Freitag, 30. November 2018

Weihnachtsgeplauder mit Anja vom kleinen Bücherzimmer

Bild von Anjas Bücherzimmer
Hallo Buchlinge,

einige von euch erinnern sich vielleicht an das jährliche weihnachtliche Geblubber unter dem Motto blubberxmas, das bisher von Anka von Ankas Geblubber veranstaltet wurde. Anka hat ihren Blog in diesem Jahr geschlossen und wird nun täglich über Instagram blubbern.
Anja vom kleinen Bücherzimmer und ich wünschen uns aber wieder eine Mitmach Aktion. Deswegen haben wir uns - natürlich unter Rücksprache mit Anka - entschlossen, die Aktion etwas abgewandelt, in diesem Jahr fortzusetzen.

Wir laden euch also herzlich zu unserem Weihnachtsgeplauder ein. Unter dem #xmasgeplauder dürft ihr gerne via Social Media eure weihnachtlichen Impressionen teilen. Anja und ich werden neben unseren Blogbeiträgen zur Aktion hauptsächlich über Facebook und Twitter plaudern. Natürlich haben wir auch ganz hochoffiziell eine Facebook Veranstaltung erstellt, bei der ihr euch sehr gerne eintragen dürft.
Kommen wir aber nun zum...


Ablauf des Weihnachtsgeplauders

Dauer: Donnerstag 27.12.18 - Dienstag 01.01.19
Special: Am Dienstag zum Abschluss der Aktion wird es einen kleinen Lesenachmittag geben. Wir treffen uns ab 15:00 Uhr online. Eine Facebook Veranstaltung ist noch in Planung und wird dann rechtzeitig verlinkt.

Tägliche Aufgaben: Wir haben uns auch in diesem Jahr ein paar tägliche Aufgaben für euch ausgedacht, die euch zum Stöbern einladen und euch das Austauschen über eure aktuellen Lektüren ermöglichen sollen.

Natürlich ist es euch freigestellt, ob ihr an allen Tagen oder nur an einem Tag der Aktion mitmacht. Und die von uns vorgestellten Aufgaben müssen auch nicht verpflichtend abgearbeitet werden. Wichtig ist uns vor allem, gemeinsam eine schöne Zeit zu haben und miteinander ins Gespräch zu kommen.


Teilnehmerliste 

Damit wir uns auch gegenseitig finden, wollen Anja und ich auch eine Teilnehmerliste anlegen. Seid ihr dabei? Dann schreibt mir doch gerne einen Kommentar und hinterlasst den Link zu eurem Kanal, damit ich euch hier eintragen kann.

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Anja vom kleinen Bücherzimmer
Chia
Christine von Unsere zauberhaften Buchwelten
Emma & Isona von Ge(h)Schichten
Sheena von Sheenas creativ Bookworld


In diesem Sinne...

hoffe ich, dass ihr Zeit und Lust habt, zwischen den Jahren mit uns zu plaudern.

Ge(h)lebt November 2018

Gelesen im November

Gelesene Zeit: 41 h 47 min
Gelesene Seiten: 303 Seiten
Beendete Hörbücher: fünf Hörbücher
Beendete Bücher: ein Buch

Neuzugänge:
To Keep you safe von Judit Müller
Keine Ahnung, ob das Liebe ist von Julia Engelmann
Codename Eisvogel von Anonymous
Ein einfaches Leben von Min Jin Lee

Begonnen mit:
To Keep you safe von Judit Müller
In meiner letzten Podcast Folge habe ich euch bereits von meinem liebsten Neuzugang vorgeschwärmt, nämlich dem Debütroman einer Freundin von mir. Und nachdem die Podcast Folge dann online war, ist mir aufgefallen, dass ich vergessen habe, euch zu erzählen, worum es in der Geschichte eigentlich geht. Und zwar lernen wir Ich-Erzählerin Judy kennen. Sie hat gemeinsam mit ihren Geschwistern eine Art Apokalypse überlebt. Die Welt wurde beinahe vollkommen zerstört und Judy sucht verzweifelt ein neues Zuhause für sich und ihre Geschwister. Und im Januar erzähle ich euch dann, wie mir die Dystopie gefallen hat.

Codename Eisvogel von Anonymous
Dieses Hörbuch habe ich beim Sound der Bücher von LovelyBooks gewonnen. Anscheinend ist die Geschichte eine Art Spionageroman. Grace ist eine gescheiterte Journalistin. Eigentlich wollte sie hoch hinaus und hängt stattdessen bei einer kleinen Zeitung fest. Doch eines Tages wittert sie eine große Story und wird zum Dank für ihre Recherchen ins Ausland abgeschoben, um sich einer Kolumne zu widmen. Und dort bekommt sie noch eine viel spannendere Geschichte. Das verkündet der Klappentext. Inzwischen bin ich auch mit Grace im Ausland angekommen, tue mich aber noch etwas schwer mit der Geschichte. Das Hörbuch wurde ungekürzt produziert und wird von Vera Teltz gelesen. Sie hat eine recht harte Stimme, aber genau das passt auch zur Geschichte.

Podcast Folgen: 
Hörmonat Part 1
Hörmonat Part 2

Buchlinge, ich glaube, ich muss mir für 2019 etwas Anderes überlegen. Mir fällt es immer schwerer Geschichten für die provisorische, monatliche Oscar Verleihung zu finden. Entweder sind meine Ansprüche zu hoch, oder ich habe zu wenige Geschichten beendet, um euch eine kreative Auswahl zu präsentieren. Deswegen verlinke ich unten nur die Geschichten, die ich diesen Monat beendet und bereits rezensiert habe.

Beendete Geschichten insgesamt:
*Weihnachten auf der Lindwurmfeste von Walter Moers
*Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden von Genki Kawamura
Ich habe den englischen König bedient von Bohumil Hrabal
Das Cafe am Rande der Welt von John Strelecky
Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes
Der alte Mann und das Meer von Ernest Hemingway


Gefunden im Netz 

Ein Strohhalm FAQ
Vor ein paar Monaten gab es eine Schlagzeile, in der erklärt wurde, dass die EU den Plastikverbrauch reduzieren möchte. Im ersten Moment dachte ich, dass das an sich eine gute Idee ist. Doch das Strohhalme aus Plastik für Menschen mit Behinderungen wichtig sind, soweit habe ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Und deswegen möchte ich euch dieses Strohhalm FAQ empfehlen, in dem RolliFräulein von den Argumenten erzählt, mit denen sie sich so herumschlagen muss.

Wie ist das jetzt mit der Kennzeichnung? 
Ute Nöth, beim Carlsen Verlag zuständig für das Influencer und Social Media Marketing, teilte kürzlich einen Leitfaden, in dem es um das Thema Kennzeichnung von Posts geht: Wann muss ein Beitrag als Werbung oder Anzeige gekennzeichnet werden und wann nicht?
Den Leitfaden findet ihr HIER:


Gefreut im November 

Das Debüt von Judit wurde veröffentlicht 
Das ist irgendwie schräg, das zu schreiben, aber ein kleines Highlight war es im November wirklich, den Debütroman von Judit in den Händen zu halten.
Zum einen freue ich mich unglaublich, dass ihr ihren Roman jetzt endlich lesen könnt und Judit und ich nicht mehr die Einzigen sind, die die Geschichte kennen. (Natürlich hatte sie noch mehr Betaleser, aber ich kannte die anderen Testleser nicht persönlich und konnte mich deswegen nur mit der Autorin selbst über den Roman austauschen).
Zum anderen ist es auch cool, eine Autorin persönlich zu kennen und zu wissen, dass uns mehr verbindet, als Kommentare unter Postings auf Social Media oder kurze Gespräche auf den Buchmessen.

Mein Gewinn von LovelyBooks ist da! 
Ende September habe ich bei LovelyBooks drei Hörbücher gewonnen. Es hat etwas gedauert, bis der Gewinn bei mir eingezogen ist. Ich hatte kurzzeitig schon befürchtet, dass die Hörbücher im Nirwana irgendwo zwischen Bayern und Baden-Württemberg untergegangen sind. Als ich dann die Post öffnete, musste ich schon etwas schmunzeln. Einige von euch erinnern sich sicher noch an die Podcast Folge, in der ich über Neujahr von Juli Zeh und Keine Ahnung, ob das Liebe ist von Julia Engelmann gesprochen habe. Dort habe ich noch erklärt, dass das Format Neues aus dem Hörverlag irgendwie wenig Sinn ergibt, weil die meisten Hörbücher, die ich dort vorstelle bei mir einziehen. Und nun ist Keine Ahnung, ob das Liebe ist durch das Gewinnspiel bei mir eingezogen. Es freut mich insgeheim etwas, dass das Hörbuch auf diesem Wege zu mir kam und ich nicht an eine Verpflichtung gebunden bin. (Natürlich ist die einzige Verpflichtung bei angefragten Rezensionsexemplaren diese, die Geschichten zu besprechen. Aber ich habe an Rezensionsexemplar-Rezensionen auch immer einen bestimmten Anspruch, weil mir die Geschichte ja kostenlos zur Verfügung gestellt wurde und ich deswegen auch was Tolles schreiben möchte und nicht nur auf sprachliche Standards zurückgreifen will).

Weihnachtsprojekt geht morgen online 
Der November stand ganz im Zeichen des literarischen Adventskalenders. Ein Portal hatte mir nämlich einen Strich durch die Rechnung gemacht und ich musste noch einmal viele Stunden mit der Formatierung des Adventskalenders verbringen. Warum die Formatierung in diesem Jahr so wichtig war, erfahrt ihr spätestens Anfang Dezember via Instagram und im Januar auf diesem Blog.

Weihnachtsprojekt 2.0. - #xmasgeplauder 
Vorgestern erreichte mich eine Mail von Anja, die den Blog Mein kleines Bücherzimmer betreibt. Sie ist in diesem Jahr genauso traurig wie ich, weil Anka kein offizielles Weihnachtsgeblubber veranstaltet. Deswegen haben wir uns kurzerhand zusammengetan und führen die Aktion minimal abgewandelt weiter. Wir hoffen, ihr seid dabei. HIER gibt's mehr Infos.


Geärgert im November 

Windows 10 und Fortschritte? Von wegen! 
Buchlinge, ich nutze jetzt seit etwa einem Monat Windows 10. An sich ist das Betriebssystem übersichtlich aufgebaut und es gibt auch ein paar Veränderungen, die mir wirklich gut gefallen. Aber es gibt auch ganz klare Rückschritte.
Ausschalten nicht mehr möglich: Das korrekte Herunterfahren meines Laptops ist jetzt eine reine Glückssache. Ich habe meine Energieoptionen bereits angepasst, allerdings zeigt das nur wenig Wirkung. Ich habe das Internet befragt und das erklärte mir, dass dieses Problem bereits bekannt sei. Und ich frage mich: Warum führt man tolle, neue Funktionen ein, die dann dafür sorgen, dass sich die Computer nicht mehr ausschalten lassen?
Fotos App: Die Fotos App klingt zwar höchst modern, erkennt aber nicht all meine Bilder, die auf meinem iPhone gespeichert sind. Und da ich nie viele Bilder auf dem iPhone habe, ist das schon eine echt peinliche Angelegenheit.
Adieu Movie Maker: Es gab nur eine einzige Funktion, die ich von dem Movie Maker benötigte. Und das war das Konvertieren der Podcast Folgen in das mp4 Format. Nun darf ich mir dafür eine extra Anwendung herunterladen, weil das mit den vorinstallierten Programmen von Windows nicht mehr möglich ist.


Was gab's zu erzählen? 

Im November habe ich wieder einiges aufgeholt. Und so gab es viele, viele, SEHR VIELE Beiträge für euch. (Zumindest kam es mir so vor).

Ge(h)brechen: 5 Dinge, die ich gerne vor Beginn meines Studiums gewusst hätte,
... 4. Dass ich viel Zeit alleine verbringen werde und es mich unabhängig machen wird

Rezensionen aus dem Vormonat: 
*Tod unter Lametta
Fahrenheit 451 von Ray Brandbury

Freiburger Bücherstammtisch 
Lagebericht im Oktober

Ge(h)plaudert 
Bücherregaltour 1: Meine Buchreihen

Buchclub: 
Weihnachtsfans vs. Weihnachtsmuffel (Abstimmung noch bis Sonntag möglich!)

Ge(h)schaut 
Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen

Literarischer Adventskalender 2018 
Findet mich - Die lebende Schnitzeljagd


Buchzitate

"Die vier beliebtesten Hamulimepp Stücke, die zur Aufführung kommen und bei denen alle mitgrölen, tragen die Titel: Tiefer die Tröten, die tuten; Es ist ein Mepp entsprungen, Hamouli, Hamouli, Mepp, Mepp, Mepp; heute Würmer, wird's was geben!"
Weihnachten auf der Lindwurmfeste von Walter Moers

"Ich meine, man kann sich nicht verlaufen, wenn man kein Ziel hat, oder?"
To keep you safe von Judit Müller, S. 67

"Beim Auto [...] wartet der Wanderer auf uns. Mir schießt durch den Kopf, dass ich ihn wohl bald den Fahrer nennen muss."
To keep you safe von Judit Müller, S. 145

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Die mit * markierten Hörbücher wurden mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 28. November 2018

"Findet mich!" - Der literarische Adventskalender 2018 mit Gewinnspiel

Hallo Buchlinge,

auch in diesem Jahr gibt es wieder einen literarischen Adventskalender für euch. Ich halte an einer alten Tradition fest und präsentiere euch eine Geschichte mit vierundzwanzig Kapiteln. Ganz so, wie es sich für einen Adventskalender gehört.
Außerdem gibt es auch etwas zu gewinnen.
In diesem Beitrag erzähle ich euch nicht nur, was euch im Dezember auf diesem Blog erwartet, sondern erkläre euch auch, wie ihr an dem Gewinnspiel teilnehmen könnt.
Genug der Vorworte: Los geht's!


"Findet mich - Die lebende Schnitzeljagd" 

Der Klappentext:
"Die achtzigjährige Marlene verlässt in der Vorweihnachtszeit kurzerhand ihre Wohnung und verschwindet spurlos. Sie lädt ihre Freunde und Familie per E-Mail ein, sie zu suchen und das Weihnachtsfest gemeinsam mit ihr zu verbringen. Jeder der eingeladenen Gäste bekommt einen Hinweis auf Marlenes Aufenthaltsort. Lassen sich Marlenes Gäste auf dieses Abenteuer ein? Und werden sie ihr Ziel rechtzeitig erreichen?"

Marlenes Geschichte spielt Ende des 21. Jahrhunderts und zwar im Jahre 2099. Und da es hier eine Menge technischer Neuerungen gibt, habe ich ein kleines Register erstellt, dass euch einen technischen Überblick geben soll. Das Register wurde kurzfristig in einen anderen Beitrag verfrachtet.

Personenverzeichnis: Da uns - wie ihr unten seht - ziemlich viele Personen begegnen, wurde ich darum gebeten ein Personenverzeichnis zu erstellen.

Marlene + Freunde (von Freunden) und Familie
Marlene: ist verschwunden und die Drahtzieherin der Geschichte.
Marianne: Marlenes Schwester.
Gerda: Marlenes beste Freundin.
Annika: ist Marlenes adoptierte Tochter.
Jürgen: ist Marlenes leiblicher Sohn.
Lilly: ist die Tochter von Annika und Marlenes Enkelin.
Olli: hilft Marlene bei technischen Fragen und ist ein Bekannter von Lilly.
Christian: hat Marlene unterstützt, als diese noch in den eigenen vier Wänden lebte. Er ist der beste Freund von Olli.

Das Team Residenz 
Renate: Reinigungskraft in der Residenz, mt Marina befreundet.
Marina: Marlenes Bezugspflegerin, Ex-Partnerin von Marlenes Sohn Jürgen.
Daniel Pelzer: Pförtner und zuständig für Musik und Gerüche im Foyer.
Harald: Bewohner der Residenz und Freund von Marlene.

Nebencharaktere: (Hier werden nur die wichtigen Nebencharaktere aufgeführt). 
Lisa: Marlenes Gehilfin, taucht erst ab Türchen 13 auf. Sie kennt die Gäste nicht.
Ernst: Der Vater von Lisa. Weihnachtsbaumverkäufer und vorübergehender Gastgeber für Marlenes Gäste.



Ich habe mir nicht nur eine Geschichte mit vierundzwanzig Kapiteln für euch ausgedacht, sondern war auch musikalisch unterwegs und habe eine kleine Playlist erstellt, die Spotify Nutzer unter diesem Link anhören können. 

Da ich mir nicht ganz sicher bin, ob Nicht-Spotify Nutzer unter euch auch etwas von der Playlist haben, habe ich die wichtigsten Lieder in den Türchen natürlich verlinkt.  


Infos zum Gewinnspiel 

Ich verlose ein Überraschungspaket, gefüllt mit drei Hörbüchern und ein paar Goodies. Ihr könnt folgendermaßen am Gewinnspiel teilnehmen: Verfolgt den diesjährigen Adventskalender und schreibt mir in die Kommentare, wie euch die Geschichte gefällt. 
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Türchen zu kommentieren: 

1. Über die Kommentarfunktion auf diesem Blog 
Ihr könnt hier auch anonym kommentieren, braucht also nicht zwingend ein Google Konto oder Zugangsdaten für ein anderes Portal.
Wenn ihr diese Möglichkeit des Kommentierens nutzen möchtet, ist es von Vorteil, wenn ihr ein Häkchen bei "Folgekommentare per E-Mail an..." setzt. Wenn ihr nämlich zu den Gewinnern gehört, werde ich euch unter eurem ersten Kommentar benachrichtigen.
Falls ihr die Folgekommentare nicht abonnieren wollt, könnt ihr das Türchen, welches ihr als erstes kommentiert habt, auch einfach nach dem Einsendeschluss aufrufen, um zu schauen, ob ihr zu den glücklichen Gewinnern gehört.
Egal, ob ihr mit einem Konto oder anonym kommentiert: Google wird wahrscheinlich eure IP-Adresse speichern. Allerdings habe ich keine Möglichkeit, die IP-Adresse auslesen oder löschen zu können. (Es ist mir aber möglich, euren Kommentar zu löschen). 

2. Kommentar per E-Mail 
Wenn ihr nicht öffentlich und für jeden sichtbar kommentieren wollt, könnt ihr euren Kommentar auch gerne per E-Mail an EmmaZecka@gmx.de schicken. (Die Mailadresse ist kein Link. Also nicht wundern, weil ihr nicht darauf klicken könnt). Eure E-Mailadresse wird so lange in meinem Postfach gespeichert, bis ich einen Gewinner oder eine Gewinnerin ermittelt habe. Danach werde ich eure E-Mailadresse löschen. 

Alle Kommentatoren hüpfen in den Lostopf. Der Einsendeschluss für euren Kommentar ist Montag der 31.12.18. 

ACHTUNG: Falls ihr gerne kommentieren möchtet, aber nicht am Gewinnspiel interessiert seid, erwähnt das bitte in eurem ersten Kommentar. Dann landet ihr nicht im Lostopf.

Wenn ihr am Gewinnspiel teilnehmen wollt, aber absolut keinen Plan habt, worauf ihr beim Inhalt der Geschichte achten sollt, habe ich hier ein paar Anregungen für euch, die ihr nutzen könnt, aber natürlich nicht benutzen müsst: 

  • Inhalt: Findest Du den Inhalt spannend? Warum?  
  • Charaktere: Was hältst Du von den Charakteren? Welcher Charakter gefällt Dir am besten und warum? Mit welchem Charakter kannst Du überhaupt nichts anfangen? 
  • Schreibstil: Was denkst Du über den Schreibstil des Adventskalenders? 
  • Optional - Gesamteindruck: Wie hat Dir der Adventskalender insgesamt gefallen? Hattest Du ein Lieblingstürchen? Gab es ein Türchen, mit dem Du gar nichts anfangen konntest? Wie viel Sterne würdest Du dem Adventskalender insgesamt geben? Wie viel Geld würdest Du für diesen Adventskalender ausgeben? 

Teilnahmebedingungen im Überblick 

An dieser Stelle findet ihr noch einmal alle Infos im Überblick:

  • Preis: Ein Überraschungspaket mit drei Hörbüchern und Goodies (die nicht verraten werden können, weil es dann ja keine Überraschung mehr ist). 
  • Um in den Lostopf zu kommen, musst Du mindestens eines der Adventskalender Türchen (täglich erscheinende Blogposts) kommentieren. ACHTUNG: Deine Chancen erhöhen sich nicht, wenn Du mehrere Türchen kommentierst. 
  • Der Gewinner / die Gewinnerin wird durch ein Losverfahren ermittelt. 
  • Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden. 
  • Wenn Du NICHT am Gewinnspiel teilnehmen möchtest, aber trotzdem kommentieren möchtest, schreibe bitte in Deinen ersten Kommentar, dass Du außer Konkurrenz mitschreibst. 
  • Je nachdem für welches Kommentarverfahren Du Dich entscheidest, werden Deine Daten wie z.B. IP-Adresse gespeichert: Die "Folgekommentar"-Funktion kann von Dir jederzeit abbestellt werden. Deine E-Mailadresse wird nicht an Dritte weitergegeben und nach der Auslosung gelöscht. Dein Kommentar auf diesem Blog kann von mir bei Bedarf ebenfalls gelöscht werden. 
  • Wenn Du unter 16 Jahren bist, benötige ich eine Einverständniserklärung Deiner Eltern, damit Du am Gewinnspiel teilnehmen kannst. 
  • Einsendeschluss für Deinen Kommentar ist Montag der 31.12.18 23:59 Uhr. 

Die Übersicht der Adventskalender Türchen 

Hinweis: Die Türchen gehen erst am vorgesehenen Tag um 00:00 Uhr online. Ihr könnt also nicht schummeln. Außerdem befinden sich am Ende von jedem Post eine Verlinkung zur Übersicht, einen Link zum vorherigen und zum nächsten Türchen, sowie zum oben verlinkten Register, damit ihr den Überblick behalten könnt.

Türchen 1: Der Brief
Türchen 2: Lilly
Türchen 3: Gerda
Türchen 4: Christian
Türchen 5: Jürgen
Türchen 6: Annika
Türchen 7: Marianne
Türchen 8: Olli
Türchen 9: Renate
Türchen 10: Marina
Türchen 11: Harald
Türchen 12: Daniel
Türchen 13: Lilly
Türchen 14: Christian
Türchen 15: Olli
Türchen 16: Annika
Türchen 17: Jürgen
Türchen 18: Gerda
Türchen 19: Dieser Name könnte ein Spoiler sein
Türchen 20: Marianne
Türchen 21: Geheim
Türchen 22: Immer noch geheim
Türchen 23: Geheimer als geheim
Türchen 24: Weihnachten


In diesem Sinne... 

bleibt mir nur noch, euch eine gute Unterhaltung zu wünschen. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch gerne via Twitter oder meinetwegen auch Instagram unter #findetmich eure Eindrücke schildern.

Also, bis hoffentlich zum ersten Dezember :) 

Montag, 26. November 2018

Das Cafe am Rande der Welt

Bild von dtv

Steckbrief 

Autor: John Strelecky 
Verlag: dtv  
Geeignet für: alle, die nach einer Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens suchen 
Gelesen oder gehört: gelesen, als Großdruck 
Bewertung: 2,5 von 5 Punkten 



Klappentext 

(von dtv)

"Ein kleines Café mitten im Nirgendwo wird zum Wendepunkt im Leben von John, einem Werbemanager, der stets in Eile ist. Eigentlich will er nur kurz Rast machen, doch dann entdeckt er auf der Speisekarte neben dem Menü des Tages drei Fragen:

»Warum bist du hier?
Hast du Angst vor dem Tod?
Führst du ein erfülltes Leben?«

Wie seltsam – doch einmal neugierig geworden, will John mithilfe des Kochs, der Bedienung Casey und eines Gastes dieses Geheimnis ergründen."


Meine Meinung 

Kommen wir diesmal wieder zuerst zur Gestaltung des Buches: Ich habe mir Das Cafe am Rande der Welt als Großdruckausgabe bestellt, in der Hoffnung das Exemplar besser lesen zu können. Und tatsächlich ist mein Plan wirklich aufgegangen. Die Schriftgröße war genau richtig und ich fühlte mich von den Worten nicht erschlagen, sondern konnte die Geschichte angenehm lesen. Allerdings verwirrte mich der Buchsatz, also die Formatierung des Buches, etwas, weil viele Absätze in der ersten Zeile nicht eingerückt waren. Hier hatte ich die Idee, dass man die größere Schriftgröße durch den Buchsatz auffangen wolle und so vermeiden wollte, dass die Großdruckausgabe nicht mehr Seiten hat, als das normale Printexemplar.

Der Inhalt von Das Cafe am Rande der Welt wird auf ca. 170 Seiten erzählt und ich hatte den Eindruck, dass das vollkommen ausreicht um uns Johns Geschichte näherzubringen. Wir lernen John kennen, als er sich gerade Urlaub genommen hat, um über sich und sein Leben nachzudenen. Er scheint nämlich nicht mehr glücklich. Nachdem er einem Stau entkommen ist, sich dann aber noch verfährt und ihm langsam aber sicher der Sprit ausgeht, entdeckt er mitten in de Landschaft ein einsames Cafe. Da er nicht weiß, wann er die nächste Raststätte finden wird, steigt er aus, tritt ein und muss nach mehreren Stunden feststellen, dass dieser Cafebesuch sein Leben verändert hat.

Das Cafe am Rande der Welt ist der Auftakt einer Buchreihe über die Fragen, was der Sinn des Lebens ist, wie wir unseren Sinn des Lebens finden und danach leben können. John kommt schnell mit den Besitzern des Cafes, Mike und Casey, ins Gespräch, die sich angeregt mit ihm unterhalten und John so ermöglichen, sich mit Fragen auseinanderzusetzen, mit denen er sich noch nie beschäftigt hat und seine Sicht auf das Leben zu verändern.
Einerseits war es schön, zu sehen, wie wichtig die Zeit im Cafe für John war. Andererseits muss ich für mich aber auch kleinlaut gestehen, dass für mich nicht viele neue Erkenntnisse dabei waren: So wusste ich beispielsweise schon, dass sich ein Leben leichter leben lässt, wenn es für jeden Einzelnen einen Sinn hat.

Was mich extrem an dem Buch störte, war die Tatsache, dass danach gestrebt wird, seinen Sinn des Lebens auch zu erfüllen, wobei das an sich kein schlechter Gedanke ist. Allerdings gibt es Menschen, die eine Verantwortung zu tragen haben und nicht so einfach ihren Sinn des Lebens erfüllen können z.B. Eltern. Wenn sie jetzt den Traum haben plötzlich irgendwo Karriere machen zu wollen, können sie ihre Kinder nicht einfach irgendwo abgeben und sich ein schönes Leben machen bzw. würde das - so wie ich das Buch verstanden habe - von Mike, Casey und John vielleicht sogar noch toleriert. John hat es hier einfacher: Dadurch, dass er alleinstehend ist, scheint er sehr flexibel und an niemanden gebunden.
Zudem hätte ich mir gewünscht, dass man sich den Punkt der Sinnerfüllung genauer anschaut: So zeigen Castingshows ja beispielsweise, wie viele Menschen einen Sinn darin sehen, musikalisch mehr oder weniger erfolgreich werden zu wollen. Aber viele von ihnen schienen nicht glücklich damit. Was ist dann mit solchen Geschichten?

Bei John Streleckys Schreibstil hatte ich oft das Gefühl, dass nicht über das Wesentliche gesprochen wird. Das wäre beispielsweise, wie wenn ich euch erzähle, dass ich euch jetzt zeige, wie man einen Kuchen backt. Ihr zückt gespannt mit dem Stift und rechnet jetzt damit, dass ich euch die Zutaten und die Schritte nenne, um einen Kuchen zu backen. Stattdessen wechsle ich dann das Thema und erkläre euch, wie man eine Suppe kocht. Genauso ging es mir hier an einigen Stellen.
Allerdings überzeugte mich das Buch mit einigen sprachlichen Bildern bzw. Geschichten, die Casey und Mike für John bereit gehalten haben. Die sprachlichen Bilder fand ich gut gewählt, aber auch hier war für mich nichts Neues dabei.

Gesamteindruck
Es freut mich sehr, dass Das Cafe am Rande der Welt so vielen Menschen etwas zu geben scheint und auch weitere Bücher des Autors so gut ankommen. Es ist auch schön zu sehen, dass John durch seine Zeit im Cafe neue Erkenntnisse gewinnen konnte.
Aber für mich war das Buch eher eine Wiederholung oder vergleichsweise oberflächlich geschrieben. Ich hätte mir etwas mehr Tiefe und weniger Abstraktes von dem Buch erhofft.

Sonntag, 25. November 2018

Ratgeber, Liebe und mein liebster Neuzugang im November: Diese Woche beendet!

Hallo Buchlinge,

in dieser Woche habe ich wieder zwei Geschichten beendet. Und zwar spreche ich über Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes, Das Cafe am Rande der Welt von John Strelecky und meinen liebsten Neuzugang To keep you safe von Judit Müller.

Beim Hochladen der Podcast Folge ist mir leider aufgefallen, dass es ein paar Hintergrundgeräusche gibt. Ich hoffe, sie stören euch nicht allzu sehr. (Aber um ehrlich zu sein wollte ich den ganzen Kram nicht noch mal aufnehmen. So perfektionistisch bin ich dann doch nicht...).

Wenn ihr auf diesen Link klickt, kommt ihr direkt zur YouTube Folge.
Wenn ihr die Podcast Folge lieber offline hören wollt, klickt hier.



Inhaltsverzeichnis

00:00 Min: Intro
00:34 Min: Ein ganz neues Leben
01:16 Min: Ein ganz neues Leben Hörprobe
05:40 Min: Meinung zum Hörbuch
11:24 Min: Das Cafe am Rande der Welt
18:12 Min: Neuzugang: To keep you safe
20:30 Min: Outro

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Freitag, 23. November 2018

Ge(h)schaut: Phantastische Tierwesen - Grindelwalds Verbrechen

Buchlinge, am Mittwoch habe auch ich den zweiten Teil von Phantastische Tierwesen mit dem Untertitel Grindelwalds Verbrechen gesehen. Und nun kann ich nachvollziehen, warum so viele Potterheads nach diesem Film Redebedarf haben.

Da es mir schwer fällt, meine Kritik spoilerfei zu begründen, brachte mich Ge(h)folge Mitglied Isona auf die Idee eine neue Rubrik auf diesem Blog einzuweihen. (Ja, ich weiß, es ist ja nicht so, als ob wir nicht schon genug Kategorien hätten...). Aber die Idee für diese Rubrik liegt jetzt quasi schon ein Jahr zurück und keine von uns hat es geschafft, sie einzuweihen.

Wir geben der Rubrik den treffenden Namen Ge(h)spoilert: In den Beiträgen, die unter dieser Kategorie erscheinen, besprechen wir Szenen oder ganze Filme, Bücher, Hörbücher, Serien oder sonstige Elemente, über die wir unbedingt mit euch diskutieren wollen. Im besten Falle solltet ihr die Beiträge natürlich gelesen, gehört oder geschaut haben, damit ihr unsere Argumente nachvollziehen könnt. Und um den Namen der Rubrik gerecht zu werden, werden wir natürlich ins Detail gehen.

Wer sich also von Phantastische Tierwesen - Grindelwalds Verbrechen überraschen lassen möchte, muss an dieser Stelle wieder umdrehen und nach dem Kinobesuch wiederkommen.

Außerdem möchte ich euch nochdarauf hinweisen, dass ich, im Vergleich zu Isona und emion, ein ungebildeter Potterhead bin und bei weitem nicht über so ein großes Fachwissen verfüge, wie die beiden. Wenn ich bei meinen Begründungen hier und da ein paar logische Fehler einbaue, hoffe ich also, dass ihr etwas nachsichtig seid.


Phantastische Tierwesen 2 - Trailer und gespoilerte Handlung 




In diesem Artikel berichte ich darüber, wie mir der erste Teil dieser Spin-Off Reihe gefallen hat.

Kommen wir nun aber zum Inhalt des zweiten Teils: Grindelwald, der am Ende von Band 1 eigentlich ins Gefängnis wanderte, schafft es gleich zu Beginn der Geschichte zu fliehen. Da er ein gefürchteter Schwarzmagier ist, finden sich nur wenige Zauberer, die ihm zum einen freiwillig das Handwerk legen wollen oder es zum anderen auch können. Albus Dumbledore, den früher eine Freundschaft zu Grindelwald verband, überzeugt Newt Scamander, den Autor von Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, Grindelwalds Pläne zu durchkreuzen. (Natürlich gibt es noch ein paar andere Aspekte, die dafür sorgen, dass sich Newt auf die Spuren von Grindelwald begibt. Diese lasse ich hier der Einfachheit halber aber mal außen vor).

Grindelwald hat eine ähnliche Philosophie wie Voldemort, der Bösewicht, der nach ihm kam und in den Harry-Potter-Bänden sein Unwesen treibt: Er ist dafür, dass die Reinblüter, also Hexen und Zauberer, die nur von anderen Hexen und Zauberern abstammen, über die nicht magische Bevölkerung bzw. die Halbblüter herrschen sollen. Und um diese Ideologie durchzusetzen, braucht er eine Menge Anhänger. Außerdem möchte er Albus Dumbledore ausschalten, der der einzige Zauberer ist, der Grindelwald besiegen könnte, zumindest, wenn wir den Worten eines Mitarbeiters des Zaubereiministeriums Glauben schenken dürfen.
Um Dumbledore besiegen zu können, braucht Grindelwald den Obscurus Credence. Credence ist aber auf der Suche nach seiner richtigen Familie und kann daher nicht so einfach auf die dunkle Seite gezogen werden.

Außerdem gibt es im zweiten Teil von Phantastische Tierwesen ein Wiedersehen mit dem Muggel Jacob Kowalski, der Aurorin Tina und ihrer Schwester Queenie, die nun mit Jacob Kowalski zusammen ist. Diese Charaktere wurden für die Filme entwickelt und tauchen in der Harry-Potter-Reihe nicht auf.

Wir lernen zudem Leta Lestrange kennen und bekommen damit einen spannenden Einblick in den Familienstammbaum der Lestranges. Wir erfahren nämlich, dass die Familie gar nicht aus England stammen soll, sondern ein Familiengrab in Frankreich hat. Dort findet übrigens das Finale des Filmes statt. Ein Redakteur bei Moviepilot war so freundlich den Familienstammbaum der Lestranges für ungebildete Potterheads wie mich vereinfacht darzustellen. Das könnt ihr hier nachlesen, wenn es euch interessiert.
Leta soll einen Halbbruder mit Namen Corvus gehabt haben, der ihrem Vater immer schon wichtiger war, als sie selbst. Als die beiden Kinder mit einer Nanny auf dem Weg nach Amerika waren, vertauscht sie die Babys, da ihr Corvus Geschrei auf die Nerven ging. Es kommt zu einem Schiffsunglück bei dem Corvus stirbt, was vom Familienstammbaum der Lestranges bestätigt wird, da es sich natürlich um einen magischen Stammbaum handelt, der nicht lügt.

Und am Ende des Filmes kam dann der Moment, nachdem ich wusste, warum so viele Potterheads Redebedarf hatten: Nach dem finalen Showdown, den unsere Hauptcharaktere natürlich überleben mussten, gibt Grindelwald Credence eine Identität. Und zwar spricht er ihn mit dem Namen Aurelius Dumbledore an.

Natürlich gibt es in dem Film noch weitere Handlungsstränge. Diese scheinen mir an dieser Stelle aber eher nebensächlich und werden in diesem Artikel daher einfach eiskalt ignoriert.


Warum J.K. Rowling ihre eigene Geschichte wiederkäut und sie kaputt macht 

Ich habe mich extra für diesen Artikel etwas belesen und so erfahren, dass das Drehbuch zu den Phantastische Tierwesen Filmen von J.K. Rowling stammt. Und deswegen mache ich sie zum größten Teil für die für mich nicht nachvollziehbare Handlung in diesem Band verantwortlich.

Das gesparte Geld bei der fehlenden Beleuchtung wurde in Special Effects gesteckt 
An dieser Stelle rate ich jedem, der einen Sehrest von 2% besitzt und keine Lust auf nonstop Audiodeskription hat, davon ab, sich die Filme von Phantastische Tierwesen anzuschauen. Ich habe so gut wie nichts gesehen. Nicht einmal die Kämpfe wurden mit bunten Funken dargestellt, wie es noch in den Harry-Potter-Filmen der Fall ist. Die meiste Zeit spielt der Film im Dunkeln. Die einzigen Szenen, die durchweg hell waren oder zumindest nicht völlig abgedunkelt waren, spielten auf dem Hogwarts Gelände, bei einer Anhörung im Ministerium oder einem kurzen Besuch des französischen Zaubereiministeriums. Allerdings hat der Film glücklicherweise viele Dialoge, sodass ich trotzdem gut mitkam.

Der Inhalt geht am (Unter)Titel vorbei 
Wie auch schon im ersten Teil von Phantastische Tierwesen hatte auch dieser Film nicht viel mit den magischen Geschöpfen zu tun. J.K. Rowling ist es hier aber minimal besser gelungen, die Tierwesen in die Geschichte miteinzubeziehen und deren Fähigkeiten für die Entwicklung der Geschichte zu nutzen. 
Allerdings ist der Untertitel Grindelwalds Verbrechen entweder schlecht übersetzt oder einfach schlecht gewählt worden: Wir erfahren zwar, dass Grindelwald eine schräge Ideologie verfolgt, Allerdings unterscheiden sich seine Handlungen in diesem Film nicht sonderlich von Voldemorts Aktionen in den Harry-Potter-Bänden, weswegen ich jetzt nicht sagen würde, dass Grindelwalds Handlungen im aktuellen Film die Bezeichnung Verbrechen verdient hätten, weil wir ihn eher in der Nebenhandlung dabei beobachten, wie er Verbrechen ausführt oder andere Zauberer damit beauftragt, sie auszuführen. 

Die Abstammung der Lestranges 
Das ist der Punkt, der mich mit Abstand am meisten verwirrt hat. Wie ihr ja wisst, bin ich ein ungebildeter Potterhead. Mir war nicht bekannt, dass die Lestranges aus Frankreich stammen. Bisher habe ich in den Harry-Potter-Bänden vorgestellt, dass die Lestranges eine alt eingesessene englische Familie sind, also wie beispielsweise die Familie Black, die sehr viel wert auf einen astreinen Stammbaum legen. Ich rechnete also damit, dass Verwandte, die ihnen nicht in die Familie passten, einfach eiskalt ausgelöscht werden.
Und jetzt erklärt uns J.K. Rowling also, dass die Lestranges aus Frankreich stammen sollen und dort sogar ein Familiengrab haben. Dass wäre so, als ob Sirius Blacks Familie ein Familiengrab in einer spanischen Provinz hätte. Natürlich ist das möglich, passt aber absolut nicht zu der Geschichte und den Charakteren, wie sie in den Harry-Potter-Büchern dargestellt wurden.
Zudem frage ich mich: Warum macht es sich J.K. Rowling so kompliziert? Warum wählt sie ausgerechnet Frankreich oder - bezogen auf den ersten Band - die USA als Schauplatz für ihre Filme?

Ein verloren geglaubter Bruder oder doch lieber das uneheliche Kind? 
J.K. Rowling legt für ihre Aurelius-Dumbledore-Theorie bereits eine Fährte im Film. So erklärt Albus Dumbeldore, dass sich ein Phönix einem Dumbledore nähere, wenn dieser in Not sei. Den Beleg dazu findet ihr hier. Dann ist Harry Potter ja vielleicht auch ein verloren geglaubter Dumbledore. Schließlich ist ihm in der Kammer des Schreckens ja auch ein Phönix erschienen, als er in Not war. Dann muss es gar nicht damit zusammenhängen, dass Harry aus dem Haus Gryffindor stammt. (Ich hoffe, man kann meinen ironischen Unterton herauslesen).
Es wäre schon ziemlich schräg, wenn J.K. Rowling die Zuschauer mit so einem Cliffhänger zurücklässt, nur um im dritten oder womöglich noch späteren Teilm zu verraten, dass es sich nur um eine Lüge Grindelwalds handelte, was für mich die wahrscheinlichste Theorie ist.

Die Sache mit den Zeisträngen 
Ob dieser Gliederungspunkt wirklich stimmt, kann ich aufgrund meines oberflächlichen magischen Wissens leider nur bedingt nachvollziehen. Wir erleben jedenfalls Rückblenden, in denen wir nach Hogwarts reisen und dort erfahren, dass Minerva McGonagall bereits zu Newt Scamanders Zeiten als Lehrerin in der Schule arbeitete. Nun gibt es Quellen, die behaupten, dass das nicht möglich ist. Eine davon findet ihr beispielsweise hier.
Zudem treffen wir Albus Dumbledore im Film dabei, wie er das Fach Verteidigung gegen die Dunklen Künste unterrichtet. Und soweit ich mich erinnern kann, liegt dieser eine Fluch auf diesem Fach: Dieser Fluch besagt, dass es kein Lehrer länger als ein Jahr auf diesem Posten ausgehalten hat. Ist das nur ein Mythos, der nur für die Potter-Bände geschaffen wurde?

Zudem bin ich mir nicht sicher, ob Grindelwald und Dumbledore in den Filmen nicht etwas zu alt dargestellt werden. Meine Mitschauer meinten, sie wirkten, wie in den Dreißigern, wobei McGonagall ein paar Jahre junger wirkte. Dennoch ist davon auszugehen, dass sich der Showdown - also das Duell zwischen Dumbledore und Grindelwald - auf den letzten der fünf Filme - verschiebt und die Charaktere dann Ende Dreißig oder eben in den Vierzigern sein müssten. Und das scheint mir dann doch etwas alt.

Diese Flut an Charakteren
Ich fand es zwar schön, dass es ein Wiedersehen mit Newt Scamander oder auch Nebencharakteren wie Jacob Kowalski gab, der mir im ersten Band fast noch etwas besser gefiel. Dennoch fühlte ich mich mit diesen ganzen Charakteren etwas überfordert und brauchte nach dem Film erst einmal einen Wikipedia Artikel, um wieder einen Überblick zu bekommen.
Ich hätte es hier interessanter gefunden, wenn sich J.K. Rowling auf Vorfahren bereits bekannter Charaktere begrenzt hätte. Das hätte für ein bisschen Potter-Feeling gesorgt, wenn wir bekannte Nachnamen in einem anderen Kontext hören. Zudem wäre es J.K. Rowling so besser gelungen, mehr Szenen mit Dumbledore in die Geschichte einzubauen oder auch Aberforth, Dumbledores Bruder, auftauchen zu lassen.

Das Wiederkäuen eines bereits ausgetragenen Konfliktes 
Alle, die sich die Spin-Off Filme zur Harry-Potter-Reihe anschauen, werden die Harry-Potter-Reihe höchstwahrscheinlich gelesen haben. Und dort erlebten wir über sieben Bände hinweg eine Gut-Böse-Geschichte rund um Harry Potter und Voldemort. Warum also nutzt J.K. Rowling also ein Spin-Off um dieselbe Geschichte noch einmal zu erzählen? Nur eben ohne Harry, sondern stattdessen mit Grindelwald und Dumbledore. Sie hätte das Spin-Off doch stattdessen dafür nutzen können, um Aspekte ihrer magischen Welt hervorzuheben, für die in der Harry-Potter-Reihe einfach kein Platz war. Und es hätte endlich mal etwas Farbe in die magische Welt kommen können. Stattdessen geht es wieder mal um das, was so viele Fantasygeschichten und Dystopien kennzeichnet: Die ewige Debatte um das Gut und Böse. Dabei gibt es laut eingefleischten Fantasy Fans Geschichten, die außerhalb dieser Gut-Böse-Debatte spielen. Und genau dieses Untergenre des Fantasy Elements hätte J.K. Rowling mit einem Spin-Off hervorheben können.

Warum J.K. Rowling ihre Geschichte kaputt macht 
Es ist zwar nett, Charaktere wie einen Jacob Kowalski kennenzulernen, dennoch finde ich, dass sich J.K. Rowling in diesem Spin-Off in Dinge verstrickt, die dem ganzen Potter-Universum nicht gut tun. Warum lässt sie ihre Geschichte an so vielen verschiedenen Orten spielen? Warum baut sie Handlungsstränge ein, die mehr Fragen aufwerfen, als Dinge klären?
Nach Phantastische Tierwesen - Grindelwalds Verbrechen habe ich endgültig die Lust an den Filmen verloren.


Mein persönliches Spin-Off 

Nun werdet ihr wahrscheinlich die Nase rümpfen und sagen: Ja, dann mach's doch besser! Was wäre denn deine Idee?
Und tatsächlich habe ich mir hier auch Gedanken gemacht und möchte folgendes Spin-Off vorstellen: Die Generation von Harrys Eltern in Hogwarts.

Beginnen wir zuerst mit den Nachteilen, die dieses Spin-Off mit sich bringen würde:
Es wäre wieder ein Film, oder vielleicht auch eine Reihe, die in Hogwarts spielen würde. Allen Potterheads, die gerne einmal andere Teile der magischen Welt sehen wollen, könnte dieser Handlungsort vielleicht zu langweilig werden. Bei meiner Idee würden wir uns in einem kleinen Handlungsrahmen bewegen und nicht eine große Geschichte spinnen, die die ganze Zaubererwelt betrifft. (Okay, je nachdem, bis zu welchem Teil der Geschichte das Spin-Off reicht, käme Voldemort doch ins Spiel...). Außerdem bewegen wir uns von der Handlung her sehr nah an der Geschichte rund um Harry Potter. Und wenn es J.K. Rowlings Ziel ist, die Geschichte rund um Harry unangetastet zu lassen, wäre meine Idee wahrscheinlich nicht möglich.

Die Vorteile: Man könnte hier verschiedene Aspekte hervorheben:

Hogwarts als Handlungsort 
Eingefleischte Potterheads wie emion und Isona kennen Geheimnisse von Hogwarts, von denen normalsterbliche Potterheads wie ich absolut nichts ahnen, weswegen ich hier auch keine konkreten Beispiele nennen kann. Diese zauberhaften und magischen Aspekte könnte man in den Filmen unterbringen: Unsere Protagonisten entdecken Geheimgänge, entwickeln die Karte des Rumtreibers und erleben den Alltag in Hogwarts. Wir könnten gemeinsam Feste erleben, fiebern mit, wie sich unsere charaktere auf die Prüfungen vorbereiten, lernen vielleicht auch Inhalte der Prüfungen kennen, die ja zumindest in den Filmen eher untergehen, tauchen vielleicht inhaltlich tiefer in das ein oder andere Unterrichtsfach ein und lernen Stärken und Schwächen unserer Charaktere kennen.

Die Charaktere: Konfliktpotenzial vorprogrammiert
Die Hauptcharaktere könnten hier beispielsweise Lilly Evans (spätere Potter), James Potter, Severus Snape und Co. sein. (Ja, verzeiht mir, dass ich die Clique rund um James jetzt nicht aufzähle, aber ich denke, ihr wisst, wer für mich dazu gehört). Lilly und Severus verband vor Hogwarts eine Freundschaft. Hier könnte man beispielsweise die Zeit vor Hogwarts darstellen und den Konflikt hervorheben, wie es für beide wird mit anderen Hexen und Zauberern zusammenzusein. Außerdem könnten Konflikte thematisiert werden, die in den Harry-Potter-Bänden zu kurz kommen: Wie ist es für Außenseiter in Hogwarts, beispielsweise Severus Snape? Was passiert, wenn man aufgrund einer Auffälligkeit nicht mehr zu einer Gruppe dazugehört? (Hier beziehe ich mich auf Remus Lupin). Wie stellen es die anderen Schüler an, sich zu Animagi auszubilden? Falls das überhaupt als Ausbildung bezeichnet werden kann. Welche Wünsche, Träume und Visionen haben sie von ihrer Zukunft?

Außerdem könnte der Konflikt zwischen Muggel und Magier weiter hervorgehoben werden: Lilly, die in den Ferien nach Hause kommt und merkt, dass sie ihre Schwester Petunia verliert, weil diese den ganzen Wirbel um die Magie einfach nicht nachvollziehen kann. Lilly, die den Spagat zwischen Muggel- und Zaubererwelt irgendwie hinbekommen muss.
Gab es zur Schulzeit von James, Lilly und Co. auch schon diese Reinblüter Debatten? Wie wirkte sich das auf die Beziehung zwischen James und Lilly und auf die Freundschaft zwischen Severus und Lilly aus?
Und wisst ihr wer meine Nebencharaktere wären? Jepp, die Weasleys oder die Longbottoms. Hach, ich glaube, ich sollte eine Fanfiction darüber schreiben...


Und Du? 

Hast Du den zweiten Teil von Phantastische Tierwesen bereits gesehen?
Wie hat Dir der Band gefallen?
Wenn Du Dich für ein Spin-Off entscheiden könntest: Von welcher Geschichte würdest Du mehr sehen wollen?

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Mittwoch, 21. November 2018

Ich habe den englischen König bedient

Bild von HörbuchHamburg
Steckbrief

Name: Ich habe den englischen König bedient (auch als Buch erhältlich)
Autor: Bohumil Hrabal
Verlag: HörbuchHamburg
Geeignet für: Menschen, die Abenteuergeschichten mögen
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Wolfram Berger
Bewertung: 2,5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von HörbuchHamburg

"Der Pikkolo beginnt zu erzählen, nachdem er als solcher im "Hotel Zum Goldenen Prag" angestellt worden ist, wo er die Kunst des Servierens erlernen soll. Es bedurfte nicht viel Zeit, bis er begriff, was zu werden es sich lohne, was ihn entgegen seiner ärmlichsten Herkunft, entgegen seinem kleinen Wuchs groß machen würde. Millionär wollte er werden. Der Weg war lang, von Hotel zu Hotel, vom Oberkellner Zdenek zum Oberkellner Skrivanek, der, fragte man ihn, woher er denn alles wisse und warum er alles voraussehen könne, antwortete: Ich habe den englischen König bedient. Der Pikkolo aber, der schon längst keiner mehr war, war ausersehen, selbst diesen unübertrefflichen Mann zu übertreffen: Er durfte den abessinischen Kaiser bedienen.Verfilmt von Jiri Menzel mit Julia Jentsch."


Meine Meinung 

Der Inhalt von Ich habe den englischen König bedient hat mich ordentlich verwirrt. Der Titel des Hörbuches führte mich nämlich auf eine völlig falsche Fährte. Wir lernen unseren Protagonisten kennen, als er gerade eine neue Stelle angetreten hat und sein Leben in vollen Zügen (oder in den Zimmern vieler Frauen) genießt. Und die Erlebnisse auf der ersten CD handeln fast nur von den Frauengeschichten unseres angehenden Kellners. An dieser Stelle vermutete ich, dass es sich mit der Handlung wohl ganz einfach verhalte: Wir begleiten unseren Kellner so lange, bis er dann endlich den englischen König bedient. Doch da hatte ich weit gefehlt.

Eines Tages bekommt unser Kellner nämlich eine neue Anstellung und hat somit auch einen anderen Vorgesetzten. Und diesen Mann mustert er mit Bewunderung: Denn er braucht nur wenige Blicke, um die Kunden durchschauen zu können: Welcher der Gäste hat viel Geld? Wer möchte sich nur aufspielen? Wem lohnt es sich, Aufmerksamkeit zu schenken? Alles Tricks, die unser Protagonist erst noch herausfinden muss. Als er seinen Vorgesetzten fragt, woher er das alles wisse, antwortet er nur: Ich habe schließlich den englischen König bedient. Und an dieser Stelle begann mich die Geschichte dann so langsam zu interessieren. Als Bohumil Hrabal seinen Protagonisten dann noch in den Zweiten Weltkrieg geraten lässt, beschloss ich, das Hörbuch nicht abzubrechen.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich den Sinn hinter Ich habe den englischen König bedient nicht wirklich verstanden habe. Wir begegnen hier einem Protagonisten, der sich selbst am wichtigsten ist und in erster Linie an sich denkt. Und diese Einstellung hat mich extrem gestört, weil sie völlig weg von meiner eigenen Lebensphilosophie geht. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass unser Protagonist in der Geschichte nicht wirklich glücklich ist und das, obwohl er sich einen Lebenstraum erfüllt.

Kommen wir nun zur Gestaltung des Hörbuches: Das Hörbuch wurde ungekürzt von dem HörbuchHamburg Verlag produziert. Wolfram Berger liest uns die Geschichte vor. Er hat eine tiefe Stimme und fiel mir schon nach wenigen Sekunden aufgrund seines österreichischen Dialekts auf. Und ich muss sagen, der Dialekt passt auch ziemlich gut zur Geschichte. Allerdings konnte mich Wolfram Berger als Sprecher leider nicht überzeugen, da er mir zu wenig Betonung in die Geschichte gelegt hat und ich auch Mühe hatte, Charaktere auseinanderzuhalten.
Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass vielen Hörern Wolfram Bergers Dialekt als Stilmittel vollkommen ausreicht und sie sich schon alleine dadurch gut unterhalten fühlen.

Bohumil Hrabal hat einen interessanten Schreibstil. Er arbeitet sich von der Oberflächlichkeit hin zu einer annähernden Tiefe vor. Während ich am Anfang der Geschichte noch befürchtete, dass es ein Frauengeschichten-Roman wird, zeigt uns Bohumil Hrabal bald, was für eine feine Beobachtungsgabe unser Protagonist hat und das er seine Handlungen durchaus durchdenkt und erkennen kann, was in einer Situation wirklich vor sich geht, auch wenn der Schein nach Außen anders aussieht.
Richtig gut gefallen hat mir die Bedeutung des Buchtitels und das diese Redewendung immer wieder wiederholt wird.

Gesamteindruck
Ehrlich gesagt bin ich von Ich habe den englischen König bedient, etwas enttäuscht, weil ich etwas anderes von der Geschichte erwartet habe. Ich dachte, es geht um einen angehenden Kellner, der sich bis zum englischen König hocharbeitet. Stattdessen treffen wir auf einen Protagonisten, der auf der Suche nach seinem inneren Frieden ist. Natürlich war dieser Aspekt der Geschichte auch interessant, konnte mich aber nicht vollkommen in seiner Umsetzung überzeugen. 

Montag, 19. November 2018

[Buchclub] Weihnachtsfan vs. Weihnachtsmuffel

Bild von A. Mack

Hallo Buchlinge,

es ist wieder soweit: Eine neue Leserunde steht vor der Tür. In diesem Beitrag erkläre ich, worum es in dem Buchclub geht.
Und da wir nun zum dritten Mal gemeinsam lesen interessiert mich an dieser Stelle: Wie gefällt euch der Buchclub bisher? Was läuft gut? Wo muss noch nachgebessert werden?
Schreibt mir eure Gedanken sehr gerne unten in die Kommentare. 
Nun aber genug der Vorworte: Kommen wir also zu unserem letzten Buchclub-Thema in diesem Jahr. 



Weihnachtsfan vs. Weihnachtsmuffel 

Der November geht langsam aber sicher dem Ende entgegen. Und in fast einem Monat feiern wir das Weihnachtsfest. Und in dieser Zeit teilt sich die Bevölkerung wieder in diese zwei Lager: Die Weihnachtsfans und die Weihnachtsmuffel. 
Welche Geschichten bringen Dich in Weihnachtsstimmung? Welche weihnachtlichen Geschichten wolltest Du schon immer einmal lesen, bist aber bisher noch nicht dazu gekommen? 
Oder gehörst Du eher zum Team Weihnachtsmuffel und bist froh, wenn die (Vor)Weihnachtszeit endlich überstanden ist? Mit welchen Geschichten möchtest Du Dich von der kitschigen Weihnachtszeit ablenken? 

Schreibe Deine drei Buchvorschläge in die Kommentare.
Bitte erwähne dabei folgende Punkte:

  • Autor und Titel Deines Vorschlags 
  • Lege einen Link mit einer Beschreibung dazu. (Verlinke entweder direkt auf die Verlagsseite oder auf einen Onlineshop).

Die weihnachtliche Leserunde im Überblick: 

Einreichen der Buchvorschläge: Mo 19.11 - So 25.11. 
Abstimmung: Mo 26.11. bis So 02.12. 
Verkündung der Ergebnisse: Mo 03.12 
Gemeinsames Lesen und Austauschen: Dezember / Januar 
Nächste Themenbekanntgabe: Mo 21.01.19 


Vorschau auf den Dezember 

Im Dezember habe ich eine kleine Aktion geplant und hoffe, dass viele Buchlinge von euch, mit dabei sind. Mehr Infos dazu gibt es am Montag den 03.12. 
Bitte beachtet: Im Dezember gibt es hier auch einen Adventskalender, das heißt ich hoffe, dass ihr den Buchclub-Beitrag nicht überlest.


Die Abstimmung beginnt  

Ihr könnt entweder unter diesem Beitrag in den Kommentaren für eure drei Favoriten abstimmen oder an der Umfrage in unserer Facebook Gruppe teilnehmen.

Charlie und die Schokoladenfabrik von Roald Dahl
Der kleine Lord von Frances Hudgson Burnett
Die fremde Königin von Rebecca Gable
Ein ferner Duft wie von Zitronen von Rachel Joyce
Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens
Morgen kommt ein neuer Himmel von Lori Nelson Spielman
Sieben Tage wir von Francesca Hornak
Unsere wunderbaren Jahre von Peter Prange
Weihnachten bei den Elchen eine Anthologie
Wo die Engel Weihnachten feiern von Gaby Hauptmann


Sonntag, 18. November 2018

Ge(h)plaudert: Bücherregal Tour 1: Meine Buchreihen



Hallo Buchlinge, 

vor einer Weile wollte ich von euch wissen, ob euch eine Tour durch mein Bücher- bzw. Hörbuchregal interessiert. In dieser Pilotfolge geht es um meine Buchreihen.
Ich wünsche gute Unterhaltung!
PS: Bitte entschuldigt meine kleinen Schnittpannen. Ich gelobe Besserung :-)

Wenn ihr auf diesen Link klickt, kommt ihr direkt zur YouTube Seite. 
Ihr wollt die Folge lieber offline hören? Dann schaut doch bei SoundCloud vorbei.  




Inhaltsverzeichnis 

00:00 Min: Intro
01:33 Min: Starters
03:34 Min: Harry Potter
05:18 Min: Fear Street Reihe
07:20 Min: Ugly-Reihe
09:52 Min: Pinkmuffin@BerryBlue
12:14 Min: Exkurs
15:51 Min: Jahrhundert-Saga
18:06 Min: Harry Potter 2.0
19:15 Min: Outro

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Bei den mit * markierten Büchern oder Hörbüchern handelt es sich um Rezensionsexemplare, die mir vom Verlag zur Verfügung gestellt wurden.

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Intro: Book Bag aus der YouTube Mediathek
Aufnahmegerät: iPhone 5s
Videobearbeitungsprogramm: Magix Video Deluxe 2016

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Der Buchclub: https://bit.ly/2PndNyL
KONTAKT
Blog: https://ge-h-schichten.blogspot.com
Impressum: https://bit.ly/2qRtfbC
Mail: EmmaZecka@gmx.de
Instagram: https://www.instagram.com/gehschichten/
Twitter: https://twitter.com/GehSchichten
Facebook: https://www.facebook.com/gehschichten/
Soundcloud: https://soundcloud.com/gehschichten

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Welche der vorgestellten Buchreihen hast Du selbst gelesen? 
Wie haben Dir die Buchreihen gefallen? 
Was hältst Du von der neuen Podcast-Reihe? 

Freitag, 16. November 2018

* Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Bild von
steinbach sprechende Bücher
Steckbrief

Name: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden (auch als Buch erhältlich)
Autor: Genki Kawamura
Verlag: steinbach sprechende Bücher
Geeignet für: Menschen, die pholosophische Geschichten mit Tiefgang mögen
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Jan Katzenberger
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten


Klappentext

(von steinbach sprechende Bücher)

"Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und tut etwas völlig Überraschendes..."


Meine Meinung 

Genki Kawamura erzählt den Inhalt von Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden anhand von zwei Erzählsträngen:
Wir begegnen unserem Ich-Erzähler zuerst in der Gegenwart. Er erfährt, dass er bald sterben muss. Doch als er nach Hause kommt, wartet der Teufel auf ihn und schlägt ihm einen Deal vor: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Der Nachteil: Der Teufel bestimmt, welche Sachen das sein sollen. Der Titel der Geschichte lässt schon erahnen, dass unser Protagonist die Abmachung mit dem Teufel eingeht.
Doch danach ist nichts mehr, wie es einmal war: Unser Protagonist beginnt sich zu fragen, welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind und auf was er ohne Probleme verzichten kann. Und dabei kommt er zu spannenden Erkenntnissen.

Im zweiten Erzählstrang reisen wir gemeinsam mit unserem Ich-Erzähler in dessen Vergangenheit. Wir erfahren, wie er aufgewachsen ist und was ihm in seinem Leben bisher wichtig war. Und schnell wird deutlich, dass Katzen ihm nicht gleichgültig sind. Zudem beschreibt Genki Kawamura auch, wie unser Protagonist mit seinen Eltern zurechtkommt und welche Konflikte hier unausgesprochen im Raum stehen.

Was mir besonders gut an Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden gefallen hat war, wie gut unser Ich-Erzähler über die Dinge reflektiert, die von der Welt verschwinden sollen. Er stellt sich nicht nur oberflächliche Fragen, sondern überlegt wirklich, wie sich die Welt verändern würde, wenn diese Gegenstände plötzlich weg wären. Und hier bringt er Aspekte ins Spiel, die sich auch gut auf unser Leben übertragen lassen.

Genki Kawamura verknüpft diese zwei Handlungsstränge - das Reflektieren über den Sinn des Lebens auf der einen Seite und den Blick in die Vergangenheit unseres Ich-Erzählers auf der anderen Seite - ziemlich gut und bringt Handlungsstränge zu einem schönen, für mich auch stimmigen, Abschluss.

Kommen wir nun zur Gestaltung des Hörbuches: Die Geschichte wird von Jan Katzenberger interpretiert und im Nachhinein finde ich es schon einen lustigen Zufall, dass der Interpret des Hörbuches die Katzen im Nachnamen trägt.
Jan Katzenberger hat eine sehr angenehme, helle Stimmfarbe, die gut zu unserem Ich-Erzähler passt, weil so klar wird, dass er noch relativ jung ist und noch ziemlich viel von seinem Leben vor sich haben sollte.
Jan Katzenberger hat eine ziemlich schnelle Lesegeschwindigkeit. Einerseits ist das natürlich gut, weil die Geschichte so nicht an Dynamik verliert. Andererseits hätte ich mir gerade zwischen den Kapiteln eine kurze Pause gewünscht. Hier hätte beispielsweise eine kurze Melodie eingeblendet werden können. Allerdings sind das auch Beschwerden auf hohem Niveau, weil die Lesung wirklich sehr gelungen ist und ich das Hörbuch praktisch innerhalb weniger Stunden verschlungen habe.

Bei Geschichten von internationalen Autoren finde ich den Schreibstil immer eine spannende Geschichte, weil die Autoren ja auch die Art des Erzählens, wie sie eben im eigenen Land stattfindet, mit in die Geschichte einfließen lassen. Es hat mich fasziniert, dass Genki Kawamura in Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden praktisch ohne Namen auskommt. Unser Protagonist wird als der Briefträger betitelt bzw. wird die Geschichte ja aus seiner Perspektive erzählt. Dann trifft er auf eine alte Freundin, die ebenfalls nur meine Freundin genannt wird. Spannend fand ich vor allem, dass die Geschichte auch ohne das häufige Verwenden von Namen sehr gut funktioniert hat und ich nicht das Gefühl hatte, dass sich die Attribute wiederholen, mit denen unsere Charaktere beschrieben werden.
Schön finde ich, dass Genki Kawamura in seinem Roman den kleinen Dingen auf der Welt Raum gibt und das so gut verpackt, dass ich als Hörer interessiert dabei bleibe und mich nicht frage, warum der Autor jetzt ausgerechnet Thema X in den Vordergrund stellt.
Schnell wird deutlich, dass Genki Kawamura viel Wert auf Beziehung zwischen den Menschen oder eben zwischen Mensch und Tier legt und diese Beziehung auch gut herausarbeitet.

Gesamteindruck
Genki Kawamura hat mich hier sehr positiv überrascht. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden so in die Tiefe geht.
Es hat mich zudem auch sehr gefreut, dass das Hörbuch in einer ungekürzten Fassung produziert wurde.
Interessant war auch: Obwohl die Geschichte eine relativ kurze Spieldauer hat, hatte ich trotzdem das Gefühl, das Genki Kawamura alles Wesentliche in dieser Zeit unterbringen konnte. Für mich hat die Geschichte einen gelungenen Abschluss gefunden.
Ich empfehle dieses Hörbuch also allen Menschen, die sich fragen, was im Leben wirklich wichtig ist, oder die zu den Katzen Fans dieser Welt gehören.

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* Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

Mittwoch, 14. November 2018

* Weihnachten auf der Lindwurmfeste

Bild von der Hörverlag
Steckbrief

Name: Weihnachten auf der Lindwurmfeste (auch als Buch erhältlich)
Autor: Walter Moers
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: Moers-Fans und Weihnachtsmuffel
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Andreas Fröhlich
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Klappentext 

(von der Hörverlag

"Nie war Weihnachten so zamonisch!

Als Walter Moers den Briefwechsel zwischen Hildegunst von Mythenmetz und dem Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer sichtete, stieß er auf einen Brief, in dem der zamonische Autor ein Fest schildert, das frappierend an unser Weihnachtsfest erinnert: Die Lindwürmer Zamoniens begehen es alljährlich und nennen es „Hamoulimepp“. Während dieser Feiertage steht die Lindwurmfeste ganz im Zeichen der beiden Figuren „Hamouli“ und „Mepp“, die unserem Weihnachtsmann und dem Knecht Ruprecht verblüffend ähneln. Außerdem gehören zur Tradition Hamoulimeppwürmer, Hamoulimeppwurmzwerge, ungesundes Essen, ein Bücher-Räumaus, ein feuerloses Feuerwerk und vieles andere mehr."


Meine Meinung 

Als vor einer Weile eine E-Mail in mein Postfach flatterte und ich von Hamoulimepp erfuhr, war mir schnell klar, dass ich euch unbedingt davon berichten muss. Und was soll ich sagen? Ich hatte schon etwas Mitleid mit Herrn Moers, weil er das Gejammer von Hildegunst von Mythenmetz übersetzen muss. Und das Schlimme an der Sache ist: Obwohl dem zamonischen Autor deutlich anzumerken ist, wie viel er von Hamoulimepp hält, fand ich seinen Brief, in dem er über das Fest berichtet, ziemlich unterhaltsam. Aber beginnen wir erst einmal von vorne. 

Die Gestaltung des Hörbuches 
Buchlinge, eigentlich weigere ich mich ja, bei Hörbüchern viele Zeilen über das Cover niederzuschreiben. Schließlich geht es bei einem Hörbuch ja um die Lesung und somit um den Interpreten der Geschichte. Das Cover sollte also eher nebensächlich sein. Dennoch fällt mir gerade in den letzten Monaten auf, dass der Hörverlag wirklich ein tolles Händchen für die Gestaltung der Hörbuchcover hat. Und so ist auch Weihnachten auf der Lindwurmfeste wieder ein optischer Genuss: Das Cover hat einen dunklen Hintergrund, der mit weißen Punkten verziert ist, die vermutlich Schnee sein sollen. Wir sehen am unteren Rand des Covers einen Berg, der spitz nach oben verläuft. Auf diesem Berg steht die Lindwurmfeste. Wenn man etwas freier interpretiert, könnte man den Lindwurmfeste-Berg auch für einen Hamoulimepp Baum halten. Über der Lindwurmfeste steht in goldenen, beinahe etwas zu dunkler Schrift, der Titel des Hörbuches und darüber wird der Übersetzer Walter Moers genannt. 
Aber auch das Booklet hält ein paar schöne Bilder bereit. So sind hier Sachen abgebildet, die Hildegunst von Mythenmetz in seinem Brief beschreibt, wie beispielsweise hamoulimeppsche Traditionen oder Speisen, die es an Hamoulimepp gibt. Man merkt wirklich, wie viel Liebe hier hineingesteckt wurde. 

Andreas Fröhlich hat nach dem plötzlichen Tod von Dirk Bach die Lesung der Walter Moers Übersetzungen übernommen. Während mir bei Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr der Einstieg noch etwas schwer fiel, entführte mich Andreas Fröhlich in Weihnachten auf der Lindwurmfeste sofort in das ferne Zamonien.
Leider hat er es in diesem Hörbuch etwas schwer: Denn größtenteils muss er einen jammernden Autor interpretieren. Allerdings hat er es trotzdem geschafft, mich bei Laune zu halten und mir hier und da ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Ich freue mich schon sehr, auf das nächste zamonische Abenteuer mit Andreas Fröhlich. 

Der Inhalt von Weihnachten auf der Lindwurmfeste lässt sich eigentlich schnell zusammenfassen: Das ganze Hörbuch besteht im Grunde aus Mythenmetz Brief, in dem er größtenteils über die hamoulimeppsche Tradition auf der Lindwurmfeste schimpft. Allerdings lässt er es sich nicht nehmen, seinem Freund das Hamoulimepp bis ins kleinste Detail zu beschreiben. Und je genervter Mythenmetz von diesem Fest ist, desto mehr Lust bekam ich, Hamoulimepp zu feiern.
Schön finde ich aber auch, dass Mythenmetz Fragen einbringt, die man auch auf unser Weihnachtsfest übertragen könnte, wie z.B. Warum hält man überhaupt an dieser Tradition fest? Enthält das Wort Brauch nicht vielleicht auch die Tatsache, dass ein Fest verbraucht ist? 
Doch wer jetzt glaubt, dass Hildegunst von Mythenmetz einen jammrigen Brief geschrieben hat, der täuscht sich: Zum Schluss findet er nämlich ebenfalls ein paar Dinge, die ihm an Weihnachten auf der Lindwurmfeste gefallen. 

Der Schreibstil
Im Gegensatz zu den anderen zamonischen Übersetzungen von Walter Moers liefert uns Mythenmetz eine reinen Bericht, der aber nicht nur sachlich, sondern durch seine subjektive Wahrnehmung geprägt wird. Er schmückt seine Beschreibungen mit Wörtern aus, die seinen Unmut ausdrücken sollen, mich aber sehr gut unterhalten haben. Zudem bin ich immer wieder beeindruckt von der zamonischen Fachsprache und den kreativen Wörtern, die in unserer Sprache leider nur selten zu finden sind. 

Gesamteindruck 
Nun aber, Spaß beiseite: Walter Moers hat hier eine wunderbare, kurzweilige Weihnachtsgeschichte geschaffen, die man gut zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest hören kann. Durch seine kreativen Beschreibungen, geht einem, trotz Mythenmetz Launen, die Freude am Weihnachtsfest nicht verloren. 

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* Dieses Hörbuch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


Montag, 12. November 2018

Fahrenheit 451

Bild von Diogenes Hörbuch
Steckbrief

Name: Fahrenheit 451 (auch als Buch erhältlich)
Autor: Ray Brandbury
Verlag: Diogenes Hörbuch
Geeignet für: Menschen, die gerne Dystopien lesen oder düstere Geschichten suchen
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext

(von Diogenes Hörbuch)

"Bei 451 Grad Fahrenheit »fängt Bücherpapier Feuer und verbrennt«. In dem Staat, den Bradbury in eine nahe Zukunft projiziert, ist die Feuerwehr nicht mehr mit Wasserspritzen ausgerüstet, sondern mit Flammenwerfern, die genau diesen Hitzegrad erzeugen, um die letzten Zeugnisse individualistischen Denkens – die Bücher – zu vernichten. Da beginnt ein Feuerwehrmann, sich Fragen zu stellen…"


Meine Meinung 

Fahrenheit 451 erzählt die Geschichte des Feuerwehrmanns Guy Montag, der aber nur selten beim Vornamen und meist nur bei seinem Nachnamen genannt wird. Zu Beginn denken wir noch, dass Montag ein glückliches Leben führt: Er ist verheiratet, lebt in einem kleinen Haus, mag seine Arbeit und kommt auch mit seinen Kollegen gut aus.
Eines Tages lernt er ein Mädchen in der Nachbarschaft kennen. Ein Mädchen, das nicht wie die anderen Kinder zur Schule geht, sondern Montag Fragen stellt. Fragen, die ihm noch nie gestellt wurden und ihm zum Nachdenken anregen. 

Die Handlung von Fahrenheit 451 empfand ich als etwas wirr. Es wird schnell deutlich, dass Ray Brandbury mit seiner Geschichte sehr klare Gesellschaftskritik übt. Allerdings verzichtet er völlig darauf, den Staat, in dem Montag lebt, zu beschreiben, sondern liefert uns nur wenige Informationen, die wir für die Geschichte brauchen. Und das wäre beispielsweise die Tatsache, dass Bücher verbrannt werden und warum man Bücher als Gefahrengut erachtet. Um die Geschichte aber noch etwas besser erfassen zu können, hätte ich mir etwas mehr Wissen über die Welt gewünscht, in der Montag lebt.

Guy Montag als Protagonist ist sehr interessant: Während er am Anfang der Geschichte noch glaubt, glücklich zu sein, beginnt er sich schnell die Frage zu stellen, was Glück überhaupt ist und ob er sich wirklich glücklich fühlt. Und diese Gedanken bringen sein Leben ganz schön durcheinander. 
Spannend finde ich hier, dass Ray Brandbury seine Handlung auch auf den inneren Konflikten von Montag aufbaut und uns durch die wenigen Beschreibungen der Welt so nicht von äußeren Konflikten ablenkt. 

Kommen wir nun zur Gestaltung des Hörbuches: Als ich mit dem Hörbuch begann und nach wenigen Sekunden erkannte, dass es von Rufus Beck gesprochen wird, musste ich schon etwas schmunzeln und war gleichzeitig gespannt, wie er Fahrenheit 451 interpretiert, da es sich hier, meiner Meinung nach, nicht um ein Jugendbuch handelt. Rufus Beck transportiert diese langsame Bröckeln von Guy Montags Fassade sehr gut und lässt uns an Montags Orientierungslosigkeit und auch der Verzweiflung teilhaben. Er machte diese für mich doch etwas hohle Welt ein Stück lebendiger. 
Außerdem überzeugte mich Diogenes Hörbuch durch kleine Stilmittel. Die Geschichte war in unterschiedliche Abschnitte eingeteilt: Und zu Beginn von jedem neuen Abschnitt wurden kleinere Geräusche, wie das Knistern eines Feuers oder der Donner eines Gewitters eingeblendet. Das waren gut gesetzte Akzente, die uns die Stimmung der Geschichte noch etwas näher gebracht haben. 

Ray Brandburys Schreibstil besteht zum Großteil aus Monologen. Gedanken oder Spiralen in denen sich Montag befindet. Das Gruselige an Fahrenheit 451 war für mich, dass Aspekte in der Geschichte auftauchten, die mit viel Pech wirklich irgendwann in der Zukunft in unserer Welt eintreten könnten. Ray Brandbury erzählt hier eine Geschichte, die sich eher im Innen, als im Außen abspielt.  

Gesamteindruck 
An sich hätte ich mir in der Handlung von Fahrenheit 451 etwas mehr Struktur gewünscht. Die Konflikte, die Ray Brandbury herausgearbeitet hat, waren zwar sehr interessant, blieben für mich aber doch ungelöst im Raum stehen. 
Fahrenheit 451 kann ich allen empfehlen, die sich für eine potentielle Entwicklung unserer Gesellschaft interessieren. Obwohl die Frage, wie wir diese Entwicklung aufhalten können ungelöst im Raum stehen bleibt.

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Dieses Hörbuch habe ich im Rahmen des Buchclubs gehört. Du möchtest wissen, was es mit dem Buchclub auf sich hat? Dann schau doch einmal hier vorbei. 

Sonntag, 11. November 2018

Ich habe die englische Katze bedient - In dieser Woche beendet!

Guten Abend Buchlinge,

heute stelle ich euch wieder zwei Hörbücher vor, die ich in dieser Woche beendet habe. Und zwar geht es um Ich habe den englischen König bedient von Bohumil Hrabal und Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden von Genki Kawamura. 



Erwähnte Hörbücher 



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Inhaltsverzeichnis 
00:00 Min: Intro 
00:36 Min: Ich habe den englischen König bedient 
01:07 Min: Ich habe den englischen König bedient Hörprobe 
02:27 Min: Meinung zum Hörbuch 
04:59 Min: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden 
05:49 Min: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden Hörprobe 
06:40 Min: Meinung zum Hörbuch 
09:59 Min: Outro 

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Freitag, 9. November 2018

Nach fast zwei Jahren werden die Fronten geklärt - Bücherstammtisch im Oktober 2018

Bild von A. Mack
Hallo Buchlinge,

auch im Buchmessen-Monat fand wieder ein Treffen des Bücherstammtisches in Freiburg statt. Und was soll ich sagen? Nach fast zwei Jahren wurden endlich unsere Fronten geklärt: Wir stellten uns unsere Lieblingsgenres vor und diskutierten über die Frage, ob wir Bücher grundsätzlich zu Ende lesen, oder ein Buch auch mal abgebrochen werden darf.





Genre Talk 

Und hier stellte sich schnell heraus, dass es in unserer Gruppe zwei Lager gab:
Die Mitglieder des ersten Lagers wollten sich nicht so recht auf ein Genre festlegen. Wozu denn auch? Schließlich gibt es eben unterschiedliche Genres, die auch alle gelesen werden wollen. Warum sollte man sich also von vorne herein einschränken?
Im zweiten Lager gab es dann eine eindeutige Tendenz, die den Titel Fantasy trug. Natürlich kamen hier auch mal Ausflüge in andere Genres vor, jedoch ist und bleibt Fantasy (vorerst) die absolute Nummer eins.


Obwohl ich eigentlich auch eher zum ersten Lager gehöre, entschied ich mich das Genre Thriller, insbesondere die Psychothriller beim Bücherstammtisch vorzustellen. Ich mag es, wenn Geschichten aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden und wir mitraten müssen, welche Perspektive nun den größtmöglichen Anteil an Wahrheit enthält.
Allerdings mag ich es nicht, wenn Autoren dem Leser Gewaltfantasien mithilfe des eigenen Kopfkinos einpflanzen, oder wenn Autoren Gewaltszenen detailliert beschreiben.
Als Einsteiger Lektüre um sich dem Genre Thriller, insbesondere Psychothriller, erst einmal anzunähern, kann ich die Fear Street-Reihe von R. L. Stine empfehlen. Der Band Das Camp gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsbänden, steht aber stellvertretend für die Reihe. Die meisten Geschichten dieser Reihe sind in sich geschlossen. Meist erleben die Protagonisten merkwürdige Dinge, wie beispielsweise das Hören von Stimmen oder Sehen von Geistern. Und das Finale eines Buches findet in der so genannten Fear Street statt. Mein Lieblingsband der Fear Street-Reihe ist Das Verhängnis.
Ein Klassiker im Thriller Bereich sind wohl die Romane von Sebastian Fitzek. Ich habe mich diesmal für Amokspiel entschieden: Die Geschichte beginnt mit der Führung durch die Räumlichkeiten eines Radiosenders. Hier nimmt einer der Teilnehmer die Gruppe als Geisel. Er inszeniert das Ganze als schräge Spielshow: Und zwar werden wahllos Einwohner einer Stadt angerufen und müssen, wenn sie den Hörer abnehmen, einen bestimmten Spruch sagen. Wenn der Spruch nicht gesagt wird, stirbt eine Geisel.

Als es dann aber um Genres ging, zu denen wir nie greifen würden, waren wir uns dann wieder einig: Bücher mit Erotik und Bücher aus dem Bereich Horror werden nicht von uns gelesen. Meist werden in diesen Büchern Szenen beschrieben, über die wir einfach nicht mehr wissen wollen.
Außerdem stellte ich fest, dass eine Abneigung gegen ein Genre hauptsächlich darauf beruht, dass man bestimmte Vorstellungen hat, was man in diesem Genre geboten bekommt. Und wenn man sich dann eines Tages doch überwindet und sich den Vorurteilen stellen möchte, kann es einem blühen, dass man genau in diesen Vorurteilen bestätigt wird.


Bücher zu Ende lesen oder abbrechen? 

Ich konnte bei unserem Treffen feststellen, dass unsere beiden Themen für mich diesmal sehr nah beieinander lagen.
Ich kann Bücher kaum aus der Hand legen, wenn sie mich positiv überraschen, oder mich der Spannungsaufbau einer Geschichte begeistern kann.
Bücher, die ich abbreche, können mich meist von der Geschichte an sich oder einer unterwarteten Wendung nicht mehr packen. Allerdings habe ich auch Bücher abgebrochen, wenn ich mit dem Schreibstil der AutorInnen nicht zurechtgekommen bin.

Zudem stellte ich im Austausch mit den anderen Bücherstammtisch Mitgliedern fest, dass auch das Gestalten des Abbruches bei vielen von uns ähnlich aussieht: Meist werden nochmal ein paar Seiten des Endes der Geschichte gelesen, um zumindest noch einmal zu erfahren, wie die Geschichte endet.


In meinen mitgebrachten Büchern kamen genau diese beiden Aspekte zusammen: In Sommerfalle wird ein Mädchen entführt. Sie entkommt ihrem Entführer. Doch das scheint ihm nicht so viel auszumachen. Denn er verfolgt einen ziemlich schrägen Plan. Hier hat mir besonders gut gefallen, dass wir auch Kapitel aus der Sicht des Antagonisten erleben. Natürlich rechtfertigt das nicht sein Verhalten, aber es hilft etwas, um sein Verhalten nachvollziehen zu können.
Und Final Cut... Ich weiß gar nicht so recht, was ich über das Buch sagen soll. Hier führte mich der Klappentext in die Irre und machte mich neugierig auf eine Geschichte, die ich in der ersten halben Stunde des Hörbuchs leider nicht vorfand. Veit Etzold hat zwar einen tollen Schreibstil und warf mein Kopfkino unvermittelt an. Allerdings wurde hier ein Film abgespielt, den ich nicht wirklich sehen wollte.


Bücherstammtisch in Freiburg? Ich will mitmachen! 

Du kommst aus Freiburg oder der näheren Umgebung und möchtest Dich mit anderen Bücherwürmern einmal im Monat über Bücher austauschen? 

Dann bist Du hier genau richtig: Wir treffen uns einmal im Monat an einem Montag ab 17:20 Uhr vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach in der Bertoldstraße in Freiburg.
Von dort aus gehen wir gemeinsam zu unserem Raum. Monatlich legen wir bestimmte Themen fest, über die wir dann bei unseren Treffen sprechen.
Auf dieser Seite findet ihr Infos zu unseren nächsten Treffen und den Themen. 

Momentan besteht unsere Gruppe aus Studierenden, ist aber für alle Altersgruppen offen. Wir reden hauptsächlich über Bücher aus der Belletristik (Unterhaltungsliteratur wie beispielsweise Fantasy, Jugendbuch, Thriller) sind aber auch offen für Bücher aus anderen Bereichen.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, hast Du zwei Optionen: 

Mailverteiler
Du lässt Dich in den Mailverteiler eintragen. Hier lade ich regelmäßig zu den Stammtisch Treffen ein oder verschicke Umfragen, damit wir die Themen unserer Treffen festlegen können.
Den Mailverteiler führe ich über GMX: Deine E-Mailadresse wird also in meinem GMX Account im Adressbuch gespeichert, aber nur nach Deinem Einverständnis an die anderen Bücherstammtisch Mitglieder weitergegeben. 

Wir sind auch bei Facebook vertreten. Auch hier werden Einladungen und Umfragen geteilt. Ab und an bricht hier auch eine spannende Diskussion aus. 


Wir freuen uns auf Dich!