Mittwoch, 13. Juni 2018

Six of Crows


eine Rezension von Isona

Name: Six of Crows
Autor: Leigh Bardugo
Verlag: Henry Holt
Geeignet für: Fantasy-Leser ab etwa 15 Jahren
Gelesen oder gehört: gelesen auf Englisch
Bewertung: 5 von 5 Punkten



Englischer Klappentext 

(Klappentext von Macmillan publishers)

"Ketterdam: a bustling hub of international trade where anything can be had for the right price - and no one knows that better than criminal prodigy Kaz Brekker. Kaz is offered a chance at a deadly heist that could make him rich beyond his wildest dreams. But he can’t pull it off alone ...
A convict with a thirst for revenge.
A sharpshooter who can’t walk away from a wager.
A runaway with a privileged past.
A spy known as the Wraith.
A Heartrender using her magic to survive the slums.
A thief with a gift for unlikely escapes.

Six dangerous outcasts. One impossible heist. Kaz’s crew is the only thing that might stand between the world and destruction - if they don’t kill each other first."

Deutscher Klappentext: 

(aus Buchhandlung Rombach)

"Sechs unberechenbare Außenseiter – eine unmögliche Mission

Der Nr.-1-Bestseller aus den USA - Leigh Bardugos temporeiche Saga über den tollkühnsten Coup der Fantasy-Geschichte

Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …

Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej …"


Meine Meinung:

Lest. Dieses. Buch. Ganz ehrlich! :D
Diesmal habe ich es nicht aus der Uni (auch wenn ich es auf Englisch gelesen habe), sondern von der lieben Sandra, die meinte, das wäre SO GUT (und sie hatte Recht!).

Der Geschichte steht wohl die Grisha-Reihe voran, die man aber (so wie ich) nicht gelesen haben muss, um die Welt, die Charaktere (es sind ohnehin andere) und das Geschehen verstehen zu können.

Da der deutsche Klappentext SEHR irreführend ist (ich würde ihn ja weglassen, aber Emma packt ihn trotzdem immer wieder rein), füge ich noch eine eigene kleine Inhaltsangabe ein, damit ihr nicht mit falschen Vorstellungen an das Buch rangeht.

Kaz Brekker, Anführer der Dregs und eine der ruchlosesten Gestalten in Ketterdam, stellt eine Crew zusammen mit den tödlichsten Gestalten der Slums, um eine scheinbar unmögliche Mission zu erfüllen. Die Figuren sind so unterschiedlich, wie sie nur sein könnten, und genau deshalb hassen und lieben sie sich alle gleichzeitig. Die tödliche Spionin Inej, der Scharfschütze Jesper, die Grisha Nina, der Hexenjäger Matthias und das Söhnchen aus reichem Hause Wylan. Die Figuren sind eindeutig das Beste an der ganzen Geschichte; Leigh Bardugo hat ihnen so viel Leben eingehaucht, dass man gar nicht anders kann, als mit ihnen mitzulachen und mitzufiebern, und am Ende will man sie gar nicht mehr gehen lassen.

Zu Beginn kamen mir alle Charaktere ziemlich alt vor und ich hatte mir Mühe vor Augen zu halten, dass sie erst 17 sind. In den weiteren Kapiteln, in denen alle tiefer eingeführt werden und wir mehr über ihre Vergangenheit erfahren, hatte ich dann keine Probleme mehr.

Die Kapitel werden jeweils aus Sicht eines Charakters erzählt, was die Spannung noch erhöht, da man sehr oft noch lange im Dunkeln gelassen wird oder ein Kapitel mit einem Cliffhanger endet und es dann bei einer anderen Figur weitergeht. Gleichzeitig sind sie nicht zu lang und haben oft auch mehrere Absätze, was sehr praktisch ist für die Leute, die - wie ich – nicht einfach irgendwo mittendrin aufhören können zu lesen.

Die Atmosphären der unterschiedlichen Handlungsorte sind faszinierend gut eingefangen und lassen einen das Geschehen hautnah miterleben.

Das Cover ist hübsch designed und ich liebe die Schrift, die auch in den Kapitelüberschriften verwendet wird. Kleiner Spoiler hierzu: Es kommen keine Krähen in dem Sinne vor. :D

Leigh Bardugo hat einen wunderbaren Stil zu Erzählen, Emotionen darzustellen und und den Leser mit Witz, Charme und einer Menge Spannung zu fesseln.

Ich muss euch warnen, das Buch macht süchtig und ihr werdet danach unbedingt Teil 2 lesen wollen.

Und hier ein paar meiner Lieblingszitate (ich kann es nicht lassen, aber ich versuche mich zurückzuhalten :D)

»Prepared to hear the sound of certain doom?«, he asked.
»You’ve never heard my father mad.« (Seite 363)
»What is he doing?«, asked Matthias.
»Performing an ancient Zemeni ritual«, Kaz said.
»Really?«
»No.«
(Seite 290)

Nina nodded slowly. »Ice Court, remember? Impossible heist? Near death? Three million kruge waiting for you in Ketterdam?«
Kaz blinked and his eyes ceared. »Four million.«
»I thought that might bring you around.«
(Seite 416)

»If any of you survive, make sure I have an open casket«, Jesper said as he hefted two slender coils of rope over his shoulder und signaled for Wylan to follow him across the roof. »The world deserves a few more moments with this face.« (Seite 332)

»We’re not going through the embassy«, said Kaz. »Always hit where the mark isn’t looking.«
»Who’s Mark?«, asked Wylan.
(Seite 126)

This is it, Inej thought. She’d shoved, and now the boulder was rolling down the hill. Who knew what damage it might do and what might be built on the rubble? (Seite 335 f.)


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