Donnerstag, 31. August 2017

Ge(h)lebt im August 2017

Gelesen im August 

Wenn ihr auf den Schriftzug im Video klickt, kommt ihr direkt zur YouTube Seite. Dort könnt ihr euch dann in der Infobox das Inhaltsverzeichnis anschauen und euch durch die Podcast Folge spulen. natürlich dürft ihr die Folge auch in voller Länge hören :-)



Den zweiten Teil meines Lesemonats findet ihr hier.

Die im Podcast angesprochenen Hörbücher  
*Das Porzellanmädchen 
*Was wir dachten, was wir taten
Sieben Minuten nach Mitternacht 
Der Glasmurmelsammler

Neuzugänge 
Im August sind jede Menge Neuzugänge bei mir eingezogen. In der zweiten Podcast Folge erwähne ich aber nur Die Moortochter von Karen Dionne und Die Geschichte der getrennten Wege von Elena Ferrante.
Warum? Das könnt ihr weiter unten nachlesen.


Gefunden im Netz 

Eine Landkarte für deutschsprachige Blogger 
Hier findet ihr eine Landkarte auf der alle deutschsprachigen Blogger gesammelt werden sollen. Warum das Ganze? Es ist doch schön, wenn sich Blogger mit denselben Interessen leichter finden und austauschen können. Gerade im Buchblog Bereich hab ich diesen Spruch "Ach, es wär so schön, wenn Blogger in meiner Nähe wohnen würden", schon so oft gehört. Mit dieser Karte könnt ihr Buchmenschen in eurer Nähe finden. Ihr wollt euch eintragen? Dann schaut HIER mal vorbei.

Leistungsdruck unter Bloggern 
Mikka widmet sich dem Thema Leistungsdruck unter Bloggern. Was hat sich innerhalb der letzten Jahre verändert? Was sorgt für den Leistungsdruck und wie kann er verhindert werden?
Zum Beitrag --> HIER ENTLANG

Markus Heitz berichtet über das Schreiben - LBM17 Special von Welt in Buchstaben 
Bloggerin Ever ist nicht nur ein großer Fan von Markus Heitz, sondern war dieses Jahr in Leipzig zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Und zwar hat Markus Heitz ein sehr ausführliches Interview über seine Anfänge als Autor gegeben. Zudem erzählt er auch etwas über seinen Alltag als Autor und gibt Tipps, was Jungautoren bei einer Bewerbung bei einem Verlag beachten sollten.
Zum Video --> HIER ENTLANG

Heffa berichtet von ihrem Studium - Zweites Semester 
Als Bloggerin Heffa Fuzzel (ich mag dieses Pseudonym wirklich sehr!) ihr Studium erfolgreich abgeschlossen hat, begann sie damit, eine Blogreihe darüber zu starten. Ich lese ihre Beiträge sehr gerne, weil Heffa wirklich gut schreiben kann und einen flüssigen Schreibstil mitbringt. In dem hier verlinkten Beitrag, berichtet sie von ihrem zweiten Semester und wenn ich das so lese, finde ich es irgendwie traurig, dass wir nicht gemeinsam studiert haben.
Zum Artikel --> Hier entlang


Gefreut 

habe ich mich über meinen Platz auf der Longlist des Buchblog Awards 2017. Ich habe euch den Wettbewerb im August bereits vorgestellt (siehe unten) und morgen werdet ihr noch einen kleinen Beitrag zu lesen bekommen, in dem ich euch erkläre, wie ihr für mich abstimmen könnt, wenn ihr wollt.

Überraschungspost von Anka von Ankas Geblubber
Anfang August erreichte mich Überraschungspost von Ankas Geblubber. Wer mir auf Facebook und Twitter folgt hat das bereits mitbekommen. Im September werde ich euch dann berichten, was mir die liebe Anka so geschickt hat. Buchlinge, ich sag's euch, dass ist Stoff für zwei Podcast Folgen! Aber keine Angst, es werden keine XXL Ausgaben.


Hinter den Kulissen 

Ich will ja noch nicht so viel verraten. Aber bald gibt's Neuigkeiten. Da ich bereits mit anderen Beiträgen den Mund schon ziemlich voll genommen und euch Dinge versprochen habe, die es wahrscheinlich nicht mehr zu lesen geben wird, halte ich mich diesmal etwas zurück und hoffe, ich kann euch bald mehr erzählen.

FBM Pläne 
Wir fahren wieder nach Frankfurt. Und diesmal sogar ziemlich lang (Mittwoch bis wahrscheinlich Samstag). Während sich Skyara Anfang des Jahres noch nicht ganz sicher war, welche Literaturveranstaltungen sie besuchen möchte, hat sie nun eine Entscheidung getroffen: Sie leistet mir in Frankfurt wieder Gesellschaft. Isona versuchen wir noch zu überzeugen. Und emion? Ob sie dabei wird, bleibt wohl ein Geheimnis oder eine Überraschung?
Im September gibt es wieder einen Beitrag, in dem ich euch erzähle, welche Veranstaltungen wir uns anschauen werden und wie ihr uns erreichen könnt. Ich würde mich nämlich sehr freuen, wenn ich ein paar von euch in Frankfurt wiedersehen oder neu kennenlernen kann. Leider sind meine letzten geplanten Treffen mit ziemlich gefloppt, weil ich meine Leser nicht gefunden habe. Falls ihr an dieser Stelle mitlest: Ich hoffe, ihr habt mir verziehen :) Timen muss gelernt sein :-)


Was gab's zu erzählen?

Lesemarathon 
Fazit im Juli

Ge(h)schmökert 
Meine Neuzugänge im Juli 

Freiburger Bücherstammtisch 
Lagebericht des August Treffens 

Ankündigung 
Der Buchblogger des Jahres wird gesucht (Bewerbungsschluss ist HEUTE)

Gelesen 
Meine Halbjahresstatistik nach einer TAG Vorlage von Ankas Geblubber 


In diesem Sinne... 

Kurz und schmerzlos: Auf geht's in den September.

Montag, 21. August 2017

Sieben Minuten nach Mitternacht

Bild von der hörverlag
Steckbrief 

Name: Sieben Minuten nach Mitternacht (auch als Buch, Film erhältlich)
Autor: Patrick Ness, Siobhan Dowd
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Menschen, die fantastische Geschichten mögen
Gelesen oder gehört: gehört in ungekürzter Fassung
Sprecher: Maria Furtwängler
Bewertung: 2,5 von 5 Punkten


Klappentext 


"Das Hörbuch zum Kinofilm

Conor ist wach, als es kommt. Genau sieben Minuten nach Mitternacht, Conor hatte einen Albtraum. Den Albtraum. Den einen, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Das Bild von den Händen, die ihm entglitten, versucht Conor zu verdrängen, es soll ihm nicht wieder in die Wachwelt folgen. Doch da klopft etwas an sein Fenster und ruft seinen Namen: ein Wesen, das uralt ist und wild und weise – und das wie niemand sonst Conors Seele und seine geheimsten Ängste kennt."


Meine Meinung

Im Juli gründeten sich die BakerStreetBookworms, ein Buchclub, der von Autorin Adriana Popescu und ihrem Team ins Leben gerufen wurde. Und gleich im August startete die erste Leserunde. Hier wurden den Teilnehmern vier Bücher zur Auswahl gestellt und Sieben Minuten nach Mitternacht war eines von ihnen. Der Titel sagte mir etwas, obwohl ich im Grunde gar nichts über den Inhalt wusste. Ich rechnete eigentlich mit einer Geschichte a la Nicolas Sparks und bekam etwas völlig Anderes geboten.

Gestaltung
Obwohl es sich diesmal um kein Rezensionsexemplar handelt, landete ich wieder einmal bei einem Hörbuch des Hörverlags. Langsam aber sicher, finde ich es schon etwas lustig. Dieser Verlag zieht mich einfach magisch an.
Bei Sieben Minuten nach Mitternacht handelt es sich um eine ungekürzte Lesung. Schauspielerin Maria Furtwängler führt durch die Geschichte. Sie kam mir ebenfalls vom Namen her bekannt vor, ich konnte mich aber nicht daran erinnern, sie schon mal als Sprecherin erlebt zu haben. Daher war ich von ihrer tieferen, älteren Stimme etwas überrascht. Da unser Protagonist Conor noch ein Kind ist, hatte ich irgendwie mit einer jugendlichen Stimme gerechnet.

Ich muss leider zugeben, dass mir Maria Furtwänglers Stimmfarbe nicht ganz zugesagt hat. Sie hat keinesfalls schlecht gelesen und konnte auch die Emotionen glaubhaft transportieren. Dennoch ertappte ich mich dabei, wie ich Mühe hatte, mich auf die Geschichte zu konzentrieren. Dennoch ziehe ich hierfür keine Punkte ab.

Inhalt
Conors Geschichte ist sehr traurig und definitiv nichts für schwache Nerven. Seine Mutter ist an Krebs erkrankt und beide versuchen mit der Situation so gut es geht zurechtzukommen. Als wir Conor kennenlernen, ist die Krebserkrankung seiner Mutter bereits fortgeschritten und wir erahnen, dass es so schnell nicht besser werden wird. Das Bild seines Albtraumes rückt näher.

Leider hatte ich so meine Probleme mit der Geschichte. Es begann alles mit dem Monster. Im Klappentext wird dieses Wesen als weise beschrieben. Allerdings fand ich das Monster keinesfalls weise, sondern tendenziell belehrend. Es möchte Conor nahebringen, dass es wichtig ist, Dinge nicht zu verdrängen. An diesem Punkt kann ich dem Monster, das in Gestalt eines Baumes auftritt, auch noch zustimmen. Allerdings predigt es Conor immer wieder: "Du musst die Wahrheit aussprechen." Und hier steckt schon der erste Imperativ, der mir nicht passte. Natürlich ist es gut, Wahrheiten zu erkennen und zu benennen. Allerdings sorgt das keinesfalls dafür, dass die Wahrheit erträglicher wird. Es gibt Leute, die ihre Wahrheit sehr genau wahrnehmen und dennoch daran zerbrechen. Und deswegen hat mich diese "Benenne es und dann wirst du darüber hinwegkommen"-Mentalität wirklich genervt, weil es einfach nicht stimmt und in dem Buch der Eindruck vermittelt wird, dass es nur den einen Weg gibt und alles, was links und rechts davon abweicht, eben nicht die Wahrheit ist.

Das Monster berichtet Conor bei dem ersten Treffen, dass es ihm drei Geschichten erzählen wird. Nach diesen drei Geschichten ist Conor an der Reihe und soll seine Lebensgeschichte preisgeben. Die Abenteuer, die das Monster erzählt, waren mir zu abstrakt. Ich hatte Mühe, sie mit der gerade passierenden Handlung in Verbindung zu bringen. Nur ein oder zwei Geschichten konnte ich auf die eigentliche Handlung übertragen. Zudem kamen mir die Geschichten sehr konstruiert vor.

Bei Conor brennt es zudem an allen Ecken. Auch in der Schule gibt es eine Gruppe von Schülern, die es nicht gut mit ihm meint. Als sich hier dann eine überraschende Wendung ergibt, stört es Conor und das Monster. Und ich hab ehrlich nicht verstanden warum. An dieser Stelle fehlte mir die Logik. Ich hätte mir außerdem gewünscht, dass sich die Autoren auf eine bestimmte Handlung festlegen und nicht überall neue Fässer aufmachen.

Es gab aber auch wenige interessante Charaktere in Sieben Minuten nach Mitternacht. Da wären beispielsweise Conors Großmutter und sein Vater, der mit seiner neuen Frau ausgewandert ist. Während ich zu Beginn des Buches noch twitterte, dass mir Conors Großmutter auf die Nerven geht, änderte sich das sehr schnell und ich begann Sympathie für diese Frau zu entwickeln. Warum? Sie hat eine sehr raue Schale, die nur schwer zu knacken ist. Sie möchte ihrer Tochter beistehen, merkt aber auch, dass sie mit ihrem Enkel überhaupt nicht warm wird und überfordert mit der gesamten Situation ist. Dennoch habe ich das Gefühl, das beide im Laufe der Geschichte zueinander finden.

Dann haben wir noch Conors Vater. Auch er möchte für seinen Sohn da sein. Doch schnell wird deutlich, dass das nicht so geht, wie es beide gerne wollen. Denn mittlerweile gibt es eine neue Familie und eine neue Frau, die nach ihrem Mann verlangt.

Spannung
Leider war der Spannungsbogen für mich fast durchweg vorhersehbar. Natürlich war es schade, weil ich somit wusste, was passierte. Aber es war auch aufgrund des Inhalts traurig. Allerdings gab es einen Moment, an dem ich auf eine unvorhergesehene Wendung der Geschichte hoffte. Leider hoffte ich vergebens.

Schreibstil
Der Schreibstil war zu bildhaft und ich hatte Mühe die ganzen Metaphern zu sortieren und zu übersetzen. Und das obwohl ich schon der Meinung bin, dass ich sprachliche Bilder erkennen kann. Außerdem haben das Monster und Conor Sätze losgelassen, die nie im Leben von Kindern gedacht oder verstanden werden können. Ich hatte den Eindruck, die Autoren haben versucht, zu viele Themen in einer Geschichte unterzubringen.

Gesamteindruck
Erst einmal war ich froh, dass ich gleich an der ersten Leserunde von den BakerStreetBookworms teilnehmen konnte. Schließlich war ich mir nicht sicher, ob es auch Hörbücher zu den vorgestellten Büchern geben würde.

Schnell musste ich herausfinden, dass Krebs wieder ein zentrales Thema einer Geschichte sein sollte. Und ich merkte, wie mich das Thema mittlerweile einfach nur noch nervte. Es ist mir in den letzten Monaten wirklich zu oft begegnet und interessanterweise habe ich unabsichtlich hin und wieder auch zu Büchern gegriffen, in denen Charaktere mit Krebs zu kämpfen hatten. Vielleicht war das mit ein Grund, warum ich Sieben Minuten nach Mitternacht sehr kritisch gegenüberstand. Dann ging für mich auch einiges an Tiefe durch die ständigen Belehrungen verloren.

Donnerstag, 17. August 2017

Mein Halbjahres Fazit (nach einer TAG Vorlage von Ankas Geblubber)

Hallo Buchlinge,

vor einer Weile hat mich Anka von Ankas Geblubber mit dem Lesemonat TAG getagged. Hier gibt es eine Hand voll Fragen anhand derer man seinen Lesemonat zusammenfassen kann. Ziel ist es, keine trockene Buchvorstellung oder Aufzählung irgendwelcher Statistiken vor sich zu haben, sondern einen anderen Blick auf die gelesenen Bücher zu ermöglichen.

Da ich pro Monat aber nicht so viel lese und ich möchte, dass der Beitrag etwas abwechslungsreicher wird, wollte ich einen Halbjahres Leserückblick daraus machen. Ich hoffe, das geht trotzdem in Ordnung.
Da es sich ja um eine Halbjahresstatistik handelt, beziehe ich auch nur die Bücher mit ein, die ich bis Juli beendet habe.


Die Fragen - Meine Antworten 


1) Wo hast du dich im letzten halben Jahr herumgetrieben und wo hat es dir am besten gefallen?

An sich bin ich gar nicht so viel herumgekommen. Meine literarischen Urlaubsziele fanden überwiegend in Italien, Frankreich und England bzw. den USA statt. Besonders wohl gefühlt habe ich mich mit den Freundinnen Elena und Lila in Italien und mit Vincent und Namensvetterin Emma in Paris.


2) Wann warst du unterwegs und in welcher Zeit hat es dir am besten gefallen?

Überwiegend war ich in der Gegenwart unterwegs. Hin und wieder gab es ein paar Abstecher in dystopische oder fantastische Welten. Am besten gefallen hat es mir bei den Freunden Hanna und Ben, die ihre letzten gemeinsamen Sommerferien an einem Strand verbringen. Und als wäre das nicht genug, trägt das Buch auch noch den Titel Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen. Der Strand strahlt etwas Mysteriöses aus.


3) Wen hast du im letzten halben Jahr kennengelernt und mit wem gab es ein Wiedersehen?

Ich habe mit der neapolitanischen Saga begonnen und mittlerweile den zweiten Band der Reihe gelesen. Allerdings kann man hier nicht wirklich von Wiedersehen sprechen, da ich die Reihe erst in diesem Jahr angefangen habe. 

Ansonsten habe ich eine Menge interessanter Charaktere kennengelernt. Da wären beispielsweise die bereits erwähnten Freunde Hanna und Ben, die eine Seelenverwandtschaft verbindet. Allerdings haben beide ihre Päckchen zu tragen, was ihre Geschichte umso spannender macht. 

Dann wären da noch die Biografien von Joana Zimmer, einer Musikerin und Saliya Kahawatte, einem Coach, der aber lange erfolgreich in der Hotelbranche arbeitete. Beide Persönlichkeiten sind blind und gehen unterschiedlich mit dieser Einschränkung um. 


4) Wer hat dich im letzten halben Jahr zum Lachen gebracht und warum / in welcher Situation?

Zum einen war das tatsächlich Joana Zimmer. Sie hat von einem Dialog zwischen ihr und einem Musikmanager erzählt. Er verabschiedete sie mit den Worten: "Dann sehen wir uns in Berlin." Sie antwortete lächelnd mit: "Wohl kaum." Das ist so ein typischer Dialog, den wahrscheinlich nur Blinde und Sehbehinderte lustig finden. Er zeigt einfach, dass man auch über seine Behinderung lachen kann. 

Dann hat Vincent aus Paris Du und Ich ebenfalls für ein paar tolle Zitate gesorgt. 
Obwohl die Geschichte keinesfalls humorvoll ist, musste ich auch bei dem ein oder anderen Moment mit der fünfzehnjährigen Lenna schmunzeln. Ihre Kommentare passten manchmal wie die Faust aufs Auge, obwohl sie teilweise launisch und zickig wirkten. Lennas Mutter ertrank in einem See. Ob es Suizid oder Mord war? Das wird im Roman Into the water geklärt.


5) Wen hast du am meisten ins Herz geschlossen und wer hat dich genervt?

Ins Herz geschlossen habe ich die Charaktere aus Paris Du und Ich, weil sie angenehme Menschen sind und tolle Geschichten zu erzählen haben. 
Ansonsten bilde ich mir gerade ein, bei einem Roman noch den "Aha"-Effekt gehabt zu haben. Er fällt mir allerdings gerade nicht ein. Asche auf mein Haupt. 

Genervt haben mich die Charaktere aus Das Buch der Spiegel weil sie mich zum Teil gelangweilt haben und nicht wirklich etwas über sich zu berichten wussten.
Zudem konnte ich auch mit den Charakteren aus Sturmflimmern nicht so viel anfangen. Protagonistin Sofia und ihre Familie fluchen einfach wahnsinnig viel, was mich irgendwann ziemlich nervte. Zudem wurde auch mehr über die Charaktere erzählt und wir erlebten recht wenig mit ihnen. Mir fehlten zudem die Facetten und klare Merkmale, worin sie sich eigentlich voneinander unterschieden. Und dann gab es noch diese unvorhersehbaren Handlungen...


6) Welcher Moment im letzten halben Jahr war besonders spannend?

Saliya Kahawatte ist fast blind und startet trotzdem im Hotelfach durch. Besonders spannend fand ich es hier, wie er seinen Berufsalltag organisiert, da es gerade im Hotelfach ja viel auf Optik ankommt. 


7) Was hat dich im letzten halben Jahr besonders berührt?

Das war der Roman Sehen wir uns morgen. Allerdings müsste ich für eine vollständige Begründung ziemlich spoilern. In dem Roman geht es um eine Mutter-Tochter Beziehung. Claire und ihre Mutter haben gut ausgefüllte Tage und hinterlassen sich Zettel am Kühlschrank auf denen sie nicht nur Einkaufslisten, sondern auch wichtige Botschaften an die Andere notieren. Doch eines Tages macht Claires Mutter eine Entdeckung, die das Leben der beiden auf den Kopf stellt.


8) Was hast du im letzten halben Jahr gelernt bzw. was nimmst du mit?

Dass es für mich definitiv keine Lösung ist, meine Sehbehinderung zu verschweigen.


9) Wie fällt dein Fazit aus?

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass mein erstes Halbjahr 2017 recht ereignislos war. Es waren zwar interessante und tolle Bücher dabei, keine Frage, aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich nicht wirklich viel gelesen habe und mich in diesem TAG oft wiederhole. (Ja, ja so viel also zum Thema Abwechslung):


10) Worauf freust du dich im nächsten halben Jahr?

OK, die Frage klingt wirklich etwas blöd, wenn ich sie auf das halbe Jahr umformuliere :) 
Ist es verrückt an dieser Stelle Bücher zu nennen, die weder erschienen noch bei mir eingezogen sind? Besonders gespannt bin ich aber auf Die Moortochter. Hierbei handelt es sich um einen Thriller, indem eine Tochter ihren Vater, einen gefährlichen Verbrecher, der aus einem Gefängnis ausgebrochen ist, wieder einfangen muss. Gelesen wird der Roman von Julia Nachtmann, die ich durch Monika Feths Erdbeerpflücker Reihe kennen gelernt habe. 

Außerdem habe ich mir meinen SuB mal etwas genauer angeschaut und möchte hier gerne ein paar Hörbücher lesen und mir nicht ganz so viel Neues zulegen. Ich wette mit euch, dass das spätestens bis zur Frankfurter Buchmesse gut geht. 


Ich tagge... 

Wie sich das für einen ordentlichen TAG gehört, muss die Kettenreaktion auch fortgeführt werden. Meine Nominierten: 

Anett von Anetts Bücherwelt: Weil ich sehr gespannt bin, was du auf die Fragen antwortest.

Jess von Freakin-Minds: Weil dein Blog mal wieder einen buchigen Beitrag vertragen könnte und du ja durchaus ein Buchling bist :). Ich kenne bisher niemanden, der seine Masterarbeit über Krimis schreibt.

Yvonne von Buchbanhof: Ich glaube, bei dir könnte ich den ein oder anderen Schatz entdecken. 

Meine Crowd: Ja, ja ich seh schon die fluchenden Kommentare im What'sApp Gruppenchat vor mir :). Keine Angst, ihr müsst keinen extra Beitrag schreiben, sondern könnt diesen hier auch einfach kommentieren. 

Und natürlich jeden, der diesen TAG gerne ausprobieren mag. Ich freue mich auf eure Beiträge. 

Dienstag, 15. August 2017

Was wir dachten, was wir taten

Bild von Hörcompany
Steckbrief 

Name: Was wir dachten, was wir taten (auch als Buch erhältlich)
Autor: Lea-Lina Oppermann
Verlag: Hörcompany
Geeignet für: Jugendbuch-Fans,
Gelesen oder gehört: gehört als Hörbuch
Sprecher: Birte Schnöink, Sebastian Rudolph, Julian Greis
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Hörcompany

"Eingesperrt im Klassenzimmer

Matheklausur! Plötzlich dringt eine maskierte Person ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, blinder Opportunismus, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung, und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt. Ein packend komponiertes psychologisches Kammerspiel!"


Meine Meinung 

Im Juli war in Stuttgart wieder Bücherstammtisch Zeit. Diesmal ging es um die Autorin Lea-Lina Oppermann und ihren Debütroman Was wir dachten, was wir taten. Martin der Buchwellenreiter war live vor Ort und hat neben Ausschnitten von der Lesung auch Mitschnitte von einem Interview mitgebracht. Das Video findet ihr HIER.
Lea-Lina Oppermann hat wirklich gut gelesen. Als sie dann noch verriet, dass es eine Hörbuch Fassung ihres Romanes gibt, war es um mich geschehen.

Gestaltung 
Das Hörbuch wurde von der Hörcompany produziert, die zum Beltz Verlag gehört. Gelesen wird der Roman von Birte Schnöink, Sebastian Rudolph und Julian Greis. Am Anfang stellten sich die Sprecher indirekt mit ihren Rollen vor. Das hat mir sehr gut gefallen, da man die Charaktere so sofort der richtigen Stimme zuordnen konnte. Dieses Element wirkte dynamisch und sorgte eben für eine bessere Orientierung in der Geschichte.
Da es drei Hörbuchsprecher gibt, heißt das auch, dass die Geschichte aus drei Perspektiven erzählt wird. Wir haben zum einen den Mathelehrer Herrn Filler, dem Sebastian Rudolph seine Stimme leiht. Er kam mir sehr bekannt vor, so als hätte ich ihn schon mal in einer Synchronsprecherrolle im Fernsehen gehört. Man hört, dass er bereits etwas älter ist. Daher passte die Rolle des Lehrers sehr gut zu ihm. Außerdem konnte er die Eigenschaften des Charakters, auf die ich weiter unten noch genauer eingehen werde, genauso wie seine Kollegen, richtig gut transportieren.
Julian Greis und Birgit Schnöink sind beide schon lange aus der Schule heraus. Dennoch haben beide Schauspieler Stimmen, die sehr jung klingen. Auch sie wirkten auf mich authentisch.

Alle drei Sprecher haben dazu beigetragen, dass Was wir dachten, was wir taten zu einem angenehmen Hörerlebnis wurde. Die Stimmfarben passten gut zueinander und haben sich somit ergänzt. Zudem kam auch nie das Gefühl auf, dass ein Charakter dominiert. Ich hätte ihnen noch stundenlang zuhören können. Und es nervt mich wieder einmal, dass mir die richtigen Worte fehlen, um dieses Hörerlebnis beschreiben zu können. Vielleicht hilft die Anmerkung, dass Was wir dachten, was wir taten zu einem der Hörbücher gehört, welches ich innerhalb von drei Tagen durchgehört habe, weil mich die Geschichte einfach nicht mehr losgelassen hat.

Inhalt 
In Was wir dachten, was wir taten geht es um eine Geiselnahme einer Schulklasse. Ein Maskierter stürmt ein Klassenzimmer und gibt den Schülern eine Hand voll Aufgaben, die sie erfüllen müssen. Betitelt sind diese mit: "Meine letzten Wünsche". Schnell wird klar, dass der Unbekannte die Geheimnisse der Schüler sehr gut kennt und nicht davor zurückschreckt diese ans Tageslicht zu befördern.

Wie oben bereits beschrieben, wird die Geschichte aus drei Perspektiven erzählt. Und ich fand es spannend zu lesen, dass es an keiner Stelle auch nur den Anflug von Langeweile gab. Obwohl alle Charaktere dasselbe erleben, hatte jeder einen anderen Blickwinkel auf die Situation.

Lehrer Herr Filler ist nicht etwa Pädagoge aus Leidenschaft. Er erfüllt einen Standard, interessiert sich aber viel mehr für seine Doktorarbeit in Mathematik, die er in jeder freien Minute schreibt. Schnell wird dem Leser klar, dass Herr Filler nicht gerade viel für seinen Beruf übrig hat. Und das diese nicht vorhandene Motivation nicht spurlos an den Schülern vorbeigeht, ist vorhersehbar.

Fiona wirkt zu Beginn der Geschichte eher schüchtern. Sie passt sich normalerweise an und ist geübt darin, nicht zu widersprechen. Doch als der Amokalarm ausgelöst wird und ein weinendes Mädchen an die verschlossene Klassenzimmertür klopft, kann sie nicht anders und setzt sich für das Mädchen ein. Fiona legt innerhalb des Romanes eine tolle Entwicklung hin. Zudem wird deutlich, wie viel sie von ihrer Klasse wahrnimmt.

Mark ist der Außenseiter der Klasse. Ihm fehlt die Motivation in der Schule etwas erreichen zu wollen. Der Unterricht überfordert ihn. Anstatt ihm Unterstützung anzubieten, bekommt er von Erwachsenen immer nur zu hören, wie er sein Leben zu organisieren hat. Dass diese Ratschläge auf Dauer nur für mehr Frustration sorgen, liegt auf der Hand. Doch obwohl ihm nur eine Person in seiner Klasse wirklich etwas bedeutet, ist er mitverantwortlich für den Höhepunkt der Geschichte.

Autorin Lea-Lina Oppermann beschreibt die unterschiedlichen Charaktere sehr gut. Auf der einen Seite sitzt der frustrierte Lehrer, der zeigt, wie anstrengend ein Beruf sein kann oder besser gesagt, was alles passieren kann, wenn unmotivierte Menschen im falschen Beruf festsitzen. Sie beschreibt das Machtspiel zwischen Schülern und Lehrern. Beide Parteien, die glauben im Recht zu sein und der Lehrer, der letztendlich immer am längeren Hebel sitzt.

Dann gibt es noch die beiden Schüler, die durch ihren unterschiedlichen Stand in der Klasse auch gegensätzliche Positionen darstellen. Fiona, das angepasste Mädchen im Kontrast zu Mark, der scheinbar überall aneckt. Und trotzdem lernen sich die beiden Schüler in dieser Extremsituation neu kennen und beginnen ihr Gegenüber mit anderen Augen zu sehen.

Spannung 
Lea-Lina Oppermann hat den Spannungsbogen sehr gut aufgebaut. Die verschiedenen Aufgaben, die erfüllt werden mussten, boten auch eine gute Grundlage um die Handlung aufzubauen und zu vertiefen. Innerhalb dieser Aufgaben gab es aber auch eine Steigerung, die
von den Schülern erfordert, eine Grenze zu überschreiten.

Besonders spannend fand ich auch, dass Was wir dachten, was wir taten einiges an Tiefgang mitbringt. Lea-Lina Oppermann stellt hier teilweise zwar Stereotypen an Charakteren vor, jedoch hatte ich einige der Charaktere selbst im meinem Jahrgang sitzen und konnte daher deren Verhalten sehr gut nachvollziehen.
Zudem war es auch interessant zu beobachten, dass eine Geschichte fesseln kann, obwohl diese nur an einem Schauplatz spielt.

Schreibstil 
Lea-Lina Oppermann hat einen packenden, flüssigen Schreibstil. Sie schafft es, die Geschichte sowohl aus Sicht der beiden Schüler wie auch aus der Sicht des Lehrers authentisch zu beschreiben. Oft heißt es, dass Erwachsene Mühe haben, sich in Kinder oder Jugendliche hineinversetzen zu können. Wer Was wir dachten, was wir taten liest, merkt sofort, dass Lea-Lina Oppermann genau hinschaut und noch sehr gut weiß, mit welchen Sorgen sich Teenager so herumschlagen.

Was wir dachten, was wir taten erzählt zudem zwei Geschichten: Zum einen geht es natürlich um die Geiselnahme und die Frage, wie unsere Charaktere damit umgehen und der Situation entkommen können. Dann - als die Geschichte auf ihren Höhepunkt zugeht - verleiht die Autorin ihrem Roman aber ein Stück mehr Tiefe. Sie stellt das System, den Mainstream infrage und verpackt es so, dass die Brisanz durchkommt, man aber nicht das Gefühl hat, dass sie moralisiert. Lea-Lina Oppermann regt mit ihrer Geschichte zum Nachdenken an ohne dabei den Zeigefinger auszupacken.

Gesamteindruck 
Nie hätte ich damit gerechnet, dass mich in Was wir dachten, was wir taten so eine tiefgründige Geschichte erwartet. Natürlich stand fest, dass es hier um kein leichtes Thema geht. Ich finde es aber sehr schön, wie sich die Autorin den Themen Amoklauf, Mobbing und allem was dazugehört, stellt, ohne den Leser zu belehren.

Gerade weil die Autorin hier Themen anspricht, die in vielen Schulen sicher anliegen, sollte Was wir dachten, was wir taten unbedingt in sämtliche Lehrpläne aufgenommen werden.

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* Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt


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Andere Meinungen
Evers Welt in Buchstaben 


Sonntag, 13. August 2017

NetGallery und der Börsenverein suchen den Buchblogger des Jahres

Bild von Buchblog Award
Hallo Buchlinge,

durch Twitter bin ich zufällig auf diesen Wettbewerb aufmerksam geworden. Zum ersten Mal wird der Buchblogger des Jahres gesucht. Um was es genau geht, erfahrt ihr in diesem Beitrag.


Wer veranstaltet das Ganze? 

Bei diesem Wettbewerb kommen zwei Veranstalter zusammen: NetGallery ist eine Online-Plattform für alle, die hauptamtlich oder hobbymäßig mit Büchern zu tun haben. Das Portal bietet unter anderem die Möglichkeit an kostenlose Lese- oder Rezensionsexemplare zu kommen. Zudem unterstützen sie Verlage bei der Werbung von Neuerscheinungen. Ich selbst kenne die Plattform nur vom hören sagen und habe mich dort noch nicht umgeschaut.

Der zweite Veranstalter ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an die VLB-TIX Plattform, die ich im Rahmen meines letzten Berichtes von der Leipziger Buchmesse vorgestellt habe. Der Börsenverein hat diese Plattform nämlich ins Leben gerufen. Diese Plattform bietet Bloggern und Journalisten jede Menge Verlagsvorschauen. So kann leichter recherchiert werden. Aber zurück zum eigentlichen Thema: Der Börsenverein ist die Interessensvertretung der Deutschen Buchbranche und veranstaltet u.a. die Frankfurter Buchmesse.


Wer kann sich für den Award bewerben? 

Wie der Titel schon sagt, können Buchblogger und Booktuber oder Buchlinge, die eine Social Media Seite betreiben, ihre Bewerbung einreichen.
Es hat mich wirklich sehr gefreut, dass hier nicht ausschließlich Blogger, die über hohe Literatur berichten, angesprochen werden, sondern auch Genreliteratur, also Unterhaltungsliteratur mit im Spiel ist.

Weitere Teilnahmebedingungen sowie das Bewerbungsformular findest du HIER.


Der Ablauf 

02.-30.08: In diesem Zeitraum kann deine Bewerbung eingereicht werden. Jeder Blogger, der die Bewerbungskriterien erfüllt, bekommt einen Platz auf der Longlist.

01.09-11.09: In diesem Zeitraum beginnt das Voting Verfahren. Alle Blogger, die einen Platz auf der Longlist ergattert haben, zittern nun, ob es auch für die Shortlist reicht. Soweit ich das Verfahren verstehe, gibt es sowohl einen Haupt- als auch einen Sonderpreis. Zwei Shortlist Teilnehmer gehören somit zu den Siegern.
Allerdings ist nicht beschrieben, wie das Voting Verfahren abläuft und ob hier eine extra Registrierung oder Verknüpfung mit einem Social Media Account nötig ist. (Ich hoffe sehr, dass das nicht der Fall sein wird).

15.09-30.09: In diesem Zeitraum setzt sich die Jury zusammen und berät über die Sieger.

13.10.17 - Der Tag der Wahrheit: Am Messefreitag der Frankfurter Buchmesse findet die Preisverleihung statt. Hier wird dann also der Gewinner oder die Gewinnerin gekürt.


Was gibt's zu gewinnen? 

Es gibt spannende Preise: Zum einen gibt es eine Übernachtung im Literaturhotel Medina in Hamburg für zwei Personen zu gewinnen. Dann bekommt der Sieger zudem die Möglichkeit über den Deutschen Buchpreis 2018 zu berichten. Und natürlich... Der Klassiker: Buchgutscheine im Wert von 100 €. Ihr ahnt also schon, welchen Preis ich mir wünsche :)


Also, seid ihr dabei? 

Ich habe das Bewerbungsformular bereits ausgefüllt und freue mich auf die anderen Longlist-Platzierten. Nun interessiert mich natürlich:

Ist der Wettbewerb etwas für euch?
Habt ihr euch ebenfalls beworben?

Donnerstag, 10. August 2017

Das Porzellanmädchen

Bild von der hörverlag
Steckbrief 

Name: Das Porzellanmädchen (auch als Buch erhältlich)
Autor: Max Bentow
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Bentow-Fans, Thriller Fans, ab 16 Jahren
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürzte Fassung
Sprecher: Axel Milberg
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von der Hörverlag

"Der neue Thriller von Max Bentow, gelesen von Axel Milberg

Luna Moor ist eine gefeierte junge Autorin auf dem Gipfel ihres Erfolgs. Keine schreibt so packend und mitreißend wie sie über die Abgründe der menschlichen Seele. Niemand ahnt, dass Luna selbst als junges Mädchen in die Hände eines Wahnsinnigen fiel und ihm nur knapp entkam. Seither quält sie die Erinnerung an den Täter, der nie gestellt wurde. Eines Tages fasst sie den kühnen Entschluss, an den Ort ihres Martyriums zurückzukehren. Sehr schnell muss sie jedoch erkennen, dass sie in einen Albtraum geraten ist, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Aber ist Luna wirklich das unschuldige Opfer, das sie vorgibt zu sein?"


Meine Meinung 

Im zweiten Teil meiner Highlights aus dem Verlagsprogramm des Hörverlags habe ich euch Das Porzellanmädchen vorgestellt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie gruselig ich die Hörprobe fand. Ich war mir unsicher, ob ich wirklich bereit für diese Geschichte war. Doch dann fand ich das Hörbuch in meinem Briefkasten und dachte mir: "Willkommen, Mutprobe!" 

Gestaltung 
Das diese Geschichte so gruselig wirkt, hat viel mit Axel Milbergs Interpretation zu tun. Er schafft es, sich in die verschiedenen Charaktere hineinzuversetzen. Da wären die Autorin Luna Moor, die selbst einmal missbraucht wurde und dabei ist, das Trauma aufzuarbeiten, der Entführer, der nur als Das Insekt bezeichnet wird und Leon, einen Jungen, der im Laufe der Geschichte noch eine wichtige Rolle spielt. Axel Milberg hätte die Verzweiflung von Luna und Leon, die sich plötzlich in einer alptraumhaften Geschichte wiederfinden, sowie die Besessenheit des Insekts auf der anderen Seite nicht besser darstellen können. Seine Stimmfarbe hat dem Porzellanmädchen dann noch das gewisse Etwas verliehen. 

Inhalt 
Max Bentow erzählt die Geschichte aus mehreren Perspektiven. Wir steigen mit einer Entführung ein. Ein Mädchen, dessen Namen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht kennen, wird betäubt und in eine Dachkammer verschleppt. Ihren Entführer nennt sie nur das Insekt. Als scheinbar keine Lösung in Sicht ist, schafft das Mädchen das Unmögliche: Sie entkommt dem Insekt. 

Dann begegnen wir Autorin Luna Moor, die von ihrer besten Freundin gebeten wird, deren Sohn für zwei Wochen aufzunehmen. Leon und Luna kommen gut miteinander klar. Doch Luna hat ein Geheimnis. Sie schreibt an einem neuen Roman. Und das nicht etwa in den eigenen vier Wänden, sondern an einem Ort, an dem sie selbst schlimme Stunden durchlebt hat. Und das ist ganz bestimmt keine angenehme Atmosphäre für einen fünfzehnjährigen Jungen. Doch auf Drängen ihrer Freundin gibt sie schließlich nach und nimmt Leon mit auf den einsamen verlassenen Hof. An eine Regel muss sich der Junge aber halten: Das Haupthaus ist für ihn tabu. 

Immer wieder lässt uns Max Bentow in Lunas Roman eintauchen. Wir erleben ihre Protagonistin Maria, die geheimnisvoll und düster erscheint. Sie ist ganz bestimmt nicht die Person, der man im Dunkeln begegnen möchte. 

Der Handlungsstrang, der in der Gegenwart spielt, wird aus der Sicht von Luna und Leon erzählt. Das sorgt für Abwechslung. Zudem hat Max Bentow hier die Möglichkeit verschiedene Aspekte der Geschichte darzustellen. 

Spannung
Der Spannungsbogen von Das Porzellanmädchen ist zu Beginn der Geschichte sehr stark. Wir können nur erahnen, wer das Entführungsopfer ist. Ich fragte mich, wie sie dem Insekt entkommt. Als dann noch klar wurde, dass es Luna nicht wirklich gut zu gehen scheint, wurde ich neugierig, wie die Handlungsstränge miteinander verstrickt sind. 

Doch die letzten Kapitel des Buches waren mir dann etwas zu schwach. Ich ahnte schnell, dass Max Bentow uns auf eine verdammt falsche Fährte führt. Also suchte ich nach der Lösung. Als diese dann auf der Hand lag, rechnete ich insgeheim damit, dass Max Bentow noch irgendwo einen Trumpf im Ärmel versteckt hätte. Als der Trumpf dann schließlich kam, fühlte ich mich gut unterhalten, musste aber auch schmunzeln, weil in Das Porzellanmädchen ein paar Klischees des Psychothrillers versammelt sind, sodass der Grusel für mich zum Schluss dann doch etwas verloren ging. Andererseits kann das natürlich auch von Vortei lsein. Besser, als Alpträume von einer Geschichte zu bekommen, ist das nämlich allemal. 

Schreibstil 
Max Bentow hat einen flüssigen Schreibstil. Ich hatte keine Mühe in seine Geschichte einzutauchen. Er stellt die verschiedenen Charaktere wirklich gut dar. Man nimmt ihm ab, dass er aus der Sicht eines fünfzehnjährigen Jungen schreibt, genauso gut kann er sich aber in die Gegensätze, wie beispielsweise den Entführer, hineinversetzen. 

Gesamteindruck 
Nachdem ich den Klappentext gelesen und die Hörprobe gehört hatte, rechnete ich mit einem Thriller, der mich an der Realität in Das Porzellanmädchen zweifeln lässt. Und bis über die Hälfte des Buches konnte diese Erwartung auch gut erfüllt werden. 

Das Porzellanmädchen ist eine spannende Geschichte, deren gruselige Elemente vor allem durch die Hörbuchproduktion zur Geltung kommen. Dennoch waren mir hier und da zu viele Thriller Klischees, weswegen der Roman bei der Bewertung nicht die volle Punktzahl bekommt. Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass mir Max Bentow unterhaltsame Stunden beschert hat. 

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* Dieses Hörbuch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

Mittwoch, 9. August 2017

Sommerpause? Nicht bei uns! August Lagebericht vom Freiburger Bücherstammtisch

Foto: A. Mack
Hallo Buchlinge,

auch an diesem Mittwoch möchte ich euch von unserem Bücherstammtisch Treffen im August berichten. Diesmal war unsere Runde klein aber fein. Vier Stammtisch Mitglieder trotzten den Sommerpausen oder Urlaubsphasen und trafen sich im Mensagarten. 
Unsicher überlegten wir uns, ob wir über die geplanten Themen diskutieren sollten. Schließlich waren über die Hälfte der Stammtisch Mitglieder ja nicht da. Aaaber: Wir sind halt neugierige Bücherwürmer und so beschlossen wir, bei dem geplanten Programm zu bleiben. 

In Zukunft wird der August aber kein Programm haben, da wir uns der Urlaubszeit anpassen. Nicht, dass es nachher Stammtisch Mitglieder oder Interessierte gibt, für die der Urlaub gelaufen ist, weil sie spannende Themen versäumen.


Bücher, die uns überrascht haben 

Auch hier stellte sich die Frage, wie Überraschung definiert wird. Geht es um positive oder negative Überraschungen? Handelt es sich um überraschende Wendungen innerhalb der Handlung oder ganze Genre Wechsel? Ist die Überraschung mit der Erwartung an das Buch geknüpft? Fragen über Fragen, die besprochen werden wollen. 

Positive
Überraschungen
Wie immer starteten wir erst einmal unser Ratespiel. Jedes Stammtisch Mitglied reicht zwei mitgebrachte Bücher herum, vorausgesetzt natürlich, ihm sind Bücher für die genannte Kategorie eingefallen. Die anderen Mitglieder dürfen dann raten, welches Buch in welche Rubrik passt.
Wieder einmal stellte sich heraus, wie gut wir uns zuhören oder mittlerweile kennen. So vermutete ein Stammtisch Mitglied, das erst das dritte Mal an unserer Runde teilnahm, dass ich Infernale mit einer positiven Überraschung verband. In der Dystopie geht es um Davy, ein normales Mädchen. Bis sie positiv auf das Mörder-Gen getestet wird. Obwohl Davy nicht einmal einer Fliege etwas zuleide tun würde, sieht das ihr Umfeld nach dem positiven Test anders. Sie muss ihre Schule verlassen und wird nun gemeinsam mit anderen Trägern unterrichtet. Als wäre das nicht genug, wenden sich Freunde und Familie von ihr ab. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Gesellschaftskritik, die in dieser Dystopie steckt. Außerdem war die Handlung gekonnt eingefädelt.

Bei meinem zweiten positiven Buch mussten die Stammtisch Mitglieder dann doch etwas überlegen. Und zwar handelt es sich hier um Vielleicht morgen von Guillaume Musso. An sich könnte man meinen, dass den Leser hier eine Geschichte a la Nicolas Sparks oder Cecilia Ahern erwartet. Aber da täuscht ihr euch gewaltig. Obwohl die Liebesgeschichte durchaus tiefgründig und unterhaltsam ist, hat mich Musso mit seinem Genrewechsel buchstäblich überrascht und mich förmlich an das Buch gefesselt. 

Dann erzählte ein Bücherstammtisch Mitglied von einem Gratis Amazon Kauf. Und zwar der Dystopie The Game von Terry Schott. Treue Buchlinge unter euch werden jetzt wahrscheinlich mit der Stirn runzeln. Aber das vorgestellte Buch hat es in sich: Es handelt sich ebenfalls um eine Dystopie. Und zwar leben unsere Protagonisten auf einem fremden Planeten und werden als Spieler auf die Erde geschickt. Dort müssen sie so viele Punkte wie möglich erreichen und ihr Spiel bestmöglichst beenden. Wenn sie Glück haben, bekommen sie den Hauptgewinn und haben für den Rest ihres Lebens ausgesorgt. Wenn sie hingegen schlechtes Karma sammeln - das steht nicht in der Beschreibung, sondern gehört zu meiner Wortwahl - wirkt sich das auf ihr Leben auf dem Planeten aus. Die Menschen müssen bis zur Volljährigkeit an diesem Spiel teilnehmen. Danach werden sie in Lager abgeschoben, in denen schreckliche Zustände herrschen. Und natürlich gibt es zwei Charaktere, die ihrem Schicksal entkommen wollen.
Warum das Bücherstammtisch Mitglied positiv überrascht war? Weil sie nicht mit einer gut konstruierten Geschichte gerechnet hätte.

Negative
Überraschungen
Die negativen Überraschungen waren glücklicherweise nicht großartig vorhanden. Beim Blick auf das Bild könnt ihr feststellen, dass die beiden Bücher von mir kommen. In Mein Blind Date mit dem Leben geht es um die Biografie von Saliya Kahawatte, der als Hotelfachmann Karriere machte, weil er seine Blindheit verschwieg. Einerseits denke ich, dass jeder selbst wissen muss, wie er mit seiner Behinderung umgeht und ich kann mir gut vorstellen, dass der Umgang mit der eigenen Behinderung alles andere als einfach ist. Dennoch hat es mich tierisch genervt, dass die Biografie von Saliya Kahawatte gehyped wurde. In den Berichten, die ich am Rande mitbekommen habe, wurde das Verschweigen als positiv dargestellt bzw. bewundert.
Ich finde nicht, dass etwas Besonderes dabei ist, seine Behinderung zu verschweigen und sein Berufsleben auf einer Lüge aufzubauen. Ich hatte gehofft, dass ich in dem Buch auch etwas Ermutigendes über das Berufsleben für Menschen mit Behinderung erfahre. Leider war da nicht der Fall

Bei Irrlichtfeuer tat es mir wirklich leid, dass das Buch meine Erwartungen nicht halten konnte. Die Handlung war zwar spannend, dennoch fehlte mir die Erklärung rund um das Irrlicht. Aber darüber habe ich ja bereits ausführlich in anderen Beiträgen berichtet.


Wir wollen mehr davon! 

Auch für diese Rubrik hatten wir wenige Bücher gefunden. Das lag hauptsächlich daran, dass viele Bücher einfach stimmig enden. Außerdem durften keine Buchreihen nominiert werden, sodass einige Bücher von vorne herein ausschieden. 
The Time Machine gehört wohl zu den Klassikern. Hier widmet sich H.G. Wells, wie der Titel schon erahnen lässt, dem Thema Zeitreisen und der Frage, ob das wirklich möglich ist. Das Bücherstammtisch Mitglied hätte sich einerseits ein präziseres Ende gewünscht, fand das Ende aber andererseits auch stimmig. Leider kann ich die Argumentation nicht ganz wiedergeben, da sie etwas gespoilert werde. 
Bei Mein Vater, sein Schwein und ich handelt es sich um eine Kurzgeschichtensammlung in der eine Protagonistin über die Erlebnisse mit ihrem Vater berichtet. Und ich musste wirklich schmunzeln, weil ich kurz dachte, dass Jana Scheerer über meinen Vater schreibt. Die Geschichten haben mich gut unterhalten und ich hätte gerne noch mehr von ihnen gehabt. 


Und der Wunschpunsch? 

Bild von HörbuchHamburg

Mittlerweile ist der Plot der Geschichte klar: Zwei Schwarzmagier möchten die letzten verbleibenden Stunden des Jahres nutzen, um noch einmal ordentlich Unheil über die Welt zu bringen. Oder besser gesagt: Diese zu zerstören. Aber das machen die beiden nicht nur, weil sie von Grund auf böse sind, sondern auch, weil es ihnen ihr Vorgesetzter vorschreibt. Doch das Vorhaben muss verhindert werden: Und zwar von dem faulen, naiven Kater Maurizio und dem schlauen Fuchs äh Raben Jakob. Obwohl sich die beiden nicht wirklich leiden können, müssen sie nun zusammenarbeiten. 

Vorab hatte ich die Stammtisch Mitglieder nach ihrer Lieblingszene und dem Moment gefragt, der ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist. Isona litt mit Maurizio als dieser von seinem Herrchen beleidigt wurde. Begeistert war sie von Christoph Maria Herbst Interpretation der folgenden Szene: Hier wird die zweite, wichtige Protagonistin der Geschichte eingeführt. Und zwar die Tante von Maurizios Besitzer. So langsam bekomme ich einen Teil der Crowd wohl doch mit dem Hörbuch Fieber infiziert :) 
Außerdem bot der zu lesende Abschnitt ein paar tolle Dialoge. Jedoch muss ich gestehen, dass ich im Gegensatz zu Isona und anderen Stammtisch Mitglieder nicht so in der Geschichte drin bin, dass ich mir das Weiterlesen kaum verkneifen konnte. 

Als Nächstes soll bis Seite 176 also einschließlich Kapitel Neun Uhr Dreißig gelesen werden. 


Was bringt der September? 

Erst einmal möchte ich klar stellen: Ein Stammtisch Besuch lohnt sich, auch wenn ihr nicht bei der Stammtisch Lektüre mitlest. Bei unseren Treffen reden wir, wie ihr den Berichten entnehmen könnt, ja auch über andere Themen. Wir freuen uns jedenfalls über Zuwachs (und zwar nicht nur in der Facebook Gruppe :) ). 

Im September möchten wir über die besten und schlimmsten Liebespaare sprechen. Ich bin wirklich gespannt, wie der Termin abläuft. 


Neugierig? 

Bücherstammtisch in Freiburg? Das will ich auch! 
Dann tritt doch am besten unserer Facebook Gruppe oder dem Mailverteiler (EmmaZecka@gmx.de) bei um auf dem Laufenden zu bleiben. Über beide Optionen werden dieselben Infos verschickt. 

Samstag, 5. August 2017

Meine Neuzugänge von Juli 2017

Hallo Buchlinge,

auch im Juli sind drei wunderbare Hörbücher bei mir eingezogen. Heute möchte ich euch von meinen Neuzugängne berichten.



Erwähnte Interviews, Buchclubs und Bücher

BakerStreetBookworms
Lesung und Interview mit Lea-Lina Oppermann
Die Podcast Folge mit dem Porzellanmädchen

Sieben Minuten nach Mitternacht
Was wir dachten, was wir taten
Das Porzellanmädchen

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Inhaltsverzeichnis 
00:00 - 00:23 Min: Einleitung
00:24 - 03:16 Min: Das Porzellanmädchen
03:17 - 04:18 Min: "Was wir dachten, was wir taten"
04:19 - 06:54 Min: Hörprobe "Was wir dachten, was wir taten"
06:55 - 08;48 Min: Nach der Hörprobe
08:49 - 11:19 Min: "Sieben Minuten nach Mitternacht"
11:20 - 14:17 Min: Hörprobe "Sieben Minuten nach Mitternacht"
14:18 bis Ende: Abschluss und Fragen an euch


Und Du? 

Kennst Du eines der erwähnten Bücher? 
Machst Du ebenfalls bei den BakerStreetBookworms mit? 

Donnerstag, 3. August 2017

Lesemarathon Fazit Juli 2017

Foto: A. Mack


Hallo Buchlinge,

während sich emion gerade im Ferienlager befindet, weit, weit weg von jeglichen Büchern, hat sich Isona im letzten Monat auf die literarischen Spuren ihrer Schwester begeben und einige Fanfictions gelesen. Ihr müsst wissen: Sie sind nicht nur Potterheads, sondern wahre Schreiberlinge!
Skyara und ich sind hingegen bei den herkömmlichen Büchern geblieben.
Aber letztendlich ist es ja egal, was gelesen wird: Hauptsache es bereitet Freude :)
Ignoriert nun einfach die Uhrzeit, an der dieser Beitrag hier online geht *hust*, und taucht ein in unseren letzten Lesemonat äh Marathon... Ihr wisst schon...


Emmas Fazit 

Stand: 31.07.17

Gelesene Seiten / gehörte Tracks: ca. 400 Tracks und 326 Seiten wobei man da wahrscheinlich um die 100 Seiten abziehen muss, weil ich die einfach nur überflogen oder überblättert habe

Gelesene Zeit: genau 32 Stunden. Ich finde es gerade sehr lustig, dass die Zahl genau aufgeht.

Coolster Charakter des Monats: Der Raabe Jakob aus Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch. Er bringt tolle Sprüche und wirkt sehr wach, also nicht so verträumt wie sein Kollege, Kater Maurizio.


Schönster Handlungsort: Ich glaube, solange ich die neapolitanische Saga von Elena Ferrante lese, bleibt das wahrscheinlich Italien.

Bester Plot: Das ist eine wirklich schwierige Frage. Ich denke, ich entscheide mich für Das Porzellanmädchen von Max Bentow. Hier haben wir zwei Handlungsstränge, die die Geschichte tragen: Es geht zum einen um die Bestsellerautorin Luna Moor, die Psychothriller schreibt. Nur wenige wissen, dass sie selbst einmal Opfer eines Serientäters geworden ist. Für ein Romanprojekt kehrt sie an den Ort des Grauens zurück und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Wir begegnen Luna nicht nur in der Gegenwart, sondern bekommen auch Kapitel aus ihrem Roman zu lesen. Und gerade die parallel laufende Handlung finde ich sehr spannend.

Der beste Satz des Monats: sind bei mir wieder einmal Sätze.

"Globalisierung passiert nicht nur, wenn aus Tante Emma McDonald's wird, sondern dringt bis in unsere Bauchnäbel vor."
(Darm mit Charme von Giulia Enders, S. 179)

"Ich rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist, weil ich nämlich einen hab."
(Jakob der Raabe aus "Der satanarchiäolügenialkohöllische Wunschpunsch von Michael Ende)

Deine Eindrücke: Ich bin sehr froh, dass ich mich zu Beginn des Julis etwas beherrschen konnte und ordentlich gelernt statt gelesen habe. Ich hoffe, dass macht sich in den Prüfungsergebnissen ausbezahlt. Nach beendeten Prüfungen habe ich richtige Lesenachmittage hingelegt und die ZEit wirklich genossen.
Ansonsten gibt es unter diesem Punkt nicht mehr viel anzufügen.


Skyara’s Lesemonat von Juli

Gelesene Seitenzahl: 336 + 94 + 145 + 221 + 468 = 1.264 Seiten
Gelesene Zeit: ca. 30,5 Stunden (Ich bemerke, das ich langsam schneller werde beim Lesen!)

Mein bester Satz des Monats: „Ich sehen Schwester-Mädchen-Mund bewegen sich, Mädchen un Junge-Bruder-Schwester reden, warum?“ so ein Schnurgel aus den Fabelhaften Monsterakten der furchtlosen Minerva McFearless. Die Wörter sind so herrlich verschachtelt und gleichzeitig mit etwas Überlegung auch wieder logisch! Das Buch ist echt lustig, auch wenn es für Kinder geschrieben wurde, ist es als nette Lektüre zwischendurch ganz amüsant!

Ich habe außerdem aufgrund einer Facebook-Ankündigung, einer mir bereits aus einer Leserunde von vor zwei Jahren bekannten Autorin namens Anna Donig, noch einmal zu ihrem Debüt Roman „Erwachen – Saga der Mondlilie“ gegriffen. Ich habe über Facebook nämlich erfahren, das Anna bald mit Band 2 „Erinnern – Saga der Mondlilie“ (der Titel ist übrigens TAUFRISCH, den sie hat ihn erst am 27.07. bekannt gegeben ;-) soweit fertig ist. Als Info für unsere Autorinnen welche sich damit auskennen: bei der Lektorin war es bereits!
Anna schreibt wirklich wundervoll! Ich kann jedem der gerne Romantasy liest dieses Buch empfehlen. Die wirklich starke Protagonistin Neila, mit einem absolut hinreisenden kleinen Bruder mit Namen Elion, im Kindergarten-Alter (meine liebste Figur), wird zur Vollweise, als sie dabei zusehen muss, wie ihr Vater durch einen Schuss in die Brust getötet wird und muss dann auch noch, zwei Jahre später, ihre Mutter, nach einem Raubüberfall, tot im Garten auffinden! Hierauf kommt sie, als letzten Willen der Mutter, zur Familie Väterlicherseits, von der sie keine Ahnung hatte. Und ab hier geht das Chaos erst richtig los. Denn sie findet heraus, dass sie ein Engel ist. Und nicht nur sie, sondern die ganze Familie. Doch wie ich schon sagte es handelt sich um ROMANTasy, denn hier gibt es auch noch ihren Cousin Raphael (ein richtiger Schnuckel!)… Damit kennt ihr nun auch den besten Plot diesen Monat!

Der schönste Handlungsort: Der Hang mit den herrlich duftenden Mondlilien auf Schloss Schwarzbach, aus „Erwachen – Saga der Mondlilie“. Hier würde ich auch gerne abliegen, lesen, dösen, musikhören, entspannen…

Insgesamt habe ich fertig gelesen: 
„Gilde der Jäger – Engelsdunkel“, 
„Gilde der Jäger – Engelsbann“, 
„Gilde der Jäger – Engelstanz“ alle von Nalini Singh, 
„Die fabelhaften Monsterakten der furchtlosen Minerva McFearless" von Ahmet Zappa, 
„Erwachen – Saga der Mondlilie“ von Anna Donig, 

Momentan am lesen: Ich bin ganz exakt am 31sten mit dem letzten Buch fertig geworden!
In meiner Vorschau: Ich möchte immer noch den Rest der Reihe „Gilde der Jäger“ von Nalini Singh lesen, aber irgendwie hält ich der Preis für das E-Book von 8,99 € (Taschenbuch 9,99 €) noch ab.

Isonas Fazit des Lesemarathons

Stand: 31.7.2017

Gelesene Seiten: 666 + 304 + 185 + 23 +15 + 23 + 10 + 43 + 84 + 42 + 294 = 1689
Gelesene Zeit: hm ...


Coolster Charakter des Monats: Rebecca Heyman (das ist jetzt – auf eine gewisse Art – Eigenlob, aber nur ein ganz klein wenig)

Schönster Handlungsort: Hogwarts natürlich! (Ach, ich liebe Harry Potter Fan Fictions)

Bester Plot: Die Story aus »Nichts ändert sich« auf die ich so lange gewartet habe und die mich definitiv nicht enttäuscht hat

Der beste Satz des Monats:
»Vielleicht wäre es eine ganz gut Idee sich bei solchen Fragen über die Muggelwelt nicht von einem sowohl alten wie senilen Minister beraten zu lassen, sondern von Leuten mit Wissen, Fachkompetenz und Erfahrung auf diesem Gebiet. Zum Beispiel von Vorschulkindern.« (Zauberhafte Moden von emion, Seite 3).

»Ich konnte mich auf meine Gedanken nicht weiter konzentrieren und warf Sally einen meiner Ätz-Blicke zu. Die waren so ätzend, dass deine Haut sich auflösen konnte, wenn du zu lange hinsiehst.« (Mein Versuch in Hogwarts klarzukommen von emion, Seite 3)

»Sie war gerade einmal zehn Jahre alt! In dem Alter machten sich andere Kinder langsam auf, um Pokémon zu trainieren und sie sollte auf eine Schule gehen, auf der jeder Mensch mit einem Zauberstab rumfuchtelte und damit die ganze Welt zerstören könnte?« (Nichts ändert sich von AriviorSaoir und emion, Seite 14 (endlich mal nicht Seite 3 :D))

Deine Eindrücke:Auch wenn das Ganze in meinen Aufzeichnungen nur als »diverse Fanfictions« betitelt wurde und dadurch gar nicht mal so viel aussah, habe ich für euch noch mal extra rekonstruiert und dabei ist ganz schön viel rausgekommen! Hach ... :) Ich war doch nicht so faul (im Juli schon, also kein Kommentar, da hab ich mich nämlich ewig mit dem zweiten Teil der Goblins aufgehalten, obwohl ich ihn gar nicht mal so schlecht fand und er nicht ganz so lang war wie der erste, hat er sich eeeewig gezogen)

Insgesamt gelesen im April und Mai:»Das Buch des Todes« von Anonymus
»Die Goblins« von Jim C. Hines
»Nichts ändert sich« von emion und AriviorSaoir
»Hogwarts‘ Große Pause« von emion
»Namenszahlbedeutungen« von emion
»Frag mich! Ich weiß, dass du es willst, also tu es!« Von emion
»Der Herbstball« von emion
»Fehlgeleitet« von emion und AriviorSaoir
»Jede Entscheidung hat ihre Deadline« von emion
»Umleitungen sind auch Abwege« von emion
»Die Rückkehr der Goblins« von Jim C. Hines
Diverse Fanfictions auf Fanfiction.de
Und noch nicht beendet: »Dämon, Dämon an der Wand« von Jim C. Hines