Montag, 12. November 2018

Fahrenheit 451

Bild von Diogenes Hörbuch
Steckbrief

Name: Fahrenheit 451 (auch als Buch erhältlich)
Autor: Ray Brandbury
Verlag: Diogenes Hörbuch
Geeignet für: Menschen, die gerne Dystopien lesen oder düstere Geschichten suchen
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext

(von Diogenes Hörbuch)

"Bei 451 Grad Fahrenheit »fängt Bücherpapier Feuer und verbrennt«. In dem Staat, den Bradbury in eine nahe Zukunft projiziert, ist die Feuerwehr nicht mehr mit Wasserspritzen ausgerüstet, sondern mit Flammenwerfern, die genau diesen Hitzegrad erzeugen, um die letzten Zeugnisse individualistischen Denkens – die Bücher – zu vernichten. Da beginnt ein Feuerwehrmann, sich Fragen zu stellen…"


Meine Meinung 

Fahrenheit 451 erzählt die Geschichte des Feuerwehrmanns Guy Montag, der aber nur selten beim Vornamen und meist nur bei seinem Nachnamen genannt wird. Zu Beginn denken wir noch, dass Montag ein glückliches Leben führt: Er ist verheiratet, lebt in einem kleinen Haus, mag seine Arbeit und kommt auch mit seinen Kollegen gut aus.
Eines Tages lernt er ein Mädchen in der Nachbarschaft kennen. Ein Mädchen, das nicht wie die anderen Kinder zur Schule geht, sondern Montag Fragen stellt. Fragen, die ihm noch nie gestellt wurden und ihm zum Nachdenken anregen. 

Die Handlung von Fahrenheit 451 empfand ich als etwas wirr. Es wird schnell deutlich, dass Ray Brandbury mit seiner Geschichte sehr klare Gesellschaftskritik übt. Allerdings verzichtet er völlig darauf, den Staat, in dem Montag lebt, zu beschreiben, sondern liefert uns nur wenige Informationen, die wir für die Geschichte brauchen. Und das wäre beispielsweise die Tatsache, dass Bücher verbrannt werden und warum man Bücher als Gefahrengut erachtet. Um die Geschichte aber noch etwas besser erfassen zu können, hätte ich mir etwas mehr Wissen über die Welt gewünscht, in der Montag lebt.

Guy Montag als Protagonist ist sehr interessant: Während er am Anfang der Geschichte noch glaubt, glücklich zu sein, beginnt er sich schnell die Frage zu stellen, was Glück überhaupt ist und ob er sich wirklich glücklich fühlt. Und diese Gedanken bringen sein Leben ganz schön durcheinander. 
Spannend finde ich hier, dass Ray Brandbury seine Handlung auch auf den inneren Konflikten von Montag aufbaut und uns durch die wenigen Beschreibungen der Welt so nicht von äußeren Konflikten ablenkt. 

Kommen wir nun zur Gestaltung des Hörbuches: Als ich mit dem Hörbuch begann und nach wenigen Sekunden erkannte, dass es von Rufus Beck gesprochen wird, musste ich schon etwas schmunzeln und war gleichzeitig gespannt, wie er Fahrenheit 451 interpretiert, da es sich hier, meiner Meinung nach, nicht um ein Jugendbuch handelt. Rufus Beck transportiert diese langsame Bröckeln von Guy Montags Fassade sehr gut und lässt uns an Montags Orientierungslosigkeit und auch der Verzweiflung teilhaben. Er machte diese für mich doch etwas hohle Welt ein Stück lebendiger. 
Außerdem überzeugte mich Diogenes Hörbuch durch kleine Stilmittel. Die Geschichte war in unterschiedliche Abschnitte eingeteilt: Und zu Beginn von jedem neuen Abschnitt wurden kleinere Geräusche, wie das Knistern eines Feuers oder der Donner eines Gewitters eingeblendet. Das waren gut gesetzte Akzente, die uns die Stimmung der Geschichte noch etwas näher gebracht haben. 

Ray Brandburys Schreibstil besteht zum Großteil aus Monologen. Gedanken oder Spiralen in denen sich Montag befindet. Das Gruselige an Fahrenheit 451 war für mich, dass Aspekte in der Geschichte auftauchten, die mit viel Pech wirklich irgendwann in der Zukunft in unserer Welt eintreten könnten. Ray Brandbury erzählt hier eine Geschichte, die sich eher im Innen, als im Außen abspielt.  

Gesamteindruck 
An sich hätte ich mir in der Handlung von Fahrenheit 451 etwas mehr Struktur gewünscht. Die Konflikte, die Ray Brandbury herausgearbeitet hat, waren zwar sehr interessant, blieben für mich aber doch ungelöst im Raum stehen. 
Fahrenheit 451 kann ich allen empfehlen, die sich für eine potentielle Entwicklung unserer Gesellschaft interessieren. Obwohl die Frage, wie wir diese Entwicklung aufhalten können ungelöst im Raum stehen bleibt.

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Dieses Hörbuch habe ich im Rahmen des Buchclubs gehört. Du möchtest wissen, was es mit dem Buchclub auf sich hat? Dann schau doch einmal hier vorbei. 

Sonntag, 11. November 2018

Ich habe die englische Katze bedient - In dieser Woche beendet!

Guten Abend Buchlinge, 

heute stelle ich euch wieder zwei Hörbücher vor, die ich in dieser Woche beendet habe. Und zwar geht es um Ich habe den englischen König bedient von Bohumil Hrabal und Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden von Genki Kawamura. 



Erwähnte Hörbücher 



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Inhaltsverzeichnis 
00:00 Min: Intro 
00:36 Min: Ich habe den englischen König bedient 
01:07 Min: Ich habe den englischen König bedient Hörprobe 
02:27 Min: Meinung zum Hörbuch 
04:59 Min: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden 
05:49 Min: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden Hörprobe 
06:40 Min: Meinung zum Hörbuch 
09:59 Min: Outro 

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Freitag, 9. November 2018

Nach fast zwei Jahren werden die Fronten geklärt - Bücherstammtisch im Oktober 2018

Bild von A. Mack
Hallo Buchlinge,

auch im Buchmessen-Monat fand wieder ein Treffen des Bücherstammtisches in Freiburg statt. Und was soll ich sagen? Nach fast zwei Jahren wurden endlich unsere Fronten geklärt: Wir stellten uns unsere Lieblingsgenres vor und diskutierten über die Frage, ob wir Bücher grundsätzlich zu Ende lesen, oder ein Buch auch mal abgebrochen werden darf.





Genre Talk 

Und hier stellte sich schnell heraus, dass es in unserer Gruppe zwei Lager gab:
Die Mitglieder des ersten Lagers wollten sich nicht so recht auf ein Genre festlegen. Wozu denn auch? Schließlich gibt es eben unterschiedliche Genres, die auch alle gelesen werden wollen. Warum sollte man sich also von vorne herein einschränken?
Im zweiten Lager gab es dann eine eindeutige Tendenz, die den Titel Fantasy trug. Natürlich kamen hier auch mal Ausflüge in andere Genres vor, jedoch ist und bleibt Fantasy (vorerst) die absolute Nummer eins.


Obwohl ich eigentlich auch eher zum ersten Lager gehöre, entschied ich mich das Genre Thriller, insbesondere die Psychothriller beim Bücherstammtisch vorzustellen. Ich mag es, wenn Geschichten aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden und wir mitraten müssen, welche Perspektive nun den größtmöglichen Anteil an Wahrheit enthält.
Allerdings mag ich es nicht, wenn Autoren dem Leser Gewaltfantasien mithilfe des eigenen Kopfkinos einpflanzen, oder wenn Autoren Gewaltszenen detailliert beschreiben.
Als Einsteiger Lektüre um sich dem Genre Thriller, insbesondere Psychothriller, erst einmal anzunähern, kann ich die Fear Street-Reihe von R. L. Stine empfehlen. Der Band Das Camp gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsbänden, steht aber stellvertretend für die Reihe. Die meisten Geschichten dieser Reihe sind in sich geschlossen. Meist erleben die Protagonisten merkwürdige Dinge, wie beispielsweise das Hören von Stimmen oder Sehen von Geistern. Und das Finale eines Buches findet in der so genannten Fear Street statt. Mein Lieblingsband der Fear Street-Reihe ist Das Verhängnis.
Ein Klassiker im Thriller Bereich sind wohl die Romane von Sebastian Fitzek. Ich habe mich diesmal für Amokspiel entschieden: Die Geschichte beginnt mit der Führung durch die Räumlichkeiten eines Radiosenders. Hier nimmt einer der Teilnehmer die Gruppe als Geisel. Er inszeniert das Ganze als schräge Spielshow: Und zwar werden wahllos Einwohner einer Stadt angerufen und müssen, wenn sie den Hörer abnehmen, einen bestimmten Spruch sagen. Wenn der Spruch nicht gesagt wird, stirbt eine Geisel.

Als es dann aber um Genres ging, zu denen wir nie greifen würden, waren wir uns dann wieder einig: Bücher mit Erotik und Bücher aus dem Bereich Horror werden nicht von uns gelesen. Meist werden in diesen Büchern Szenen beschrieben, über die wir einfach nicht mehr wissen wollen.
Außerdem stellte ich fest, dass eine Abneigung gegen ein Genre hauptsächlich darauf beruht, dass man bestimmte Vorstellungen hat, was man in diesem Genre geboten bekommt. Und wenn man sich dann eines Tages doch überwindet und sich den Vorurteilen stellen möchte, kann es einem blühen, dass man genau in diesen Vorurteilen bestätigt wird.


Bücher zu Ende lesen oder abbrechen? 

Ich konnte bei unserem Treffen feststellen, dass unsere beiden Themen für mich diesmal sehr nah beieinander lagen.
Ich kann Bücher kaum aus der Hand legen, wenn sie mich positiv überraschen, oder mich der Spannungsaufbau einer Geschichte begeistern kann.
Bücher, die ich abbreche, können mich meist von der Geschichte an sich oder einer unterwarteten Wendung nicht mehr packen. Allerdings habe ich auch Bücher abgebrochen, wenn ich mit dem Schreibstil der AutorInnen nicht zurechtgekommen bin.

Zudem stellte ich im Austausch mit den anderen Bücherstammtisch Mitgliedern fest, dass auch das Gestalten des Abbruches bei vielen von uns ähnlich aussieht: Meist werden nochmal ein paar Seiten des Endes der Geschichte gelesen, um zumindest noch einmal zu erfahren, wie die Geschichte endet.


In meinen mitgebrachten Büchern kamen genau diese beiden Aspekte zusammen: In Sommerfalle wird ein Mädchen entführt. Sie entkommt ihrem Entführer. Doch das scheint ihm nicht so viel auszumachen. Denn er verfolgt einen ziemlich schrägen Plan. Hier hat mir besonders gut gefallen, dass wir auch Kapitel aus der Sicht des Antagonisten erleben. Natürlich rechtfertigt das nicht sein Verhalten, aber es hilft etwas, um sein Verhalten nachvollziehen zu können.
Und Final Cut... Ich weiß gar nicht so recht, was ich über das Buch sagen soll. Hier führte mich der Klappentext in die Irre und machte mich neugierig auf eine Geschichte, die ich in der ersten halben Stunde des Hörbuchs leider nicht vorfand. Veit Etzold hat zwar einen tollen Schreibstil und warf mein Kopfkino unvermittelt an. Allerdings wurde hier ein Film abgespielt, den ich nicht wirklich sehen wollte.


Bücherstammtisch in Freiburg? Ich will mitmachen! 

Du kommst aus Freiburg oder der näheren Umgebung und möchtest Dich mit anderen Bücherwürmern einmal im Monat über Bücher austauschen? 

Dann bist Du hier genau richtig: Wir treffen uns einmal im Monat an einem Montag ab 17:20 Uhr vor dem Haupteingang der Buchhandlung Rombach in der Bertoldstraße in Freiburg.
Von dort aus gehen wir gemeinsam zu unserem Raum. Monatlich legen wir bestimmte Themen fest, über die wir dann bei unseren Treffen sprechen.
Auf dieser Seite findet ihr Infos zu unseren nächsten Treffen und den Themen. 

Momentan besteht unsere Gruppe aus Studierenden, ist aber für alle Altersgruppen offen. Wir reden hauptsächlich über Bücher aus der Belletristik (Unterhaltungsliteratur wie beispielsweise Fantasy, Jugendbuch, Thriller) sind aber auch offen für Bücher aus anderen Bereichen.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, hast Du zwei Optionen: 

Mailverteiler
Du lässt Dich in den Mailverteiler eintragen. Hier lade ich regelmäßig zu den Stammtisch Treffen ein oder verschicke Umfragen, damit wir die Themen unserer Treffen festlegen können.
Den Mailverteiler führe ich über GMX: Deine E-Mailadresse wird also in meinem GMX Account im Adressbuch gespeichert, aber nur nach Deinem Einverständnis an die anderen Bücherstammtisch Mitglieder weitergegeben. 

Wir sind auch bei Facebook vertreten. Auch hier werden Einladungen und Umfragen geteilt. Ab und an bricht hier auch eine spannende Diskussion aus. 


Wir freuen uns auf Dich!

Mittwoch, 7. November 2018

* Tod unter Lametta

Bild von der Hörverlag
Steckbrief

Name: Tod unter Lametta
Autor: Kai Magnus Sting
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: Hörspielfans und Fans von kurzen Krimigeschichten
Gelesen oder gehört: gehört als Hörspiel
Sprecher: Kai Magnus Sting, Anette Frier, Bastian Pastewka, Jochen Malmsheimer
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext

(von der Hörverlag)

"Warten aufs Christkind mal ganz anders – ein Mordsspaß in 24 Kapiteln

Killende Weihnachtsmänner bringen in der Adventszeit 24 Leute um die Ecke: Tote werden mit Lichterketten erdrosselt, Leichen in Schneemännern versteckt, Glühwein, Gans und Knödel vergiftet. Und mittendrin Hobbydetektiv Alfons Friedrichsberg – hochintelligent, trinkt gern, isst noch lieber und hat immer das letzte Wort–, der dem mörderischen weihnachtlichen Treiben auf die Spur kommen will. Es hilft alles nichts: Um diesen Fall zu lösen, muss er ins Weihnachtskostüm springen."


Meine Meinung 

Als ich vor ein paar Wochen eine Mail von einer Mitarbeiterin von der Hörverlag bekam und die Worte Tod unter Lametta und Bastian Pastewka las, war mir schnell klar, dass dieser Titel unbedingt bei mir einziehen muss. Und mal wieder habe ich das Wort Hörspiel gekonnt überlesen und war ziemlich erstaunt, als ich dann mit der Geschichte begann.

Kommen wir erst einmal zu der Gestaltung des Hörspiels: Leider kenne ich mich in der Welt der Hörspielregisseure noch nicht so aus, glaube aber, dass Kai Magnus Sting zu den alten Hasen gehört. Zumindest hatte ich schnell den Eindruck, dass er etwas von seinem Handwerk versteht. Die Charaktere waren alle mit guten Sprechern besetzt und auch das Zusammenspiel zwischen Erzähler, Geräuschen und Dialogen unserer Charaktere war wirklich gut aufeinander abgestimmt.
Was ich bei Tod unter Lametta besonders beeindruckend fand, war wieder einmal das Stilmittel des Erzählers. Der Erzähler wird hier so eingesetzt, dass er uns eine räumliche Orientierung gibt, aber den Inhalt nicht zusammenfasst, sondern das Erzählen den Charakteren überlasst. Und hin und wieder gibt es auch eine kleine Interaktion zwischen dem Erzähler und den Charakteren, was mir sehr gut gefallen hat, weil man sich so nicht von außen gesteckten Grenzen abschrecken lässt, sondern eine Geschichte kreativ erzählt.
Der einzige Nachteil für mich war, dass das Hörspiel in einem schnellen Tempo erzählt wird. Hier konnte ich nicht viel nebenher machen, weil mich jede noch so kleine Tätigkeit von der Geschichte abgelenkt hat. 

Kommen wir nun aber zum Inhalt von Tod unter Lametta: Um die Weihnachtszeit gibt es mehrere Tote und es stellt sich die Frage, wer diese umgebracht haben soll. Und da braucht es natürlich einen Kommissar und einen Assistenten, die sich des Rätsels annehmen.
Uns erwartet hier zwar ein spannender Krimi, der auch gut aufgelöst wird, aber dennoch bleiben die Geschichte und die Charaktere sehr oberflächlich. Ich weiß nach dem Beenden des Hörspiels genauso viel über die Charaktere, wie zu Beginn der Geschichte. Allerdings hat mich das nicht groß gestört, da das Hörspiel eben unglaublich gut gestaltet ist.

Kai Magnus Sting hat mich mit seinem Schreibstil vor allem durch seine Dialoge überzeugt. Hier begegnet uns viel Witz und auch die ein oder andere schräge, aber wirklich unterhaltsame Konversation, die vielleicht entfernt an Douglas Adams Schreibstil erinnert.

Gesamteindruck
Obwohl ich nicht damit gerechnet habe, an ein Hörspiel zu geraten, bin ich wirklich positiv überrascht von Tod unter Lametta. Ich mochte die Gestaltung des Hörspiels sehr, obwohl sie meine volle Konzentration gefordert hat. Das Hörspiel empfehle ich daher vor allem erfahrenen HörspielhörerInnen oder Menschen, die vielleicht Auto- oder Zugfahrten hinter sich bringen müssen.
Tod unter Lametta ist eine kurzweilige, aber gelungene Einstimmung auf die Weihnachtszeit.

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* Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

Montag, 5. November 2018

Der 451ste Schatten des Todes an Neujahr - Hörmonat Oktober 2018

Hallo Buchlinge,

wir tun jetzt einfach mal so, als wäre heute Montag. Laut dem Datum ist das nämlich auch so. (Und da am Mittwoch bereits eine neue Rezension auf euch wartet, sieht das im Uploadplan auch schöner aus).

In meiner heutigen Podcast Folge erzähle ich euch von den Hörbüchern und dem Hörspiel, die ich im Oktober beendet habe. Und zwar geht es um: Der Tod greift nicht daneben von Jörg Maurer, Neujahr von Juli Zeh, Fahrenheit 451 von Ray Brandbury und der Hörspiel Adaption Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon.

Wenn ihr auf diesen Link klickt, kommt ihr direkt zur YouTube Seite.
Ihr wollt den Podcast offline hören? Dann besucht mich bei SoundCloud.






Inhaltsverzeichnis

00:00 Min: Intro
01:36 Min: Der Tod greift nicht daneben
02:25 Min. Der Tod greift nicht daneben Hörprobe
05:41 Min: Meinung zum Hörbuch
08:33 Min: Neujahr
09:26 Min: Neujahr Hörprobe
16:31 Min: Meinung zum Hörbuch
19:52 Min: Fahrenheit 451
25:06 Min: Der Schatten des Windes
25:33 Min: Der Schatten des Windes Hörprobe
28:38 Min: Meinung zum Hörspiel
31:23 Min: Outro und Fragen an euch

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Bei den mit * markierten Büchern oder Hörbüchern handelt es sich um Rezensionsexemplare, die mir vom Verlag zur Verfügung gestellt wurden.

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Intro: Book Bag aus der YouTube Mediathek

Aufnahmegerät: iPhone 5s
Videobearbeitungsprogramm: Magix Video Deluxe 2016

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Freitag, 2. November 2018

5 Dinge, die ich gerne vor meinem Studium gewusst hätte - Part 4

Hallo Buchlinge,

heute werde ich euch von dem vierten Ding erzählen, das ich gerne vor Beginn meines Studiums erfahren hätte. Doch bevor wir mit dem eigentlichen Thema beginnen, weise ich wieder auf ein paar Aspekte hin:

Diese Reihe ist nicht ausschließlich für Menschen mit Behinderung gedacht, sondern richtet sich auch an angehende Studierende ohne Behinderung, oder ehemalige Studierende, die vielleicht auf ihr Studentenleben zurückblicken wollen.

Außerdem gilt:
  • Wenn ihr Fragen oder Ideen habt, über welche Themen ich in Bezug auf Sehbehinderung oder Blindheit unbedingt schreiben sollte: Lasst mir eure Ideen sehr gerne in den Kommentaren da oder schreibt mir eine Mail an EmmaZecka@gmx.de.
  • Am Ende des Beitrages findet ihr wie gewohnt eine Übersicht der letzten fünf Beiträge, die in dieser Rubrik bereits erschienen sind. Außerdem gibt es die altbekannte Info, wie sich meine Sehbehinderung im Alltag bemerkbar macht.

Aber kommen wir nun zum angekündigten Thema:


4. Dass ich viel Zeit alleine verbringen werde und es mich unabhängig machen wird

Ein kleiner Blick in Emmas Vergangenheit: Die Schulzeit
Vielleicht können sich einige von euch Buchlingen an das folgende Bild erinnern: Ihr seht Leute auf eurem Schulgelände, die immer alleine herumhängen. Vielleicht kennt ihr diese Leute flüchtig, findet sie komisch, oder denkt euch, dass es ja kein Wunder ist, dass sie immer alleine herumhängen. Oder ihr fragt euch vielleicht auch, warum sich offenbar niemand für diese Leute interessiert.
Ja, Buchlinge, auch bei mir an der Schule gab es Leute, die einen sehr einsamen Eindruck gemacht haben. Und ich habe manche von ihnen aus den Augenwinkeln beobachtet und gehofft, dass ich nicht auch irgendwann zu der Kategorie gehören würde, die allein an einem Tisch im Speisesaal sitzt, vor sich hin isst und keinen Gesprächspartner hat. Ich wollte nie in der Position sein, keine Wahl zu haben und - um beim sprachlichen Bild zu bleiben - alleine im Speisesaal essen gehen zu müssen.

Die ersten Wochen im Studium 
Die ehemaligen Studenten unter euch erinnern sich vielleicht noch an die ersten Wochen des Studentenlebens: Man irrt scheinbar verwirrt über einen fremden Campus und braucht erst einmal ein paar Wochen, um sich vor Ort zu orientieren und auch zu wissen, welche Anforderungen an einen gestellt werden. Man lernt gefühlt jeden Tag neue Leute kennen und findet schnell heraus, wer einem liegt und wen man besser meiden sollte.
Bei mir im Semester war es nicht anders. Schnell fanden sich Gruppen zusammen. Einige Gruppen änderten nach der Anfangszeit ihre Besetzung. Andere blieben das ganze Studium über beisammen und verbrachten mit Sicherheit eine schöne Zeit.

Der Alltag nach den Lehrveranstaltungen 
Schnell konnte ich feststellen, dass es nach den Lehrveranstaltungen im Grunde genauso ist, wie in der Schule. Das Ende einer Veranstaltung wird verkündet und wenige Sekunden später springen alle auf und verlassen fluchtartig den Raum. Teils lag es daran, dass man nur eine kurze Mittagspause vor der nächsten Veranstaltung zur Verfügung hatte, teils musste auch der Zug Richtung Heimat erreicht werden. Und obwohl die Bahn unpünktlich ist: Warten kann sie auch nicht.

Während viele meiner Kommilitonen in der Mittagspause in die Stadt oder in die Mensa gegangen sind, war mir das buchstäblich zu blöd:
Die Innenstadt ist mit dem Fahrrad relativ schnell zu erreichen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln muss man aber schon 15-20 Minuten einplanen (Warten auf die BAhn und Laufwege zu den Haltestellen). Also blieben mir umgerechnet nur noch 20 Minuten, um mir etwas zum Essen zu beschaffen. Da ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen bin, war es für mich also um einiges stressiger, für die Mittagspause in die Stadt zu fahren.
Auch ein Gang in die Mensa hätte organisatorischen Aufwand bedeutet: Ich habe Mühe, ein Tablett gerade zu halten und habe es mir auch nicht zugetraut, mich damit durch einen vollbesetzten Raum zu schieben. Außerdem ist Mensaessen teuer und nicht immer das Wahre.

Hilfe! Langeweile! 
Also verbrachte ich meine Mittagspausen meist in einem freien Raum in meiner Hochschule vor dem Smartphone und aß mitgebrachtes Essen. In den ersten Wochen war es mir noch unangenehm, alleine irgendwo herumzusitzen. Ich fragte mich, was wohl andere Leute über mich denken würden, wenn sie mich so alleine herumsitzen sahen. Hatten sie vielleicht dieselben Gedanken, wie ich zu Schulzeiten?
Aber der praktische Nutzen, eine Pause wirklich als Pause verbringen zu können und nicht von A nach B hetzen zu müssen und nichts von der freien Stunde zu haben, überwog für mich deutlich. Doch gerade in den ersten Wochen kamen mir die Mittagspausen beinahe endlos vor. Ich fragte mich irgendwann, wie ich die Zeit rumkriegen sollte.

Alleine sein als Chance
Nach und nach begann ich die Zeit, die ich alleine verbrachte, zu genießen. Ich konnte meine Gedanken schweifen lassen, über Blog- oder Schreibprojekte nachdenken, oder einfach mal an gar nichts denken. Übrigens habe ich all meine Pausen im fünften Semester - und es waren wirklich viele - beinahe nonstop mit David Nathan im fünften Band der Shadowmarch Reihe verbracht und es so geschafft, ein Hörbuch mit einer Laufzeit von 32 Stunden innerhalb eines Monats zu beenden. (Damals hörte ich noch nicht viele HÖrbücher, sodass es für mich einen kleinen Rekord darstellte).
Ich mochte es, die Pausen für mich zu haben und nicht kommunizieren oder jemandem zuhören zu müssen, sondern die Zeit so zu verbringen, wie ich es mochte, ohne jemandem verpflichtet zu sein.

Ausnahmen bestätigen die Regel!  
Aber es gab auch einige Lücken im Stundenplan, die ich in guter Gesellschaft verbracht habe. So kam es hin und wieder vor, dass ich Kommilitonen, die ich mochte, zufällig nach einer Lehrveranstaltung traf und wir so die Pause zusammen verbrachten.
Oder es gab Kommilitonen, die ich kannte, mit denen ich nach einer Pause im selben Seminar saß. Und so nutzten wir die Pause ebenfalls, um uns auszutauschen.
Und in einem Blockseminar verbrachte ich meine Mittagspause mit einer Kommilitonin, der es ähnlich ging, wie mir: Der Weg in die Stadt bedeutete mehr Stress als Vergnügen.
Für diese Begegnungen bin ich sehr dankbar und habe die gemeinsame Zeit wirklich genossen.

Und wie ist das jetzt mit der Unabhängigkeit? 
Immer wieder habe ich mich mit Kommilitonen über unsere Wahlpflichtseminare ausgetauscht, weil mich interessierte, warum sie sich für das ein oder andere Seminar entschieden hatten. Häufig bekam ich hier zur Antwort, dass es das einzige Seminar war, dass sie gemeinsam mit ihren Freunden belegen konnten. Es ging ihnen also gar nicht primär um den Inhalt, sondern mehr darum, Zeit mit Leuten zu verbringen, die sie mochten. Wenn es nebenbei noch interessante Inhalte gab, kam im besten Fall natürlich beides zusammen.

Ich konnte mich bei den Seminaren immer nach Interesse entscheiden. Und wie es der Zufall so wollte, hat es bei mir immer mit der Erstwahl geklappt, oder ich konnte ein Seminar tauschen. An sich wäre es vielleicht cleverer gewesen, sich mit Leuten zusammenzutun. Schließlich wusste ich ja nicht, welche Art der Leistungsnachweise mich in den Seminaren erwartete. Und meist handelte es sich um Gruppenreferate. Und wie ihr ja wisst, fehlte mir da der räumliche Überblick, um schnellstmöglich eine Gruppe zu finden.
Aber auch hier hatte ich Glück und konnte dank unserer Teilnehmerliste feststellen, dass ich meist 1-2 bekannte Leute in einem Seminar hatte, mit denen ich mich dann für Gruppenleistungen zusammengetan habe.
Es war ein tolles Gefühl, zu wissen, dass ich irgendwie alleine zurecht kam und nicht immer von anderen Leuten abhängig war, aber im Notfall auch immer Leute da waren, auf die ich mich verlassen konnte.

Und warum erzählst du uns das jetzt überhaupt? 
Viele Menschen haben Angst vor dem Alleinsein.
Zum einen liegt das hauptsächlich daran, dass sie sich fragen, was andere Leute über sie denken. Aber wahrscheinlich ist es den Leuten völlig egal, wie andere Leute ihre Freizeit verbringen und es ist nur eine Angst, die von euch und oder mir konstruiert wird.
Und zum anderen möchte ich mit diesem Artikel zeigen, dass Allein sein nicht ein Zeichen von Schwäche sein muss, sondern man auch gestärkt daraus hervorgehen kann. 


Und Du? 

Welche Erfahrungen hast Du im Studium gemacht?

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Die fünf letzten Beiträge dieser Rubrik
Barrierefreiheit auf der Frankfurter Buchmesse --> HIER KLICKEN
5 Dinge, die ich gerne vor Beginn meines Studiums gewusst hätte:
1. Dass man niemals an seien Hilfsmitteln sparen sollte
3. Dass es Spaß machen kann in der ersten Reihe zu sitzen und dort immer ein Platz frei ist.

Zu meiner Person und der Sache mit der Sehbehinderung: Ich bin von Geburt an auf dem linken Auge blind und auf dem rechten Auge hochgradig sehbehindert. Seit 2017 beträgt mein Sehrest 2%, was bedeutet, dass ich nach dem Gesetz als blind gelte. In der Praxis heißt dass: Ich...
  • Habe Mühe mich in unbekannten oder schlecht beleuchteten Räumen zu orientieren. 
  • Erkenne mir bekannte Personen nicht im Vorbeigehen. 
  • Laufe mit einem Blindenlangstock (von mir als Elderstab betitelt) pendelnd durch die Weltgeschichte. 
  • Kann keinen Blickkontakt mit meinem Gegenüber aufnehmen und mit der Mimik meines Gegenübers nichts anfangen. 
  • Kann Personen, die in unmittelbarer Nähe (linker, rechter Sitznachbar je nach Entfernung auch mein Gegenüber) erkennen, alle was darüber hinaus geht aber nicht.
Achtung: Mit den Prozenten und dem Sehrest verhält es sich sehr subjektiv. Nicht alle Menschen, die 2% sehen müssen beispielsweise einen Langstock zur Orientierung nutzen.

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Mittwoch, 31. Oktober 2018

* Ge(h)lebt im Oktober 2018

Gelesen im Oktober

Gelesene Seiten: 151 Seiten
Gelesene Zeit: 30 h 8 min
Beendete Hörbücher: drei Hörbücher und zwei Hörspiele

Durchgeblättert: Alles Licht, das wir nicht sehen von Anthony Doerr
Hierbei handelt es sich um eines unserer Buchclub Bücher. Leider musste ich schon nach wenigen Zeilen feststellen, dass ich Probleme mit dem Buchsatz hatte. Beispielsweise waren wörtliche Reden «so» und nicht etwa »so« gesetzt. Außerdem waren die Gedankengänge unserer Charaktere aus meiner Sicht nicht einheitlich gekennzeichnet. Ich hätte nicht gedacht, dass mich solche Kleinigkeiten beim Lesen stören könnten.
Dann erkannte ich, dass mir leider auch der Schreibstil und die Struktur der Geschichte nicht wirklich lagen: Wir erleben zwei Protagonisten, die sich Ende des zweiten Weltkriegs in Frankreich durchschlagen müssen. Die Geschichte beginnt, als eine Bombardierung auf Paris bzw. umligende Städte stattfindet. Dann wird die Geschichte aber von hinten aufgerollt, was mich persönlich weiger interessierte. Den Einstieg, unsere Protagonisten während der Bombardierung zu erleben, fand ich hingegen sehr gut gewählt. Mir dauerte es aber zu lange, bis die Geschichte insgesamt in Gang kam.  In unserer Buchclub Gruppe gehen hier die Meinungen auseinander. Ein paar Mitgliedern geht es wie mir, andere Mitglieder finden die Geschichte sehr bewegend.

Neuzugänge 
Die Insel der letzten Wahrheit von Flavia Company
*Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden von Genki Kawamura
Das Cafe am Rande der Welt von John Strelecky
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt von Diverse (Audiobuch Adventskalender)

Begonnen mit
Schöne, neue Welt von Aldous Huxley (Hörbuch)
Diese Geschichte hat es jetzt zweimal auf unsere Buchclub Voting Liste geschafft, wurde bisher aber nicht gewählt. Und jetzt war meine Neugier zu groß und ich habe mich nun für die Zukunftsvision von Aldous Huxley entschieden. Und bisher finde ich die Geschichte sehr bedrückend und die Zukunft eher bedrohlich oder, vielleicht etwas überspitzt ausgedrückt, sogar verstörend. Aber vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich die Lektüre direkt nach Fahrenheit 451 begonnen habe, und ich vielleicht nicht zwei Dystopien hintereinander hören kann.

Zu den beendeten Geschichten 

Bild von Argon Verlag

Mein Oktober begann mit Der Tod greift nicht daneben von Jörg Maurer, einem Krimi der vor allem durch die Lesung des Hörbuchs von Jörg Maurer an Lebendigkeit gewinnt. Das Ermittlerteam, welches von Komissar Jennervein angeführt wird, ist sehr unterhaltsam und ich habe meine Zeit sehr gerne mit ihnen verbracht. Besonders toll ist: Man muss bei dieser Krimireihe nicht mit dem ersten Band einsteigen. Es braucht kein Vorwissen über die Charaktere und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass ich ihre halbe Lebensgeschichte nicht kenne.
Zum Schluss noch ein paar Worte zum hier vorliegenden FAll: In dem Dorf, in dem Jennervein und Co. leben, wird ein Zugezogener tot aufgefunden. Alles deutet auf einen schrecklichen Arbeitsunfall hin. Doch Jennervein glaubt nicht daran. Aber es fehlen Beweise für seine Theorie.


Bild von der Hörverlag

Beinahe direkt nach der Frankfurter Buchmesse  reiste ich mit Henning und seiner Familie nach Lanzarote, der zweiten Heimat von Juli Zeh. Hier erzählt sie uns, wie ihre Charaktere, insbesondere Henning, den Tag nach Neujahr verbringen. Henning möchte gleich mit einem guten Vorsatz in das neue Jahr starten: Mehr Sport machen. Und das setzt er mit einer kleinen Radtour um. Doch an seinem Ziel angekommen macht er eine gruselige Entdeckung.
Juli Zeh arbeitet Hennings Gefühlswelt sehr gut heraus und lässt uns Henning aus zwei Perspektiven kennenlernen. Und gerade die zweite, überraschende, Perspektive ist nichts für schwache Nerven.

Bild von Diogenes Hörbuch

Danach machte ich einen rasanten Sprung in die Zukunft und lernte den Feuerwehrmann Guy Montag in Fahrenheit 451 von Ray Brandbury. Mr. Montag löscht nicht etwa Feuer, sondern setzt diese selbst mit seiner Einheit in Gang. Und zwar soll die Menschheit vor Büchern geschützt werden. Gruselig, oder?
Dieses Hörbuch wurde von Diogenes produziert und von Rufus Beck eingelesen. Und was soll ich sagen? Rufus Beck hat diese Geschichte unglaublich gut transportiert. Ich konnte ihm wortwörtlich stundenlang zuhören, obwohl die Geschichte sehr düster und bedrückend ist.
Ich suche dringend Menschen, die mit mir in unserer Buchclub Gruppe über Fahrenheit 451 diskutieren. Kennt ihr die Geschichte zufälligerweise?

Und dann gab es ja noch diese zwei Hörspiele, die ich im Oktober beendet habe: Eines davon hatten ir meine Eltern vor ein paar Wochen von einem Flohmarkt Besuch mitgebracht. Das andere Hörspiel ist indirekt überraschend bei mir eingezogen.

Bild von der Hörverlag


Der Schatten des Windes ist eine Geschichte von Carlos Ruiz Zafon und wurde wohl schon häufiger interpretiert. Hier haben wir eine Hörspielproduktion von der Hörverlag vor uns. Und es ist zwischen meinen Eltern und mir schon zu einem kleinen Running Gag geworden, dass mich die Produktionen von der Hörverlag immer unabsichtlich erreichen. Ich mag die Auswahl der Produktionen sehr, versuche aber auch darauf zu achten, Hörbücher von anderen Verlagen zu hören, was mir aber wohl nicht immer gelingt. Nun noch zur Geschichte: Der 10-jährige Daniel entdeckt ein Buch für sich, über dessen Autor er gerne mehr erfahren möchte. Und so beginnt eine spannende Suche nach Julian Carax. Die Hörspielproduktion ist gut, konnte mich hier und da aber nicht ganz überzeugen. Allerdings hat mich die Produktion so neugierig gemacht, dass ich auch noch das ungekürzte Hörbuch hören möchte, das beim Argon Verlag erschienen ist.

Und zum Schluss landete ich noch unabsichtlich bei einem Hörspiel. Als ich den Titel Tod unter Lametta und Bastian Pastewka las, war für mich schnell klar, dass der Titel bei mir einziehen musste. Doch ich habe mal wieder völlig verdrängt, dass es sich hierbei um ein Hörspiel handelt. Allerdings hat mich die Geschichte positiv überrascht. Ich erzähle euch im November in meiner Rezension und im Dezember in einer besonderen Podcast Folge von der Geschichte.

Und wo sind die Podcasts? 
Buchlinge, die Podcast Produktion wurde in den letzten Wochen unfreiwillig vernachlässigt. Konkretere Infos, woran das lag, gibt es weiter unten. Jedenfalls: Die Hörmonate werden Anfang oder Mitte November online kommen. Es kann gut sein, dass ich eine längere Podcast Folge mache, um


Gefreut 

Neue Kontakte zu Hörbuch Verlagen geknüpft
Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse durfte ich zwei Mitarbeiterinnen von zwei Hörbuchverlagen kennenlernen. Hier hatte ich sehr angenehme Gespräche und eine stetig wachsende Wunschliste.
Zu Beginn war ich davon ausgegangen, dass mir standardmäßig das Verlagsprogramm vorgestellt wird. Stattdessen kamen wir aber von einem Thema ins andere, was mich positiv überrascht hat.

Meine Maßnahme wurde bewilligt
Vor einer mittlerweile sehr langen Weile habe ich euch von einer Maßnahme erzählt, die ich eigentlich Anfang des Jahres beginnen wollte. Dort lerne ich Punktschrift (Blindenschrift) und werde auch im Umgang mit einer Sprachausgabe (Screenreader) geschult. Es hat mehrere Monate gedauert, bis endlich alle Unterlagen zusammen waren, damit meine Sachbearbeiterin über die Bewilligung der Maßnahme entscheiden konnte. Nun bekomme ich im Dezember die technische Ausstattung, die ich für die Maßnahme benötige und im Januar geht's dann endlich los. Und natürlich habe ich auch den ein oder anderen Artikel zur Maßnahme geplant, natürlich nur unter der Voraussetzung, dass euch das überhaupt interessiert.


Glück im Unglück 

Der Oktober steht für mich definitiv im Zeichen der Technik: Seit ich aus Frankfurt zurück bin, muss ich ohne meinen Laptop auskommen. Für mich ist der Laptop nicht nur ein Gerät, zur Freizeitgestaltung, sondern auch ein Hilfsmittel und deswegen gibt es einige Sachen, auf die ich im Moment verzichten muss, wie zum Beispiel das Produzieren von Podcast Folgen, das schreiben an der Bachelorarbeit und das Überarbeiten des eigenen Romans.
Da mein Vater zum Glück im Schichtdienst arbeitet und ein iPad besitzt, hat er mir seinen PC überlassen. Und da das gute Ding Windows 7 und somit die Bildschirmlupe integriert hat, kann ich damit auch ein bisschen arbeiten.
Übrigens: Als ich munter an diesem Beitrag geschrieben habe, kam der Anruf, dass ich meinen Laptop morgen - für euch heute - wieder abholen kann.


Was gab's zu erzählen?

Ge(h)schmökert 
SuB Geheimnisse: Klassiker (Podcast Folge)

Ge(h)messen 
Der Lagebericht unseres diesjährigen Messebesuchs
Lesung mit Anne Freytag in Waldkirch

[Buchclub]
Oktober / November Lektüren 



Gehört im Oktober 

Neue Musik von AnnenMayKantereit
Lange mussten die Fans der Kölner Band auf neue Musik warten. Nun gibt es aber einen Erscheinungstermin für das neue album und die ersten Singles wurden bereits auf dem YouTube Kanal der Band hochgeladen. Mit diesem Lied haben sie mich aber etwas negativ überrascht. Von AnnenMayKantereit war ich bisher tiefgründige Lieder gewohnt. Stattdfessen lässt sich der Inhalt des Lidtextes in einem Satz zusammenfassen: Es geht um einen Mann, der sich darüber freut, dass eine Frau neben ihm im Bett liegt. Außerdem war ich negativ von Hennings Gesang überrascht. Hier bekommen wir nämlich das erste Mal hohe Töner von dem Sänger zu hören. Ich befürchtete, man wolle ihn jetzt in eine Teenie-Star-Ecke drängen.
Und dann
Dann man ihre Single Ich geh heute nicht mehr tanzen online und sie verkörpert das, was ich mit der Band verbinde: Einen tiefgründigen Text mit einem tragischen Inhalt. Ein interessantes Arrangement, das zum mitsingen - oder schwingen? - anregt. Und zum Schluss gab es dann noch eine Drogenbeichte. Ob von der Band oder dem lyrischen Ich, muss wohl im Deutschunterricht erörtert werden.

Dann entdeckte ich auch Mark Forsters aktuelle Single Einmal, die meine Vorfreude auf sein neues Album geweckt hat.
Und habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass Tonbandgerät, eine Band, von denen ein paar Lieder Dauergäste auf meiner Playlist sind, auch endlich ein neues Album veröffentlicht haben? Die Single Mein Herz ist ein Tourist ist eines meiner Lieblingslieder von der aktuellen CD.


Vorsätze für November 

Die Sache mit dem NaNoWriMo
In diesem Jahr habe ich mir zum ersten Mal bewusst vorgenommen, am NaNoWriMo teilzunehmen. Ziel der Aktion ist es, eine bestimmte Anzahl an Wörtern zu schreiben und zwar am besten am aktuellen Roman. Da mein Weihnachtsprojekt beendet ist und nur noch minimale Korrekturen vorgenommen werden müssen, werde ich wieder mit der Überarbeitung meines Romans einsteigen. Bei Twitter musste ich aber erfahren, dass Überarbeitungen streng genommen gar nicht gezählt werden dürfen. Und deswegen verkünde ich an dieser Stelle voller Stolz, dass ich dann wohl die Regeln brechen werde. Für mich geht es beim NaNoWriMo darum, sich intensiv mit einem Text zu beschäftigen und diesen weiterzuentwickeln. Und genau das, habe ich für diese Zeit auch geplant.

Weihnachtszeit im November 
Buchlinge, ich leite die Weihnachtszeit bereits im November ein und werde euch im kommenden Monat die ein oder andere weihnachtliche Geschichte empfehlen. Keine Sorge, die meisten Tipps gibt es in einem Sammelbeitrag oder ab Dezember als Podcast auf meinem YouTube Kanal und bei SoundCloud.

Die Weihnachtsaktion und Monatsrückblick 
Ende November kann ich euch auch endlich von meiner weihnachtlichen Aktion erzählen, die ich seit Juli für euch plane. Es wird auch ein kleines Gewinnspiel geben.
Im November gibt es dann den letzten Monatsrückblick für euch. Im Dezember werdet ihr nämlich am letzten Tag des Jahres einen Jahresrückblick zu lesen bekommen.


Buchzitate 

"Wenn es schon keine Lösung mehr gab, nun, dann gab es jetzt auch kein Problem mehr."
Fahrenheit 451 von Ray Brandbury

"Auf der Autobahn hängen wir die in ihrem Büschen ab."
"Hier ist aber keine Autobahn!" 
"Dann fahr eben zu einer!"
Tod unter Lametta von Kai Magnus Sting 


Und Du?

Wie war Dein Oktober?
Warst Du auch im Buchmessen Fieber?
Welche Geschichten durftest du im Oktober entdecken?

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Bei den mit * gekennzeichneten Hörbüchern handelt es sich um Rezensionsexemplare, die mir von den Verlagen zur Verfügung gestellt wurden. 

Montag, 29. Oktober 2018

* Neujahr

Bild von der Hörverlag
Steckbrief 

Name: Neujahr (auch als Buch erhältlich)
Autor: Juli Zeh
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: Thriller Fans, oder Menschen, die sich für tiefgründige Geschichten interessieren
Gelesen oder gehört: gehört in ungekürzter Fassung
Sprecher: Florian Lukas
Bewertung: 4 von 5 Punkten



Klappentext

(von der Hörverlag)

"Nach Unterleuten und Leere Herzen der neue Bestseller von Juli Zeh

Lanzarote am Neujahrsmorgen: Henning will mit dem Fahrrad den Steilaufstieg zum Pass von Fermés bezwingen. Während er gegen Wind und Steigung kämpft, denkt er über sein Leben nach. Eigentlich ist alles in bester Ordnung. Er liebt seine Frau, hat zwei gesunde Kinder und einen passablen Job. Aber Henning geht es schlecht. Familienernährer, Ehemann, Vater – in keiner Rolle findet er sich wieder. Er leidet unter Angstzuständen und Panikattacken, die ihn regelmäßig heimsuchen. Als Henning schließlich den Pass erreicht, trifft ihn die Erkenntnis wie ein Schlag: Er war als Kind schon einmal hier. Damals hat sich etwas Schreckliches zugetragen, das er bis heute verdrängt hat ..."


Meine Meinung 

Kommen wir zuerst zum Inhalt: Juli Zeh erzählt Hennings Geschichte in Neujahr aus zwei Perspektiven:
Wir lernen Henning im ersten Teil der Geschichte als Erwachsenen kennen. Er ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Im Familienleben läuft es nicht immer rund. Aber die Probleme möchte die Familie im Urlaub auf Lanzarote hinter sich lassen und die gemeinsame Zeit genießen. Und wie das nun mal an Neujahr so ist, setzt sich Henning ein Ziel: Er möchte regelmäßig Sport treiben und beginnt den Vorsatz mit einer Radtour auf einen Berg. Und als er an seinem Ziel angekommen ist, sieht er eine Hütte und stellt fest, dass er hier schon einmal war. 
Da setzt die zweite Perspektive ein: Henning erinnert sich, dass er als Kind gemeinsam mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester seine Ferien in der Hütte verbracht hat. Doch an den gemeinsamen Urlaub mit seiner Familie verbindet er keine guten Erinnerungen. 

Beide Perspektiven dienen dazu, Henning als Protagonisten besser verstehen zu können: Als Kind erlebt er mit seiner Schwester eine Situation, die niemand erleben möchte. Er muss früh lernen, Verantwortung zu übernehmen und versucht Antworten auf das Unerklärliche zu finden. Und diese Antworten folgen einer Logik, die für Kinder ziemlich einleuchtend klingt.
Der erwachsene Henning schlägt sich mit Sorgen herum, die zu Beginn der Geschichte völlig unbegründet zu sein scheinen. Doch als wir mit ihm in seine Vergangenheit reisen, wird uns bewusst, was womöglich für seine Ängste gesorgt hat. Juli Zeh schafft es, Henning als Protagonisten vielschichtig darzustellen und nicht nur an der Oberfläche hängen zu bleiben.

An der Gestaltung des Hörbuchs ist mir sofort positiv aufgefallen, dass das Hörbuch wieder ungekürzt produziert wurde. Und ich hätte bei dieser Geschichte wirklich nicht gewusst, welche Stellen gestrichen werden könnten. Man braucht hier das Ganze um Henning als Charakter vollständig erfassen zu können.
Das Hörbuch befindet sich in einer Schachtel, die aufgeklappt werden muss, um an die CDs zu kommen. Nach dem Aufklappen steht der Deckel aber nicht ab, sodass sich die Schachtel wieder gut verschließen lässt.
In die Rolle des Henning schlüpft Florian Lukas. Er muss hier zwei Perspektiven meistern: Zum einen Henning als Erwachsenen darstellen und sich dann zum anderen mit ihm auf eine Reise zurück in seine Kindheit begeben. Hier muss Florian Lukas dem Hörer die Erwachsenen- und die Kindheitslogik näherbringen. Und beides ist ihm sehr gut gelungen. Er zeigt uns auf der einen Seite Hennings Härte, aber auch die Verzweiflung, die gerade in der Kindheitsperspektive, die durch Florian Lukas Interpretation deutlich spürbar wird.
Besonders gut gefallen haben mir die Interpretationen von den Gedankenkreisläufen in denen sich Henning befindet.

Juli Zehs Schreibstil hat mich in Neujahr wieder sehr beeindruckt. Sie schafft es, eine Geschichte spannend zu erzählen, ohne dafür viele Schauplätze zu benötigen. Sie arbeitet die Gefühlswelt von Henning so gut heraus, dass allein das Bröckeln seiner Fassade ausreicht, um den Spannungsbogen oben zu halten. Und als wir dann in Hennings Kindheit reisen, bringt sie uns die Logik eines Kindes nahe, ohne, dass wir augenrollend da sitzen und denken, dass dieser Abschnitt wohl ziemlich unrealistisch und unlogisch sein könnte.
Juli Zeh erzeugte bei mir immer wieder das Gefühl der Fassungslosigkeit gefolgt von der Frage, wie Henning aus diesem Drama wohl wieder herauskommt.

Gesamteindruck
In Neujahr zeigt Juli Zeh, was verdrängte Situationen bei einem Menschen auslösen können. Während die Handlung noch harmlos beginnt, spitzt sich die Geschichte nach und nach zu. Als wir aber am Höhepunkt angekommen sind und es wieder etwas ruhiger wird, hätte ich mir tatsächlich noch etwas mehr an Auflösung gewünscht. Für Henning gibt es zwar einen Weg, aber wir erfahren nicht, ob dieser Weg auch wirklich der Richtige für ihn ist.

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* Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 26. Oktober 2018

Wie war's bei der Frankfurter Buchmesse 2018?

Bild von Frankfurter Buchmesse


Hallo Buchlinge,

bitte entschuldigt, dass es mit dem Messebericht mal wieder so lange gedauert hat. Aber wie ihr wisst, war mein Laptop nach der FBM in Reparatur und ich hatte gehofft, dass ich euch an meinem eigenen PC von der Messe berichten kann. Da es aber wohl nicht danach aussieht, dass es was wird, bekommt ihr den Messebericht nun endlich zu lesen.

Allerdings ist uns auch eine kleinere, weitere Panne passiert. Weder Isona noch ich haben daran gedacht, während unseres Messebesuches Bilder zu machen. Ihr lest: Da ist noch Luft nach oben. Ich hoffe, ihr haltet trotzdem durch. 


Countdown 

Warum fahre ich zur Frankfurter Buchmesse? 
In diesem Jahr kam alles etwas anders, als gedacht. Eigentlich bin ich lange davon ausgegangen, dass sich auch bei mir mittlerweile eine Art Messeroutine eingependelt hat: Ich kenne Blogger vor Ort, mit denen ich mich gerne treffen möchte und habe gute Kontakte zu Mitarbeitern von Verlagen. Und auf diese Treffen freue ich mich dann schon Monate im Voraus.
Außerdem gibt es auch die öffentlichen Termine zu spannenden Themen und es gibt Autoren, die praktisch jedes Jahr in Frankfurt anwesend sind. Dachte ich.

Doch wie bereits angekündigt, kam in diesem Jahr alles anders: Zwei Bloggerinnen, mit denen ich mich in Frankfurt unbedingt wieder treffen wollte, konnten dieses Jahr nicht auf die Messe kommen. Ein Autor hatte nur exklusive Veranstaltungen, oder Termine, die so schlecht lagen, dass sie nicht in meinen Terminplan passten. Und eine Verlagsmitarbeiterin hatte beinahe pünktlich zur Frankfurter Buchmesse ihre Arbeitsstelle gewechselt und war nun nicht mehr für Blogger zuständig. 
Also stellte sich für mich die Frage: Warum fahre ich eigentlich zur Frankfurter Buchmesse? Geht es mir um Begegnungen? Um Kontakte zu Verlagen? Oder fahre ich ausschließlich wegen der öffentlichen Termine auf dem Messegelände zur Buchmesse? 
Braucht es eine Motivation von außen? Wo ist meine Messe Motivation?
In diesem Jahr musste ich feststellen, dass ich wieder ganz von vorne anfing. Während ich am Anfang noch Unlust auf die Frankfurter Buchmesse verspürte, wurde ich, je näher die Messe rückte, offener und war gespannt, auf das, was mir vor Ort begegnen würde. Denn eins wusste ich inzwischen: Immer, wenn ich mit wenigen bis keinen Erwartungen zu einer Veranstaltung fahre, passiert etwas Unerwartetes. Und so war es auch diesmal. 

Seit 04:00 Uhr wach und seit 05:00 Uhr auf den Beinen 
Isona, Alina und ich machten uns am Donnerstag Morgen auf den Weg nach Frankfurt. Und da wir so früh wie möglich am Messegelände sein wollten, bedeutete das, dass wir in Freiburg um kurz vor sieben Uhr los fahren und teilweise um kurz nach sechs das Haus verlassen mussten. Ich war ganz froh, dass am Donnerstag noch nicht viele Termine anstanden, in denen ich kommunikativ groß gefragt sein würde. Ich befürchtete nämlich, je länger der Tag ging, desto wortkarger würde ich werden. 


Die FBM und die Sache mit der Barrierefreiheit 

Warum ich diesen Punkt hier erwähnte? 2017 wurden bereits Führungen mit Menschen mit Behinderungen und Familien über das Messegelände veranstaltet, um herauszufinden, an welchen Stellen man baulich noch nachrüsten müsse, oder wie das Messegelände übersichtlicher gestaltet werden könnte. Außerdem gab es viele Interviews und Gesprächsrunden zwischen der Forschungsgruppe und Betroffenen. Und die Dinge, die im Rahmen der letzten Frankfurter Buchmesse herausgearbeitet wurden, waren zum Teil 2018 umgesetzt.
So gab es in Halle 3.0 einen Stand der den Titel Testlabor trug. Hier gab es beispielsweise ein taktiles Modell des Messegeländes. Man konnte außerdem auch verschiedene Böden testen, um herauszufinden, auf welchem Boden sich am besten laufen lässt. Aber: Jetzt kommt das Wichtigste - es waren Mitarbeiter des Forschungsprojektes vor Ort, die noch einmal Fragebögen für Betroffene ausgelegt hatten und vor Ort Interviews führten. Und das da wollte ich natürlich sofort mitmischen. 

Und was soll ich sagen? Alina, Isona und ich sorgten für lustige Momente z.B. 
"Wie bewerten Sie die Beschilderung auf dem Messegelände?" 
Schweigen. 
Lachen meinerseits, weil ich ja von der Beschriftung absolut nichts habe. 

Jedenfalls wiesen wir vor Ort noch auf einige Punkte hin und bekamen zum Dank Gutscheine für ein Getränk im barrierefreien Cafe geschenkt. Also, unsere Arbeit wurde belohnt. 

Roter Teppich in Halle 3.0. 
In der Halle 3.0 war an einigen Stellen ein roter Teppich ausgelegt. Der Teppich sollte den Weg zu den Ausgängen der Halle bzw. den Weg ins Außengelände kennzeichnen. Das fand ich sehr positiv, da rot ein guter Kontrast zu dem sonst dunklen Hallenboden war. Außerdem hoffte ich, dass der Teppich einigen orientierungslosen Menschen wie mir, mehr Orientierung gibt. 

Wie breit soll ein Messegang sein? 
Außerdem waren manche Gänge in der Halle 3.0 breiter gehalten, als andere Gänge. Ich glaube -bin mir hier aber nicht mehr ganz sicher - dass die Maße drei, vier und fünf Meter waren. Wir einigten uns dann darauf, dass die mittlere Meterangabe, von der ich mir wie gesagt nicht mehr sicher bin, ob es wirklich vier Meter waren, für uns ausreicht. Gerade an den Publikumstagen ist es in Halle 3.0 oft nicht auszuhalten. Und da sind breitere Gänge mit Sicherheit praktischer. 

Guides für Blinde und Sehbehinderte 
Leider habe ich erst zwei Tage vor Messebeginn von dieser Aktion erfahren. Mir wurde die E-Mail weitergeleitet und im E-Mail Verlauf wurde darum gebeten, diese Aktion nicht an die große Glocke zu hängen, da es nur fünf Personen gab, die für diese Aufgabe angestellt waren. (Einen Tag später entdeckte ich dann einen Tweet, in dem für die Aktion geworben wurde).
Die Guides, in der Ausschreibung auch Hostessen genannt, sollten BesucherInnen von den Haltestellen des Messegeländes abholen und vor Ort zu herausgesuchten Veranstaltungen begleiten. Das Abholen und Zurückbringen zur Haltestelle war hier kostenlos, die Führungen auf dem Messegelände kosteten aber um die 13 Euro, was meiner Meinung nach aber auch gerechtfertigt ist. 
Ich schlug hier vor, die Guides auch für RollstuhlfahrerInnen anzubieten. Schließlich gibt es sicher auch RollstuhlfahrerInnen, die gerne auf die Buchmesse wollen, aber keine Begleitung finden.
Meine Idee: Man könnte sich mit Selbsthilfeverbänden von Blinden und Sehbehinderten und Körperbehinderten zusammentun und so gemeinsam einen Pool an Assistenzen anbieten. So bleibt diese Organisation nicht alleine den Mitarbeitern der Frankfurter Buchmesse überlassen, sondern es werden auch die Personengruppen miteinbezogen, die das Angebot betrifft.


Neue Location - Der Pavillon auf dem Außengelände der Frankfurter Buchmesse 

In diesem Jahr verzichtete man auf dem Außengelände auf die Open Stage, was ein zu allen Seiten hin geöffnetes Zelt war und stellte stattdessen einen Pavillon auf: Der Pavillon war ein großes weißes Zelt, das von innen aber sehr hell und einladend war. Zum Vergleich: Das Lesezelt auf dem Außengelände ist von innen dunkler, aber durchaus gemütlich. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Luft im Pavillon auch etwas besser war, als im Lesezelt. Aber das hängt wohl davon ab, welche Veranstaltung man besucht hat und wie viele Leute im Publikum waren. 

In diesem Jahr fand die Preisverleihung des zweiten Buchblog Awards im Pavillon statt. Und nachdem ich die Location für eine andere Veranstaltung besucht hatte, stellte ich zufrieden fest, dass der Ort ziemlich gut gewählt war. Gerade im letzten Jahr war der Stand, an dem die Preisverleihung stattfand, ziemlich überfüllt. Und der Pavillon bot definitiv genügend Platz für jede Menge BuchbloggerInnen oder LeserInnen, die ihre Favoriten anfeuern wollten. 

Wenn ihr wissen wollt, wie der Pavillon von innen aussieht, dann schaut doch mal kurz in diesem Video vorbei.


Unerwartete Überraschungen 

Neue Verlagskontakte 
Schon länger wollte ich meine Kontakte zu anderen Hörbuchverlagen außerhalb der RandomHouse Verlagsgruppe ausbauen. So vereinbarte ich dieses Jahr zum ersten Mal einen Termin bei Lena vom Argon Verlag und wurde spontan von Carmen zum Stand steinbach - sprechende Bücher eingeladen. Hier hatte ich zwei sehr angenehme Gespräche und musste zum Leid meiner Wunschliste feststellen, dass diese um einige Titel angewachsen ist. Probleme eines Hörbuchhörers... 

Ich wünsche mir Sandalen! 
In diesem Jahr hatten wir zur Messezeit überraschend gutes und sonniges Wetter. Schon im letzten Jahr war uns die Sonne positiv gestimmt. Aber ich erinnere mich an herbstliche Temperaturen. Als ich mit Alina am Messesamstag von einer Halle zur anderen Halle lief, verkündete ich, dass ich mir jetzt eigentlich Sandalen wünschte. An meinem Messeoutfit muss ich wohl noch arbeiten. 


Mein Messeflop 

VIP Autorenkonferenz ist wirklich nur für (zahlungswillige) VIPs
Auf drei Kanälen wurde die erste VIP Autorenkonferenz beworben. Diese war für den Messefreitag angesetzt und enthielt ein sehr spannendes Programm. Die Veranstaltung sollte von 10-18 Uhr dauern. Mich interessierten aber nur drei Referenten, von denen einer Sebastian Fitzek war. Allerdings machte mich der Name der Veranstaltung stutzig. so beinhaltet das Wort VIP ja schon, dass die Veranstaltung wohl nicht für jeden Messebesucher zugänglich sein könnte.
Jedoch wurde vorab eher missverständlich kommuniziert, wie es um den Zugang der Veranstaltung stand. Im Veranstaltungskalender der Frankfurter Buchmesse hieß es, dass man eine extra Einladung bräuchte. In den anderen Kanälen war nicht die Rede davon, dass man eine separate Karte bräuchte. (Oder die Information stand im Kleingedruckten und ich habe es gekonnt überlesen).

Da Isona später im Verlagswesen arbeiten möchte und wir beide ja davon träumen irgendwann ein Buch bei einem Verlag veröffentlichen zu können, wollte ich sie also mit zur Autorenkonferenz nehmen. Eine freundliche Dame am Einlass erklärte uns, dass der Eintritt 30 (!!!) Euro kostete. Und die arme Frau musste es dann ertragen, dass ich ihr mein Leid klagte.
Einerseits kann ich nachvollziehen, dass die Veranstaltung ja irgendwie finanziert werden muss. Andererseits hatte ich den Eindruck, dass es wohl mehrere Veranstaltungen auf dem Messegelände gab, die man nur mit einem separaten Ticket besuchen konnte. Und das finde ich etwas schade: Gerade die vielfältigen Veranstaltungen schätze ich an der Frankfurter Buchmesse sehr. Aber so bekam ich einen kostenlosen Vortrag siehe bei Highlights. 


Unsere Highlights 

Als wir müde und größtenteils glücklich die Rückfahrt in unserem Abteil antraten, fragte ich in die Runde, was denn unsere Messehighlights waren: 

Alina verbrachte in diesem Jahr zum ersten Mal mehrere Tage auf der Messe und fand das ganze Programm sehr angenehm. Sie legte sich schließlich aber auf die Präsentation von Markus Heitz neuem Buchprojekt Doors fest. Wir erlebten am Messe Donnerstag nämlich eine Bookplanetarium Liveshow mit dem Autor. Bookplanetarium ist der Buchclub von Lea von Liberiarum, Philip von Bookwalk und Sanne von Papierplanet. Sie treffen sich einmal im Monat in einem YouTube Livestream um über ein Buch zu sprechen, das sie zuvor gemeinsam gelesen haben. Meist haben sie dann noch den Autor des Werkes zu Gast, damit im Stream auch über die Geschichte diskutiert werden kann. Ich werde noch einmal einen separaten Artikel zu Doors schreiben. An dieser Stelle sei aber schon mal so viel verraten: Markus Heitz hat einen Prolog geschrieben, aber drei mögliche Varianten geschaffen, wie die Geschichte verlaufen könnte. Diese drei Handlungsstränge sind nicht etwa in einem Buch, sondern in drei Büchern erschienen. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden. Leider wird es das Buch wohl nur als Hörspiel geben, was mich momentan noch etwas davon abschreckt, die Geschichte zu lesen, obwohl das Konzept wirklich gut klingt.
Alina ist am Montag nach der Messe sofort in die Buchhandlung gegangen und hat sich eines der drei Doors Bücher gekauft. (Schon clever, wenn sich unser Bücherstammtisch vor einer Buchhandlung trifft). 

Isionas Highlight war vor allem das Essen bei unserer Übernachtungsmöglichkeit und vielleicht auch der ein oder andere Snack der Gourmet Gallery. Was sie sonst noch von der Messe zu berichten hat? Fragt sie doch am besten selbst via Twitter. 

Als mich Alina fragte, was mir am besten gefallen hat, antwortete ich sofort, die neu geknüpften Verlagskontakte, weil ich absolut nicht damit gerechnet hatte, dass Lena und Carmen so interessiert an einem Kontakt waren. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass es für die beiden mehr ein Standard-Ich-stell-dir-das-Verlagsprogramm-vor-Termin ist. Stattdessen kam ich mit beiden Gesprächspartnerinnen von einem Thema zum anderen und freue mich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. 
Nachdem ich noch ein bisschen über die Messe nachgedacht habe, möchte ich an dieser Stelle auch als zweites Highlight den öffentlichen Termin von dem Verlagsleiter des Kösel Verlags nennen, in dem er sich der Frage stellt, wie man ein erfolgreiches Buch schreibt. 
Zitat einer Freundin: So viele Veranstaltungen, wie du zu dem Thema bereits besucht bzw. Bücher, die du zu dem Thema gelesen hast, müsste das ja langsam mal was werden! 


Funfacts der FBM 2018 

Buchlinge, in diesem Jahr war ich etwas schreibfaul. Deswegen gibt es an dieser Stelle nur zwei Situationen, die es aber in sich haben. 

Donnerstag Morgen ca. 7:30 Uhr. 
Wir unterhalten uns über Verpflegung auf dem Messegelände. Ich erzähle meinen Mitreisenden, dass ich in diesem Jahr kein Essen mitgenommen habe und mich stattdessen, bei den hessischen Bäckern eindecken möchte. Isona verkündet das Gegenteil. Schließlich meint sie: "Ich sollte langsam anfangen zu essen. Ich habe einen straffen Zeitplan" 

Wir spazieren gemütlich durch Halle 3.1. 
Dann hören wir die Worte: "Schau mal, da ist Klutt Cetta!"
Dicht gefolgt von: "Oh Gott, habe ich das gerade wirklich gesagt?" 
Ich liebe solche Versprecher. Das ist wie Weichreite! 


Und Du? 

Warst Du auch auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs? 
Wie hat Dir die diesjährige Buchmesse gefallen? 

Montag, 15. Oktober 2018

Der Schatten des Windes (Hörspiel)

Bild von der Hörverlag
Steckbrief

Name: Der Schatten des Windes (auch als Buch, Hörbuch erschienen)
Autor: Carlos Ruiz Zafon
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: Fans des Autors und Leute, die gerne Hörspiele hören
Gelesen oder gehört: gehört als Hörspiel
Sprecher: Matthias Schweighöfer, Michael Habeck, Christian Redl, Alexander Grill, Sylvester Groth, Matthias Hase, Nina Weniger, Wolfgang Rüter, Caroline Schreiber, Martin Ross, Gisela Uhl, Maximilian Hillbrandt, Donata Höfer, Horst Bollmann, Jochen Nangler, Hartmut Stanker, Sigrid Burgholder, Effie Rabsilber, Walter Gontermann, Gregor Höfner, Astrid Mayerfeld, Max von der Groeben, Marie Agnes Reitgen, Reinhard Schulert, Ilse Strabowsky,
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von der Hörverlag

"Unaussprechliche Geheimnisse, unglückliche Lieben und dramatische Schicksale vor dem Hintergrund des Barcelona der 50er Jahre: Zu spanischen Klängen und dem Gemurmel der nächtlichen Großstadt entführt das Hörspiel in die geheimnisvolle Welt der Bibliotheken und vergessenen Bücher. Auf der Suche nach Julián Carax, dem geheimnisumwitterten Autor, verlieren sich die Schritte Daniels im undurchschaubaren Labyrinth der verwinkelten Gassen und verlassenen Paläste. Und nur eines ist sicher: Diese Geschichte wird nicht nur Daniel ein Leben lang begleiten ...
Das Stimmengewirr von Barcelona, das gedämpfte Raunen der Bibliotheken und die Stimmen schöner Frauen werden zum Hörerlebnis. Mit Matthias Schweighöfer als Daniel und Erzähler, Michael Habeck als Fermin Romero de Torres, Sylvester Groth als Julián Carax und Laín Coubert und vielen anderen."


Meine Meinung 

Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon ist ziemlich oft vertont worden. Zum einen gibt es zwei Hörbuchversionen. Und zum anderen gibt es dieses Hörspiel, was schon etwas älter ist.

Carlos Ruiz Zafon erzählt hier die Geschichte von Daniel, der als zehnjähriger Junge das Buch Der Schatten des Windes von Julian Carax in die Hände bekommt. Er ist beeindruckt von dieser Geschichte und möchte unbedingt wissen, ob es noch weitere Geschichten von dem Autor gibt und was aus Julian Carax geworden ist. Und so wird er in eine Geschichte verstrickt, die sehr viele Parallelen zu seinem eigenen Leben aufweist.

Das Hörbuch hat eine Laufzeit von 16 Stunden. Die hier vorliegende Hörspielfassung erzählt die Geschichte in 2 1/2 Stunden. Die Sprecher sind sehr gut besetzt. Allerdings war ich von der Hörspielgestaltung etwas enttäuscht.
Um die Geschichte gut zusammenzufassen, wird hier das Stilmittel des Erzählers eingeführt. An sich eine clevere Idee, da so zum einen klar ist, an welchem Ort wir uns befinden und zum anderen kann der Erzähler Längen im Roman gut in ein paar Sätzen zusammenfassen. Der Erzähler von Der Schatten des Windes war Daniel, der sich auf die Spuren des Autors Julian Carax begibt. Obwohl Daniel die Geschichte erzählt, ist er aber aus meiner Sicht nicht der Protagonist der Geschichte, da es nicht primär um seine Geschichte geht, sondern um Julian Carax.

In die Rolle des Erzählers schlüpfte Matthias Schweighöfer. Nach wenigen Minuten dachte ich mir, dass ich diese Stimme irgendwoher kenne. Und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich Matthias Schweighöfer wiedererkannt habe, da ich kaum Filme gesehen habe, in denen er zu sehen ist. Er hat eine angenehme Stimmfarbe und konnte gut zwischen der Rolle des Erzählers und des Daniels, der sich in einer Geschichte bewegt, hin und her springen.

Was mich aber an der Hörspielfassung enttäuschte, war die Aufmachung der Geschichte. Die Sprecher und Sprecherinnen waren zwar gut besetzt und auch die Geräusche waren im Hintergrund gehalten und haben beispielsweise keinen Sprecher überlagert. Allerdings wird die Geschichte hauptsächlich durch Monologe oder wenige Dialoge erzählt. Ich hatte den Eindruck, dass Passagen zusammengekürzt wurden, die es aber gebraucht hätte, um die Geschichte als Ganzes zu verstehen. So lernen wir Daniel beispielsweise als zehnjährigen Jungen kennen, erleben aber, dass wir sehr schnell in sein Erwachsenenalter springen. Und Leute mit denen er in seiner Kindheit noch viel Zeit verbracht hatte, spielten jetzt plötzlich keine Rolle mehr. Das hatte mich etwas irritiert.
Allerdings hat mich das Hörspiel neugierig auf das Hörbuch gemacht. Und von daher hat es ja seinen Zweck erfüllt, oder?

Gesamteindruck 
Ein Hörspiel, das eine gute Besetzung mitbringt und eine spannende Geschichte erzählt. Hier und da stehen die Monologe etwas im Vordergrund. Aber die Geschichte geht dennoch nicht verloren.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Der Tod greif nicht daneben

Bild von Argon Verlag
Steckbrief

Name: Der Tod greift nicht daneben (auch als Buch erhältlich)
Autor: Jörg Maurer
Verlag: Argon Verlag
Geeignet für: Jörg Maurer Fans, oder Hörer von bayrischen Krimis
Gelesen oder gehört: gehört unklar, ob gekürzt oder ungekürzt
Sprecher: Jörg Maurer
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Argon Verlag

"Ein Häcksler im Garten ist die letzte Station des Ex-Nobelpreisjuroren Bertil Carlsson. Dabei hatte er sich doch so wohl gefühlt im idyllisch gelegenen Kurort, eine Stütze von Trachten- und Heimatverein. War es ein grausiger Unfall? Oder Mord? Kommissar Jennerwein verhört hartleibige Brauchtumswächter und enttäuschte Nobelpreiskandidaten. Als die Gerichtsmedizin feststellt, dass im Puzzle der Leichenknochen eine Hand fehlt, sucht Jennerwein nach ähnlichen Fällen und stößt auf ein schier unfassbares Forschungsprojekt ..."


Meine Meinung 

Dieses Hörbuch brachten mir meine Eltern von einem Flohmarkt Besuch mit. Dort wurde es ihnen als lustige Lektüre ans Herz gelegt. Und so kam ich also in den Genuss meines ersten Jennervein-Krimis.

Die Hörbuchgestaltung lebt größtenteils von Jörg Maurers bayrischem Dialekt. Da er seine Geschichten dort spielen lässt, wo er eben auch beheimatet ist, schafft er es, die bayrische Tradition in seiner Geschichte glaubhaft und vor allem sehr unterhaltsam darzustellen.
Er sticht zwar aufgrund seines Dialektes hervor, konnte mich aber in der Interpretation der einzelnen Charaktere nicht ganz überzeugen. Ich hatte Mühe, einige Charaktere auseinanderzuhalten. Obwohl dieses Element, jedem Charakter eine eigene Stimme zu geben, fehlt, fängt er es durch seine bayrische Interpretation gut auf und brachte mich so an einigen Stellen zum schmunzeln. Und selbst auf den letzten Minuten hält er noch eine Überraschung für die Hörer bereit, was mir zeigt, dass er das Element des Hörbuchs so gut es geht für sich nutzt und versucht das Beste aus der Interpretation herauszuholen.

Kommen wir nun zum Inhalt: Der Tod greift nicht daneben ist ein Teil einer Krimireihe rund um Kommissar Jennervein und sein Ermittlerteam. In diesem Band wird ein Einwanderer, nämlich ein Schwede, tot aufgefunden. Viele der Dorfbewohner glauben an einen Unfall. Doch dem Ermittlerteam kommt das Ganze merkwürdig vor...

Nach den ersten Minuten rollte ich etwas mit dem Auge, weil ich mit den typischen bayrischen Krimis eigentlich überhaupt nichts anfangen kann. Bisher hatte ich es erfolglos mit den Kluftinger Romanen und einer Geschichte von Rita Falk probiert. Und da fragte ich mich, wohin die Reise mit mir und Jennervein wohl gehen würde.
Dann machte mich Jörg Maurer aber sehr schnell neugierig, weil er früh damit begann, verschiedene Handlungsstränge der Geschichte aufzuziehen. Wir erleben die Geschichte aus der Sicht mehrerer Charaktere, die alle mehr oder weniger wichtig für die gesamte Handlung sind. Und diese Verstrickungen zeigten mir, dass ich hier keinen Krimi mit einer standardisierten und leicht zu durchschauenden Handlung vor mir hatte.

Da ich hier mitten in eine Krimireihe hineinstolperte, war ich unglaublich froh, dass Jörg Maurer kein Vorwissen über sein Ermittlerteam voraussetzte. Es gab keinen Moment, an dem ich das Gefühl hatte, einen Insider nicht verstehen zu können. Schön fand ich auch, dass es hier nicht, wie bei vielen Krimis, einen Kommissar und Nebencharaktere gibt, sondern das ganze Ermittlerteam dazu beiträgt, dass der Fall gelöst wird. Demnach erleben wir die Geschichte auch immer wieder aus den Perspektiven dr einzelnen Ermittler. 

Der Spannungsbogen von Der Tod greift nicht daneben ist für mich nicht ganz eindeutig zu durchschauen.
Einerseits hatten wir hier zwar eine verstrickte Handlung, die die Frage aufwirft, wann alle Handlungsstränge zusammenlaufen. Andererseits habe ich mich auch hin und wieder dabei ertappt, wie ich kurz abgeschweift bin. Als ich dann wieder aufpasste, konnte ich aber feststellen, dass ich nicht viel von der Geschichte verpasst habe.
Allerdings überraschte mich Jörg Maurer zum Schluss damit, dass die Handlung noch verstrickter war, als ich eigentlich dachte. 

Nun zum Schreibstil: Jörg Maurer verknüpft hier regionale Feinheiten, also die Eigenarten in bayrischen Dörfern, mit dem Element des Krimis. Beide Elemente passen hier sehr gut zusammen und sorgen an der ein oder anderen Stelle für lustige Momente. Wenn beispielsweise ein Kommissar für eine Recherche ins Ausland muss, er aber einem Teammitglied Würstchen mitbringen soll. Außerdem haben mir Jörg Maurers Dialoge sehr gut gefallen, da er die auch aufgrund seines Dialekts lebendig interpretieren konnte.

Gesamteindruck
Wie zu Beginn geschrieben, war ich anfangs etwas skeptisch, was die Geschichte betrifft. Daher habe ich auch etwas gebraucht, bis ich mit Der Tod greift nicht daneben zurechtkam. Allerdings kann ich diesen Band guten Gewissens weiterempfehlen: Jörg Maurer bietet uns hier einen interessanten und gut ausgearbeiteten Fall, der aber nicht so viel Raum einnimmt, dass man sich nach der Lektüre erschlagen fühlt.

Sonntag, 7. Oktober 2018

SuB Geheimnisse Part 5: Die Klassiker

Guten Morgen Buchlinge,

heute erzähle ich euch wieder von zwei Hörbüchern, die auf meinem SuB schlummern. Und zwar geht es diesmal um zwei Geschichten aus dem Genre Klassiker. Ich berichte euch in diese Podcast Folge wieder von dem spannendsten und dem langweilgsten Hörbuch.

Wundert euch nicht, falls ich etwas unmotiviert und sprachlos klinge. Ich habe vor etwa einem Jahr ziemlich viele Podcast Folgen hintereinander weg produziert. Und diese Folge gehörte dazu. Aber da sie so schon kurz geworden ist, wollte ich sie euch nicht vorenthalten.

Wenn ihr auf diesen Link klickt, kommt ihr direkt zur YouTube Seite.




Besprochene Hörbücher:

Die Leiden des jungen Werther: HIER KLICKEN
Der alte Mann und das Meer: HIER KLICKEN

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Inhaltsverzeichnis
00:00 Min: Intro und Aufbau der Folge
00:40 Min: Die Leiden des jungen Werther
01:46 Min: Die Leiden des jungen Werther Hörprobe
04:45 Min: Meinung zur Hörprobe
05:50 Min: Der alte Mann und das Meer
06:29 Min: Der alte Mann und das Meer Hörprobe
09:29 Min: Meinung zur Hörprobe
10:24 Min: Outro

Bisherige SuB Geheimnisse:

SuB Part 4 Fantasy Teil 2
SuB Part 3 Fantasy Teil 1 (Blogartikel)
SuB Part 2 Biografien (Blogartikel)
SuB Part 1 Abenteuer

Freitag, 5. Oktober 2018

Unser Terminplan für die Frankfurter Buchmesse 2018

Bild von Frankfurter Buchmesse


Buchlinge, kommende woche um diese Zeit haben Isona, ein Bücherstammtisch Mitglied und ich den ersten Messetag bereits hinter uns. 
In diesem Jahr kommt meine Vorfreude auf die Frankfurter Buchmesse tatsächlich nur langsam in Gang.
Zum einen liegt das daran, dass zwei Termine auf die ich mich schon seit einem Jahr gefreut habe, in diesem Jahr nicht stattfinden und einer davon auch in Zukunft nicht mehr stattfinden wird.
Zum anderen gibt es nur wenige Veranstaltungen, die meine Bezeichnung Must have bekommen, also Veranstaltungen, die ich unbedingt miterleben muss. 
Aber: In diesem Jahr konnten Isona und ich ein Bücherstammtisch Mitglied mit unserer Buchmessenliebe anstecken. So machen wir also zu dritt die Messehallen unsicher.
Und wie ihr weiter unten sehen werdet, gibt es tatsächlich einige Termine auf die ich mich freue. 

An dieser Stelle noch eine kleine Info: Informationen zum Thema Barrierefreiheit auf der Frankfurter Buchmesse gibt es in dem verlinkten Artikel. 2018 werden ein paar Dinge getestet, auf die ich dann in meinen Nachberichten von der Messe vermutlich eingehen werde. 

Also, kommen wir nun zu unserem Veranstaltungskalender für die Frankfurter Buchmesse 2018:  


Donnerstag 11.10.18 

Wir reisen am Donnerstag an, deswegen steht noch nicht ganz fest, ob wir die ersten Termine wirklich schaffen. 

Wann: 10:00 - 11:00 Uhr 
Was: Lektoratssprechstunde: Lektoren und Lektorinnen stellen sich den Fragen rund ums Lektorat
Autorinnen und Autoren können ihre Fragen rund um das Lektorat (Inhalt, Aufbau, Exposé, Klappentext) mit den Lektorinnen und Lektoren direkt am Stand besprechen
Wo: Halle 3,0, Stand G2, Veranstalter Verband Lektorinnen und Lektoren 

Wann: 11:00 - 12:00 Uhr
Was: INFLUENCER MARKETING – EINE CHANCE FÜR VERLAGE UND BUCHHANDLUNGEN
Teilnehmer: Gabriele Schmidle (Literaturtest GmbH & Co. KG, Literaturfilm & Projektmanagement / Prokuristin)
Näher an den Zielgruppen und mehr Frequenz im Handel: praktische Arbeit mit Influencern
In sozialen Medien so präsent wie möglich zu sein, wird immer wichtiger – für Verlage genauso wie Buchhandlungen. Worauf bei der Zusammenarbeit mit Influencern zu achten ist, was sie kosten und wie sie zu wichtigen Partner*innen für mehr Sichtbarkeit werden – darum geht es in dieser Session.
Wo: Publishing Services & Retail Stage, Halle 4.0. E94 

Must have 
Wann: 13:00 - 13:30 Uhr 
Was: Treffen mit Kathi Wassermann von RandomHouse Audio / cbj audio. (Geschlossene Veranstaltung). 
Wo: Halle 3.0, Stand F20 

Wann: 14:00 - 14:30 Uhr
Was: SELFPUBLISHING: VERLAGSVERBRANNT ODER VERLAGSINTERESSANT?
Teilnehmer: Amy Baxter (Autorin), Elke Becker (Das Autorensofa - Triff deinen Autor, Organisatorin, Autorin, Moderatorin), Katharina Burkhardt (Autorin), Johanna Danninger (Autorin), Annika Hartmann (be by Bastei Lübbe, Programmleiterin), Rose Snow (Autorenduo)
Ist der Eigenverlag ein Türöffner oder nicht?
Früher war eine Publikation im Eigenverlag ein Makel, ist das heute noch so oder kann es das Selfpublishing auch ein Türöffner für einen Verlag sein?
Wo: Selfpublishing Area Stage, Halle 3.0. K11 

Must have
Wann: 15:00 - 15:30 Uhr 
Was: DARF MAN DAS? RECHTSTIPPS FÜR SELFPUBLISHER 
Teilnehmer: Rainer Dresen (Verlagsgruppe RandomHouse)
Juristisches Basiswissen: Böse Überraschungen bei der Veröffentlichung in Eigenregie vermeiden
Titelschutz, freie Benutzung, Persönlichkeitsrechtsverstöße – schon mal gehört, aber was das genau für Sie als Self-Publisher bedeutet, wissen Sie nicht so genau? Rainer Dresen, Leiter der Rechtsabteilung der Verlagsgruppe Random House, erklärt worauf Self-Publisher achten sollten und gibt praktische Tipps, um juristische Fallstricke und böse Überraschungen zu vermeiden. Im Anschluss steht Rainer Dresen am TWENTYSIX-Stand (Halle 3.0 E47) noch für weitere Fragen zur Verfügung.
Wo: Selfpublishing Area Stage, Halle 3.0. K11 

Must have
Wann: 16:00 - 16:30 Uhr
Was: JONAS JONASSON - DER HUNDERTJÄHRIGE, DER ZURÜCKKAM, UM DIE WELT ZU RETTEN
Der Autor im Gespräch. 
Wo: Halle 3.0. Stand C119, Süddeutsche Zeitung 

Must have
Wann: 17:00 - 17:30 Uhr 
Was: HELENE HEGEMANN - BUNGALOW
Autorin im Gespräch mit SZ Journalist
Täglich stellen am Stand der Süddeutschen Zeitung Autoren im Gespräch mit SZ Journalisten ihre Neuerscheinungen vor. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Wo: Halle 3.0. C119, Süddeutsche Zeitung 

Wann: 17:30 Uhr
Was: Bookplanetarium Liveshow mit Markus Heitz: Drei Booktuber im Gespräch mit dem Autor.
Wo: Halle 3.1 Stand F89



Freitag 12.10.18 

Must have: Aber unklar, ob wir da rein kommen.
Wann:
10:00 - 18:00 Uhr
Was: VIP Autorenkonferenz mit folgendem Programm:
Pia Cailleau (Carlsen Impress): „Welches Verlagsmodell taugt für welchen Autor?“
Natalja Schmidt (Droemer Knaur): „Informationen über den aktuellen Stand auf dem Buchmarkt aus Sicht eines Großverlages“
Sebastian Fitzek (Droemer HC): „Tipps vom Bestsellerautor für junge Autoren und dem Umgang mit Kritik“
Regina Vogel (RV Verlagsvertretung): „Wie kommen die Bücher in den Buchhandel?“
Cally Stronk, Autorin: „Autoren- und Buchmarketing: Die Zielgruppe im Visier“
Melanie Müller (Bonnies Buchemotion): „Tipps für den Umgang mit Buchbloggern“
Kristina Langenbuch (Weiß & Langenbuch Literaturagentur): „Manuskriptvermittlung über Agenten“
Wo: Halle 4.2, Raum Dimension 

Wann: 10:00 - 10:30 Uhr 
Was: GENRES IM SELF-PUBLISHING: ÜBER TRENDS, LESERERWARTUNGEN UND WIE MAN ERFOLGREICH NISCHEN BESETZT
Teilnehmer: Iris Kirberg
Die Erfolgsrezepte von Self-Publishing-Titeln in den verschiedenen Genres.
Self-Publishing erweitert das verlegerische Spektrum. Autoren haben die volle kreative Kontrolle über Inhalt und Gestaltung ihres Werkes. Wir blicken auf Entwicklungen und Erfolgsrezepte in den verschiedenen Genres, die Erwartungshaltungen der Leser und wie Autoren auch abseits der klassischen Genreliteratur erfolgreich sind.
Wo: Selfpublishing Area Stage, Halle 3.0. K11 

Must have: wenn das mit der Autorenkonferenz nicht klappt  
Wann: 10:30 Uhr 
Was: WIE SIE EIN ERFOLGREICHES BUCH SCHREIBEN: EIN VERLAGSLEITER PACKT AUS
Teilnehmer: Tobias Winstel (Kösel-Verlag)
3 Fragen, 3 Antworten: Welche Gedanken Sie sich als Autor schon vor dem Schreiben machen sollten
Um ein erfolgreiches Buch zu schreiben, sollte man bereits vor dem Schreibprozess drei entscheidende Fragen für sich klären. Wer diese beantworten kann, den kann eigentlich nichts mehr daran hindern loszulegen. Was Sie außerdem erfahren: Wie man seine Leser beim Schreiben erreicht und was „vom Leser her denken“ bedeutet. Tobias Winstel, Verlagsleiter des Kösel-Verlags, gibt praktische Tipps und unverzichtbare Hinweise.
Wo: Selfpublishing Area Stage, Halle 3.0. K11 

Vielleicht: 
Wann: 12:00 - 13:00 Uhr 
Was: Die Preisverleihung des Buchblog Awards 2019 
Wo: Frankfurter Pavillion (Agora / Außengelände) 

Must have: 
Wann: 12:30 - 13:00 Uhr 
Was: AUTOR DER ZUKUNFT: SELFPUBLISHER, HYBRID, VERLAGSAUTOR ODER EINFACH AUTOR?
Teilnehmer: Julia Drosten (Autorenduo), Lutz Kreutzer (Autor), Carin Müller (Autorin), Susanne Pavlovic (Autorin, Lektorin, Moderatorin), Mila Summers (Autorin),
Sind die unterschiedlichen Bezeichnungen von Autoren überhaupt noch zeitgemäß?
Was sind die Autoren der Zukunft: Selfpublisher, Hybrid, Verlagsautor oder einfach Autoren mit unterschiedlichen Vertriebswegen?
Wo: Selfpublishing Area Stage, Halle 3.0. K11 

Wann: 13:00 - 13:30 Uhr 
Was: ICH LESE, ALSO BIN ICH - VON WÖRTERWELTEN UND DEM KNICK IM BLICK
Teilnehmer: Martin Ebbertz (Autor), Ursula Flacke (Autorin), Sylvia Schopf (Autorin),
Nach kurzer Vorstellung des FBK e.V. lesen drei Autor*innen
Fünfzig Jahre Friedrich-Bödecker-Kreis Hessen e.V. 1968 von Klaus Gelbhaar gegründet, hat sich der Verein damals schon der Leseförderung verschrieben. Dank der Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst konnten kontinuierlich Autorenbegegnungen und Schreibwerkstätten an Schulen, Kindergärten, Bibliotheken etc. durchgeführt werden. Er gilt als der größte Vermittler von Autorenbegegnungen. Leseförderung ist notwendiger denn je: Die Iglu-Studie (2016) besagt, dass knapp ein Fünftel der Zehnjährigen in Deutschland nicht so lesen kann, dass der Text dabei auch verstanden wird. Dabei ist Lesen noch immer DIE Schlüsselqualifikation, um an gesellschaftlichen Prozessen teilzuhaben. Der FBK e.V. will seinen Beitrag dazu leisten, Kindern Impulse für die Zukunft zu geben.
Wo: Halle 4.1. Stand G71 

Must have
Wann: 14:00 - 14:30 Uhr 
Was: JULIA SHAW - BÖSE - DIE PSYCHOLOGIE UNSERER ABGRÜNDE
Täglich stellen am Stand der Süddeutschen Zeitung Autoren im Gespräch mit SZ Journalisten ihre Neuerscheinungen vor. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Wo: Halle 3.0. C119, Süddeutsche Zeitung 

Must have
Wann: 15:00 - 16:00 Uhr 
Was: LESUNG UND GESPRÄCH MIT BERNHARD HENNEN UND KAI MEYER
Wo: Yogi Tea Lesezelt / Agora Außengeände 

Must have
Wann: ab 16:00 Uhr 
Was: Lena Bendin am Stand des Argon Verlags besuchen 
Wo: Halle 3.1. D133 

Must have
Wann: 17:00 - 17:30 Uhr 
Was: GEDANKEN BESTIMMEN DEIN LEBEN
Teilnehmer: Christian Licht (Autor)
Was sind Gedanken? Wo kommen sie her? Wie bestimmen die Gedanken das Leben und Umfeld des Menschen?
Denken ist eine Kunst, die uns zum Erfolg führen kann.
Was sind Gedanken? Wo kommen sie her? Wie bestimmen die Gedanken das Leben des Menschen? Gibt es einen freien Willen? Wie findet man Erfolg versprechende Ziele? Welchen Einfluss haben die Gedanken auf die Gesundheit? Wie kann man mit der Kraft der Gedanken sein Umfeld gestalten?
Die zwei Bände „Gedanken bestimmen dein Leben“ von Christian Licht können Ihnen all diese Fragen beantworten.
Wo: Yogi Tea Lesezelt / Agora Außengelände 


Samstag 13.10.18 

Wann: 11:30 - 12:00 Uhr 
Was: FACHVERLAGE ALS ATTRAKTIVE ARBEITGEBER
TEILNEHMER / AUTOR
Sibylle Böhler (Erich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG, Vertriebs- und Marketingleitung)
Fachverlage als attraktive Arbeitgeber
Kaum eine andere Branche bietet so facettenreiche Jobs wie das Verlagswesen. Blicken Sie hinter die Kulissen und erfahren Sie am Beispiel des Erich Schmidt Verlags, welches Aufgabenspektrum Hochschulabsolventen erwartet und wie Sie die Zukunft der Branche in Zeiten des digitalen Wandels aktiv mitgestalten können.
Campus Weekend.
Wo: Halle 4.2. N101 Academic & Business Information Stage 

Must have 
Wann: 13:00 - 14:00 Uhr 
Was: Juli Zeh "Neujahr" 
„Neujahr“ erzählt die atemberaubende Geschichte von zwei kleinen Kindern, die mitten im Ferienparadies Lanzarote in die Hölle geraten. Ebenso geht es um die Krise eines Mannes, der zwischen ungeklärten Geschlechterrollen zerrieben wird. Und um die existenzielle Frage, ob unser Leben bereits in der Kindheit vorbestimmt wird oder ob wir selbst es sind, die über Glück oder Unglück entscheiden.
Wo: Frankfurt Pavillion / Agora Außengelände 

Must have: 
Wann: 14:00 - 15:00 Uhr 
Was: JETZT GIBT´S WAS AUF DIE OHREN - VERLAGE IM PODCAST-FIEBER
Teilnehmer: Maria Beerboom (Hochschule der Medien, Absolventin)
Larissa Heyden (Hochschule der Medien, Moderatorin)
Tine Nowak (Podcasterin www.kulturkapital.org und Lehrbeauftragte Universität zu Köln)
Dirk Primbs (Podcaster und Blogger (www.dirkprimbs.de))
Podcasts sind wieder hip! Verlage produzieren sie seit geraumer Zeit. Was sind Besonderheiten?
Podcasts sind wieder richtig hip! Anfang der 2000er Jahre erlebte das Medium einen Boom, während es in den Folgejahren nur als Nischenmarkt und Zwischenlösung galt, wenn eine Videoproduktion zu teuer oder mühsam war. Vor allem durch die wachsende Verbreitung von Smartphones feiern Podcasts heute ihr Comeback. Ca. 1,3 Millionen Personen, darunter vor allem jüngere Nutzer, hören in Deutschland mindestens einmal am Tag Podcasts. Auch Verlage sind seit geraumer Zeit in die Podcast-Produktion eingestiegen und nutzen die vielfältigen Möglichkeiten als universellen Marketing-Geheimtipp.
Doch wie genau setzen Verlage das Medium Podcast ein und was für Beispiele aus der Praxis gibt es? Freuen Sie sich auf eine spannende Podiumsdiskussion rund um das Podcast-Fieber in Verlagen.
Wo: Halle 4.1 / Stand A86  

Wann: 14:00 - 14:30 Uhr 
Was: FANTASYSNACKS - KLEINE FANTASTISCHE APPETITHAPPEN MADE BY DAS AUTORENSOFA
TEILNEHMER: Pea Jung, Tanja Neise, Karina Reiß, Corinna Rindlisbacher
Es wird zu den Lesungen Hexenhappen, Vampir-Spieße, marinierte Monster und gegrillte Geister geben.
Häppchenlesung, Gaumenschmaus und Fragerunde an die Autoren in gemütlicher und entspannter Atmosphäre.
Wo: Selfpublishing-Area Stage, Halle 3.0. K11 

Wann: 14:00 - 16:00 Uhr 
Was: DURCHSTARTEN IM VERLAGSWESEN 
Teilnehmer: Kollegen/innen von Springer Nature
Einstiegsmöglichkeiten und Berufsbilder im Wissenschaftsverlag
„Kann ich bei Euch ein Praktikum machen?“ - „Ich würde gerne in einem Verlag arbeiten – welche Perspektiven habe ich?“ Am Springer Nature –Stand kannst Du Dich über Einstiegs- und Ausbildungsmöglichkeiten im Fachverlag informieren und herausfinden, ob Arbeiten im Verlag das Richtige für Dich sein könnte. Kollegen aus dem Personalbereich stehen Dir Rede und Antwort und bieten außerdem ein Speed-Consulting für Job-Interviews an.
Wo: Halle 4.2. Stand F8 Campus Cafe 

Wann: 15:00 - 16:00 Uhr 
Was: "Endlich erfolglos" Lesung mit Sebastian23 
Besser schlecht leben - der ultimative Anti-Ratgeber
Ob Körper oder Geist, Beziehung oder Beruf: Das Geschäft mit der Selbstoptimierung blüht. Es gibt kein Thema, zu dem es nicht auch eine Anleitung gibt, um das Maximum aus sich herauszuholen. Man kann daran verzweifeln – oder sich von Sebastian 23, einem der bekanntesten Poetry Slammer im deutschsprachigen Raum, mit viel Humor vom Optimierungswahn befreien lassen.
Lesung des Autors mit anschließendem "Meet&Greet".
Wo: Halle 3.0. Stand A62 

Isonas Must have
Wann: 15:30 - 17:00 Uhr 
Was: 20 JAHRE HARRY POTTER - DER GROSSE WELTREKORDVERSUCH ZUM JUBILÄUM 
Teilnehmer: Bruno Iacopo (Gestallter der neuen Harry Potter Ausgabe), Matthias Wieland (Moderator)
Feiere mit anderen Fans das Jubiläum und mach mit beim Weltrekordversuch
Vor 20 Jahren erschien in Deutschland "Harry Potter und der Stein der Weisen". Rund 34 Millionen verkaufte Exemplare der Serie später wollen wir diesen Erfolg feiern und ihn mit einem neuen Weltrekord krönen:Dafür brauchen wir mindestens(!) 1.000 Personen, die im Harry Potter-Kostüm an einem Ort zusammenkommen. Wer dabei sein will, sollte folgende Merkmale tragen:
- die typische blitzförmige Narbe auf der Stirn
- das typische runde Brillengestell auf der Nase
- einen schwarzen Zauberumhang um die Schultern
Aber auch Hut, Zauberstab, Besen, Schuluniform oder, oder, oder ... sind sehr willkommen (aber kein Ersatz! - Das Rekordinstitut ist streng!).
Versammlungsort der Zauberergemeinschaft ist der Saal Harmonie des Congress Centers der Messe Frankfurt.
Wo: Saal Harmonie (Congress Center Ebene 2)

Must have
Wann: 17:30 - 19:00 Uhr 
Was: STERN CRIME TALK: WAHRE VERBRECHEN – WAHRE ROMANE?
stern Crime Talk mit Julia Shaw, Joe Bausch, Sebastian Fitzek und Jens Henrik Jensen.
Wie viel echte Kriminalfälle stecken in Kriminal-Büchern? Woher nehmen Schriftsteller ihre Inspiration? Und wie schauen True-Crime-Autoren auf diese Romane? Eine Diskussionsrunde von stern Crime mit Julia Shaw, Joe Bausch, Sebastian Fitzek und Jens Henrik Jensens. Moderiert wird der Talk von Giuseppe Di Grazia, Redaktionsleiter von stern Crime.
Wo: Yogi Tea Lesezelt / Agora Außengelände 


Ihr wollt uns treffen? 

Jetzt wollte ich euch an dieser Stelle eigentlich erzählen, dass wir auf der Messe ja etwas Freiraum haben. Aber unsere Pausen sind wirklich so kurz wie auch in den vorherigen Jahren. 

Dennoch: Seid ihr auch in Frankfurt unterwegs? Ich freue mich sehr, wenn wir miteinander ins Gespräch kommen. Dafür lasse ich dann auch gerne einen Termin sausen, sofern es sich nicht um ein markiertes Must have handelt. 

Wie ihr ja wisst, werde ich euch vor Ort nicht erkennen und auch nicht auf freundliche Blicke reagieren können. Deswegen wäre es gut, wenn ihr mich entweder direkt ansprecht oder meinen Begleitern einen Hey-ich-will-mit-euch-reden-Blick zuwerft. Dann schauen wir, was sich machen lässt. 

Foto: A. Mack
Woran ihr mich erkennen könnt: An dieser Stelle höre ich emion in meinem Kopf sagen: Emma, du hast nur ein Auge
Ich trage einen Rucksack bei mir, auf dem der Header meines Blogs zu sehen ist, wie ihr auf der linken Seite erkennen könnt.  

Und nun seid ihr an der Reihe: Welche Veranstaltungen werdet ihr auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse besuchen?