Freitag, 26. Mai 2017

Nichts - Was im Leben wichtig ist

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 Hanser Verlage

Steckbrief

Name: Nichts - Was im Leben wichtig ist (auch als Hörspiel vorhanden)
Autor: Janne Teller
Verlag: Hanser Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne philosophische Bücher lesen,
Gelesen oder gehört: gelesen in deutscher Sprache
Bewertung: 4 von 5 Punkten



Klappentext 


(Klappentext von Buchhandlung Rombach)


"Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt - als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens ..."

Wie ich zu dem Buch kam 

In letzter Zeit misten wir zu Hause unsere Bücherregale aus. Da ich die Einzige in unserer Familie bin, die Romane liest, konnte ich das ein oder andere Buch erfolgreich in meinen Besitz bringen.


Meine Meinung 

Pierres Mitschüler sind ratlos. In der Schule bekommen sie vermittelt, dass alles irgendeine Bedeutung hat. Sie glauben daran, in ihrem Leben etwas verändern zu können. Dann behauptet ihr Klassenkamerad etwas völlig anderes: So gerät das Bild der heilen Welt ins Wanken.

Der 7A geht Pierre Anthon, der Tag ein Tag aus auf seinem Pflaumenbaum sitzt und 'Weisheiten' in der Gegend herum brüllt, ziemlich auf die Nerven. Sie wollen ihm beweisen, dass es Dinge gibt, die doch etwas bedeuten.
So kommen sie auf eine Idee: Sie bauen einen Berg aus Bedeutung! Was anfangs noch auf materiellen Gegenständen beruht, entwickelt sich schnell zu einer Mutprobe.


Der Einband des Buches ist sehr einfach gehalten. Während Autor, Name des Buches und das Genre in verschiedenen Farben dargestellt werden, ist der Hintergrund in Weiß dargestellt, was dafür sorgt, dass sowohl der Klappentext, als auch die Vorderseite gut lesbar sind.

Die Handlungsstränge sind ebenfalls einfach gehalten. Allerdings hat es die Geschichte trotzdem in sich. Das Buch setzt sich mit der These, ob irgendetwas, was bedeutet, gut auseinander. Teller geht hier wunderbar auf das Thema ein und baut die Geschichte auch ziemlich gut aus. 


Für mich ist es, wie bei dem Roman "Die Welle" oder dem Film "Das Experiment" schwer vorstellbar, dass eine Sache, die so einfach beginnt, so schnell außer Kontrolle geraten kann.


Spannend ist das Buch aufgrund seiner verschiedenen Charaktere und der Ausgangssituation allemal. Jeder muss etwas zum "Berg der Bedeutung" beisteuern. Es wird schnell klar, an welcher Stelle einzelne Klassenkameraden ihren wunden Punkt haben. Faszinierend zu beobachten ist, dass alle darauf beharren, dass jeder seinen Beitrag ableisten muss. Egal, ob es sich hier um Absatzschuhe oder den rechten Finger (!) handelt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Buch unbedingt im Deutschunterricht gelesen werdne sollte. Gerade, weil es viel Diskussionsstoff bietet und vom Schreibstil her, leicht zu erfassen ist. 


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht. 

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