Donnerstag, 18. Mai 2017

Konferenz der Tiere

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Steckbrief

Name: Die Konferenz der Tiere (auch als FilmHörspielHörbuch erhältlich)
Autor: Erich Kästner
Verlag: Ullstein Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Parabeln, philosophische oder satirische Geschichten lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Vorstellung des Autors

Und hier tritt schon das erste "Problem" auf: Meine Ausgabe von "Die Konferenz der Tiere" ist schon etwas älter. Dass heißt, der Klappentext ist nicht vorhanden. Deswegen habe ich mir gedacht, dass ich hier den Autor Erich Kästner kurz vorstellen möchte:

(Emil) Erich Kästner ist am 23.2.1899 in Dresden geboren und lebte bis zum 29.7.1974. Er war nicht nur Schrifsteller, sondern auch Drehbuchautor und schrieb Texte für das Kabarett.

Kästners Vater war Sattlermeister, seine Mutter, später, Friseurin von Beruf. Er hatte ein besonders gutes Verhältnis zu ihr. Später fing er eine Ausbildung zum Volksschullehrer an, brach diese aber kurz vor Ausbildungsende aber ab. Seine Erlebnisse, "verarbeitete" er in seinem Buch "Das fliegende Klassenzimmer".

Erst nach Kriegsende machte er sein Abitur und studierte: Geschichte, Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaften. Während des zweiten Weltkriegs blieb er in Deutschland um einerseits seine Mutter nicht alleine zu lassen, andererseits die Veränderungen in Deutschland "hautnah" festhalten zu könen.

So wurde er mehrmals von der Gestapo vernommen und seine Werke wurden in Deutschland bei der großen Bücherverbrennung verbrannt und als "verboten" erklärt. Also beschloss er unter einem Pseudonym weiterzuschreiben, was auch funktionierte. Er veröffentlichte so während des dritten Reiches erfolgreich Theaterstücke. Um aus Deutschland auszureisen, gab er vor einen Film in Tirol machen zu wollen. Dort blieb er dann bis der Krieg vorbei war.

Kästner starb schließlich an Speiseröhrenkrebs im Klinikum Neuperlach.

(Quelle: Wikipedia)


Meine Meinung 

Das Buch ist eine Anthologie. Die erste Geschichte ist die Parabel (zur Erklärung: siehe oben "Literaturbegriffe einfach erklärt") "Die Konferenz der Tiere".

Hier geht es darum, dass die Tiere nicht mehr mit ansehen wollen, wie die Menschen ihren Planeten kaputt machen und dabei ihre Kinder gefährden. Also planen sie kurzerhand selbst eine Konferenz einzuberufen, die allerdings mit einem Ergebnis enden soll. Die Konferenzen der Menschen werden immer wieder unterbrochen, weil man sich auf kein Ergebnis einigen kann.
Doch die Tiere stoßen mit ihren Forderungen auf Widerstand. Ob sie letztendlich das bekommen, was sie wollen, müsst ihr selbst herausfinden.

Der zweite Teil des Buches ist in einer Anthologie aufgebaut. Es kommen Kurzgeschichten Kästners teils satirisch, teils philosophisch. Nicht zu vergessen ist auch das ein oder andere Theaterstück dabei.

An sich gefällt mir die Anthologie ganz gut. "Die Konferenz der Tiere" lässt sich einfach lesen. Nicht zu vergessen, muss man auch hier zwischen den Zeilen lesen. Schnell fällt auf, dass die Tiere auch dazu neigen, Eigenschaften der Menschen anzunehmen. Kästner übersetzt damalige Problematiken schön in die bildhafte Sprache.

Die anderen Geschichten sind dann etwas schwerer zu verstehen. Stellenweise hatte ich Mühe die Satire zu erkennen, oder habe mich gefragt, auf was Kästner eigentlich hinaus will.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in der Anthologie um die Zukunftswünsche geht. Die Kinder sollen nicht dieselben Fehler machen, wie ihre Eltern. Auch gibt er Ratschläge, wie beispielsweise, dass man nacheinander schauen soll, die "dümmeren" nicht für ihr "Dumm sein" bestrafen soll. Es sind Ratschläge, die sich gut auf das Leben übertragen lassen und die, wie ich feststellen konnte, wichtig für meine Schulzeit waren.

Wer also philosophisch, satirische Anthologien von Kästner mag, kann sich dieses Buch, sofern es das heutzutage noch in dieser Form gibt, besorgen.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht. 

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