Sonntag, 26. Februar 2017

Sachbuch des Monats: Irre - Wir behandeln die Falschen

Bild von RandomHouse Audio 

Steckbrief

Name: Irre - Wir behandeln die Falschen, auch als Buch erhältlich
Autor: Manfred Lütz
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Geeignet für: Menschen, die gerne Sachbücher lesen und sich für psychische Erkrankungen interessieren
Gelesen oder gehört: gehört in gekürzter Fassung
Sprecher: Manfred Lütz
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext 


(Klappentext von jokers)


"Hilfe, wir behandeln die Falschen!
Dieses Buch ist eine scharfzüngige Gesellschaftsanalyse und zugleich eine heitere Einführung in die Seelenkunde. Was ist Depression, Angststörung, Panik, Schizophrenie, Sucht, Demenz und all das, und was kann man dagegen tun?
Der Bestsellerautor Manfred Lütz, einer der bekanntesten Psychiater und zudem Kabarettist, verspricht: Alle Diagnosen, alle Therapien und das noch unterhaltsam: Irre!
"Ein grandioses Buch." Henryk M. Broder
"Eine spannende und höchst vergnügliche Entdeckungsreise durch die ganze faszinierende Psychowelt." Dr. Eckart von Hirschhausen" .


Meine Meinung 

Auf das Hörbuch aufmerksam geworden bin ich nicht nur durch einen Blick auf die Bestsellerlisten, sondern auch wegen einem Interview mit dem Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie Manfred Lütz, dass bei hr3 ausgestrahlt wurde. Einge Sachen, die er in dem Interview erzählte, wie beispielsweise, dass er der Meinung war, dass häufig die "Falschen" behandelt wurden und wir Angst vor den "Normalen" haben sollten und nicht vor den scheinbar "Kranken", konnte ich zustimmen. Also dachte ich, ich sollte mal einen Blick in das Hörbuch werfen.

Das Buch ist inhaltlich sehr gut strukturiert. Ich hatte keine Mühe mich zurechtzufinden. Auch finde ich, dass die Sprache so gut es geht einfach gehalten wird, sodass auch Laien die Möglichkeit haben, scheinbar komplexe Erkrankungen zu verstehen. Lütz belegt seine Thesen oft mit Fallbeispielen, die das Verstehen erleichtern. Er erklärte, dass manche Menschen mit Problemen kämen, die eben zum Leben dazugehörten. Beispielsweise könnte ein gerade ausgebildeter Arzt keinem Patienten in einer Ehekrise helfen, da er selbst noch gar keine Erfahrung dahingehend gemacht hatte.

Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass ich hier eine gekürzte Fassung vor mir hatte. Zwar werden die Erkrankungen wunderbar erläutert, allerdings wurde mir zu wenig auf den Titel des Buches eingegangen. Ich fragte mich oft, wo denn sein Ansatz für andere Behandlungsmethoden lag.

Er sprach bei manchen Erkrankungen auch von einer medikamentösen Therapie. Ich fragte mich dann, ob es auch andere Möglichkeiten gegeben hätte, die Klienten zu behandeln und fand es schade, dass darauf nicht viel eingegangen wurde.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das HÖrbuch einen guten Überblick über die psychischen Erkrankungen bietet, man aber für das "Vertiefen" besser auf die Schwarzschriftausgabe zurückgreift.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits auf einem anderen Blog veröffentlicht. 

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