Montag, 2. Januar 2017

More Letters of Note

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RandomHouse Audio
Steckbrief 

Name: More Letters of note (auch als Buch erhältlich)
Autor: Shaun Usher (Hrsg.)
Verlag: RandomHouse Audio
Geeignet für: Menschen, die gerne Briefe lesen und Hörbücher mit einer bunten Sprecherauswahl mögen
Gelesen oder gehört: gehört in ungekürzter Fassung
Sprecher: Olli Dittrich, Thees Ullmann, Anke Engelke, Charles Brauer, Atze Schröder, Benno Fürmann, Christian Brückner, Bibiana Beglau, Devid Striesow, Ingo Zamperoni, Jörg Thadeusz, Iris Berben, Claudia Michelsen,
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von RandomHouse Audio

"Die Fortsetzung des Weltbestsellers Letters of Note!
Shaun Usher hat erneut in den Archiven der Welt recherchiert und unglaubliche Briefe ans Tageslicht befördert.

Shaun Usher hat erneut in den Archiven der Welt recherchiert und unglaubliche Briefe ans Tageslicht befördert: ergreifende Liebesbriefe, hochkomische Korrespondenzen oder auch völlig skurrile Schriftstücke. Mit Briefen von Slyvia Plath, Eric Idle, Jane Austen, Kathrine Mansfield, Kurt Vonnegut, Hunter S. Thomposon, J.K. Rowling, Raymond Chandler, Lionel Feuchtwanger, Richard Burton, Noel Coward, Marge Simpson, David Bowie, Dylan Thomas,Peter Sellers, Charles Bukowski. Sie können dieses Hörbuch auf mehrere Arten hören: von vorne nach hinten, von hinten nach vorne oder einfach an einer beliebigen Stelle.

Egal, welchen Brief Sie hören — jeder ist eine unersetzliche historische Momentaufnahme, die der Menschheit nicht verloren gehen darf. Hören und staunen Sie!"


Meine Meinung 

Vor einigen Monaten war Anke Engelke zu Gast bei der NDR Talkshow. Hier erzählte sie unter anderem, dass sie bei einer Hörbuchproduktion mitgewirkt habe. Es handle sich hierbei nicht um einen klassischen Roman, sondern um eine Sammlung von Briefwechseln zwischen verschiedenen Personen. Die Idee klang interessant, doch die Geschichte fiel mir erst bei meinem Pressetermin während der Frankfurter Buchmesse wieder ein. Bis dahin hatte ich natürlich den Namen des Hörbuchs vergessen und konnte nur noch grob zusammenfassen, um was es darin ging. Glücklicherweise wusste mein Pressekontakt dennoch, von welcher Geschichte ich da redete und ich bekam More Letters of Note als Rezensionsexemplar zugesandt.

Gestaltung 
Zu Beginn war mir klar, dass es hier um verschiedene Briefe ging. Doch anstatt alle Briefe von vielleicht 1-2 Sprechern lesen zu lassen, wurde eine Gruppe fantastischer Hörbuchsprecher und Schauspieler zusammengetrommelt. Diese bestand neben Anke Engelke unter anderem auch aus Devid Striesow, Benno Führmann und Iris Berben.
Zu Beginn jeden Kapitels gab es einen kurzen Input zwischen wem der Briefwechsel stattfand, bzw. wer den Brief verschickte und an wen der Brief adressiert war. Denn nicht immer gab es auch eine Antwort. Dieser Input hat mir sehr gut gefallen, da ich gestehen muss, dass mir nicht alle Namen etwas sagten. Zudem lockerten die verschiedenen Sprecher das Hörbuch gut auf. Es wurde weder langweilig noch eintönig. Und als ich dann anfing erstmals Stimmen, wie beispielsweise Atze Schröder, oder Anke Engelke zu erkennen, wurde es richtig interessant.
Man könnte meinen, dass jeder Sprecher den Brief, den er vertont, auch höchstpersönlich geschrieben hat. Manche Kombinationen passten perfekt zusammen und zauberten mir ein Lächeln aufs Gesicht.
Bei Hörbüchern, in denen viele Sprecher mitwirken, stellt sich mir dann oft die Frage, wer denn jetzt wer ist. Obwohl ich mittlerweile viele Hörbücher höre, schaffe ich es immer noch nicht, viele Sprecher auf Anhieb zu erkennen. Und da kommt das Booklet zum Einsatz. Hier wird aufgelistet, wer welchen Track gelesen hat. Anhand dieser Aufzählung werde ich mir wahrscheinlich den ein oder anderen Brief noch einmal anhören.

Inhalt / Spannung
Zu Beginn des Hörbuches fanden sich meist Liebesbriefe. Natürlich waren einige von ihnen interessant gemacht, doch da ich die Absender oft nicht kannte, konnte ich mich mit dem Geschriebenen wenig identifizieren. Ich frage mich schon, ob ich vielleicht den Klappentext falsch interpretiert hatte. Dann nahm die Auswahl eine rasante Wendung und es wurden auch lustige Briefe eingebracht. So hörte ich zum Beispiel von einem Jungen, der den Präsidenten um Unterstützung bat, da sein Zimmer offiziell zum Katastrophengebiet erklärt worden sei. Außerdem gab es eine Sammlung Memos eines engstirnigen Chefs, der sich wahrscheinlich wunderbar mit der Chefredakteurin aus Der Teufel trägt Prada verstehen dürfte. Seine Memos waren für mich zwar lustig anzuhören, jedoch musste ich auch an die armen Mitarbeiter denken, die solche Textnachrichten beinahe tagtäglich bekommen haben.
Am Ende des Hörbuchs erwartet uns dann ein weihnachtlicher Brief, der in mir - ich beendete More Letters of Note in der Nacht vom 23.12 auf den 24.12 - unverhofft etwas Weihnachtsstimmung entfachte

Schreibstil 
Das Interessante war: Obwohl hier die verschiedensten Briefe zu finden waren, die oft auch in unterschiedlichen Jahrzehnten spielten, hatte ich das Gefühl, dass sie vom Schreibstil her, doch recht viel gemeinsam haben. In den meisten Briefen teilt der Absender seinem Adressaten viel von sich mit und lässt ihn so an seinem Leben teilhaben. Wir bekommen nicht nur schöne, sondern auch traurige und schmerzliche Geschichten zu lesen. Aber natürlich dürfen auch die kleinen, amüsanten Episoden nicht fehlen, die der Textauswahl eine gute Mischung geben.

Gesamteindruck 
Während ich zu Beginn noch befürchtete, dass das Hörbuch doch nichts für mich sei, fand ich durch die verschiedenen Briefe doch in den Aufbau der Textsammlung hinein. Unterschiedliche Sprecher und verschiedene Briefschreiber sorgten für Abwechslung und gute Unterhaltung. Obwohl das Hörbuch nur wenige CDs hat, konnte ich es doch nicht mal eben so in einem Stück hören, da jeder Brief eine eigene Geschichte erzählt und es daher auch mal etwas länger dauern kann, bis der Inhalt verdaut ist.
Ich empfehle dieses Hörbuch, denjenigen, die an Briefwechseln interessiert sind.

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* Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar von RandomHouse Audio zur Verfügung gestellt.

Kommentare:

  1. Hallo Emma,

    klingt nach einer sehr interessanten Idee, so etwas habe ich als Hörbuch noch nur gehört. Ich werde es mir mal merken und es vielleicht während der Arbeit hören?
    Liebe Grüße Cindy

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    1. Hallo Cindy,
      ich kann dir das Hörbuch sehr empfehlen.
      Ich bin gespannt, welcher der Briefe dir a mbesten gefällt.
      viele Grüße
      Emma

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