Samstag, 9. Juni 2018

Roverandom

Bild von der hörverlag
Steckbrief

Name: Roverandom (auch als Buch erhältlich)
Autor: J.R.R. Tolkien
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Kinder, Tolkien-Fans, oder Fantasy Leser
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürzte Fassung
Sprecher: Ulrich Noethen
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten


Klappentext

(von der hörverlag)

"Als kleiner Hund legt man sich besser nicht mit einem schlecht gelaunten Zauberer an, denn sonst wird man womöglich, schneller als man blinzeln kann, in ein Spielzeug verwandelt... Das Abenteuer des frechen kleinen Roverandom gehört zum Schönsten, was J.R.R. Tolkien je geschrieben hat.


Meine Meinung 

Roverandom lag ziemlich lange auf meinem Stapel ungehörter Hörbücher. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich zu dem Hörbuch kam. Isona hatte die Geschichte im Februar beim Bücherstammtisch vorgestellt und so wurde ich neugierig, was es mit dem kleinen Hund auf sich hat. 

Ulrich Noethen liest uns das Hörbuch vor. Und zuerst bekam ich ein klitzekleines bisschen Sams-Stimmung. Dort ist der Schauspieler nämlich in der Rolle des Herrn Taschenbiers zu sehen. (Ich weiß, es klingt ziemlich verrückt, zumal beide Geschichten absolut nichts miteinander zu tun haben). An sich mag ich die Stimmfarbe des Schauspielers. Hier hat er mir aber leider etwas zu schlicht gelesen und ich ertappte mich dabei, wie ich stellenweise abgeschweift bin und auch nicht wirklich das Gefühl hatte, viel von der Geschichte zu verpassen. Deswegen kann ich für die Gestaltung nur einen halben Punkt vergeben. 

Inhaltlich geht es um den kleinen Rover, der zu Beginn der Handlung eine große Dummheit begeht: Und zwar provoziert er einen Zauberer, der das natürlich nicht auf sich sitzen lassen kann und den Hund bestraft. Danach beginnt für den Vierbeiner eine aufregende Reise. 

Bei Kindergeschichten versuche ich immer ein bisschen darauf zu achten, was zwischen den Zeilen mitgeteilt wird. Welche Botschaft möchte der Autor den Kindern mitgeben?
Rover, der später den Namen Roverandom bekommt, wirkt sehr heimatlos. Das fand ich irgendwie ziemlich traurig. Außerdem fand ich Tolkien inhaltlich etwas belehrend. So wird ein gewisses Verhalten von Rover erwartet. Und als er dieses erfüllt, wird er auch belohnt. 

J.R.R. Tolkien hat einen sehr fantasievollen Schreibstil mit ziemlich vielen sprachlichen Bildern. Hier ist es wichtig, sich von der Geschichte treiben zu lassen und nicht darüber nachzudenken, ob manche Gegebenheiten nun logisch sind oder nicht. Stellenweise ist mir das sehr gut gelungen und ich konnte ein paar der Schauplätze bildhaft vor mir sehen. Gerade einer der Schauplätze, der sich nicht auf der Erde befindet, hat mir sehr gut gefallen. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Roverandom eine wunderbare Gute-Nacht-Geschichte für Kinder ist. Mit sehr viel Fantasie und einer überschaubaren Handlung. 

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