Freitag, 30. März 2018

Ein ganzes halbes Jahr

Bild von Argon Verlag
Steckbrief

Name: Ein ganzes halbes Jahr (auch als Buch, Film erhältlich)
Autor: Jojo Moyes
Verlag: Argon Verlag
Geeignet für: Menschen, die außergewöhnliche Geschichten suchen
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Luise Helm, Ulrike Hübschmann, Anne Helm, Rainer Kuhnert und Nina West, Romanus Furhmann
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Argon Verlag

"Lou Clark weiß eine Menge. Sie weiß, wie viele Schritte es von der Bushaltestelle bis nach Hause sind. Sie weiß, dass ihr die Arbeit im Café »Buttered Bun« gefällt, und sie weiß, dass sie ihren Freund Patrick vielleicht nicht liebt.Was Lou nicht weiß, ist, dass sie ihren Job verlieren und einen neuen annehmen wird, der alles Bisherige infrage stellt.
Will Traynor weiß, dass der Motorradunfall ihm den Lebensmut genommen hat. Er weiß, dass alles sich klein und freudlos anfühlt, und er weiß ganz genau, was er dagegen tun wird.
Was Will nicht weiß, ist, dass Lou in sein Leben platzen wird wie eine Explosion aus Farben.
Und weder Lou noch Will wissen, dass sie das Leben des anderen für immer verändern werden."


Meine Meinung 

Gestaltung
Das Hörbuch wird von mehreren Sprechern gelesen. Leider war mir nicht ganz klar, wer welchen Charakter interpretiert hat. Und da ich keine falschen Thesen in den Raum stellen möchte, betone ich jetzt einfach mal, dass mir die Sprecherin, die den Louisa-Handlungsstrang gelesen hat, am besten gefallen hat. Sie konnte die Entwicklung der Protagonistin wirklich gut darstellen. Besonders gefielen mir die Dialoge, die sie mit ihrem Arbeitgeber Will hat. 

Leider haben mir die anderen Sprecher nicht so gut gefallen. Gerade die männlichen Rollen fand ich tendenziell schlecht besetzt. Entweder konnte ich mit der Stimmfarbe nichts anfangen oder mir fehlten die Emotionen bei den Lesungen ihrer Parts. Allerdings störte das meinen Lesefluss (Hörfluss in dem Zusammenhang wäre vielleicht korrekter, klingt aber auch ziemlich schräg) nicht groß, da der Hauptteil der Geschichte aus Louisas Sicht erzählt wurde.

Inhalt 
Jojo Moyes schuf hier zwei spannende Charaktere: Wir haben Louisa, die körperlich alle Möglichkeiten zur Verfügung hat, hinaus in die Welt zu gehen. Dennoch ist sie innerlich gehemmt. Dann haben wir Will, der früher um die Welt reiste und nun durch einen Unfall zum Tetraplegiker wurde, also in seiner Bewegung eingeschränkt ist und das Haus nur noch selten verlässt. Er hält es kaum aus, wie passiv Louisa ist. Und nun stellt sich die Frage: Wie schaffen es die beiden, einen gemeinsamen Alltag zu leben, ohne sich gegenseitig für ihre unterschiedliche Lebensvorstellungen zu hassen?

Jojo Moyes spricht in Ein ganzes halbes Jahr viele Themen an: Zum einen geht es um die Frage, wie man mit seiner Behinderung umgeht oder auch von seiner Umgebung wahrgenommen wird. So stellt sich Protagonistin Louisa eine Menge Fragen bzw. stellt Vermutungen auf, die sich viele Menschen, die keinen Umgang mit Menschen mit Behinderungen haben, sicher auch schon gestellt haben. Ich finde es sehr gut, dass Jojo Moyes diese Fragen durch Louisa aufgreift, weil sich einige Leser so verstanden fühlen und merken, dass es auch andere Leute gibt, die sich dieselben oder ähnliche Fragen stellen. Schließlich haben viele Leute Berührungsängste gegenüber Behinderten und wissen nicht, mit welchen Fragen sie jetzt ins Fettnäpfchen springen und welche Fragen sie gefahrenlos stellen dürfen. 

Das zweite Thema: Das Ich-weiß-was-gut-für-dich-ist-Ding, das viele Menschen mit Behinderung mit Sicherheit auch kennen. Und dieser Aspekt wird hier aus zwei Perspektiven dargestellt: Zum einen erleben wir Louisa und die Gedanken, die hinter dem Ich-will-Gutes-tun-Vorhaben stecken. Und zum anderen lernen wir durch Will wie Louisas Aktionen bei ihm ankommen. Das Tolle ist, dass hier beide Aspekte miteinander verbunden werden und es so nicht bei einer einseitigen Darstellung bleibt. Der Leser hat also die Möglichkeit beide Perspektiven kennenzulernen. Allerdings wurde dieser Handlungsstrang nicht konsequent zu Ende gedacht. Immer wieder geraten will und Louisa deswegen aneinander: Will, der sich beschwert, dass man ihm seine Selbstbestimmung wegnehme und dies auch mit sehr schlüssigen Argumenten belegt. Und Louisa, die es unbewusst weiterhin tut. Und gerade als es auf das Finale der Geschichte zuging, wunderte es mich, dass Will diesen Aspekt nicht nochmal thematisiert hat.

Das letzte - und vermutlich wichtigste - Thema ist die Frage nach einem lebenswerten Leben. Auf diesen Aspekt werde ich in Kürze in einem weiteren Blogartikel wahrscheinlich noch ausführlicher eingehen. Toll fand ich in dem Buch, dass beide Aspekte dieses Themas beleuchtet wurden. Zum einen wurden Tetraplegiker gezeigt, die ihr Leben sehr wohl als lebenswert empfinden, egal mit welchen Problemen sie tagtäglich zu tun haben. Und auf der anderen Seite stand Will, dem sein Leben nicht genügt. Auch hier gibt es keine einseitige Darstellung. Leider kann ich argumentativ nicht weiter darauf eingehen, weil ich sonst zu viel vom Inhalt vorwegnehmen müsste. Ich werde euch den geplanten Beitrag an dieser Stelle aber verlinken, sobald er veröffentlicht wurde.

Spannung
Lange war mir der Spannungsbogen der Geschichte nicht klar. Es dauerte ein bisschen bis Louisa im Hause Traynor ankommt. Und als die Rollen klar verteilt wurden, war ich mir unsicher, wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Und dann kam die Stelle, an der die Handlung kippte und alles über den Haufen geworfen wurde. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, weil es aus der Sicht der Handlung realistisch ist. Jojo Moyes sorgt auch dafür, dass es hier keine Verallgemeinerungen gibt.

Schreibstil
Jojo Moyes hat einen lebendigen und flüssigen Schreibstil. Ich hatte keine Mühe, in die Geschichte einzutauchen. Wie bereits angedeutet, wird Ein ganzes halbes Jahr aus mehreren Perspektiven erzählt. Im Vordergrund steht allerdings Louisas Perspektive. Immer wieder gibt es aber auch Passagen aus der Sicht von Wills Familienmitgliedern oder einem Pfleger von Will. Leider hat sich Jojo Moyes an eine wesentliche und beinahe offensichtliche Perspektive nicht herangetraut. Dasfand ich etwas schade.
Außerdem erzählt Jojo Moyes viel zwischen den Zeilen: Vor allem in Bezug auf die Beziehungen der Charaktere untereinander. Hier beschreibt sie sehr viel und lässt den Leser selbst entdecken und kombinieren, was Sache ist. Das fand ich sehr angenehm, weil ich als Leserin durchaus die Möglichkeit hatte, die richtigen Schlüsse ziehen zu können, mir aber nichts vorgekaut wurde.

Gesamteindruck
Ich bin schon lange um Ein ganzes halbes Jahr herumgeschlichen. Ich wusste nicht viel über die Geschichte, sondern nur, dass es irgendwie um Behinderung ging. Durch die Schülerzeitung meiner alten Schule bin ich an viele Buchtipps in der Richtung geraten und ein Klischee jagte das andere. Daher hatte ich Angst, dass es mir hier ähnlich gehen würde.

An einigen Stellen bekommt die Geschichte einen kleinen Touch von dem Film Ziemlich beste Freunde. Glücklicherweise gingen diese Szenen auch schnell vorüber und wurden durch eigene Elemente der Geschichte aufgefangen. Durch die Steigerung des Spannungsaufbaus wurde ich überrascht und hätte nicht gedacht, dass sich das Buch in diese Richtung entwickelt. Das Ende ist allerdings kritisch zu betrachten.

Hier und da bewegt sich Jojo Moyes auf sehr dünnem Eis, schafft es aber, durch das Aufzeigen verschiedener Perspektiven sich wieder auf die sichere Seite zu bewegen.

Wer sich für die Welt von Tetraplegikern interessiert oder sich einmal mit behinderungsspezifischen Themen auseinandersetzen möchte, ohne gleich ein Sachbuch befragen zu müssen, dem kann ich Ein ganzes halbes Jahr wärmstens empfehlen.

Donnerstag, 29. März 2018

Diebe, halbe Jahre und schwarze Engel - Hörmonat März Part 2

Hallo Buchlinge,

im zweiten Teil des Hörmonats berichte ich euch von den folgenden Geschichten:

Die Bücherdiebin von Markus Zusak (Rezension folgt im April)
Dark Angels Summer - Das Versprechen von Kristie Spencer und Tabhita Lee Spencer (Rezension folgt im April)
Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes (Rezension erscheint morgen)

Ich wünsche gute Unterhaltung!




Inhaltsverzeichnis

00:00 Min - Ansage
00:36 Min - Die Bücherdiebin von Markus Zusak
01:16 Min - Die Bücherdiebin Hörprobe
03:27 Min - Meine Meinung zum Hörbuch / der Hörprobe
07:18 Min - Dark Angels Summer - Das Versprechen
12:46 Min - Ein ganzes halbes Jahr
13:51 Min - Ein ganzes halbes Jahr Hörprobe
17:47 Min - Meinung zum Hörbuch / der Hörrpobe
23:33 Min - Abschluss

--------------------------------------------------------------------

Mittwoch, 28. März 2018

Mitra - Magisches Erbe

Bild von
tredition
Eine Rezension von Isona

Name: Mitra – magisches Erbe
Autor: Björn Beermann
Verlag: tredition
Geeignet für: junge Leute zwischen 13 und 17, die gerne Fantasy lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 3 von 5 Punkten



Klappentext

(von tredition

"Das hat sich die 16-Jährige Mitra anders vorgestellt. Sie wollte raus aus der heimatlichen Enge, rein in die Großstadt, nach Hamburg ziehen, ihre kaufmännische Ausbildung starten und natürlich einen Freund finden. Doch nun erfährt sie von ihrer Großmutter, dass sie eine magische Gabe besitzt und ist fest entschlossen diese Seite von sich zu unterdrücken, genau wie es ihre Mutter getan hatte. Leider fällt es ihr schwer, ihre magischen Kräfte zu kontrollieren – besonders wenn ihr attraktiver Kollege Gilbert in der Nähe ist. Zudem wird sie das Gefühl nicht los, dass ihre Oma und ihre Tante Geheimnisse vor ihr haben. Während der Wasserstand in Hamburg ständig ansteigt, häufen sich die rätselhaften Ereignisse. Warum zerstört jemand die Steinfiguren im Stadtpark? Und woher kommt die unheimliche Stimme, die zu Mitra spricht? Gemeinsam mit ihrer quirligen Kollegin Aggy versucht sie, den Geschehnissen auf den Grund zu gehen, und gerät dabei schnell zwischen die Fronten.

Der erste Teil einer magischen Trilogie um Mitra und ihre Freunde."


Meine Meinung:

Jaa, ihr habt richtig gelesen: Trilogie. Normalerweise lasse ich mich eher ungern auf Fortsetzungsromane ein, aber ich war neugierig und habe zugesagt, eine Rezension zu Mitra zu verfassen.

Und da ist es also: mein allererstes Rezensionsexemplar. Nagelneu und frisch verpackt, persönlich an mich verschickt. Ich fühle mich ein wenig überwältigt bei dem Gedanken daran. Deshalb möchte ich mich zuerst einmal bei Björn Beermann für sein Vertrauen bedanken, dass er mich für fähig genug hält, sein Baby zu lesen und zu bewerten. Dann will ich mal mein Bestes geben.

Das Cover sieht schon sehr mystisch aus. Wunderschöne Farben stimmen einen auf die Geschichte ein.

Beim ersten Blick ins Buch fällt sofort der ungewöhnliche Satzspiegel auf. Eine große Schrift und ein sehr großer Zeilenabstand und was mir ebenfalls aufgefallen ist, es wurde keine Silbentrennung aktiviert, sodass manche Zeilen in die Länge gezogen wurden. Das ist zuerst ungewohnt, aber auch angenehm zu lesen.

Sehr angenehm sind auch die Kapitel, die schön kurz und knackig sind (manche nur etwa zwei bis drei Seiten), ganz praktisch für das abendliche »nur noch ein Kapitel« vor dem Schlafengehen.

Die Sprache ist locker-leicht und schön zu lesen, teilweise allerdings auch etwas zu flach, sodass manche Figuren keine richtige Tiefe bekommen und zu skizzenhaft bleiben. Vielleicht hat sich der Autor das auch für die weiteren Bände aufgehoben, um den Leser nicht zu überhäufen.

Ich muss sagen, dass ich am Anfang meine Probleme damit hatte, mich mit Mitra zu identifizieren. Sie kann Zaubern lernen und wehrt sich dagegen wie unser Hund beim Baden; stattdessen hätte sie lieber ein einfaches, langweiliges Leben mit Ehemann, Kindern und Haus mit Garten (*gähn*) – na gut, jedem das seine.

Ansonsten ist sie authentisch dargestellt: Ein sympathisches 16-jähriges Mädchen, die weiß, was sie vom Leben erwartet. Cool finde ich ihren »Tick«, nämlich dass sie bei Nervosität mit den Fingernägeln schnippt (anstatt sie abzukauen :D).

Die anderen Figuren sind sehr unterschiedlich, was die Geschichte aufregend und spannend macht. Hugo ist bisher mein Favorit, Aggy ist auch erfrischend witzig auf ihre Art und ist mir, im weiteren Verlauf der Geschichte, immer sympathischer geworden. Nur mit den beiden Love Interests Gilbert und Anton kann ich absolut nichts anfangen; Anton ist mir einfach zu schwammig und zu Gilbert muss ich ja wirklich nichts sagen :D

Mit Mildred und Minerva hatte ich so meine Probleme. Wirklich alle Namen der magisch begabten Personen beginnen mit M (ob das einen wichtigen Hintergrund hat, wurde noch nicht geklärt), aber mich hat es teilweise sehr gestört. Mir scheint sogar, als hätte der Autor an manchen Stellen selbst den Überblick verloren; ganze zwei Mal ist Mitra plötzlich Mildreds Nichte anstatt ihre Enkelin.

Die Handlungen der Figuren wirken leider bisweilen etwas gekünstelt und für mich nicht nachvollziehbar, wenn plötzlich alle in Gelächter ausbrechen, obwohl ich nichts witzig fand. Auch die Dialoge sind teilweise etwas hölzern und gezwungen.

Der Anfang ist ein wenig hopplahopp und liest sich wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen. Mitra taucht in Hamburg auf und schon überschlagen sich die Vorfälle, denn sie ist die Naturverbundene. Das Prinzip finde ich eine richtig gute Idee, genau wie der Hintergrund der Magie und die Aufteilung auf die verschiedenen Völker. Ich hoffe sehr, dass die anderen Völker in den folgenden Büchern noch häufiger auftreten.

Ab der Hälfte zieht die Spannung an und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Sehr viele neue, aufregende Ideen, die mich in ihren Bann gezogen haben. Was mir auch sehr gefallen hat, ist das Setting in Hamburg. Man merkt, dass der Autor sich dort sehr genau auskennt und man kann sich orientieren, obwohl man selbst noch nie dort gewesen ist.

Das Ende ist weder zu abrupt, noch zu sehr in die Länge gezogen, sehr spannend und actiongeladen. Einige Fragen werden natürlich in den zweiten Teil mit hinüber genommen. Allen voran die Sache mit ihrer Familie und den Feuerwesen. Das hält die Spannung und zieht die Leser mit.

Wer bereit ins, etwas Neues zu lesen und genug von dem ganzen englischsprachigen Einheitsbrei hat, dem kann ich die Geschichte wärmstens empfehlen. Besonders auch Jugendliche zwischen 13 und 17, die mit der Hauptfigur in einer Altersklasse sind.

Hier noch zwei meiner sprachlichen Highlights (mir sind drei der Lesezeichen sind auf magische Weise verschwunden)

»Mitra lag inmitten einer sonnigen Blumenwiese. Die Glockenblumen, die in ihrer Nähe wuchsen, klingelten fürchterlich schrill. Und sie hörten einfach nicht damit auf.« (S. 40)

»Im Bus überkam Mitra die Aufregung. Sie schnippte mit ihren Fingern und hätte sich gern übergeben. Aber das wäre hier wahrscheinlich nicht so gut angekommen.« (S. 43)


Vielen Dank, Björn, für die magischen Stunden. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

--------------------------------------------------------------------

Bei diesem Rezensionsexemplar handelt es sich um eine Vermittlung durch Literaturtest

Montag, 26. März 2018

Flugangst und fiese Gedanken - Hörmonat März 2018 Part 1

Hallo Buchlinge,

in dem ersten Teil meines Lese- bzw. Hörmonats erzähle ich euch von Flugangst 7A von Sebastian Fitzek und John Greens Jugendbuch Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken.
Beide Geschichten haben mir wirklich gut gefallen.

Ich wünsche euch gute Unterhaltung!

Zur YouTube Version --> HIER ENTLANG




Inhaltsverzeichnis

00:00 - 00:26 Min - Willkommen und Infos zum Einstieg
00:27 - 07:05 Min - "Flugangst 7A" von Sebastian Fitzek
07;06 - 08:07 Min - "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" von John Green
08:08 - 10:53 Min - Hörprobe
10:54 - 15:58 Min - Meinung zum Hörbuch
15:58 - Ende: Abschluss und Hinweis für iTunes Hörer

-------------------------------------------------------------------

Kennt ihr eines der vorgestellten Bücher? 
Wie hat es euch gefallen? 

Samstag, 24. März 2018

Neuzugänge im Februar und März 2018

Hallo Buchlinge,

im Februar und März sind einige Neuzugänge bei mir eingezogen. Und da dachte ich mir, es wird mal wieder Zeit, euch meine Neuzugänge vorzustellen.


Die Bücher 

Flugangst 7A von Sebastian Fitzek

Bild von
Droemer Knaur
Im Februar beschlossen Ever und ich eine Leserunde zum aktuellen Psychothriller des Autors zu veranstalten. In Flugangst 7A geht es um einen Psychiater, der in einem Flugzeug einen Passagier manipulieren soll um das Flugzeit zum Absturz zu bringen.

Lustigerweise ist die Geschichte gleich doppelt bei mir eingezogen. Und zwar als Buch und als Hörbuch. Allerdings wollte ich erst einmal das Buch lesen. Das liegt einfach daran, dass ich schon lange keinen Roman von Sebastian Fitzek gelesen habe. Seit ein paar Jahren greife ich nur noch zu den Hörbüchern. Außerdem kann ich mich beim Lesen besser auf den Schreibstil des Autors konzentrieren. Sebastian Fitzek erzählt seine Geschichten meist aus Sicht der dritten Person. Und das so lebendig, dass es mir immer wieder vorkommt, als wäre es die Ich-Perspektive. Ich wollte herausfinden, was für die Lebendigkeit sorgt. Wie werden die Gedanken der Charaktere dargestellt ohne die berühmt-berüchtigten dachte er/sie Konstellationen in Wiederholungsschleife darzustellen? Und tatsächlich konnte ich ein paar spannende Erkenntnisse gewinnen. Meine Rezension ist übrigens vorgestern erschienen. Ihr findet sie HIER

Palast aus Staub und Sand von Haroon Gordon

Bild von
hockebooks
Der Stand von Buchalarm und ein Video von Anka haben mich neugierig auf diese Geschichte gemacht. Der Klappentext ist geheimnisvoll. Er lässt erahnen, dass es um eine Freundschaft geht, die in Hass endet. Doch irgendwie scheinen die ehemaligen Freunde für die zu erzählende Geschichte wieder zusammenkommen zu müssen.
Übrigens hat der Autor gemeinsam mit der Selfpublisherin Clara Gabriel spannende Interviews während der Frankfurter Buchmesse geführt. Mehr dazu findet ihr HIER.

Feenlicht von Jenny Mai Nuyen

Bild von
Jenny Mai Nuyen
Dieses Buch ist durch Zufall bei mireingezogen. Und zwar suchte Ever von Welt in Buchstaben ein neues Zuhause für den Roman von Jenny Mai Nuyen. Da ich ihren Debütroman Nijura im Regal stehen habe und er mir sehr gut gefallen hat, habe ich sofort zugeschlagen. Als Ever mir das Buch in Leipzig dann in die Hand drückte, war ich wirklich überrascht, dass es gar nicht so dick war. Worum es geht? Die Menschen handeln mit Magie und versklaven damit magische Wesen wie Trolle und Zwerge. Doch damit ist es nun genug. Es werden Sturmjäger ausgeschickt, die die Menschen dafür bestrafen soll.
In der Beschreibung von Amazon heißt es, dass mit diesem Band der Auftakt einer spannenden Reihe beginnt. Allerdings habe ich bei der Recherche herausgefunden, dass dieses Buch nur noch über Amazon erhältlich ist. Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob diese Reihe wirklich fortgesetzt wurde. Weiß jemand von euch vielleicht mehr darüber?

Nicht weg und nicht da von Anne Freytag

Bild von Heyne
Nachdem mir Mein bester letzter Sommer so gut gefallen hatte, musste Nicht weg und nicht da bei mir einziehen. Obwohl ich mir noch etwas unsicher bin, was das Thema der Geschichte betrifft: Luises Bruder hat Suizid begangen. Das sorgt bei seiner Schwester dafür, dass sie sich zurückzieht. Doch zu ihrem Geburtstag bekommt sie eine E-Mail von ihrem toten Bruder. Und das ist die Stelle, an der ich noch nicht ganz weiß, ob das Fantasy Element in der Geschichte gut aufgehoben. ist. Ich bin jedenfalls gespannt, was Anne Freytag für uns bereit hält Dieses Jahr durfte ich in Leipzig schon einen kleinen Eindruck von der Geschichte bekommen. Und der Schreibstil gefällt mir wirklich gut.

Mein Sommer auf dem Mond von Adriana Popescu

Bild von cbj
Von Mein Sommer auf dem Mond habe ich schon viel gehört. Und so musste ich mir das Buch einfach vorbestellen: Hier geht es um vier Jugendliche, die sich in einer therapeutischen Einrichtung kennenlernen. Sie werden allesamt in die Astronauten-Grppe gesteckt und müssen nun mehrere Wochen miteinander verbringen. Ob das gut geht?
Adriana Popescu wagt sich hier an ein schwieriges, aber wichtiges Thema heran: Psychische Krisen bzw. psychische Erkrankungen bei Jugendlichen. Ich habe bereits mit dem Buch begonnen und kann sagen, dass es mir bisher sehr gut gefällt.


Die Hörbücher 

Die Hexenholzkrone von Tad Williams

Bild von der hörverlag
Bei diesem Hörbuch handelt es sich um ein Geburtstagsgeschenk von meinem Ge(h)folge. Sie haben dafür sogar extra beim Verlag angefragt, ob es sein könnte, dass ich das Hörbuch schon habe. Das war wirklich eine lustige Aktion.
Hier geht es um das Königreich Ard: Der Osten ist in Geahr, weil er von bösen Mächten eingenommen werden soll. Besonders Prinz Morgan ist in Gefahr, weil er die Thronfolge antreten soll und das den bösen Mächten natürlich gar nicht passt. Damit Prinz Morgan aber nicht alleine in den Kampf ziehen soll, bekommt er Gefährten zur Seite gestellt.
Ich bin sehr gespannt auf dieses Hörbuch, weil es mich ganz entfernt an Shadowmarch erinnert. Die Geschichte wird von Andreas Fröhlich gelesen und ich freue mich auf eine weitere Geschichte mit dem Hörbuchsprecher.

Das Geräusch des Lichts von Katharina Hagena
Bild von GoyaLit

Dieses Hörbuch stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Und ihr kennt es vielleicht auch: Je länger die Geschichten auf der Wunschliste stehen, desto mehr vergeht einem die Lust auf die Geschichte. Allerdings habe ich nochmal in Das Geräusch des Lichts rein gehört und war sofort neugierig auf die Geschichte: Hier treffen fünf Charaktere in einem Wartezimmer aufeinander. Warum sitzen sie hier? Was ist ihre Geschichte? Und es kommen auch unterschiedliche Sprecher zum Einsatz. Un zwar: Holger Dexne, David Hofner, Julia Meier, Angela Schmid, Jana Schulz. Kennt ihr eine der Hörbuchsprecher?

10 Jahre Freiheit von Natascha Kampusch

Bild von HörbuchHamburg
Bei monerl habe ich die Hörbuch Rezension zu diesem Buch entdeckt. Schon länger habe ich mich geragt, wie es Natascha Kampusch heute geht und wie sie ihr Leben gestaltet. Wieder einmal war ich erstaunt, dass es eine Hörbuchfassung gibt. Sascha Icks liest dieses Hörbuch und ich glaube, ich werde es sehr bald beginnen.


Und ihr? 

Kennt ihr eines der vorgestellten Bücher oder Hörbücher?

Donnerstag, 22. März 2018

Flugangst 7A

Bild von
Droemer Knaur
Steckbrief

Name: Flugangst 7A (auch als Hörbuch erhältlich) 
Autor: Sebastian Fitzek 
Verlag: Droemer Knaur 
Geeignet für: Fitzek-Fans und Leute, die gerne Psychothriller lesen 
Gelesen oder gehört: diesmal gelesen als Hardcover 380 Seiten (Infos zum Hörbuch s. u.) 
Bewertung: 4 von 5 Punkten 


Klappentext 

(von Droemer Knaur

"Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt. Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ...

Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs."


Meine Meinung 

Gestaltung
In der Gestaltung möchte ich diesmal sowohl auf das Printexemplar als auch auf das Hörbuch eingehen. Diesmal habe ich mich für die gedruckte Ausgabe entschieden. Die Schriftgröße und Schriftart sind sehr angenehm. Zudem lassen sich auch die kursivgedruckten Gedanken unserer Charaktere wirklich gut lesen. Was mich zu Beginn etwas irritiert hat, war die Tatsache, dass die erste Zeile eines neuen Absatzes und auch Dialoge nicht eingerückt wurden. Allerdings hat das meinen Lesefluss nicht negativ beeinflusst und es kann auch einfach sein, dass mir das bei anderen Büchern einfach nicht aufgefallen ist.
Das Cover von Flugangst 7A ist für einen Thriller von Sebastian Fitzek ausnahmsweise recht hell gehalten. Hier sehen wir den Ausschnitt eines Flugzeuges. Wir blicken auf zwei abgedunkelte Fenster. In einem Fenster ist der blasse Abdruck einer Hand zu erkennen. Dieses Element ist mir bereits schon bei anderen Covern des Autors aufgefallen.

Kommen wir nun zum Hörbuch: Für den Autor gab es einen kleinen Verlagswechsel. Das Hörbuch ist nicht wie gewohnt, bei Lübbe Audio erschienen, sondern ist diesmal im Argon Verlag beheimatet. Allerdings handelt es sich bei der Ausgabe um eine autorisierte Fassung. Das ungekürzte Hörbuch ist wie gewohnt bei audible erhältlich. Und in Flugangst 7A feiert ein neuer Sprecher Premiere. Simon Jäger bekommt an einigen Stellen nämlich Verstärkung. Um wen es sich handelt, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Der Sprecher wird im Buch erwähnt und ich war wirklich etwas neidisch, dass ich mich diesmal für die gedruckte Ausgabe entschieden habe. Allerdings konnte es die 14-seitige Danksagung dann wieder aufwerten, die in der Hörbuch Fassung leider nicht aufgelesen wurde.

Inhalt
Diesmal merkte ich zum ersten Mal wie schwierig es sein kann, ein Buch zu lesen, wenn man mit dem Protagonisten nicht wirklich zurechtkommt. Mats Krüger ist von Beruf Psychiater und lebt in Buenos Aires. Doch da seine Tochter hochschwanger ist und kurz vor der Geburt steht, reist er zurück in seine Heimat Berlin um Nele in den ersten Wochen nach der Geburt zu unterstützen. Dann kommt alles anders als geplant. Kaum hat Mats das Flugzeug betreten, bekommt er einen Anruf, der alles auf den Kopf stellt.

Wir erleben Flugangst 7A aus verschiedenen Perspektiven: Zum einen spielt Protagonist Mats natürlich eine große Rolle. Dann werden aber auch viele Kapitel aus der Sicht seiner Tochter Nele und einer ehemaligen Kollegin von Mats, Felicitas Heilmann, erzählt. Hier wird schnell deutlich, dass Mats keine weiße Weste hat. Beide Frauen - Felicitas und Nele - werfen ihm etwas vor. Und das sorgte bei mir auch dafür, dass ich ihn minimal unsympathisch fand. Allerdings erfuhren wir natürlich, wie sich das Ereignis aus seiner Sicht abgespielt hat. Und das sorgte bei mir dann für minimales Verständnis.

Eines der zentralen Themen von Flugangst 7A ist die Frage, wie viel man für seine Familie tun möchte. Und zwar nicht nur auf der Handlungsebene, sondern auch im Hinblick auf die Frage, wie viel man psychisch erträgt. Mats beweist hier, dass ein Versprechen schnell gegeben ist, aber es nochmal etwas anderes ist, das Versprochene auch wirklich durchführen zu können.

Das zweite wichtige Thema des Buches ist die Frage nach einem gesunden Leben. So begegnen wir Franz, einem überzeugten Veganer. Er verteufelt die Milchindustrie: Hier nimmt man Kühen die Kälber weg, um so an ihre Milch zu kommen. Und das obwohl Milch für uns nicht wirklich gesund sein soll. Franz hat hier spannende Thesen in den Raum geworfen, über die es sich lohnt, nachzudenken.

Spannung 
Diesmal wollte ich beim Lesen etwas auf den Spannungsbogen des Psychothrillers achten. Welche Fährten legt der Autor? Zum einen führt er wichtige Elemente gleich zu Beginn der Geschichte ein. So hat Mats zwei mysteriöse Sitznachbarn. Und beide bekommen im Laufe von Flugangst 7A eine wichtige Bedeutung. Das Interessante fand ich hier, dass Sebastian Fitzek am Ende der Geschichte wieder zum Anfang zurückkommt und so offen gebliebene Fragen beantwortet.

Als zweites fragte ich mich: Wie baut er Spannung auf? Und hier war ich relativ überrascht: Im Grunde hält er Informationen zurück, beschreibt aber die Reaktionen des Charakters auf die Informationen. Und das sorgt bei mir natürlich dafür, dass ich wissen möchte, was der Charakter gerade erfahren hat und deshalb fast immer einen Blick in das nächste Kapitel geworfen habe.

Schreibstil 
Auch diesmal kam ich aufgrund des Schreibstils wieder schnell in die Geschichte rein. Beim Lesen des Romanes wollte ich zudem darauf achten, wie der Autor Gedanken der Protagonisten einstreut. Ich habe euch irgendwo einmal erzählt, dass mir bei Sebastian Fitzek oft gar nicht auffällt, dass er seine Charaktere die Geschichte aus der Sicht der dritten Person erzählen lässt. Ich habe das Gefühl, nah an den Charakteren dran zu sein und ertappte mich hier und da, wie ich dachte, in der Ich-Perspektive gelandet zu sein. Es handelt sich um einen flüssigen Übergang zwischen der Gedankenwelt unserer Charaktere und ihrer Reaktionen auf innere und äußere Einflüsse.
Obwohl es gerade gegen Ende des Buches etwas blutig wird, stellte ich fest, dass mich die Beschreibungen gar nicht so sehr gruselten. Vielleicht lag es auch daran, dass die Szene zwar beschrieben, aber nicht im Detail erzählt wurde.

Gesamteindruck 
Lange habe ich auf Flugangst 7A gewartet. Nun habe ich es im März gemeinsam mit ein paar anderen Bloggern (doch schneller als gedacht) gelesen. Mir hat Flugangst 7A sehr gut gefallen. Gerade das Ende fand ich wirklich überzeugend. Es erinnerte mich auch etwas, an einen Film, auf den ich jetzt aber nicht eingehen kann, weil ihr dann definitiv gespoilert wärt.

Wer also einen packenden Psychothriller sucht, sollte unbedingt einen Blick (oder en Ohr? :) ) auf Flugangst 7A werfen.

Dienstag, 20. März 2018

Die Geschichte des Wassers und Zartbittertod - Neues aus dem Hörverlag

Hallo Buchlinge,

vor einer Weile habe ich ja damit begonnen, euch das Herbstprogramm des Hörverlags vorzustellen. Mittlerweile sind wir beim Frühjahrsprogramm angekommen. Und auch hier gibt es wieder einige Hörbücher, die mich interessieren. In der ersten Podcast Folge stelle ich euch Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde und Zartbittertod von Elisabeth Hermann vor.




HIER geht's direkt zur YouTube Folge.

Inhaltsverzeichnis 

00:00 Min - Willkommen!
00:30 Min - Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde
01:53 Min - Hörprobe "Die Geschichte des Wassers"
04:38 Min - Meinung zur Hörprobe
06:14 Min - Zartbittertod von Elisabeth Hermann
07:48 Min - Hörprobe Zartbittertod
11:27 Min - Meinung zur Hörprobe
13:34 Min - Abschließende Worte und Fragen an euch

---------------------------------------------------------------------

Was haltet ihr von den Hörproben? 
Habt ihr Die Geschichte der Bienen gelesen? Wie hat euch der Roman gefallen? 


Sonntag, 18. März 2018

Sprechende Tiere und vier Jahreszeiten - Bücherstammtisch im Februar 2018

Foto: A. Mack

Hallo Buchlinge,

am letzten Tag im Februar fand unser monatliches Bücherstammtisch Treffen statt. Entschuldigt bitte, dass ich erst jetzt dazu komme, euch von unserem Treffen zu berichten.
Zum einen fehlte mir die Zeit und zum anderen auch etwas die Motivation, um mich an den Bericht zu setzen. Eigentlich hatte ich mir erhofft, durch die monatlichen Berichte Bücherstammtisch-Interessierte etwas neugierig machen zu können.
Ich fragte mich also, ob durch die Berichte wirklich neue Buchlinge auf uns aufmerksam werden würden, oder die Berichte nicht eher dazu dienten, die Neugier zu stillen.

Kurzum: Die Bücherstammtisch Berichte kamen immer sehr gut bei euch an. Deswegen wird es auch weiterhin welche geben. Allerdings zu keinem festen Termin. (Mehr Infos dazu weiter unten).

Ein kurzer Hinweis zu den Bildern: Auf den Bildern seht ihr die mitgebrachten Bücher bzw. Hörbücher. Diese werden am Ende des Beitrags nochmal aufgelistet.


Sprechende Tiere 

Als emion vorschlug, wir könnten doch mal über sprechende Tiere in Büchern reden, rief ich begeistert: "JA!" Ich dachte mir, dass sie als Fantasy Leserin da sicher ein paar inspirierende Bücher mitbringt. Und dann gestand sie uns beim Bücherstammtisch Treffen, dass der Vorschlag überhaupt nicht ernst gemeint war...

Bild von
A. Mack
Zuerst einmal mussten wir feststellen, dass wir sprechende Tiere unterschiedlich definieren. Ich dachte, es ging um Tiere, die sprechen können. Egal ob untereinander oder mit den Menschen. Isona hingegen meinte, dass Tiere untereinander ja immer kommunizieren. Sie war also davon ausgegangen, dass es um die Kommunikation zwischen Mensch und Tier ging. Den Aspekt fand ich wirklich spannend, weil ich noch gar nicht so weit gedacht hatte.

Zu meiner Schande musste ich auch gestehen, dass mir in dieser Rubrik kein Buch eingefallen ist. Sprechende Tiere sind in meinem Bücherregal jedenfalls nicht zu finden. Dachte ich zumindest. (Und jetzt, als ich den Bericht nochmal überarbeite, fällt mir tatsächlich noch spontan ein Buch ein...).
Je länger wir dann über das Thema redeten, desto kreativer wurde ich. So schlug ich beispielsweise Winnie Puuh vor. Hier reden die Tiere ja mit Christopher Robin.

Sehr bald mussten wir uns auch mit der Frage auseinandersetzen, welche Eigenschaften sprechende Tiere mit sich bringen? Haben sie wirklich Eigenschaften eines Tieres oder werden sie in den Büchern vermenschlicht? Gerade bei Winnie Puuh haben die Tiere durchaus Eigenschaften, die man mit Menschen in Verbindung bringen kann: Es gibt beispielsweise den Übervorsichtigen, den Trägen, den Weisen oder den Charakter, der immer gut drauf ist.

Kommen wir nun zum nächsten Buch: In Mieses Karma schlüpft die Protagonistin gleich in verschiedene Tierkörper. Sie wird nämlich als Ameise wiedergeboren und muss sich wieder hocharbeiten. Über Marc-Uwe Klings Mitbewohner das Känguru muss ich ja nicht mehr viel erzählen, oder? In den Folgebänden begegnen wir übrigens noch einem weiteren Tier. Allerdings ist das nicht sehr kommunikativ.

Und zum Schluss überkam emion dann die Erkenntnis. Wer die Stammtisch Berichte schon eine Weile verfolgt, wird wahrscheinlich schon die Stirn gerunzelt haben. Wir sollten eigentlich alle zumindest zwei sprechende Tiere kennen. In unserer letzten Bücherstammtisch Lektüre ging es nämlich um einen Raben und einen Kater... HIER KLICKEN.


Vier Jahreszeiten 

Bild von A. Mack
Bei unserem zweiten Thema hätte ich mein halbes Bücherregal mitbringen können. Auch hier stellten wir fest, dass wir das Thema nicht präzise genug festgelegt hatten. Während ich das Ganze wörtlich nahm und zu jeder Jahreszeit ein Buch mitbrachte, dachten einige Mitglieder unserer Büchergruppe man solle sich auf eine Jahreszeit einigen.

Zur Winter Fraktion gehören Emerald und Let it snow. Für mich ist Der Flügelschlag des Glücks ein Frühlingsbuch, weil die wichtigsten Ereignisse immer am Osterfest passieren und dieses Fest Weihnachten somit beinahe ersetzt. Zur Sommerfraktion gehört für mich Löcher von Luis Sachar. Man erahnt es wahrscheinlich schon anhand des Covers. Hier sehen wir einen Jungen, der eine Schaufel in der Hand hält und zur Hälfte in einem Erdloch versinkt. Hinter ihm sind weitere Löcher abgebildet. Der Sommer wird hier als drückend beschrieben.

Das richtige Buch für den Herbst stellt für mich eindeutig Das finstere Tal dar. Hier landet ein Fremder in einem Dorf in den Bergen. Allen ist klar, dass er den Winter über in dem Dorf bleiben muss, weil er es nicht mehr rechtzeitig vor dem Wintereinbruch schaffen wird, die Berge zu überqueren. Das Dorf hatte schon lange keinen Besuch mehr. Und so bringt der Fremde das Leben langsam aber sicher etwas durcheinander.

Interessant war, wie wir die unterschiedlichen Jahreszeiten erlebten. Der Winter wurde beispielsweise fast immer mit Weihnachten assoziiert. Im Sommer stellte sich dann die Frage, ob es sich hier um eine positive oder ätzende, warme Jahreszeit handelte.

Vorgestellte Bücher in der Übersicht 
Emerald von John Stephens
Gregor von Suzanne Collins
Eragon von Christopher Paolini
Let it snow von John Green, Lauren Myracle, Maureen Johnson
Mieses Karma von David Safier
Löcher von Luis Sachar
Die Insel der blauen Delfine von Scott O'Dell
Roverandom von J.R.R. Tolkien
Narnia von C.S. Lewis
Die Känguru Chroniken von Marc-Uwe Kling
Das finstere Tal von Thomas Willmann
Der Flügelschlag des Glücks von Lisa Jewell


Ausblick 

Glücklicherweise stehen nun die Termine für die nächsten drei Monate fest. Leider sieht es so aus, dass wir uns ab sofort unter der Woche treffen müssen, da unsere Räumlichkeiten am Wochenende nicht zur Verfügung stehen. Da der Raum aber so zentral liegt, möchten wir ungern wieder auf die Suche gehen. Kurzum: Hier die Daten für die nächsten Treffen:

Montag 26. März ab 17:30 Uhr (Anmeldeschluss ist Samstag 24.03.)
Montag 09. April ab 17:30 Uhr.
Montag 14. Mai ab 17:30 Uhr.

Das Programm für den März steht bereits fest. Ihr findet es in unserer Facebook Gruppe.


Wie kann ich Bücherstammtisch Mitglied werden? 

Du kommst aus Freiburg oder der näheren Umgebung und möchtest gerne regelmäßig bei unserer Büchergruppe vorbeischauen?

Wir treffen uns einmal im Monat in einem Raum in der Innenstadt um die Ecke des Freiburger Hauptbahnhofes. Unsere Themen legen wir vor den Stammtisch Treffen fest. Du brauchst keine Neuerscheinungen für unsere Termine, sondern kannst ein Buch aus Deinem Bücherregal mitbringen, das Deiner Meinung nach zum Thema passt.

Um immer auf dem neusten Stand zu bleiben kannst Du Dich in unseren Mail Verteiler eintragen lassen. Keine Angst, hier wird Dein Postfach nicht zugepflastert. Ich bin die Einzige, die über den Verteiler schreibt. Ich erinnere Dich regelmäßig an die anstehenden Treffen und die Themen der Treffen. Wenn Du Dich in den Verteiler eintragen lassen möchtest, schicke mir einfach eine Mail an EmmaZecka@gmx.de.

Wenn Du eher der Social Media Mensch bist, kannst Du auch gerne unserer Facebook Gruppe (Name: Freiburger Bücherstammtisch) beitreten. Im Unterschied zum Mailverteiler teilen hier manche Stammtisch Mitglieder buchige Impressionen oder ich starte gelegentlich eine Themen Umfrage für das nächste Stammtisch Treffen. Und nicht zu vergessen, verlinke ich auch die Bücherstammtisch Blogartikel.

Über beide Möglichkeiten werden die Bücherstammtisch Einladungen verschickt. Das heißt, egal für welche Option Du Dich entscheidest, Dir wird kein Treffen mehr entgehen.

Wir freuen uns auf Dich!

Freitag, 16. März 2018

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

Bild von
HörbuchHamburg
Steckbrief

Name: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken (auch als Buch erhältlich)
Autor: John Green
Verlag: HörbuchHamburg
Geeignet für: Leute, die gerne Jugendbücher lesen oder sich für das Thema Zwangserkrankung interessieren
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Birte Schnöink
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von HörbuchHamburg

"Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit den unkontrollierbaren Gedankenspiralen in ihrem Kopf zu tun. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Ihre Recherchen führen die beiden zu unerwarteten Erkenntnissen und Begegnungen, die bisher Gefühltes und Gedachtes gänzlich auf den Kopf stellen. Und dann schlägt auch noch die Liebe ein, irgendwo zwischen Shakespeare und Star Wars und einem vielleicht doch wunderbaren Jetzt.

Einfühlsam gelesen von Birte Schnöink."


Meine Meinung

Gestaltung
Ich finde es immer wieder spannend, wenn ich dieselben Sprecher in unterschiedlichen Rollen erlebe. In der ersten Lesung, die ich von Birte Schnöink hörte, verlieh sie einer Jugendlichen eine Stimme, die sehr wachsam sein musste. Ein Hörbuch später, passte sie sich einer verträumten Protagonistin an. Und diesmal? Ich spürte förmlich, wie zurückgezogen Protagonistin Aza war. Eine Gefangene im eigenen Körper. Oder sollte ich eher sagen ihrer Gedanken? Dieses Hin und Her - Azas Wunsch die Spirale durchbrechen zu können, aber andererseits auch in ihr gefangen zu sein - hat Birte Schnöink sehr gut transportiert. Zudem schaffte sie es, die Ohnmacht und Hilflosigkeit von Azas Familie und Freunden, einen Ausdruck zu verleihen. Es brauchte hier nicht viele Worte. Es war einfach so vieles klar.
Und das Verblüffende - um den Bogen zum Anfang zu bekommen - ist, dass es sich zwar immer um dieselbe Stimme handelt, Birte Schnöink es aber immer wieder schafft, die Charaktere nicht gleich klingen zu lassen.

Inhalt / Spannung 
John Green baut hier zwei Spannungsbögen auf: Zum einen lernen wir Protagonistin Aza kennen. Sie ist gefangen in Gedankenspiralen und schaft es nicht, diese zu unterbrechen. Das macht sie einsam. Schließlich weiß sie genau, wie verrückt ihre Ängste sind. Und genau deshalb versucht sie diese lieber mit sich selbst auszumachen, als ihrer besten Freundin Daisy davon zu erzählen oder sich ihrer Mutter anzuvertrauen. Aza glaubt, dass beide schon genug unter ihr leiden müssen.

Gerade diese zwei Stimmen in Azas Kopf - die eine, die so gern normal sein möchte und das Chaos für einen Moment abdrehen will, die andere, die der festen Überzeugung ist, sterben zu müssen, wenn nicht alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden - hat John Green wirklich gut transportiert.

Auch die Fragen, die mit einer psychischen Erkrankung verbunden sind, wurden hier glaubhaft dargestellt. Wie kann Aza wieder Frau über ihren Körper werden? Warum schlagen die Therapien bei ihr nicht an? Und braucht sie wirklich Medikamente um sie selbst sein zu können? Das sind nur einige Fragen, die sich auch viele Menschen mit einer psychischen Erkrankung tagtäglich stellen. Und es gefällt mir sehr gut, dass John Grenn ihnen mit Aza eine Stimme gegeben hat und so darauf aufmerksam macht, was im Inneren eines Menschen vor sich geht, von dem man glauben könnte, es ginge ihm einigermaßen gut.

Dennoch fehlte mir die Entwicklung dieses Handlungsstranges. Allerdings liegt das zum einen wahrscheinlich an der Übersetzung es Titels: Ich rechnete nämlich damit, dass wir auch Antworten auf einige Fragen bekommen würden. Die wichtigste Antwort blieb uns John Green allerdings schuldig. Und das fand ich sehr schade, weil es im Buch genügend Ansätze gab. Aber andererseits ist es wahrscheinlich genauso, wie im echten Leben: Außenstehende können Dinge klarer erfassen, aber derjenige muss den Schritt alleine gehen können.

Der englische Titel Turtles, all the way down lässt den zweiten Handlungsstrang erahnen: Hier haben wir nämlich einen kleinen Spannungsbogen. Und zwar verschwindet der Vater von Davis Pickett, einem Jungen, den Aza seit ihrer Kindheit kennt. Wer Pickett findet, bekommt ein Preisgeld. Und das lässt sich Azas beste Freundin Daisy natürlich nicht zweimal sagen. Ihr fragt euch jetzt, was das mit Turtles zu tun hat? Familie Pickett hat ein merkwürdiges Haustier. Ein Tier, das Russell wohl wichtiger zu sein scheint, als seine eigenen Söhne.

Immer wieder wurde der Spannungsbogen erwähnt. Ich hätte mir hier aber gewünscht, dass beide Handlungsstränge fließend ineinander übergehen. Natürlich trafen Aza und Davis öfter aufeinander. Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken enthält aber keine großen Krimielemente, wenn ihr versteht, was ich meine. Auch als es auf den Höhepunkt der Geschichte zu ging, kamen ein paar Konflikte zwischen den Charakteren heraus, die zwar gut dargestellt, für mich aber nicht wirklich vorhersehbar waren. Auch hier fehlte mir etwas die Steigerung.

Dennoch ist das, was uns John Green inhaltlich hier bietet, definitiv schon genug Stoff, über den man nachdenken kann.

Schreibstil
John Greens Schreibstil sorgte dafür, dass ich schnell in die Geschichte einsteigen konnte. Uns erwarten lebendige Dialoge und ziemlich viele tiefgründige Zitate. Hier merkte ich einen kleinen Nachteil des Hörbuchs: Beim Hörbuch kann man nicht so einfach zurückspulen und das Zitat einfach nochmal hören. An manchen Stellen dachte ich mir wirklich, dass ich am liebsten das halbe Buch zitieren würde. Zudem fand er tolle sprachliche Bilder für Azas Gedankenspiralen, was dafür sorgte, dass wir Aza als Protagonistin etwas besser verstehen konnten.

Gesamteindruck
Ich war sehr gespannt, was mich in Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken erwartete, da mir die beiden vorherigen Jugendbücher von John Green bereits sehr gut gefallen haben. Ich hatte gehofft, zu erfahren, wie Aza ihre Gedankenspiralen durchbrechen kann.

Wer absolut keine Ahnung von psychischen Erkrankungen hat, sich aber für das Thema interessiert, kann von Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken sicher eine Menge mitnehmen. Gerade deswegen finde ich die Geschichte sehr wichtig. Dennoch fehlten mir die Antworten auf wichtige Fragen: Gerade gegen Ende hatte ich das Gefühl, dass keine Zeit mehr blieb.

Ich bin mir nicht sicher, ob Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken für Leute geeignet ist, die selbst in Gedankenspiralen festhängen. Einerseits könnte Azas Geschichte für Frustration sorgen. Andererseits könnten sich potentielle Leser vielleicht auch verstanden fühlen, oder neue Ansätze daraus mitnehmen können.

Zusammenfassend kann ich sagen: John Green hat hier ein spannendes Jugendbuch geschaffen, welches viel Diskussionspotential bietet. Ich habe mich hier - trotz einiger Kritikpunkte - gut unterhalten gefühlt.

Mittwoch, 14. März 2018

Amor und Psyche

Bild von amazon
Eine Rezension von Skyara

Name: Amor und Psyche: Ein verliebter Liebesgott
Autor: Runa Phaino
Verlag: Independently published
Geeignet für: Jugendliche ab 15 und Erwachsene
Gelesen oder Gehört: Gelesen (eBook)
Bewertung: 4 von 5 Punkten
Erscheinungsdatum Erstausgabe: Dezember 2017
ISBN: 9781973513803


Klappentext 

(von amazon

"Der kleine Liebesgott Amor liegt im Sterben, doch welches Leiden hat ihn befallen? Seine Mutter Venus schickt ihn auf eine Reise in die Vergangenheit, um die Ursache seiner Krankheit zu erfahren. In den ersten Jahren tappt Amor überfordert von einem göttlichen Fettnäpfchen ins nächste, denn es ist nicht einfach, Liebe unter den Menschen zu stiften. Zu allem Überfluss macht er dann auch noch Bekanntschaft mit seinem verbitterten Großonkel Pluto, dem Gott des Todes höchstpersönlich. Als Amor sich dann noch unglücklicherweise in die menschliche Prinzessin Psyche verliebt, ist das Chaos perfekt: Was macht man(n) eigentlich, um eine Frau rumzukriegen, wenn man keine Liebespfeile mehr benutzen will? Wieso ist Amors erstes Liebespaar, Pyramus und Thisbe, gestorben, aber nicht in der Unterwelt? Und was ist das eigentlich, diese Liebe?"

Runa Phaino verwandelt das antike Märchen von Amor und Psyche in einen Roman der Gegenwart.


Meine Meinung

Richtig coole Umsetzung eines wirklich alten Schinkens! Und: Jeder, der die aller erste wahre Liebesgeschichte mit Happy End sucht: Hier ist sie!

Wir von Ge(h)Schichten haben uns sehr gefreut, von Runa angeschrieben worden zu sein, ob wir denn ein Rezensionsexemplar von ihr erhalten möchten. Nachdem ich mir die Leseprobe geschnappt hatte, wollte ich mir, für diesen neu aufgelegten Klassiker, sehr gerne Zeit nehmen!

Diese Geschichte welche auf der antiken Erzählung von Apuleius Der goldene Esel basiert, ist einfach und leicht verständlich, in den heutigen Sprachgebrauch umgesetzt worden. Runa Phaino hat es verstanden den Leser mit einer flüssigen, interessanten und auch lustigen Umsetzung den Leser in den Bann zu ziehen. Ich werde mir dieses Buch sicherlich irgendwann noch einmal zu Gemüte führen … Was an sich schon ein großes Kompliment ist, da ich dies sonst NIEMALS tue, oder auch nur überlege!

Ich habe hier 4 von 5 Punkten vergeben, da es ein paar kleinere Rechtschreibfehler oder Wortverwechslungen gab. In der Leserunde auf Lovelybooks habe ich aber schon erfahren, dass Runa diese Fehler bereits behoben hat und diese in der Print Version ebenfalls ausgemerzt wurden.

Somit empfehle ich dieses Buch wirklich sehr gerne allen weiter. Genau wie ich es oben bereits erwähnt habe: Hier bekommt ihr die aller erste wahre Liebesgeschichte dieser Welt geliefert, ohne Langeweile beim Lesen zu erzeugen!

---------------------------------------------------------------

* Dieses Buch wurde Skyara als Rezensionsexemplar von der Autorin zur Verfügung gestellt. 

Montag, 12. März 2018

Ge(h)fragt - Runa Phaino

Hallo Buchlinge,

sehr lange gab es kein Interview mehr auf diesem Blog. Nun ist es soweit und ich möchte euch die Autorin Runa Phaino vorstellen. Skyara hat ihren Debütroman Amor und Psyche rezensiert (Rezension folgt diese Woche). Im Interview berichtet die Autorin, um was es in ihrem Roman geht... 


Über Runa Phaino

Runa lebt in Berlin und beschäftigt sich mit Märchen, Mythen und Sagen. Besonders haben es ihr die Gottheiten und wirre Philosophen angetan. Ihren Debütroman Amor und Psyche hat sie als Selfpublisherin veröffentlicht.

Runa
... bei Twitter
... bei Facebook
... im Web



Das Interview 

Liebe Runa, Du bist Autorin und Bloggerin. Stell Dich unseren Lesern doch mal vor. In welchen Genres bist Du unterwegs? Und wie kam es zu Deinem Pseudonym?

Erst mal vielen Dank, dass ich hier die Möglichkeit bekomme, mich vorzustellen und diese tollen Fragen beantworten darf.

Zum Genre: Lange Zeit wusste ich nicht, wohin die Reise geht und habe viel experimentiert.

Mittlerweile weiß ich, wo ich geistig beheimatet bin und was ich schreibe will: Mythen, eingekleidet in märchenhafte, philosophische und belletristische Rahmen. Altes, zumeist antikes Wissen, das ich in der Vergangenheit finde und in die Gegenwart übersetze.

Runa Phaino ist ein Pseudonym, das ich dafür online benutze. „Phaino“ leitet sich um ein paar Ecken ab von meinem absoluten (altgriechischen) Lieblingsautoren der Antike: Aristophanes. „Runa“ hingegen ist altnordischen Ursprungs und bedeutet so viel wie „verborgenes Wissen“ oder „geheime Weisheit“.

Der Name war einfach da, als ich irgendwann mal draußen auf dem Balkon saß vor vier Jahren ungefähr. Ich beschäftige mich liebend gerne mit sehr alten Dingen, über die kaum jemand Bescheid weiß, daher war ich ganz angetan von dem Namen und seiner Bedeutung.


Du hast Deine erste Geschichte „Das Herzmärchen der Spinnerin“ bei neobooks veröffentlicht. Was hat es mit diesem Märchen auf sich?

Oh ja, das Herzmärchen … Das war mein allererstes und ist mein allerliebstes Geschichtlein, ein Mini-Mythos, wenn man so will. Eine Rezensentin nannte es, „die irdische Version des Kleinen Prinzen“ und tatsächlich ist es das. Ich schrieb es, um herauszufinden, ob ich Belletristik schreiben kann, und ich schrieb es als Hommage an Antoine de Saint-Exupéry, aber aus weiblicher Sicht. Leider musste ich feststellen, dass es noch nicht ganz fertig war, und deswegen gibt es das zurzeit auch nicht online. Es fehlten Bilder, manche Übergänge sind zu „hart“ … kurzum, ich muss da noch mal ran und „ihm“ den letzten Schliff verleihen, allerdings habe ich zurzeit so viele Ideen, das ich gar nicht weiß, wann ich das machen soll!


Dein aktueller Roman ist im Dezember 2017 bei Amazon erschienen. Um was geht es in „Amor und Psyche“?

„Amor und Psyche“ ist eine sehr, sehr alte Geschichte … Soll ich die einfache oder die komplizierte Antwort geben? :)

Einfach gesagt geht es um den römischen „Gott der Liebe“, also Amor, der sich auf tollpatschige und trottelige Weise zum ersten Mal in seinem Leben selbst verliebt – und zwar in Psyche, eine menschliche Prinzessin. Literarisch bleibe ich also bei der einfachen Antwort, also der alten Geschichte, der ich eine moderne Sprache gebe, die ich in die Gegenwart „übersetze“.

Zur komplizierten Antwort: Da einige Leserinnen sich interessanterweise genauere Erklärungen gewünscht haben, werde ich die beizeiten in einem Anhang im Buch hinzufügen, in dem ich die Dinge einordne und erkläre. Außerdem wird sich mein neuer Blog, der wahrscheinlich Mitte/Ende 2018 online gehen wird, mit diesen Dingen beschäftigen.


Deine nächsten Fragen zielen da übrigens genau drauf ab. :)

Die Vorlage für Deine Erzählung war ein alter lateinischer Text. Wieso hast Du Dich ausgerechnet für diesen Text entschieden? Was macht das Original für Dich aus?

Jetzt muss ich ein bisschen weiter ausholen, es wird also ein bisschen spannend.

„Amor und Psyche“ ist ein Teil eines Romans aus dem 2. Jahrhundert nach Christus von Apuleius von Madaura namens „Der Goldenen Esel“. Ich habe mich nicht nur auf diesen Text bezogen, sondern noch andere Erzählungen mit eingewoben, insbesondere von Ovid, ein Autor, der um das Jahr 0 schrieb.

Die Texte, auch wenn das vielleicht etwas mystisch kling, kamen nach und nach zu mir und zeigten mir, wo sie hinwollten. Ich musste sehr viel dafür lernen, ich habe lange studiert, viel gelesen und mehrere Abschlüsse.

Das Original, bzw. die Originale mag ich deswegen, weil sie aus einer Zeit stammen, als alles anders war – aber irgendwie auch nicht. Was man darin lesen kann, wirkt sehr aktuell, obwohl es schon so alt ist. Die Originale enthalten eine zeitlose Botschaft, die die Jahrhunderte überdauerte und immer wieder hervorgekramt wurde. Motive der Geschichte wurden z. B. auch von Shakespeare oder Goethe aufgegriffen. Selbst Fifty-Shades of Gray könnte man darauf zurückführen. Eigentlich alle Liebesgeschichten.

Auch, wenn die Geschichte von „Amor und Psyche“ überall direkt oder indirekt auftaucht: Das Original gab es bisher noch nicht in einer modernen Übersetzung, aber ich denke, wenn man sich die Welt heute so anguckt, ist es ganz gut, sich darauf zu besinnen, was schon lange Bestand hat.


In der Leseprobe auf amzon.de kann man herauslesen, dass es in Deinem Roman anscheinend auch erotische Stellen gibt. Kannst Du das soweit bestätigen, oder wird es nie mehr geben, als dort als Vergleich beschrieben ist?

Es gibt Erotik in der Geschichte, aber zumeist wird sie eher angedeutet. Auf meinem Blog habe ich allerdings über Erotik geschrieben, beispielsweise über eine Penisgottheit mit dem Namen Mutunus Tutunus. - Ja, die Römer haben so etwas verehrt. :) - Allerdings frage ich mich, wo eigentlich deren Pendant, nämlich die Vagina-Gottheit abgeblieben ist.

Mein aktuelles Manuskript, das sich noch entwickelt, wird sich übrigens um die Frage „Mann-Frau“, wer dominiert wen, drehen.

Alles in allem: Erotik ist schön und gut, wenn sie zur Geschichte passt.


Ich stelle es mir schwierig vor, einen Roman zu entwickeln, wenn man das Original vor sich liegen hat. Wie hast Du den Schreibprozess gestaltet?

Interessant, dass Du das als schwierig erachtest. Für mich war es hilfreich, das „Gerüst“ einer Geschichte schon zu kennen. Trotzdem habe ich natürlich mit Tabellen gearbeitet, in denen ich Szenen, Inhalt, Cliffhanger usw. festhielt. Diese Tabellen habe ich viele Male überarbeitet, umgeschrieben/angepasst … Pause gemacht. Weiter geschrieben. Pause gemacht. Psychologische Dinge über die „Entwicklung der Psyche“ gelesen.

Pause gemacht. ;)

Dann habe ich mit der Überarbeitung angefangen. Ich habe die Geschichte mit den Augen durchkämmt. Passt das so? Wo fehlt noch was? Wie ist mein Gefühl?

Alles in allem: Ein Jahr für die Geschichte, ein Jahr für die Überarbeitung, ein Jahr, um von der Geschichte in die Überarbeitung zu wechseln.

Am schwierigsten war es, einen Schlusspunkt zu finden. Ich könnte da heute noch dran rumdoktern. - Was ja zum Glück für Selfpublisher auch möglich ist.


Du hast sowohl bei neobooks als auch bei Amazon veröffentlicht. Magst Du uns etwas über Deine Erfahrungen berichten? Welches Portal kannst Du angehenden Selfpublishern empfehlen?

Ich habe meine Plattform noch nicht gefunden, daher kann ich nur eine Empfehlung aussprechen: Ausprobieren, eigene Erfahrungen machen, in die Selfpublisher-Gruppe bei Facebook eintreten und fragen, fragen, fragen – und ausprobieren/ändern/umorientieren.

Bis es passt.

Matthias Matting, der Selfpublishing-Papst, ist in der Gruppe bei Facebook sehr aktiv und hilfsbereit und natürlich viele Selfpublisher. Mich kann man auch immer fragen via Facebook oder über meinen Blog.


In Deiner Mail an mich schreibst Du, dass Du Selfpublisherin bist und das auch gerne bleiben möchtest. Was macht Selfpublishing für Dich aus?

Im Begriff „Selfpublishing“ steckt der Begriff „self“, also selbst. Das Selbst wiederum stammt (auch) aus der europäischen Antike. Es gibt einen schönen, alten Aphorismus, der im Prinzip alles Wesentliche erfasst: „Erkenne dich selbst und du wirst das Universum und die Götter kennen.“ - ein super Thema für meinen neuen Blog!


Kommen wir nun zum Thema über das Autoren allgemein wahrscheinlich eher ungern sprechen: Geld! Kannst Du vom Schreiben leben?

Geld ist ein Glaubenskonstrukt, über das ich unbedingt mal sprechen bzw. schreiben möchte!!! Natürlich auch eine antike Erfindung ^^.

Ich selber verstehe mich aber nicht nur als Autorin sondern auch – und in erster Linie - als Lehrerin, was daher auch mein Hauptberuf ist.


Du führst auch einen eigenen Blog nämlich den „Lehmofen“. Wie bist Du auf den Namen gekommen?

Der Lehmofen war ein Anfang, ein kleines Projekt im Wordpress-Universum, der sich weit entfernt hielt von allem Auffindbaren. Und das war gut so, denn ich durfte im Lehmofen viel lernen und möchte bald, wie schon erwähnt, einen Blog über die Antike und die Vergangenheit starten, der für einen größeren Leserkreis gedacht ist.


Wie erlebst Du das Schreiben von Texten für Deinen Blog im Vergleich zu Deinem Roman?

Oh, das ist ein Quell ewiger Freude und gegenseitiger Befruchtung! ;) Im Ernst, ich finde es toll, weil ich einfach gerne schreibe und es mir prinzipiell egal ist, auf welche Art und Weise, solange ich meine Leidenschaft – Antike und Altertum – über das Schreiben transportieren kann.

Ich will den Spagat sogar noch ein Stück weiter treiben. Ich plane nämlich eine Dissertation – also back to the University, richtig rein ins wissenschaftliche Schreiben -, auf meinem neuen Blog werden leicht verständliche und spannende Artikel erscheinen, die wirklich jeder verstehen kann, der sie verstehen will und sich dafür interessiert. --- Und dann ist da mein neues Romanprojekt, das sehr in den Bereich „Chicklit“ grenzt. Ich möchte meine Leserinnen damit gerne einladen und abholen für die Reise in die Vergangenheit.


Du lebst in Berlin. Einer Großstadt in der einige Autoren beheimatet sind. Triffst Du Dich regelmäßig mit anderen Autoren?

Ja und nein. Es gibt hier viele Möglichkeiten, wo man andere Schreibende, Blogger, Selfpublisher, Verlagsautoren und Kreative jeder Art kennenlernen kann. Es gibt viele regelmäßige Schreibtreffs. Es gibt darüber hinaus auch viele Seminare, Literaturtreffs usw.

Ich habe gerade zu Beginn (also vor 7 Jahren ungefähr) einiges davon mitgenommen, denn Schreiben ist ein Handwerk, das man lernen kann. Dabei habe ich viele nette Autoren kennengelernt, die ich auch heute hin und wieder treffe. Schreiben ist aber, zumindest was mich anbelangt, ein Geschehen, das vorrangig im stillen Kämmerlein stattfindet. Viele Autoren bestätigen das – aber es gibt auch welche, die auf gemeinsame Schreibtreffs schwören.


Nun steht bald die Leipziger Buchmesse vor der Tür. Bist Du auch vor Ort? Wo können wir Dich treffen?

Noch kann man mich – sofern die Zeit es ermöglicht und nett gefragt wird – jederzeit auf einen Kaffee in Berlin treffen. Bei der Leipziger Buchmesse bin ich aber nicht vor Ort, denn so wichtig bin ich noch nicht. ;)


Und zum Schluss möchte ich mich bei Dir bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.

Oh, der Dank liegt ganz bei mir. Wirklich tolle Fragen, bei denen mir durch das Schreiben/Antworten selbst auch wieder einiges klar(er) geworden ist. Jetzt habe ich fast das Gefühl, dass ich nie wieder ein Interview führen brauche, sondern immer auf dieses verweisen kann. So gute Fragen stellt nicht jeder. Also: Danke. :)

Samstag, 10. März 2018

Ge(h)schaut - Unser Lied für Lissabon

Hallo Buchlinge,

am 22. Februar wurde endlich unser Finalist für den diesjährigen Eurovision Song Contest gewählt. Wie versprochen werde ich euch nun von der Sendung und meinen Eindrücken berichten.


Entscheidungen vor der Sendung 

Nachdem unsere Platzierung im letzten Jahr auch eher schlecht als recht war, hatte der NDR wieder in seine Trickkiste gegriffen und uns ein neues Votingverfahren präsentiert. Diesmal sollte es um einiges komplizierter ablaufen:

Wieder gab es ein offenes Casting an dem sich Teilnehmer bewerben konnten. Die 20 besten Künstler sollten dann vor einer internationalen Jury, bestehend aus 20-25 ESC Erfahrenen und vor hundert ausgewählten Zuschauern (auch Eurovision Panel genannt) performen. Diese Konstellation bestimmte über die sechs Finalisten, die am 22. Februar zur Auswahl stehen sollten.

In der Fernsehsendung gab es dann wieder die zwei Jurys. Allerdings hatten die Zuschauer diesmal auch ein Mitsprachrecht, sodass die endgültige Entscheidung gedrittelt wurde. Klingt kompliziert? Ist in einigen Ländern aber bereits Standard, wie wir am 22. Februar erfuhren.

Ende Dezember erfuhren wir dann, wer die sechs Interpreten waren, die es in die Liveshow geschafft hatten: Michael Schulte, Ivy Quainoo, voxxclub, Xavier Darcy, Ryk und Natia Todua.


ULfL - Die Sendung 

Die Moderatoren 
Barbara Schöneberger gab den Moderationsstab an die nächste Generation weiter und so führten uns Elton und Linda Zervakis durch den Abend. Ich war überrascht, dass diesmal wieder ein Duo für die Moderation eingesetzt wurde, freute mich aber, dass Elton diesmal mit von der Partie war. Ich hatte bereits ein paar Sendungen gesehen, die er moderierte und so erhoffte ich mir, dass er gut durch den Abend führen sollte. Linda Zervakis kannte ich bisher noch nicht, war aber gespannt, wie beide miteinander harmonierten.
Für Mai müssen die beiden noch etwas üben. Ich hatte den Eindruck, dass sie etwas Mühe mit den Überleitungen und dem üblichen Smalltalk hatten. Manche Witze empfand ich als fehl am Platz.
In diesem Jahr bekam unser Vorentscheid auch eine Stimme aus dem Off. Und dreimal dürft ihr raten, wer das übernahm? Richtig ESC Urgestein Peter Urban. Er hat zwar eine angenehme Stimmfarbe, allerdings bin ich von seinen Kommentaren recht schnell genervt. Zudem passen manche Dinge einfach nicht zusammen. So verkündete er beispielsweise, dass Teilnehmer Michael Schulte sogar sein eigenes Plattelabel habe. Warum wohl muss ein Künstler sein eigenes Plattenlabel gründen? Richtig, weil er keinen Fuß in ein bereits bestehendes Plattenlabel bekommt.

Die Finalisten und ihre Lieder 
Im letzten Jahr war ich von den sechs Künstlern recht enttäuscht. Hier waren nur zwei dabei, die konstant gut singen konnten. Die Lieder gefielen mir leider überhaupt nicht. Auch hier vermutete ich, dass man sich möglichst wenig Mühe gegeben habe.
2018 hingegen wurden die sechs verbliebenen Künstler in ein Songwriting Camp des NDR geladen. Hier hatten sie drei Tage Zeit gemeinsam mit einem Team ein Lied zu erarbeiten. Allerdings durften sie auch außerhalb des Camps an einem Song feilen und waren nicht gezwungen, das Material zu nehmen, welches im Camp erarbeitet wurde. Kommen wir nun zu den Finalisten und ihren Liedern:

Natia Tudua, aktuelle The Voice Siegerin, trat mit ihrem Lied My own way an. Den Anfang fand ich sehr stark und die Brücke zum Refrain war toll aufgebaut. Allerdings fehlte mir dann die Steigerung. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die Sängerin bei der Liveshow eher schrie und so ihre Stimme nicht wirklich unter Beweis stellen konnte. Mir tat es wirklich leid, weil ich bei The Voice den Eindruck hatte, dass sie wirklich gerne auf der Bühne steht und nicht, wie viele Sänger, von Angst geleitet wird. Dennoch war ich auch minimal froh, dass sie nicht für uns nach Lissabon fahren sollte. Vor zwei Jahren trat die damalige The Voice Gewinnerin Jamie Lee für uns an und war ebenfalls auf den letzten Plätzen zu finden. Mittlerweile hört man musikalisch nicht mehr wirklich viel von ihr und ich befürchtete, dass Natia, falls unsere Platzierung schlecht ausfallen sollte, ein ähnliches Schicksal ereilte.

Sänger Ryk - dessen Namen die wenigsten richtig aussprechen konnten - trat mit der Ballade You and I an. Die Ballade hätte wirklich typisches ESC Potential gehabt. Mir war das Lied im Refrain fast schon etwas zu theatralisch. Dennoch mochte ich es irgendwie und konnte es mir gut in Lissabon vorstellen . Auch bei Twitter fanden ein paar der internationalen Zuschauer das Lied ziemlich gut.

Am meisten Angst hatte ich vor voxxclub. Schlager sind leider überhaupt nicht mein Fall. Die Gruppe kann zwar gut singen, dennoch war ihr Beitrag I mog di so einfach mal ... moderner Schlager. Schon 2013 traten eine ähnliche Gruppe beim ESC Vorentscheid an. Und ich tröstete mich zumindest damit, dass der Text - von dem ich zwar nicht viel verstand - nicht ganz so zweideutig klang, wie bei dem 2013er Beitrag.

Xavier Darcys Lied Jonah gefiel mir richtig gut. Es brachte etwas Festival Feeling ins Wohnzimmer und ich hoffte, dass der Künstler die Festivalsaison gut für sich nutzen kann. Allerdings befürchtete ich, dass das Lied in Lissabon womöglich nicht funktionieren könnte und das internationale Publikum eher einen anderen Musikgeschmack haben würde.

Auf Ivy Quainoos Lied House on Fire war ich sehr gespannt. Ich habe die Künstlerin vor ein paar Jahren live erleben dürfen und wusste, dass sie die ESC Herausforderung mit Sicherheit meistern würde. Ihr Lied klang mystisch. Sie konnte es stimmlich, im Gegensatz zu Natia Todua aber sehr gut meistern. Bis dato war Ivy unsere Favoritin. Und dann kam...

Michael Schulte mit seinem Lied You let me walk alone. Und innerhalb weniger Töne wusste ich, wen ich in Lissabon sehen wollte. Das Lied fängt ruhig an und steigert sich dann kontinuierlich. Hier hatte ich das Gefühl, dass nicht nur durch den Text, sondern auch durch die Musik eine Geschichte erzählt wird, die langsam beginnt, ihren Höhepunkt hat und dann ihr Ende findet.

Das Voting 
Zuerst war ich von dem Voting Verfahren genervt. Ich fragte mich, warum wir ein internationales Publikum bräuchten, das eine Vorauswahl für uns treffen sollte. Waren wir nicht mehr selbst imstande uns eine eigene Meinung zu bilden zu können? Als dann in der Sendung aber erklärt wurde, dass es sich hierbei um ein typisches ESC Verfahren handelte, welches auch schon von anderen Ländern in Anspruch genommen wurde, stimmte mich das etwas versöhnlicher. Außerdem freute ich mich, dass man diesmal sechs Künstler auswählte, die bereits schon Erfahrung im Musikgeschäft hätten. Ich hatte befürchtet, dass man Newcomern eine Chance gab, diese dann aber wieder fallen ließ, sobald der ESC Rummel vorbei war. Michael Schulte hingegen, kann auf eine Fanbase zurückgreifen, die ihm auch sicher nach dem ESC noch erhalten bleibt.


Mein Fazit 

Pleiten, Pech und Pannen - Emma kann nicht planen 
Nachdem die Entscheidung also gefallen war, war ich ziemlich glücklich. Ich schöpfte zum ersten Mal wieder etwas Hoffnung, weil diesmal ein Kandidat antrat, dessen Stimme und dessen Lied mir wirklich gut gefielen. Vorfreude machte sich breit und ich fragte mich, wie der Abend wohl für uns laufen würde.
Und dann kam der Blick in den Kalender... Ich sollte das ESC Finale nicht im eigenen Wohnzimmer verfolgen können. Schon vor Monaten hatte ich mich nämlich mit Skyara für die LoveLetter Convention in BERLIN verabredet. Und dieser Termin stand sogar in meinem Kalender...

Glücklicherweise ist unser Hotelzimmer mit einem Fernseher und mit WLAN ausgestattet. Skyara ist auch schon mal vorgewarnt und hat nichts gegen einen musikalischen Ausflug. Übrigens: Unseren Sieg 2010 konnte ich damals auch nicht mit meiner Familie feiern. Vielleicht ist es also ein gutes Omen? Wer weiß das schon?

Donnerstag, 8. März 2018

Wo ich in diesem Jahr auf der Leipziger Buchmesse zu finden bin

Bild von Leipziger Buchmesse


Hallo Buchlinge, 

nächste Woche um diese Zeit läuft mein Countdown Richtung Leipzig. Diesmal bin ich ohne das Ge(h)folge unterwegs, aber mit genauso guter Begleitung! 
Und natürlich haben wir das Programm durchstöbert und uns einen kleinen Terminplan zusammengestellt. Ob wir wirklich alle Termine aufsuchen werden, wissen wir noch nicht. Must haves werden für euch allerdings markiert. 


Donnerstag 15.03.18 

Wann: 20:00 Uhr 
Was: Lesung zum Buch Bis die Sterne zittern von Johannes Herwig
Wo: Paul-Gerhard Kirche Leipzig, 


Freitag 16.03.18

Must have
Wann: 11:00 - 11:30 Uhr 
Was: Lesung und Gespräch zu Mein Sommer auf dem Mond von Adriana Popescu. Klappentext von cbj: Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade ... und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe ..."
Wo: Lesebude 2, Stand H500, Halle 2 

Must have
Wann: 12:00 Uhr
Was: Termin bei meiner Ansprechpartnerin von RandomHouse Audio / cbj Audio
Wo: Hörbuch Gemeinschaftsstand, Halle 3, D300 / D 400

Must have 
Wann: 13:30 - 14:00 Uhr 
Was: Lesung und Gespräch zu Nicht weg und nicht da von Anne Freytag Klappentext von Heyne fliegt: "Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihrem mausgrauen Ich und ihren Haaren. Übrig bleiben drei Millimeter und eine Mauer, hinter die niemand zu blicken vermag. Als Jacob und sie sich begegnen, ist er sofort fasziniert von ihr. Doch Luise hält Abstand. Bis sie an ihrem sechzehnten Geburtstag aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – es ist die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und dem verschlossenen Jacob an ihrer Seite gelingt es Luise, inmitten dieser so aufwühlenden wie traurigen Zeit das Glitzern ihres Lebens zu entdecken ..." 
Wo: Lesebude 2, Stand H500, Halle 2 

Wann: 15:00 Uhr 
Was: Bilderbücher im App Format 
Wo: Halle 2 

Wann: 15:30 - 16:30 Uhr
Was: Do's und Don'ts rund um das Thema Bewerbung: Tipps & Empfehlungen Ingrid Abeln (Personalleiterin, Osiandersche Buchhandlung) Lucia Falkenberg (Personalleiterin, eco Verband der Internetwirtschaft e.V.) Ursula Rosengart (Geschäftsführerin, Gabal Verlag) Denise Timm (Personalmanagerin, Carlsen Verlag)
Wo: Fachforum 1, Stand E600, Halle 5 

Wann: 16:00 Uhr
Was: Bloggertreffen (bei Twitter entdeckt).
Wo: Bloggerlounge, Halle 5, Stand C600 (ACHTUNG: Das sind die Daten vom letzten Jahr. Bin mir nicht sicher, ob das noch aktuell ist).

Wann: 16:00 Uhr 
Was: Buchbinden 
Wo: Halle 2 

Wann: 17:00 - 17:30 Uhr 
Was: Brainflower Media Studio präsentiert Hörspiele der DreamTeamer Hörspieler
Spannung zum Zerreißen: „Das Haus“ (Mystery), „Das Moor“ (Mystery) und „Pythagoras“ (Weltraumpsychothriller) – das Label Brainflower Media Studio präsentiert auf der Leipziger Buchmesse Ausschnitte aus dem Bühnenprogramm der DreamTeamer Hörspieler und ihren Studioversionen.
Wo: Forum Literatur und Hörbuch, Stand B501, Halle 3 

Ob wir es wirklich zu diesem Programmpunkt schaffen, steht noch nicht fest, da diese Lesung sehr beliebt und recht schnell ausgebucht ist.

Wann: 20:00 Uhr
Was: Piper Fantasy Nacht: Lange PIPER Lesenacht mit den Fantasy-Stars Andreas Brandhorst, Michael Peinkofer und Lukas Hainer. Moderation: Christian Handel.
Wo: Schille Theaterhaus , Otto-Schill-Straße 7, 04109, Leipzig (Zentrum) Straßenbahnlinie 2, 9, 


Samstag 17.03.18

Wann: 10:30 Uhr 
Was: Making Aktivitäten mit Kindern: „Probieren, hinterfragen und kreieren“ ist das Motto des Workshops für TüftlerInnen.
Viele Dinge können fertig gebaut gekauft werden. Wie sie aufgebaut sind und wie es darin aussieht, erfährt man oftmals nicht. Dabei gilt: wer eine Taschenlampe bauen kann, braucht keine zu kaufen und weiß aber vor allem, wie sie funktioniert.
Wo: Forum Politik und Medienbildung, Stand D310 / C311, Halle 2 

tendenziell Must Have
Wann: 10:30 Uhr 
Was: Lesung und Gespräch zu Die Stille meiner Worte von Ava Reed: Wenn die Worte fehlen: Die Autorin präsentiert die berührende Geschichte von Hannah und Levi.
Hannah hat ihre Worte verloren. In der Nacht, als ihre Zwillingsschwester Izzy ums Leben kam. Wer soll nun ihre Gedanken weiterdenken, ihre Sätze beenden und ihr Lachen vervollständigen? Niemand kann das. Egal, was Hannahs Eltern versuchen, sie schweigt.
Um Izzy nicht loslassen zu müssen, schreibt sie ihr Briefe. Schreibt und verbrennt sie. Immer wieder.
Hannah kann der Stille ihrer Worte nicht entkommen. Bis sie Levi trifft, der mit aller Macht versucht herauszufinden, wer sie wirklich ist …
Wo: Lesebude 2, Stand H500, Halle 2 

Wann: 11:00 Uhr
Was: Lesung und Gespräch zu Die Krone der Sterne von Kai Meyer: Der zweite Band der magischen Space Opera aus der Feder von Bestsellerautor Kai Meyer! In jenen Tagen strahlten die Sterne heller. Könige herrschten über Sonnen, Adelshäuser regierten wie Götter im All. Wo Leidenschaften entbrannten, wurden gewaltige Schlachten geschlagen. Zivilisationen vergingen, Welten zerbrachen, Gestirne zerstoben zu Sternenstaub. Am Ende des bekannten Universums, auf der Hexenwelt Empedeum, sucht der Orden der Gottkaiserin nach einem Zugang zum Pilgerkorridor, einer uralten Sternenstraße, von der keiner ahnt, wohin sie führt – oder was sich auf ihr nähert. In ihrer Verblendung rufen die Hexen ihren Götzen an, das Schwarze Loch Kamastraka, und ahnen nicht, welches Unheil sie damit heraufbeschwören. Derweil sind Iniza und Glanis dem Orden entkommen und leben mit ihrer neugeborenen Tochter unter Piraten auf dem Planeten Noa. Doch auch dort sind sie alles andere als sicher: Verrat und Entführung, Hinterhalte und Meuchelmorde führen auf die Spur eines Komplotts, das einen galaktischen Krieg entfachen soll. Um das Leben des Kindes zu retten, nimmt Iniza mit ihren Gefährten den Kampf auf – auch wenn das den Untergang ganzer Welten bedeutet. Ein ungewöhnlicher Autor mit einer einzigartigen Serie.
Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet. Wo: Glashalle 4, das blaue Sofa

Must have
Wann: 12:00 - 12:30 Uhr 
Was: Lesung und Gespräch über Und wenn die Welt verbrennt von Ulla Scheler: Der Junge und das Kreidemädchen – die mitreißende Geschichte einer berührenden, gefährlichen Liebe
Er ist ein Junge mit bunten Kreiden, der Menschen in Bildern auf dem Asphalt einfängt. Sie ist ein Mädchen mit einem dunklen Geheimnis, das niemanden an sich heranlässt. Felix und Alisa. Beide leben in ihrer eigenen Welt, bis sie sich durch Zufall begegnen. Und plötzlich ist es ausgerechnet Alisa, die Felix versteht wie niemand sonst. Zusammen sind sie stark, fast unschlagbar. Bis ein Haus brennt und Alisa von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird ...
Ulla Scheler wurde 1994 in Coburg geboren. Bücher liebt sie schon seit ihrer Kindheit. Nach dem Abitur arbeitete sie in einem Krankenhaus, beim Fernsehen und in einem marokkanischen Hotel. Ihr Debütroman „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ war ein großer von Lesern und Presse gefeierter Erfolg. Er wurde außerdem für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 nominiert. Die Autorin lebt derzeit in Karlsruhe und studiert Informatik.
Wo: Lesebude 2, Stand H500, Halle 2 

Wann: 12:30 - 13:00 Uhr 
Was: Skulduggery Pleasant - Auferstehung: Der irische Bestsellerautor und der kultige Skelettdetektiv zu Gast in Deutschland. Black is back! Weil eine Kleinigkeit wie das Ende ihn nicht aufhalten kann, feiert Skulduggery Pleasant ein großes Comeback und läutet mit "Auferstehung" nicht nur den Beginn einer neuen Staffel der Buchreihe, sondern auch den Start in eine neue Ära ein. Fans der Reihe und alle, die es werden wollen, dürfen diesen Event nicht verpassen. Gemeinsam mit Zauberzunge Rainer Strecker ist Derek Landy zu Gast auf der Leipziger Buchmesse! Omen Darkly ist nur ein mittelmäßiger Schüler an der Corrival-Akademie in Roarhaven. Anders als sein Zwillingsbruder Auger, der Auserwählte, der schon fast genauso viele spannende Abenteuer erlebt hat wie einst die Toten Männer. Dennoch ist es Omen, der von Skulduggery Pleasant einen Auftrag erhält. Einer seiner Lehrer hat einen Geheimbund gegründet. Und da soll Omen sich mal umhören. Nur kurz! Und ganz unauffällig, versteht sich. Und anschließend soll er schön brav weiter zu Schule gehen. Na, wenn Skulduggery seinen neuen Schüler da mal nicht unterschätzt hat!
Wo: Leseinsel Fantasy, Stand H410 / J400, Halle 2, 

Wann: 13:00 - 13:30 Uhr 
Was: Lesung und Gespräch zu "Die Götter von Asgard" von Liza Grimm: Was sagt man zu jemandem, der behauptet, einen vor dem Zorn der Götter schützen zu wollen? Natürlich glaubt die Studentin Ray kein Wort von dem Gerede der mysteriösen Kára über eine Prophezeiung und das mögliche Ende Asgards. Stattdessen ergreift sie die Flucht. Und läuft dabei Tyr in die Arme, der sie auf Anhieb fasziniert. Ray ahnt nicht, dass Tyr als Odins Gesandter um jeden Preis verhindern soll, dass die Prophezeiung eintrifft. Als sich auch noch Loki, Gott der Listen und Heimtücke, in die Geschehnisse einmischt, muss Ray auf einer abenteuerliche Reise ins Reich der Götter und Riesen herausfinden, ob sie wirklich eine Heldin sein kann.
Wo: Leseinsel Fantasy, Stand H410 / J400, Halle 2, 

Must have
Wann: 13:30 - 14:00 Uhr 
Was: Über Hörbücher, das Sprechen und das Vorlesen: Uve Teschner ist einer der gefragtesten Hörbuchsprecher und erhielt die Auszeichung „Sprechergott“.
Im Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de erläutert Uve Teschner, wie man einen Text im Studio und auf der Bühne stimmlich zum Leben erweckt. Wie zieht man die Zuhörer in seinen Bann? Wie bereitet man sich auf eine Lesung vor? Und was bedeutet es überhaupt, einen Text gut vorzulesen?
Wo: Leseinsel Autorengemeinschaftspräsentation, Stand D302, Halle 2

Wann: 15:00 - 15:30 UHr 
Was: Lesung und Gespräch zu Die Klinge des Schicksals von Markus Heitz: Unheimlich, abenteuerlich und actionreich  Seit vor 150 Jahren der Wald in Yarkin begonnen hat, sich unaufhaltsam auszubreiten, sind die Menschen immer weniger geworden. Die letzten Überlebenden wurden auf eine Halbinsel zurückgedrängt. Immer wieder hat man Expeditionen ausgesandt, um ein Mittel gegen das Vordringen der Bäume zu finden – keine kehrte zurück. Bis die legendäre Kriegerin Danèstra auf Kalenia trifft, die eine schier unglaubliche Geschichte erzählt: von einer Siedlung im Wald und einem grausamen Überfall, der das wahre Böse offenbart habe; und von einer Verschwörung unter den Menschen, die nur sie, Kalenia, aufdecken könne. Sie bittet die Kriegerin um Hilfe. Doch kann Danèstra ihr wirklich trauen?
Wo: Leseinsel Fantasy, Stand H410 / J400, Halle 2, 

Leider werden wir es wahrscheinlich auch zu diesem Programmpunkt nicht schaffen. Außer, wir verzichten auf die Veranstaltung danach. Aber seht am besten selbst. 

Wann: 17:00 - 17:30 Uhr 
Was: Lesung und Gespräch zu Flugangst 7A von Sebastian Fitzek: Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen. Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin. Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet. Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen. Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ... Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs.
Wo: LVZ Autorenarena, Stand D100, Halle 5 

Wann: 18:00 Uhr 
Was: Die große Heyne und Penhaligon Fantasy Nacht bei Ludwig: Die vielfältige Welt der Fantasy präsentiert von bekannten und neuen deutschen Fantasy-Autoren! Von Dämonenjäger und Gestaltenwandler, vom fernen Kaiserreich Berun, von Seeschlangen im Perlenmeer oder von einer Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Die Welt der Fantasy ist bunt und spannend.
Am Messesamstag präsentieren fünf Autoren und eine Autorin vier neue Titel aus der deutschen Fantasyliteratur.
Es verspricht wie jedes Jahr ein unterhaltsamer und abwechslungsreicher Abend zu werden.
Bernhard Hennen und Robert Corvus stellen "Schlangengrab", den vierten Band der Phileasson Saga vor.
Tom und Stephan Orgel lesen aus "Der verborgene Turm", dem dritten Band der Blausteinkriege.
Mit Michael Hamannt betritt ein neuer Autor die Bühne. Er präsentiert "Dunkelkönig" den ersten Band seiner Dämonenkriege-Saga.
Und eine weitere Neuentdeckung ist die Autorin C. E. Bernard. Sie wird aus "Palace of Glass - Die Wächterin", dem Auftakt ihrer Palace-Trilogie lesen.
Wo: Bei Thalia, nein Spaß: Bahnhofsbuchhandlung Ludwig Querbahnsteig, gegenüber Gleis 11/12, 04109, Leipzig (Zentrum), S-Bahn 12, 11, 10, 7 


Sonntag 18.03.18 

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob wir uns am Sonntag wirklich au das Messegelände wagen. Da meine Begleitperson aber ziemlich abgehärtet ist was Menschenansammlungen betrifft, ist es gut möglich, dass wir ein paar Stunden vor unserer Abfahrt auf dem Messegelände zu finden sind. 

Wann: 11:00 - 11:30 Uhr
Was: Sebastian Fitzek spricht über Flugangst 7A
Wo: Glashalle, MDR Stand 17

Natürlich werden wir uns auch in der Bloggerlounge aufhalten. Ich hoffe einfach mal sie befindet sich auch dieses Jahr in Halle 5, Stand C600.


In diesem Sinne 

... interessiert mich natürlich: Was sind eure Messepläne? Macht ihr das Messgelände unsicher oder treibt ihr euch bei der Leseparty rum? 

Und wie immer gilt: Wenn ihr mich erkennt, freue ich mich natürlich, wenn ihr mich ansprecht oder meiner Begleitung den Hey-ich-will-mit-euch-reden-Blick zuwerft.