Freitag, 12. Mai 2017

Der Nachtwandler

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Steckbrief

Name: Der Nachtwandler (auch als Hörbuch vorhanden)
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Psychothriller lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten


Klappentext

(Klappentext von Droemer Knaur)

"In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein - doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit …"


Wie ich auf das Buch gekommen bin

"Der Nachtwandler" war eines der Bücher, die mir im Buchladen regelmäßig über den Weg gelaufen sind. Da ich noch einen Büchergutschein übrig hatte, habe ich mir das Buch dann "unter den Nagel" gerissen. (Da fällt mir gerade auf: Für die Leute, die das Buch kennen, muss diese Redewendung eine ganz neue Bedeutung haben... :-)


Meine Meinung

Der Einband des Buches stach mir sofort ins Auge. Da der Hintergrund dunkel gehalten ist, fallen der Name des Autors und der Titel sofort auf. Bis dahin hatte ich drei Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und war nur von einem Roman nicht begeistert. Daher dachte ich mir, dass dieser Roman unbedingt einen Platz in meinem Bücherregal bekommen sollte.

Der Inhalt wird in der Beschreibung klar auf den Punkt gebracht. Die Geschichte ist spannend und teilweise auch lustig geschrieben. Nach einem schlechten Buch hat mich "Der Nachtwandler" sofort wieder angesprochen und ich war froh, wieder an eine Geschichte geraten zu sein, welche sich leicht lesen lässt.

Die Handlungsstränge sind gut miteinander verknüpft. Anfangs hat der Leser den Eindruck, dass die Geschichte logisch aufgebaut ist. Natalie, Leons Frau, packt ihre Sachen und verlässt ihn. Da ist erstmal nichts ungewöhnliches dabei. Nach und nach zieht sich die Schlinge um Leon allerdings zu. Nicht nur er, sondern auch der Leser, bekommt zeitweise das Gefühl, einen "Verrückten" vor sich zu haben.

Die Geschichte ist zum Schluss sogar so verstrickt, dass ich Mühe hatte zwischen Realität und Traum zu unterscheiden. Daher bin ich mir auch nicht sicher, ob ich das Ende der Geschichte wirklich verstanden habe.

Inhaltlich bin ich etwas hin- und hergerissen. Einerseits hat mir das Buch gut gefallen, andererseits hatte ich Mühe dem Inhalt zu folgen. Irgendwann gibt es eine Wendung, die bei mir ein großes Fragezeichen hevorgerufen hat, dann wiederum den Eindruck hinterließ, dass es doch logischer sein könnte, als zuerst angenommen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir der Roman wirklich gut gefallen hat. Fitzek überzeugt mit einem lebendigen Schreibstil und einer spannenden Geschichte. Gestört hat mich nur, die perversen sexuellen Vorlieben von Leons Frau. Die Geschichte war so schon gut genug aufgebaut und hat diese Abweichung eigentlich nicht nötig gehabt.

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