Sonntag, 31. März 2019

Ge(h)plaudert Hör- bzw. Lesemonat März 2019

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Hallo Buchlinge, 

der März ist fast vorbei und es wird Zeit, euch von den Geschichten zu erzählen, die ich diesen Monat beendet habe. In dieser Podcast Folge spreche ich über acht Geschichten und wünsche euch gute Unterhaltung. 

Direkt bei YouTube hören. 
Oder bei SoundCloud herunterladen. (Nur für kurze Zeit). 




Erwähnte Geschichten: 
*Stadt der Diebe von David Benioff. l
Meine Rezension

*Der Fall des verschwundenen Lords von Nancy Springer. 
Meine Rezension

Der Junge muss an die frische Luft von Hape Kerkeling. 
Das Rosie Projekt von Graeme Simsion. 
*Der Bücherdrache von Walter Moers. 
Die Buchmagier von J. C. Hines. 
Die Drachenprinzessin von Patricia C. Wrede. 
Der Buchclub

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Inhaltsverzeichnis: 
00:00 Min: Intro 
02:39 Min: Stadt der Diebe 
04:00 Min Stadt der Diebe Hörprobe 
06:27 Min: Meinung zum Hörbuch. 
11:09 Min: Der Fall des verschwundenen Lords. 
12:05 Min: Der Fall des verschwundenen Lords Hörprobe 
16:56 Min: Meinung zum Hörbuch 
21:08 Min: Der Junge muss an die frische Luft 
21:31 Min: Der Junge muss an die frische Luft Hörprobe 
27:02 Min: Meinung zum Hörbuch 
31:25 Min: Das Rosie Projekt 
32:03 Min: Das Rosie Projekt Hörprobe 
36:05 Min: Meinung zum Hörbuch 
40:01 Min: Der Bücherdrache 
41:31 Min: Der Bücherdrache Hörprobe 
43:37 Min: Meinung zum Hörbuch 
49:30 Min: Die Buchmagier 
54:02 Min: Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek 
58:30 Min: Die Drachenprinzessin 
01:01:00 Min: Outro 

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Die mit * markierten Geschichten wurden mir von den jeweiligen Verlagen kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 29. März 2019

Wie steht es um unsere Bücherregale? Frag Dein Bücherregal!



Bild von A. Mack
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Hallo Buchlinge,

ihr merkt es vielleicht: Aber dieser Bücherstammtisch Bericht wird wohl wieder etwas länger werden. Deswegen will ich gar nicht viel Zeit mit einem Vorwort verschwenden, sondern euch nur kurz erklären, warum es keinen Bücherstammtisch Bericht von unserem Treffen im Februar gab: Das lag einfach daran, dass wir uns dort über unsere bis dato aktuelle Bücherstammtisch Lektüre unterhalten haben und ich einfach mal davon ausgegangen bin, dass ein Bericht davon ziemlich öde werden wird. (Meine Rezension von Der unvergleichliche Jeeves folgt übrigens in Kürze).
Nun beginnen wir aber mit unserem Treffen im MÄrz.


Der Countdown - Aufregung und neue Gesichter! 
Wie ich in meiner offiziellen Einladung und im letzten Monatsrückblick hier auf dem Blog bereits angedeutet habe, gab es im März prominenten Besuch: Und zwar schaute eine Mitarbeiterin der Buchhandlung Rombach vorbei und erwähnte uns in der Instagram Story der Buchhandlung. 
Außerdem lernten wir eine freie Mitarbeiterin des Onlinemagazins fudder kennen, die nicht nur über unseren Bücherstammtisch berichtete, sondern auch ein kleines Interview mit mir führte. 
Ich habe mich nicht nur riesig gefreut, dass beide Kooperationen wirklich zustande gekommen sind, sondern vor allem darüber, dass beide Kooperationen so schnell umgesetzt werden konnten: Der Artikel bei fudder erschien bereits letzte Woche. Und das, obwohl ich von einer anderen Journalistin gehört habe, dass es oft mehrere Monate dauern kann, bis es ein Artikel in eine Zeitung schafft.
Und auch in der Buchhandlung Rombach sind jetzt Flyer von uns zu finden. (Wir haben welche im Erdgeschoss an den Infobereichen gesehen. Ob auch welche in anderen Stockwerken zu finden sind, weiß ich noch nicht). 
 Nach meiner missglückten Facebook Werbung hoffen wir alle, so möglichst viele Bücherwürmer in Freiburg und der näheren Umgebung erreichen zu können.

Im März passierte außerdem etwas, womit ich absolut nicht gerechnet hätte: Die erste unangemeldete Interessentin ist zu uns gestoßen. Warum ich das so betone? Bisher haben sich viele Interessierte immer laut und mehrfach angekündigt, sind aber nie persönlich bei einem Bücherstammtisch aufgetaucht. Aus diesem Grund setze ich überhaupt keine hohen Erwartungen mehr daran, wenn ich Mails mit "Ich möchte unbedingt mal vorbekommen"-Inhalten bekomme. Ich freue mich dann zwar über die Rückmeldung, aber bin erst so richtig zufrieden, wenn die Interessierten dann auch vorbeigeschaut haben. 
Das Verrückte im März war, dass man 15 Fragen für unser Treffen vorbereiten sollte und ich fast damit rechnete, dass es Interessierte eher abschreckte. Und stattdessen haben genau diese 15 Fragen dafür gesorgt, dass die Interessentin neugierig geworden ist. Und so beglückwünschte ich unseren Neuzugang und erklärte, dass sie die Erste ist, die es einfach so zum Bücherstammtisch geschafft hat.


Unsere Bücherregale - Chaos vs. Ordnung 
Im März sollte es also um unsere Bücherregale gehen. Und hier trennte sich die Spreu vom Weizen. Kann man das so sagen? Es gab wieder diese zwei Lager: Nämlich diejenigen, die aufgrund der hohen Anzahl an Büchern, aber wenigen Wohnraums fleißig improvisieren mussten und die Titel teilweise unter dem Bett lagerten.
Und die zweite Fraktion, die dagegen ankämpft und beschließt regelmäßig Titel auszusortieren, wobei das alles andere als einfach ist.
Was den Besitz der Bücher betrifft, gibt es auch hier unterschiedliche Ergebnisse. emion und ich haben ungefähr 160 Titel, die ungelesenen bzw. ungehörten Titel miteinberechnet, während andere Bücherstammtisch Mitglieder wie Isona, so viele Bücher haben, dass die Motivation fehlte, sie alle zu zählen, was vollkommen verständlich ist.

Was die Sortierung der Bücherregale betrifft, gibt es hier spannende Konstellationen. Wie ihr dank meinen Podcast Folgen bereits wisst, sortiere ich meine Bücher oder Hörbücher nach dem Medium, also Hardcover, Paperback usw. und innerhalb des Mediums nach dem Nachnamen des Autors bzw. der Autorin.

emion hingegen ist ganz pragmatisch veranlagt: In ihren wichtigsten Kriterien geht sie nämlich nach der Größe der Bücher und der Voraussetzung, dass sie ins Regal passen. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, kommt eine alphabetische Sortierung nach dem Nachnamen des Autors bzw. der Autorin. So ist auch gewährleistet, dass die Buchreihen beieinander stehen.

Isona hat ein unbewusstes Kriterium: Das Zentrum ihres Bücherregals macht nämlich die Harry Potter Reihe aus. Alle Bücher, die in der Nähe dieser Reihe stehen, gehören zu ihren Lieblingsexemplaren. Wenn ihr also mal einen Blick auf ihr Bücherregal werfen solltet, wisst ihr Bescheid.



Frag Dein Bücherregal! 
Anka von Ankas Geblubber gab unbewusst den Anstoß für diese Aktion. Und zwar stellte sie vor ein paar Jahren in einem Video, die Idee des "Ask your bookshelf"-TAGs vor. Hier sollten 15 Fragen aus der Sicht des eigenen Bücherregals beantwortet werden. In die Antworten sollten die Titel eingebaut werden, die auch im eigenen Regal zu finden sind. TAG heißt das Ganze übrigens nur, weil man zum Schluss eine Hand voll Leute nominiert, bzw. tagged, die die Fragen dann beantworten dürfen. 
Und glücklicherweise waren die Bücherstammtisch Mitglieder genauso begeistert von den Fragen, wie ich. 
An dieser Stelle stelle ich euch die Bücherregale von emion, Isona und mir vor und wünsche euch viel Spaß beim Lesen. 


emions Bücherregal 
1) Wer bist du? Stell dich doch zu Beginn erstmal vor.
Eigentlich heiße ich Gregor, aber meine Freunde nennen mich oft fliegender Stern weil ich für alle der Star bin.


2) Wo warst du letzten Montag?
Ich laufe schon beim Gedanken daran Rubinrot an, aber ich gestehe: Beim Ouran High School Host Club.


3) Wie geht es dir heute?
Ich freue mich an jedem Tag. So sehr, ich sollte ein kleines Buch der Lebenslust schreiben. Aber ich habe auch manchmal das Gefühl eine Dunkle Sehnsucht zu haben. Squib Feeling blue kann ich dazu nur sagen.


4) Wofür brennst du?
Echte Feen, falsche Prinzen. Denn eigentlich bin ich mehr an Frauen interessiert als an blutroten Küssen von irgendwelchen kleinen Prinzen


5) Was hast du letzte Nacht geträumt?
Peinlich, was der sanfte Hauch der Finsternis einem immer in den Kopf setzt. Aber wo das Dunkel schläft entstehen eben die größten Wolkenschlösser. Ich war mit meiner Freundin Artemis Fowl auf einer Queste in der Kammer des Schreckens auf der Suche nach einem magischen Messer. Aber alles, was wir hatten, war eine Elektronische Zauberfibel, die wir nicht verstehen konnten, weil das kleine Hexenbuch auf Jugendsprache geschrieben war. Artemis zückte ihr neues Samsung Galaxy Smartphone - nicht dass hässlicher schwarze. Ihres ist wie Monde so silbern - und rief die Polizei. Als die Engel im Streifenwagen endlich da waren, konnten wir sie aber auch nicht verstehen. Ich holte das kleine Buch der Engel hervor, aber da flogen sie schon davon gen Himmel. Ich wollte Artemis fragen, was wir tun sollen, doch plötzlich können wir uns auch nicht mehr verstehen. Mir gefror das Tintenblut in den Adern, sie war so nah und doch so fern. Aber Gute Freude kann man nicht trennen. Also tranken wir beide etwas Wunschpunsch aus dem Feuerkelch, Artemis rief viva la Vagina! und ich erwachte.


6) Was ist typisch DU?
Ich bin verfolgt von den Schatten der Vergangenheit und alle meine Entscheidungen sind Entscheidungen mit Folgen. Ich spiele gerne Vier gewinnt, habe Haare wie Sterne so golden und bin ein absolute Fangirl von allem.


7) Was verbindest du mit deiner ersten großen Liebe?
Wir waren zwei Verliebte im Gegenwind, wir wollten für immer und ewig das Glück der Erde. Ich sagte bitte bleib bei mir, doch er hatte sein Tintenherz an eine andere, die Gefährtin der Dämmerung verschenkt. Dieser keine grüne Drache


8) Wovor hast du Angst?
Ich fürchte die Verlockung der Nacht genau wie den Tintentod.


9) Was bereust Du?
Im Indigosommer 1984 war ich mit Lucas - eigentlich Lucian aber das ist mir zu peinlich - in der Stadt der Masken und der besonderen Kinder, der Diebe, der Träumenden Bücher ... Sie hat hundert Namen. Es war ein richtiger Libellensommer, über und der weite Himmel, es blühte weißer Oleander und wir waren auf der Suche nach dem Glück. Wie Eulen in der Nacht huschten wir durch die Stadt. Über kurz oder lang würde uns der Gesang der Orcas auf den richtigen Weg führen, hatte Peter und die Sternfänger behauptet. Ein Tom Gates meinte, wir sollen das Geheimnis der Spinnenhexe lösen, aber das war auch nix. Ich sag dazu nur: Männer und andere Katastrophen. Den Ausflug hatte ich mir definitiv sparen können, ich war von Idioten umzingelt.


10) Wer hat dich in deinem Leben am meisten beeinflusst?
Die Patin, die ich nie hatte. Als die schwarzen Feen kamen, zu meiner Taufe, daher sie: "Mein Weg führt nach Tibet zur verlorenen Kolonie. Denn die Rache ist mein! Niemand erzählt mir Lügen, die von Herzen kommen! Sorry, Simone, aber


11) Was darf, deiner Meinung nach, an einem Freitagabend nicht fehlen?
Chillen im gestreiften Pyjama und Ratekrimis oder andere Geschichten, die glücklich machen.


12) Wie lautet dein Motto?
Ich habe Hunger, ich habe Durst.


13) Wie würdest du die Person beschreiben, die dich ...getaggt hat?
Sie versteht mehr von Magyk als von Physik. Und wenn sie kleine Gruselgeschichten schreibt, fragt man sich: "Woher nimmt sie die Ideen? Soap oder Leben? Sie will große Dramen erzählen, aber, am Ende sind es nur ihre collected Cat stories.


14) Was möchtest du den von dir getaggten Leuten mit auf den Weg geben?
Zwischen Himmel und Erde, in der Stille zwischen den Sternen, im Glanz des Mondes, im Funkeln der Sterne, da findet ihr Glauben, der nach Freiheit schmeckt.


15) Gibt es noch irgendetwas, das du loswerden möchtest?
Beim Leben meiner Schwester, ja! Mürrische Monster und dämliche Dämonen sollte man nicht in sein Haus lassen.


Isonas Bücherregal 
1) Wer bist du? Stell dich doch zu Beginn erstmal vor.
Manche Leute nennen mich Der Hobbit und Der Herr der Ringe oder auch Yelena und die Magierin des Südens werde ich genannt. Aber ihr dürft mich gerne mit Die Meisterin ansprechen.


2) Wo warst du letzten Montag?
An diesem schwarzen Montag war ich auf der Insel der blauen Delfine und habe mit Sabriel, Artemis Fowl und Lucian zu Abend gegessen und dem Wispern der Schatten gelauscht.


3) Wie geht es dir heute?
Glut – äh Gut!


4) Wofür brennst du?
Für die Farben der Magie in dem Buch in der flammenden Welt.


5) Was hast du letzte Nacht geträumt?
Es war ein seltsamer Traum! Der Ruf des Kuckucks hat mich nach Qualityland in die Bücherstadt City of Bones, die maskierte Stadt gelockt. Kaum bin ich durch eines der 5 Tore der Stadt getreten, war ich Plötzlich Shakespeare und sprach nur noch in Reimen.


6) Was ist typisch DU?
Ich habe ein großes Tintenherz und liebe unendliche Geschichten, die glücklich machen.


7) Was verbindest du mit deiner ersten großen Liebe?
Er hieß Hector und die Geheimnisse der Liebe entdeckten wir zusammen. Es war einfach Magiesch, so wie ein gutes Omen aus Otherland. Unsere Liebe schien so hell wie der Mond über Soho und alle Flüsse von London verbreiteten mit Wispern unter Baker Street unsere Liebe. Von ihm habe ich gelernt, wie man richtig küsst und was es für eine ewige Liebe braucht.


8) Wovor hast du Angst?
Vor dem Ruf des Henkers am bösen Ort, wo Hexenkinder am Galgen von Tyburn baumeln, deren Namen und Geheimnisse im Buch des Todes stehen.
Außerdem vor schwarzen Katzen und der Unglückszahl 13.


9) Was bereust du?
Dass ich dem geheimen Zirkel beigetreten bin.


10) Wer hat dich in deinem Leben am meisten beeinflusst?
Meine Sister Simone, meine Happy Family, meine 5 Freunde und Harry Potter.


11) Was darf deiner Meinung nach an einem Freitagabend nicht fehlen? Ein langes Training modernes Karate mit Kumite und am besten allen 25 Shotokan Katas.


12) Wie lautet dein Motto?
Sei immer nett zu allen, sonst gibt es mieses Karma.


13) Wie würdest du die Person beschreiben, die dich getaggt hat?
Sie ist einfach genial! Sie MUHtet sich zu, dass sie all unsere Bücher im Bücherstammtisch wie ein Seidenspinner verknüpft und daraus tolle Blogartikel zaubert.


14) Was möchtest du den von dir getaggten Leuten mit auf den Weg geben?
Nicht ändert sich, wenn du es nicht tust! Sei wie ein Wirbelsturm! Sei ein Lichtbringer in unserer dunklen Welt voller Nebelmacher.


15) Gibt es noch irgendetwas, das du loswerden möchtest?
Mach’s gut und danke für den Fisch!


Emmas Bücherregal 
1) Wer bist du? Stell dich doch zu Beginn erstmal vor. 
Sie nennen mich nur einen Mann, namens Ove. Ganz gemeine Menschen bezeichnen mich auch als *den Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand.


2) Wo warst du letzten Montag? 
Wenn ich das so genau wusste. Meistens verbringe ich meine Tage auf Isola, die auch die Insel, der letzten Wahrheit genannt wird. Und wenn gutes Wetter ist, kann ich hinauf bis ins *Wolkenschloss blicken.


3) Wie geht es dir heute? 
Heute? Es fühlt sich an, wie der Flügelschlag des Glücks. Doch ist es wirklich das, *was wir dachten, was wir taten? Besteht unser Leben in Wahrheit nicht aus vielen Löchern, die explodieren wie ein Amokspiel in tausend Splittern?


4) Wofür brennst du? 
Da bin ich mir gar nicht so sicher. Manchmal glaube ich, ich bin nicht weg und nicht da. Dann merke ich wieder, welch Mordshunger ich doch habe und mir wird klar, es gibt nichts, was im Leben wirklich wichtig ist.


5) Was hast du letzte Nacht geträumt? 
Ich schlich durch einen Wald und gelangte in das finstere Tal. Dort sah ich eine Gestalt. Erstaunt stellte ich fest: „Ah, die im Dunkeln sieht man doch!“
Die Gestalt wandte sich um und erklärte: „Ich bin Hector und befinde mich auf der Suche nach dem Glück. Vielleicht ja auch meinem Glück.“
Verdattert starrte ich den Mann an und fragte mich, ob er den *Ruf des Kuckucks bereits vernommen hatte.
Ich blieb stumm und wartete, dass er weitersprach, was er auch sogleich tat: „Ich erzähle dir jetzt etwas, das ich noch nie einem Menschen erzählt habe. Nämlich die Wahrheit über Alice. Sie, also *meine Schwester lebt auf dem Kaminsims.“
Ich konterte schnell mit: „Und ich hüte *das Geheimnis der Schnallenschuhe, Harry, du verwunschenes Kind.“
Er blickte mich verblüfft an und wollte wahrscheinlich noch etwas erwidern, doch das Weckerklingeln riss mich aus der Szenerie. Und in dem Zustand zwischen Schlaf und Aufwachen dachte ich noch: „Ach, Hummeldumm! Er hieß doch Hector und war ganz gewiss nicht der Gefangene von Askaban


6) Was ist typisch DU? 
*Meine geniale Freundin hat mir schon immer gesagt, dass ich bin, wie *Quidditch im Wandel der Zeiten. Besonders schlimm ist es, wenn ich Blähungen habe. Dann entgegnet sie lachend: „Darm mit Charme!“


7) Was verbindest du mit deiner ersten großen Liebe? 
*Mein Blinddate mit dem Leben. Als wir noch *unter Leuten waren, schrieb sie mir immer verbotene Liebesbriefe und nannte mich dann, *den Fürst des Nebels. Wir heirateten übrigens an *Neujahr um *sieben Minuten nach Mitternacht im Lavendelzimmer. Und so begann *die Geschichte eines neuen Namens. Doch als unsere *Herzen leer wurden, blieb nur noch *die Ernte des Bösen übrig. Und irgendwann wurde aus uns *die Geschichte der getrennten Wege.


8) Wovor hast du Angst? 
Vor der *kalten Stille und dem *Sturmfilmmern. Denn dann kommt der Herr der Diebe, der in der *Stadt der Diebe lebt und mir eines Tages mithilfe einer Sommerfalle meinen besten letzten Sommer kaputt machen wird. Ihr werdet es schon sehen. Dabei bin ich doch nur ein Mann, in einem Fjord. Und dann werde ich mir wünschen, meinen Sommer auf dem Mond verbracht und die Gesetze eingehalten zu haben.


9) Was bereust du? 
Ich bereue, dass ich nie Nijura geheiratet und somit das Erbe der Elfenkrone angetreten habe. Stattdessen wurde mir nur Adams Erbe vererbt. Adam wurde vom *weißen Tod heimgesucht. Leider hinterließ uns Adam auch eine Tochter, die von allen nur *die Moortochter genannt wurde. Sie wollte übrigens einen Jungen namens Weihnacht heiraten. Doch tief in ihrem Herzen wollte sie, das Mädchen, das den Himmel berührte, Sängerin werden. Also lief sie Tag ein Tag aus durch *Belgravia und sang: „*Eines Tages Baby, *können wir alles sein, Baby, *jetzt, Baby!


10) Wer hat dich in deinem Leben am meisten beeinflusst? 
Paris, Du und Ich? Darf ich sowas sagen? Doch eigentlich vermute ich, dass es mein Vater, sein Schwein und ich waren. Mein Leben ist ein *Blinddate und ich rate immer allen, die Welt mit meinen Augen zu sehen.


11) Was darf, deiner Meinung nach, an einem Freitagabend nicht fehlen? 
*Das Lied der Freiheit. Seine Strophen haben etwa folgenden Inhalt: „Oh, Freitag Abend, du *Seidenspinner, schenktest uns den Graffiti Moon und einen Sommer und vier Tage. Und *wenn du stirbst und dein ganzes Leben an dir vorbeizieht drücktest Du einfach nur Selection oder auch schon mal Escape!“


12) Wie lautet dein Motto? 
Als Lotto Klara, in mein Taxi stieg, erzählte sie mir, dass es nur ein Ziel in ihrem Leben gibt, nämlich: „*To keep you safe!“ Mir wurde klar, dass wir später schlafen werden. Ob ich das als Starter schaffen würde? Immerhin nahm ich noch nicht am Rosie Projekt teil und lebte eigentlich unter der Drachenwand bei der Katze und dem General. Hier erlebte ich den Sommer voller Sternschnuppen.


13) Wie würdest du die Person beschreiben, die dich ...getaggt hat? 
An den hellen Tagen lebte sie am Cafe am Rande der Welt, da wo der Hund begraben liegt. Immer wenn wir uns trafen, aßen wir in der kleinen Sommerküche am Meer und führten ein einfaches Leben. Keine Ahnung, ob das Liebe ist. Wenn sich unsere Wege trennten, verabschiedete sie mich mit den Worten: „Vermiss mein nicht.“
Ich war geübt darin, nichts darauf zu erwidern, denn es ist eine unendliche Geschichte, die nur in der Therapie enden kann.
Wenn die Person, wieder einen Axo Lotl Roadkill hat, durchlebt sie die Verwandlung und wird meist plötzlich zu Shakespeare und brüllt: „*Verstand und Gefühl!
Dann blickte ich meist, wie ein *nasser Fisch drein und hoffte, dass sie nicht schon wieder *die Geschichte des verlorenen Kindes durchlebt. Oder des verlorenen Mannes? Immer diese *Witwendramen.


14) Was möchtest du den von dir getaggten Leuten mit auf den Weg geben? 
*28 Tage lang, werdet ihr euch fragen, ob eure Reise in einer unwahrscheinlichen Pilgerreise wie bei Harold Fry enden wird. Ich werde jeden einzelnen von euch ansprechen und erklären: „Wenn du dich traust und die Herausforderung annimmst, wirst du vielleicht morgen Muh! brüllend durch den Strom der Zeit laufen und dich fragen, *wie man die Zeit anhält.“
Ihr werdet mich verwundert mustern und ich werde erklären: „Ich bin *der Kreidemann und wenn ihr nicht aufpasst, bin ich dann mal weg.“
Einer von euch wird mich verdattert fragen: „Hast du auch Phantastische Tierwesen und kannst uns erklären, wo sie zu finden sind?“
Und ich werde nur ganz trocken antworten: „Trinkt einen Schluck vom satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch und euch werden nicht nur 10 Jahre Freiheit geschenkt.“


15) Gibt es noch irgendetwas, das du loswerden möchtest? 
Ach, schlaft gut, ihr fiesen Gedanken! Verschwindet *silbern in das erste Buch der Träume. Reist am besten *per Anhalter durch die Galaxis und hört auf das Geräusch des Lichts. Erzählt mir nicht tausend kleine Lügen und das nicht nur ein ganzes halbes Jahr lang. Ich glaube nicht an Wunder und weiß, dass ich nicht so viele Leben habe, wie Harry August. Es fühlt sich nämlich kein bisschen an, wie *Weihnachten auf der Lindwurmfeste. Und ich habe leider kein Mädchen, das Weihnachten rettete, sondern tappe jedes Mal aufs Neue in *die Falle hinein, gestellt von euch. Und ich bin es leid, dann immer nur *den Schatten zu sehen. Dann komme ich mir immer vor, als ob *das Schicksal ein mieser Verräter wäre. Dabei hoffe ich nur auf ein ganz neues Leben und *die Wahrheit, dass *der Engelsbaum mein zweites Leben einläuten wird. Also, du Gedanke, *dann schlaf auch du und schenke mir in den Wintern der Welt einen Schmetterling und eine Taucherglücke, die ich im Urlaub bei ganz viel Sand einweihen werde. So, bin ich nämlich nicht *vom Sinn des Scheiterns umgeben, sondern weiß, dass ich nicht Ugly mein Gesicht verlieren werde.


Vorschau auf das Treffen im April 
Wir treffen uns am Montag den 08.04. um 17:20 Uhr vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach. Wir warten fünf Minuten und gehen von dort aus gemeinsam zu unserem Raum. 

Die Themen für unser Treffen im April stehen bereits fest und lauten: 

  • Beste erste Sätze vs. schlechteste erste Sätze: 
Welche ersten Sätze konnten Dich bisher überzeugen? Welche ersten Sätze haben Dich eher abgeschreckt? 

  • Erste Sätze raten - Das Genre Spiel 
Hierfür ist es wichtig, dass Du Dir die ersten Sätze von Büchern aus Deinem Bücherregal herausschreibst. Vor Ort wollen wir dann raten, in welches Genre die Sätze gehören. Und natürlich wird zum Schluss aufgelöst und über den eigentlichen Inhalt der Geschichten geredet. 

  • Kopfkino beim Lesen: 
Ab wann springt Dein Kopfkino beim Lesen an? Bei welchen Geschichten ist der Film besonders intensiv? 

  • Optional: Bericht von der Leipziger Buchmesse
Ich war Ende März auf der Leipziger Buchmesse und kann bei Interesse von meinen Erlebnissen erzählen bzw. auf den Unterschied zwischen der Frankfurter und der Leipziger Buchmesse eingehen. 

  • Offene Runde: 
Du hast eine Geschichte oder ein buchiges Thema, über das Du unbedingt sprechen möchtest? Dann bringe es doch gerne zu unserer offenen Runde mit. 



Bücherstammtisch in Freiburg? Da will ich hin!
Du kommst aus Freiburg oder der näheren Umgebung und möchtest Dich mit anderen Bücherwürmern einmal im Monat über Bücher austauschen?
Dann bist Du hier genau richtig: Wir treffen uns einmal im Monat an ein-em Montag ab 17:20 Uhr vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach in der Bertoldstraße in Freiburg.
Von dort aus gehen wir gemeinsam zu unserem Raum. Monatlich legen wir be-stimmte Themen fest, über die wir dann bei unseren Treffen sprechen.

Auf dieser Seite findet ihr Infos zu unseren nächsten Terminen und den Themen.

Momentan besteht unsere Gruppe größtenteils aus Studierenden, ist aber für alle Altersgruppen offen. Wir reden hauptsächlich über Bücher aus der Belletristik (Unterhaltungsliteratur wie beispielsweise Fantasy, Jugendbuch, Thriller) sind aber auch offen für Bücher aus anderen Bereichen.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, hast Du zwei Optionen:

Mailverteiler: Mail an EmmaZecka(at)gmx.deDu lässt Dich in den Mailverteiler eintragen. Hier lade ich regelmäßig zu den Stammtisch Treffen ein oder verschicke Umfragen, damit wir die Themen un-serer Treffen festlegen können.
Den Mailverteiler führe ich über die Gruppen Funktion von Outlook: Deine E-Mailadresse wird also in meinem Outlook Account im Adressbuch gespeichert, aber nur nach Deinem Einverständnis an die anderen Bücherstammtisch Mitglieder weitergegeben.


What'sApp Gruppe (ab drei besuchten Treffen)
Wenn Du unsere Treffen mehr als dreimal besucht hast, nehmen wir Dich gerne in unsere What'sApp Gruppe auf: Hier teilen wir Impressionen, tauschen hin und wieder Bücher oder suchen einfach jemanden zum reden, wenn wir gerade eine besonders bewegende Geschichte beendet haben.


Info zur Facebook Gruppe: Da unser Austausch hauptsächlich offline stattfindet, habe ich mich dazu entschlossen, nicht mehr in der Facebook Gruppe zu posten. Ich halte die Gruppenbeschreibung auf dem neusten Stand, werde aber keine aktuellen Infos in der Gruppe teilen.

Neugierig? Wir freuen uns auf Dich!

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Bei den mit * markierten Titeln handelt es sich um Rezensionsexemplare, die mir kostenfrei von den jeweiligen Verlagen zur Verfügung gestellt wurden. 

Mittwoch, 27. März 2019

Wie war's bei der Leipziger Buchmesse 2019? - Teil 1

So, Buchlinge,

heute vor einer Woche haben meine Begleitungen und ich uns auf den Weg nach Leipzig zur Buchmesse gemacht.
Im ersten Teil meines Messerückblickes erzähle ich euch von unseren Erlebnissen am Donnerstag. Unser Terminplan war voll. Doch welche Termine haben wir vor Ort tatsächlich besucht? Das und mehr erfahrt ihr in diesem Messebericht. 
Ich wünsche euch gute Unterhaltung. 


Anreise und Verwirrung dank Google 
Wir haben Leipzig gegen Donnerstag Nacht erreicht und Google schickte uns erst einmal ins gefühlte Niemansland. Wohnhäuser weit und breit. Aber wo war unser Hotel? Verwirrt fragten wir uns, wie zentrale Lage definiert wurde. Doch am nächsten Morgen stellten wir fest, dass uns Google wahrscheinlich nur auf eine Odyssee geschickt hat, weil die für uns wichtige Straßenbahn zur dieser späten Stunde nicht mehr fuhr. 

Das Hotel
Unser Hotelzimmer gefiel mir von seinem Aufbau her ziemlich gut. Der Raum war klein, bot aber zwei Etagen. Wenn man den Raum betrat, fand man im Erdgeschoss ein kleines Sofa, einen Schreibtisch und eine Tür, die zu einem sehr kleinen Badezimmer führte. 

Eine Treppe führte dann in den - wenn man das so nennen kann - ersten Stock, indem ebenfalls zwei Betten, zwei Nachttische und ein Fernseher, den wir aber nicht benutzten, vorhanden waren. Das Zimmer hatte etwas Gemütliches, sodass ich mich nach den langen Messetagen gerne dort aufgehalten habe. 


Donnerstag 21.03.19 
Wir starteten also mehr oder weniger wach in unseren ersten Messetag. Meine Begleitungen verblüfften mich am frühen Morgen und zwar mit ihrem Frühstück. Sie eröffneten die Messezeit nämlich mit einem Kuchenfrühstück und setzten das am Folgetag auch begeistert fort. Und als sich am Folgetag auf einem der Frühstücksteller auch ein Stück Erdbeertorte einfand, staunte ich nicht schlecht. 

Letztendlich kamen wir gegen 10:30 Uhr am Messegelände an. Der erste Termin auf unserem Plan entfiel zwar, was für mich aber nicht so tragisch war, da er nicht zu den Veranstaltungen gehörte, die ich unbedingt sehen wollte. Also begann unser Tag mit Carla Berling. 


Carla Berling liest
aus Tunnelspiel.
Foto: A. Mack 
Mein erster Kontakt mit Carla Berling 
Von Carla Berling hörte ich erstmals 2014. Damals bloggte ich noch auf einem anderen Kanal und bekam eine Mail von der Autorin, in der sie mir den ersten Band ihrer Krimireihe Sonntags Tod als Rezensionsexemplar anbot. Den Auftakt dieser Reihe brachte sie als Selfpublisherin heraus. Mir gefiel ihr Schreibstil damals sehr gut. Einzig und allein mit dem Spannungsbogen der Geschichte kam ich nicht ganz zurecht, konnte aber nicht benennen, was mir fehlte.
Vor ein paar Monaten erfuhr ich dann, dass es inzwischen drei Bände der Reihe gab und Carla Berling nicht nur einen Verlag, sondern auch eine Literaturagentur gefunden hatte. Das hat mich unglaublich gefreut. Und so wollte ich also unbedingt wissen, wie es mit Ira im dritten Band weitergeht. 

Carla Berling spricht über Tunnelspiel 
Carla Berling blieb gerade mal eine halbe Stunde Zeit uns Tunnelspiel vorzustellen. Ich war wirklich beeindruckt, dass sie uns nicht nur den dritten Band ihrer Reihe, sondern auch ihre Figuren innerhalb der kurzen Zeit näherbringen konnte. Carla Berling bot uns in der halben Stunde genug Material, um abschätzen zu können, ob ihre Krimireihe etwas für uns war oder nicht. 
Da die ersten beiden Bände auch als Hörbücher erschienen sind, hoffte ich natürlich, dass es auch von Tunnelspiel eine Lesung geben würde. Leider musste mich die Autorin nach der Lesung enttäuschen. Und ich war wirklich etwas genervt: Alle reden immer von der Digitalisierung. Wenn das Hörbuch in der haptischen Form nicht läuft, hätte man es doch zumindest als Download umsetzen können, oder? Nun muss ich mir nämlich überlegen, ob ich die Reihe ein zweites Mal beginne, oder lieber auf eine andere Geschichte von der Autorin hoffe. 

Vera Nentwich im Gespräch
mit Melissa und Cornelia.
Foto: A. Mack 
Bauchschreiber oder Plotter? 
Unter diesem Motto befragte Vera Nentwich, die Vorsitzende des Selfpublisher Verbandes zwei Autorinnen. Leider habe ich die Nachnamen der Autorinnen nicht mitschreiben können, deswegen verzeiht mir, wenn ich sie hier nur beim Vornamen nenne. 
Melissa gehört zum Team der Plotterinnen, also derjenigen, die ihre Romane sehr detailliert planen. Sie lässt sich aber neben genauen Planungen auch ein bisschen Freiraum, falls sich die Charaktere doch für einen anderen Weg entscheiden. 
Cornelia hingegen lässt sich eher treiben und hat gemerkt, dass ihr das Planen weniger liegt.
Die Moderatorin behauptet von sich, dass sie selbst irgendwo dazwischen liege. 

Wenn Interesse besteht, kann ich über diese Veranstaltung auch einen eigenen Artikel schreiben. Hier erstmal so viel: Bisher war ich von Gesprächsrunden gewohnt, dass die Moderation irgendwann überflüssig wird und die Teilnehmer*innen von selbst mit einer Diskussion beginnen. Hier hingegen wurden beide Autorinnen nacheinander befragt, aber ein Gespräch zwischen ihnen kam leider nicht zustande, was ich etwas schade fand. Die Fragen waren sehr offen gehalten, jedoch hatte ich den Eindruck, dass es hier und da auch etwas zu offen war und die Teilnehmerinnen nicht so recht wussten, was sie antworten sollten. 


Takis Würger beim blauen Sofa
Foto: A. Mack 
Takis Würger spricht über seinen aktuellen Roman Stella 
Buchlinge, manchmal frage ich mich wirklich, ob ich überhaupt gut informiert bin, was Literatur betrifft. Der Aufruhr um Takis Würger zweiten Roman Stella ging voll an mir vorbei. Hier geht es um Stella, die vor eine schwere Entscheidung gestellt wird: Sie kann sich und ihre Familie retten, indem sie Andere verrät. Das Problem an der Geschichte: Stella gab es wirklich. Und einigen Menschen gefällt nicht, was Takis Würger aus Stellas Geschichte gemacht hat. Und so musste sich der Autor in dem Interview unter anderem der Frage stellen, wie er mit Kritik umgeht. 
Aber beginnen wir von vorne: Zuerst sprach ihn der Moderator auf ein sprachliches Bild an, das er in dem Roman nicht verstanden habe: Stella wird nämlich aus der Sicht eines Mannes erzählt, der farbenblind ist. Und der Moderator fragte sich, was das mit der Geschichte zu tun hat. Das Interessante an der Sache war, dass ich, obwohl ich das Buch bisher nicht gelesen habe, eine Idee hatte, was damit gemeint war. Ich war erstaunt, dass der Moderator das sprachliche Bild nicht erkannte, da ich eigentlich davon ausgegangen bin, dass er mehr Geschichten gelesen hat und somit auf einen größeren Erfahrungsschatz zurückblickt. 

Takis Würger hätte nicht damit gerechnet, dass er mit seinem zweiten Roman so viel negative Kritik bekommen wird. Er meinte, ihm seien Rückmeldungen wichtig und es sei nicht so, dass die negative Kritik spurlos an ihm vorbeigehe. Aber er wisse auch, dass er es nicht jedem recht machen könne. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass er sich auf dem blauen Sofa für seinen Roman rechtfertigen musste. Und dafür hat er sich wirklich gut geschlagen. Er hat mich nicht nur neugierig auf Stella, sondern auch auf seinen Debütroman Der Club gemacht. 


Eine Pause mit einer überraschend spannenden Lesung 
Da ich bekanntlich auf den Buchmessen nicht viel vom stöbern habe, bat ich meine Begleitung mich einfach schon mal an dem Stand abzusetzen, an dem unsere nächste Veranstaltung stattfinden sollte. So hatte sie ausreichend Zeit, sich an den umliegenden Ständen etwas umzuschauen. Und so stolperte ich in eine interessante Lesung. Leider weiß ich weder den Namen der Autorin noch den Namen der Geschichte. Aber wenn ich euch den Inhalt erzähle, vielleicht kennt ja jemand von euch Buchlingen die Antwort. 
In der Geschichte geht es um zwei Geschwister, die als Flüchtlinge in einem neuen Land ankommen. Dort gibt es eine Art Anführer, der predigt, dass es in der Welt darum gehe, Liebe zu verbreiten und Liebe zu teilen. Hass hat hier keinen Raum. Die Geschichte ist aus der Perspektive einer Ich-Erzählerin erzählt, die dem Anführer aufmerksam bei seiner Rede lauscht und versucht, ihren Bruder in der Menge auszumachen. 
Doch beide Geschwister sind sich nach der Veranstaltung uneinig, wie sie die Regeln der neuen Heimat finden sollen. Während unsere Ich-Erzählerin bemüht ist, sich den neuen Regeln anzupassen, erkennt ihr Bruder, dass er bei der offenen Gesellschaft viele Abstriche machen muss und das Land gar nicht so frei ist, wie es zu sein scheint. 

Zu Beginn der Lesung runzelte ich noch kritisch die Stirn, weil ich befürchtete, dass die Autorin die Flüchtlingskrise in eine dystopische Welt presst und uns anhand der Geschichte erzählen will, wie wir mit der Krise umzugehen haben. Doch die Konflikte, die in dieser Lesung angedeutet wurden, gingen über das Zurechtfinden in einer neuen Heimat hinaus und machten mich doch etwas neugierig auf mehr. 


Kai Meyer spricht
über das Ende
seiner Trilogie.
Foto: A. Mack 
Kai Meyer präsentiert die Krone der Sterne 
Da meine Begleitung bereits einige Bücher von Kai Meyer gelesen hatte und ich den Autor ebenfalls interessant finde, wollten wir unbedingt hören, was er zum letzten Band seiner Trilogie zu erzählen hatte. Schnell mussten wir beide aber feststellen, dass der Autor in der halben Stunde, die ihm zur Verfügung stand, viel über das Universum erzählte, in der die Geschichte spielte. Leider bekamen wir so, nur wenige Ausschnitte aus dem dritten Band zu hören. Während wir uns vor Ort noch darüber wunderten, frage ich mich heute, ob genau das vielleicht vom Autor beabsichtigt war, damit die Zuhörer*innen nicht unabsichtlich gespoilert werden konnten. Und falls letzteres der Fall ist, ist das ein ziemlich guter Schachzug, wenn ihr mich fragt. 

In einem Nebensatz bemerkte Kai Meyer, dass es ihm wichtig sei, all seine Bücher miteinander zu verbinden und zum Schluss eine Art großes Universum zu haben. Das finde ich unglaublich faszinierend, weil ich es mir auch schwierig vorstelle, bei so vielen Büchern den Überblick zu behalten. 


Lektorensprechstunde moderiert von Hans-Peter Roentgen 
In dieser Veranstaltung sollte es um die Zusammenarbeit zwischen dem Lektor und dem Autor gehen. Leider kamen wir etwas später und verpassten so den Auftakt inklusive der Vorstellungsrunde. Die Veranstaltung war zwar ziemlich interessant, aber auch oberflächlich gehalten. Das lag hauptsächlich daran, dass es sich hier um den Auftakt einer Veranstaltungsreihe handelte, die an den Folgetagen der Messe fortgesetzt werden sollte. Wesentliche Informationen gab es hier aber bereits in den Nebensätzen. Und hier werde ich mir meine Notizen noch einmal genauer anschauen. 


Sarah Kuttner spricht über Kurt 
Die letzte Veranstaltung auf unserem Plan war Sarah Kuttner, die ihr neues Buch Kurt vorstellen wollte. Sarah Kuttner ist mir vor allem als Moderatorin bekannt. Damals, als es noch Musikfernsehen gab, moderierte sie sowohl bei MTV als auch bei VIVA. Ich mochte die Moderatorin ganz gerne, verstand damals aber wahrscheinlich einige ihrer Kommentare auch einfach nicht. 
In dieser Veranstaltung wurde sie von einer Moderatorin interviewt und es stellte sich sehr schnell heraus, dass die Moderatorin so ihre Probleme mit Sarah Kuttners Protagonistin hat. Die Protagonistin lebt nämlich mit einem Partner zusammen, der einen Sohn aus einer ersten Beziehung mit in die neue Partnerschaft bringt. Der Sohn lebt alle zwei Wochen bei ihnen und die Protagonistin ist sich nicht sicher, wie sie die Beziehung zu Kurt gestalten soll. Darf sie sich in Erziehungsfragen einmischen? Darf sie überhaupt eine Beziehung zu Kurt aufbauen? Als dann noch etwas Tragisches passiert, muss nicht nur sie sich neu sortieren. 

Sarah Kuttner machte mich auch hier neugierig auf Kurt und seine Geschichte. Ein lustiger Running Gag in dem Gespräch war, dass sowohl der Partner der Protagonistin als auch der Sohn Kurt heißen und im Gespräch dann immer wieder neu geklärt werden musste, ob man jetzt über den großen oder den kleinen Kurt spreche. 


Leipzig, Weltstadt? Die Läden schließen schon um 20:00 Uhr! 
Und wie das nach langen Messetagen so ist, gibt es neben den ersten Anzeichen eines drohenden Muskelkaters auch noch das Magenknurren. Und natürlich strömen nach dem Ende der Messe viele hungrige Menschen in die Leipziger Innenstadt. Während die Restaurants gut gefüllt waren, mussten wir sehr schnell feststellen, dass uns die Zeit davon lief. Denn viele Läden schlossen bereits gegen 20:00 Uhr. Natürlich war es noch unter der Woche, jedoch erzählten mir meine Begleitungen, dass Leipzig den Titel Weltstadt trägt und somit rechneten wir eigentlich damit, dass die Läden so lange auf hatten, wie eben bei uns im Süden. 

Nachdem wir dann aber doch noch ein gutes Abendessen gefunden hatten, machten wir uns müde, aber vorerst glücklich auf den (kürzeren) Weg ins Hotel. 


Fortsetzung folgt... 
Buchlinge, in meinem zweiten Teil des Messerückblickes erzähle ich euch von einem Treffen mit Andreas Fröhlich, überraschend positiven Rückmeldungen bei Verlagsterminen und gebe euch einen Einblick welche Veranstaltungen ich bei den diesjährigen Bloggersessions besucht habe.


Und Du? 
Warst Du auch in Leipzig unterwegs? 
Was hast Du am Donnerstag so erlebt? 

Montag, 25. März 2019

Das Lied der Wächter – Das Erwachen

Cover vom Gmeiner-Verlag
Eine Rezension von Isona und Skyara.

Autor: Thomas Erle
Verlag: Gmeiner Verlag
Geeignet für: Schwarzwald-Fans; Leser, die auf Spannung stehen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 4 von 5 Punkten




Klappentext

Geheimnisvoller Schwarzwald – die Saga beginnt! 

Seit dem verheerenden Atomunfall am Oberrhein vor 16 Jahren gilt der Schwarzwald als verstrahlt und unbewohnbar. Nach der Totalevakuierung der Bevölkerung haben die Behörden das gesamte Gebiet zur Sperrzone erklärt.

An seinem 16. Geburtstag erfährt Felix von der Frau, die er für seine Mutter hielt, dass seine Eltern an jenem verhängnisvollen Tag auf einer Bergtour unterwegs waren und seither als vermisst gelten. 

Felix fühlt sich getäuscht und ist wütend und verzweifelt. Erst das Testament seines verstorbenen Onkels weckt in ihm die Hoffnung, dass seine Eltern noch leben könnten. Mit Hilfe einer Schleuserorganisation gelingt es ihm, in die streng bewachte verbotene Zone vorzudringen. Er lernt die geheimnisvolle Lena kennen und erfährt, dass die Regierung seit Jahren ein falsches Spiel spielt. Denn die Gefahr im Schwarzwald ist viel größer, als es sich die Menschen vorstellen können …


Isonas Meinung 
Schon allein die Idee war sehr spannend und hat mich sofort neugierig gemacht.

Der Schwarzwald verseucht und nicht mehr zugänglich? Mysteriös – schon fast nahe an Fantasy, wobei nicht ganz klar ist, was sich hinter der geheimnisvollen Kraft verbirgt.

Zudem finde ich verlassene Orte unglaublich faszinierend und die Überlegung, wie der Schwarzwald nach 16 Jahren ohne Zivilisation aussehen könnte, war unglaublich packend.

Das Setting gefiel mir also schon einmal sehr gut und war wahrscheinlich einer der Gründe, weshalb ich das Buch lesen wollte (obwohl ich kein großer Fan von Regio-Krimis bin). Plus die Tatsache, dass der Autor in meiner Heimatstadt wohnt.

Das Cover reflektiert die Atmosphäre des gesamten Buchs. Vor allem die Spiegelung im unteren Teil gefällt mir gut, weil es sehr mystisch wirkt, dass nicht das gesamte Bild einfach nur gespiegelt wurde.

Zur Gliederung muss man sagen, dass es keine wirklichen Kapitel gibt. Die einzigen „Kapitel“ sind eigentlich eher Teile: Der Anfang, der vor 16 Jahren spielt und den Beginn der Katastrophe erzählt, dann die Gegenwart mit Felix' Erlebnissen und zuletzt ein (Vorsicht Spoiler!) wortwörtlicher Cliffhanger. Dennoch gibt es viele Abschnitte, in denen man gut unterbrechen kann.

Die Figuren fand ich allesamt gut ausgearbeitet und überzeugend. Meine Lieblingsfigur war hier eindeutig Lena, die mit Abstand die meisten Kenntnisse hatte und nicht einfach so blindlings in die nächste Gefahr gerannt ist.
Die Hauptfigur Felix hingegen war für seine 16 Jahre ziemlich oft sehr unreif (manchmal sogar richtig dumm) und manche seiner Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Aber so sind Teenies nun mal :D

Gleichzeitig behandeln ihn die Erwachsenen außerhalb der Zone als wäre er schon viel reifer. Niemand widerspricht seiner Entscheidung, in die Zone zu gehen, obwohl er erstens absolut keine Ahnung von dem Ganzen hat und seine maximale Vorbereitung ein Ordner von vor sechzehn Jahren ist und er zweitens auch noch nicht erwachsen ist und beispielsweise noch in die Schule müsste. Innerhalb der Zone ist genau das Gegenteil der Fall. Jede seiner Nachfragen wird nur mit „es ist besser für dich, wenn du nicht alles weißt“ abgewiesen, was für mich nicht nachvollziehbar war. Immerhin WAR er ja da schon in der Gefahr und muss sich voraussichtlich alleine durchschlagen, wie kann es dann besser sein, wenn er Null vorbereitet ist?

Was mir außerdem sehr stark aufgefallen ist, war, dass Felix - obwohl er ihn 16 Jahre lang für seinen Vater gehalten hatte - Thomas immer automatisch als „Onkel Thomas“ betitelte. Ebenso wie seine Tante. Selbst wenn sie nicht die leiblichen Eltern sind, würde man sie doch trotzdem noch Mama und Papa nennen. Wenn vielleicht auch nur aus Gewohnheit.
So, das waren auch schon meine größten Kritikpunkte.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es war spannend bis zur letzten Seite und ich habe immer weiter lesen müssen, weil ich wissen wollte, was jetzt passiert und wie Felix aus der Situation wieder rauskommt.
Ich fand es einfach super, wenn von Orten die Rede war, die ich kannte oder sogar schon besucht hatte!

Zusätzlich fand ich die Detailverliebtheit von Thomas Erle der Wahnsinn. Alle Handlungsorte beschreibt er so, dass sie realitätsnah sind und man sich sofort auskennt. Auch wenn man an manchen Orten noch nie war, hat man sofort ein Bild davon. Und wenn man den Schwarzwald schon einmal besucht hat, kann man sich sehr gut orientieren. Man merkt einfach deutlich, dass sich der Autor in der Gegend auskennt und weiß, wovon er schreibt. Diese Hingabe fand ich besonders bewundernswert und dieses Buch hat in mir eindeutig den Wunsch geweckt, öfter mal in den Schwarzwald zu fahren.


Skyaras Meinung 
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich für das Buch leider sehr lange brauchte. Dabei mangelte es mir nicht an Spannung oder Intensität des Buches, ganz im Gegenteil. Ich merkte so manches Mal, dass ich abends, als ich ins Bett ging, gerne noch ein bisschen gelesen hätte, aber leider habe ich mich inzwischen wirklich sehr auf meinen eBook-Reader eingespielt. Dadurch habe ich hauptsächlich in meiner Mittagspause eine halbe Stunde gelesen. Da ich nur sehr langsam lese, ist es somit ein langwieriges, aber eben nicht minder spannendes Leseabenteuer für mich gewesen.

Auch ich finde das Cover wirklich wunderschön. Das darauf abgebildete Foto einer vernebelten Waldkrone wurde auf scheinbar mysteriöse Weise im unteren Teil gespiegelt. Somit ist der Haupttenor des Buches im Cover hervorragend wiedergegeben und zieht einen auch sofort in den Bann.

Was die „Kapitel“-Unterteilung angeht, kann ich sagen, dass man diese zwar wirklich sehr weit gespannt hat, aber mir das tatsächlich ziemlich egal ist. Es gibt immer wieder logische Absätze, die einem bei der Orientierung gut helfen.

Thomas Erles Schreibstil ist gut zu lesen und man kommt flüssig voran. Besonders das erste Kapitel ging mir sehr nahe. Ich konnte dort an einer leicht tragischen Szene ca. 2 Tage nicht weiterlesen, weil mich diese einfach sehr bewegt hatte. Ich habe mich so sehr in die jungen Eltern eingefühlt, dass ich sogar schlechte Träume bekam. Also gerade dieser erste Teil ist ihm wirklich absolut hervorragend gelungen. Denn solch einen starken Eindruck hat bei mir bisher nur Suzanne Collins mit ihrer „Tribute von Panem“ Reihe hinterlassen. Somit wird mir dieser Band immer im Kopf bleiben, aber nicht negativ, sondern als höchst beeindruckend.

Im zweiten Kapitel ist mir ebenfalls aufgefallen, dass alle Erwachsenen um Felix herum den Jugendlichen eher als sehr erwachsen Menschen behandelten. Dies hatte teilweise den Eindruck geweckt, als wollten sie ihn zwar unterstützen, aber dass die Würfel bereits so gefallen waren, dass sowieso niemand etwas anderes hätte tun können und man sich schicksalsergeben seinem Los ergeben hat. Felix verhält sich zwar nicht besonders untypisch für einen Jugendlichen seines Alters, aber der Autor wollte hier eindeutig den Eindruck erwecken, dass Felix zumindest etwas reifer ist als so einige andere seines Alters. Dies kam mir stellenweise allerdings leider etwas konstruiert vor.

Aber wo er bei Felix Figur stellenweise etwas schwächelt, schafft er es bei allen anderen Figuren, diese einfach und ohne größere Ecken und Kanten von Anfang an verständlich und klar einzusetzen.

Und da MUSS ich einfach auf seine wunderbaren Szenenbilder eingehen. Wenn man diese Bücher liest, ist man sofort im Schwarzwald. Ich habe jeden Schritt von Felix nachverfolgen können, als wäre ich selbst bei ihm dabei und wandere mit ihm mit. Natürlich kenne ich ein paar der Spielorte, welche von Felix besucht werden. Teilweise war ich sogar selbst schon dort. Seine detailreichen Beschreibungen haben mir immer wieder geholfen, mich in den Orten zurechtzufinden. Hier freue ich mich auch sehr darüber, dass diese Geschichte nicht schon im ersten Band endet!

Und nun zu dem bereits erwähnten Cliffhänger. Ich fand es keinen besonders fiesen Cliffhänger, wenn auch einen beinahe wortwörtlichen … Man könnte sich hier durchaus dazu entscheiden, mit einer zwar noch nicht beendeten Geschichte aufzuhören, hat aber dennoch einen positiven Ausblick und wie ich finde auch Rückblick. Es ist einfach ein gutes Ende für ein Buch.

Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich dieses Buch wirklich jedem ab ca. 12 Jahren empfehlen kann. Denn auch wenn es einige kleinere Schwächen hat, so ist der Gesamteindruck dennoch ungetrübt und ich freue mich schon auf die nächsten beiden Bände.

Freitag, 22. März 2019

Lesung „Das Lied der Wächter – Der Gesang“ (Band 2) von Thomas Erle

Flyer mit Einladung
zur Lesung in der Stadtbibliothek 
Emmendingen 
(zur Verfügung gestellt 
von der Stadtbibliothek Emmendingen) 
Nachdem Skyara im letzten Herbst bereits die Premierenlesung von Thomas Erles „Das Lied der Wächter – Der Gesang“, zu der Isona bedauerlicherweise nicht kommen konnte, besucht hatte, befinden wir uns nun endlich gemeinsam in der Stadtbibliothek in Emmendingen. Die Leiterin Frau Christiane Grund hat auch dieses Mal wieder in den wirklich hervorragend geeigneten Raum in der Stadtbibliothek zur Lesung von Herrn Erle eingeladen.

Auch die Buchhandlung Sillmann ist vertreten, welche neben dem an diesem Abend vorgestellten Band „Das Lied der Wächter - Der Gesang“ auch den ersten Teil sowie eine Auswahl der Krimireihe des Autors auf ihrem Verkaufstisch vorzeigte. 






Klappentext


UNHEIMLICHER GESANG


Auch 16 Jahre nach dem verheerenden Atomunfall gilt der Schwarzwald als verstrahlt und unbewohnbar. Auf der Suche nach seinen seit der Katastrophe verschollenen Eltern dringt Felix immer tiefer in das Sperrgebiet vor. Er trifft auf Gutes und Bedrohliches und lernt auch mit dem ihm Unverständlichen umzugehen. Doch nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen haben sich völlig verändert. Immer wieder begegnet Felix dem unheimlichen Gesang, einer Kraft, die niemand erklären kann, und die alles Leben bedroht …


Über den Autor 

Thomas Erle verbrachte Kindheit und Jugend in Nordbaden. Nach dem Studium in Heidelberg zog es ihn auf der Suche nach Menschen und Erlebnissen rund um die Welt. Es folgten 30 Jahre Tätigkeit als Lehrer. Seit über 20 Jahren lebt und arbeitet der erfolgreiche Autor im Schwarzwald, den er in seiner Freizeit mit Vorliebe erkundet.


Die Lesung


Der Raum ist voll. Viele Leute unterschiedlichen Alters haben sich eingefunden, um Thomas Erle zu lauschen, der nun endlich aus dem zweiten Teil seiner Trilogie „Das Lied der Wächter“ vorliest. Untermalt werden die Szenen von Rainer Wahl am Tenor- und Sopransaxophon.

Selbst die wenigen Zuhörer, die den ersten Teil noch nicht kennen, hängen gespannt an Thomas Erles Lippen.


Thomas Erle liest (Bild von Skyara) 


















Thomas Erle hat eine ruhige, tiefe Stimme und schafft es hervorragend, die Spannung greifbar zu machen. Gleichzeitig spickt er seine Lesung mit zusätzlichen Hintergrundinfos zur Geschichte, dem Schreiben und auch dem Schwarzwald. Zu jeder Szene gibt es eine kleine Ortsbeschreibung, bei denen deutlich wird, wie gut sich der Autor in seinem Handlungsspielraum auskennt. Zwischen den kurzen Szenen, die er vorliest, ohne zu viel von der Geschichte vorweg zu nehmen, improvisiert Rainer Wahl sowohl auf seinem Tenorsaxophon als auch seinem Sopransaxophon. Er schafft es mit beiden Instrumenten immer gekonnt, die momentane Stimmung und die vorab gelesene Sequenz wundervoll wiederzugeben.


Rainer Wahl am Tenorsaxophon
(Bild von Skyara) 



















Zum Ende gibt es noch eine Signatur und ein kleines Schwätzchen mit dem Autor. Welches uns beiden seine Verbundenheit mit dem Schwarzwald und der Region um Freiburg auch aus seiner persönlichen Sicht deutlich macht. Er ist eindeutig ein Autor der, zu der Umgebung in der seine Protagonisten spielen, eine tiefe Verbundenheit spürt. Das merkt man auch seinen bisherigen Werken deutlich an, da diese nicht nur hier im Freiburger Umland spielen, sondern auch eindrücklich und wunderschön beschrieben sind. Dieses kurze Zusammentreffen hat uns beide definitiv erneut davon überzeugt, auch bei der nächsten Premierenlesung zu Band 3 „Das Lied der Wächter - Das Gesetz” im Oktober wieder mit dabei zu sein! 


v. l. Rainer Wahl, Thomas Erle, Isona (mit Band 2 „Der Gesang“) und Skyara (mit Thomas Erles Lesungsexemplar von Band 1 „Das Erwachen“) (Bild von Skyara) 

Hier der Link zu Buch 1: Das Lied der Wächter - Das Erwachen
Hier gibt es (bald) unsere Rezension zu Band 1
Hier der Link zu Buch 2: Das Lied der Wächter - Der Gesang
Und falls ihr mehr über den Autor wissen wollt: www.thomas-erle.de

Mittwoch, 20. März 2019

[Anzeige] Der Fall des verschwundenen Lords - Enola Holmes erster Fall

Bild von der Hörverlag
Steckbrief
Name: Der Fall des verschwundenen Lords (auch als Buch erhältlich)
Autor: Nancy Springer
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: Krimi Fans der jüngeren Generation
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Luisa Wietzorek
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten


Klappentext

"Sherlock Holmes bekommt Konkurrenz: Jetzt ermittelt seine genauso schlaue kleine Schwester!

Als Enola, die jüngere Schwester von Sherlock Holmes, entdeckt, dass ihre Mutter verschwunden ist, macht sie sich sofort auf die Suche nach ihr. Sie reist dafür heimlich nach London, aber nichts hätte sie darauf vorbereiten können, was sie hier erwartet: Sie wird in die Entführung eines Lords involviert, muss vor mörderischen Gaunern fliehen und sich gleichzeitig vor ihren beiden scharfsinnigen älteren Brüdern verstecken, die auf der Suche nach ihr sind, um sie in ein Internat zu stecken. Wird sie es zwischen all dem Chaos schaffen, ihre Mutter zu finden, den Lord zu retten und dem Internat zu entkommen?"


Meine Meinung 
Nancy Springer wagt sich hier an ein heikles Thema: Sie spinnt eine neue Geschichte, um einen bereits bekannten, englischen Ermittler. Kann das wirklich gut gehen? 

Inhalt: Wir lernen Ich-Erzählerin Enola Holmes kennen, die jüngere Schwester des bekannten Londoner Ermittlers Sherlock Holmes. Sherlock und sein älterer Bruder sind schon lange ausgezogen und Enola hat die beiden Geschwister vor Jahren bei der Beerdigung ihres Vaters gesehen, sonst aber keine Berührungspunkte mit ihnen. 
Enola kommt aus einem guten Hause und lebte bisher mit ihrer Mutter und den Hausangestellten zusammen. Doch als ihre Mutter von heute auf morgen verschwindet, beginnt sich die 14-jährige Sorgen zu machen und beginnt mit ihren Nachforschungen....

Nancy Springer wagt sich hier an ein schwieriges Thema: Sie schreibt einem bereits bekannten Londoner Ermittler eine Vorgeschichte und erzählt hier von einer kleinen Schwester, die, soweit mir erzählt wurde, in keinen Sherlock Holmes Bänden eine Rolle spielt. Da wir hier Enola kennenlernen, kann man erahnen, dass auch Sherlock in der Geschichte vorkommen muss. Und hier stellt sich die Frage, wie es die Autorin schafft, Sherlock Holmes darzustellen, ohne bekannte Informationen oder Charakterzüge zu unterschlagen.
Nancy Springer gelingt dieser Spagat hier aber erstaunlich gut. Mittelpunkt dieses Reihenauftaktes ist und bleibt Enola Holmes.

Enola Holmes als Protagonistin ist hier sehr spannend: Wir bekommen den Eindruck, dass sie bisher nicht mit vielen Gleichaltrigen zu tun hat und gerade die letzten Jahre eher isoliert auf dem Anwesen ihrer Mutter lebte, aber ohne wirklich etwas zu vermissen. Nachdem ihre Mutter verschwunden ist, schafft sie es schnell, sich der neuen Situation anzupassen. Sie lässt den Kopf nicht hängen, sondern versucht das Verschwinden ihrer Mutter aufzudecken.
Enola bringt zudem eine gute Kombinationsfähigkeit mit. Der Einzige, der in dieser Reihe noch fehlt, ist Enolas persönlicher Mr. Watson. Allerdings habe ich schon eine Idee, wer sich vielleicht dahinter verbergen könnte.

Nancy Springer gestaltet die Handlung der Geschichte hier eher oberflächlich. Im ersten Band dieser Reihe wurden erst einmal jede Mengen Fährten gelegt, aber für mich nicht immer spürbar und gut aufgelöst, was aber vermutlich damit zusammenhängt, dass hier genug Stoff für eine mehrteilige Serie platziert werden musste und wir einige Antworten eben erst in den Folgebänden bekommen.

Hörbuchsprecherin Luisa Wietzorek hat mich sofort mit in Enolas Welt genommen. Sie hat mir den Einstieg in die Geschichte sehr erleichtert und ich hoffe, dass sie auch für weitere Bände als Sprecherin gewonnen werden kann. Wieder einmal bin ich überrascht, dass eine Hörbuchsprecherin so unglaublich jung klingt. Wikipedia verrät mir nämlich, dass die Luisa Wietzorek 1989 geboren wurde und ich hätte schwören können, dass sie höchstens Anfang zwanzig sein kann.
Mir hat ihre Interpretation sehr gut gefallen. Sie liest lebendig und verleiht den verschiedenen Charakteren eigene Stimmen, die mich hier und da zum Schmunzeln gebracht haben.

Nancy Springers Schreibstil ist lebendig, passt sich aber von der Wortwahl her der Zeit an, in der die Geschichte spielt. Und das, ohne, dass der Schreibstil hochgestochen oder abgehoben wirkt, was mich positiv überraschte. Obwohl Nancy Springer bereits zahlreiche Romane veröffentlicht hat, hatte ich den Eindruck, dass ihr der Auftakt der Reihe nicht leicht fiel. Mir fehlte eine bessere Verbindung der Handlungsstränge. Dinge, die zu Beginn der Geschichte angedeutet wurden, verloren schnell an Bedeutung, was mich verwirrte.
Allerdings konnte mich die Autorin mit ihrem lebendigen Schreibstil und den tollen Dialogen für sich gewinnen.

Gesamteindruck: Die Geschichte ist ab zwölf Jahren geeignet und so musste ich recht schnell feststellen, dass ich doppelt so alt bin, wie die jüngste Zielgruppe. Ich hatte mir etwas mehr von der Geschichte erhofft, muss aber auch sagen, dass ich die Geschichte mit zwölf Jahren wahrscheinlich sehr gut gefunden hätte. Ich denke also, dass Der Fall des verschwundenen Lords sehr viele jüngere Leser*innen für das Genre Krimi begeistern kann. Besonders schön ist es, dass es hier mal eine weibliche Ermittlerin gibt.

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Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar kostenfrei von der Hörverlag zur Verfügung gestellt. 

Montag, 18. März 2019

[Buchclub] Geschichten, die Dich nachdenklich stimmen



Bild von A. Mack
Guten Morgen Buchlinge, 

es wird wieder Zeit für eine neue Leserunde im Rahmen des Buchclubs. In diesem Beitrag erfahrt ihr, um was es beim Buchclub geht und wie ihr mitmachen könnt. 
Ich bin wirklich gespannt, was ihr von unserem aktuellen Thema haltet und welche Buchvorschläge hier zusammenkommen werden.




Geschichten, die Dich nachdenklich stimmen... 
Du hast eine Geschichte entdeckt, an die Du Dich noch nicht richtig herantraust, weil Du ahnst, dass Du nach Beenden der Lektüre Gesprächs- und vielleicht sogar Diskussionsbedarf haben wirst? Dann ist Dein Titel hier genau richtig. 
Ob oder was Dich nachdenklich stimmt oder stimmen könnte, bleibt Dir überlassen. Daher gibt es - wie bei den anderen Themen auch - keine Genre Vorgabe. 
Diesmal kannst Du aber auch Geschichten vorschlagen, die Du bereits beendet hast, aber die Du vielleicht nochmal gemeinsam mit anderen Buchlingen lesen möchtest. 

Schreibe Deine drei Vorschläge bis zum Sonntag den 24.03.19 23:59 Uhr mit folgenden Angaben in die Kommentare: 
  • Autor und Titel Deines Vorschlags.
  • Den Verlag bei dem Dein Vorschlag erschienen ist.

Bitte beachte: Ich bin von Mittwoch bis Sonntag in Leipzig auf der Buchmesse. Das heißt, alle Vorschläge - egal, ob sie in der Facebook Gruppe oder hier in den Kommentaren eingehen - werden voraussichtlich am Montag den 25.03. in der unten stehenden Liste aktualisiert. 


Die kommende Leserunde im Überblick 
Einreichen der Vorschläge: Mo 18.03.- So 24.03. 
Abstimmungszeitraum: Mo 25.03. - So 31.03. 
Bekanntgabe der Ergebnisse: Mo 01.04. (kein Aprilscherz :-) ). 
Gemeinsames lesen: April / Mai 
Bekanntgabe des nächsten Themas: Montag 20.05.19 

Hinweis: Die Diskussionsbeiträge werden im Mai sowohl hier auf dem Blog als auch bei Facebook online gehen. Genauere Informationen folgen in Kürze. 


Stimme jetzt ab! 
Du hast nun eine Woche Zeit, drei Stimmen zu vergeben. Kommentiere gerne, welche der drei Geschichten Du lesen möchtest. Ich werde sie dann in das Facebook Voting miteinberechnen.

Der Bücherdrache von Walter Moers.
Der Report der Magd von Magret Atwood. 
Stella von Takis Würger. 
Unter der Drachenwand von Arno Geiger. 
Ziemlich nah am Glück von Shaira Shah