Sonntag, 24. September 2017

Vier Tipps für ein erfolgreiches Studium mit Behinderung Tipp 1: Orientierung ist alles

Hallo in die Runde

im Oktober beginnt für viele Menschen ein neuer Start ins Studentenleben. Mein Studium hingegen geht dem Ende entgegen. Es wird also Zeit zurückzublicken: Was kann ich Studierenden mit Behinderung mit auf den Weg geben?

In dieser kleinen Reihe möchte ich euch - also Menschen mit Behinderung oder Nichtbehinderten, die absolut chaotisch ins Studentenleben stolpern und sich etwas Last-Minute Struktur holen möchten :-) - Tipps an die Hand geben, die euch den Start ins Studium hoffentlich etwas erleichtern.

Vorab: Die Tipps, die in dieser Reihe veröffentlicht werden, sind nicht die Bibel. Die Ratschläge sind ganz bestimmt nicht in Stein gemeißelt um mal bei den biblischen Sprache zu bleiben. Wenn ihr Dinge anders seht, dürft ihr das natürlich gerne kommentieren und von euren Erfahrungen berichten.

Kommen wir nun zum ersten Tipp:


1. Orientierung ist alles! 

Und schon hier werden einige mit den Augen rollen. Denn die Sache mit der Orientierung ist gar nicht so einfach. Besonders, wenn es einen für das Studium in eine fremde Stadt verschlagen hat oder die Hochschulorganisation darauf steht, ihre Studierenden nicht nur auf einem Campus studieren zu lassen, sondern gleich mal eine Stadt Rallye veranstalten.

Ich hatte das Glück, dass meine Hochschule trotz hoher Studentenzahlen relativ klein ist. Sie ist auf drei Gebäude verteilt, die nebeneinander bzw. gegenüberliegend angeordnet sind. Da zu meinem Studienbeginn meine räumliche Orientierung auch noch ziemlich gut war, konnte ich mir das Hochschulgelände alleine anschauen. Wie ich hier vorgegangen bin:

Vorbereitung 
Zum einen habe ich mit meinen Eltern den Weg zur Hochschule geübt. Üben beinhaltet hier: Welche Straßenbahn muss ich nehmen? Wie komme ich von der Straßenbahnhaltestelle zu den Hochschulgebäuden? Was muss ich auf diesem Weg beachten? (Teilschritte, wie das Heraussuchen der S-Bahn Verbindung konnte ich selbstständig regeln).

Der Weg zur Hochschule war also klar. Ich selbst habe mir die Hochschule erst kurz vor Semesterbeginn angeschaut. Da ich in meinem Heimatort studiere, musste ich glücklicherweise nicht zusätzlich irgendwelche neuen Wege lernen. Ich dachte mir, wenn ich bis kurz vor knapp mit dem Weg zur Hochschule warte, habe ich die Wege noch eher präsent. Im Laufe des Artikels werde ich darauf eingehen, wie ich mich auf dem Hochschulgelände orientiere.

Programm der Einführungswoche und das Vorlesungsverzeichnis - Wichtige Dokumente vor dem Start ins Studium 
Jede Hochschule oder Universität hat eine Einführungswoche. Hier gibt es Veranstaltungen auf dem Hochschulgelände und Termine, die eventuell außerhalb stattfinden können. Ich hab mir also vorab das Programm der Einführungswoche angeschaut um mir dann vor Ort die Wege zu den einzelnen Treffpunkten einprägen zu können. So gab es z.B. einen Sammelort für die Führung über das Hochschulgelände. Dann wollte ich außerdem wissen, wo unsere Hochschulbibliothek ist.
Zudem habe ich vorab auch einen Blick in das Vorlesungsverzeichnis geworfen um mir gleich die wichtigen Hörsäle anschauen zu können. Ihr werdet lachen aber unsere Hochschule hat gerade mal drei Hörsäle. Für eine Vorlesung mussten wir sogar ausquartiert werden und quasi eine Haltestelle bis zum nächsten Hörsaal fahren.
Und hier mein kleiner Glücksmoment: In der ersten Woche wurden wir in einer Lehrveranstaltung darauf hingewiesen, dass die Vorlesung am kommenden Tag eben in diesem anderen Hörsaal stattfinden sollte. Unsicheres und irritiertes Murmeln machte sich breit. In diesem Moment stahl sich ein Lächeln auf mein Gesicht, weil ich wusste, wo ich am nächsten Tag hin musste.

Orientierung vor Ort an der Hochschule
Einige von euch werden es aus dem Mobilitätstraining vielleicht kennen: Ich arbeitete mich in den Gebäuden am Grundriss also sozusagen den Außenwänden entlang und ging die Räume so ab. An unserer Hochschule sind die meisten Räume beschriftet, sodass ich wusste, wo ich war. (Allerdings ist die Beschriftung nur in Schwarzschrift zu finden. Aber vielleicht bessern sie ja im Laufe der Zeit nach...).

Und dann ist es natürlich wichtig, keine Scheu zu haben, um Hilfe zu fragen, wenn man die Orientierung doch kurz verloren hat. Und das ist definitiv keine Schande und passiert auch Menschen, die zwei Augen im Kopf haben und 100% sehen :).

Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Was zum Henker ist Mobilitätstraining? Dort bekommt ihr Techniken beigebracht, mit deren Hilfe ihr euch leichter orientieren könnt. Finanziert wird das entweder von der Krankenkasse oder der Eingliederungshilfe, je nachdem für welchen Bereich ihr das Training braucht. Bei der Beantragung helfen euch sicher der DBSV oder der DVBS.


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In dieser Rubrik bereits erschienen:  

Bewerben für die Ausbildung / das Studium - HIER KLICKEN
Wo und wie beantrage ich Hilfsmittel - HIER KLICKEN
Wie bewerbe ich mich für ein Praktikum? - HIER KLICKEN
Wie beschaffe ich mir Fachliteratur? - HIER KLICKEN
Was muss ich für Prüfungen beachten? - HIER KLICKEN
Umgang mit der Sehbehinderung eigene Erfahrungen - HIER KLICKEN
Wie arbeite ich mit einer Gesetzessammlung? HIER KLICKEN
Wichtige Tastaturbefehle (Shortcuts) im Überblick HIER KLICKEN
Blind heißt nicht gleich nichts sehen - HIER KLICKEN

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Donnerstag, 21. September 2017

Hörbuch Freunde aufgepasst! Es gibt etwas zu gewinnen!

Guten Morgen Buchlinge,

im September kamen mehrere Dinge zusammen, die nun dafür sorgen, dass ich ein kleines Gewinnspiel für euch veranstalte.
Was? Wie? Wo? Lest weiter...


Der Anlass - neue Buchlinge unter uns!

Im September stieg meine Followerzahl bei Twitter, aus mir unerklärlichen Gründen, rasant an. Diese Woche habe ich eine Schnapszahl nämlich geschlagene 111 Follower erreicht. (Ich hoffe, die Zahl bleibt bis Donnerstag, wenn dieser Beitrag hier online gehen wird, bestehen :-) ).

Mich hat das sehr gefreut, weil hinter den neuen Buchlingen, die zu uns gestoßen sind, keine Roboter oder merkwürdige Accounts stecken. Es handelt sich dabei um echte Menschen. Und das zeigt mir, dass sich momentan um die 111 Leute dafür interessieren, was hier auf diesem Blog oder zumindest auf meinem Twitter Account so vor sich geht.

An dieser Stelle also ein herzliches DANKE AN EUCH!


Ja, ja ist schon gut... WAS GIBT'S ZU GEWINNEN??? 

Genug der sentimentalen Worte. Jetzt geht's ans Eingemachte. Ich verlose ein kleines Hörbuch Päckchen bestehend aus dem Hörbuch Die Moortochter von Karen Dionne und zwei geheimnisvolle Hörbücher aus meinem persönlichen Fundus.


Bild von der hörverlag


Klappentext 

(von der hörverlag

"Helena Pelletier lebt in Michigan auf der dünn besiedelten Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Hütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfuhr, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Zwei Jahre später wurde er gefasst und sitzt seitdem im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist. Nur Helena ist in der Lage, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ..."
Meine Rezension zum Hörbuch findet ihr HIER


Was müsst ihr tun? Die Teilnahmebedingungen 

Ihr müsst mir nur eine Frage beantworten:

Warum wollt ihr das Hörbuch haben? 

emion hat den äußerst kreativen Vorschlag gemacht, dass die lustigste Antwort gewinnt. Das heißt, ihr dürft kreativ werden. Ich bin sehr gespannt, auf eure Antworten. 

Bitte vergesst nicht, bei eurer Antwort eure Emailadresse anzugeben. So kann ich euch, im Falle eines Gewinnes, benachrichtigen. Falls ihr eure Emailadresse nicht öffentlich preisgeben wollt, könnt ihr eure Antwort auch gerne per Mail an EmmaZecka@gmx.de einreichen. (Dann aber bitte mit dem Betreff Moortochter oder Gewinnspiel. Jedenfalls so, dass ich eure Mails zuordnen kann und nicht für Spam halte :) ). 

Teilnahmebedingungen im Überblick:


  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen 
  • Der Einsendeschluss ist am Montag 02.10.17 um 23:00 Uhr
  • Unter allen gültigen Einsendungen wird die lustigste Antwort ausgewählt. 
  • Falls Du gewonnen hast, werde ich Dich per Email benachrichtigen. Daher benötige ich Deine Adresse, um Dir den Gewinn zuzuschicken. Deine Adresse wird nach dem Versand des Gewinnes gelöscht, nicht an Dritte weitergegeben, oder für Werbezwecke missbraucht. 
  • Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, um am Gewinnspiel teilnehmen zu können ODER
  • Falls Du noch nicht volljährig bist, benötige ich eine Einverständniserklärung Deiner Eltern, oder sonstigen Erziehungsberechtigten.  
  • Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt, oder umgetauscht werden. 
  • Freunde, Verwandte, oder Freunde von Freunden dürfen selbstverständlich an dem Gewinnspiel teilnehmen. 
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel stimmst Du den Teilnahmebedingungen zu. 

In diesem Sinne... 

wünsche ich euch viel Glück! 

Dienstag, 19. September 2017

AchtNacht

Bild von Lübbe Audio
Steckbriefe

Name: AchtNacht (auch als Buch erhältlich)
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Lübbe Audio / audible
Geeignet für: Menschen, die gerne Psychothriller lieben
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Simon Jäger
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Lübbe Audio

"Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. Sie haben 80 Millionen Feinde. Werden Sie die AchtNacht überleben? Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie. Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei. Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt. Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder läuft. Und jetzt stellen Sie sich vor, Ihr Name würde gezogen ..."


Meine Meinung 

Die Idee für AchtNacht entstammt dem Horrorfilm The Purge. Und das war mit ein Grund, warum ich mich so lange davor gedrückt habe, das Buch zu lesen. Ich hatte Angst vor einer blutigen Geschichte mit jeder Menge Bilder, die ich mir nicht wirklich vorstellen wollte.
Doch dann stand AchtNacht auf der September-Liste der Bakerstreetbookworms und ich dachte mir: Jetzt, oder nie!

Gestaltung 
Wie die vorherigen Romane von Sebastian Fitzek wird auch AchtNacht wieder von Simon Jäger gelesen. Es macht wirklich Spaß, wenn bekannte Autoren und bekannte Sprecher bei einem Hörbuch aufeinander treffen, weil beides wirklich gut zusammen passt.
Simon Jäger liest schlicht. Dennoch gibt es feine Elemente, die seine Interpretation besonders machen. So liest er schneller, wenn die Geschichte an Geschwindigkeit gewinnt, ohne dabei etwas von dem Inhalt zu verschlucken oder wird leiser, wenn unsere Protagonisten nachdenklich werden. Und dann verleiht Simon Jäger jedem Charakter auch eine eigene Note. Besonders gut gefallen, hat mir die näselnde Interpretation eines gewaltbereiten Antagonisten.

Inhalt 
Wie bereits im Klappentext erwähnt, wird in AchtNacht von einem gefährlichen Spiel berichtet. Ben und Arezu sind beide für eine Nacht vogelfrei und werden von jeder Menge Menschen gejagt. Wer einen von beiden umbringt, kommt nicht nur straffrei davon, sondern gewinnt obendrein noch 10 Millionen Euro. Doch ist dieses Spiel wirklich real? Oder führt ein Hacker die Berliner Bevölkerung erfolgreich aufs Glatteis?
Um ja kein Risiko einzugehen, werden eine Hand voll Gerüchte gestreut. Geschichten, die Ben zum Verhängnis werden können...

Ich glaube, mein Vorteil war hier eindeutig, dass ich die Filmvorlage nicht kannte. Ich war also nicht damit beschäftigt, AchtNacht mit The Purge zu vergleichen, sondern hatte nur andere Romane des Autors im Hinterkopf. Während des Lesens fragte ich mich immer wieder, warum dieses Buch von vielen Buchbloggern so kritisiert wurde.

Die Grundidee finde ich wirklich spannend. Wie viel Informationen braucht ein Mensch, um einen anderen ermorden zu wollen? Wie schnell verbreiten sich Falschmeldungen? Und ist nicht hinter jeder Falschmeldung auch ein kleines Fünkchen Wahrheit? Die Idee, ein verrücktes Experiment zu starten, hat mich ein bisschen an Die Welle und den Film Das Experiment erinnert. Beide Geschichten beruhen auf einer wahren Begebenheit und zeigen, wie Experimente ganz schnell außer Kontrolle geraten können, obwohl es in keinen von beiden Fällen beabsichtigt war.

AchtNacht spielt im Grunde nur in einer Nacht. Und in diesen Stunden passiert sehr viel. Anstatt sich zu Hause zu verstecken und einfach zu warten, bis die AchtNacht vorüber ist, treffen Arezu und Ben aufeinander und müssen sich gemeinsam durchschlagen. Und das ist alles andere als einfach, denn die Meute scheint ihnen immer einen Schritt voraus.

Beide Protagonisten sind von Schicksalsschlägen geplagt. Ben ist geschieden und ein erfolgloser Musiker. Seine Band hat ihn verlassen. Und das alles nur weil er sie vor eine Wahl stellte: Der Manager oder er.
Und als wäre das nicht schlimm genug, liegt seine Tochter im Koma. Angeblich wegen eines missglückten Suizidversuches. Doch Ben kann den Ermittlungen nicht so Recht Glauben schenken. Verdrängt er die Wahrheit oder ist er wirklich einem Irrtum auf der Spur?

Und dann ist da noch Arezu. Eine Psychologie Studentin, die nicht gerade stabil wirkt. Sie ist dünn und hat vernarbte Arme, an denen sie nervös kratzt. Doch einen Nachteil hat das selbstverletzende Verhalten: Arezu kann kein Blut sehen. Und ganz bestimmt nicht ihr eigenes. AchtNacht hat mehr mit ihr zu tun, als man zu Beginn der Geschichte vielleicht vermuten mag.

In AchtNacht erfahren wir scheinbar wenig über unsere Charaktere. Wesentliche Informationen bekommen wir meist durch Streitgespräche. Doch diesmal fand ich das nicht weiter schlimm, da in AchtNacht sehr viel passiert und unsere Charaktere in ständig neue Situationen manövriert werden. Und die Kernelemente von Ben und Arezu waren dennoch gut herausgearbeitet.

Spannung
Die Spannungskurve liegt bei AchtNacht ziemlich hoch und sinkt wenn überhaupt erst gegen Ende etwas ab. Ich ließ mich von der Geschichte treiben und dachte nicht groß darüber nach, ob manche Situationen nicht etwas konstruiert wirkten. Ich fand das vieles gut zusammenpasste. Besonders spannend fand ich, wie unsere Charaktere es schafften aus scheinbar ausweglosen Situationen zu entkommen.
Gut gelungen finde ich auch das Ende der Geschichte. Das Blöde ist, wenn ich jetzt mit meinem Sebastian Fitzek Buchvergleich komme, würde ich euch spoilern und deswegen lasse ich es einfach bleiben.

Schreibstil
Das Tolle ist: Egal ob mir die Handlung von einem Fitzek-Buch gefällt oder nicht: Der Schreibstil kann mich immer überzeugen. Glücklicherweise kam hier wieder beides zusammen, also toller Inhalt und schöner Schreibstil.
Diese Ruhelosigkeit in AchtNacht wurde sehr gut beschrieben. Zudem war ich froh, dass Sebastian Fitzek an vielen Stellen auf die Fantasie des Lesers vertraute und ausführliche sprachliche Bilder bleiben ließ. Hätte Stephen King AchtNacht geschrieben, wäre das Buch auf den ersten Seiten wahrscheinlich schon in Blut gebadet worden.
Wie immer waren auch in AchtNacht tolle Dialoge zu finden. Zudem wurden ein paar gute Zitate beschert.

Gesamteindruck
Ich bin von AchtNacht positiv überrascht. Während ich bei Horrorfilmen das Klischee im Kopf habe, dass außer Gemetzel nicht viel passiert, hat uns Sebastian Fitzek mit AchtNacht einen Roman mit einer spannenden Handlung präsentiert.
Ich war etwas überrascht, weil ich viele negative Stimmen zu AchtNacht gehört habe. Insgeheim wartete ich hier und da auf die Wendung, an der auch ich in die Kritik mit einstimmen konnte. Aber sie blieb aus und somit habe ich das Hörbuch zufrieden beendet. 

Samstag, 16. September 2017

Überraschungspost von Ankas Geblubber Teil 2

Hallo Buchlinge,

Anfang August erreichte mich ein Überraschungspaket von Ankas Geblubber. Letzte Woche habe ich damit begonnen, euch den Inhalt des Paketes vorzustellen. Wer den Auftakt verpasst hat, kann die Podcst Folge gerne HIER nachhören.
Da mir momentan noch eine Hörprobe fehlt, dachte ich mir, ich kehre mal zurück zu meinen Wurzeln und stelle euch die Hörbücher einfach in einem Blogbeitrag vor.


Scary Harry - Hier scheiden sich die Geister von Sonja Kaiblinger

Bild von Jumbo Verlag
Klappentext von Jumbo Verlag:
"Es ist Halloween im Radieschenweg! Doch anstatt sich mit seinem echten Skelett-Freund unter die Verkleideten zu mischen, hockt Otto allein zu Hause. Harold macht sich rar, denn sein neuer Boss Rufus Rattlebone hat Diesseitsbesuche außerhalb der Dienstzeit ausdrücklich verboten! Gut, dass sich wenigstens Onkel Archibald Zeit nimmt, mit Otto und Emily die Schneekugel in Gang zu setzen und eine Verbindung zu Ottos Eltern in der Zwischenwelt aufzubauen. Sie erfahren, dass die Eltern von einem Sensenmann mit Holzbein dorthin verschleppt wurden. Als Otto eines Nachts ein gruseliger Schatten mit Holzbein auflauert und Harolds Boss ein ebensolches zu haben scheint, häufen sich die Zufälle..."

Was mich an dem Buch interessiert 
Viele Kinder haben Angst vor Geistern. Da finde ich es eine super Idee, eine Geschichte zu entwickeln, in der ein Menschenjunge und ein Geist befreundet sind. Das bietet wunderbaren Spielraum um zu zeigen, dass Geister eben nicht nur böse sind. Zudem klingt das Setting des Bandes - bei Scary Harry handelt es sich um eine Reihe - überschaubar. Ich glaube, als Kind hätte ich die Reihe geliebt. Ich bin sehr gespannt, wie mir die Geschichte als Erwachsene gefallen wird.


Dark Angels Summer - Das Versprechen von Katie Spencer und Tabitha Lee Spencer

Klappentext von Arena Verlag
"Es ist der Sommer, in dem Dawna und Indie beide 17 Jahre alt sind – vertraute, verrückte, beunruhigende 33 Tage lang. Gemeinsam mit ihrer Mutter kehren sie zur Oase ihrer Kindheit zurück: Whistling Wing, voll mit Erinnerungen an die geliebte Granny. Aber diese ist seit einem Jahr tot und Whistling Wing hat sich verändert. Nicht jeder hier spielt mit offenen Karten, Freund und Feind lassen sich immer schwerer voneinander unterscheiden und ein Schwarm unheimlicher Vögel sorgt für Unruhe und Angst unter den Einwohnern. Fast ist es zu spät, als Indie und Dawna beginnen, zu verstehen, was geschieht. Und erkennen, welches unglaubliche Opfer sie bringen müssen, um das aufzuhalten, was sich über ihnen zusammenbraut."

Was mich an der Geschichte interessiert 
Der Plot erinnert mich ein bisschen an Isabel Abedis Roman Whisper. Hier lässt sich eine Familie in einem kleinen Dorf nieder. Die Dorfbewohner stehen den Neuankömmlingen sehr misstrauisch gegenüber und die Familie spürt schnell, dass das Dorf etwas zu verbergen hat.
Ich ahne, dass es sich hier vielleicht auch um eine Dystopie handeln könne. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, welches Opfer die Schwestern bringen müssen und ob sie das Unheil noch abwenden können. Und ich hoffe natürlich, dass der Klappentext den Inhalt nicht allzu weit vorweg genommen hat.


Mein Fazit zum Paket 

Wie ihr sicher schon bemerkt habt, habe ich mich Hörbuch technisch etwas auf die RandomHouse Verlagsgruppe eingeschossen. Das liegt nicht etwa daran, dass andere Hörbuch Verlage schlechte Arbeit machen oder es hier nichts Interessantes zu entdecken gibt. Allerdings stelle ich fest, dass das Verlagsprogramm der RandomHouse Verlage meinen Geschmack bisher ziemlich gut getroffen hat und auch sehr umfangreich ist.

Deswegen bin ich sehr froh, dass sich in Ankas Überraschungspaket Hörbücher versteckt haben, die von anderen Verlagen produziert wurden. Ich freue mich, in neue Geschichten und Produktionen abtauchen zu können und bedanke mich auch an dieser Stelle nochmal herzlich für das Paket.


Und ihr? 

Von euch möchte ich wie immer wissen:

Kennt ihr eines der vorgestellten Hörbücher?
Wie hat es euch gefallen?

Donnerstag, 14. September 2017

Meine Highlights aus dem Herbstprogramm des hörverlags Part 3

Hallo Buchlinge,

neulich durftet ihr bei Twitter darüber abstimmen, welchen Beitrag ich als nächstes für euch schreiben bzw. sprechen darf. Die Mehrheit war für eine weitere Folge meiner Highlights aus dem Herbstprogramm des Hörverlags.

Diesmal bin ich wirklich etwas spät dran, da die vorgestellten Hörbücher bereits erschienen sind. Wenn ihr auf die Schrift oben im Video klickt, kommt ihr wie immer direkt zur YouTube Seite. Dort habe ich ein Inhaltsverzeichnis in der Infobox versteckt. Leider vergesse ich regelmäßig beim Aufnehmen der Podcast Folgen auf das Inhaltsverzeichnis hinzuweisen.
Wie immer dürft ihr die Podcast Folge auch gerne vollkommen ungekürzt genießen.

Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß



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Meine Highlights Part 1 - HIER KLICKEN
Meine Highlights Part 2 - HIER KLICKEN

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Kennt ihr eines der vorgestellten Hörbücher?
Wie haben euch die Hörproben gefallen?


Montag, 11. September 2017

Die Moortochter

Bild von der hörverlag
Steckbrief 

Name: Die Moortochter (auch als Buch erhältlich)
Autor: Karen Dionne
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Menschen, die subtile Psychothriller mögen, sozusagen mit ein bisschen Schweden Feeling
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Julia Nachtmann
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext 

(von der hörverlag

"Helena Pelletier lebt in Michigan auf der dünn besiedelten Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Hütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfuhr, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Zwei Jahre später wurde er gefasst und sitzt seitdem im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist. Nur Helena ist in der Lage, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ..."


Meine Meinung 

Mit ein Grund, warum ich mir Die Moortochter gewünscht habe, war die Sprecherin Julia Nachtmann. Ich kannte sie bisher aus Monika Feths Erdbeerpflücker Reihe und habe mir ein Hörbuch gewünscht, das nur von ihr gelesen wird. Als mir dann bei der Leipziger Buchmesse Die Moortochter vorgestellt wurde, war ich ziemlich neugierig auf das Hörerlebnis.

Gestaltung
Julia Nachtmann hat eine angenehme Stimmfarbe. Die Handlung von Die Moortochter zeigt schnell, dass man hier ein gutes Gespür für Feinheiten braucht. Und das brachte Julia Nachtmann mit. Sie schaffte es, die Feinheiten der Geschichte gut herauszuarbeiten und dennoch an den richtigen stellen einen Zahn zuzulegen.
Allerdings fand ich den Inhalt teilweise etwas unübersichtlich. Die Geschichte hat verschiedene Handlungsstränge, die mir manchmal zu schnell ineinander übergingen. Genauer gehe ich hier aber weiter unten darauf ein. Ich hätte mir von der Hörbuch Gestaltung gewünscht, dass die Unübersichtlichkeit besser aufgefangen wird und die Abschnitte klarer abgegrenzt werden. So hätte man beispielsweise Musik einspielen können, damit eine bessere Trennung der Stränge zu erkennen ist. Außerdem hätte die Musik zusätzlich dafür gesorgt, dass die Stimmung der Geschichte besser transportiert worden wäre.

Inhalt 
Wie oben bereits beschrieben, besteht die Geschichte aus mehreren Handlungssträngen, nämlich drei: Wir begegnen Helena in der Gegenwart. Sie wirkt introvertiert, aber nicht etwa, weil sie sich nicht traut, Dinge anzusprechen, sondern weil ihr die Kommunikation mit anderen nicht liegt. Sie hat Mühe, die richtigen Worte zu finden und bleibt deswegen einsilbig. Dennoch ist sie eine liebevolle Frau, die sich gerne in der Natur aufhält und für ihre Familie viel riskiert. Als sie dann erfährt, dass ihr Vater aus dem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen ist, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. 

Und nun kommen wir zum zweiten Handlungsstrang: Wir begleiten Helena dabei, wie sie auf ihre Kindheit zurückblickt und von ihren Erlebnissen im Moor berichtet. Schnell wird klar, dass Helenas Vater einen sehr dominanten Charakter hat. Er erzieht seine Tochter nach einer indianischen Lebensweise, bringt ihr das Jagen und das Fährtenlesen bei. Helenas Mutter hält sich eher im Hintergrund, weswegen die Liebe zu ihrem Vater auch weitaus stärker ist.

Und dann gibt es noch das Märchen des Moorkönigs von Hans Christian Andersen, dessen Teile immer zu Beginn eines neuen Kapitels zu finden sind und auch zur Handlung des aktuellen Kapitels passen. Immer wenn ein neuer Abschnitt des Märchens kam, wusste ich, dass es wohl der Beginn eines neuen Kapitels sein musste. Die Handlungsstränge von Helena in der Gegenwart, die sich an ihre Kindheit erinnert, gingen mir aber manchmal zu abrupt ineinander über. Gerade, weil es sich bei den Erinnerungen nicht um kurze Abschnitte handelt, sondern durchaus einige Absätze mit der Erzählung verbunden sind.

Karen Dionne arbeitet den Konflikt, indem sich Helena befindet, sehr gut heraus. Da wir miterleben, wie Helena aufgewachsen ist, konnte ich sehr gut nachvollziehen, dass sie sich ihrem Vater verbunden fühlt und die Lebensweise ihrer Kindheit als die Wahrheit betrachtet. Dennoch steht auf der anderen Seite auch die Wut darüber, was er ihrer Mutter angetan hat. Daher stellt sich die Frage: Wie wird Helena reagieren? Liefert sie ihren Vater aus?

Spannung 
Der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut, weil sich alle drei Handlungsstränge stetig weiterentwickeln und sich zum Teil auch ergänzen. Zudem mochte ich die subtile Erzählung. Es hat keine abenteuerlichen Actionszenen gebraucht. Allein durch die drei Handlungsstränge war die Spannung für mich spürbar. Ein bisschen hat mich Die Moortochter an schwedische Krimis erinnert. 

Schreibstil: 
- packender Schreibstil aber ebenfalls sehr schlicht gehalten dennoch wurde die Spannung gut gehalten 
- allerdings Verwirrung, weil Stränge fließend ineinander übergegangen sind und ich nicht wusste, wann das eine endet und das andere anfängt 

Ich brauchte erst ein bisschen, um in Karen Dionnes Schreibstil reinzukommen. Gerade am Anfang erwähnt sie sehr viele Details über das Leben im Moor oder die Natur. Und ich befürchtete, wenn das so weitergehe, würde mich die Geschichte nicht packen. Allerdings wurden diese Informationen nachher besser in die Geschichte eingebaut, sodass ich nicht das Gefühl hatte, eine Art Sachbuch vor mir zu haben.
Karen Dionne hat ihre Geschichte mit tollen sprachlichen Bildern ausgeschmückt. Ich konnte mir die Szenerie sehr gut vorstellen. Während im einen Handlungsstrang Helenas Vergangenheit erzählt wird, blickt Helena in der Gegenwart reflektierend auf ihre Biografie. Und gerade die Ergänzung oder auch Bewertung des damaligen Verhaltens hat dafür gesorgt, dass man Die Moortochter als GAnzes begreifen konnte.

Gesamteindruck: 
Ich habe mich gefreut, Julia Nachtmann in einem HÖrbuch wiederzutreffen und diesmal eine Geschichte zu hören, die ausschließlich von ihr gelesen wird. Ich hatte zu Beginn etwas Bedenken, ob es sich bei dem Thriller um eine Art CSI Geschichte mit viel Gemetzel und Action handeln würde. Glücklicherweise hat mich Karen Dionne hier positiv überrascht und ich bin wirklich beeindruckt von der tollen Handlung, die sich hinter Die Moortochter versteckt. 
Wer also einen guten Thriller sucht, der ohne viel Blut, Mord und Totschlag auskommt, sollte sich das Buch oder natürlich im besten Falle das Hörbuch mal genauer anschauen.

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* Dieses Hörbuch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Samstag, 9. September 2017

Überraschungspost von Ankas Geblubber

Guten Morgen Buchlinge,

vor ein paar Wochen hat mich Überraschungspost aus Blubberhausen erreicht. Ich habe mich sehr darüber gefreut. In der heutigen Podcast Folge möchte ich euch den ersten Teil meiner Neuzugänge präsentieren.

Wenn ihr auf den Schriftzug im Video klickt, kommt ihr direkt zur YouTube Seite. Dort findet ihr in der Infobox ein Inhaltsverzeichnis.



Kennt ihr eines der vorgestellten Hörbücher?

Schreibt es mir sehr gerne in die Kommentare.


Mittwoch, 6. September 2017

Ganz viel Liebe - Bücherstammtisch im September 2017

Foto: A. Mack

Hallo Buchlinge,

Anfang September traf sich der harte Kern des Freiburger Bücherstammtisches. Diesmal wollten wir uns über die schönsten und schrecklichsten Liebespaare austauschen. Wobei das Wort Paar sehr breit gefasst war. Außerdem gab es neue Eindrücke zu unserer Stammtisch Lektüre. Aber beginnen wir von vorne... 


Stammtisch Vorbereitungen - Schlechte Nachrichten für Neulinge 

Wir müssen der Wahrheit ins Auge blicken: Der Sommer ist vorbei. Und daher wird es immer riskanter, ein Open-Air Stammtisch Treffen zu planen. Schließlich hätten wir bei schlechtem Wetter keine trockene Alternativen in der Innenstadt. Unseren Raum können wir erst im Dezember beziehen. Also musste ich eine Entscheidung treffen: Bis Dezember finden die Bücherstammtisch Treffen wieder bei mir daheim statt. Allerdings heißt das im Umkehrschluss auch, dass wir keine neuen Mitglieder begrüßen können. Das finde ich einerseits sehr ärgerlich, da in unserer Facebook Gruppe fast 30 Mitglieder beisammen sind. Andererseits hoffe ich, dass die meisten Interessenten noch bis Dezember durchhalten werden. 


Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch 

Bild von HörbuchHamburg


Diese Lektüre begleitet uns schon seit ein paar Treffen. Allerdings steuern wir nun in großen Schritten dem Finale entgegen. Beim kommenden Bücherstammtisch werden wir also ein letztes Mal über das Buch sprechen. 
Während mir der Einstieg in die Geschichte sehr schwer fiel, gab es im letzten Leseabschnitt ein paar Szenen, die mir wirklich gut gefallen haben. Allerdings möchte ich aus Spoilergründen nicht genauer darauf eingehen. 

Im Großen und Ganzen sind uns auch alle Charaktere ans Herz gewachsen. Obwohl die Zauberer versuchen, die Welt zu zerstören, fiebert man doch ein bisschen mit ihnen mit. Und natürlich sind die Tiere, Rabe Jakob und Kater Maurizio, die absoluten Helden der Geschichte. 


Die schönsten und nervigsten Liebespaare 

Als ich so vor meinem Bücherregal stand, musste ich feststellen, dass gar nicht so viele Liebespaare darin zu finden sind. Natürlich hätte ich es mir einfach machen können, aber ich beschloss, den Begriff Paar einfach etwas breiter zu fassen und auch Seelenverwandte zum Bücherstammtisch mitzubringen. Und glücklicherweise stellte ich fest, dass auch die anderen Stammtisch Mitglieder äußerst kreativ wurden. 

Im Übrigen wollte ich an dieser Stelle mal erwähnen: Wenn ich nichts über ein Buch erzähle, das auf einem Bild abgebildet ist, liegt das einfach daran, dass ich mir die Details nicht merken konnte. Ich finde es nämlich blöd, bei Bücherstammtisch Treffen die ganze Zeit Buch führen zu müssen. Dennoch versuche ich euch alle vorgestellten Bücher irgendwie zu verlinken. 


Foto A. Mack
Kommen wir also nun zu den schönsten Liebespaaren. Mindestens zwei der Bücher werdet ihr vielleicht wiedererkennen. Zum einen habe ich Wenn du dich traust von Kira Gembri vorgestellt. Hier treffen zwei völlig unterschiedliche Charaktere aufeinander. Lea hat eine Zwangserkrankung, die nicht nur sie quält, sondern auch ihrer Familie den letzten Nerv raubt. Jay ist das absolute Gegenteil und führt ein sehr chaotisches Leben. Als das Schicksal beide zusammenführt, sind sie gezwungen, sich mit den Schwächen des jeweils anderen auseinanderzusetzen. 
In Paris Du und Ich begegnen wir zwei unglücklich Verliebten. Emma und Vincent wurden beide von ihren Partnern verlassen. Und als wäre das nicht genug, stecken sie auch noch in Paris, der Stadt der Liebe fest. Doch sie wollen sich den Städtetrip nicht vermiesen lassen und beschließen kurzerhand die Stadt gemeinsam zu erforschen. 
Isabelles eBook Cover stellt unsere Romane eiskalt in den Schatten. Sie stellte Forbidden Touch vor. Hier geht es um Novalee und Graey, die in einer dystopischen Welt leben. Hier dürfen sich die Menschen maximal sieben Sekunden berühren. Denn es besteht die Gefahr, dass sie sich verlieben könnten.  
Bei Echte Feen, falsche Prinzen, mitgebracht von emion, handelt es sich um eine Märchen Adaption. Ein Mädchen hat drei Wünsche frei. Und was läge da näher als sich einen Prinz zu wünschen? 

Was uns bei Liebespaaren besonders wichtig ist, ist dass es sich nicht um Liebe auf den ersten Blick handelt, sondern die Autoren die Beziehung zwischen den Paaren auch etwas aufbauen. Außerdem ist es schön, wenn die Beziehungen auch etwas Inhalt haben und nicht nur von Lust gesteuert sind. 

Foto: A. Mack
Bei den schrecklichsten Liebespaaren brachte Isabelle gleich ein Buch mit, in dem wir einer Klischee Beziehung begegnen. Nämlich Romeo und Julia. Ich ging eigentlich davon aus, dass ihr das Buch vielleicht gut gefallen habe, da man schon mal von der Geschichte gehört habe und somit wisse, worauf man sich einlasse. Isabelle erzählte aber, dass sie auf Inhalt gehofft habe, es aber mehr um Triebe ging. 
Isona steuerte mit dem Band Gemmas Visionen aus der Geheime-Zirkel Reihe ebenfalls ein Buch bei, in dem das Liebespaar einfach nicht zueinander passen will. Außerdem meinte sie, dass Er seltsam sei. 
In meinen mitgebrachten Büchern ging es nur in einem Buch um ein echtes Liebespaar. In Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen und Meine geniale Freundin geht es jeweils um zwei Freundschaften. Im ersten Buch gehe ich sogar soweit und bezeichne die Beziehung zwischen Ben und Hanna als Seelenverwandtschaft. Allerdings merkt man, dass beide nicht so recht zueinander finden und sie Mühe haben, ihre Bedürfnisse mitzuteilen. In Meine geniale Freundin geht es um einen Wettkampf der beiden Freundinnen Elena und Lila. Elena orientiert sich an Lila und misst ihren Selbstwert an ihr fest. Das finde ich auch schwer zu ertragen, da sie somit abhängig von ihrer besten Freundin ist und - zumindest in diesem Moment - kein eigenständiges Leben führen kann. 
In der Shadowmarch Reihe hingegen begegnen wir einem Hofdichter, der zu Beginn ein kleiner Fuchs ist. Er bringt sich in Schwierigkeiten, redet sich aber oft heraus und ist alles andere als eine ehrliche Haut. Dann kommt die Liebe über ihn und er beginnt etwas zu riskieren. Als Dank wird er aber von seiner Angebeteten mit Füßen getreten.

Da wir auch einige Serienfreunde in unserer Stammtisch Gruppe haben, wurde zudem erwähnt, dass Paarbeziehungen in Serien viel besser aufgebaut werden können. In Serien kann man einen Blick oder eine Geste in drei Sekunden darstellen. Im Buch können da schon mal 2-3 Seiten drauf gehen. 
Hier wurde mir wieder bewusst, dass sich Adriana Popescu, die Paris Du und Ich geschrieben hat, sehr gut auf das szenische Schreiben versteht. Die Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren nahm beinahe nebensächlich Gestalt an. Und genau das ist es, was für mich gute Liebespaare ausmacht. Der subtile Aufbau einer Beziehung, aber dennoch das Gefühl zu haben, dass sich die Beziehung der beiden Charaktere verändert.


In diesem Sinne... 

Da wir, wie oben bereits geschrieben, momentan keine neuen Stammtisch Mitglieder aufnehmen können, komme ich mir irgendwie blöd vor, wenn ich hier den alt bekannten Link zur Facebook Gruppe oder den Aufruf für die Mailingliste teile. Deswegen lasse ich es einfach bleiben und hoffe, das euch dieser Stammtisch Bericht zumindest ein bisschen inspirieren konnte.


Montag, 4. September 2017

Der Glasmurmelsammler

Bild von Argon Verlag
Steckbrief

Name: Der Glasmurmelsammler (auch als Buch erhältlich)
Autor: Cecilia Ahern
Verlag: Argon Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Familiengeschichten lesen, wobei es sich hier nicht um eine klassische Saga handelt
Gelesen oder gehört: gehört als autorisierte Fassung
Sprecher: Eva Gosciejewicz und Till Hagen
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Argon Verlag

"Als Fergus einen Schlaganfall hat, vergisst er fast alles aus seinem Leben. Da findet seine Tochter Sabrina seine Glasmurmelsammlung, von der er ihr nie etwas erzählt hat. In der Sammlung fehlen wertvolle Stücke, und Sabrina macht sich auf die Suche nach ihnen. Es stellt sich heraus, dass Fergus noch viel mehr Geheimnisse hatte, und alle scheinen sie mit den schillernden Kugeln verbunden zu sein. Doch wenn ihr Vater nicht der Mann ist, für den sie ihn gehalten hat – wer ist Sabrina dann eigentlich selbst?"


Meine Meinung 

Gestaltung
Endlich habe ich mal wieder ein Hörbuch des Argon Verlags in den Händen. Wusstet ihr, dass der Argon Verlag speziell Hörbücher für Blinde und Sehbehinderte herstellt und diese sogar in einer Verpackung produziert, die in Punktschrift (Blindenschrift) beschriftet ist? Wenn ihr euch das mal genauer anschauen wollt, besucht den Stand des Argon Verlags auf der Frankfurter Buchmesse. Aber kommen wir nun zur Gestaltung des Glasmurmelsammlers.
Wie ihr oben bereits lesen konntet, wird der Roman von zwei Sprechern gelesen.
Till Hagen schlüpft in die Rolle des Vaters Fergus Boks, der durch einen Schlaganfall einen Großteil seiner Erinnerungen verloren hat. Dennoch kehren immer wieder Bruchstücke von Kindheitsereignissen zurück, die er auch mit uns teilt. Aber davon berichte ich weiter unten vielleicht etwas ausführlicher. Fergus hat also zwei Gesichter: Zum einen erleben wir ihn dabei, wie er erwachsen wird. Er ist jung und möchte seine Vergangenheit hinter sich lassen. Alles, bis auf eine Eigenschaft: Seine Liebe zu den Murmeln. Dann begegnen wir einem Mann, der gefangen in seinem eigenen Körper scheint. Er wirkt alt, beinahe zerbrechlich. Und diese beiden Gegensätze transportiert Till Hagen wirklich gut. Während ich am Anfang Mühe hatte, mich an ihn als Sprecher zu gewöhnen, konnte er mich nach und nach für sich gewinnen und mir den Charakter des Fergus näher bringen.
Eva Gosciejewicz helle Stimme hingegen konnte mich schnell für sich gewinnen. Sie spricht die zweite Protagonistin des Romanes. Fergus Tochter Sabrina, die unglücklich ist und auf das große Abenteuer wartet. Und dann klopft es leise an ihre Tür und sie begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit.
Ich weiß nicht, wie sie es gemacht hat, aber Eva Gosciejewicz hat Sabrinas Stimmung sehr gut aufgefangen. Ich mochte ihre Interpretation sehr, da sie die Wandlung der Protagonistin gut getroffen hat und das einzig und allein durch ihre Stimme. Es fällt mir schwer, das Gehörte in Worte zu fassen. Der Glasmurmelsammler gehört wahrscheinlich zu den Hörbüchern, die man selbst erlebt haben muss, um zu verstehen, was ich meine.

Inhalt
Wie oben und im Klappentext bereits beschrieben, wird Der Glasmurmelsammler aus zwei Perspektiven erzählt. Wir begegnen Fergus Boks im Pflegeheim. Er blickt auf sein Leben zurück und erzählt uns, was dafür gesorgt hat, dass er zu dem Mann wurde, der er heute ist.
Dann gibt es auf der anderen Seite Tochter Sabrina, die als Bademeisterin in dem Pflegeheim arbeitet, in dem Fergus untergebracht ist. Während ihr Vater eine tiefe Leidenschaft für Murmeln pflegt, hat es Sabrina das Wasser besonders angetan. Allerdings langweilt sie ihre Arbeit zutiefst. Ein Hallenbad in dem nichts los ist. Und als dann endlich mal etwas Aufregendes passiert, ist sie gerade in der Kaffeepause. Doch dann muss sie eine Lieferung für ihren Vater entgegennehmen und eine abenteuerliche Reise zu ihren Wurzeln beginnt.

Wie ich bereits in meinem Lesemonat berichtet habe, haben es mir Fergus und Sabrina wirklich angetan. Ich konnte ihre Sichtweisen auf ihr Leben so gut nachvollziehen und fühlte mit, als sie Entscheidungen trafen, die bei ihrem Gegenüber für Stirnrunzeln und fragende Blicke sorgten.
Cecilia Ahern hat hier zwei Charaktere erschaffen, die sich sehr ähnlich sind. Und dennoch ist diese Ähnlichkeit erst auf den zweiten Blick erkennbar.

Spannung 
Besonders gut gefallen hat mir hier, wie Cecilia Ahern die Handlung der Geschichte verstrickt. Während ich mich zu Beginn der Geschichte noch gefragt hatte, was jetzt so besonders daran sein soll, dass Sabrina die Vergangenheit ihres Vaters aufrollt, wurde langsam aber sicher die Parallelen zu den beiden Leben deutlich. Und da meine ich nicht nur die verwandtschaftlichen Verhältnisse.
Cecilia Ahern legt Fährten, führt diese zusammen und löst diese so auf, dass ich an keiner Stelle ein unbefriedigendes Gefühl hatte. Obwohl... eigentlich hätte ich Fergus und Sabrina gerne noch ein bisschen länger begleitet, weil mir ihre Geschichte ans Herz gewachsen ist. Aber ich konnte es auch verstehen, warum wir die Charaktere verlassen mussten. Und an sich war das Ende auch mehr als stimmig.

Schreibstil
Ich habe ja schon ein paar Bücher von Cecilia Ahern gelesen und jedes Mal habe ich das Gefühl, einen anderen Schreibstil vor mir zu haben. Ich war selbst erstaunt, wie schnell ich in die Geschichte hinein fand. Cecilia Ahern habe ich bisher immer mit Liebesgeschichten verbunden. Umso mehr habe ich mich hier gefreut, dass es zwar mit Liebe zu tun hat, aber die Paarbeziehung nicht zwangsläufig die Haupthandlung dominiert.
Ich lernte diesmal, wie fein Cecilia Ahern Geschichten spinnt. Sie erzählt viel zwischen den Zeilen, lässt ihre Charaktere aber auch, das Wesentliche zusammenfassen, damit uns nichts verloren geht. Dennoch bin ich mir sicher, dass mir beim zweiten Mal lesen noch mehr Details auffallen würden, die mir beim ersten Hören entgangen sind.

Gesamteindruck
Ich bin sehr positiv überrascht von Der Glasmurmelsammler. Angefangen bei der tollen Produktion bis hin zu der schönen Geschichte. Ich rechnete eigentlich damit, in eine Liebesgeschichte einzutauchen und bekam stattdessen etwas viel Schöneres geboten.
An dieser Stelle möchte ich euch dieses Hörbuch wärmstens empfehlen und bin gespannt, wie euch die Geschichte gefällt. 

Samstag, 2. September 2017

Lesemarathon Fazit August 2017

Guten Morgen Buchlinge,

nun sind wir schon acht Monate im Marathon Fieber. Der August hat uns einen durch und durch literarischen Monat beschert. Dank den Semesterferien oder dem Urlaub gab es endlich wieder Zeit zum lesen.
Daher meldet sich auch emion wieder zu Wort. (Ich hab ihr ein paar Hörbücher angedreht, die sie unbedingt hören wollte).
Skyaras Abschnitt wird nachträglich in den Post eingefügt, weil sie gerade Hamburg unsicher macht. Also, wer ihr über den Weg läuft, darf sie herzlich von mir grüßen :-)
Aber kommen wir nun zum eigentlichen Thema:


Emmas Fazit 

Stand: 31.08.17

Gelesene Seiten / gehörte Tracks: 307 Tracks, 203 Seiten
Gelesene Zeit: 31 h 21 min

Coolster Charakter des Monats: Das ist wirklich eine schwierige Frage, weil ich im August keine locker leichte Lektüre zur Hand hatte, aus der ich jetzt einen Charakter der Coolness wegen vorstellen könnte. Dennoch entscheide ich mich für Mark aus Was wir dachten, was wir taten. Er ist gemeinsam mit seinen Klassenkameraden im Klassenraum eingesperrt, während ihnen ein Maskierter Aufgaben diktiert, die sie zu erfüllen haben. Zu Beginn der Geschichte hat er nicht viel für seine Klassenkameraden übrig. Doch als es um Leben und Tod geht, ergreift er Partei und versucht das Schlimmste zu verhindern.

Schönster Handlungsort: Was hat emion sich da nur für Rubriken ausgedacht? Im August tummelte ich mich, wie oben bereits geschrieben in einem Klassenzimmer, in dem ganz bestimmt keine schöne Atmosphäre herrscht. Dann begleitete ich Luna und Leon an einen Ort des Grauens, nämlich einen alten Bauernhof. An diesem Ort wurden Menschen misshandelt und ermordet. Also auch keinen Ort, den ich so einfach nominieren könnte. Mit Sabrina und Fergus habe ich einen Abstecher ins Pflegeheim gemacht und gemeinsam mit Sabrina wichtige Orte in Fergus Vergangenheit besucht. Und da kommen wir langsam ans Ziel: Ich nominiere einen Pub, dessen Namen ich leider wieder vergessen habe, der aber einen wichtigen Bestandteil in Fergus Biografie darstellt.

Bester Plot: Hier schwanke ich zwischen Was wir dachten, was wir taten und dem Glasmurmelsammler. Wie oben bereits geschrieben rollt in letzterer Geschichte Protagonistin Sabrina die Vergangeheit ihres Vaters auf. Durch einen Schlaganfall hat er einen Großteil seiner Erinnerungen verloren. Als eine große Sammlung Murmeln in das Pflegeheim geliefert wird, in dem ersein neues Zuhause gefunden hat, wird seine Tochter Sabrina stutzig. Schließlich hat sie ihren Vater noch nie Murmeln spielen gesehen. Eine schöne Geschichte beginnt, in der wir sehr viel über beide Charaktere lernen.

Der beste Satz des Monats: 

"Er kommt zurück. Voldemort kommt zurück."
Was wir dachten, was wir tatenvon Lea-Lina Oppermann
"Und dabei habe ich gar keine besseren Augen als ihr.
Ich schaue bloß hin."
Was wir dachten, was wir taten von Lea-Lina Oppermann

Deine Eindrücke: Ich habe eine perfekte Methode gefunden, wie ich zum täglichen Lesen kommen sollte. Ich mache nebenher Sport. Ich glaube, das ist mit ein Grund, warum ich im August vier Hörbücher beendet habe. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass ich irgendwann gesättigt war und keine Geschichten mehr aufnehmen konnte oder wollte.
Dennoch hätte ich nicht gedacht, dass ich am Ende des Monats auf 31 Lesestunden komme.


emions Fazit im August 

Stand: 31.08

Gelesene Seiten/gehörte Tracks: Darauf habe ich leider gar nicht geachtet, ich war schon froh, endlich mal wieder etwas zu lesen. Mein voller Stundenplan, durch den ich das im ersten Semester völlig vernachlässigt hatte, war der eigentliche Grund für diesen Marathon, aber ich hab es leider trotzdem nicht geschafft mehr zu lesen... Asche auf mein Haupt! Jetzt reduziere ich aber gerade tatsächlich meinen Stapel =)

Gelesene Zeit: Ich habe im August ein Buch beendet, eines ganz gelesen, eines weitergelesen und eines angefangen, aber über die Zeit nicht Buch geführt. Dafür habe ich vier Hörbücher gehört mit einer Gesamtlaufzeit von 4.102 Minuten (68 h 22 Min).

Coolster Charakter des Monats: Robin Ellacott für ihre Motivation und Risikobereitschaft (aus JK Rowlings Krimireihe (alias Robert Galbraith)).
Außerdem Noah Czerny, weil er einfach so niedlich ist (von Maggie Stiefvater).

Schönster Handlungsort: Marchmont Hall in Monmouthshire in Wales (aus Lucinda Rileys „Engelsbaum“, um das auch mal zu nennen), weil es ein episches Herrenhaus ist und ich sowas mag. Aber bitte in der Gegenwart! Ansonsten ist es da nämlich auch irgendwie gruselig.

Bester Plot: Jeweils die drei aus JKRs Krimikreihe. Ich hab kein einziges Mal den Täter erraten und das deprimiert mich ein bisschen. Aber ich fand es definitiv genial.
Außerdem der Plot von Maggie Stiefvaters epischer Reihe. Der ist auch total abgefahren gut durchdacht.

Der beste Satz des Monats: Das war zwar noch im Juli, aber was soll's. Der ist mir als einziger wirklich im Kopf geblieben:

„Dann strahlte sie, als hätte ihr die Frau bereits geholfen. Wenn Blue aus ihren Rollen als Aushilfskellnerin, Hundeausführerin und Mauras Tochter eins gelernt hatte, dann, dass man sie Leute dazu bringen konnte, zu genau den Menschen zu werden, die man haben wollte.“
(Maggie Stiefvater: Was die Spiegel wissen, Seite 128)

Ich meine – das ist ein wirklich guter Ratschlag =)

Meine Eindrücke: Ich hab endlich wieder gelesen (bzw. gehört) und das tat soooooo gut! Yeah! Hoffentlich bekomme ich das mit arbeiten und lernen unter einen Hut und es geht noch ein wenig damit weiter!

Insgesamt gelesen in 2017:
John Stephens – Emerald (Von 2016 mitgenomen, am 6.1. beendet)
Andrew Davidson – The Gargoyle (24.3. - 22.5.17)
Maggie Stiefvater – Was die Spiegel wissen (4.6. - 20.7.17)
Maggie Stiefvater – Wo das Dunkel schläft (20.7. - 8.8.17)
Lucinda Riley – Der Engelsbaum (9.8. - 11.8.17 Gehört)
Robert Galbraith – Der Ruf des Kuckucks (11.8. - 18.8.17 Gehört)
Robert Galbraith – Der Seidenspinner (18.8. - 23.8.17 Gehört)
Robert Galbraith – Die Ernte des Bösen (23.8. - 29.8. Gehört)
Lena Hofhansl – Vom Sinn des Scheiterns (29.8. - 30.8.)
Martin Suter - Die dunkle Seite des Mondes (30.8. - UNVOLLENDET)
Michael Ende – Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (8.7. - UNVOLLENDET Halb Gehört)


Freitag, 1. September 2017

Der Startschuss ist gefallen - die Longlist ist online und ihr könnt voten!

Bild von Buchblog Award

Guten Morgen Buchlinge,

im August hatte ich euch ja bereits vom Buchblog-Award erzählt. Nun ist die Longlist also online. Und was soll ich sagen? Ich fühle mich minimal leicht überfordert.

Wie ihr auf meinen Social Media Kanälen bereits lesen konntet, habe auch ich einen Platz auf der Longlist bekommen und freue mich natürlich sehr darüber.

Wenn euch meine Arbeit gefällt, könnt ihr mich sehr glücklich machen, wenn ihr HIER eine Stimme für mich da lasst.

Wenn ihr wissen wollt, welche tollen Blogs sich auf der Longlist tummeln, könnt ihr natürlich auch mal HIER vorbeischauen.

Ich glaube, ich bin dann erstmal beschäftigt.

Ich wünsche euch einen guten Start ins Wochenende

Emma

Donnerstag, 31. August 2017

Ge(h)lebt im August 2017

Gelesen im August 

Wenn ihr auf den Schriftzug im Video klickt, kommt ihr direkt zur YouTube Seite. Dort könnt ihr euch dann in der Infobox das Inhaltsverzeichnis anschauen und euch durch die Podcast Folge spulen. natürlich dürft ihr die Folge auch in voller Länge hören :-)



Den zweiten Teil meines Lesemonats findet ihr hier.

Die im Podcast angesprochenen Hörbücher  
*Das Porzellanmädchen 
*Was wir dachten, was wir taten
Sieben Minuten nach Mitternacht 
Der Glasmurmelsammler

Neuzugänge 
Im August sind jede Menge Neuzugänge bei mir eingezogen. In der zweiten Podcast Folge erwähne ich aber nur Die Moortochter von Karen Dionne und Die Geschichte der getrennten Wege von Elena Ferrante.
Warum? Das könnt ihr weiter unten nachlesen.


Gefunden im Netz 

Eine Landkarte für deutschsprachige Blogger 
Hier findet ihr eine Landkarte auf der alle deutschsprachigen Blogger gesammelt werden sollen. Warum das Ganze? Es ist doch schön, wenn sich Blogger mit denselben Interessen leichter finden und austauschen können. Gerade im Buchblog Bereich hab ich diesen Spruch "Ach, es wär so schön, wenn Blogger in meiner Nähe wohnen würden", schon so oft gehört. Mit dieser Karte könnt ihr Buchmenschen in eurer Nähe finden. Ihr wollt euch eintragen? Dann schaut HIER mal vorbei.

Leistungsdruck unter Bloggern 
Mikka widmet sich dem Thema Leistungsdruck unter Bloggern. Was hat sich innerhalb der letzten Jahre verändert? Was sorgt für den Leistungsdruck und wie kann er verhindert werden?
Zum Beitrag --> HIER ENTLANG

Markus Heitz berichtet über das Schreiben - LBM17 Special von Welt in Buchstaben 
Bloggerin Ever ist nicht nur ein großer Fan von Markus Heitz, sondern war dieses Jahr in Leipzig zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Und zwar hat Markus Heitz ein sehr ausführliches Interview über seine Anfänge als Autor gegeben. Zudem erzählt er auch etwas über seinen Alltag als Autor und gibt Tipps, was Jungautoren bei einer Bewerbung bei einem Verlag beachten sollten.
Zum Video --> HIER ENTLANG

Heffa berichtet von ihrem Studium - Zweites Semester 
Als Bloggerin Heffa Fuzzel (ich mag dieses Pseudonym wirklich sehr!) ihr Studium erfolgreich abgeschlossen hat, begann sie damit, eine Blogreihe darüber zu starten. Ich lese ihre Beiträge sehr gerne, weil Heffa wirklich gut schreiben kann und einen flüssigen Schreibstil mitbringt. In dem hier verlinkten Beitrag, berichtet sie von ihrem zweiten Semester und wenn ich das so lese, finde ich es irgendwie traurig, dass wir nicht gemeinsam studiert haben.
Zum Artikel --> Hier entlang


Gefreut 

habe ich mich über meinen Platz auf der Longlist des Buchblog Awards 2017. Ich habe euch den Wettbewerb im August bereits vorgestellt (siehe unten) und morgen werdet ihr noch einen kleinen Beitrag zu lesen bekommen, in dem ich euch erkläre, wie ihr für mich abstimmen könnt, wenn ihr wollt.

Überraschungspost von Anka von Ankas Geblubber
Anfang August erreichte mich Überraschungspost von Ankas Geblubber. Wer mir auf Facebook und Twitter folgt hat das bereits mitbekommen. Im September werde ich euch dann berichten, was mir die liebe Anka so geschickt hat. Buchlinge, ich sag's euch, dass ist Stoff für zwei Podcast Folgen! Aber keine Angst, es werden keine XXL Ausgaben.


Hinter den Kulissen 

Ich will ja noch nicht so viel verraten. Aber bald gibt's Neuigkeiten. Da ich bereits mit anderen Beiträgen den Mund schon ziemlich voll genommen und euch Dinge versprochen habe, die es wahrscheinlich nicht mehr zu lesen geben wird, halte ich mich diesmal etwas zurück und hoffe, ich kann euch bald mehr erzählen.

FBM Pläne 
Wir fahren wieder nach Frankfurt. Und diesmal sogar ziemlich lang (Mittwoch bis wahrscheinlich Samstag). Während sich Skyara Anfang des Jahres noch nicht ganz sicher war, welche Literaturveranstaltungen sie besuchen möchte, hat sie nun eine Entscheidung getroffen: Sie leistet mir in Frankfurt wieder Gesellschaft. Isona versuchen wir noch zu überzeugen. Und emion? Ob sie dabei wird, bleibt wohl ein Geheimnis oder eine Überraschung?
Im September gibt es wieder einen Beitrag, in dem ich euch erzähle, welche Veranstaltungen wir uns anschauen werden und wie ihr uns erreichen könnt. Ich würde mich nämlich sehr freuen, wenn ich ein paar von euch in Frankfurt wiedersehen oder neu kennenlernen kann. Leider sind meine letzten geplanten Treffen mit ziemlich gefloppt, weil ich meine Leser nicht gefunden habe. Falls ihr an dieser Stelle mitlest: Ich hoffe, ihr habt mir verziehen :) Timen muss gelernt sein :-)


Was gab's zu erzählen?

Lesemarathon 
Fazit im Juli

Ge(h)schmökert 
Meine Neuzugänge im Juli 

Freiburger Bücherstammtisch 
Lagebericht des August Treffens 

Ankündigung 
Der Buchblogger des Jahres wird gesucht (Bewerbungsschluss ist HEUTE)

Gelesen 
Meine Halbjahresstatistik nach einer TAG Vorlage von Ankas Geblubber 


In diesem Sinne... 

Kurz und schmerzlos: Auf geht's in den September.

Montag, 21. August 2017

Sieben Minuten nach Mitternacht

Bild von der hörverlag
Steckbrief 

Name: Sieben Minuten nach Mitternacht (auch als Buch, Film erhältlich)
Autor: Patrick Ness, Siobhan Dowd
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Menschen, die fantastische Geschichten mögen
Gelesen oder gehört: gehört in ungekürzter Fassung
Sprecher: Maria Furtwängler
Bewertung: 2,5 von 5 Punkten


Klappentext 


"Das Hörbuch zum Kinofilm

Conor ist wach, als es kommt. Genau sieben Minuten nach Mitternacht, Conor hatte einen Albtraum. Den Albtraum. Den einen, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Das Bild von den Händen, die ihm entglitten, versucht Conor zu verdrängen, es soll ihm nicht wieder in die Wachwelt folgen. Doch da klopft etwas an sein Fenster und ruft seinen Namen: ein Wesen, das uralt ist und wild und weise – und das wie niemand sonst Conors Seele und seine geheimsten Ängste kennt."


Meine Meinung

Im Juli gründeten sich die BakerStreetBookworms, ein Buchclub, der von Autorin Adriana Popescu und ihrem Team ins Leben gerufen wurde. Und gleich im August startete die erste Leserunde. Hier wurden den Teilnehmern vier Bücher zur Auswahl gestellt und Sieben Minuten nach Mitternacht war eines von ihnen. Der Titel sagte mir etwas, obwohl ich im Grunde gar nichts über den Inhalt wusste. Ich rechnete eigentlich mit einer Geschichte a la Nicolas Sparks und bekam etwas völlig Anderes geboten.

Gestaltung
Obwohl es sich diesmal um kein Rezensionsexemplar handelt, landete ich wieder einmal bei einem Hörbuch des Hörverlags. Langsam aber sicher, finde ich es schon etwas lustig. Dieser Verlag zieht mich einfach magisch an.
Bei Sieben Minuten nach Mitternacht handelt es sich um eine ungekürzte Lesung. Schauspielerin Maria Furtwängler führt durch die Geschichte. Sie kam mir ebenfalls vom Namen her bekannt vor, ich konnte mich aber nicht daran erinnern, sie schon mal als Sprecherin erlebt zu haben. Daher war ich von ihrer tieferen, älteren Stimme etwas überrascht. Da unser Protagonist Conor noch ein Kind ist, hatte ich irgendwie mit einer jugendlichen Stimme gerechnet.

Ich muss leider zugeben, dass mir Maria Furtwänglers Stimmfarbe nicht ganz zugesagt hat. Sie hat keinesfalls schlecht gelesen und konnte auch die Emotionen glaubhaft transportieren. Dennoch ertappte ich mich dabei, wie ich Mühe hatte, mich auf die Geschichte zu konzentrieren. Dennoch ziehe ich hierfür keine Punkte ab.

Inhalt
Conors Geschichte ist sehr traurig und definitiv nichts für schwache Nerven. Seine Mutter ist an Krebs erkrankt und beide versuchen mit der Situation so gut es geht zurechtzukommen. Als wir Conor kennenlernen, ist die Krebserkrankung seiner Mutter bereits fortgeschritten und wir erahnen, dass es so schnell nicht besser werden wird. Das Bild seines Albtraumes rückt näher.

Leider hatte ich so meine Probleme mit der Geschichte. Es begann alles mit dem Monster. Im Klappentext wird dieses Wesen als weise beschrieben. Allerdings fand ich das Monster keinesfalls weise, sondern tendenziell belehrend. Es möchte Conor nahebringen, dass es wichtig ist, Dinge nicht zu verdrängen. An diesem Punkt kann ich dem Monster, das in Gestalt eines Baumes auftritt, auch noch zustimmen. Allerdings predigt es Conor immer wieder: "Du musst die Wahrheit aussprechen." Und hier steckt schon der erste Imperativ, der mir nicht passte. Natürlich ist es gut, Wahrheiten zu erkennen und zu benennen. Allerdings sorgt das keinesfalls dafür, dass die Wahrheit erträglicher wird. Es gibt Leute, die ihre Wahrheit sehr genau wahrnehmen und dennoch daran zerbrechen. Und deswegen hat mich diese "Benenne es und dann wirst du darüber hinwegkommen"-Mentalität wirklich genervt, weil es einfach nicht stimmt und in dem Buch der Eindruck vermittelt wird, dass es nur den einen Weg gibt und alles, was links und rechts davon abweicht, eben nicht die Wahrheit ist.

Das Monster berichtet Conor bei dem ersten Treffen, dass es ihm drei Geschichten erzählen wird. Nach diesen drei Geschichten ist Conor an der Reihe und soll seine Lebensgeschichte preisgeben. Die Abenteuer, die das Monster erzählt, waren mir zu abstrakt. Ich hatte Mühe, sie mit der gerade passierenden Handlung in Verbindung zu bringen. Nur ein oder zwei Geschichten konnte ich auf die eigentliche Handlung übertragen. Zudem kamen mir die Geschichten sehr konstruiert vor.

Bei Conor brennt es zudem an allen Ecken. Auch in der Schule gibt es eine Gruppe von Schülern, die es nicht gut mit ihm meint. Als sich hier dann eine überraschende Wendung ergibt, stört es Conor und das Monster. Und ich hab ehrlich nicht verstanden warum. An dieser Stelle fehlte mir die Logik. Ich hätte mir außerdem gewünscht, dass sich die Autoren auf eine bestimmte Handlung festlegen und nicht überall neue Fässer aufmachen.

Es gab aber auch wenige interessante Charaktere in Sieben Minuten nach Mitternacht. Da wären beispielsweise Conors Großmutter und sein Vater, der mit seiner neuen Frau ausgewandert ist. Während ich zu Beginn des Buches noch twitterte, dass mir Conors Großmutter auf die Nerven geht, änderte sich das sehr schnell und ich begann Sympathie für diese Frau zu entwickeln. Warum? Sie hat eine sehr raue Schale, die nur schwer zu knacken ist. Sie möchte ihrer Tochter beistehen, merkt aber auch, dass sie mit ihrem Enkel überhaupt nicht warm wird und überfordert mit der gesamten Situation ist. Dennoch habe ich das Gefühl, das beide im Laufe der Geschichte zueinander finden.

Dann haben wir noch Conors Vater. Auch er möchte für seinen Sohn da sein. Doch schnell wird deutlich, dass das nicht so geht, wie es beide gerne wollen. Denn mittlerweile gibt es eine neue Familie und eine neue Frau, die nach ihrem Mann verlangt.

Spannung
Leider war der Spannungsbogen für mich fast durchweg vorhersehbar. Natürlich war es schade, weil ich somit wusste, was passierte. Aber es war auch aufgrund des Inhalts traurig. Allerdings gab es einen Moment, an dem ich auf eine unvorhergesehene Wendung der Geschichte hoffte. Leider hoffte ich vergebens.

Schreibstil
Der Schreibstil war zu bildhaft und ich hatte Mühe die ganzen Metaphern zu sortieren und zu übersetzen. Und das obwohl ich schon der Meinung bin, dass ich sprachliche Bilder erkennen kann. Außerdem haben das Monster und Conor Sätze losgelassen, die nie im Leben von Kindern gedacht oder verstanden werden können. Ich hatte den Eindruck, die Autoren haben versucht, zu viele Themen in einer Geschichte unterzubringen.

Gesamteindruck
Erst einmal war ich froh, dass ich gleich an der ersten Leserunde von den BakerStreetBookworms teilnehmen konnte. Schließlich war ich mir nicht sicher, ob es auch Hörbücher zu den vorgestellten Büchern geben würde.

Schnell musste ich herausfinden, dass Krebs wieder ein zentrales Thema einer Geschichte sein sollte. Und ich merkte, wie mich das Thema mittlerweile einfach nur noch nervte. Es ist mir in den letzten Monaten wirklich zu oft begegnet und interessanterweise habe ich unabsichtlich hin und wieder auch zu Büchern gegriffen, in denen Charaktere mit Krebs zu kämpfen hatten. Vielleicht war das mit ein Grund, warum ich Sieben Minuten nach Mitternacht sehr kritisch gegenüberstand. Dann ging für mich auch einiges an Tiefe durch die ständigen Belehrungen verloren.

Donnerstag, 17. August 2017

Mein Halbjahres Fazit (nach einer TAG Vorlage von Ankas Geblubber)

Hallo Buchlinge,

vor einer Weile hat mich Anka von Ankas Geblubber mit dem Lesemonat TAG getagged. Hier gibt es eine Hand voll Fragen anhand derer man seinen Lesemonat zusammenfassen kann. Ziel ist es, keine trockene Buchvorstellung oder Aufzählung irgendwelcher Statistiken vor sich zu haben, sondern einen anderen Blick auf die gelesenen Bücher zu ermöglichen.

Da ich pro Monat aber nicht so viel lese und ich möchte, dass der Beitrag etwas abwechslungsreicher wird, wollte ich einen Halbjahres Leserückblick daraus machen. Ich hoffe, das geht trotzdem in Ordnung.
Da es sich ja um eine Halbjahresstatistik handelt, beziehe ich auch nur die Bücher mit ein, die ich bis Juli beendet habe.


Die Fragen - Meine Antworten 


1) Wo hast du dich im letzten halben Jahr herumgetrieben und wo hat es dir am besten gefallen?

An sich bin ich gar nicht so viel herumgekommen. Meine literarischen Urlaubsziele fanden überwiegend in Italien, Frankreich und England bzw. den USA statt. Besonders wohl gefühlt habe ich mich mit den Freundinnen Elena und Lila in Italien und mit Vincent und Namensvetterin Emma in Paris.


2) Wann warst du unterwegs und in welcher Zeit hat es dir am besten gefallen?

Überwiegend war ich in der Gegenwart unterwegs. Hin und wieder gab es ein paar Abstecher in dystopische oder fantastische Welten. Am besten gefallen hat es mir bei den Freunden Hanna und Ben, die ihre letzten gemeinsamen Sommerferien an einem Strand verbringen. Und als wäre das nicht genug, trägt das Buch auch noch den Titel Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen. Der Strand strahlt etwas Mysteriöses aus.


3) Wen hast du im letzten halben Jahr kennengelernt und mit wem gab es ein Wiedersehen?

Ich habe mit der neapolitanischen Saga begonnen und mittlerweile den zweiten Band der Reihe gelesen. Allerdings kann man hier nicht wirklich von Wiedersehen sprechen, da ich die Reihe erst in diesem Jahr angefangen habe. 

Ansonsten habe ich eine Menge interessanter Charaktere kennengelernt. Da wären beispielsweise die bereits erwähnten Freunde Hanna und Ben, die eine Seelenverwandtschaft verbindet. Allerdings haben beide ihre Päckchen zu tragen, was ihre Geschichte umso spannender macht. 

Dann wären da noch die Biografien von Joana Zimmer, einer Musikerin und Saliya Kahawatte, einem Coach, der aber lange erfolgreich in der Hotelbranche arbeitete. Beide Persönlichkeiten sind blind und gehen unterschiedlich mit dieser Einschränkung um. 


4) Wer hat dich im letzten halben Jahr zum Lachen gebracht und warum / in welcher Situation?

Zum einen war das tatsächlich Joana Zimmer. Sie hat von einem Dialog zwischen ihr und einem Musikmanager erzählt. Er verabschiedete sie mit den Worten: "Dann sehen wir uns in Berlin." Sie antwortete lächelnd mit: "Wohl kaum." Das ist so ein typischer Dialog, den wahrscheinlich nur Blinde und Sehbehinderte lustig finden. Er zeigt einfach, dass man auch über seine Behinderung lachen kann. 

Dann hat Vincent aus Paris Du und Ich ebenfalls für ein paar tolle Zitate gesorgt. 
Obwohl die Geschichte keinesfalls humorvoll ist, musste ich auch bei dem ein oder anderen Moment mit der fünfzehnjährigen Lenna schmunzeln. Ihre Kommentare passten manchmal wie die Faust aufs Auge, obwohl sie teilweise launisch und zickig wirkten. Lennas Mutter ertrank in einem See. Ob es Suizid oder Mord war? Das wird im Roman Into the water geklärt.


5) Wen hast du am meisten ins Herz geschlossen und wer hat dich genervt?

Ins Herz geschlossen habe ich die Charaktere aus Paris Du und Ich, weil sie angenehme Menschen sind und tolle Geschichten zu erzählen haben. 
Ansonsten bilde ich mir gerade ein, bei einem Roman noch den "Aha"-Effekt gehabt zu haben. Er fällt mir allerdings gerade nicht ein. Asche auf mein Haupt. 

Genervt haben mich die Charaktere aus Das Buch der Spiegel weil sie mich zum Teil gelangweilt haben und nicht wirklich etwas über sich zu berichten wussten.
Zudem konnte ich auch mit den Charakteren aus Sturmflimmern nicht so viel anfangen. Protagonistin Sofia und ihre Familie fluchen einfach wahnsinnig viel, was mich irgendwann ziemlich nervte. Zudem wurde auch mehr über die Charaktere erzählt und wir erlebten recht wenig mit ihnen. Mir fehlten zudem die Facetten und klare Merkmale, worin sie sich eigentlich voneinander unterschieden. Und dann gab es noch diese unvorhersehbaren Handlungen...


6) Welcher Moment im letzten halben Jahr war besonders spannend?

Saliya Kahawatte ist fast blind und startet trotzdem im Hotelfach durch. Besonders spannend fand ich es hier, wie er seinen Berufsalltag organisiert, da es gerade im Hotelfach ja viel auf Optik ankommt. 


7) Was hat dich im letzten halben Jahr besonders berührt?

Das war der Roman Sehen wir uns morgen. Allerdings müsste ich für eine vollständige Begründung ziemlich spoilern. In dem Roman geht es um eine Mutter-Tochter Beziehung. Claire und ihre Mutter haben gut ausgefüllte Tage und hinterlassen sich Zettel am Kühlschrank auf denen sie nicht nur Einkaufslisten, sondern auch wichtige Botschaften an die Andere notieren. Doch eines Tages macht Claires Mutter eine Entdeckung, die das Leben der beiden auf den Kopf stellt.


8) Was hast du im letzten halben Jahr gelernt bzw. was nimmst du mit?

Dass es für mich definitiv keine Lösung ist, meine Sehbehinderung zu verschweigen.


9) Wie fällt dein Fazit aus?

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass mein erstes Halbjahr 2017 recht ereignislos war. Es waren zwar interessante und tolle Bücher dabei, keine Frage, aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich nicht wirklich viel gelesen habe und mich in diesem TAG oft wiederhole. (Ja, ja so viel also zum Thema Abwechslung):


10) Worauf freust du dich im nächsten halben Jahr?

OK, die Frage klingt wirklich etwas blöd, wenn ich sie auf das halbe Jahr umformuliere :) 
Ist es verrückt an dieser Stelle Bücher zu nennen, die weder erschienen noch bei mir eingezogen sind? Besonders gespannt bin ich aber auf Die Moortochter. Hierbei handelt es sich um einen Thriller, indem eine Tochter ihren Vater, einen gefährlichen Verbrecher, der aus einem Gefängnis ausgebrochen ist, wieder einfangen muss. Gelesen wird der Roman von Julia Nachtmann, die ich durch Monika Feths Erdbeerpflücker Reihe kennen gelernt habe. 

Außerdem habe ich mir meinen SuB mal etwas genauer angeschaut und möchte hier gerne ein paar Hörbücher lesen und mir nicht ganz so viel Neues zulegen. Ich wette mit euch, dass das spätestens bis zur Frankfurter Buchmesse gut geht. 


Ich tagge... 

Wie sich das für einen ordentlichen TAG gehört, muss die Kettenreaktion auch fortgeführt werden. Meine Nominierten: 

Anett von Anetts Bücherwelt: Weil ich sehr gespannt bin, was du auf die Fragen antwortest.

Jess von Freakin-Minds: Weil dein Blog mal wieder einen buchigen Beitrag vertragen könnte und du ja durchaus ein Buchling bist :). Ich kenne bisher niemanden, der seine Masterarbeit über Krimis schreibt.

Yvonne von Buchbanhof: Ich glaube, bei dir könnte ich den ein oder anderen Schatz entdecken. 

Meine Crowd: Ja, ja ich seh schon die fluchenden Kommentare im What'sApp Gruppenchat vor mir :). Keine Angst, ihr müsst keinen extra Beitrag schreiben, sondern könnt diesen hier auch einfach kommentieren. 

Und natürlich jeden, der diesen TAG gerne ausprobieren mag. Ich freue mich auf eure Beiträge. 

Dienstag, 15. August 2017

Was wir dachten, was wir taten

Bild von Hörcompany
Steckbrief 

Name: Was wir dachten, was wir taten (auch als Buch erhältlich)
Autor: Lea-Lina Oppermann
Verlag: Hörcompany
Geeignet für: Jugendbuch-Fans,
Gelesen oder gehört: gehört als Hörbuch
Sprecher: Birte Schnöink, Sebastian Rudolph, Julian Greis
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Hörcompany

"Eingesperrt im Klassenzimmer

Matheklausur! Plötzlich dringt eine maskierte Person ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, blinder Opportunismus, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung, und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt. Ein packend komponiertes psychologisches Kammerspiel!"


Meine Meinung 

Im Juli war in Stuttgart wieder Bücherstammtisch Zeit. Diesmal ging es um die Autorin Lea-Lina Oppermann und ihren Debütroman Was wir dachten, was wir taten. Martin der Buchwellenreiter war live vor Ort und hat neben Ausschnitten von der Lesung auch Mitschnitte von einem Interview mitgebracht. Das Video findet ihr HIER.
Lea-Lina Oppermann hat wirklich gut gelesen. Als sie dann noch verriet, dass es eine Hörbuch Fassung ihres Romanes gibt, war es um mich geschehen.

Gestaltung 
Das Hörbuch wurde von der Hörcompany produziert, die zum Beltz Verlag gehört. Gelesen wird der Roman von Birte Schnöink, Sebastian Rudolph und Julian Greis. Am Anfang stellten sich die Sprecher indirekt mit ihren Rollen vor. Das hat mir sehr gut gefallen, da man die Charaktere so sofort der richtigen Stimme zuordnen konnte. Dieses Element wirkte dynamisch und sorgte eben für eine bessere Orientierung in der Geschichte.
Da es drei Hörbuchsprecher gibt, heißt das auch, dass die Geschichte aus drei Perspektiven erzählt wird. Wir haben zum einen den Mathelehrer Herrn Filler, dem Sebastian Rudolph seine Stimme leiht. Er kam mir sehr bekannt vor, so als hätte ich ihn schon mal in einer Synchronsprecherrolle im Fernsehen gehört. Man hört, dass er bereits etwas älter ist. Daher passte die Rolle des Lehrers sehr gut zu ihm. Außerdem konnte er die Eigenschaften des Charakters, auf die ich weiter unten noch genauer eingehen werde, genauso wie seine Kollegen, richtig gut transportieren.
Julian Greis und Birgit Schnöink sind beide schon lange aus der Schule heraus. Dennoch haben beide Schauspieler Stimmen, die sehr jung klingen. Auch sie wirkten auf mich authentisch.

Alle drei Sprecher haben dazu beigetragen, dass Was wir dachten, was wir taten zu einem angenehmen Hörerlebnis wurde. Die Stimmfarben passten gut zueinander und haben sich somit ergänzt. Zudem kam auch nie das Gefühl auf, dass ein Charakter dominiert. Ich hätte ihnen noch stundenlang zuhören können. Und es nervt mich wieder einmal, dass mir die richtigen Worte fehlen, um dieses Hörerlebnis beschreiben zu können. Vielleicht hilft die Anmerkung, dass Was wir dachten, was wir taten zu einem der Hörbücher gehört, welches ich innerhalb von drei Tagen durchgehört habe, weil mich die Geschichte einfach nicht mehr losgelassen hat.

Inhalt 
In Was wir dachten, was wir taten geht es um eine Geiselnahme einer Schulklasse. Ein Maskierter stürmt ein Klassenzimmer und gibt den Schülern eine Hand voll Aufgaben, die sie erfüllen müssen. Betitelt sind diese mit: "Meine letzten Wünsche". Schnell wird klar, dass der Unbekannte die Geheimnisse der Schüler sehr gut kennt und nicht davor zurückschreckt diese ans Tageslicht zu befördern.

Wie oben bereits beschrieben, wird die Geschichte aus drei Perspektiven erzählt. Und ich fand es spannend zu lesen, dass es an keiner Stelle auch nur den Anflug von Langeweile gab. Obwohl alle Charaktere dasselbe erleben, hatte jeder einen anderen Blickwinkel auf die Situation.

Lehrer Herr Filler ist nicht etwa Pädagoge aus Leidenschaft. Er erfüllt einen Standard, interessiert sich aber viel mehr für seine Doktorarbeit in Mathematik, die er in jeder freien Minute schreibt. Schnell wird dem Leser klar, dass Herr Filler nicht gerade viel für seinen Beruf übrig hat. Und das diese nicht vorhandene Motivation nicht spurlos an den Schülern vorbeigeht, ist vorhersehbar.

Fiona wirkt zu Beginn der Geschichte eher schüchtern. Sie passt sich normalerweise an und ist geübt darin, nicht zu widersprechen. Doch als der Amokalarm ausgelöst wird und ein weinendes Mädchen an die verschlossene Klassenzimmertür klopft, kann sie nicht anders und setzt sich für das Mädchen ein. Fiona legt innerhalb des Romanes eine tolle Entwicklung hin. Zudem wird deutlich, wie viel sie von ihrer Klasse wahrnimmt.

Mark ist der Außenseiter der Klasse. Ihm fehlt die Motivation in der Schule etwas erreichen zu wollen. Der Unterricht überfordert ihn. Anstatt ihm Unterstützung anzubieten, bekommt er von Erwachsenen immer nur zu hören, wie er sein Leben zu organisieren hat. Dass diese Ratschläge auf Dauer nur für mehr Frustration sorgen, liegt auf der Hand. Doch obwohl ihm nur eine Person in seiner Klasse wirklich etwas bedeutet, ist er mitverantwortlich für den Höhepunkt der Geschichte.

Autorin Lea-Lina Oppermann beschreibt die unterschiedlichen Charaktere sehr gut. Auf der einen Seite sitzt der frustrierte Lehrer, der zeigt, wie anstrengend ein Beruf sein kann oder besser gesagt, was alles passieren kann, wenn unmotivierte Menschen im falschen Beruf festsitzen. Sie beschreibt das Machtspiel zwischen Schülern und Lehrern. Beide Parteien, die glauben im Recht zu sein und der Lehrer, der letztendlich immer am längeren Hebel sitzt.

Dann gibt es noch die beiden Schüler, die durch ihren unterschiedlichen Stand in der Klasse auch gegensätzliche Positionen darstellen. Fiona, das angepasste Mädchen im Kontrast zu Mark, der scheinbar überall anzuecken scheint. Und trotzdem lernen sich die beiden Schüler in dieser Extremsituation neu kennen und beginnen ihr Gegenüber mit anderen Augen zu sehen.

Spannung 
Lea-Lina Oppermann hat den Spannungsbogen sehr gut aufgebaut. Die verschiedenen Aufgaben, die erfüllt werden mussten, boten auch eine gute Grundlage um die Handlung aufzubauen und zu vertiefen. Innerhalb dieser Aufgaben gab es aber auch eine Steigerung, die
von den Schülern erfordert, eine Grenze zu überschreiten.

Besonders spannend fand ich auch, dass Was wir dachten, was wir taten einiges an Tiefgang mitbringt. Lea-Lina Oppermann stellt hier teilweise zwar Stereotypen an Charakteren vor, jedoch hatte ich einige der Charaktere selbst im meinem Jahrgang sitzen und konnte daher deren Verhalten sehr gut nachvollziehen.
Zudem war es auch interessant zu beobachten, dass eine Geschichte fesseln kann, obwohl diese nur an einem Schauplatz spielt.

Schreibstil 
Lea-Lina Oppermann hat einen packenden, flüssigen Schreibstil. Sie schafft es, die Geschichte sowohl aus Sicht der beiden Schüler wie auch aus der Sicht des Lehrers authentisch zu beschreiben. Oft heißt es, dass Erwachsene Mühe haben, sich in Kinder oder Jugendliche hineinversetzen zu können. Wer Was wir dachten, was wir taten liest, merkt sofort, dass Lea-Lina Oppermann genau hinschaut und noch sehr gut weiß, mit welchen Sorgen sich Teenager so herumschlagen.

Was wir dachten, was wir taten erzählt zudem zwei Geschichten: Zum einen geht es natürlich um die Geiselnahme und die Frage, wie unsere Charaktere damit umgehen und der Situation entkommen können. Dann - als die Geschichte auf ihren Höhepunkt zugeht - verleiht die Autorin ihrem Roman aber ein Stück mehr Tiefe. Sie stellt das System, den Mainstream infrage und verpackt es so, dass die Brisanz durchkommt, man aber nicht das Gefühl hat, dass sie moralisiert. Lea-Lina Oppermann regt mit ihrer Geschichte zum Nachdenken an ohne dabei den Zeigefinger auszupacken.

Gesamteindruck 
Nie hätte ich damit gerechnet, dass mich in Was wir dachten, was wir taten so eine tiefgründige Geschichte erwartet. Natürlich stand fest, dass es hier um kein leichtes Thema geht. Ich finde es aber sehr schön, wie sich die Autorin den Themen Amoklauf, Mobbing und allem was dazugehört, stellt, ohne den Leser zu belehren.

Gerade weil die Autorin hier Themen anspricht, die in vielen Schulen sicher anliegen, sollte Was wir dachten, was wir taten unbedingt in sämtliche Lehrpläne aufgenommen werden.

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* Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt


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