Dienstag, 28. März 2017

Pinguinwetter

Bild von Bastei Lübbe
Steckbrief

Name: Pinguinwetter (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: Britta Sabbag
Verlag: Bastei Luebbe
Geeignet für: Leute, die genre lustige Geschichten lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 2 von 5 Punkten

Klappentext

(Klappentext von Bastei Lübbe)

"Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa! Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los "
 .



Wie ich zum Buch kam

Auf der Suche nach lustigen Büchern, wurde mir dieses Exemplar empfohlen. Leider erkannte ich zu spät, dass es sich im Haupthandlungsstrang der Geschichte wahrscheinlich auch um Liebe drehen sollte...

Meine Meinung

An sich finde ich die Geschichte um die arbeitslose Charlotte, die erstmal in eine "Lebenskrise" gerät, als sie ihren Job verliert, wirklich nett und unterhaltsam. Der Schreibstil der Geschichte ist lebendig, was dafür sorgt, dass das Buch leicht zu lesen ist.

Allerdings muss ich sagen, dass mir die Geschichte zu einfach gestrickt war. Charlotte wird gekündigt, ihre langjährige Affäre gibt ihr zu verstehen, dass es jetzt vorbei ist und dann trifft sie auch noch den alleinerziehenden Vater Eric, der sie, obwohl sie nur mit Finn, dem Kind ihrer Freundin unterwegs ist, ebenfalls für eine alleinerziehende Mutter hält. Hier beginnt eine kuriose Liebesgeschichte, die auf einer Reihe Missverständnissen, Charlottes Unsicherheiten und ihrem Stolz aufbaut.

Schade fand ich, dass Finn, Charlottes Patenkind, als klein und nervig dargestellt wird. Ich hatte den Eindruck, dass er allen ein Klotz am Bein war und möglichst keinen Mucks von sich geben sollte. Meist wurde beschrieben, wie Finn damit beschäftigt ist, Essen in sämtliche Möbel "einzuarbeiten". Mir hätte es besser gefallen, wenn auch noch ein anderer Charakterzug des Kindes beschrieben worden wäre. Schließlich entwickeln sich Kinder am Anfang ja relativ schnell.

Außerdem konnte ich Charlottes Reaktionen auf bestimmte Situationen nicht nachvollziehen. Sie machte manche Sachen letztendlich komplizierter, als sie eigentlich waren. Sie traute sich nicht Dinge klarzustellen, ging anderen Themen aus dem Weg und verbrachte viel Zeit damit, sich selbst zu bemitleiden. Dadurch das der Haupthandlungsstrang der Geschichte, die Sache mit der Liebe war, wurde es mir zeitweise zu einseitig. Zwar wurde ein Nebenstrang, indem Charlottes Mutter eine Rolle spielte, eingeleitet, aber meiner Meinung nach nur angeschnitten.

Ein großer Pluspunkt, der dafür gesorgt hat, dass ich das Buch nicht doch irgendwann abgebrochen habe, war der Schreibstil. Die Geschichte war nicht nur leicht zu lesen, sondern wurde durch die "Ich Erzählerin" Charlotte auch sehr unterhaltsam verpackt. Ab und an huschte mir auch schon mal ein Schmunzeln übers Gesicht, wenn Frau Sander den ein oder anderen Spruch riss.

An sich kann ich sagen, dass das Thema der Geschichte getroffen ist. Im Grunde fängt es mit Pinguinen an und endet auch mit ihnen. (Hier finde ich es wieder wunderbar, wie sich ein Kreis schließt!) Die Geschichte konnte ich mir stellenweise auch wunderbar bildlich vorstellen. (Es sollte über eine Verfilmung nachgedacht werden :-)

Auch wird einem auf dem Klappentext kein "falscher" Inhalt versprochen. Ich habe eben nur nicht genau gelesen. Da die Geschichte eben nur einfach gestrickt ist, hat sie mich nicht wirklich angesprochen. Mir gefällt es besser, wenn ich als Leser zum Mitdenken angeregt werde und nicht schon zu Beginn der Geschichte erahnen kann, wie sie endet.

Wer aber eine Geschichte sucht, die einen aus dem langweiligen, tristen Alltag entführt, ist bei Charlotte Sander definitiv an der richtigen Stelle.

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht. 

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