Mittwoch, 7. November 2018

* Tod unter Lametta

Bild von der Hörverlag
Steckbrief

Name: Tod unter Lametta
Autor: Kai Magnus Sting
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: Hörspielfans und Fans von kurzen Krimigeschichten
Gelesen oder gehört: gehört als Hörspiel
Sprecher: Kai Magnus Sting, Anette Frier, Bastian Pastewka, Jochen Malmsheimer
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext

(von der Hörverlag)

"Warten aufs Christkind mal ganz anders – ein Mordsspaß in 24 Kapiteln

Killende Weihnachtsmänner bringen in der Adventszeit 24 Leute um die Ecke: Tote werden mit Lichterketten erdrosselt, Leichen in Schneemännern versteckt, Glühwein, Gans und Knödel vergiftet. Und mittendrin Hobbydetektiv Alfons Friedrichsberg – hochintelligent, trinkt gern, isst noch lieber und hat immer das letzte Wort–, der dem mörderischen weihnachtlichen Treiben auf die Spur kommen will. Es hilft alles nichts: Um diesen Fall zu lösen, muss er ins Weihnachtskostüm springen."


Meine Meinung 

Als ich vor ein paar Wochen eine Mail von einer Mitarbeiterin von der Hörverlag bekam und die Worte Tod unter Lametta und Bastian Pastewka las, war mir schnell klar, dass dieser Titel unbedingt bei mir einziehen muss. Und mal wieder habe ich das Wort Hörspiel gekonnt überlesen und war ziemlich erstaunt, als ich dann mit der Geschichte begann.

Kommen wir erst einmal zu der Gestaltung des Hörspiels: Leider kenne ich mich in der Welt der Hörspielregisseure noch nicht so aus, glaube aber, dass Kai Magnus Sting zu den alten Hasen gehört. Zumindest hatte ich schnell den Eindruck, dass er etwas von seinem Handwerk versteht. Die Charaktere waren alle mit guten Sprechern besetzt und auch das Zusammenspiel zwischen Erzähler, Geräuschen und Dialogen unserer Charaktere war wirklich gut aufeinander abgestimmt.
Was ich bei Tod unter Lametta besonders beeindruckend fand, war wieder einmal das Stilmittel des Erzählers. Der Erzähler wird hier so eingesetzt, dass er uns eine räumliche Orientierung gibt, aber den Inhalt nicht zusammenfasst, sondern das Erzählen den Charakteren überlasst. Und hin und wieder gibt es auch eine kleine Interaktion zwischen dem Erzähler und den Charakteren, was mir sehr gut gefallen hat, weil man sich so nicht von außen gesteckten Grenzen abschrecken lässt, sondern eine Geschichte kreativ erzählt.
Der einzige Nachteil für mich war, dass das Hörspiel in einem schnellen Tempo erzählt wird. Hier konnte ich nicht viel nebenher machen, weil mich jede noch so kleine Tätigkeit von der Geschichte abgelenkt hat. 

Kommen wir nun aber zum Inhalt von Tod unter Lametta: Um die Weihnachtszeit gibt es mehrere Tote und es stellt sich die Frage, wer diese umgebracht haben soll. Und da braucht es natürlich einen Kommissar und einen Assistenten, die sich des Rätsels annehmen.
Uns erwartet hier zwar ein spannender Krimi, der auch gut aufgelöst wird, aber dennoch bleiben die Geschichte und die Charaktere sehr oberflächlich. Ich weiß nach dem Beenden des Hörspiels genauso viel über die Charaktere, wie zu Beginn der Geschichte. Allerdings hat mich das nicht groß gestört, da das Hörspiel eben unglaublich gut gestaltet ist.

Kai Magnus Sting hat mich mit seinem Schreibstil vor allem durch seine Dialoge überzeugt. Hier begegnet uns viel Witz und auch die ein oder andere schräge, aber wirklich unterhaltsame Konversation, die vielleicht entfernt an Douglas Adams Schreibstil erinnert.

Gesamteindruck
Obwohl ich nicht damit gerechnet habe, an ein Hörspiel zu geraten, bin ich wirklich positiv überrascht von Tod unter Lametta. Ich mochte die Gestaltung des Hörspiels sehr, obwohl sie meine volle Konzentration gefordert hat. Das Hörspiel empfehle ich daher vor allem erfahrenen HörspielhörerInnen oder Menschen, die vielleicht Auto- oder Zugfahrten hinter sich bringen müssen.
Tod unter Lametta ist eine kurzweilige, aber gelungene Einstimmung auf die Weihnachtszeit.

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* Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

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