Mittwoch, 31. Januar 2018

[Anzeige] Wolkenschloss

Bild von Argon Verlag
Steckbrief
Name: Wolkenschloss (auch als Buch erhältlich)
Autor: Kerstin Gier
Verlag: Argon Verlag
Geeignet für: Gier-Fans oder Menschen, die gerne Jugendbücher lesen
Gelesen oder gehört: gehört: gehört in ungekürzter Fassung
Sprecher: Ilka Teichmüller
Emmas Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext 
(von Argon Verlag

"Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz."


Emmas Meinung
Die Gestaltung des Hörbuchs: Was mir hier sehr gut gefällt ist, dass der Argon Verlag das Hörbuch ungekürzt produziert hat. Die CDs befinden sich in einer CD Box, die sehr schön gestaltet ist. Eigentlich bin ich kein Fan von CD Boxen, weil ich es nicht mag, wenn die CDs einzeln verpackt in einer Box herumfliegen. Aber diese Box gefällt mir wirklich sehr gut. 

Die Hörbücher von Kerstin Gier habe ich bisher immer mit der Stimme von Simona Pahl verbunden. Das liegt mitunter daran, dass sie die Silber-Trilogie gelesen hat. Da es sich beim Wolkenschloss ebenfalls um ein Jugendbuch handelte, rechnete ich damit, dass die Geschichte von einer jungen Sprecherin vertont werden würde.

Hörbuchsprecherin Ilka Teichmüller hat eine etwas tiefere Stimme, die meine Vorstellungen von jung aber sehr gut getroffen haben. Sie machte mir den Einstieg in das Wolkenschloss leicht und ich fand sehr schnell Gefallen an ihrer Interpretation. Ilka Teichmüller machte die Abenteuer rund um das Wolkenschloss lebendig und bewies Kreativität in ihrer Erzähleweise. So reichte ihr Repertoire von Protagonistin Fanny über einen besserwisserischen Jungen bis hin zu einem schweizerdeutsch sprechenden Mitarbeiter des Hotels. Besonders gut gefielen mir die Interpretation der Dialoge zwischen den verschiedenen Charakteren.

Kommen wir zum Inhalt: Fanny hat es nicht leicht. Sie entschließt sich dafür, die Schule abzubrechen und dem Abitur den Rücken zu kehren. Um sich erst einmal neu zu sortieren, verschlägt es sie in das Wolkenschloss. Ein traditionelles Hotel mitten in den Bergen. Beinahe abgeschnitten von der Außenwelt. Hier nimmt sie den Job der Jahrespraktikantin an. Und wie das bei Praktikantinnen so ist, wird sie schnell Mädchen für alles. Ihre Hauptaufgaben: Kinderbetreuung und die Mitarbeit im Wellness Bereich.
Fanny ist zu gutmütig für diese Welt. Und so wird sie schnell von ein paar Aushilfskräften und einem kleinen besserwisserischen Jungen auf die Probe gestellt. Ob sie ihre Position verteidigen kann?

Besonders gut gefallen haben mir im Wolkenschloss die verschiedenen Charaktere. Zum einen Protagonistin Fanny, aber auch den Hotelierssohn Ben, der seine Ferien arbeitend im Hotel verbringen muss. Doch was sich am Anfang wie Zwang anhört, ändert sich schlagartig, als die Zukunft des Hotels zu wackeln beginnt. Dann wäre da noch Tristan, ein Junge, dessen Rolle nicht ganz klar ist. Aber schnell steht fest: Er hat ein Geheimnis. Kommt ihm Fanny auf die Schliche?
Selten habe ich ein Hörbuch gehört, das so tolle Nebencharaktere hervorzaubert. Mein Highlight war eindeutig die verbotene Katze. Was es mit ihr auf sich hat und warum sie verboten ist? Das müsst ihr wohl selbst herausfinden.

Allerdings verwirrte mich die Verknüpfung der Handlungsstränge etwas. Oder besser gesagt die Struktur. Kerstin Gier führte einige Handlungsstränge ein, ließ diese aber schnell wieder ins Leere laufen. Ich war mir also nie ganz sicher, ob diese Handlungsstränge nun relevant waren oder nicht.
Lange war mir also nicht klar, was das zentrale Thema von Wolkenschloss war. Die Frage, wie es mit Fanny weitergehen sollte? Die Zukunft des Hotels? Oder doch eine Liebesgeschichte und ein kleiner Kriminalfall?
Und auf den letzten Metern griff Kerstin Gier einige Fäden wieder auf, verband diese und sorgte dafür, dass jeder Strang eine gute Auflösung fand. Gerade gegen Ende wurde es noch einmal sehr spannend und ich fragte mich, wie Fanny ihre Mission meistern würde.

Kerstin Giers Schreibstil ist lebendig und frisch. Gerade ihre Dialoge sind spritzig und äußerst unterhaltsam. Daher ahnte ich, was mich im Wolkenschloss erwartete. Doch hier zeigt die Autorin ein neues Element: In diesem Jugendbuch wird sehr viel beschrieben. Kerstin Gier greift die verträumte Atmosphäre auf und erzählt uns vieles über den Ort und die Charaktere unserer Geschichte. Einige werden mit dem Kopf schütteln und sich verzweifelt fragen, warum uns die Autorin das Erzählte nicht einfach anhand von Situationen zeigt. 
Ich halte aber dagegen und habe ein kleines aber feines Argument: Das Hörbuch ist Ende des Jahres, beinahe in der Vorweihnachtszeit erschienen. (Ich runde großzügig auf, verzeiht mir!) Und hier passt die beschreibende, bildhafte Sprache. Diese ruhige Atmosphäre, die aber dennoch viel Spannung enthält. Ich fand es toll, auch eine andere Seite der Autorin kennenzulernen.

Gesamteindruck: Ich habe schon ein paar Stimmen vernommen, die meinen, dass das Wolkenschloss nicht zu Kerstin Giers besten Geschichten gehört. Vielleicht mag es stimmen, aber ich fand es auch toll, mal eine andere Seite der Autorin erleben zu dürfen. Für mich müssen es nicht immer die rasanten, abenteuerlichen Geschichten sein. Es darf gerne auch mal ruhiger zugehen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mich im Wolkenschloss sehr wohlgefühlt habe und unterhaltsame Hörstunden hatte.


Skyara denkt
Dieses tolle Hörbuch ist mir im Regal von Emma aufgrund seines faszinierenden Covers aufgefallen. Daher habe ich es mir von ihr ausgeliehen, ohne zu wissen, was hier auf mich zukommt. Außerdem hab ich mich auch nicht darüber informiert, als ich damit begann. Die einzige Bedingung welche Emma an mich stellte: Hör es um Weihnachten! Gesagt, getan: Nun ist also der 27.12.2018 und ich habe es gestern beendet.

Der Inhalt: Wir werden hier von Kerstin Gier in den Alltag der Protagonistin Fanny Funke eingeführt. Diese ist als Jahrespraktikantin im Grandhotel Wolkenschloss in der Schweiz angestellt und hat bereits ein paar Stationen seit September durchlaufen. Jetzt ist es kurz vor Weihnachten und man erfährt so einiges über die ab- und anreisenden Gäste. Bald steht auch der Silvesterball ins Haus, der an sich schon einige Berühmtheit erreicht hat, doch auch durch seine illustren Gäste sehr bekannt ist. Und unsere Fanny soll sich nun in ihr neues Arbeitsfeld einfügen, der Kinderbetreuung. Doch auch wenn sie von den Kindern meist gemocht wird, so hat sie dennoch so ihre Probleme mit dem ein oder anderen Kind. Mit einem aber ganz besonders und diesen lernen wir bereits zu allererst kennen. 
Ich persönlich würde diesen gerne als Schweizer Abbild des bekannten „kleinen Arschloch“ bezeichnen. Aber auch wenn es vermuten lässt, dass sich das ganze Buch nur um die beiden dreht, ist dem nicht ganz so.

Anfänglich geht es wie gesagt erst mal um den Alltag im Hotel, der Gäste und der Angestellten. Dies wird alles sehr anschaulich aus der Sicht von Fanny erzählt. Es gibt so manche Figuren, die man sofort ins Herz schließt und so manche, denen man am liebsten den sprichwörtlichen Hintern versohlen möchte. Und genau aus diesen Gründen liest man weiter, bis es schließlich sehr turbulent zugeht im eigentlich recht geruhsamen Wolkenschloss. Auch eine kleine Liebesgeschichte in Form einer Dreiecksbeziehung darf hier nicht fehlen. Es hat einfach alles was einem die (Vor-)Weihnachtszeit versüßt und ich bin wirklich froh und glücklich dieses Hörbuch ausgeliehen bekommen zu haben. 

Die Sprecherin Ilka Teichmüller passt hier wirklich gut und hat auch alle Figuren herrlich mit ihrer Stimme in Szene gesetzt. Ihre Klangfarbe fand ich sehr angenehm und ich empfehle dieses Buch auch gerne als Einsteiger-Hörbuch!

Da ich die weihnachtliche Stimmung wirklich toll fand und auch die Tatsache das es dennoch eine rasante Geschichte erzählt vergebe ich hier gerne mal die vollen 5 von 5 Punkte.


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* Dieses Hörbuch wurde mir vom Argon Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Kommentare:

  1. Liebe Emma :)
    Das Buch steht noch ungelesen bei mir im Regal und deswegen musste ich gleich mal deine Rezension zum Hörbuch lesen! Sie ist super geworden! Es klingt nach einem schönen, ruhigen, aber eben auch interessantem Buch für gemütliche Stunden. Beinahe bin ich traurig, dass ich es nicht um Weihnachten herum gelesen habe, wenn du meinst, dass der Stil gerade da gut passt. Auf jeden Fall bin ich jetzt neugierig geworden, auch wegen der tollen Nebencharaktere. Der Themenmix klingt ein bisschen merkwürdig, aber auch cool! Mal schauen, wie es mir gefallen wird. ;) Ich finde tiefe Stimmen übrigens bei Hörbüchern immer sehr angenehm. Ich freue mich, auf die neue, andere Seite von Kerstin Gier!
    Ganz liebe Grüße,
    Julia

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  2. Guten Morgen Julia,

    es freut mich, dass ich dich neugierig auf das "Wolkenschloss" machen konnte.

    Die Charaktere sin wirklich total cool. Ich habe sie sehr gerne gemocht und finde es fast ein bisschen schade, dass es sich bei dem Buch um einen Einzelban handelt.

    Ich bin gespannt, wie dir das Buch gefällt und vielleicht kannst du es ja auch zu jeder Zeit lesen :-).

    viele Grüße

    Emma

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