Freitag, 31. August 2018

Schattige Nächte der Phantastischen Tierwesen - Hörmonat August Part 2

Guten Abend Buchlinge,

verzeiht mein grottiges Zeitmanagement. Eigentlich wollte ich euch diese Podcast Folge früher zukommen lassen. Und zu allem Übel bekommt ihr morgen gleich noch eine Folge.

Erst einmal spreche ich hier über Der Schatten von Melanie Raabe, Nacht über Tanger von Chrstine Mangan, welches mich als Rezensionsexemplar erreicht hat und zum Schluss gebe ich einen kleinen Einblick in Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind von Newt Scamander. (Hier erwartet euch kommende Woche aber ein kleines Special).

Ich wünsche gute Unterhaltung!



Inhaltsverzeichnis

00:00 Min: Einleitung
00:55 Min: Der Schatten Inhalt
01:28 Min: Der Schatten Hörprobe
04:27 Min: Der Schatten Meinung zum Hörbuch
08:56 Min: Nacht über Tanger Inhalt
10:01 Min: Nacht über Tanger Hörprobe
13:09 Min: Meinung zum Hörbuch
17:06 Min: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
18:47 Min: Schluss

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Mittwoch, 29. August 2018

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Bld von der hörverlag
Steckbrief

Name: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (auch als Buch erhältlich)
Autor: Newt Scamander / J. K. Rowling
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: Menschen, die sich in der magischen Welt weiterbilden wollen, Potterheads
Gelesen oder gehört: gehört als inszenierte ungekürzte Lesung
Sprecher: Timmo Niesner
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von der Hörverlag

"Entdecken Sie Scamanders magische Tierwesen!

Seit seiner Veröffentlichung ist Newt Scamanders Meisterwerk Pflichtlektüre an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei und hat Generationen von Zaubererfamilien in seinen Bann gezogen.

"Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" bietet eine unverzichtbare Einführung in die Tierwesen der magischen Welt. Auf der Basis von vielen Reisen und seiner langjährigen Forschung ist ein Werk von unerhörter Wichtigkeit entstanden. Einige der Tierwesen werden Lesern der Harry-Potter-Bücher bekannt sein: der Hippogreif, der Basilisk, der Ungarische Hornschwanz ... Andere werden sogar den eifrigsten Amateur-Magizoologen in Erstaunen versetzen.

Mindestens 15% des Netto-Ladenpreises dieses Hörbuchs werden an Comic Relief und die Lumos Foundation weitergegeben, um sie in ihrer Arbeit mit Kindern und jungen Menschen zu unterstützen und diesen ein besseres Leben zu ermöglichen. 20% dieser Gelder gehen an Comic Relief, 80% gehen an die Lumos Foundation. Comic Relief ist eine eingetragene Hilfsorganisation in Großbritannien (Nummer 326568 in England/Wales und Nummer SC039730 in Schottland). Lumos Foundation ist eine eingetragene Hilfsorganisation in Großbritannien (Nummer 1112575).

Geschenkausgabe mit einem Cover in Echsenhautoptik und goldenen CDs, gelesen von Timmo Niesner, der Synchronstimme von Eddie Redmayne alias Newt Scamander."


Meine Meinung 

Vor etwas über einem Jahr habe ich euch dieses Hörbuch in einer Podcast Folge vorgestellt. Lange wusste ich nicht, ob ich es wirklich hören wollte. Das lag hauptsächlich daran, dass ich Angst hatte, dass mir die Lektüre nicht gefallen könnte und ich dazu neigte, das Hörbuch mit dem gleichnamigen Film zu vergleichen. Als ich mir den Film zu Phantastische Tierwesen ansah, hatte ich den Anspruch, nach dem Film mehr über Tierwesen zu wissen, als zuvor. Leider war das nicht der Fall. Deswegen befürchtete ich, dass mir mit der Lektüre ein ähnlicher Reinfall blühen könnte.

Doch schon allein die Hörprobe machte mir etwas Mut und so zog das Hörbuch, unabsichtlich, gleich zweimal an Weihnachten bei mir ein. (Insgeheim freut mich das inzwischen sogar ein bisschen, weil zwei Verwandte unabhängig voneinander Lumos unterstützt haben). 

Schon nach den ersten Minuten wurde mir klar: Ich habe hier ein waschechtes magisches Fachbuch vor mir liegen. Phantastische Tierwesen un wo sie zu finden sind gehört zur Grundlagenliteratur, wenn man sich über die magischen Tierwesen weiterbilden möchte. Und da hatte der Hörverlag, oder besser gesagt, audible eine kleine Mammutaufgabe zu bewältigen: Sie mussten es nämlich schaffen, ein Fachbuch spannend darzubieten. Und an dieser Stelle nehme ich einfach mal so den Wind au den Segeln und kann verkünden, dass ihnen das ziemlich gut gelungen ist. 
Die Lektüre wurde nicht nur ungekürzt produziert, sondern ist auf der Verlagsseite auch als inszenierte Lesung betitelt. Das meint, dass es neben der Lesung des Sprechers auch noch Hintergrundgeräusche gibt. Das Schöne fand ich, dass die Hintergrundgeräusche das Fachbuch untermalt, sich aber nicht in den Vordergrund gedrängt haben. Es gab nur 1-2 Stellen, an denen mir das Geräusch zu laut und Timmo Niesner zu leise war.
Timmo Niesner liest uns Newt Scamanders Fachbuch vor. Er synchronisiert Eddie Redmayne, den Darsteller von Newt Scamander in der gleichnamigen Verfilmung. Daher fand ich es sehr angenehm, dass er ihm auch bei dem Hörbuch seine Stimme leihen durfte. 

Am Ende des Hörbuchs wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich hier um eine Produktion von audible handelt. Gerade deshalb finde ich es unglaublich schön, dass das Hörbuch ungekürzt erschienen ist. Ich habe bisher auch Hörbücher erlebt, die in ungekürzter Fassung bei audible erhältlich aber nur in gekürzter Fassung im Buchhandel erschienen sind. Und das ist dann schon ziemlich frustrierend, wenn man kein audible Konto hat.

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind ist durch und durch wie ein Lexikon aufgebaut. Das fängt schon beim inhaltlichen Aufbau an und hört beim Schreibstil auf. 
Inhaltlich lässt uns die Lektüre wunderbar in die magische Welt eintauchen. Man kann die Fachlektüre aus zwei Perspektiven betrachten: Zum einen kann man sich von dem Hörbuch verzaubern und sich durch die Auflistung der magischen Tierwesen treiben lassen. Zum anderen lädt das Hörbuch aber gerade dazu ein, sich näher mit dem Inhalt zu beschäftigen. 

Zusammenfassend kann ich sagen: Wer sich für die magische Welt und deren Lebewesen interessiert, sollte sich Phantastischer Tierwesen und wo sie zu finden sind unbedingt einmal anhören. 

Montag, 27. August 2018

Nacht über Tanger

Bild von
RandomHouse Audio
Steckbrief 

Name: Nacht über Tanger (auch als Buch erhältlich)
Autor: Christine Mangan
Verlag: RandomHouse Audio
Geeignet für: Menschen, die gerne Psychothriller lesen
Gelesen oder gehört: gehört in ungekürzter Fassung
Sprecher: Bibiana Beglau, Friederike Kempter
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext

(von RandomHouse Audio

"Wie viele Gesichter hat die Wahrheit?

Tanger 1956: Alice Shipley ist ihrem Mann John von England in das von politischen Unruhen aufgeheizte Marokko gefolgt. Doch die Hitze und die fremde Kultur machen es Alice schwer; während John sich immer mehr ins Nachtleben der pulsierenden Stadt stürzt und kaum mehr zu Hause ist, verkriecht sich Alice in der gemeinsamen Wohnung, gleitet in eine Depression. Da steht eines Tages Lucy Mason vor ihrer Tür, Alice' Zimmergenossin und Freundin aus Collegezeiten in Vermont, die sie seit einem mysteriösen Unfall ein Jahr zuvor nicht mehr gesehen hat.

Die unabhängige und furchtlose Lucy entdeckt Tanger schnell für sich und versucht Alice aus ihrer Isolation zu befreien. Doch Alice beschleicht bald das ihr nur allzu vertraute Gefühl, von Lucys Fürsorge kontrolliert und erstickt zu werden. Als John plötzlich verschwindet, wird Alice von dem Unfall in Vermont eingeholt und sie fängt an, an Lucys Vertrauenswürdigkeit und ihrem eigenen Verstand zu zweifeln ...

Ein vielschichtiger, spannender, psychologisch tiefgründiger Roman, erzählt aus zwei Ich-Perspektiven, die den Leser bestricken und verstricken in eine komplexe Freundschaft, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse, Normalität und Wahnsinn fließend sind.

Hintergründig und geheimnisvoll gelesen von Bibiana Beglau und Friederike Kempter."


Meine Meinung 

Gestaltung
Kommen wir zuerst zur Gestaltung des Hörbuchs. Nacht über Tanger wurde ungekürzt produziert und umfasst acht CDs. Eine CD geht ungefähr eine Stunde. Das fand ich eine sehr angenehme Spieldauer, da man eine CD gut an einem Tag hören kann und so nicht das Gefühl hat, einen Berg von Hörbuchtracks vor sich zu haben.

Wie im Klappentext zu erkennen ist, wird die Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Und zwar aus der Sicht von Lucy und aus der Sicht von Alice. Daher kommen hier auch zwei Sprecherinnen zum Einsatz: Nämlich Bibiana Beglau und Friederike Kempter. Leider wurde im Hörbuch nicht erwähnt, welche der beiden Frauen welchen Charakter gesprochen hat. 

Beide Sprecherinnen haben sehr gut miteinander harmoniert. Die Sprecherin, die in Alices Perspektive geschlüpft ist, hat eine etwas hellere Stimmfarbe und wirkte daher auch etwas jünger, als die Sprecherin, die Lucy eine Stimme gab. Interessant war auch, dass die beiden Stimmfarben die Charaktere der beiden Frauen gut untermalt haben.

Alice wirkt, obwohl sie bereits verheiratet ist und mit ihrem Mann im Ausland lebt, kindlich und nicht so, als ob sie ihr Leben selbst gestalten könnte.
Lucy hingegen vermittelt den Eindruck, dass sie schon früh Verantwortung übernehmen und sich durchbeißen muss. Nun kommt sie nach Tanger um ihrer Freundin Alice beizustehen, der es in der Fremde offenbar nicht gut zu gehen scheint.
Schnell wird klar, dass beide Frauen eine verschiedene Sicht auf die Geschehnisse haben. Der Hörer fragt sich, welche der beiden Frauen lügt. Oder ob die Wahrheit einfach je nach dem unterschiedlichen Blickwinkel, woanders liegt. 

Mir lag die Perspektive von Alice aufgrund der hellen Stimmfarbe fast etwas besser. Allerdings hält Lucy auch einige, sehr gut ausgearbeitete Charakterzüge für uns bereit. 

Inhalt / Spannung 
In Nacht über Tanger begegnen wir zwei Frauen, die nicht unterschiedlicher sein können: Alice kommt aus einem guten Haus, heiratet früh und zieht gemeinsam mit ihrem Mann nach Tanger, in die Fremde, weit weg von ihrem Vormund. Doch in Tanger fühlt sie sich nie wirklich wohl. Sie zieht sich zurück und meidet das gesellschaftliche Leben in der Stadt. Bis eines Tages ihre beste Freundin aus College Tagen vor der Tür steht: Lucy. 
Lucy macht auf den ersten Blick einen selbstsicheren Eindruck. Sie weiß, was sie will und hat auch keine Mühe, diese Dinge bei ihrem Gegenüber einzufordern. Zumindest scheint es so. Lucy erkennt Alice kaum wieder. Sie fasst einen Entschluss, ihrer Freundin das Leben wieder näherzubringen. 

Doch nach und nach findet der Hörer heraus, dass sich die beiden Freundinnen nach ihrer Zeit am College nicht grundlos aus den Augen verloren haben. Welches Ereignis steht zwischen den beiden? Und welche Auswirkungen hat es auf die Gegenwart? 

Die Autorin erzählt hier die Beziehung zwischen zwei Freundinnen. Von ihren vorsichtigen Anfängen bis hin zu den ersten Krisen ihrer Freundschaft. Und dann die immer wiederkehrende Frage, wo der fließende Übergang zwischen Freundschaft, Seelenverwandtschaft oder Liebe ist. 

Schreibstil 
Christine Mangan nimmt uns mit in ein warmes Afrika, das eine Magie auf seine Bewohner ausstrahlt. So verlockend Tanger auch wirken kann, so gefährlich wird es auch für den ein oder anderen Charakter unserer Geschichte. Christine Mangan legt Fährten, nur um diese im Laufe der Geschichte wieder komplett über den Haufen zu werfen. Während ich zu Beginn von Nacht über Tanger noch glaubte, zu wissen, was richtig und was falsch ist, musste ich schon bald erkennen, dass mich die Autorin an der Nase herumgeführt hatte. Allerdings lag das nicht nur an der Verstrickung ihrer Handlungsstränge.
Ihr Schreibstil verwirrte mich auch, weil ich mir gegen Ende nicht sicher war, ob ich mich in der Gegenwart, einer Traumwelt von Alice oder Lucy oder einer Szene, die in unheimliche bildhafte Sprache gepackt war, befand. 

Gesamteindruck 
Meine Bewertung für das Hörbuch fällt sehr positiv aus, weil die Geschichte zum einen sehr gut verstrickt ist und beide Sprecherinnen diese Unklarheit, welche Perspektive nun die Wahrheit enthält, auch gekonnt in ihrer Interpretation umgesetzt haben und mit dazu beigetragen haben, den Hörer an der Nase herumzuführen.

Dennoch gaben mir zwei Aspekte der Geschichte zu denken: So gibt es eine Szene, in der die Freundschaft der beiden zu kippen scheint. Und das was stattdessen folgt, bleibt unkommentiert in der Geschichte stehen.
Zum einen verwirrte mich diese Szene ziemlich, weil sie in der Geschichte überhaupt keine nähere Rolle zu spielen schien, aber ich dennoch erwartet hätte, dass eine der beiden Freundinnen die andere darauf anspricht.
Zum anderen fragte ich mich, ob Freundschaft, oder sogar Seelenverwandtschaft nicht mehr ausreicht, um eine spannende Geschichte zu erzählen. 
Hier und da glaubte ich, dass die Autorin das Stilmittel einbaute, welches mich störte, damit dem Hörer unmissverständlich klar wird, was es mit der Freundschaft der beiden Frauen auf sich habe.  

Der zweite Aspekt, der mich nach Beenden des Hörbuchs erst einmal sprachlos zurückließ, war die Tatsache, welche Ereignisse das Leben manchmal für uns bereit hält. Unser Gegenüber erzählt uns eine Geschichte und wir beginnen diese zu werten und glauben, unser Gegenüber interpretiere vielleicht zu viel hinein oder habe einfach einen schlechten Tag. Doch wissen tun wir es letztendlich nicht. Und in Nacht über Tanger gibt es diesen Moment, in dem einer unserer Heldinnen klar wird, dass sie haushoch verloren hat und das einfach nur, weil sie sich treu geblieben ist. Und genau das sorgt für ihren Untergang. 

Christine Mangan spannt hier ein gefährliches Netz zwischen Wahrheit und Lüge, Abhängigkeit und dem Wunsch nach Freiheit. 
Ich lege diese Geschichte allen ans Herz, die einen Psychothriller suchen, der den Hörer an seiner Wahrnehmung zweifeln lässt. Allerdings ist diese Geschichte nichts für Hörer mit schwachen Nerven.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich Nacht über Tanger sehr gut unterhalten aber auch etwas erschreckt hat. 

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* Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

Donnerstag, 23. August 2018

WIe bewerbe ich mich bei einem Verlag?

Hallo Buchlinge,

heute erzähle ich euch wieder von einer Veranstaltung, die ich im Rahmen der Leipziger Buchmesse besucht habe.
In dieser Veranstaltung kamen Leiter der Personalabteilungen verschiedener Firmen zusammen, die alle etwas mit dem Thema Buchhandel zu tun haben. Die Teilnehmer sollten zum einen darüber diskutieren, worauf es ihnen bei Bewerbungen ankommt, aber auch zum anderen auf die Fragen des Publikums eingehen.

Selbst wenn ihr euch nicht zwingend in der Buchbranche bewerben möchtet, könnt ihr aus diesem Artikel hoffentlich die ein oder andere interessante Info mitnehmen.

Wie immer gilt: Grundlage für diesen Artikel sind meine Notizen, die ich während des Termins mitgeschrieben habe. Dieser Artikel erhebt daher keinen Anspruch zur Vollständigkeit. Außerdem können nicht alle Aussagen der richtigen Person zugeordnet werden.


Die Teilnehmer 

Hier beziehe ich mich auf die Namen, die in dem Veranstaltungstext genannt wurden. Vor Ort hatte ich den Eindruck, dass es ein paar Abweichungen gab. Allerdings kamen wir etwas später zu dem Termin dazu, weswegen ich mir nicht sicher bin, welches Unternehmen einen anderen Mitarbeiter zu dem Termin geschickt hat.

Ingrid Abeln (Personalleiterin, Osiandersche Buchhandlung) 
Ingrid Abeln ist die Personalleiterin der Osianderschen Buchhandlung in Tübingen. Die Ausbildung zum Buchhändler oder zur Buchhändlerin kann ganzjährig begonnen werden. Auf dieser Seite findet ihr mehr Informationen. 

Lucia Falkenberg (Personalleiterin, e.c.o Verband der Internetwirtschaft e.V.) 
Lucia Falkenberg ist die Personalleiterin bei e.c.o. - Verband der Internetwirtschaft in Köln. 

Ursula Rosengart (Geschäftsführerin, Gabal Verlag) 
Der Gabal Verlag verlegt Bücher mit den Schwerpunkten Business, Erfolg und Leben und ist der Praxisverlag unter den führenden deutschsprachigen Wirtschatsverlagen. 

Denise Timm (Personalmanagerin, Carlsen Verlag)
Denise Timm ist die Personalmanagerin des Carlsen Verlags. Und das seit 11 Jahren. 


Über die Veranstaltung 

An dieser Stelle sei darauf hinzuweisen, dass sich die Mitarbeiter der Verlage hauptsächlich auf die Ausbildung zur Medienkauffrau bzw. dem Medienkaufmann bezogen haben.

Die Fettnäpfchen beim Bewerbungsgespräch 
Beim Carlsen Verlag sollte man bei dem Bewerbungsgespräch darauf verzichten, den Mitarbeitern der Personalabteilung von Harry Potter vorzuschwärmen, da Harry Potter der Klassiker des Carlsen Verlags ist. Es ist also gut, wenn man sich auch auf andere Novitäten des Carlsen Verlags beziehen kann.
Außerdem sollte man nicht erwähnen, dass man gerne liest, da das Kriterium bei einer Bewerbung im Verlagswesen vorausgesetzt wird.  
Ein großes No Go ist es auch, wenn man von den Eltern zum Vorstellungsgespräch begleitet wird, oder nicht pünktlich zum Vorstellungsgespräch erscheint und dann erklärt, dass man die Einrichtung nicht gefunden habe. 
Zudem ist es nicht gut, wenn man während eines Gespräches einsilbige Antworten gibt. Die Mitarbeiter brachten hier den folgenden Dialog als Beispiel an: 
Personaler: "Haben Sie gut her gefunden?" 
Bewerber: "Ja!" 
Pause. 
Wenn man beispielsweise auf Fragen einsilbige Antworten gibt, kann das schnell zu einem zähen Gespräch für beide Parteien werden. 

Die Verlagswelt ist nichts für introvertierte Menschen 
Oft hört man von dem Mythos, dass sich Menschen, die gerne lesen und sich in der Welt der Bücher wohlfühlen, ruhig bei einem Verlag bewerben sollen. Leider wurde diesem Mythos hier sehr schnell der Zahn gezogen, da darauf hingewiesen wurde, dass das Verlagswesen nichts für introvertierte Menschen ist. Man suche nach Menschen, die in die Welt hinaus wollen und sich nicht im ruhigen Bücherzimmer am wohlsten fühlen. 

Introvertiert heißt aber nicht gleich fehlende Selbstsicherheit 
Wer jetzt glaubt, er müsse bei seinem Vorstellungsgespräch einen perfekten, offenen und selbstsicheren Eindruck machen, täuscht sich. Mitarbeiter der Personalabteilung sind es gewohnt, dass Bewerber aufgeregt sind. Daher wird oft auf das klassische Bewerbungsgespräch verzichtet und stattdessen ein Assessment Verfahren mit den Bewerbern durchgeführt.
Wichtig für Bewerber ist, dass es einen guten Eindruck macht, sich vorab über das Unternehmen zu informieren und sich im besten Fall auch auf Informationen aus der Stellenbeschreibung zu beziehen.  

Ein klassisches Bewerbungsverfahren 
Im Verlagswesen werden die Bewerber für mehrere Tage eingeladen und müssen sich im so genannten Assessment Center beweisen. Hier gibt es beispielsweise eine Gruppenaufgabe. Beim Carlsen Verlag dürfen die Bewerber beispielsweise einen Buchtitel oder das Cover eines Buches bestimmen. Zudem finden auch Einzelgespräche statt. Interessante Bewerber werden dann zum Probe Arbeiten in den verschiedenen Abteilungen eingeladen, um zu schauen, ob sie ins Team passen. 
Eine Aufgabe kann auch schon mal eine Buchvorstellung sein. Hier ist es aber wichtig, dass man nicht ausgerechnet eine Pflichtlektüre aus der Schulzeit vorstellt. 

Wie viel Grundwissen sollte man für ein Bewerbungsgespräch mitbringen? (z.B. über den Markt oder die Kunden?) 
Für eine Bewerbung bei einem Verlag kommt es darauf an, für welche Position man sich bewirbt. Der Schwerpunkt in dem Gespräch waren die Ausbildungsberufe. Bezogen auf den Verlag wären das Medienkauffrauen oder Medienkaufmänner. Hier ist es unrealistisch, wenn sich die angehenden Azubis später im Lektorat sehen. Frau Timm stellte klar, dass ein Lektor ein geisteswissenschaftliches Studium benötigte und man nicht einfach mit einer Ausbildung im Lektorat einsteigen könne. 
Bei e.c.o. ist Berufserfahrung gerne gesehen, aber nicht zwingend notwendig. 

Der abenteuerliche Lebenslauf 
Schnell wurde die Frage angesprochen, wie denn mit Bewerbern umgegangen werde, die keinen klassischen, geradlinigen Lebenslauf haben. Bezogen auf die Buchbranche wurde erklärt, dass ein abenteuerlicher Lebenslauf keinesfalls zum Nachteil wird. Wichtig ist nur, dass man den Lebenslauf von sich aus benennt und erklären kann, warum es so lief, wie es eben lief. An dieser Stelle wurde auch gebeten, Lücken im Lebenslauf unbedingt zu benennen und nicht zu verstecken, da diese erfahrenen Personalern schnell auffallen. 
Ehrenamtliche Tätigkeiten können gerne angegeben werden, sind aber keine Voraussetzung um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. 

Tipps für die Bewerbung 
Beim Carlsen Verlag verzichtet man mittlerweile auf Unterlagen in Papierform. 
Das Anschreiben soll eine bis maximal 1 1/2 Seiten lang sein. Es wird gerne gesehen, wenn man sich auf Angaben aus der Stellenausschreibung bezieht. 
Bewerbungsfotos seien nicht zwingend erforderlich. Wenn diese eingereicht werden, soll darauf geachtet werden, dass es sich um ein seriöses und beispielsweise kein lustiges oder Bikini Bild handelt. 
Zudem sind aktuelle Zeugnisse und ein aktueller Lebenslauf gefragt. Auch an dieser Stelle wurde noch mal darauf hingewiesen, dass man ruhig zu einem Bruch im Lebenslauf stehen darf. 
Bei e.c.o sei man offen für Initiativbewerbungen, dürfe aber nicht erwarten, dass man auch innerhalb der nächsten vier Wochen einen Job bekomme. 
Die Ausbildung zur Buchhändlerin oder zum Buchhändler kann bei Osiander ganzjährig begonnen werden, da die Auszubildenden im Mediacampus in Frankfurt unterrichtet werden und somit nicht von einer normalen Berufsschule abhängig sind.

Der Blick auf die Social Media Kanäle 
Hier wurde betont, dass man schon mal einen Blick auf die Social Media Kanäle der Bewerber werfe. Allerdings gab es hier Unterschiede, welche Netzwerke als seriös erachtet wurden. So gab es Teilnehmer der Gesprächsrunde, die gerne bei Xing oder LikedIn vorbeischauten, Facebook aber mieden, weil es zum einen unseriös sei und es zum anderen auch zur Privatsphäre des Bewerbers gehöre. 

Ausbildung oder Studium? 
Hier gab es ebenfalls unterschiedliche Meinungen: Der Mitarbeiter eines Wissenschaftsverlag erzählte, dass es schon mal vorkomme, dass die Volontäre sich in seinem Verlag von Volontariat zu Volontariat durchschlugen und so die nächsten 1 1/2 Jahre verbringen. Er empfehle also ganz klar, zuerst eine Ausbildung zum Medienkaufmann oder Medienkauffrau zu machen, um schon mal einen Abschluss in der Tasche und Berufserfahrung zu haben. Bei Carlsen war man hingegen anderer Meinung und berichtete, dass alle Volontäre danach bei einer guten Stelle untergekommen seien. 


Meine Gedanken zur Diskussion 

Die Diskussion zwischen den verschiedenen Experten hat mir sehr gut gefallen. Alle Teilnehmer konnten sehr gut präzisieren, welche Aspekte ihnen bei potentiellen Bewerbern wichtig sind. Was mich erstaunte, war die Bitte, Lücken im Lebenslauf zu erwähnen. Da sich in meinem Lebenslauf vermutlich auch eine Lücke finden wird, wäre ich davon ausgegangen, diese Lücke beizubehalten, weil die Lücke ja nichts mit meinem späteren Berufsfeld zu tun hat und ich daher davon ausgegangen wäre, dass sich Personaler nicht dafür interessieren, was ich in dieser Zeit gemacht habe. 

Das Thema mit den introvertierten Bewerbern sehe ich etwas kritisch. Ich habe mal bei YouTube einen Bericht von einer Buchhändlerin gesehen, die meinte, dass man auch im Laufe seiner Ausbildung lerne, offener zu werden und beispielsweise auf Kunden zuzugehen. 
Ich persönlich denke, dass es wichtig ist, dass man den Bewerbern, die Liebe und das Interesse zu dem Bereich anmerke, für den sie sich auch bewerben. Allerdings sollten sie sich natürlich auch realistisch einschätzen. An dieser Stelle gibt es ein kleines, etwas drastisches Beispiel, um zu verdeutlichen, was ich meine: Wenn man von vorne herein weiß, dass man ungerne Kundenkontakt hat, sollte man sich vielleicht eher weniger in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens bewerben. 


Ausblick 

Buchlinge, nun habt ihr die Meinungen der Experten gehört. Doch es stellt sich die Frage, wie das ganze Thema aus der Sicht einer Bewerberin zu betrachten ist. 

Deswegen habe ich mir mal Lisa von Lisas Bücherleben geschnappt und ihr ein paar Fragen gestellt. Sie hat ein Jahr als Volontärin in einem Verlag gearbeitet und berichtet uns in Kürze, wie sie sich bei dem Verlag beworben hat, was ihre Aufgaben waren und wie es jetzt beruflich bei ihr weitergeht. 

Dienstag, 21. August 2018

Der Schatten

Bild von der hörverlag
Steckbrief

Name: Der Schatten (auch als Buch erhältlich)
Autor: Melanie Raabe
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Melanie Raabe Fans und Menschen, die gerne Thriller lesen
Gelesen oder gehört: gehört als gekürzte Fassung
Sprecher: Katja Bürkle und Melanie Raabe
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext 

(von der Hörverlag

"Du bringst den Tod. Du weißt es nur noch nicht.

„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Mit gutem Grund. Aus freien Stücken.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen, als ihr eine Bettlerin auf der Straße diese Worte förmlich entgegenspuckt. Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab – bis kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur Grimm in ihrem Leben auftaucht ..." 


Meine Meinung 

Gestaltung
Diesmal hat sich das Team von der Hörverlag für die Gestaltung von Der Schatten etwas Ungewöhnliches einfallen lassen. Aber beginnen wir erst einmal von vorne:
Der Großteil von Der Schatten wird von Katja Bürkle gelesen. Katja Bürkle hat eine angenehme, etwas tiefere Stimmfarbe. Sie hat Nora, unsere Protagonistin in Der Schatten gut erfassen und darstellen können. Allerdings hat mich diesmal der Thriller-Effekt, den ich bei den anderen Geschichten der Autorin gespürt habe, nicht vollständig erreichen können, obwohl die Geschichte wirklich gut ist. Aber dazu später mehr.
Auf der Verlagsseite und dem Hörbuch war auch zu lesen, dass Melanie Raabe ebenfalls als Sprecherin in dem Hörbuch zu hören sein wird. Das machte mich zuerst etwas skeptisch, da Autoren zwar gut schreiben, aber nicht immer gut lesen können. Doch nachdem ich Katja Bürkles Interpretation kennengelernt hatte, machte die Skepsis einer Vorfreude auf Melanie Raabe Platz.
Melanie Raabes Stimmfarbe klingt etwas heller und ist daher eine tolle Ergänzung zu Katja Bürkle. Außerdem betont Melanie Raabe an den richtigen Stellen und hat eine tolle Lesegeschwindigkeit. Sie konnte mich mit ihrer Interpretation sehr gut erreichen. Ich hätte mir sogar noch mehrere Parts von ihr gewünscht, weiß aber auch, dass das aufgrund der Geschichte nicht möglich gewesen wäre.
Aber nun gibt es noch dieses Stilmittel, das mich unglaublich verwirrte. Es dauerte nämlich ziemlich lange, bis wir auf Melanie Raabe trafen. Immer wieder gab es Passagen, die von einer Stimme gelesen wurden, die weder nach Katja Bürkle noch nach Melanie Raabe klang. Aber wenn ich euch diese Stimme nun genauer beschreiben würde, müsste ich einen Spoiler Hinweis vor diese Rezension setzen. Also, lasst euch überraschen und schreibt mir in die Kommentare, was ihr von diesem Stilmittel haltet.
Das Stilmittel hat mich ziemlich fasziniert, sodass die Gestaltung an dieser Stelle einen vollen Punkt bekommt.

Inhalt / Spannung 
Mit dem Inhalt von Der Schatten verhält es sich etwas knifflig. Natürlich verrät der Klappentext, um was es in der Geschichte geht. Wir treffen auch ziemlich rasch auf die Bettlerin und ihre Botschaft. Doch es dauert ein bisschen, bis sich unsere Protagonistin Nora mit der Bettlerin befasst. Lange hält sie die Prophezeiung für die Worte einer verrückten, obdachlosen Frau. Doch nach und nach entsteht ein Motiv, weswegen Arthur Grimm den Tod tatsächlich verdient haben könnte. 
Nora wird immer mehr in eine Geschichte hineingezogen, die mehr mit ihrer Vergangenheit zu tun hat, als man zuerst vermuten würde.

Die Geschichte von Der Schatten braucht hier ein bisschen, bis sie in Gang kommt und bis wir langsam merken, wie Handlungsstränge verstrickt und wir als Leser verwirrt werden sollen. Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass mich der Thriller Effekt diesmal nicht ganz erreichen konnte. Für mich stand mehr Nora als Protagonistin im Vordergrund, auf die ich in den folgenden Absätzen noch weiter eingehen werde. Dennoch war es nicht so, dass ich das für mich fehlende Thrillerelement vermisst habe. Ich habe das Hörbuch innerhalb von Rekordzeit durchgehört, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Auflösung der Geschichte ist. Und wenn mich diese Frage zum weiterhören zwingt, ist das ein gutes Indiz dafür, dass Melanie Raabe in diesem Fall alles richtig gemacht hat.
Was mir besonders positiv im Gedächtnis geblieben ist, war Melanie Raabes Gestaltung der Auflösung. Wir erfuhren in einem Gespräch zwischen zwei Charakteren, was es mit der Geschichte auf sich hat. Hier wurden auch die wichtigen Fragen angesprochen, die uns als Leser plagten. Mir hat dieses Stilmittel hier sehr gut gefallen, weil Melanie Raabe hier keinen Inhalt vorkaut, sondern die Auflösung in ein Gespräch verpackt. Hier kommt dann neben der Auflösung auch der Aspekt hinzu, wie zwei Charaktere während eines Gespräches aufeinander reagieren. Wir haben hier also zwei Konfliktpunkte, wenn man das so nennen kann: Die Lösung der Geschichte und der Konflikt zwischen den zwei Charakteren.

Kommen wir zum Schluss noch zu Nora als Protagonistin. Schnell wird klar, dass Nora eine Einzelgängerin ist. Sie weiß, was sie will und traut sich auch, die dafür notwendigen Positionen zu vertreten. Und genau das sorgt dafür, dass sie oft aneckt, weil sie eben das sagt, was sie denkt. Und das ist leider nicht immer die Meinung der Gesellschaft.
Allerdings wird auch deutlich, dass Nora auch ein ziemlich einsamer Mensch ist und ihr Leben beinahe wie ein jahrelanger Kampf wirkt. Als Arthur Grimm als potentieller Verdächtiger ins Spiel kommt, wird ein Thema aus Noras Vergangenheit wieder aufgerollt, das sie am liebsten nie wieder angeschaut hätte. Und dieses Thema lässt ihre Selbstsicherheit bröckeln.

Schreibstil
Es ist schon etwas länger her, dass ich einen Roman von Melanie Raabe gelesen habe. Deswegen hatte ich diesmal den Eindruck, dass sich ihr Schreibstil irgendwie verändert und der Geschichte angepasst hat.
Die Autorin schafft es, Noras Härte in Worte zu fassen und bildhaft darzustellen. Gerade die Einsamkeit, die Nora umgibt, war sehr gut herausgearbeitet.
Dann kamen aber wieder die Elemente von Melanie Raabes Schreibstil hervor, die ich bereits kannte: Die Verstrickung von Handlungssträngen und der Eindruck, dass sich eine Schlinge langsam aber sicher zuzieht. Melanie Raabe versucht uns hier auf eine Seite zu ziehen. Eine Seite, die so deutlich dargestellt ist, dass sie gar nicht stimmen kann. Oder?

Gesamteindruck
Nachdem mir Melanie Raabes Debütroman Die Falle so gut gefallen hat, muss ich gestehen, dass ich mit einer bestimmten Erwartungshaltung an neue Geschichten der Autorin herangehe.
Der Schatten hat mir aufgrund seiner Auflösung ganz gut gefallen. Dennoch hätte ich gerne mehr von der Auflösung erfahren. Die offenen Fragen wurden zwar beantwortet, aber ich fand das eingeleitete Thema spannend und hätte gerne mehr darüber gehört oder gewusst, wie Nora sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass uns hier eine spannende Geschichte erwartet, die sich mit der Frage auseinandersetzt, was es braucht, um einen Menschen zu töten.

Sonntag, 19. August 2018

Tausend kleine Meere im Sommerlicht - Hörmonat Part 1

Guten Morgen Buchlinge,

etwas verspätet kommt nun der erste Teil meines Hörmonats online. In dieser Podcast Folge spreche ich über: Wir sehen uns am Meer von Dorit Rabinyan, Tausend kleine Lügen von Liane Moriarty und Gegen das Sommerlicht von Melissa Marr.

Ich wünsche euch gute Unterhaltung.




Inhaltsverzeichnis 

00:00 Min: Intro und kleine Frage
01:15 Min: "Wir sehen uns am Meer" Inhalt
02:12 Min: "Wir sehen uns am Meer" Hörprobe
06:28 Min: Meinung zum Hörbuch
10:30 Min: "Tausend kleine Lügen" Inhalt
11:43 Min: "Tausend kleine Lügen" Hörprobe
15:35 Min: Meinung zum Hörbuch
23:20 Min: "Gegen das Sommerlicht" von Melissa Marr
27:08 Min: Outro

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Wir sehen uns am Meer Quelle Hörprobe
Meine Rezension

Tausend kleine Lügen Quelle Hörprobe
Meine Rezension

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Donnerstag, 16. August 2018

Tausend kleine Lügen

Bild von Lübbe Audio
Steckbrief

Name: Tausend kleine Lügen (auch als Buch und Serie erhältlich)
Autor: Liane Moriarty
Verlag: Bastei Lübbe audio
Geeignet für: Menschen, die gerne gut verstrickte Thriller mögen
Gelesen oder gehört: gehört unklar ob gekürzt oder ungekürzt
Sprecher: Luise Helm
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Bastei Lübbe Audio

"Jane flieht vor ihrer Vergangenheit. Sie hat es seit der Geburt ihres Sohnes vor fünf Jahren nirgendwo länger ausgehalten. Nun ist sie im idyllischen australischen Küstenstädtchen Pirriwee gestrandet und hat das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Schnell schließt sie Freundschaft mit der lebhaften Madeline und der wunderschönen Celeste. Doch plötzlich geraten die drei Frauen in den Strudel von dunklen Geheimnissen, Lügen und Intrigen. [...]"


Meine Meinung 

Gestaltung
Tausend kleine Lügen wurde von Bastei Lübbe Audio produziert. Leider ist weder auf der Verlagsseite noch auf dem Hörbuch die Info zu finden, ob es sich hierbei um eine gekürzte oder ungekürzte Fassung handelt. Inhaltlich glaubte ich, dass an einer Stelle ein zeitlicher Sprung war. Dieser hätte aber auch genauso gut im Buch vorkommen können, sprich, es muss nicht unbedingt eine Kürzung gewesen sein. Ich hatte nicht den Eindruck, dass hier etwas von dem Inhalt fehlte, kann aber wie gesagt nicht mit Sicherheit sagen, ob das Hörbuch gekürzt oder ungekürzt produziert wurde.

Luise Helm führt uns durch Tausend kleine Lügen und hier konnte die Sprecherin drei Facetten von sich zeigen:
Zum einen schlüpft sie hier in die Rolle verschiedener Kinder und muss die teils naiven, quengligen oder tieftraurigen Aussagen der Kinder in Worte fassen können.
Als zweites kann Luise Helm, eine verletzliche, unsichere Seite von sich zeigen.
Und zu guter Letzt zeigt Luise Helm, dass sie die Klatsch-und-Tratsch-Stimmen sehr gut umsetzen kann. In Tausend kleine Lügen gibt es immer wieder kurze Sequenzen in denen Dorfbewohner zu den Ereignissen im Dorf befragt werden. Und hier prallen verschiedene Welten aufeinander. Hier hat mich Luise Helm das ein oder andere Mal zum schmunzeln gebracht.

Ich fand es sehr angenehm, dass Luise Helm in ihrer Interpretation von Tausend kleine Lügen variieren konnte und die Geschichte nicht nach einem Munster interpretieren musste. Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten, die Charaktere auseinanderzuhalten. Das legte sich aber sehr schnell wieder.

Inhalt
Wir finden uns hier auf einer kleinen Halbinsel wieder. Hier kennt jeder jeden und es gibt jede Menge Klatsch und Tratsch. Die Geschichte steigt mit einer ungewöhnlichen Perspektive ein. Wir erleben, wie eine ältere Dame das Elternfest einer benachbarten Schule beobachtet. Und dieses Fest gerät ziemlich schnell außer Kontrolle.

Dann ändert sich die Perspektive und wir erfahren, dass Tausend kleine Lügen von hinten aufgerollt wird. Schnell wird klar, dass das Fest die Schlüsselszene der Geschichte darstellt. Was mich am Anfang etwas verwirrte, waren die Perspektivenwechsel. Die Frau, die wir noch am Anfang der Geschichte kennenlernten spielt im Laufe der Geschichte überhaupt keine Rolle mehr.

Kommen wir aber nun zurück zur Rahmenhandlung: Tausend kleine Lügen wird aus der Sicht von drei Frauen erzählt. Jane ist alleinerziehende Mutter. Sie sucht in in dem Dorf einen Ort, an dem sie sich endlich mit ihrem Sohn niederlassen und sich etwas aufbauen kann. Dann erleben wir die Geschichte aus der Sicht von Madeline, die selbst einmal alleinerziehende Mutter war und sich schnell mit Jane anfreundet. Madeline stellt Jane Celeste vor, die die dritte Protagonistin von Tausend kleine Lügen ist.

Inhaltlich wurden hier viele Themen angesprochen, die Mütter betreffen, wie beispielsweise Erziehungsfragen oder Eheprobleme. Und natürlich diese Klatsch-und-Tratsch Geschichten, die in Dörfern wahrscheinlich zur Tagesordnung gehören. Einerseits fand ich diese Konflikte interessant. Andererseits konnte ich gerade mit den Klatsch-und-Tratsch Geschichten nicht so viel anfangen. Dennoch zeigte sich schnell, dass es diese Verstrickung der Handlungsstränge braucht, um die Schlüsselszene des Hörbuches verstehen zu können.

Kommen wir nun noch einmal zu unseren drei Protagonistinnen: Madeline ist lebhaft und sagt, was sie denkt. Sie gehört zu den extrovertierten Müttern und hat es gerade deswegen nicht immer leicht. Schließlich wäre es manchmal schon ganz praktisch, Dinge einfach stehen lassen zu können und nicht immer etwas erwidern zu müssen, oder?
Celeste wirkt introvertiert und abwesend. Doch genau das hat einen Grund. Sie trägt ein Geheimnis mit sich herum. Ein Geheimnis, von dem sie lange nicht wahrhaben möchte, wie bedrohlich es wirklich ist.
Und zum Schluss haben wir noch Jane. Eine Frau, die schon früh lernen musste, sich durchzusetzen und für sich und ihren Sohn zu sorgen. Und als ihrem Sohn dann auch noch etwas vorgeworfen wird, weiß Jane gar icht mehr, wem sie noch glauben darf.

Spannung
Zu Beginn war die Kurve des Spannungsbogens sehr weit oben. Wir wussten, dass in diesem kleinen Dorf etwas Schreckliches passieren wird, das das Leben im Dorf vermutlich auf den Kopf stellt. Dann fällt der Spannungsbogen aber lange Zeit sehr stark ab, weil wir erst einmal unsere Protagonistinnen und das Leben im Dorf kennenlernen müssen. Hier spielten sehr viele Klatsch-und-Tratsch-Themen eine große Rolle, die teils interessant, aber auch zäh waren.
Einerseits kann ich mir gut vorstellen, dass sich viele Eltern bei den Beschreibungen der Szenerien wiederfinden, weil es sicher an einigen Schulen oder in einigen Dörfern so zugeht. Andererseits glaubte ich hier nicht wirklich zur Zielgruppe von Tausend kleine Lügen zu gehören.
Gegen Ende steigt der Spannungsbogen aber wieder an, da wir uns der Szene nähern, die zu Beginn des Romanes beschrieben wurde.

Schreibstil
Liane Moriarty erzählt Tausend kleine Lügen aus verschiedenen Perspektiven, die sich auch im Schreibstil der Autorin wiederspiegeln. Zu Beginn empfand ich die Geschichte als etwas unübersichtlich, weil viele Namen eingeführt wurden und nicht klar war, wer zu den Protagonisten und wer zu den Nebencharakteren der Geschichte gehörte. Nach und nach hatte ich aber Orientierung.
Gerade das Stilmittel der Interviewsequenzen hat mir sehr gut gefallen, da diese die Szenen noch einmal erklärten oder die Szene anhand der im Interview erwähnten Aussagen, noch einmal verdeutlicht wurde.
Und auch die Dialoge von Liane Moriarty haben mich sehr gut unterhalten.

Gesamteindruck
Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass der Fokus bei Tausend kleine Lügen mehr auf dem Krimi liegt und sich die Autorin mit der Frage beschäftigt, wer Opfer und wer Täter ist. Stattdessen wurde die Geschichte durch die verschiedenen Perspektiven unserer Protagonistinnen und deren Beziehungen zueinander bestimmt. Allerdings hat das zur Geschichte gepasst und es wurde deutlich, dass man die Motive der drei Frauen kennen musste, um die Bedeutung der Schlüsselszene verstehen zu können. Und von daher haben beide Handlungsstränge sehr gut zueinander gepasst. 

Montag, 13. August 2018

Wir sehen uns am Meer

Bild von Argon Verlag
Steckbrief

Name: Wir sehen uns am Meer (auch als Buch erhältlich)
Autor: Dorit Rabinyan
Verlag: Argon Verlag
Geeignet für: Menschen, die tiefgründige Liebesgeschichten mögen
Gelesen oder gehört: gehört als autorisierte Fassung
Sprecher: Luise Helm
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Argon Verlag

"»Weißt du, eines Tages wird das Meer uns allen gehören ...«In der Heimat wären sie sich nie begegnet, aber durch einen Zufall lernt die israelische Studentin Liat in New York den Maler Chilmi kennen, der aus Ramallah stammt. Die beiden verlieben sich, doch Liat ist zwiegespalten, weil weder ihre Eltern noch ihre jüdischen New Yorker Freunde von der Beziehung erfahren dürfen. Und beide wissen: Wenn die Zeit in New York vorbei ist, wird auch diese Liebe, die eigentlich nicht sein darf, enden müssen.
Dieser berührende Roman einer unmöglichen Liebe wurde vom israelischen Erziehungsministerium im Januar 2016 von der Lektüreliste der Oberstufe gestrichen, was in der liberalen israelischen Gesellschaft zu einem Skandal wurde und auch in Deutschland ein starkes Presseecho hervorrief."


Meine Meinung 

Gestaltung 
Im Argon Verlag legt man bei der Hörbuchgestaltung sehr viel Wert auf Barrierefreiheit. Woran das liegt? 
Zum einen werden Produktionen im Daisy Format produziert. Keine Sorge, ihr könnt das Hörbuch auch auf normalen MP3 Playern hören, allerdings können dann die speziellen Funktionen nicht genutzt werden. Dank dem Daisy Format kann man nämlich nicht nur von Kapitel zu Kapitel springen, sondern auch von Satz zu Satz oder - wenn man das Hörbuch mit einem Gerät hört, dass das Daisy Format unterstützt - können auch Notizen zum Hörbuch hinzugefügt werden. 
Zum anderen befinden sich die Daisy Hörbücher in Hüllen, die mit Blindenschrift beschriftet sind. Das finde ich unheimlich praktisch, weil man, wenn man blind ist, problemlos das passende Hörbuch aus dem Bücherregal holen kann.
Allerdings gibt es da nur einen Nachteil: Die Daisy Hörbücher befinden sich nicht in normalen CD Hüllen, sondern haben das Format einer DVD Hülle. Das fand ich persönlich etwas schade, weil ich das Hörbuch so nicht in meinem CD Regal unterbringen konnte, weil es einfach zu groß war. Dabei lassen sich Punktschriftbeschriftungen auch auf kleineren Hüllen anbringen. 

Kommen wir aber nun zur Sprecherin: Wir sehen uns am Meer wird von Luise Helm gelesen. Kaum hatte ich mit dem Hörbuch begonnen, stellte ich irritiert fest, dass ich die Sprecherin kaum wiedererkannt hätte. Erst im März hatte ich Ein ganzes halbes Jahr gehört und dachte eigentlich, sie hätte den Großteil der Geschichte gesprochen. Dort kam mir ihre Stimmfarbe etwas heller vor. In Wir sehen uns am Meer, klingt ihre Stimmfarbe dunkler. Und ich hätte nicht gedacht, dass sich eine Stimmfarbe ja nach Produktion so unterscheiden kann.

Luise Helm stellt unsere Hauptcharaktere wunderbar dar und greift zudem die schwierige Situation auf, in der sich die beiden befinden. Einerseits erleben wir in Wir sehen uns am Meer eine junge Liebe, die aber auch von einer Schwere geprägt ist. Eine Last, die unsere Protagonisten nicht abschütteln können. Und das konnte Luise Helm glaubhaft darstellen. 

Inhalt / Spannung 
Liat und Chilmi lernen sich durch einen Zufall in New York kennen und verlieben sich beinahe auf den ersten Blick ineinander. Doch da gibt es ein großes Problem: Liat ist Israelin und Chilmi Palästinenser. Obwohl beide in Israel aufgewachsen sind, sind sie unterschiedlich sozialisiert worden und wissen genau, dass ihre Liebe in der Heimat nicht bestehen könnte. Was ihnen bleibt, sind drei gemeinsame Monate, die sie so gut wie eben möglich nutzen möchten. 

Hier begegnet uns eine Art moderne Version von Romeo und Julia. Allerdings wird Wir sehen uns am Meer nicht etwa von einem Familienkonflikt bestimmt. Liat und Chilmi wurden so sozialisiert, dass sie das Volk des jeweils anderen als Feind ansehen müssten. Und genau das sorgt immer wieder für Konflikte in ihrer Beziehung. 
Mir gefiel es sehr gut, dass neben der Liebesgeschichte auch noch ein gesellschaftlicher Konflikt in die Handlung eingebaut wurde. Ein Konflikt, der in unserer westlichen Kultur vor ein paar Jahrhunderten ebenfalls noch sehr präsent war. Katholiken und Protestanten in einer Beziehung wurde auch bei uns lange Zeit nicht gerne gesehen. 

Der Inhalt stimmte mich stellenweise sehr nachdenklich, weil hier sehr eindrücklich geschildert wird, was passiert, wenn Menschen unterschiedlich sozialisiert werden und es Konflikte gibt, die über Generationen weitergegeben werden. Dabei suchen beide Gruppen nach Frieden und dennoch ist es so schwer, eine gemeinsame Lösung für die Konflikte zu finden. 

Doch zwischen Liat und Chilmi steht nicht nur der gesellschaftliche Konflikt. Die beiden Protagonisten sind auch sehr gegensätzlich. 
Liat sucht nach Ordnung und Struktur. Ihr ist es wichtig, was Freunde und Familie über sie denken und so macht es sie unglaublich nervös, als sie ihre Beziehung zu Chilmi verheimlichen muss. Eine Beziehung, die sie nicht kontrollieren kann. 
Chilmi ist verträumt und sehr gefühlvoll. Während Liat ihr Leben organisiert, lässt sich Chilmi überraschen, was das Leben so für ihn bereit hält. 

Schreibstil 
Dorit Rabinyan erzählt die Geschichte aus der Perspektive von Liat. Wir lernen also nicht nur Liats Gedanken kennen, sondern erfahren auch, wie sie Chilmi wahrnimmt. Und das sagt wiederum unbewusst viel über seinen Charakter aus. 
Immer wieder baut die Autorin Bedeutungen für hebräische oder arabische Wörter ein. Das fand ich persönlich sehr spannend, weil mir so fremde Kulturen und Sprachen ein bisschen näher gebracht wurden, ohne, dass es aufdringlich wirkte. 

Gesamteindruck 
Hinter Wir sehen uns am Meer verbirgt sich eine sehr tiefgründige Liebesgeschichte, die von der Frage geprägt ist, ob diese Liebe die gesellschaftlichen Konflikte überstehen kann und es doch noch ein Happy End für Liat und Chilmi gibt. Wer sich also für Liebesgeschichten interessiert, in denen nicht nur die Paarbeziehung im Vordergrund steht, sondern auch noch andere Konflikte thematisiert werden, sollte sich die Geschichte mal genauer anschauen. 

Sonntag, 12. August 2018

Never will I ever mit Isona und Skyara

Guten Morgen Buchlinge,

Isona und Skyara haben unsere Herausforderung angenommen und widmen sich in dieser Podcast Folge den Never will I ever TAG.

Vorsicht: Der TAG enthält Spoiler.

Wir wünschen euch gute Unterhaltung.



emion und meine TAG-Podcast Folge:

Das ist Skyara
Das ist Isona
Special Guest emion

Herausgefordert werden:
Lisas Bücherleben
Der Freiburger Bücherstammtisch

Die Fragen: 
1) Niemals werde ich es shippen
2) Niemals werde ich dieses Ende vergessen
3) Niemals werde ich ueber diesen Tod hinweg kommen
4) Niemals werde ich aufhoeren, wegen diesem Buch zu weinen
5) Niemals werde ich dieses Buch lesen
6) Niemals werde ich aufhoeren, dieses Buch zu feiern
7) Niemals werde ich dieses Buch verleihen
8) Niemals werde ich aufhoeren, diese Leute zu taggen


Und natürlich alle, die die Fragen gerne beantworten möchten.

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Wie soll der Freiburger Bücherstammtisch diese Herausforderung beantworten?
In einer Podcast Folge oder doch lieber in einem Artikel?

Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

Freitag, 10. August 2018

Galaktischer Abschied in die Sommerpause - Bücherstammtisch im Juli

Foto: A. Mack
Hallo Buchlinge,

damit euch - oder vor allem mir - die Sommerpause des Freiburger Bücherstammtisches nicht so lange vorkommt, blicke ich heute auf unser Treffen im Juli zurück. Wir begaben uns nämlich auf eine galaktische Reise...







Per Anhalter durch die Galaxis in aller Kürze 

Die Geschichte beginnt tragisch: Arthur Dent muss sich nicht nur damit abfinden, dass sein Haus abgerissen wird, sondern auch noch damit zurechtkommen, dass kurz danach die Erde in die Luft gesprengt werden soll.
Und alles nur wegen dieser blöden Umgehungsstraße. Aber dank seinem Freund Ford Prefect, der von dem Planeten Beteigeuze abstammt, überlebt er das Szenario. Ford ist einer der Autoren des Reiseführers Per Anhalter durch die Galaxis. Und genau dorthin nimmt er Arthur jetzt auch mit.


Auf einer Skala von 1 bis 10... 

emion machte den Vorschlag, erst einmal mit einer kleinen Bewertungseinheit einzusteigen: Wie gefiel uns die galaktische Reise auf einer Skala von 1 bis 10?
Hier waren wir alle recht nah beieinander: Wir bewegten uns alle im 7er bis 8er Bereich.

Die Handlung: Auf der Suche nach dem roten Faden
Ich gab der Geschichte beispielsweise 7 bis 7,5 Punkte, was hauptsächlich an der gelungenen Interpretation von Christian Ulmen lag, auf die ich im Laufe des Artikels aber noch eingehen werde.
Mir persönlich fehlte der rote Faden in der Geschichte. Es stellte sich heraus, dass es auch anderen Bücherstammtisch Mitgliedern ähnlich erging.
Isona beeindruckte mich, weil sie erklärte, dass sie den fehlenden roten Faden zwar bemerkt habe, es ihr aber nichts ausgemacht hatte, da die Geschichte schon an sich verrückt genug ist.

Die Charaktere 
Glücklicherweise konnte ich beim Bücherstammtisch Treffen feststellen, dass auch die anderen Teilnehmer eindeutige Parallelen zu Marc-Uwe Klings Känguru-Trilogie feststellten.
So erinnerte Arthur Dent dezent an Marc-Uwe. Er wirkt pessimistisch und hat auch keinen Antrieb etwas aus seinem Leben zu machen.
Ford und das Känguru unterscheidet nur eine Sache: Während das Känguru sein Gegenüber absichtlich in ein Gespräch verwickelt, um es dann gekonnt zu verwirren, meint Ford seine Vorschläge bitterernst und zeigt so, dass er etwas naiv ist.

Im Laufe der Geschichte lernen Ford und Arthur einen Roboter mit Depressionen kennen: Nämlich Marvin. Hier gingen unsere Meinungen etwas auseinander:
Einerseits war überdeutlich, dass Marvins Aussagen unglaublich überspitzt dargestellt und auf der Metaebene ironisch zu betrachten sind. Ich kann mich nicht erinnern, dass der Roboter nur eine einzige positive Aussage von sich gegeben hat.

Andererseits stellte ich die gewagte These auf, dass dieser Charakter zu Konflikten führen könnte, gerade weil die typischen Symptome für Depression hier so überspitzt dargestellt werden.

Inhaltlich fiel uns auf, dass zwar immer wieder betont wurde, wie unwichtig, die Erde als Planet eigentlich sei. Dennoch wurden Ereignisse ständig mit Situationen verglichen, die es nur auf der Erde gab.


Hörbuch oder Buch? 

emion, Isabelle und ich hatten uns der Hörbuchfassung gewidmet, während die anderen Bücherstammtisch Mitglieder das gedruckte Buch bevorzugten. Wir drei mussten bei der Art von Christian Ulmens Interpretation ebenfalls an die Känguru-Reihe denken, was aber nicht schlecht ist.
Am besten gefielen uns Ulmens Interpretationen von Ford Prefect und einem allwissenden Computer, den Ulmen kurzerhand wie einen Mönch singen ließ.

Obwohl es sich bei dem Hörbuch um eine ungekürzte Lesung handelte, waren wir uns uneinig, ob die im Buch existierenden Fußnoten mitgelesen wurden. So bestand eine Fußnote beispielsweise darin, über die Herkunft von Fords Namen zu informieren. Und ich konnte mich beim besten Willen nicht daran erinnern, etwas darüber im Hörbuch gehört zu haben. Hier stellten wir aber auch fest, dass man die Fußnoten eigentlich auch in den gesamten Inhalt integrieren könnte, da sie inhaltlich nicht von der Handlung wegführten.


Unsere Lektüre bis Januar 

Als wir uns im Januar für den Anhalter entschieden, verlor Der unvergleichliche Jeeves von P. G. Wodehouse das Voting nur ganz knapp. Deswegen beschlossen wir kurzerhand das Buch (Achtung, den ersten Band dieser Reihe!) bis zum Januar zu lesen.
Im Januar wählen wir dann wieder eine neue Lektüre.

An dieser Stelle noch der kleine Hinweis: Wer kein Problem mit englischer Lektüre hat, sollte sich das Buch im Original beschaffen, da es im Deutschen nur noch gebraucht zu bekommen ist.

Aber natürlich treffen wir uns weiterhin monatlich um über Bücher zu sprechen. Unser nächstes Treffen findet am Montag den 17. September statt. In Kürze starte ich eine Themen Umfrage.


Und sonst so? Wie war die Stimmung? 

Foto: A. Mack
Im Juli war unser Stammtisch wieder gut besucht. Ob das nur an Douglas Adams oder auch an unserer Verpflegung lag? Wer weiß das schon.
Auf dem Bild seht ihr nicht nur unsere Speisen und Getränke sowie die Stammtisch Lektüre, sondern könnt auch einen ersten Blick auf unsere neuen Flyer werfen, die bald in Umlauf kommen werden. Die gut eingerollten Zettel sind nur ein kleiner Auszug unserer Zitatesammlung. Ich verrate euch an dieser Stelle mal ein kleines Geheimnis: Isona ist die Queen of Quotes.

Wir diskutierten nicht nur lebhaft über den Anhalter, sondern stellten uns in der neu eingeführten offenen Runde zum Schluss auch noch Bücher vor, von denen wir unbedingt berichten mussten. Ich brachte drei Exemplare mit und bewarb jedes Exemplar mit einem kleinen Satz. Letztendlich habe ich von Frank Schätzings Tyrannei des Schmetterlings und C. J. Tudors Kreidemann erzählt.

Allerdings muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich die Gruppe mit meiner Beschreibung des Kreidemanns verstörte, obwohl ich die Geschichte wirklich mag und eigentlich hoffte, dass die Begeisterung auf die Gruppe übergehen würde.
Isona bemerkte schließlich sachlich: "Emma, emion springt gleich aus dem Fenster und Sandra liegt gleich unter dem Tisch. Du kannst uns nicht so grausame Dinge erzählen!" (Oder so ähnlich).
emion und Isona waren sich jedenfalls einig, dass sie schon wussten, warum sie die Bücher, die ich ihnen empfahl besser nicht anrührten.


Foto: A. Mack
Allerdings toppte Alinas Beschreibung ihrer mitgebrachten Lektüre meine grausigen Erzählung. Sie leitete ihr Buch ungefähr folgendermaßen ein: "Die Protagonistin haut von zu Hause ab, weil sie sonst an ihrem sechzehnten Geburtstag von ihren Eltern getötet und gegessen wird. Ich fand das Buch eigentlich ganz gut."
Stille.
Ich: "Haha!"
Ich liebe solche unabsichtlich schrägen Sätze.
Als ich dann noch fragte, wie sich die Bevölkerung in der Geschichte fortpflanzte, wenn die Kinder mit sechzehn Jahren gegessen werden, bemerkte emion: "Du stellst echt schräge Fragen, Emma." (Das ist jetzt wohl keine gute Werbung für zukünftige Interviewpartner...).


Bücherstammtisch in Freiburg? Ich will mitmachen! 

Du kommst aus Freiburg oder der näheren Umgebung und möchtest Dich mit anderen Bücherwürmern einmal im Monat über Bücher austauschen? 

Dann bist Du hier genau richtig: Wir treffen uns einmal im Monat an einem Montag ab 17:20 Uhr vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach in der Bertoldstraße in Freiburg.
Von dort aus gehen wir gemeinsam zu unserem Raum. Monatlich legen wir bestimmte Themen fest, über die wir dann bei unseren Treffen sprechen.
Auf dieser Seite findet ihr Infos zu unseren nächsten Treffen und den Themen. 

Momentan besteht unsere Gruppe aus Studierenden, ist aber für alle Altersgruppen offen. Wir reden hauptsächlich über Bücher aus der Belletristik (Unterhaltungsliteratur wie beispielsweise Fantasy, Jugendbuch, Thriller) sind aber auch offen für Bücher aus anderen Bereichen.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, hast Du zwei Optionen: 

Mailverteiler
Du lässt Dich in den Mailverteiler eintragen. Hier lade ich regelmäßig zu den Stammtisch Treffen ein oder verschicke Umfragen, damit wir die Themen unserer Treffen festlegen können.
Den Mailverteiler führe ich über GMX: Deine E-Mailadresse wird also in meinem GMX Account im Adressbuch gespeichert, aber nur nach Deinem Einverständnis an die anderen Bücherstammtisch Mitglieder weitergegeben. 

Wir sind auch bei Facebook vertreten. Auch hier werden Einladungen und Umfragen geteilt. Ab und an bricht hier auch eine spannende Diskussion aus. 


Wir freuen uns auf Dich!

Mittwoch, 8. August 2018

Drei Seiten für ein Expose

Bild von
Sieben Verlag
Steckbrief 

Name: Drei Seiten für ein Expose
Autor: Hans Peter Roentgen
Verlag: Sieben Verlag
Geeignet für: alle angehenden Autoren, die erfahren möchten, wie man ein Expose schreibt
Gelesen oder gehört: gelesen als Paperback
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten



Klappentext

(von Sieben Verlag

"Exposés sind das Fegefeuer der Autoren. Leichter quetscht man einen Elefanten durch ein Nadelöhr, als dass man einen 400-Seiten Roman auf drei Seiten Exposé eindampft. Hier erfahren Sie, wie Sie ein Exposé schreiben, es verbessern und für Ihren Roman nutzen, um Schwachstellen Ihrer Geschichte aufzuspüren. Was ein Kurzexposé und ein Pitch ist und was Sie an Verlage und Literaturagenten schicken müssen.

– 14 Beispielexposés und wie man sie verbessert – 6 erfolgreiche Exposés, die zu einem Verlagsvertrag führten, darunter eins von Titus Müller – Sieben namhafte Literaturagenten verraten im Interview, was ihnen wichtig ist."


Meine Meinung 

Der Schreibratgeber ist in folgende Kapitel unterteilt: 
Im ersten Kapitel geht es erst einmal darum, die Fachbegriffe kennen und voneinander unterscheiden zu lernen. Was ist der Plot einer Geschichte? Was gehört zu einem Pitch? Und was macht ein Expose aus? 
Im zweiten Kapitel geht es dann zur Sache: Hans Peter Roentgen hat Autoren gebeten, ihm Exposes zu ihren Manuskripten zu schicken. Und diese nimmt er im zweiten Kapitel auseinander. Anhand der Beispiele wird deutlich, welche Kriterien beim Expose schreiben wichtig sind. 
Im dritten Kapitel wird es dann konkret: Wie schreibe ich ein Expose? Mit welchem Teil soll man beginnen? Auch hier bezieht sich der Autor wieder auf Beispiele von Exposes, die er im zweiten Kapitel vorgestellt hat. 
Im vierten Kapitel erwartet uns dann eine Checkliste für das Expose und den Plot eines Romanes. 
Im fünften Kapitel stellt Hans Peter Roentgen dann die Exposes von Debütromanen einiger Autoren vor. 
Im letzten Kapitel kommen dann erfolgreiche Literaturagenten zu Wort und erklären, was ihnen bei Manuskripteinsendungen wichtig ist. 

Was mir an den Büchern von Hans Peter Roentgen gut gefällt ist, dass er innerhalb weniger Seiten auf den Punkt kommt, ohne, dass ich das Gefühl habe, dass er groß am Inhalt kürzen musste.
Ich habe beispielsweise auch schon Schreibratgeber gelesen, in denen die Autoren viel beschreiben, aber nicht zeigen, was sie meinen und wie man das Beschriebene in der Praxis anwendet. Hans Peter Roentgen hingegen schnappt sich hier ein Beispiel und zeigt, dass man sprachliche Feinheiten auch erkennen kann, wenn man kein Germanistikstudium absolviert hat. 

Zudem finde ich es hier sehr gut, das sich der Autor auch der Frage Literaturagentur oder Verlag stellt. Die Auflage meines Buches ist schon etwas älter und selbst damals zeigte sich schon, dass es genauso schwierig ist, eine gute Literaturagentur zu finden, wie bei einem Verlag unterzukommen. Außerdem kommen hier bekannte Literaturagenten zu Wort, sodass der Leser einen Eindruck bekommt, was wichtig ist, wenn er sich bei einer Agentur bewirbt. 

Fazit 
Wenn ihr eigene Texte schreibt und überlegt, euch bei einem Verlag oder einer Agentur zu bewerben, kann ich euch dieses Fachbuch als Vorbereitung sehr empfehlen. 

Montag, 6. August 2018

Das Geräusch des Lichts

Bild von Jumbo Verlag
Steckbrief

Name: Das Geräusch des Lichts (auch als Buch erhältlich)
Autor: Katharina Hagena
Verlag: Jumbo Verlag
Geeignet für: Menschen, die gut verstrickte Geschichten mögen
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Holger Dexne, David Hofner, Julia Meier, Angela Schmid, Jana Schulz,
Bewertung: zwischen 3,5 und 4 Punkten von 5 Punkten insgesamt


Klappentext 

(von Jumbo Verlag

"Fünf Menschen im Wartezimmer. Wer könnten sie sein? Eine der Wartenden beobachtet die anderen und erfindet ihre Lebensgeschichten. Da ist die Botanikerin Daphne Holt, so widerstandsfähig und zart wie das Moos, das sie erforscht. Auf der Suche nach einer Freundin stößt sie in der kanadischen Wildnis auf ein Geheimnis. Da ist der Musiker, der auf einem zugefrorenen See das Nordlicht erwartet. Der zwölfjährige Richard sieht in jeder Öffnung, jedem Schacht, hinter jedem Gitter einen möglichen Weg zum Planeten Tschu. Auf dem befinden sich nämlich seine Mutter und seine Schwester, weil sie ja irgendwo sein müssen, wenn sie nicht mehr da sind. Und da ist die verwirrte Dame, in deren Kopf sich die weiße Leere schon ganz ausgebreitet hat. Schließlich erfindet die Erzählerin ihre eigene Geschichte, einen Thriller über die Verbrechen einer skrupellosen Ölfirma, und gerät selbst in Lebensgefahr.
Fünf Stimmen lassen die Figuren lebendig werden und erzählen den Zuhörern in magischen Bildern von der rettenden Macht der Fantasie."


Meine Meinung 

Gestaltung
In Das Geräusch des Lichts treffen wir auf fünf Charaktere. Und daher kommen hier auch wieder fünf Sprecher zum Einsatz. Leider wird zu Beginn der Geschichte nicht erwähnt, welcher Sprecher bzw. welche Sprecherin in welcher Rolle zu hören ist. Das finde ich bei Produktionen mit mehreren Interpreten immer etwas schade. Hier waren mir noch nicht alle Sprecher bekannt, sodass ich sie nicht zuordnen konnte.

Das Geräusch des Lichts wird insgesamt sehr zart gelesen. Wir merken, dass jeder unserer Charaktere sein Päckchen zu tragen hat und der eine mehr und der andere weniger darunter leidet. Aufgrund des Alters konnte ich Angela Schmid und David Hofner Charakteren zuordnen. Und das Interessante war, dass mich die Interpretation von Schmid und Hofner auch am meisten beeindruckte.

Angela Schmid schlüpft hier in die Rolle einer älteren Dame, die orientierungslos scheint. Wer hat sie in die Praxis des Nervenarztes gebracht? Ist die Frau neben ihr ihre Tochter? Oder doch eine Fremde? Und wo ist auf einmal ihre Tasche hin? Der Handlungsstrang der älteren Dame ist verhältnismäßig kurz gehalten. Dennoch schafft es Angela Schmid in dieser kurzen Zeit die Orientierungslosigkeit und Verzweiflung der Frau glaubhaft darzustellen. Dieser Wunsch nach Halt und Sicherheit, der Versuch diesen zu finden, dann die Erleichterung, die den Leser aber erkennen lässt, dass etwas mit ihr nicht zu stimmen scheint.

David Hofner schlüpft in die Rolle eines Jungen, dessen Mutter und Schwester auf den Planeten Tschu geflohen sind. Allerdings bekommt er die Information, dass die beiden noch nicht sicher auf den Planeten angekommen sind. Also muss er Schächte und weitere Öffnungen kontrollieren, um den beiden so bei ihrer sicheren Ankunft zu unterstützen.
David Hofner hatte mich schon allein von seiner Stimmfarbe innerhalb weniger Sekunden für sich gewinnen können. Ich mochte besonders die Feinheit seiner Interpretation. Während das Umfeld seines Charakters ein Problem mit seinem Kontrollzwang hat, scheint es für den Jungen ganz klar zu sein: Er muss auf sein Umfeld aufpassen.

Inhalt / Spannung 
Buchlinge, in dieser Rezension gehen einige Aspekte wohl fließend ineinander über. Wir springen nun zurück zum Inhalt und hier ist Katharina Hagena wahrscheinlich ein ziemlich guter Schachzug gelungen. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Inhalt zu verstehen.

Möglichkeit Nummer 1: Im Klappentext heißt es, dass sich eine Frau die Geschichten der anderen Charaktere ausdenkt. Somit könnte man also meinen, dass der ganze Roman die Geschichte einer einzigen Frau sein könnte und die anderen Charaktere im Grunde kein Eigenleben haben.

Möglichkeit Nummer 2: Was dagegen spricht? Es gibt verschiedene Sprecher. Wir schlüpfen in unterschiedliche Perspektiven. Und es gibt Parallelen zwischen den Charakteren. Das fand ich besonders schön, weil dieses Element dem Roman etwas Orientierung gab und ich in dem nächsten Handlungsstrang nach bekannten Charakteren Ausschau halten konnte, obwohl sie in einer abgewandelten Form auftauchten. Deswegen habe ich die Theorie, dass jeder der Charaktere ein Eigenleben hat und Katharina Hagena sich hier unglaublich gut auf das Stilmittel der bildhaften Sprache versteht.

Meine beiden Lieblingscharaktere habe ich in der Gestaltung bereits vorgestellt. Daher bleibt dieser Punkt hier wohl unberührt.

Schreibstil 
Katharina Hagena hat hier einen Schreibstil geschaffen, der deutlich macht, wie fragil unsere Charaktere sind. Jeder von ihnen sucht seinen Platz, scheint aber orientierungslos zu sein und keine Ahnung zu haben, wie es im Leben weitergehen könnte.
Katharina Hagena schlüpft in Das Geräusch des Lichts in verschiedene Perspektiven und beschreibt diese unglaublich gut. Angefangen bei einem kleinen Jungen über eine Biologin, die sich lieber in der Natur als in der Gegenwart von Menschen aufhält bis hin zu einer älteren Dame, der das Gespür für die Worte abhanden gekommen ist. Und genau das macht ihr Angst. Das sind nur drei der Charaktere, die aber deutlich zeigen, wie groß die Bandbreite von Katharina Hagenas Charakteren ist und wie schwierig es ist, diese authentisch darzustellen.

Gesamteindruck 
Wie ihr im Steckbrief bereits erkennen konntet, bin ich mir immer noch unschlüssig, wie ich die Geschichte bewerten soll. Alle Handlungsstränge sind sehr offen gehalten. Und auch das Ende von Das Geräusch des Lichts lässt einige Fragen ungeklärt. Nachdem ich die Geschichte beendet hatte, schnappte ich mir unsere Bücherstammtisch What'sApp Gruppe und beschwerte mich erst einmal, dass ich offene Enden nicht mochte. Aber nach und nach glaubte ich, das Ende einfach nicht verstanden zu haben, weil die Geschichte auf einer tieferen Ebene zum Abschluss kommt. Einer Ebene, die ich nur ansatzweise erfassen konnte. Das Geräusch des Lichts ist also eine Geschichte, die ich vielleicht irgendwann noch einmal hören möchte.

Ich empfehle das Hörbuch allen, die nicht an der Oberfläche einer Geschichte verweilen wollen, sondern erfahren möchten, was sich wirklich hinter der Handlung verbirgt. 

Sonntag, 5. August 2018

Der Buchblog Award geht in die zweite Runde - Rückblick, Veränderungen und Ideen

Bild von Buchblog-Award
Hallo Buchlinge,

die Blogger unter euch haben es wahrscheinlich gezwungenermaßen mitbekommen. Der Buchblog Award geht in die zweite Runde. In diesem Beitrag möchte ich auf die vergangene Preisverleihung zurückschauen und meine Gedanken über die Neuerungen im Wettbewerb mit euch teilen.

Die Grundlage für meine Gedanken zur Preisverleihung bieten meine Stichpunkte. Diese geben die Veranstaltung bei weitem nicht vollständig wieder. Deswegen habt bitte etwas Nachsicht.


Die Preisverleihung im Oktober 2017 

Die Location 
Die Preisverleihung fand in einem gut gefüllten Pavillon in einer Messehalle statt. Als wir ankamen, konnten wir schnell feststellen, dass wir gar nicht versuchen mussten, den Raum zu betreten, weil einfach zu viel los war. Also positionierten wir uns draußen, konnten die Veranstaltung aber sehr gut mitverfolgen.

Über die Buchblogger Szene 
Bei der Preisverleihung wurde betont, dass die Buchblogger mittlerweile das Marketing Instrument vieler Verlage sind und zur Konkurrenz der herkömmlichen Zeitungen gehören. Die Buchbloggerwelt ist vielfältig. Und genau diese Vielfalt wird als Stärke der Buchbloggerszene hervorgehoben.

Dabei bezeichnen sich die Buchblogger weniger als Kritiker, sondern eher als Vermittler zwischen dem Leser und einer Geschichte. Das Interesse der Blogger bestehe darin, mit anderen Lesern in Dialog zu treten und sich über die gelesenen Bücher auszutauschen.

Die Preisträger 
Ja, Buchlinge, über die Preisträger muss ich an dieser Stelle wohl gar nicht mehr viel erzählen. Der Hauptpreis ging an den Kaffeehaussitzer, der mir vor allem bei Twitter aufgefallen ist. Der Sonderpreis ging an den Instagrammer Literarischer Nerd. Und ich muss gestehen, mir gefällt der Name von Florian Valerius Account ziemlich gut.

Einerseits freute ich mich für die beiden. Aus der Ferne hatte ich den Eindruck, dass die Buchbloggerszene von der Buchbranche immer etwas belächelt und nicht wirklich ernst genommen wird. Daher fand ich es schön, dass die beiden den ersten Buchblog Award entgegennehmen konnten.

Andererseits fand ich es schade, dass mit dem Kaffeehaussitzer wieder ein Blogger ausgezeichnet wurde, der viele Bücher aus der höheren Literatur gelesen hat. Ich hatte mir mit dem Wettbewerb erhofft, dass mit viel Glück vielleicht ein Blogger gewinnt, der in der Unterhaltungsliteratur vertreten sei, weil es auch hier tiefgründige Geschichten gibt, die es zu entdecken gilt.

Meine Gedanken zur Preisverleihung 
Die Preisverleihung frustrierte mich ein bisschen. Einerseits legte man Wert auf die Vielfalt der Buchblogs. Dann wurde in den Reden aber teilweise der Fokus auf Wir-als-Community gelegt und der Wir-sind-alle-einer-Meinung-Aspekt hervorgehoben.
Ich kann gut nachvollziehen, dass sich viele nach einer Gruppe, nach Gemeinschaft und regelmäßigem Austausch sehnen. Mir geht es da nicht anders.
Dennoch stieß mir das Wir-sind-eine-Gruppe-Thema negativ auf. Ist es denn so schlimm, unterschiedlicher Meinung zu sein? In jedem Bereich finden sich Leute zusammen, die dieselbe Leidenschaft teilen und sich mit den Leuten zusammentun, die sie mögen. Was ist also so schlimm daran?

Dennoch hoffte ein Teil in mir, dass der Award 2018 in die nächste Runde gehen dürfe, weil mir der Grundgedanke, der hinter dem Wettbewerb stand, ziemlich gut gefallen hat und ich einfach hoffte, dass man an der Idee, trotz des großen Chaos, festhalten würde.


Der Buchblog 2018 - Was ist neu? 

In diesem Jahr gibt es ein paar Veränderungen. Fangen wir also von vorne an:

Bewerbungsverfahren und Ablauf 
In diesem Jahr können auch Leser ihren Lieblingsblog für den Wettbewerb nominieren. Ein cooler Gedanke, der hoffentlich von einigen Bloggern auch in die Tat umgesetzt wird. In diesem Jahr muss beim Voting ein kleines Formular ausgefüllt werden. Hier wird unter anderem nach der E-Mail Adresse und nach einer Begründung gefragt, warum man ausgerechnet diesen Kanal nominieren möchte

Außerdem wurden die Kategorien, in die die Kanäle eingeteilt werden, in diesem Jahr erweitert. Es gibt neun Kategorien. Pro Kategorie schaffen es zum Schluss fünf Kanäle auf die Shortlist. In jeder Kategorie wird ein Sieger bestimmt, das heißt es gibt zum Schluss neun Gewinner. Und diese Gewinner werden von einer Fachjury bestimmt.

Man kann zwar für mehrere Kategorien nominiert werden, kommt aber nur in der Rubrik weiter, in der man die meisten Stimmen bekommen hat. Einzig und allein diejenigen, die nur mit ihrer Facebookseite, ihrem Instagram Profil, YouTube oder Podcast Kanal antreten, können ausschließlich für die Kategorie Andere Formate nominiert werden.

Das Bewerbungsverfahren geht bis zum 31. August. Am 10. September wird dann die Shortlist bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet wieder am Messefreitag der diesjährigen Frankfurter Buchmesse statt.

Die Preise 
Gemeinsame Gestaltung eines Büchertisches: Die neun Gewinner bekommen die Möglichkeit im Kulturkaufhaus Dussmann gemeinsam einen Büchertisch zu gestalten.
Ein Porträt in einer Fachzeitschrift: Die Gewinner werden im Fachmagazin Börsenblatt vorgestellt.
Buchgutscheine: im Wert von 100 Euro


Meine Gedanken zum zweiten Anlauf 

Erstmal freut es mich, dass man trotz herber Kritik im Vorjahr, an dem Wettbewerb festhält. Die Änderungen zeigen, dass man sich hinter den Kulissen ein paar Gedanken gemacht hat, das Ganze in eine gute Richtung weiterzuentwickeln.

Die Preise 
Besonders gut gefallen mir in diesem Jahr die Preise. Gerade die Idee, gemeinsam einen Büchertisch gestalten zu dürfen, hat es mir richtig angetan. Während es für große Blogger wahrscheinlich keine Besonderheit mehr ist, gemeinsam mit Buchhandlungen zu kooperieren, wäre es für mich eine wunderbare Gelegenheit, meine Herzensbücher und Autoren einem breiten Publikum vorstellen zu können.

Das Bewerbungs- und Votingverfahren 
Allerdings zeigt das Bewerbungs- und Votingverfahren nach wie vor, dass es schwierig ist, die Vielfalt der Buchblogs und Kanäle nach bestimmten Kriterien zu ordnen. Man hat in diesem Jahr wieder an der Kategorie der Literaturgenres festgehalten, allerdings ist das nicht ganz konsequent durchgezogen worden. Blogger können zwar bestimmten Genres zugeordnet werden, alle anderen Projekte müssen sich aber in der Kategorie Andere Formate behaupten.
Und gerade unter den Booktubern (Menschen, die auf YouTube in Videos über Bücher sprechen) gibt es gefühlt genauso viele Kanäle als unter den Buchbloggern. Wie das bei Social Media Kanälen ist, kann ich leider nicht beurteilen.

Was mich etwas verwirrt, ist die Tatsache, dass sich Buchblogs für mehrere Kategorien eintragen lassen können. An sich ist das eine coole Idee. Aber andererseits müssten einem Blogger ja auch jede Menge Stimmen verloren gehen, wenn sich die Follower nicht für eine Kategorie entscheiden können. Wenn ich das zu Ende denke - korrigiert mich gerne, wenn ich da etwas durcheinanderbringe - könnten es Blogger vielleicht nicht auf die Shortlist schaffen, weil die Hälfte ihrer Follower für die falsche Rubrik abgestimmt hat.

Außerdem steht beim Bewerbungsverfahren nach wie vor die Reichweite im Vordergrund. Wer ein gutes Netzwerk hat, das sich bereiterklärt, die eigene E-Mail Adresse für eine Stimme zur Verfügung zu stellen, ist klar im Vorteil.
Andererseits frage ich mich, wie man den Wettbewerb gestalten kann: Ich finde es nämlich auch schön, dass man die Leser eines Blogs in den Wettbewerb miteinbezieht und nicht allein eine Fachjury über die Finalisten entscheiden lässt.
Schließlich würde die ganze Bloggerwelt ohne die Leser, die sich für ihren Kanal interessieren, überhaupt nicht funktionieren.


Meine Ideen 

Buchlinge, beachtet bitte an dieser Stelle, dass es sich hier zwar um kreative Vorschläge handelt, ich aber nicht den Hauch einer Ahnung von Marketingstrategien oder finanziellen Mitteln habe, die dem Buchblog Award Team zur Verfügung stehen. Deswegen kann gut sein, dass nicht alle Punkte, logisch zu Ende gedacht, viel Sinn ergeben.

Verzicht auf die Genre Einteilung - stattdessen: Formate! 
Ich würde mich von der Idee verabschieden, Buchblogs nach Genres einteilen zu wollen und stattdessen die Formate in den Vordergrund stellen. Das Team müsste dank zwei Jahren Buchblog Award Erfahrung einen ungefähren Überblick haben, welche Formate am häufigsten vorhanden sind. Meine Vorschläge wären:

  • Buchblogger 
  • Instagram Accounts 
  • YouTube Accounts 
  • Facebook Accounts 
  • Podcast Kanäle 
In diesen Kategorien werden dann jeweils alte Hasen und Newcomer gesucht, sodass es zum Schluss zehn Preisträger gibt. 
Ganz klar ausgeschlossen wären aus meiner Sicht Websiten wie das Literaturcafe. An dieser Stelle ist es mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese Website nur als Beispiel dient. Ich schätze die Arbeit des Literaturcafe-Teams sehr und stöbere gerne im Newsletter, der regelmäßig verschickt wird, oder besuche während den Buchmessen Veranstaltungen, die von dem Team des Literaturcafes organisiert werden. Es ist also nicht so, dass ich dem Team die Nominierung nicht gönnen würde. Allerdings hat das Literaturcafe ganz andere Möglichkeiten zur Verfügung, als beispielsweise ein Blogger, der seinen Blog als Hobby und nicht als Vollzeitjob betreibt.
Die Idee, dass pro Kategorie fünf Kanäle auf die Shortlist kommen gefällt mir nach wie vor sehr gut.

Es gibt hier aber ebenfalls ein paar Dinge zu beachten:
Wichtig wäre aber, dass man bei der Bewerbung darauf achtet, dass sich die Teilnehmer entscheiden müssen, ob sie beispielsweise mit ihrer Facebook Seite oder ihrem Blog an den Start gehen möchten. Hier liegt die endgültige Entscheidung bei dem Blogbetreiber und nicht bei den Lesern oder Zuschauern, da sich der Blogbetreiber ja mit seiner Kategorie identifizieren muss. 

Bewerbungsverfahren: Jury setzt die Shortlist fest
Viele Buchblogger haben sich schon im letzten Jahr gewünscht, dass eine Fachjury die Shortlist bekommst und danach über die Kandidaten abgestimmt wird. Allerdings sehe ich hier das große Problem, dass sich dann die Fachjury mit einer Vielzahl von Buchblogs herumschlagen muss. Und - Achtung blödes Beispiel - bei den herkömmlichen Castingshows ist es ja auch nicht so, dass die Jury alle Bewerber zu Gesicht bekommt. Deswegen müsste vor der Fachjury noch eine Gruppe installiert werden, die eine Vorauswahl trifft. Und das könnten beispielsweise die Shortlistkandidaten aus dem letzten Jahr sein. Natürlich müssten zuvor Kriterien festgelegt werden, was einen guten Buchblog oder Kanal ausmacht, damit die Shortlist Kandidaten eine Art Leitfaden hätten, an dem sie sich orientieren können.

Alternativ könnte dann auch die Anzahl der Shortlist Kandidaten nach oben gesetzt werden, sodass man pro Kategorie vielleicht nicht fünf, sondern zehn Finalisten zur Auswahl hat.

Andere Darstellung der Website 
Falls an der Idee festgehalten werden soll, die Community die Kanäle einreichen zu lassen, wäre es schön, wenn die Darstellung der Buchblogs übersichtlicher gestaltet ist. In diesem Jahr haben einige Kanäle einen Header und stechen damit positiv hervor, andere hingegen müssen ohne Bild auskommen und gehen daher in der Masse etwas unter. Deswegen habe ich folgende Idee, kann aber nicht einschätzen, welchen technischen Aufwand das macht:


  • Pro Zeile ein Kanal 
  • Auf der linken Seite sieht man den Header oder den Screenshot der Startseite. Wenn man auf das Bild klickt, wird man auf den Kanal weitergeleitet. 
  • Auf der rechten Seite neben dem Header entweder: ein Steckbrief in dem folgende Infos enthalten sind: ✿ Name des Blogs, ✿ Seit wann besteht der Blog, ✿ Die Genres, die rezensiert werden ✿ evtl. auch Medium (also eBook, Hörbuch etc.) ✿ und einen Beitrag, den der Blogger empfiehlt; oder: ✿ eine kurze Vorstellung 1-2 Sätze, in dem sich der Kanalbetreiber vorstellen kann, ✿ Genres, die er gerne liest, ✿ Link zu einem Beitrag, den er empfehlen möchte 
  • WICHTIG: ✿ Egal, für welche Option man sich entscheiden würde, es braucht einen Button auf dem Nominieren steht, damit das Ganze einigermaßen barrierefrei ist. (Falls darauf Wert gelegt werden möchte). ✿ Damit es nicht wieder eine seitenlange Liste gibt, sollte man auswählen können, wie viele Kanäle auf einer Seite zu sehen sein sollten. ✿ keine gemischte Reihenfolge: Neue Kanäle werden weiter unten, aber nicht mitten drin eingefügt, sodass man anhand der Reihenfolge der Blogs eine Orientierung hat, welche Kanäle man schon besucht hat 


Ein neuer Name für den Wettbewerb? 
Wie ihr oben erkennen könnt, nehmen die anderen Formate bei meiner Einteilung der Kategorien einen ziemlich großen Raum ein. Deswegen wäre es auch eine Idee, den Preis umzubennen, sodass sich auch Büchermenschen außerhalb der Buchblogger Szene angesprochen fühlen. 

Die Preise 
Die Preise in diesem Jahr finde ich deutlich attraktiver. Dennoch kann ich meine Kreativität hier schlecht ausbremsen und dachte daher, ich werfe mal ein paar Vorschläge in die Runde. Vielleicht reicht das Kontingent aus, um eine der Ideen umzusetzen. 

  • Finanzierung des Besuches der Frankfurter Buchmesse: Blogger können ja einen Presseausweis beantragen. Deswegen würde sich die Finanzierung hier nur auf eine Übernachtung beschränken. Und selbst diese muss nicht zwingend direkt in Frankfurt sein, sondern könnte beispielsweise auch in einem der Nachbarstädte (z.B. Darmstadt, Wiesbaden, Mainz, Wezlar) stattfinden, sofern die Unterkunft gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. 
  • Optional: Ein Platz in einer Fachjury eines Buchpreises: Hier könnte man dann das favorisierte Genre des Siegers hervorheben. Fantasyleser dürfen beispielsweise beim Seraph mitbestimmen. Fans von Gegenwartsliteratur gestalten den Blogbuster mit usw. 
  • Optional: Buchempfehlungen für eine Zeitung oder einen Radiosender: Die Sieger bekommen die Möglichkeit ihre Lieblingsgeschichte in einer Zeitung oder einer Radiosendung vorzustellen. ✿ Entweder darf jeder Sieger einmal im Monat ran, ✿ oder jeder bekommt einen Gastauftritt und die Reihe geht dann z.B. bei neun Siegern neun Monate. So könnten beispielsweise auch neue Sponsoren gewonnen werden. 
  • evtl. einen Platz als Experte für den nächsten Buchblog Award: Der Sieger der jeweiligen Kategorie kann der Fachjury im nächsten Jahr beratend zur Seite stehen. Was macht die Kategorie aus, in der er/sie gewonnen hat? Welche Kriterien müssen für diese Kategorie beachtet werden? 

Aufnahmestopp der Shortlist Kandidaten aus dem vorherigen Jahr 
Stellt euch mal vor, ihr nehmt an einer Castingshow teil und kommt unter die letzten verbleibenden zehn Kandidaten. Dann müsst ihr die Show leider verlassen, weil ihr nicht genügend Stimmen bekommen habt. Aber hey, kein Problem. Ihr versucht es im nächsten Jahr einfach nochmal. Schließlich habt ihr es schon mal so weit geschafft. Irgendwann wird es schon für den Sieg reichen, oder? 

Dieser Punkt ist wirklich etwas kritisch zu betrachten. Im letzten Jahr standen BloggerInnen auf der Shortlist, denen ich den Sieg wirklich gegönnt hatte. Deswegen freue ich mich einerseits, dass sie es in diesem Jahr wieder probieren dürfen, denke mir aber andererseits auch, dass es die Chancen für andere Kanäle deutlich verringert, in die Endauswahl zu kommen. Wenn sie ihre Follower schon einmal motivieren konnten, für sie abzustimmen, warum sollte der Plan also nicht auch ein zweites Mal aufgehen? 

Deswegen fände ich es nur fair, wenn die Shortlist Kandidaten ein Jahr Buchblog Award Pause einlegen. Es muss aber auch darauf geachtet werden, dass ein Shortlist-Platz dann nicht wie eine Bestrafung wirkt. Schließlich ist es durchaus beeindruckend, in einem Wettbewerb so weit zu kommen. Deswegen meine Ideen:


  • Berichterstattung des Buchblog Awards im Folgejahr: Die Shortlist Kandidaten haben die Möglichkeit dem Bubla-Team in der Berichterstattung unter die Arme greifen zu können. 
  • Die Shortlist Kandidaten stehen der Fachjury in ihrer Rubrik beratend zur Seite. 
  • Die Shortlist Kandidaten wird als Jury vor der Jury installiert.  

Und Du? 

Was hältst Du von dem Buchblog Award? 
Bist Du in diesem Jahr wieder mit dabei? 
Welche Kanäle dürfen auf Deiner persönlichen Shortlist auf keinen Fall fehlen? 
Und wie sähe Dein Büchertisch aus?