Donnerstag, 27. April 2017

Da waren es nur noch neun

Bild von der hörverlag
Steckbrief


Name: Da waren es nur noch neun
Autor: Agatha Christie
Verlag: der Hörverlag

Geeignet für: ab 16 Jahren, oder für Menschen, die gerne Krimis lesen 
Gelesen oder gehört: gehört
Sprecher: Christian Hoening
Bewertung: 4 von 5 Punkten

Klappentext

(Text von Hoergold)


"Ein gespenstisches Wochenende auf einer kleinen englischen Insel! Eingeladen hat der große Unbekannte. Die Gäste: Zehn Personen mit geheimnisvoller Vergangenheit. Auf der Insel hält man Gericht über sie - bis jeder der Geladenen nicht nur sein Gesicht, sondern auch das Leben verliert..." .



Meine Meinung

Agatha Christie ist eine der typischen Autoren, von denen ich natürlich schon viel gehört, aber noch nichts gelesen hatte. Daher dachte ich, dass es im Rahmen meines Aktionsmonats endlich an der Zeit wäre, mir einen Krimi von ihr vorzuknöpfen.

Anfangs musste ich mich beim Hören von "Da waren es nur noch neun" sehr konzentrieren, weil alle Hauptpersonen für mich recht schnell eingeführt werden. Jeder begibt sich aus einem anderen Grund auf die Reise zur geheimnissvollen Soldateninsel. Einerseits, um alte Freunde wiederzutreffen, andererseits um neue Arbeitsplätze anzutreten oder ein scheinbar gemütliches Wochenende zu verbringen. Alle folgen sie der Einladung von Mr. oder Mrs. N. Owen.

Der Schreibstil des Krimis hat mir sehr gut gefallen. An der Sprache war für mich erkennbar, dass er in einer anderen Zeit entstanden ist. Sprachlich war er schöner ausgeschmückt, als einige Bücher, die in der heutigen Zeit verfasst wurden. Interessant fand ich, dass ich die Geschichte aus jedem Blickwinkel betrachten konnte. Absatzweise - numerierte Kapitel gibt es hier nicht - wurde sie von einem der Hauptpersonen erzählt. So erfuhr ich nicht nur, wie die Ereignisse auf ihn wirkten, sondern bekam auch einen Eindruck, was sein Geheimnis sein könnte.

Was das Hören betrifft, so schafft es Christian Hoening, jedem Charakter eine eigene Stimme und somit auch eine eigene Gestalt zu verleihen. Selbst die Darstellung, des einmalig vorkommenden alten Mannes im Bus, zauberte mir ein Lächeln aufs Gesicht.

Etwas "unrealistisch" fand ich die Auflösung des Krimis. Ich habe das Gefühl, so langsam ein Gespür für Kriminalfälle entwickelt zu haben. Umso erstaunter war ich am Ende, dass ich recht behielt und mein Favorit der "Täter" war. Seine Begründung war mir allerdings etwas zu flach.

Dennoch kann ich diesen Krimi guten Gewissens weiterempfehlen, weil ich die ganze Zeit mit den Gästen mitzittern und mitfiebern konnte.
Wer also noch ein spannendes Hörvergnügen sucht, sollte sich diesen Krimi unbedingt besorgen.

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht. 

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