Mittwoch, 8. Februar 2017

Der Fönig

(Bild von amazon)

Steckbrief

Name:
 Der Fönig (auch als Buch erhältlich)
Autor: Walter Moers
Verlag: Eichborn Verlag
Geeignet für: Menschen, die Kurzgeschichten mögen, Fans von Dirk Bach und / oder Walter Moers
Gelesen oder gehört: gehört, als Hörbuch
Sprecher: Dirk Bach
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Klappentext



(Inhalt von lovelybooks)

"Nachdem der Fönig angeordnet hat, dass in seinem Reich alle Fs mit den Ks vertauscht werden sollen, erwacht er eines Morgens vom Gezwitscher einer Fohlmeise, eines Folibris und eines Faninchens. Aber: Fönnen Folibris und Faninchen überhaupt zwitschern? Walter Moers dreht in Der Fönig nicht nur die deutsche Sprache, sondern die gesamte Märchenwelt auf links. In Fönigland, wo die Buchstaben die Plätze tauschen, lauert das Lachen hinter jedem zweiten Wort." .


Meine Meinung 

Die Geschichte rund um den Fönig habe ich auf der Suche nach einem lustigen Hörbuch entdeckt.

Das Fönigreich des Fönigs, der angeordnet hat, dass alle ks durch fs ersetzt werden, gerät in ernste Schwierigkeiten, als ihnen von Frankreich "Frieg" erklärt wird. Die Nationalhymne wird den Franzosen zu laut gespielt und die Haare der Fönigreichbewohner sind den Franzosen ebenfalls zu lang. Der Fönig hat aber kein Interesse daran, gegen irgendwelche Länder Frieg zu führen. Da kommt ihm die "französische Fee" ganz recht, die ihm drei Wünsche erfüllt, wenn er sich an drei Bedingungen hält...

Der Inhalt ist sehr einfach gestrickt. Wer gut konstruierte Geschichten erwartet, hat hier definitiv zu hohe Ansprüche. Der Fokus der Geschichte liegt auf dem Wortwitz, da nicht nur f und ks vertauscht werden, sondern auch noch andere Buchstaben ihre Plätze wechseln. Dirk Bach legt hier wirklich eine Meisterleistung hin, weil er es nicht nur schafft den Text flüssig zu lesen, sondern die Geschichte wunderbar betonen kann, als gäbe es gar keine "Buchstabensuppe".

Der Schreibstil gefällt mir aufgrund der sprachlichen Mittel sehr gut. Die Wortvertauschungen verleihen der Geschichte Pepp und bringen den Leser das ein oder andere Mal zum Schmunzeln. Schön fand ich auch, dass es hier nicht um Zamonien und all seine physikalischen Wunder ging. So blieben mir die vielen Definitionen erspart, die mich ehrlich gesagt nicht sonderlich interessierten.

Inhaltlich habe ich hier aber halbe Punkte vergeben. Mir war der Inhalt an manchen Stellen zu  flach. Eine Bedingung an die sich der Fönig halten musste, bestand darin, es der Fönigin zu besorgen. An dieser Stelle hätte ich mir etwas mehr Fantasie und nicht schon wieder eine flache Abschweifung ins "sexuelle", die in den künstlerischen Bereichen in letzter Zeit viel zu oft vorkommt, gewünscht.

Mit dem Hauptcharakter, dem Fönig, konnte ich mich auch nicht wirklich identifizieren. Als sein ganzes Imperium zusammenzubrechen scheint, wirkt er relativ gefasst, als wäre es überhaupt kein Problem. Hier hätte ich erwartet, dass der Charakter etwas besser ausgebaut ist und man ihm auch verschiedene Gefühlsregungen anmerkt.

Da die Geschichte recht einfach gehalten ist, war der Inhalt auch nicht spektakulär spannend, ließ sich aber dennoch gut hören. Ich fühlte mich hier aufgrund des Wortwitzes, trotz oberflächlichem Inhalt, gut unterhalten.

Den versprochenen Eindruck hat die Geschichte trotz einiger Mängel dennoch gehalten. Ich war auf der Suche nach einer lustigen Geschichte und wurde hier nicht enttäuscht. Wer allerdings auf eine tiefgründige Handlung hofft, sollte seine Finger von dem Buch lassen.



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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht. 

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