Mittwoch, 17. April 2019

Die Drachenprinzessin

Foto: A. Mack
Die Coverrechte
bleiben beim Verlag. 
Steckbrief
Name: Die Drachenprinzessin 
Autor: Patricia C. Wrede 
Verlag: C. Bertelsmann (heute vermutlich cbt oder cbj) 
Geeignet für: ab 10 Jahren, oder für Menschen, die gerne außergewöhnliche Märchen lesen 
Gelesen oder gehört: vorgelesen bekommen, vorhanden als Printausgabe 
Bewertung: 5 von 5 Punkten 





Inhaltsangabe
Prinzessin Cimorene hat das typische Prinzessinnendasein satt. Alle Dinge, die Prinzessinnen eigentlich gerne machen sollten, langweilen sie zu Tode. Und als ihre Eltern sie dann auch noch verheiraten wollen, haut die Prinzessin kurzerhand ab und beschließt ab sofort als Haushälterin bei einer Drachendame, nämlich als so genannte Drachenprinzessin zu leben. Und das ist auch gut so. Cimorenes Hilfe wird dort nämlich dringend benötigt. 


Meine Meinung 
Patricia C. Wrede spielt in dieser Geschichte mit den allzu bekannten Märchenklischees. Uns wird schnell bewusst, dass es auch in ihrer Geschichte die klassischen Rollenbilder gibt: Prinzessinnen, die das Leben am Hofe lieben sollten und Prinzen, deren Aufgabe es ist, Prinzessinnen vor den bösen Drachen zu retten und schließlich zu heiraten. Doch Cimorene ist das alles zu langweilig. Und so beschließt sie sich den Märchenklischees zu widersetzen und nicht nur ihrem Verlobten, sondern auch ihren Eltern einen Strich durch die Rechnung zu machen. 

Sie stellt nicht nur die in der Märchenwelt herrschenden Werte und Normen in Frage, sondern beschließt auch noch, sich nicht davon bestimmen zu lassen und stattdessen so zu leben, wie sie möchte. Dieser Charakterzug gefällt mir unglaublich gut.
So wird nämlich nicht nur gezeigt, dass es eben auch starke Frauenfiguren im Märchen gibt, sondern die Autorin weist auch mit ganz einfachen Mitteln darauf hin, dass Werte und Normen nicht immer in Stein gemeißelt sind und man diese ruhig in regelmäßigen Abständen überprüfen darf.
Das Schöne ist, dass gerade diese beiden Elemente in einer Kindergeschichte untergebracht sind und so spielerisch vermittelt werden ohne großartig darüber interpretieren zu müssen. 

Nebenbei gibt es natürlich auch eine Haupthandlung in dieser Geschichte. Cimorene muss bei den Drachen nämlich nicht nur Pflichten übernehmen, sondern findet neue Freunde oder muss die neue Heimat gegen nervige Prinzen verteidigen, die sie selbstverständlich retten und wieder nach Hause bringen wollen. Als dann auch noch zwei Zauberer auftauchen, die ein verdächtiges Verhalten an den Tag legen, wird Cimorenes Misstrauen geweckt. Und das zu Recht. 

Wenn ihr also ein Exemplar von Die Drachenprinzessin in die Hände bekommt, rate ich euch, entweder euren eigenen Kindern oder eben den Kindern in eurer Verwandtschaft von der Drachenprinzessin zu erzählen.


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Den Textbaustein habe ich von Pergamentfalter übernommen.