Sonntag, 22. April 2018

Ge(h)brechen - Wie lese ich eigentlich?

Hallo Buchlinge,

heute wage ich mich mal vor die Kamera um euch zu zeigen, wie das bei mir mit dem Lesen funktioniert. Ich wünsche gute Unterhaltung!

HIER geht's direkt zur YouTube Seite.




Noch ein paar kleine Infos am Rande:

Die Funfacts wurden gestrichen, weil sie an späterer Stelle völlig aus dem Zusammenhang gerissen worden wären. Wenn es hierzu Interesse gibt, erzähle ich sie aber nachträglich gern in den Kommentaren oder in einem Beitrag.

Die Funktion, die ich nicht kannte: Hier handelte es sich um Kameraeinstellungen. Man kann an das BLG nämlich auch eine Tafelkamera anschließen und sich somit Inhalte vergrößern lassen. (Ich hab mir aber sagen lassen, dass die Qualität nicht sonderlich gut ist).

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Inhaltsverzeichnis: 

00:00 Min: Begrüßung, Kurzinfo zu den Büchern
01:28 Min: Tutorial 1: Kontrast, Zoom, Helligkeit
08:18 Min: Das Schriftgrößen / Schriftarten Problem
09:43 Min: Die elektronische Lupe
12:38 Min: Abschluss

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Zufallswiedergabe? 
Beitrag 1: https://bit.ly/2Hsmg0R
Beitrag 2: https://bit.ly/2HsX22m
Beitrag 3: https://bit.ly/2qoWIdD

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Zu meiner Person und der Sache mit der Sehbehinderung: Ich bin von Geburt an auf dem linken Auge blind und auf dem rechten Auge hochgradig sehbehindert. Seit 2017 beträgt mein Sehrest 2%, was bedeutet, dass ich nach dem Gesetz als blind gelte. In der Praxis heißt dass: Ich...

  • Habe Mühe mich in unbekannten oder schlecht beleuchteten Räumen zu orientieren
  • Erkenne mir bekannte Personen nicht im Vorbeigehen 
  • Laufe mit einem Blindenlangstock (von mir als Elderstab betitelt) pendelnd durch die Weltgeschichte 
  • Kann keinen Blickkontakt aufnehmen und mit der Mimik meines Gegenübers nichts anfangen 
  • Kann Personen, die in unmittelbarer Nähe (linker, rechter Sitznachbar je nach Entfernung auch mein Gegenüber) erkennen, alle was darüber hinaus geht aber nicht 

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Und Du? 

Du hast das Video gesehen und noch Fragen? 
Her damit und ab in die Kommentare! 

Ich freu mich auf Dich! 

Kommentare:

monerl hat gesagt…

Liebe Emma,

es ist unglaublich, wie du das Lesen von gedruckten Büchern meisterst! Einfach toll! Ich habe mir bisher noch gar keine Gedanken gemacht, wie das für sehbehinderte Menschen ist. Umso mehr schätze ich jetzt, dass es heutzutage so viele tolle Hörbücher gibt, die fast immer gleichzeitig mit dem gedruckten Buch erscheinen. Die Sprecher sind heute auch ausgebildet und die allermeisten machen ihre Sache grandios! Ich erinnere mich an vor über 20 Jahren. Da gab es nur ein paar wenige Hörbücher. Meistens gekürzt und furchtbar eingelesen. Es hat sich in all der Zeit glücklicherweise so viel getan, dass man als sehbehinderter oder blinder Mensch nicht zurückgesetzt fühlen muss, oder?
Weißt du vielleicht, wie das mit all den Büchern und der Blindenschrift ist? Gibt es nur auserwählte, muss man sie extra vorbestellen oder interessiert das in der Buchbranche niemanden?

Ich wünsche dir weiterhin viel Freude beim Lesen und Hören und freue mich immer auf deine Rezensionen.

GlG vom monerl

Emma hat gesagt…

Liebe monerl,

es freut mich von Dir zu lesen. Super, dass Dir das Video gefallen hat.

Tatsächlich hat sich in der Hörbuch Branche in den letzten Jahren wirklich viel getan. Ich denke, dass ist z.B. auch Formaten wie mp3 zu verdanken, die es ermöglichen viel mehr Tracks auf eine CD zu bekommen.
Es gibt auch Hörbüchereien für Blinde und Sehbehinderte z.B. die Deutsche Zentralbibliothek in Leipzig. (Sie haben auf der LBM sogar einen Messestand. Wie es in Frankfurt aussieht, weiß ich leider nicht). Dort werden ebenfalls Hörbücher eingelesen. Allerdings haben die Sprecher dort keine spezielle Ausbildung, sodass einige Lesungen etwas zäh sind.

Die Punktschrift (Synonym für Blindenschrift) Bücher sind wahnsinnig dick und in Ordnern untergebracht. Ich habe mal einen Auszug der Bibel in Punktschrift gesehen, der hat tatsächlich eine Regalreihe für sich beansprucht. Der erste Harry Potter Band ist z.B. auch in acht (oder mehr, ich bin mir gerade nicht mehr sicher) Ordner unterteilt. Du liest, Punktschriftbücher lassen sich nicht eben mal so lesen. (Ausleihen kann man sie auch über die Bibliotheken für Blinde und Sehbehinderte. Es gibt Möglichkeiten, die Ordner versandkostenfrei zu verschicken, was bei dem Gewicht ein großer Vorteil ist).

Soweit ich das von blinden Freunden mitbekomme, lesen sie am PC oder übers iPhone (hier lassen sie sich die Inhalte meist mit VoiceOver vorlesen). eBooks können hier auch ein großer Vorteil sein. Allerdings scheitert es hier am barrierefreien Format. Ich hab mir sagen lassen, dass das epub Formt wohl recht gut sein soll. Warum es mit den anderen Formaten eher Probleme gibt, weiß ich noch nicht, klemme mich aber noch dahinter.

In den nächsten Monaten wird es auch noch einen Beitrag zum Thema Blindenschrift geben, weil ich bald beginne, diese zu lernen.

viele Grüße

Emma