Montag, 21. Januar 2019

[Buchclub] Bücher in Büchern

Bild von A. Mack

Hallo Buchlinge,

das neue Jahr hat begonnen und unsere weihnachtliche Leserunde geht heute offiziell zu Ende.
Euch ist der Wirbel um den Buchclub bisher entgangen? In diesem Beitrag stelle ich euch das Projekt vor und erwähne, wie ihr an der Aktion teilnehmen könnt. 
Es wird also Zeit, euch das neue Thema für die nächsten zwei Monate vorzustellen. Und auf dieses Thema freue ich mich ganz besonders. Also, Vorhang auf für... 


Bücher in Büchern 

Du kennst sie: Protagonisten, die Dir von ihrem Lieblingsbuch vorschwärmen, sich von einem bestimmten Buch inspirieren lassen oder die auf der Suche nach einem wichtigen Buch sind.
Natürlich gibt es auch noch diese Lektüren, in denen Bücher allgemein eine große oder wichtige Rolle spielen.
Welche Geschichte in diesem Stil wolltest Du schon immer einmal gemeinsam mit anderen Buchlingen lesen? 

Du kannst Deine drei Buchvorschläge bis zum Sonntag den 27.01 um 23:59 Uhr einreichen. Bitte erwähne dabei folgende Punkte:

  • Autor und Titel Deines Vorschlags
  • Den Verlag bei dem Dein Vorschlag erschienen ist  

Die kommende Leserunde im Überblick 

Einreichen der Buchvorschläge: Mo 21.01.19 - So 27.01.19 
Abstimmungszeitraum: 28.01.19 - 03.02.19 unter diesem Beitrag. 
Verkündung der Ergebnisse: Montag 04.02.19 in einem neuen Beitrag. 
Gemeinsames Lesen und Austauschen: Februar und März 
Bekanntgabe des nächsten Themas: Montag 18.03.19 


Bisher eingereichte Vorschläge 

Das Labyrinth der träumenden Bücher von Walter Moers (Vorsicht Band 2).
Das Lavendelzimmer von Nina George 
Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek von David Whitehouse
Frauen und Bücher - Eine Leidenschaft mit Folgen von Stefan Bollmann.
Romane ohne U von Judith Taschler
Stadt der Diebe von David Benioff


Freitag, 18. Januar 2019

Ge(h)fragt - Judit Müller

Über die Autorin

Bild von ATAV
Judit Müller, Jahrgang 1996, wuchs in der Nähe von München auf. Inzwischen lebt und studiert sie in Freiburg. Schon während ihrer Schulzeit begann sie damit, erste Geschichten zu schreiben und auch an Literaturwettbewerben teilzunehmen.
Im November 2018 wurde Judit Müllers Debütroman To Keep You Safe bei dem Verlag A Tree & a Valley veröffentlicht.
Judit Müller liebt Literatur, Musik und Filme.
Wenn man einen Blick auf ihre Autorenseite bei ihrem Verlag wirft, erfährt man, dass sie sich selbst als Traumtänzerin bezeichnet, die es liebt Geschichten zu erzählen.

Judit Müller bei
... Facebook


Das Interview 

Liebe Judit, stell Dich den Buchlingen doch mal vor: Wer bist Du und in welchen Genres schreibst Du?

Mein Name ist Judit Müller, ich bin Jungautorin und in meinem richtigen Leben Studentin in der schönen Stadt Freiburg.
Mein erster Roman lässt sich in das Genre Dystiopie einordnen, also Zukunftsszenarien, in denen die Welt sehr viel düsterer und zerstörter ist als wir sie kennen.
Ansonsten schreibe ich quer durch die Genres, ich habe Kurzgeschichten in Richtung Historie und auch zu aktuellen Szenarien verfasst, und im Moment hängt mein Herz an einer Fantasyerzählung, die ich gerne ausbauen würde. Aber das ist noch Zukunftsmusik.


Dein Debütroman To keep you safe – Warum wir leben ist im November bei A Tree & A Valley Verlag erschienen. Um was geht es in Deinem Roman?
In meinem Roman geht es um das Mädchen Judy, die für ihre beiden Geschwister im von Naturkatastrophen zerstörten Amerika einen Platz zum leben sucht. Die drei sind auf einer sehr verzweifelten Reise, da es kein gutes Leben mehr zu geben scheint. Auf dem Weg treffen sie auf Raphael und den Jungen Joe, mit denen sie sich zusammentun und allen weiteren Gefahren trotzen. Denn in einer zerstörten Welt gibt es natürlich auch viele Gefahren wie Hunger oder andere, nicht freundlich gesonnene Menschen. Verrate ich zu viel? Es geht vor allem auch um die Fragen, was uns zusammenhält – was Familien und Freunde dazu bringt, zueinander zu stehen und wie sich das in extremen Situationen im Guten und Schlechten zeigt.


Wie bist Du auf die Idee zu der Geschichte gekommen?

Ich bin schon recht früh auf die Idee gekommen – mit 14 Jahren habe ich die ersten, inzwischen kaum wiederzuerkennenden Seiten von To keep you safe geschrieben. Damals war ich ein großer Fan dieser Art von Geschichten – The Road, The Book of Eli, der Frage, was Menschen in so einer Situation antreibt. Ich war fasziniert von der Frage, wie die Kinder, die zweifellos teilweise Waisen werden würden, überleben sollten. Und irgendwie entstand so die Idee, das Geschwister-Trio auf die Reise zu schicken.


Bild von
ATAV

Wie würdest Du die Botschaft von To keep you safe beschreiben?

Ich weiß nicht so recht, ob ich von einer eindeutigen Botschaft reden kann. Es gibt sicher die Dinge, die mir besonders wichtig waren beim Schreiben, aber das ist keine eindeutige Botschaft an die Leser. Oder umgekehrt, jeder Leser findet seine eigene Botschaft. Für mich geht es darum, denke ich, den Mut zu finden, in unglaublichen (auch unglaublich schwierigen) Situationen den Mut und die Kraft zu finden, immer weiter zu Kämpfen und an ein gutes Ende zu glauben. Ich mag Happy Ends.


Mit welchem Deiner Charaktere würdest Du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?

Ich glaube, das wäre Michael. Er kommt erst recht spät vor, also hat der Leser kaum Zeit, ihn ausführlich kennenzulernen. Für mich hat er aber mehr Geschichte, mehr Hintergrund. Er ist für mich der ungesehene Held, das beantwortet denke ich auch deine nächste Frage.


Welcher Deiner Charaktere ist Dir besonders ans Herz gewachsen?

Michael. Er und seine Geschichte haben sich irgendwie selbstständig gemacht.

Und Luke und Joe – die beiden haben ein schweres Schicksal getroffen. Hope ist klein genug, dass sie vielleicht einige Dinge auch noch vergessen wird, wenn sie älter wird, aber die beiden Jungs wachsen auf und bekommen bewusst mit, wie ihre Welt um sie zusammenstürzt.


To Keep you safe spielt in Amerika. Hast Du für die Geschichte auch Recherche betrieben? Wenn ja, wie sah Deine Recherche aus?

Ich habe tatsächlich nicht viel recherchiert, da die Geschichte nicht an konkreten Orten spielt und das auch ein Vorteil ist, wenn man unsere Welt „zerstört“. Allerdings habe ich eine Art Reiseroute ausgearbeitet, nur für mich und meine Planung, sodass ich den Überblick behalten konnte, welche Entfernungen man realistisch gesehen in welcher Zeit bewältigen konnte.


Wie sah die Überarbeitung von »To keep you safe« aus? Gibt es hier Aspekte, die Du für zukünftige Romane anwenden kannst?

Die Überarbeitungen waren recht entspannt, weil ich eine wunderbare Lektorin hatte. Ich bekam das Manuskript zurück und hatte immer ein paar Wochen, es wieder zu überarbeiten. Ich denke nur, dass ich mir angewöhnen sollte – bei meinem nächste Buch dann – ab und zu kürzere Sätze zu schreiben und mehr Absätze einzufügen. Das macht alles übersichtlicher.


Inzwischen sind ja schon ein paar Monate seit der Veröffentlichung von To keep you safe vergangen. Was hat sich bisher für Dich verändert?

Verändert hat sich nicht viel, muss ich sagen. Ich habe Werbung gemacht, versuche, meine facebook-Seite zu pflegen (nicht so ganz regelmäßig) und ich freue mich sehr, wenn mein Buch mich vom Bücherregal aus anlächelt. Also ja, vielleicht hat sich verändert, dass da ein großes Gefühl von Freude ist, wo früher die Hoffnung auf eine Veröffentlichung war.


Gab es positive oder negative Überraschungen in Bezug auf Deinen Debütroman, mit denen Du nicht gerechnet hättest?

Ich freue mich, wie vielfältig die Rezensionen sind und bin auch sehr glücklich darüber, dass die meisten sehr positiv sind. Aber Überraschungen, ich weiß nicht. Irgendwie konnte ich mir davor nicht richtig vorstellen, dass dann externe Leser (nicht aus meinem Freundes- und Familienkreis) Rückmeldungen schreiben. Das heißt, ich freue mich über jede einzelne.


Du hast Deinen Verlag ohne eine Literaturagentur gefunden. Wie bist Du hier vorgegangen? Wie lange musstest Du auf eine Rückmeldung nach Deiner Manuskripteinsendung warten?

Ich habe einfach Verlage gegoogelt und dann alle angeschrieben. Und nach zwei Jahren und etlichen Absagen habe ich eine facebook-post gelesen, dass A Tree & A Valley neue Autoren sucht und dachte, eine letzten Versuch wage ich noch. Bis ich eine Antwort nach einigen Monaten bekommen habe, hatte ich es schon wieder vergessen. Und siehe da – die erste positive Antwort. Letztendlich hat sich die Hartnäckigkeit ausgezahlt.


Wie sieht die Zusammenarbeit mit Deinem Verlag aus? Bei welchen Prozessen darfst Du mitentscheiden? Was machst Du unabhängig von Deinem Verlag bzw. in welche Bereiche bezieht Dich Dein Verlag nicht mit ein? 

Die Zusammenarbeit sieht so aus, dass sich der Verlag im Gegenzug für mein Manuskript um das Lektorat und z.B. das Cover kümmert. Und da durfte ich dann auch immer mitentscheiden, z.B. welches Cover mir von den Entwürfen am besten gefällt. Und letztendlich ist es wie bei jeder Arbeit ein Aushandlungsprozess, bei dem beide Kompromisse machen – in meinem Fall alles recht gute Kompromisse. Umd Marketing kümmern wir uns beide.


Die meisten Autoren und Autorinnen lesen selbst ja sehr gerne. Welche Autorinnen und Autoren dürfen in Deinem Bücherregal auf keinen Fall fehlen?

Eigentlich alle, ich lese gerne quer. Und ich liebe Tolkien und seinen Herrn der Ringe, Jodi Picoult, Lucinda Riley,... Im Ernst, ich kann da kaum eine Auswahl treffen.


Welche Autorinnen und Autoren zählen zu Deinen Vorbildern?

Ist kein Autor, aber zählt Reinhard Mey? Er und seine Texte/Lieder haben mich dazu motiviert, selbst schreiben zu wollen.

Welche Bücher haben Deiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient?

Ich finde, Die Mitte der Welt von Andreas Steinhöfel. Ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Allerdings kann es sein, dass jetzt, da es auch verfilmt wurde, es auch mehr Aufmerksamkeit bekommt.


In zwei Monaten findet die Leipziger Buchmesse statt. Bist Du vor Ort? Weißt Du Schon, bei welchen Terminen Dich Deine LeserInnen treffen können?

Im Moment ist das noch in Planung... so bei 90%-Ja... Ich werde Bescheid geben, wenn ich etwas sicher weiß.


Gibt es gerade ein aktuelles Projekt, an dem Du schreibst? Darfst Du schon etwas darüber verraten?

Sicher darf ich alles verraten, bin bis jetzt nur mir selbst verpflichtet... Es gibt noch kein neues Manuskript, nur eine angefangene Liebesgeschichte und die schon erwähnte Fantasy-Idee, an der ich arbeite. In den Semesterferien werde ich wieder mit Schreiben durchstarten.


Liebe Judit, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Ich hoffe, wir werden noch viel von Dir lesen.

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Die Verwendung des Autorenfotos wurde von der Autorin genehmigt. Die Rechte bleiben bei dem Fotografen. 

Mittwoch, 16. Januar 2019

Codename Eisvogel

Bild von RandomHouse Audio
Steckbrief 

Name: Codename Eisvogel (auch als Buch erhältlich) 
Autor: Anonymous 
Verlag: RandomHouse Audio 
Geeignet für: Menschen, die klassische Agenten Romane mögen 
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch 
Sprecher: Vera Teltz 
Bewertung: 2,5 von 5 Punkten 

Klappentext 


"Wem gehört der mächtigste Mann der Welt?

Oktober 2016: In Amerika stehen die Wahlen an. Die Journalistin Grace Elliott ist einem Knüller auf der Spur, der zum Sprungbrett ihrer Karriere werden könnte. Ein Pornostar ist bereit, über die Affäre mit dem Mann auszupacken, der der nächste Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte. Aber niemand will das heikle Thema anfassen. Stattdessen schickt man Grace auf Reportage nach Europa. Dort stößt sie auf eine noch größere Story, die so explosiv ist, dass sie die Präsidentschaftswahlen entscheiden könnte. Wenn Grace lange genug am Leben bleibt, die Story an die Öffentlichkeit zu bringen."


Meine Meinung 

Dieses Hörbuch habe ich im Rahmen eines Gewinnspiels gewonnen. Leider konnte es mich nicht wirklich überzeugen. 

Inhaltlich erinnert die Geschichte sehr an das aktuelle politische Geschehen in den USA: In unserer Lektüre stehen die US-Wahlen an. Der Favorit ist ein Mann, der eigentlich durch seine unternehmerischen Aktivitäten Bekanntheitsgrad erlangt hat, aber nicht durch sein politisches Engagement. 
Wir begegnen Protagonistin Grace, die gerne bei einer renomierten Zeitung arbeiten würde und stattdessen bei einem Käseblatt arbeitet. Als sie eine große Story wittert, wird sie von ihrem Chef zurechtgewiesen. Zur Strafe darf sie als Ghostwriterin für die Ex-Frau des Kandidaten auf den Präsidenten Posten arbeiten: Nämlich für Elena Craig. Als Grace Elena bittet, ein Buch über sie schreiben zu dürfen, wird sie von heute auf morgen entlassen. Grace spürt, dass dort ebenfalls eine interessante Story auf sie warten könnte. 

Was mich an Codename Eisvogel faszinierte, waren die beiden Handlungsstränge. Nachdem wir nämlich Grace und Elena kennenlernten, wechselte die Perspektive und es gab einen Handlungsstrang, der aus Elenas Perspektive erzählt wurde. So erfuhren wir, wie Elena aufwuchs und zur Frau des wahrscheinlichen Präsidenten wurde. Und diesen Handlungsstrang fand ich noch annähernd spannend. 

Ansonsten liefert uns Anonymous hier einen klassischen Agenten Thriller: Wir haben eine Journalistin, der eine spannende Geschichte präsentiert wird. Natürlich lässt sie nicht locker und beginnt zu recherchieren. Ihr werden nicht nur Steine, sondern regelrecht Mauern in den Weg gestellt und wir müssen uns fragen, ob sie diese überwindet oder nicht. Obwohl ich noch nie einen klassischen Agenten Thriller gehört habe, oder mich bewusst nicht daran erinnern kann, fand ich die Handlung hier recht oberflächlich. Beinahe, wie in einer Soap, in der wir den Stereotypen begegnen. Hier waren das Grace als Journalistin, die unangenehme Fragen stellt oder die Osteuropäer in den Rollen der skrupellosen, machtgierigen Bösewichte. Die Charaktere blieben für mich oberflächlich. Wir erfuhren zwar von ihren Sorgen und Ängsten, aber es blieb eben alles in einer bestimmten Rahmenhandlung. 

Zudem nervte mich das Ende der Geschichte. Schnell wird klar, dass sich Codename Eisvogel nur um eine bestimmte Frage dreht. Am Ende wird klar, dass die Antwort auf die Frage negativ ausfällt. Und innerhalb der letzten zwei Minuten wendet sich das Blatt und ich habe mich gefragt, warum ich die neun Stunden durchgehalten habe, wenn es jetzt doch alles anders kommt als gedacht. Zudem hätte die Geschichte an dieser Stelle richtig spannend werden können. Nachdem sich hier das Blatt nochmal wendete, kam mir der Großteil des Hörbuchs wie ein sinnloses Herumgeiere vor. 

Gestaltung 
Vera Teltz ist eine Hörbuchsprecherin, die mir immer wieder begegnet. Bisher hatte ich noch keine Gelegenheit, sie in einem Hörbuch als Sprecherin zu erleben. Mit Codename Eisvogel hat sich das geändert.
Vera Teltz hat eine helle, aber auch sehr harte Stimmfarbe. Sie gehört für mich zu den Stimmen, die einen Raum betreten und mit einer Begrüßung ohne Probleme für Stille sorgen könnten. Zumindest in meiner Vorstellung. Das verhält sich ungefähr so, wie mit den Lehrern: Die einen brauchen gefühlte fünf Minuten um mit dem Unterricht beginnen zu können und die anderen sagen einmal Guten Morgen und innerhalb weniger Sekunden ist es still. 
Vera Teltz hat mir Grace und Elena als Protagonistinnen gut näher bringen können und war mit dafür verantwortlich, dass ich das Hörbuch nicht mitten drin abgebrochen habe. Ich habe ihrer Interpretation sehr gerne zugehört und freue mich auf weitere Hörbücher, die von ihr gelesen werden. 

Schreibstil 
Der Schreibstil von Anonymous hat mich ganz gut unterhalten. Die Beschreibungen von bestimmten Situationen waren mir hier und da etwas zu detailliert. Allerdings war der Schreibstil größtenteils auch solide: Weder positiv in Erinnerung bleibend, noch negativ. Er hat dafür gesorgt, dass ich Codename Eisvogel nicht abgebrochen habe. Dennoch gab es kein Element, das mir besonders in Erinnerung bleiben wird. 

Gesamteindruck 
Obwohl die Handlung con Codename Eisvogel relativ banal erscheint, ist sie doch erschreckend, wenn man die Parallelen zur aktuellen politischen Lage in den USA erkennen kann. Hier bekam ich das erste Mal den Eindruck, dass sich Elemente der fiktiven Geschichte in der Realität vielleicht sehr wohl tagtäglich abspielen könnten. 
Codename Eisvogel ist eine Geschichte für Thriller Fans, die etwas für zwischendurch suchen, aber keine gut verstrickte Handlung wollen. 

Montag, 14. Januar 2019

Der alte Mann und das Meer

Bild von Argon Verlag
Steckbrief 

Name: Der alte Mann und das Meer (auch als Buch, Film, Hörspiel erhältlich)
Autor: Ernest Hemingway
Verlag: -
Geeignet für: Menschen, die Klassiker mögen
Gelesen oder gehört: gehört als vermutlich ungekürzte Lesung
Sprecher: Unbekannt
Bewertung: 4 von 5 Punkten

Klappentext 

(von Argon Verlag

»Ich darf nicht versagen und bei einem Fisch wie diesem hier sterben«, sagte er, »Gott steh mir bei, das durchzuhalten, wo ich ihn jetzt so wunderbar hereinbekomme...«

Vor der kubanischen Küste fährt der Fischer Santiago allein in seinem kleinen Ruderboot aufs Meer hinaus. Vierundachtzig Tage hat er nichts gefangen. Der Junge, der ihm früher geholfen hat, ist längst von seinen Eltern auf ein anderes Boot geschickt worden. Der alte Mann, sagen sie, sei salao, vom Unglück verfolgt.
Doch am 85. Tag beißt ein riesiger Fisch an und zieht Santiago und das Boot weit hinaus aufs offene Meer. Es beginnt ein tage- und nächtelang anhaltender ungleicher Kampf…«


Meine Meinung 

Zuerst einmal muss ich an dieser Stelle auf ein kleines Mysterium hinweisen. Der Sprecher in meiner Hörbuchausgabe klingt eindeutig nicht wie Christian Brückner. Er hat eine tiefere Stimme und klingt auch etwas älter. Deswegen habe ich etwas recherchiert und musste feststellen, dass ich die von mir gehörte Ausgabe nur an dieser Stelle finden konnte und sie offenbar auch nicht mehr im Buchhandel erhältlich ist. Hier wird das Cover des Argon Verlags eingeblendet, aber der Sprecher klingt immer noch nicht wie Christian Brückner. Das Mysterium kann also wohl vorerst nicht gelöst werden. Ich werde das Hörbuch daher in den Hörbuchsprecher Listen unter dem Unbekannt-Interpreten aufzählen.
Kommen wir aber nun endlich zur Rezension.

Wie der Inhalt schon vermuten lässt, geht es um einen alten Mann. Er ist Fischer und das Meer ist sein zweites Zuhause. Tag ein Tag aus fährt er trotz seines hohen Alters alleine auf das Meer hinaus. Und eines Tages macht er dann den Fang seines Lebens. Einen Fang, der ihn an seine Grenzen bringt.

Ernest Hemingway arbeitet den Charakter des alten Mannes hier sehr gut heraus. Zu Beginn der Geschichte lernen wir den alten Mann an Land kennen. Hier merken wir schnell, dass er im Alltag Unterstützung braucht. Er möchte das aber noch nicht wahrhaben.
Dann erleben wir den alten Mann auf hoher See und merken hier, dass er sich sicher fühlt und die Aufgaben, die ihn dort noch erwarten, gut bewältigen kann. Bis eben unser Antagonist anbeißt: Dieser große Fisch. Und zwischen diesen beiden Charakteren spielt sich sehr viel zwischen den Zeilen ab. Leider konnte ich nur einen Bruchteil davon erkennen und verstehen. Mal wieder habe ich mir an dieser Stelle gewünscht, die Geschichte im Rahmen einer Gruppe zu lesen, die sich tiefer mit dem Text auseinandersetzen möchte und sich dabei gegenseitig inspiriert.

Gestaltung
Der Hörbuchsprecher in meiner Ausgabe ist eine gelungene Besetzung für die Geschichte. Er hat eine tiefe Stimme und klingt schon etwas älter. Stimmlich könnte man ihn mit Axel Milberg vergleichen. Der Sprecher hat zwar eine gute Lesegeschwindigkeit und betont auch an den richtigen Stellen. Dennoch ertappte ich mich dabei, dass ich hin und wieder kurz abgeschweift bin.

Ernest Hemingways Schreibstil hat diese zwei Ebenen: Auf der einen Seite hat man die Möglichkeit, die Geschichte oberflächlich zu erfassen. Ich kam mit seinem Schreibstil gut zurecht und stolperte nicht, wie z.B. bei anderen Autoren, die Klassiker geschrieben haben, über Bandwurmsätze, die zweimal gelesen werden mussten, damit ich den Inhalt erfasse.
Auf der anderen Seite zeigt die Oberfläche hier nur einen Teil der Geschichte. Wenn man Der alte Mann und das Meer vollständig erfassen möchte, ist man gezwungen, sich genauer mit Ernest Hemingways Schreibstil zu befassen.
Was mir hier gut gefällt, ist das der Hörer etwas von der Geschichte mitnehmen kann, auch, wenn er keine Lust hat, Zitate zu wälzen und zu interpretieren.

Ernest Hemingway schildert, sobald wir uns mit unserem Protagonisten auf hoher See befinden, sehr viele Monologe des alten Mannes. Hier und da fand ich das Stilmittel zwar interessant, weil sich innerhalb eines Monologes auch eine Entwicklung des alten Mannes abzeichnete und der Protagonist sich nicht beispielsweise im Kreis drehte. Aber manche der Monologe waren mir auch etwas zu lang.

Gesamteindruck
Bisher kannte ich Der alte Mann und das Meer nur vom hören sagen. Ich wusste, dass Ernest Hemingways Roman zu den Klassiker zählte und wollte unbedingt herausfinden, um was es in der Geschichte geht. Obwohl man es aufgrund des Titels vielleicht erahnen könnte, hätte ich nicht damit gerechnet, dass wir den alten Mann einen Großteil der Geschichte alleine erleben. Ich war erstaunt, dass die Geschichte trotzdem funktionierte, obwohl unser Antagonist kein einziges Wort sprach.
Wer aber mehr von der Geschichte mitnehmen möchte, sollte Der alte Mann und das Meer gemeinsam mit anderen Menschen lesen, die tiefer in die Handlung einsteigen wollen.


Sonntag, 13. Januar 2019

[Werbung] Im Dezember 2018 beendet

Hallo Buchlinge,

auch an diesem Sonntag darf eine Podcast Folge natürlich nicht fehlen. Heute erzähle ich euch von den Geschichten, die ich im Dezember beendet habe. Und zwar war das zum einen das Hörbuch Codename Eisvogel von Anonymous und zum anderen der Debütroman *To keep you safe von Judit Müller.

HIER gelangt ihr direkt zur YouTube Seite.
HIER könnt ihr die Podcast Folge bei SoundCloud herunterladen.




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Die mit * markierten Geschichten wurden mir als Rezensionsexemplar kostenlos von den jeweiligen Verlagen zur Verfügung gestellt.

Freitag, 11. Januar 2019

[Werbung] Literarischer Jahresrückblick und Planänderung im Januar beim Freiburger Bücherstammtisch

Bild von A. Mack

Hallo Buchlinge,

im Dezember kam der Bücherstammtisch für einen literarischen Jahresrückblick zusammen. Es gab wirklich eine bunte Mischung an spannenden Geschichten. Und das Ganze war in einem kleinen Spiel verpackt. Aber bevor ich zum Jahresrückblick komme, will ich euch erst darauf hinweisen, dass es eine kleine Programmänderung für den Januar geben wird. Und zwar haben wir die Diskussion zu unserer aktuellen Stammtisch Lektüre Der unvergleichliche Jeeves auf Februar verschoben. Das heißt, ihr habt zum einen mehr Zeit das Buch zu lesen und könnt zum anderen unsere Gruppe im Januar kennenlernen. Aber kommen wir erst einmal zu unserem Treffen im Dezember. 


Not macht erfinderisch - Der Jahresrückblick in einem Spiel verpackt 

Zwei Stunden vor unserem Bücherstammtisch Treffen erzählte ich der Grafikerin, wie groß meine Freude auf das baldige Treffen war. Ich war gespannt, welche Geschichten zum Jahresrückblick zusammenkommen würden und freute mich auf neuen Input. Außerdem erwähnte ich meinen voll bepackten Rucksack. 
Sie: "Die Anderen bringen aber auch Bücher mit, oder?" 
Ich ohne zu zögern: "Natürlich!" 
Wenige Minuten später piepte mein Handy und eine Nachricht in unserer What'sApp Gruppe erschien: "Hat noch jemand von euch keine Bücher dabei?" 

Bisher hatten wir unsere Treffen immer mit einem Ratespiel verknüpft. Wenn es Entweder-Oder-Themen gab, hielten wir der Gruppe unsere zwei der mitgebrachten Lektüren unter die Nase und die Gruppe musste raten, welche Geschichte das Highlight und welche den Flop darstellte. Aber wie sollten wir das Spiel diesmal zelebrieren, wenn es kaum Geschichten zum zeigen gab? 

Foto: A. Mack
Isona und emion hatten die perfekte Lösung: Wir schrieben unsere Titel auf Zettel, ohne zu erwähnen, welches von den Geschichten das Highlight oder Flop war und warfen alle Zettel zusammen. Das Gefäß, in dem sich die Zettel befanden, ging dann im Kreis herum. Ein Bücherstammtisch Mitglied zog einen Zettel, las den Titel und den Autor des Werkes vor und wir sollten auf das Bücherstammtisch Mitglied zeigen von dem wir vermuteten, dass es die Lektüre aufgeschrieben hatte. Dabei kamen sehr unterhaltsame Kreationen heraus und ich stellte fest, dass das Spiel eine wirklich kreative Lösung war und Not in diesem Fall für eine gute Erfindung sorgte. 


Highlights und Flops des Jahres 

Das Schöne an unserem Jahresrückblick war, dass wir uns von Lektüren vorschwärmten oder von Büchern abrieten, über die wir in diesem Jahr noch nicht gesprochen hatten. So konnten wir noch einmal neue Geschichten entdecken. 

Ein Neuzugang beim Bücherstammtisch erzählte uns von der bewegenden Geschichte Dieser Mensch war ich von Christiane zu Salm. Sie ist ehrenamtliche Sterbebegleiterin und hat sich mit den Menschen, die sie begleitete über ihr Leben unterhalten und diese Geschichten in einem Buch zusammengetragen. Der Bücherstammtisch Teilnehmerin gefiel besonders, wie sich in dem Buch mit dem Thema Tod auseinandergesetzt wurde.

Bücherstammtisch Mitglied Isabelle empfahl uns die Dystopie Der Report der Magd. Ich hatte via Twitter im Zusammenhang mit der Dystopie Vox schon von Der Report der Magd gehört, wusste aber im Grunde nichts von der Handlung. Die Geschichte handelt von einer Frau, die zum Wohle einer Gesellschaft als Gebärmaschine herhalten muss. Und das scheint mir eine ziemlich gruselige Handlung. 
Bücherstammtisch Mitglied Sandra schwärmte uns von Romeo und Julia vor. Allerdings gefiel ihr hier nicht, wie man vielleicht erwarten könnte, die Liebesgeschichte, sondern mehr die gesellschaftlichen Konflikte, die in Shakespeares Theaterstück deutlich wurden. Sie fand die Konflikte beinahe präsenter als die Beziehung zwischen Romeo und Julia. 
Katharina brachte Kai Meyers Die Seiten der Welt mit und erzählte uns begeistert von der kreativen und fantasievollen Welt die Kai Meyer hier geschaffen hat. 

Alina brachte gleich zwei Highlights mit. Und zwar erzählte sie von Die Erfindung der Flügel, wobei der Titel hier eher eine Metapher darstellt. Die Protagonistin der Geschichte bekommt nämlich eine Sklavin geschenkt. Doch anstatt die Sklavin auszunutzen, bringt sie ihr das Lesen und Schreiben bei. Außerdem hatte Alina Isona und mich im letzten Jahr auf die Frankfurter Buchmesse begleitet. Bei einem Pressetermin mit Frau Wassermann von RandomHouse Audio wurde uns von Das Buch der Freude berichtet. Und Alina war so neugierig, dass sie keine Lust hatte auf den Erscheinungstermin des Hörbuchs zu warten, sondern kurzerhand zum Buch griff. Ihr gefiel vor allem, dass hier ein Austausch zwischen zwei Männern stattfand, die Freude aus einem unterschiedlichen religiösen Hintergrund betrachteten. Außerdem war es für Alina schön zu sehen, das sich Dalai Lama und Desmond Tutu an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen und es z.B. schon eine Freude sein kann, einen leckeren Teller Suppe zu verspeisen. 

emion stellte als Highlight QualityLand von  Marc-Uwe Kling vor. Hier gefielen ihr besonders die Wortspiele und der Aufbau der dystopischen Welt (World Building). Allerdings konnten wir schnell feststellen, dass es hierzu unterschiedliche Meinungen gab. Alina fand das Word Building keinesfalls durchdacht. 
emions zweites Highlight war *Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams. Zwar gab es hier keinen klassischen roten Faden aber die Geschichte hält eben eine Menge interessanter Wendungen bereit und war dank Christian Ulmen sehr gut gelesen. 

Foto A. Mack
Und an dieser Stelle muss ich kleinlaut gestehen, dass ich bei der Vorstellung unserer Flops keinesfalls so gut mitgeschrieben habe, wie bei den Highlights des Jahres. Ich würde ja jetzt gerne bemerken, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass es einfach keine Flops gab. Leder spricht das Bild auf der rechten Seite eine andere Sprache. 
Alina hat sich an Alice Munros Roman Tricks heran gewagt. Hier waren verschiedene Kurzgeschichten zu einem bestimmten Thema zusammengefasst. Alina fand die Geschichten zwar gut geschrieben, allerdings waren sie inhaltlich alle etwas einseitig. 

Wenn ihr mehr über meine Highlights und Flops wissen wollt, schaut gerne in meinem schriftlichen Jahresrückblick oder der Jahresrückblick Podcast Folge vorbei.


Nächstes Treffen: am 28.01.19 

Buchlinge, bald findet unser nächstes Treffen statt. Und wie zu Beginn bereits angekündigt, haben wir eine kleine Programmänderung. Im Januar wollen wir darüber sprechen, wie es aktuell beim Bücherstammtisch läuft. Was gefällt uns gut? Wo können wir noch nachbessern? 
Außerdem haben Isona und emion wieder ein kleines Spiel in petto. Und zwar sind alle herzlich eingeladen, ein Buch mitzubringen. Meine Ge(h)folge Mitglieder haben nämlich ein kleines Orakel vorbereitet, das uns mithilfe der mitgebrachten Lektüren, Dinge für 3019 vorhersagen soll. Ich habe selbst keine Ahnung, um was es geht. 
Außerdem dürft ihr wieder die Geschichten mitbringen, über die ihr schon immer einmal sprechen wolltet und die bisher in keinen Themenbereich gepasst haben. 


Bücherstammtisch in Freiburg? Ich will mitmachen! 

Du kommst aus Freiburg oder der näheren Umgebung und möchtest Dich mit anderen Bücherwürmern einmal im Monat über Bücher austauschen? 

Dann bist Du hier genau richtig: Wir treffen uns einmal im Monat an einem Montag ab 17:20 Uhr vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach in der Bertoldstraße in Freiburg.
Von dort aus gehen wir gemeinsam zu unserem Raum. Monatlich legen wir bestimmte Themen fest, über die wir dann bei unseren Treffen sprechen.
Auf dieser Seite findet ihr Infos zu unseren nächsten Terminen und den Themen. 

Momentan besteht unsere Gruppe größtenteils aus Studierenden, ist aber für alle Altersgruppen offen. Wir reden hauptsächlich über Bücher aus der Belletristik (Unterhaltungsliteratur wie beispielsweise Fantasy, Jugendbuch, Thriller) sind aber auch offen für Bücher aus anderen Bereichen.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, hast Du zwei Optionen: 

Mailverteiler: Mail an EmmaZecka(at)gmx.de
Du lässt Dich in den Mailverteiler eintragen. Hier lade ich regelmäßig zu den Stammtisch Treffen ein oder verschicke Umfragen, damit wir die Themen unserer Treffen festlegen können.
Den Mailverteiler führe ich über GMX: Deine E-Mailadresse wird also in meinem GMX Account im Adressbuch gespeichert, aber nur nach Deinem Einverständnis an die anderen Bücherstammtisch Mitglieder weitergegeben. 

What'sApp Gruppe 
Wenn Du unsere Treffen mehr als dreimal besucht hast, nehmen wir Dich gerne in unsere What'sApp Gruppe auf: Hier teilen wir Impressionen, tauschen hin und wieder Bücher oder suchen einfach jemanden zum reden, wenn wir gerade eine besonders bewegende Geschichte beendet haben. 

Info zur Facebook Gruppe: 
Da unser Austausch hauptsächlich offline stattfindet, habe ich mich dazu entschlossen, nicht mehr in der Facebook Gruppe zu posten. Ich halte die Gruppenbeschreibung auf dem neusten Stand, werde aber keine aktuellen Infos in der Gruppe teilen. 

Neugierig? Wir freuen uns auf Dich! 


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Bei den mit * gekennzeichneten Büchern oder Hörbücherh handelt es sich um Rezensionsexemplare, die mir von den jeweiligen Verlagen kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. 

Mittwoch, 9. Januar 2019

[Werbung + Gewinnspiel] To keep you safe - Warum wir leben

Bild von
ATAV
Steckbrief

Name: To keep you safe
Autor: Judit Müller
Verlag: A Tree & a Valley
Geeignet für: Leute, die keine 0815 Dystopie lesen möchten
Gelesen oder gehört: gelesen, im Taschenbuchformat
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten


Klappentext

(von ATAV)

"Aschgrau, fahlgrau, grau-grau. Innerhalb weniger Wochen ist die Welt eine andere geworden. Mit nichts als ein paar Lebensmitteln und einer verzweifelten Hoffnung im Gepäck macht sich die 17-jährige Judy mit ihren beiden jüngeren Geschwistern auf eine Reise durch das von Naturkatastrophen zerstörte Land. Weg von den Beben, weg von dem Schmerz des Vergangenen. Ein Ziel haben sie nicht. Nach einem traumatischen Zwischenfall treffen sie auf den 21- jährigen Raphael, der sich um den jungen Joe kümmert – und die ebenso verloren sind wie sie selbst. Schnell stellt die Gruppe fest, dass sie gemeinsam besser dran sind. Alles, was sie haben, ist ihr bedingungsloser Zusammenhalt, das Versprechen, niemals aufzugeben, und den Beginn einer zarten Liebe in aussichtslosen Zeiten."


Meine Meinung 

Gestaltung 
Das Cover ist farblich sehr schön gestaltet und spricht mich an. Außerdem lassen sich der Titel der Geschichte und der Klappentext gut lesen. Einzig und allein der Buchsatz hat mich etwas irritiert und die Tatsache, dass die Dialoge in "" und nicht in »« geschrieben sind. Aber das sind Luxusprobleme, die sich nicht negativ auf die Bewertung ausgewirkt haben. 

Inhalt 
Judy und ihre Geschwister Hope und Luke haben eine Apokalypse überlebt, bei der ihre Eltern und alle sozialen Kontakte gestorben sind. Judy ist klar, dass sie und ihre Geschwister nicht in ihrer Heimatstadt bleiben können. Also macht sie sich mit den beiden auf den Weg ins Ungewisse. Auf der Suche nach einem neuen Zuhause. 

To keep you safe ist keine Dystopie im klassischen Sinne: Gerade bei den beliebten Dystopien, die in aller Munde sind, geht es meist um das Große und Ganze: Es gibt eine Gesellschaft, die es zu verändern gilt. Und zwar mit allen Mitteln. Und häufig läuft das dann auf einen Krieg oder eine große Katastrophe hinaus. To keep you safe hingegen beginnt, als die Welt bereits zerstört wurde. Es gibt keine Zivilisation. Keine Regierungen, deren Strukturen man in Frage stellen könnte. Die einzigen Fragen, die sich unsere Protagonisten stellen lauten: Warum leben wir? Wie wollen wir leben? Und wie stellen wir uns unsere neue Heimat vor? 
Judit Müller zeigt uns hier eine Welt, in der die meisten Menschen nur an sich denken. Und vielleicht ist das, eines der Dinge, die sich noch am ehesten in unsere heutige Zeit übertragen lassen. 

Die Handlungsstränge in To keep you safe sind übersichtlich. Kritische Stimmen könnten die Stirn runzeln und sich darüber beklagen, dass die Geschichte vor sich hin plätschert. Ich hingegen finde, dass gerade die Ungewissheit sehr im Vordergrund steht. Unsere Charaktere leben von Tag zu Tag. Sie wissen nicht, ob es ein Morgen geben wird. Wie sollen da Handlungsstränge verstrickt werden? Neben den Charakteren zeichnet sich To keep you safe für mich vor allem durch seine Atmosphäre aus. Eine Atmosphäre die lange Hoffnungslosigkeit mit sich bringt, aber im Laufe der Geschichte eine Wandlung erfährt. 

Was mir an To keep you safe so gut gefällt, ist, dass sich Judit Müller hier auf ihre Charaktere konzentriert und nicht mit Weltverbesserungen um die Ecke kommt, wie es andere Autoren von Dystopien machen. Sie erzählt uns von Judy, die mit ihren siebzehn Jahren plötzlich nicht nur für sich, sondern auch noch für ihre jüngeren Geschwister sorgen muss. Sie stellt uns Luke vor, der versucht, seine Schwester Hope aufzuheitern und für Judy und sich stark zu sein. Und Hope? Als das Chaos anfing, verlor Hope ihre Stimme. Sie verarbeitet das Unglaubliche auf ihre Weise. Eine Art, die Judy und Luke Angst macht. Werden sie ihre Schwester verlieren? 

Judy und ihre Geschwister lernen im Laufe der Geschichte andere Menschen kennen, die ebenfalls mehr oder weniger auf der Suche nach einer besseren Zukunft sind. Und jeder von Judit Müllers Charakteren hadert auf seine Weise mit der Welt, so wie sie jetzt ist. Und dennoch müssen sie irgendwie zueinander finden, damit etwas Neues entstehen kann. 

Schreibstil 
Schon nach wenigen Seiten konnte mich Judit Müllers Schreibstil begeistern. Sie erzählt To keep you safe aus der Sicht von Ich-Erzählerin Judy. Wir bekommen einen Einblick was in Judys Inneren vor sich geht und erleben, wie sie die Verantwortung, die sie für sich und ihre Geschwister hat, fast in den Wahnsinn treibt. 
Judit Müller schafft es, die düstere Atmosphäre von To keep you safe sehr gut in Worte zu fassen. Wir erleben eine trostlose Landschaft und die Frage unserer Charaktere, ob oder wo eine bessere Zukunft auf sie wartet. 
Was mich besonders an Judit Müllers Schreibstil beeindruckt, war die Tatsache, dass sie die Geschichte in Präsens geschrieben hat. Normalerweise komme ich in Geschichten, die in Präsens geschrieben sind, bei weitem nicht so gut rein. Hier konnte ich das gut ausblenden und habe die Geschichte förmlich verschlungen. 

Gesamteindruck 
Buchlinge, einige von euch wissen bereits, dass ich die Rohfassung von To keep you safe bereits 2015 lesen durfte. Schon damals habe ich mir sehr gewünscht, dass viele von euch diese Geschichte sobald wie möglich entdecken dürfen. Und da merkt man mal wieder, dass Wünsche auch wahr werden können. Hin und wieder musste ich feststellen, dass ich manche Stellen im Buch mit der Rohfassung verglich und mich fragte, was besser oder schlechter war, bzw. ob man es überhaupt so bezeichnen konnte. 

Für mich war es interessant zu sehen, wie sich die Rohfassung im Vergleich zu dem Roman, den wir jetzt vor uns haben, unterschied. Einige Veränderungen konnte ich gut nachvollziehen und war von der Umsetzung überrascht. Andere hingegen empfand ich als etwas überflüssig, weswegen ich einen halben Punkt abgezogen habe. 
Zusammenfassend kann ich sagen: Wer Dystopien sucht, die anders sind, sollte definitiv zu Judit MÜllers Debütroman greifen.

Weitere Meinungen 
Buchstabenträumerei
Elkes Literaturwolke


GEWINNSPIEL 

Buchlinge, ich habe die Gelegenheit ein Exemplar von To keep you safe an euch zu verlosen.
Was ihr dafür tun müsst: Schickt bis zum 21.01. 23:59 Uhr eine Mail mit dem Betreff To keep you safe an EmmaZecka@gmx.de

Die Teilnahmebedingungen 
  • Der Gewinner / die Gewinnerin wird durch ein Losverfahren ermittelt und per Mail über den Gewinn informiert. 
  • Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden. 
  • Wenn Du unter 16 Jahren bist, benötige ich eine Einverständniserklärung Deiner Eltern, damit Du am Gewinnspiel teilnehmen kannst. 
  • Einsendeschluss für Deinen Mail ist Donnerstag der 31.01. 23:59 Uhr
  • Meine Co-Autoren sind von der Teilnahme am Gewinnspiel ausgeschlossen 

Info: Deine E-Mail wird bis nach der Auslosung in meinem Postfach (GMX Server) gespeichert. Nachdem der Gewinner informiert worden ist, werde ich Deine Mail löschen. Deine Daten werden selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben, aber vorübergehend in meinem GMX Postfach gespeichert. 

Mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel stimmst Du den Teilnahmebedingungen zu.

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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Das Buch, welches verlost werden soll, habe ich selbst gekauft. 

Montag, 7. Januar 2019

[*Werbung] Der nasse Fisch (Gereon Raths erster Fall)

Bild von Argon Verlag
Steckbrief

Name: Der nasse Fisch (auch als Buch, Serie erhältlich)
Autor: Volker Kutscher
Verlag: Argon Verlag
Geeignet für: Krimi Fans, die sich auch für historische Romane interessieren
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürzte Fassung
Sprecher: Sylvester Groth
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten


Klappentext

(von Argon Verlag

"Tanz auf dem Vulkan: Gereon Rath, neu in Berlin und abgestellt bei der Sitte, erlebt eine Stadt im Rausch und in Angst vor einer kommunistischen Revolte. Der junge ehrgeizige Kommissar schaltet sich ungefragt in die Ermittlungen der Mordkommission ein und stößt in ein Wespennest. Mit diesem Roman beginnt eine sensationelle Serie, mit der Kutscher den Kriminalkommissar Rath durch das Berlin der 20er und frühen 30er Jahre und mitten in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der Zeit schickt."


Meine Meinung 

Buchlinge, ich bin absolut kein Serienmensch. Allerdings ist der Hype um die Serie Babylon Berlin auch an mir nicht vorbeigegangen. Und glücklicherweise fand ich heraus, dass die Serie auf einer Romanvorlage basiert, die auch noch als Hörbuch erschienen ist. Ende letzten Jahres zog also der erste Fall von Kommissar Rath bei mir ein und nun werde ich euch von diesem Hörerlebnis berichten. 

Inhalt 
Wir erleben das Berlin der 20er Jahre: Wir werden in eine Zeit katapultiert, die noch gar nicht so lange her ist, aber doch ziemlich weit entfernt scheint. Technische Erfindungen, wie das heutzutage nicht mehr wegzudenkende, Smartphone oder das Internet scheinen in dieser Geschichte noch in weiter Ferne. 
Kommissar Rath ist neu in der Stadt und wird schnell in einen Mordfall verwickelt, der ihn aufgrund mehrerer Ereignisse interessiert. Doch eigentlich gehört dieser Mordfall gar nicht zu seinem Aufgabenbereich. 

Volker Kutscher erzählt Der nasse Fisch aus verschiedenen Perspektiven: Die meiste Zeit begleiten wir Kommissar Rath bei seinen teils verdeckten oder auch offenen Ermittlungen. Wir erleben, wie er langsam versucht, sich einen Überblick übe das Berlin zu verschaffen, das auf den ersten Blick noch nicht zu erkennen ist. Er nutzt Kontakte, gewinnt Freunde, macht sich aber auch Feinde. 

Was mir an diesem Reihenauftakt besonders gut gefallen hat, war die Verstrickung der Handlungsstränge. Volker Kutscher zeigt auf der einen Seite wahre politische Begebenheiten, lässt bekannte Politiker auftauchen, oder legt Fährten, um den ein oder anderen Politiker in den nächsten Bänden vielleicht auftauchen zu lassen.
Auf der anderen Seite hat er die fiktive Figur des Kommissar Raths, der in einem fiktiven Fall ermitteln muss. Während man bei vielen Krimis alle Details des Ermittlers kennt und weiß, wann er eine Falle plant, bleiben wir bei Kommissar Rath im Dunkeln. Wir können uns also völlig von der Handlung überraschen lassen. 

Kommissar Gereon Rath steht im Mittelpunkt dieser Krimireihe. Er machte auf mich einen recht einsamen und verschlossenen Eindruck. Wir erfahren, dass er von Köln nach Berlin gezogen ist, wissen aber nicht, welches Ereignis dafür sorgte, dass er seine Heimat verlassen hat. Zudem erfahren wir, dass er bereits viele Aspekte der Polizei kennenlernen durfte, was ebenfalls viel Stoff für weitere Bände bieten könnte. 
Und wie das bei guten Krimis eben so ist, braucht es auch eine weibliche Protagonistin nämlich Charlie. In diesem Band wirkt sie eher wie eine Nebenfigur. Allerdings ist es gut möglich, dass sie in den Folgebänden eine wichtige Bezugsperson für Rath werden könnte. 

Gestaltung 
Das Hörbuch stammt aus dem Argon Verlag und wurde als ungekürztes MP3 Hörbuch produziert. Inzwischen gibt es zwei Versionen von Der nasse Fisch. In meiner Ausgabe wurde die Geschichte von Sylvester Groth gelesen. Allerdings gibt es auch eine MP3 Ausgabe mit David Nathan, der die weiteren Fälle von Kommissar Rath liest, als MP3 Download zum Kauf. 
Sylvester Groth hat maßgeblich dazu beigetragen, dass mir der Reihenauftakt gut gefallen hat. Seine Stimmfarbe ist sehr angenehm und passt gut zur Geschichte. Der Sprecher hat eine etwas dunkle und harte Stimme mit der er Gereon Rath authentisch interpretieren konnte. Besonders gelungen fand ich Groths Interpretation der verschiedenen Dialoge, wie beispielsweise, wenn Gereon Rath auf gebürtige Berliner traf und der Berliner Dialekt an dieser Stelle natürlich nicht fehlen durfte oder wir Rath in hitzigen Diskussionen mit Kollegen erleben.
Wären die weiteren Bände nicht bereits von David Nathan eingelesen worden, hätte ich gehofft, dass Sylvester Groth dieser Reihe als Sprecher treu geblieben wäre. Also hoffe ich an dieser Stelle einfach, dem Sprecher bald wieder in einer Geschichte über den Weg zu laufen. 

Schreibstil 
Volker Kutscher hat es mir mit seinem Schreibstil sehr leicht gemacht, in die Geschichte hineinzufinden. Er schildert nicht nur die historischen Aspekte, die Gereon Rath bei den Ermittlungen nur bedingt betreffen, sondern lässt uns auch an den Machtstrukturen der Polizei teilhaben. Während andere Autoren solche Ereignisse mit großen Beschreibungen ausschmücken würden, erzählt Kutscher die Geschichte hier fein. Man muss genau hinhören, um Zusammenhänge verstehen zu können. Dennoch lässt der Autor zum Schluss beinahe keine offenen Fragen zurück. 

Gesamteindruck 
Ich war sehr gespannt, was es mit Der nasse Fisch auf sich hatte. Würde ich in einer klassischen Krimigeschichte landen? Glücklicherweise stellte ich sehr schnell fest, dass Volker Kutscher hier zwei Genres miteinander vermischt: Auf der einen Seite widmet er sich dem historischen Roman und vermischt Fiktion mit Realität. Auf der anderen Seite wird ein Kriminalfall in die Geschichte eingeflochten, der auch noch zu den historischen Gegebenheiten passen muss. Und ich bin wirklich beeindruckt, dass die Handlung so wunderbar funktioniert hat. 

An dieser Stelle möchte ich noch einen kleinen Hinweis für angehende Hörer geben: Kutscher führt in Der nasse Fisch sehr viele Namen ein, sowohl bei Raths Kollegen als auch bei den Beteiligten rund um den Kriminalfall. Damit man hier nicht den Überblick verliert, rate ich dazu, das Hörbuch zeitnah zu hören, es also nicht mehrere Tage zu pausieren, da sonst der Einstieg in die Geschichte etwas schwer fallen könnte. 

An dieser Stelle kann ich das Hörbuch allen empfehlen, die sich nicht nach einem klassischen Krimi sehnen, sondern etwas Neues ausprobieren wollen. 

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* Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

Sonntag, 6. Januar 2019

[Werbung] Jahresrückblick mit emion und Emma

Hallo Buchlinge,

ich habe euch noch einen Jahresrückblick mit emion versprochen und jetzt haben wir den Plan in die Tat umgesetzt. Wir haben uns ein paar Fragen ausgedacht und erzählen euch von unseren Highglihts und Flops aus dem vergangenen Jahr.

HIER geht's direkt zu YouTube
HIER geht's zu SoundCloud.



Die Fragen im Überblick:
1. Schlechtester vs. bester Handlungsstrang
2. Schlechteste vs. beste Charaktere
3. Schlechteste vs. beste Botschaft
4. Schlechtestes vs. bestes Buch
5. Geschichten, die wir gelesen / gehört haben und unbedingt weiterempfehlen wollen


Inhaltsverzeichnis
00:00 Min: Intro + Jahresstatistik
02:06 Min: Beste vs. schlechteste Handlungsstränge
20:20 MIn: Schlechteste vs. beste Charaktere
30:15 Min: Beste vs. schlechteste Botschaft
46:13 Min: bestes vs. schlechtestes Buch
49:24 Min: Geschichten, die wir dieses Jahr gelesen haben und unbedingt weiterempfehlen wollen

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Freitag, 4. Januar 2019

[Werbung] Jahresrückblick 2018

Buchlinge, das Jahr ist vorbei und ich habe das Gefühl in diesem Jahr unglaublich viel für den Blog gemacht zu haben. Außerdem gibt es erstmals einen kleinen Rekord an verschlungenen Geschichten. Aber beginnen wir doch erst einmal von vorne.


Gelesen 2018 - Die Statistik 

Beendete Geschichten gesamt: 64 Geschichten
Davon: 55 Hörbücher bzw. Hörspiele und 9 Bücher
Vergleich zu 2017: 43 Geschichten - 8 Bücher - 35 Hörbücher
Gelesene Seiten: 3.621 Seiten
Vergleich zu 2017: 2.578 Seiten
Gelesene / gehörte Zeit: 25 Tage 7 h 34 min

Ja, Buchlinge, da macht es sich bemerkbar, dass Anfang 2018 die Lehrveranstaltungen im Rahmen meines Studiums endeten und ich somit ab Anfang Februar keine regelmäßigen Termine und Prüfungen mehr hatte.
Ich hätte absolut nicht damit gerechnet, dass ich es schaffe, innerhalb eines Jahres so viele Geschichten zu beenden. Und ich bin wirklich gespannt, ob ich diesen Rekord irgendwann brechen werde. Ich nehme mal stark an, dass ich in diesem Jahr nicht ganz so viel Zeit finden werde, in Geschichten einzutauchen.
Was mich aber erstaunt: Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich 2018 fast tausend Seiten mehr als im Vorjahr gelesen habe. 2018 fiel mir das Lesen eher schwer und ich hätte eigentlich damit gerechnet, dass ich vielleicht auf knapp 2.000 Seiten komme.

Kommen wir also nun zu meinen Hörbuch- und den Printbuch Highlights. Auf eine Auflistung der Flops verzichte ich an dieser Stelle. Die Reihenfolge der Geschichten ist zufälig gewählt. Wenn alles gut geht, könnt ihr am kommenden Sonntag außerdem einen kleinen Jahresrückbick hören, den ich gemeinsam mit emion aufnehmen werde.


Top 4: Bücher

Bei den Büchern fällt es mir sehr leicht, klare Favoriten zu bestimmen, da gerade mal neun Exemplare zur Auswahl standen.

Mein Sommer auf dem Mond von Adriana Popescu 

Bild von cbj

Hier geht es um vier Jugendliche, die ihre Sommerferien mehr oder weniger freiwillig in einer Therapieeinrichtung auf der Insel Rügen verbringen. Sie müssen nicht nur miteinander auskommen, sondern auch noch Möglichkeiten finden, wie sie mit ihren Erkrankungen umgehen können.
Ich mag es, wenn mich Autoren mit ihren Geschichten überraschen und ich neue Aspekte von ihnen in den Geschichten wiederfinde. Adriana Popescu zeigt uns hier eine neue Seite von sich: Und zwar, dass sie mit einer Leichtigkeit von schweren Themen erzählen kann, ohne dass die Themen an Tiefe verlieren oder verharmlost werden. Ich hoffe sehr, dass Mein Sommer auf dem Mond vielen Jugendlichen in Krisen Kraft gibt und ihnen zeigt, dass sie nicht alleine sind.


Nicht weg und nicht da von Anne Freytag 

Bild von Heyne

In Nicht weg und nicht da geht es um Luise, die den Tod ihres Bruders verkraften muss. Beide haben viel Zeit miteinander verbracht, sodass der Tod ihres Bruders ein gefühltes, überdimensionales großes Loch in ihrem Leben hinterlässt. Und da stellen sich die Fragen: Wie kann Luise ohne ihnen Bruder weiterleben? Darf sie auch ohne ihn glücklich sein? Oder verrät sie ihn dadurch?
Was mich hier überrascht hat ist, dass Anne Freytag so glaubhaft von einem Thema schreiben kann, dass sie glücklicherweise selbst noch nicht erleben musste. Wer auf der Gefühlsebene gut mitschwingen kann und nicht zu verkopft ist, sollte auf jeden Fall zu Luises Geschichte greifen.



Drei Seiten für ein Expose von Hans Peter Roentgen 

Bild von
Sieben Verlag

Hierbei handelt es sich um einen Schreibratgeber für Autorinnen und Autoren, die sich mit dem Thema Expose beschäftigen müssen. Was mir an den Schreibratgebern von Hans Peter Roentgen so gut gefällt ist nicht nur, dass er Fachwissen innerhalb von wenigen Seiten auf den Punkt bringt, sondern pro Kapitel auch verschiedene Übungen einbaut, damit man lernt, den vorher erklärten Inhalt in der Praxis anzuwenden. Damit wir den Inhalt besser erfassen können, zeigt uns Hans Peter Roentgen anhand von Beispielen auf, was man bei Exposes beachten muss. Und zwar so, dass man auch ohne Germanistik Studium eine Möglichkeit hat, die Tücken der Exposes zu erkennen. Meine Rezension findet ihr hier.


*To keep you safe von Judit Müller

Bild von
ATAV

In dieser Geschichte geht es um Ich-Erzählerin Judy, die mit ihren Geschwistern eine Apokalypse überlebt hat. Sie ist auf der Suche nach einer neuen Heimat. Einem Ort, an dem sie zur Ruhe kommen und das Erlebte verarbeiten kann. Doch lange scheint ihre Suche aussichtslos.
In diesem Jahr habe ich wirklich viele Dystopien gelesen. Und in den meisten Geschichten ging es früher oder später darum, eine Revolution anzuzetteln, um ein System über den Haufen zu werfen. Was mir an Judits Debüt sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass die Geschichte im Kleinen funktioniert: Es reicht vollkommen aus Judy und ihre Geschwister im Alltag zu erleben und auf der Suche nach einer neuen Heimat zu begleiten. Im Gegensatz zu den bekannten Dystopien stechen hier vor allem die Feinheiten der Geschichte hervor. Und das macht To keep you safe zu etwas Besonderem.


Top 6 Hörbücher 

Buchlinge, ihr erinnert euch vielleicht noch an den letzten Jahresrückblick. Dort ist es mir sehr schwer gefallen, mich auf meine Highlights festzulegen, weil so gute Geschichten dabei waren. Diesmal hingegen habe ich ganz klare Favoriten:


Das Joshua Profil von Sebastian Fitzek

Bild von Lübbe Audio

Hier geht es um den erfolglosen Schriftsteller Max, der, im Gegensatz zu seinem Bruder Cosmo, keine Konflikte mit dem Gesetz hat. Doch in wenigen Tagen soll er ein Verbrechen begehen: Zumindest wenn man Joshua Glauben schenken mag.
Das Hörbuch wurde ungekürzt von Audible produziert und ist als gekürzte Lesung im Buchhandel erschienen. Es liest Simon Jäger. Ich mochte hier vor allem die Verstrickung der Handlungsstränge. Während man lange Zeit gemeinsam mit Max in der Handlung umher irrt, scheint nach und nach alles Sinn zu ergeben. Das Hörbuch ist im Übrigen um einiges besser als die Verfilmung. Meine Rezension findet ihr HIER.


Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken von John Green 

Bild von
HörbuchHamburg

In dieser Geschichte geht es um Aza Holmes, die an einer Zwangserkrankung und damit verbundener Angststörung leidet. Gemeinsam mit ihrer Freundin Daisy sucht sie einen verschwundenen Milliardär. Die Handlung ist hier tatsächlich etwas schwach. Aber mir gefällt hier vor allem, wie John Green Aza darstellt. Wer gerne erfahren möchte, wie es Menschen mit einer Zwangserkrankung geht und aus welchen Gedankenspiralen die Betroffenen nicht mehr herauskommen, sollte unbedingt zu der Lektüre greifen. Das Hörbuch wurde ungekürzt von HörbuchHamburg produziert und wird von Birte Schnöink gelesen. Meine Rezension findet ihr HIER.


Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Bild von Argon Verlag

Louisa Clark hat ihren Job als Kellnerin in einem Cafe verloren. Da ihre Familie auf ihr Einkommen angewiesen ist, heuert sie kurzerhand als Alltagsassistentin bei dem Tetraplegiker Will Traynor an. Und durch Will lernt sie eine neue Perspektive auf das Leben kennen.
Diese Geschichte wurde aufgrund eines Handlungsstranges sehr kritisiert. Ich finde den Handlungsstrang hingegen gut gelungen und die Thematik wird im Hörbuch differenzierter herausgearbeitet, als es bei der Verfilmung der Fall ist. Wer sich für die Frage interessiert, ab wann ein Leben lebenswert ist, sollte zu dieser Geschichte greifen. Das Hörbuch wurde vom Argon Verlag produziert. Ich durfte es in einer ungekürzten Ausgabe hören. Es wird von Luise Helm gelesen. Meine Rezension gibt es hier.


* Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams

Bild von der hörverlag

Arthur Dent muss nicht nur damit zurechtkommen, dass sein Haus abgerissen wird, sondern auch noch die Explosion seines Heimatplaneten Erde verarbeiten. Glücklicherweise wurde er von seinem Freund Ford gerettet, der ihn auf eine Reise durch die Galaxis mitnimmt.
Was die Handlung betrifft, fehlte mir hier zwar der rote Faden, aber die Gestaltung der Geschichte ist einfach einmalig. Das Hörbuch wurde ungekürzt von der Hörverlag produziert und wird von Christian Ulmen sehr gekonnt interpretiert. Entfernt erinnert seine Lesung an Marc-Uwe Klings Känguru-Trilogie. Aber Ulmen setzt dem galaktischen Abenteuer vor allem eine persönliche Note auf. Meine Rezension gibt es HIER.

Wir sehen uns am Meer von Dorit Rabinyan 

Bild von Argon Verlag

Liat und Chilmi lernen sich in der USA kennen und verlieben sich beinahe auf den ersten Blick ineinander. Doch beide wissen, dass ihre Liebe in ihrer Heimat nicht bestehen darf. Sie führen eine Beziehung auf Zeit mit der unsichtbaren Frage über sich schwebend, wie ihre Beziehung weitergeht, wenn Liats Auslandssemester beendet ist.
Was mich hier vor allem beeindruckt hat, ist das Geflecht aus gesellschaftlichen Problemen und der Liebesgeschichte. Obwohl Liat und Chilmi nicht nur aufgrund ihrer Sozialisation, sondern auch ihrer Charaktereigenschaften nicht unterschiedlicher sein können, haben sie Gefühle füreinander und versuchen die gemeinsame Zeit so gut es geht zu nutzen. Meine Rezension gibt es HIER.


Skyaras Lese- bzw. Hörjahr 

Gelesen gesamt: ca. 23 Bücher
Gehört gesamt: ca. 19 Hörbücher

Top Hörbuch: 
Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams gelesen von Christian Ulmen: ist das wirklich ein Top Klassiker.

Top Buch: 
Scherben der Hoffnung von Nalini Singh: Für mich eines der besten Bücher aus der Gestaltwandler-Serie und damit der Gewinner dieses Jahr!

Flops: 
Wo mein Herz dich findet Kathryn Taylor: So eine unglaublich flache Geschichte habe ich selten mitbekommen.


Meine Highlights 2018 

Die letzte Klausur im Bachelorstudium 
Ende Januar endeten meine Pflichtveranstaltungen im Rahmen meines Bachelorstudiums. Nun sitze ich schon seit fast einem Jahr an meiner Bachelorarbeit. Meine letzte große Klausur habe ich mit der Note 2,3 abgeschlossen, worauf ich ziemlich stolz bin, weil ich in diesem Fach eine Dozentin hatte, die einen sehr hohen Anspruch hat. Und deswegen vermute ich stark, dass sie diese Note nicht einfach so verschenkt. 

Das Studiums ist (fast) vorbei - Und jetzt? 
Ich wusste, dass mich nach dem Ende der Pflichtveranstaltungen und dem Beginn meiner Bachelorarbeit ein Leerlauf erwarten sollte. (Mehr Infos dazu weiter unten). Und davor hatte ich, um ehrlich zu sein, etwas Angst. Den letzten längeren Freiraum konnte ich nicht so gut nutzen, wie erhofft. Und ich befürchtete, dass es diesmal ähnlich sein würde. Doch rückblickend bin ich wirklich zufrieden, wie viel ich mit der freien Zeit angefangen habe. Ich habe viel am Blog gearbeitet, so gut es ging für meine Bachelorarbeit gearbeitet und versucht an meinem Roman und dem Adventskalender zu arbeiten. Ich hatte das Gefühl, immer etwas zu tun zu haben, ohne mich aber zu sehr unter Druck zu setzen. 

Investition in bessere Hörgeräte 
Die absolut beste technische Anschaffung im letzten Jahr war die Finanzierung neuer Hörgeräte. Ich muss kleinlaut gestehen, dass ich mich nie groß mit Hörgeräten beschäftigt habe. Bevor ich meine ersten Geräte bekam, wurde mit mir ein Test gemacht, in dem ermittelt werden sollte, welchen Bedarf ich habe, also in welchen Bereichen ich akustische Unterstützung brauche. Und natürlich kam hier die höchste Preisklasse heraus, was ich damals sehr stirnrunzelnd hinnahm und erstmal beschloss in der untersten Preisklasse anzufangen. Und so wurschtelte ich mich mehr schlecht als recht durchs Studium, bis es mir dann leider zu spät, auf die Nerven ging, dass ich einige Inhalte trotz Hörgeräte nicht verstehen konnte. Ich suchte mir einen neuen Hörakustiker und bekam dort gleich zu Beginn gesagt, dass man nicht mit Sicherheit sagen könnte, dass die teuren Geräte auch wirklich besseres Hören garantieren können, da sie viele Kunden hätten, die keinen Unterschied zwischen verschiedenen Modellen hören. Glücklicherweise war das bei mir nicht der Fall und ich entschied mich im Frühjahr für ein Modell, dass mir immer noch sehr treu ist. (Ich bin immer wieder überrascht, dass ich damit zum Teil wirklich besser höre, als meine Eltern).

Meine Maßnahme wurde bewilligt 
Ende 2017 oder Anfang 2018 habe ich euch bereits ganz stolz erzählt, dass ich bald mit einer Maßnahme beginnen werde, in der ich Punktschrift (Blindenschrift) und den Umgang mit einem Screenreader (einer Sprachausgabe) lernen werde. Und es hat geschlagene elf Monate gedauert bis diese Maßnahme bewilligt wurde. Ich mache meinem Leistungsträger da ganz bestimmt keinen Vorwurf. Ich war als Pionierin unterwegs und war die Erste, die eine Maßnahme in dieser Richtung beantragte. Daher mussten viele Dinge vorab abgeklärt werden. Aber dazu gibt es in nächster Zeit nochmal einen separaten Artikel.
Nun bekomme ich also ab Januar dreimal die Woche Besuch und kann euch dann wahrscheinlich bald erklären, wie ihr euren PC blind bedient.
Mich erleichtert der Beginn der Maßnahme wirklich, weil ich weiß, dass ich wieder flexibler werde und nicht immer auf das optische Wahrnehmen angewiesen sein muss, um Texte lesen oder am PC arbeiten zu können.

Bild: A. Mack

Lesung mit Anne Freytag in Waldkirch 
Buchlinge, wie der Zufall so wollte, kam Anne Freytag kurz vor der Frankfurter Buchmesse in meine Nähe und las aus Nicht weg und nicht da. Es hat mich sehr gefreut, dass ich die Autorin bei dieser Lesung erleben durfte. Bisher hatte ich nur auf Buchmessen das Vergnügen gehabt und da ist die Zeit ja meist knapp bemessen. Bei der Lesung erfuhr ich ein paar Dinge über die Autorin, die ich zuvor noch nicht wusste. HIER gibt es übrigens meinen Bericht zur Lesung.

Bild von A. Mack
Positive Rückmeldung auf meinen Adventskalender 
Nachdem mich die große Verunsicherung in der Überarbeitung meines Romanes monatelang ausbremste, stürzte ich mich voller Neugier und Freude auf meinen literarischen Adventskalender. Diesmal sollte nicht nur ein Kalender für den Blog entstehen, sondern auch noch ein gedrucktes Hardcover, das ich an mehrere Leute verschenken wollte. Es gab auch hier einige Faktoren, die mich verunsicherten: So musste ich aus Zeitgründen und mangels an Testlesern auf ein Lektorat verzichten und hoffte, dass die Geschichte trotzdem gut ankommt und es nicht zu viele Logikfehler gibt. (Ja, die erfahrenen Schreiberlinge unter euch schütteln wahrscheinlich schon seufzend mit dem Kopf). Und glücklicherweise konnte ich schnell feststellen, dass Findet mich bei euch und den ersten beschenkten Personen sehr gut ankam. Und das hat mich wirklich glücklich gemacht. (Den Link zum Adventskalender findet ihr weiter unten).

Der Adventskalender sorgt für familiäre Insider: 
Die Grafikerin und mein Vater sitzen im Wohnzimmer.
Sie am PC. Er mit dem Tablet auf dem Sofa.
Er erzählt ihr von einem Thema, über das er gerade recherchiert hat.
Sie: "Zum Glück haben wir dich und dein..."
Sie sucht das richtige Wort für das Tablet, weil ihr das Wort Tablet gerade entfallen ist.
Er: "Schrank!"


Hinter den Kulissen 

Anfang Januar fand der 100ste Follower bei Facebook den Weg zu mir
Als ich meine Monatsrückblicke nach den Highlights durchforstete, stieß ich im Januar auf diese Überschrift. Und tatsächlich überrascht es mich wirklich, dass ich Anfang Januar die 100 Follower erreicht habe. In den letzten Monaten ist meine Beitragsreichweite leider sehr zurückgegangen. Aber das ist wohl allgemein bei allen Facebook Seiten so. Ich finde es etwas schade, dass sich das Netzwerk damit selbst abschafft, aber vorerst bleibe ich Facebook erst einmal treu.

Ende März 2018: Ich bin bei Instagram 
Buchlinge, ich kann immer noch nicht glauben, dass ich das wirklich schreibe: Aber seit über einem halben Jahr bin ich also auch auf Instagram vertreten. Der März scheint wohl der Monat der neuen Projekte zu sein. 2017 ging nämlich meine erste Podcast Folge online. Allerdings werde ich Instagram nur solange nutzen, wie es mir mein Sehrest ermöglicht, gute Bilder machen zu können. Ja, es gibt wohl Blinde oder hochgradig Sehbehinderte, die es schaffen einen Instagram Account zu führen. Aber mir wäre das, falls mein Sehrest weiter abnehmen sollte, definitiv zu aufwendig. Wenn ihr also wissen wollt, welche Impressionen ich mit euch teile, schaut gerne mal vorbei.

Eine kleine Podcast Reise 
Anfang des Jahres verkündete ich noch stolz, dass es meine Podcasts jetzt auch bei iTunes gibt. Da mein Hosting Dienst vor ein paar Monaten Änderungen vornahm, konnte ich leider keine Podcast Folgen mehr hochladen. Das war ziemlich ärgerlich, weil ich kurz davor ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen hatte. Inzwischen gibt es für euch zwei Möglichkeiten meine Podcast Folgen zu verfolgen:
Online bei YouTube: Ich binde alle YouTube Folgen auf meinem Blog ein. Bei YouTube entsteht zudem auch ein Archiv und hier werden keine Folgen ausgemistet.
Offline bei SoundCloud: Bei SoundCloud könnt ihr meine Podcast Folgen downloaden und offline hören. Allerdings nutze ich hier das kostenlose Angebot und muss daher alle 2-3 Monate Folgen ausmisten.

Leinwand Debüt bei YouTube 
Anfang 2018 feierte ich mein Leinwand Debüt bei YouTube. Und zwar habe ich euch in einem Video erzählt, wie ich eigentlich lese. Außerdem gibt es ein paar versteckte Buchtipps für euch. Da ich vor vielen Jahren negative Erfahrungen im weiten, virtuellen Web gemacht habe, war ich mir unsicher, ob das mit dem Video wirklich eine so gute Idee war. Glücklicherweise gab es überwiegend positive Rückmeldungen. Für dieses Jahr sind ebenfalls 1-2 Videos geplant.


Bild von A. Mack
Ich gründe einen Buchclub
Mein Herz schlägt ja immer noch für den Buchclub der Bakerstreet Bookworms. Da dieser Buchclub aber schon seit einer Weile pausiert, habe ich es nicht mehr ausgehalten und im Sommer einen eigenen Buchclub gegründet. Alle zwei Monate schlage ich ein Thema vor, ihr könnt Buchvorschläge einreichen und dann stimmen wir darüber ab, welche Geschichten wir gemeinsam lesen wollen. HIER gibt es mehr Infos zum Buchclub. Wir organisieren uns aktuell über unsere Facebook Gruppe. Für diejenigen unter euch, die kein Facebook mehr nutzen, gibt es verbunden mit jeder Leserunde, das Angebot, extra Posts zu den Büchern hier auf diesem Blog zu erstellen. Eine weitere, bessere Alternative, kann ich aktuell aus Zeitgründen leider nicht anbieten.


Was gab's 2018 zu erzählen? 

Diesmal stelle ich euch ein Best Of der am meist gelesenen Artikel vor. Und zwar unterteile ich diese in die Hauptkategorien, die es auf diesem Blog gibt. Ich wünsche gute Unterhaltung.
Natürlich interessiert mich: Ist euer Favorit in der richtigen Rubrik dabei? Welche Beiträge habt ihr hier 2018 gerne gelesen?

Buchclub 
So funktioniert der Buchclub
Oktober November Thema: Bücher gegen die dunklen Stunden

Freiburger Bücherstammtisch 
Januar: Zukunftswerkstatt beim Bücherstammtisch
Februar: Sprechende Tiere und vier Jahreszeiten

Ge(h)brechen 
5 Dinge, die mich an meiner Sehbehinderung stören
Hilfe anbieten, aber wie?

Ge(h)dacht
Macht uns Bildung zu besseren Menschen?
Bubla18: Rückblick, Veränderungen und Ideen

Ge(h)fragt 
Runa Phaino
Adriana Popescu über Mein Sommer auf dem Mond

Ge(h)lauscht: Ok, hier gab es auch keine Konkurrenz :)
Wie war's beim Doppelkonzert von Max Giesinger und Sunrise Avenue?

Ge(h)messen 
Skyara berichtet von der LoveLetter Convention
Isona berichtet von ihrem Besuch beim Litcamp in Heidelberg

Ge(h)plaudert: Hier unterscheidet sich die Statistik zu den Aufrufen bei YouTube. Ich beziehe mich hier auf die Statistik, die mir über Blogger angezeigt wird.
Hörmonat Januar Part 1
Neues aus dem Hörverlag

Ge(h)schaut
Unser Lied für Lissabon
Der ESC 2018


Meine Musik 2018 

Buchlinge, zuerst einmal muss ich eine Beichte ablegen: Und zwar nutze ich seit ein paar Monaten Spotify. Einige von euch werden jetzt wahrscheinlich irritiert sein und sich fragen, was daran so schlimm sein soll. Ich habe ein halb schlechtes Gewissen, weil ich den Streaming Dienst nutze. Dort gibt es einfach so viele Lieder und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Künstler wirklich etwas an Spotify verdienen. In einem Artikel habe ich mal gelesen, dass die Kosten hier durch drei geteilt werden. Spotify stellt die Plattform zur Verfügung, dann greift die Plattenfirma des Künstlers natürlich noch ihren Anteil ab und am Ende der Kette steht dann der Künstler, der das Lied singt bzw. vielleicht sogar selbst geschrieben oder komponiert hat. Und irgendwie finde ich das etwas unfair, dass derjenige, ohne den weder Spotify noch die Plattenfirma irgendetwas verdienen würde, an letzter Stelle steht. Aber momentan habe ich leider nicht das Geld, mir die Musik, die ich hören möchte, auch selbst zu kaufen.

Kommen wir aber nun zu den Liedern, die ich in diesem Jahr häufig gehört habe. Ich habe die Gelegenheit genutzt und ein paar Lieder der bis dato aktuellen Staffel von Sing meinen Song - Das Tauschkonzert gehört. So gefällt mir Johannes Strates Coverversion von Damage Done fast besser, als das Original von Leslie Clio, Mark Forster überraschte mich mit einer Neuinterpretation von Bow before you, was im Original von Rea Garvey stammt und hier ziemlich düster daherkommt. Und - ich weiß wirklich nicht, ob es so clever ist, das an dieser Stelle zuzugeben - wanderte mit Mark Forsters Cover Nur die Liebe lässt uns leben der erste Schlager auf meine Spotify Playlist.

Überrascht war ich, als mir der ehemalige DSDS Finalist mit seiner Finalsingle Und sie rennt einen Ohrwurm verschaffte. Zudem entstand durch eine Kooperation mit dem Schweizer DJ Mike Candys ein Lied, das meiner Meinung nach, den Titel Sommerhit durchaus verdient hätte

Bosse mit Alles ist jetzt und Tim Bendzko mit Leichtsinn brachten Lieder mit einem tiefgründigen Inhalt heraus, den ich fast komplett so unterschreiben kann.
Außerdem freute ich mich sehr, dass Tonbandgerät, eine Indiepop Band, deren Textei ch vor einer Weile für mich entdecken durfte, im letzten Jahr neue Musik produziert haben. Ihr Lied Mein Herz ist ein Tourist erzählt ebenfalls eine recht traurige Geschichte.


Und Du? 

Nun bin ich mal wieder bei meinem Jahresrückblick eskaliert und hoffe, ihr habt bis zum Schluss durchgehalten. Aber mich interessiert natürlich auch:

Was hast Du 2018 so erlebt?
Welche Geschichten durftest Du in diesem Jahr entdecken?
Gibt es Beiträge auf diesem Blog, die Du Dir für das kommende Jahr wünschst?
Welche Rubriken gefallen Dir am besten?
Auf welche Beiträge könntest Du verzichten?

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Die mit * gekennzeichten Bücher oder Hörbücher wurden mir als Rezensionsexemplare von den jeweiligen Verlagen zur Verfügung gestellt.