzählung von der Bedrohung ihrer Liebe durch Prinz Humperdinck, seine Ritter und Spione ist aber nur eine Geschichte in einem atemberaubenden Spiel von Kürzungen und raunenden Kommentaren.


Meine Meinung 
Dieses Hörbuch ist durch einen großen Zufall bei mir eingezogen und ich hätte absolut nicht damit gerechnet, das es mein Highlight im September 2019 werden würde.

Der Inhalt wird aus zwei Perspektiven erzählt: Wir lernen erst den etwas chaotischen Autor William Goldman kennen. Als er klein war, hat ihm sein Vater das Märchen Die Brautprinzessin vorgelesen. Das Märchen hat ihn unglaublich begeistert und er hoff, dass diese Begeisterung auch auf seinen Sohn übergehen wird. Doch als er bemerkt, dass sein Sohn so gar nichts mit dem Buch anfangen kann, greift er selbst zu Die Brautprinzessin und muss feststellen, dass sein Vater etwas getrickst hat. Kurzerhand veröffentlicht er eine überarbeitete Version des Märchens.
Wahrscheinlich könnt ihr euch schon denken, worum es in der zweiten Perspektive geht. Wir tauchen nämlich ab in die Geschichte in der Geschichte und hören das Märchen von der Brautprinzessin, wobei es immer wieder Anmerkungen von William Goldman gibt.

Kommen wir also nun zu den Charakteren: Es ist etwas schräg Goldman als Charakter zu bezeichnen, weil mir nicht ganz klar ist, inwiefern sein Vorwort auf einer wahren Begebenheit beruht, oder ob es einfach ein Stilmittel der Geschichte ist, dass wir erstmal den Autor des Märchens kennenlernen. Goldman wirkt auf mich nicht nur chaotisch, sondern auch unglücklich. Es macht den Eindruck, dass er von seiner Familie nicht wirklich verstanden wird und nicht so recht ins Bild passen mag. Doch als er dann Die Brautprinzessin wiederentdeckt, hat er eine neue Aufgabe. Was ich etwas schade fand war, dass Goldman später nur noch als Kommentator auftaucht. Ich hätte es schön gefunden, wenn sich der inhaltliche, imaginäre Kreis wieder mit einem Blick auf sein Leben geschlossen hätte.

Die Protagonistin des Märchens ist Butterblume. Aus ihr bin ich nicht richtig schlau geworden. Zu Beginn der Geschichte wirkte sie wie ein Mädchen, das ihren eigenen Kopf hat und sich nicht vorschreiben lässt, was sie zu tun oder zu lassen hat. Die Eigenschaften, die man mit Mädchen assoziiert, wie beispielsweise das sich herausputzen, geht an Butterblume völlig vorbei. Sie verbringt ihre Zeit viel lieber in der Natur auf dem Rücken ihres Pferdes. Doch schließlich ändert sich ihr Leben von einem Moment au den anderen. Während Butterblume auf mich zuvor sehr wachsam wirkte, bekam sie plötzlich einen naiven Charakterzug, den ich nicht so ganz  nachvollziehen konnte. Allerdings glaube ich, dass es dem Stilmittel des satirischen Märchens geschuldet ist und nicht daran liegt, dass ihre Eigenschaften nicht gut herausgearbeitet wurden. 

Wirklich gut gefallen haben mir hier die Nebencharaktere, die für tolle wiederkehrende lustige Situationen sorgen. Das hat viel damit zu tun, dass es sich bei ihnen um Stereotypen handelt, wie z.B. der Held, der unbedingt zum Helden werden möchte, obwohl er immer wieder an Kleinigkeiten scheitert; der treue Diener des selbst ernannten Heldes, der aber selbst keine Orientierung hat und jemanden braucht, der ihm sagt, was er zu tun hat. Gemeinsam scheinen die beiden aber gut zusammenzupassen.

Bei der Hörbuch Gestaltung fiel mir aus mehreren Gründen auf, dass es sich hierbei um eine ältere Produktion handelt. (Umso mehr freut es mich, dass es das Hörbuch nach wie vor im Buchhandel zu kaufen gibt. Das spricht wohl für die Qualität der Geschichte). Zum einen fehlten beim Hörbuch das In- und das Outro. Wir wurden nicht über den Titel, den Autor oder die Sprecher der Geschichte informiert. Besonders schlimm fand ich es nicht, weil sich diese Informationen leicht recherchieren lassen. Dennoch war es gerade beim Ende etwas ungewohnt, dass die Geschichte so abrupt abbrach und es kein Outro gab, was das Ganze abrundete.
Zum anderen ist das Hörbuch, verglichen mit der Laufzeit der Geschichte, verhältnismäßig teuer. Ich habe den Eindruck, dass sich die Preise für Hörbücher erst in den letzten Jahren an die Preise der Printbücher anpassen und somit inzwischen einen einheitlichen Preis haben.
Mir wurde das Alter der Geschichte aufgrund von Bela Bs. Stimmfarbe bewusst. Zuerst sollte ich vielleicht erwähnen, dass die beiden Perspektiven von unterschiedlichen Sprechern gelesen werden: Bela B., den viele von euch wahrscheinlich ausschließlich als Musiker von der Band Die Ärzte kennen, schlüpft hier in die Rolle von William Goldman. Er hat eine schnelle Lesegeschwindigkeit, las mir aber zu monoton. Außerdem hatte ich Mühe, seine doch recht dünne Stimmfarbe mit dem Sänger der Ärzte in Verbindung zu bringen. Niemals hätte ich gedacht, dass sich Stimmen über so viele Jahre ändern können, zumal er, als das Hörbuch aufgenommen wurde, bereits erwachsen war und die Stimmbruch-Komponente wegfällt. Nach einer Weile befürchtete ich, dass ich so meine Probleme bekommen würde, wenn er das Hörbuch alleine liest.
Doch als wir dann die Geschichte der Brautprinzessin kennenlernen, tritt Jochen Malmsheimer als Sprecher auf. Er hat eine tiefe Stimme und eine eindrückliche Stimmfarbe, die für mich einen Wiedererkennungswert hat. Er hat es geschafft, den ironisch, satirischen Schreibstil zu transportieren und die Charaktere lebendig werden zu lassen. Oft musste ich lachen, weil der Witz von bestimmten Szenen bei mir ankam. Während mich Bela B. zu Beginn nicht packen konnte, passten seine Kommentare wunderbar in die Geschichte. Beide Stimmfarben ergänzten sich gut und sorgten so für ein tolles Hörerlebnis.

William Goldman hat mich aufgrund seines Schreibstils fasziniert. Er lässt sich selbst in der Rolle des allwissenden Erzählers auftreten, ohne uns zu viel von der Geschichte zu verraten. Dennoch ist uns durch seine Kommentare bewusst, dass er eben einen Überblick über das große Ganze hat. Hier und da nimmt er zwar Handlung vorweg, allerdings finden wir dann immer im Verlauf der Geschichte heraus, dass es nicht ganz so schlimm ist, wie befürchtet.
Was mir am Schreibstil sehr gut gefallen hat, waren die Dialoge: Hier kommt es ständig zu Missverständnissen, was das Ganze wirklich unterhaltsam macht und für lustige Situationen sorgt, mit denen ich nicht gerechnet habe.

Gesamteindruck 
Das Hörbuch ist eine sehr unterhaltsame Geschichte für alle, die nicht nach einem typischen Märchen suchen, sondern offen dafür sind, wenn das Genre etwas auf die Schippe genommen wird. Hier und da fehlte mir zwar etwas die Abrundung der Geschichte, aber dennoch bringt sie einiges an skurriler Handlung mit, die mich stellenweise an Douglas Adams Per Anhalter durch die Galaxis erinnerte.


Freitag, 11. Oktober 2019

Wo wir auf der Frankfurter Buchmesse 2019 zu finden sind

Bild von Frankfurter Buchmesse

Hallo Buchlinge, 

kommende Woche um diese Zeit bin ich schon in den Frankfurter Messehallen unterwegs. Denn am kommenden Mittwoch eröffnet die diesjährige Frankfurter Buchmesse. Ge(h)folge Mitglied Skyara und ich sind von Donnerstag bis Samstag vor Ort und verbringen Donnerstag und Samstag auch miteinander. Damit ihr wisst, wo ihr uns treffen könnt, gibt es hier wie gewohnt unseren Terminplan. 

Wenn Dein Herz für Literatur schlägt, Du auch gerne mal zur Frankfurter Buchmesse möchtest, aber Dich fragst, ob oder wie barrierefrei die Messe ist, dann empfehle ich Dir diesen Artikel (zuletzt 2019 aktualisiert). 


Donnerstag 17.10.19 
Obwohl der Donnerstag von unserem Terminplan her recht entspannt aussieht, wird er vermutlich der anstrengendste Tag. Skyara und ich brechen nämlich früh auf und starten mit wenig Schlaf in den Messewahnsinn. 

10:00 - 11:00 Uhr 
Lektoratssprechstunde 
Fragen rund um das Thema Lektorat werden beantwortet. Bisher habe ich schon ähnliche Veranstaltungen im Rahmen der Frankfurter oder Leipziger Buchmesse besucht und fand diese, obwohl ich selbst ja nicht Lektorin werden möchte, sehr spannend. 
Wo: Halle 3.0 Stand G2 

11:00 - 11:30 Uhr 
Was kostet mein Buch? 
Diskussionsrunde mit den Autorinnen Ulrike Busch, Katharina Mohini, Katharina Mosel, Ira Wundram. Da ich 2020 ein Projekt im Selfpublishing plane, hoffe ich das in dieser Diskussionsrunde wichtige Fragen diskutiert und beantwortet werden. 
Wo: Frankfurt Authors Stage*, Halle 3.0, Stand K15 

11:30 - 12:00 Uhr 
Launchstrategien 
Drei Selfpublisher*innen im Gespräch. Teilnehmer*innen: Marit Bernson, Tom Oberbichler, Elvira Zeißler.
Wo: Frankfurt Authors, Halle 3.0, Stand K15 

12:00 - 12:30 Uhr 
Mitreißende Dialoge schreiben 
Referentinnen: Annika Bauer und Ulrike Bremer (u.a. Lektorat BoD). Ich bin zwar der Meinung, ganz gute Dialoge zu schreiben. Dennoch bin ich gespannt, ob ich bei dieser Veranstaltung noch etwas dazu lernen kann. 
Wo: Frankfurt Authors Stage, Halle 3.0, Stand K15 

Um 12:30 Uhr beginnt dann schließlich unsere große Mittagspause. Wo wir diese verbringen werden, wissen wir noch nicht. Ihr werdet uns also vermutlich irgendwo in den Gängen der Messehallen 3.0 oder 3.1 antreffen. 


15:30 Uhr - 16:00 Uhr 
Fallen und Tücken des Verlagsvertrages 
Rechtsanwalt Tobias Kiwitt (Bundesverband junger Autor*innen) erzählt von den häufigsten Tücken und welche Fehler man machen kann. Ich bin zwar noch weit von meinem ersten Verlagsvertrag entfernt. Dennoch interessieren mich die rechtlichen Besonderheiten, die es hierbei zu beachten gilt. 
Wo: Frankfurt Authors Stage, Halle 3.0, Stand K15 

16:00 - 16.30 Uhr 
Treffen mit Frau Wassermann von RandomHouse Audio und cbj Audio 
Vorstellung der Spitzentitel aus den beiden Verlagen. 
Wo: Halle 3.0, Stand F20 (Hörbuchverlage der Verlagsgruppe RandomHouse). 

16:30 - 17:00 Uhr 
Treffen mit Frau Reiser von der Hörverlag 
Vorstellung des kommenden Verlagsprogrammes. Und eventuell gibt es für mich - und später für euch - auch ein paar Neuigkeiten zum Label Hörverlag Serials, unter dem vor kurzem der zweite Podcast veröffentlicht wurde. 
Wo: Halle 3.0, Stand F20 (Hörbuchverlage der Verlagsgruppe RandomHouse). 


Freitag 18.10.19 
Am Freitag bin ich zum ersten Mal mit einer Assistenz auf der Messe unterwegs. Außerdem gibt es am Freitag zwei Highlights auf die ich mich schon ziemlich freue. 

11:00 Uhr - 11:45 Uhr 
Treffen mit Frau Tanzer von steinbach - sprechende Bücher. 
Auch bei diesem Termin sprechen wir über das aktuelle und das kommende Verlagsprogramm. Gerade in den letzten Monaten habe ich einige Titel aus dem Verlag für mich entdeckt. 
Wo: Halle 3.1, Stand K69** 

12:30 - 13:00 Uhr 
Sebastian Fitzek spricht über Das Geschenk 
In dem neuen Psychothriller geht es um Milan, der einer von über sechs Millionen Analphabeten ist. Eines Tages steht er an einer Ampel, als ein Auto an ihm vorbeifährt. Darin sitzt ein völlig verängstigtes Mädchen, das einen Zettel aus dem Fenster hält. Milan spürt: Das Mädchen ist in Gefahr. 
Wo: Lesezelt (Agora Außengelände) 

Meine Mittagspause ist an diesem Tag nicht ganz so lang. Um 14:00 Uhr geht es nämlich schon zum nächsten Termin. 

14:00 - 14:30 Uhr 
Mehr Leser*innen im Selfpublishing erreichen wollen
Hier wird beschrieben, wie die Bücher zu den Leser*innen kommen und was dabei beachtet werden muss. Referentin ist die BoD Mitarbeiterin Inga Splitzer (Key Account, BoD). 
Wo: Halle 3.0, Stand E43 (BoD) 

15:00 - 15:45 Uhr 
Zum Lesen hat man immer Zeit 
Mit Martin Rabanus, Thomas Böhm, Sarah Wiener. Die Teilnehmer*innen erzählen, warum Bücher in ihrem Leben wichtig sind.
Wo: Halle 4.1. D14 (Arte Deutschland) 

16:30 - 17:00 Uhr 
Genre schreiben: Krimi 
Diskussionsrunde mit den Autorinnen Hanna Hagen, Adriana Jakob, Joyce Summer und Anna Schneider. Moderation: Thorsten Simon. 
Wo: Frankfurt Authors Stage, Halle 3.0, Stand K15 

Der Messefreitag endet für mich mit einem Highlight. Denn unter dem offenem Pseudonym Adriana Jakob verbirgt sich niemand Geringeres als Adriana Popescu. Ich bin sehr gespannt, was sie in dieser Diskussionsrunde über ihren ersten Krimi verraten wird. Vielleicht gibt es auch ein paar Infos zu Rauchs zweitem Fall. 


Samstag 19.10.19 
Da eben alle guten Dinge drei sind, bricht am dritten Tag auch gleichzeitig unser letzter Messetag an. Auch diesmal gibt es spannende Veranstaltungen für uns. Da in diesem Jahr erstmals auch am Samstag Bücher verkauft werden können, bin ich gespannt, wie voll es an diesem Tag werden wird. 

10:00 - 11:00 Uhr 
Signierstunde mit Anne Freytag und Adriana Popescu
Zuerst sprechen beide Autorinnen mit Lea von Liberiarium über ihre diesjährigen Neuerscheinungen. Im Anschluss signieren die beiden Autorinnen dann am Stand. Mir wurde gesagt, dass das Gespräch wohl nicht lange dauert, da genug Zeit zum signieren bleiben soll. 
Wo: Halle 3.0, Stand E3 (Thalia) 

10:30 - 11:00 Uhr 
Lesung mit Clara Gabriel 
Die Autorin stellt ihre neue Liebesroman Reihe Smoky Mountain Hearts vor. 
Wo: Frankfurt Authors Stage, Halle 3.0, Stand K15 

11:00 - 12:00 Uhr 
Darf ich das überhaupt? 
Diversität in der Literatur Teilnehmer*innen u.a. von sensitivity-reading.de. Teilnehmer Victoria Linnea, Alexandra Schwarting, Thorsten Simon, Annika von Redwitz. Da das Thema Sensivity Reading langsam aber sicher auch in Deutschland ankommt, wird es für mich Zeit, mich mal über das Thema zu informieren. 
Wo: Frankfurt Authors Stage, Halle 3.0, Stand K15 

12:00 - 12:30 Uhr 
Treffen mit Frau Matusek von Jumbo Neue Medien 
Hier werden wir ebenfalls über das aktuelle oder auch das kommende Verlagsprogramm sprechen. 
Wo: Halle 3.0 Stand B66 

13:45 - 14:30 Uhr 
Romane schreiben: Handwerk oder Talent? 
Eine Diskussionsrunde mit den Autorinnen: Nora Berger, Ellin Carsta, Marion Johanning, Jennifer B. Wind. 
Wo: Halle 3.0, Stand B64 

13:00 - 15:00 Uhr 
Romance Rallye 
Organisiert wird die Rallye von den Imprint Verlagen der Piper Verlagsgruppe. Unklar ist, ob diese Rallye ausschließlich in einem Raum oder auf dem ganzen Messegelände stattfindet. Skyara wird es für euch herausfinden. 
Wo: Halle 3 via, Raum Kontrast 

15:00 - 16:00 Uhr
Wie schreibt man als Buchautorin einen Podcast? 
Im Juni erschien der erste Podcast Der Abgrund der Bestseller Autorin Melanie Raabe. Am Messe-Samstag spricht sie eine Stunde lang über das Projekt. 
Wo: Frankfurt Audio Stage, Halle 3.1 Stand L59 

16:00 - 17:00 Uhr 
Lyx audio stellt sich vor 
Skyara hat schon mehrere Titel aus dem Verlagsprogramm von Lyx gelesen. Nun wird es endlich auch Hörbücher aus dem Hause Lyx geben. Teilnehmer*innen: Patrick Mölleken, Morgane Moncomble, Kim Nina Ocker
Wo: Frankfurt Audio Stage, Halle 3.1, L59 

16:30 - 17:00 Uhr 
Treffen mit Frau Bendin vom Argon Verlag 
In diesem Jahr hat der Argon Verlag das erste Blogger*innentreffen veranstaltet. Ich war mit dabei und hatte interessante Gespräche. Am Messesamstag sprechen wir über das kommende Verlagsprogramm. 
Wo: Halle 3.1, Stand D137

17:00 - 18:00 Uhr 
das blaue Sofa - die blaue Stunde 
Mit den Autor*innen: Simone Buchholz, Sebastian Fitzek, Kai Havaii, Mark Pieth, Michael Sahr.
Wo: Halle 3.1, Stand L25 


In diesem Sinne...
Buchlinge, ihr kennt das Spiel: Wenn ihr euch mit uns treffen wollt, schreibt mir entweder vorab und wir machen etwas aus, oder sprecht uns direkt auf der Messe an, wenn ihr uns entdeckt. 
Alternativ könnt ihr meinen Begleitungen auch den Ich-will-mit-euch-reden-Blick zuwerfen und sie wird ihn dann stellvertretend für mich einfangen. 

Seid ihr auch auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs? 
Welche Termine gehören zu euren Highlights? 


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* Frankfurt Authors Stage: Das ist die Selfpublishing Area unter einem neuen Namen. 

** In diesem Jahr feiert der neue Themenbereich Frankfurt Audio seine Premiere. Das bedeutet das auch der Gemeinschaftsstand der Hörbuchverlage einen neuen Platz hat.