Freitag, 26. Mai 2017

Und raus bist du TAG

Hallo ihr Buchlinge da draußen,
wie bereits schon mehrfach in den Social Media Kanälen angekündigt, gibt es jetzt endlich eine neue Podcast Folge. Diesmal habe ich mir ein Crowd Mitglied mit an Bord geholt. Und zwar habe ich emion überredet, gemeinsam mit mir den "Und raus bist du!"-TAG zu beantworten.
Ich hoffe, es wird lustig und unterhaltsam und nicht allzu peinlich für uns... :-)
Wir freuen uns auf eure Rückmeldung!



Die Fragen: 

1. Du hast nur noch einen Platz im Buchstabier-Wettbewerb-Team frei: Wer wird dein Team vervollständigen?
2. Diese beiden Charaktere versuchen, dich zu töten: Welchen tötest du zuerst, damit du beim zweiten eine bessere Chance hast?
3. Du bist der Bachelor / die Bachelorette: Die folgenden Charaktere sind die Finalisten. Wer bekommt von dir die letzte Rose?
4. Du wurdest für die Hungerspiele ausgewählt. Welcher der beiden Charaktere würde sich freiwillig melden, um für dich zu kämpfen?
5. Du bist mit diesen beiden Personen auf einer einsamen Insel gelandet. Wen würdet ihr opfern, damit ihr ihn essen könnt?
6. Du wirst der neue Comic-Held von DC oder Marcel. Wer ist dein Sidekick?
7. Du bist der Manager eines weltweiten Super-Konzerns. Wer wird gefeuert, weil seine Kommunikations-Skills zu mangelhaft sind?
8. Du hast ein Buch beendet in dem dein Lieblingscharakter stirbt. Mit welcher Person tröstest du dich?
9. Schulzeit: Wer wäre eher ein Teil der Stars der Schule?
10. Es ist dein Geburtstag. Welcher der folgenden zwei, würde am ehesten vergessen, dir zu gratulieren?
11. Du hast einen neuen aufstrebenden Booktuber gefunden: Wer von diesen beiden wäre es?
12. Pyjama Party: Leider kannst du nur einen der beiden Charaktere einladen. Wer ist es?
13. Zack: Du bist schwanger. Wer ist der Vater?
14. Du hast gerade eine wichtige Nachricht verschickt. Welche der beiden Personen liest sie, aber antwortet nicht darauf?
15. Es ist Frühstückszeit: Wer steht in der Küche und macht dir das Frühstück?

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Da emion die Buchblogger Community noch nicht so kennt und ich absolut keine Ahnung habe, wer den TAG schon gemacht hat, dürft ihr euch einfach ALLE getagged fühlen. 
Wir freuen uns auf eure Antworten. 


Nichts - Was im Leben wichtig ist

Bild von
 Hanser Verlage

Steckbrief

Name: Nichts - Was im Leben wichtig ist (auch als Hörspiel vorhanden)
Autor: Janne Teller
Verlag: Hanser Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne philosophische Bücher lesen,
Gelesen oder gehört: gelesen in deutscher Sprache
Bewertung: 4 von 5 Punkten



Klappentext 


(Klappentext von Buchhandlung Rombach)


"Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt - als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens ..."

Wie ich zu dem Buch kam 

In letzter Zeit misten wir zu Hause unsere Bücherregale aus. Da ich die Einzige in unserer Familie bin, die Romane liest, konnte ich das ein oder andere Buch erfolgreich in meinen Besitz bringen.


Meine Meinung 

Pierres Mitschüler sind ratlos. In der Schule bekommen sie vermittelt, dass alles irgendeine Bedeutung hat. Sie glauben daran, in ihrem Leben etwas verändern zu können. Dann behauptet ihr Klassenkamerad etwas völlig anderes: So gerät das Bild der heilen Welt ins Wanken.

Der 7A geht Pierre Anthon, der Tag ein Tag aus auf seinem Pflaumenbaum sitzt und 'Weisheiten' in der Gegend herum brüllt, ziemlich auf die Nerven. Sie wollen ihm beweisen, dass es Dinge gibt, die doch etwas bedeuten.
So kommen sie auf eine Idee: Sie bauen einen Berg aus Bedeutung! Was anfangs noch auf materiellen Gegenständen beruht, entwickelt sich schnell zu einer Mutprobe.


Der Einband des Buches ist sehr einfach gehalten. Während Autor, Name des Buches und das Genre in verschiedenen Farben dargestellt werden, ist der Hintergrund in Weiß dargestellt, was dafür sorgt, dass sowohl der Klappentext, als auch die Vorderseite gut lesbar sind.

Die Handlungsstränge sind ebenfalls einfach gehalten. Allerdings hat es die Geschichte trotzdem in sich. Das Buch setzt sich mit der These, ob irgendetwas, was bedeutet, gut auseinander. Teller geht hier wunderbar auf das Thema ein und baut die Geschichte auch ziemlich gut aus. 


Für mich ist es, wie bei dem Roman "Die Welle" oder dem Film "Das Experiment" schwer vorstellbar, dass eine Sache, die so einfach beginnt, so schnell außer Kontrolle geraten kann.


Spannend ist das Buch aufgrund seiner verschiedenen Charaktere und der Ausgangssituation allemal. Jeder muss etwas zum "Berg der Bedeutung" beisteuern. Es wird schnell klar, an welcher Stelle einzelne Klassenkameraden ihren wunden Punkt haben. Faszinierend zu beobachten ist, dass alle darauf beharren, dass jeder seinen Beitrag ableisten muss. Egal, ob es sich hier um Absatzschuhe oder den rechten Finger (!) handelt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Buch unbedingt im Deutschunterricht gelesen werdne sollte. Gerade, weil es viel Diskussionsstoff bietet und vom Schreibstil her, leicht zu erfassen ist. 


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht. 

Dienstag, 23. Mai 2017

Das Buch der Spiegel

Bild von der hörverlag
Steckbrief 

Name: Das Buch der Spiegel (auch als Buch erhältlich)
Autor: E. O. Chirovici
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Krimifans
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürzte Fassung
Sprecher: Volker Lechtenbrink, Stephan Kampwirth, Sebastian Rudolph, Jonas Nay, Sascha Rotermund,
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Klappentext 

(von der hörverlag

"Die Wahrheit des Einen ist die Lüge des Anderen

Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des berühmten Professors Joseph Wieder in Princeton – vor über zwanzig Jahren. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der mittlerweile unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Katz will den Autor kontaktieren, aber er kommt zu spät, denn Flynn ist zwischenzeitlich verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen. Denn im Spiegel der Erinnerung sieht er mehr als nur eine Wahrheit ..."


Meine Meinung 

Die Handlung von Das Buch der Spiegel verspricht Spannung. Wer hat Professor Wieder ermordet? Richard Flynn, der mittlerweile verstorben ist? Laura Baines, die den Professor während ihres Studiums kennenlernte? Oder gab es vielleicht noch einen ganz anderen Verdächtigen?
Ich war gespannt auf die Geschichte, musste aber schnell feststellen, dass sie mich nicht fesseln konnte.

Gestaltung 
Da es in Das Buch der Spiegel viele Charaktere gibt, braucht es auch mehrere Sprecher um die Handlungsstränge voneinander abzugrenzen.
Einerseits gab es hier Sprecher, die eine tolle markante Stimme mit Wiedererkennungswert hatten. Ich konnte ihnen gut folgen. Allerdings stellte ich am Ende fest, dass ich höchstens drei Sprecher erkannte. Das aber fünf Interpreten an dem Hörbuch beteiligt waren, war mir irgendwie entgangen. Das soll aber nicht heißen, dass sie untergegangen sind. An der Gestaltung habe ich, im Gegensatz zur Geschichte nichts auszusetzen.

Inhalt 
Wie oben schon angekündigt, ist die Grundidee von Das Buch der Spiegel wirklich spannend: Ein Literaturagent bekommt ein Manuskript, das sich mit einem ungeklärten Mordfall beschäftigt. Der Autor ist überraschend verstorben. Wer kann also das Rätsel lösen?

Und an dieser Stelle beginnt die Geschichte zu schwächeln. Peter Katz setzt alle Hebel in Bewegung um den Mordfall noch einmal aufzurollen und frischt dabei ein paar Kontakte auf, die Licht ins Dunkle bringen sollen. Wir begeben uns mit ihnen auf eine Reise in Flynns Vergangenheit.

Leider kam ich mit den Charakteren überhaupt nicht zurecht. Natürlich lag es nahe, dass wir auch etwas von ihrer Biografie mitbekamen. Immerhin gab es für sie ja auch ein Leben außerhalb des Kriminalfalls. Doch ich ertappte mich dabei, dass mich die Liebesgeschichten oder Eheprobleme nur bedingt interessierten. Ich wollte etwas über den Mordfall erfahren. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Charaktere oberflächlich dargestellt wurden. Mir wäre es lieber gewesen, Chirovici hätte ein paar Charaktere gestrichen und sich dafür auf die wesentlichen Figuren konzentriert.

Der Spannungsbogen konnte mich leider überhaupt nicht packen. Während mich zu Beginn des Hörbuchs noch interessierte, wer den Professor umgebracht hatte, ertappte ich mich schon bald dabei, wie meine Neugier nachließ.

Schreibstil 
Leider kann ich auch an dieser Stelle nichts Positives vermerken. Das, was mich an Chirovicis Schreibstil am meisten störte, war die Tatsache, dass die Handlung vorgekaut wurde. Es gab zwar viele Charaktere, die an dem Mordfall arbeiteten. Allerdings ging die Handlung sehr schnell in einen erzählenden Stil über. Wenn ein Reporter beispielsweise einen potentiellen Verdächtigen traf, gab es zu Beginn noch einen Dialog der dann aber schnell in eine Erzählung aus der Sicht des Reporters wechselte. Das fand ich hin und wieder zwar ganz nett, auf Dauer konnte es mich aber nicht bei Laune halten.

Gesamteindruck 
Ich habe bei Das Buch der Spiegel eigentlich mit einem Krimi gerechnet, der vielleicht auch Fantasy Elemente beherbergte. Immerhin wurde hier ja von Spiegeln geredet. Der Krimi bzw. Thriller Faktor war auch an manchen Stellen vorhanden. Hier spürte ich, dass es bedrohlich für Richard Flynn wurde. Doch dieses Gefühl ließ aufgrund des Schreibstils schnell wieder nach, sodass die Geschichte irgendwann vor sich hin plätscherte.

Es kann gut sein, dass ich Das Buch der Spiegel einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort gehört habe und es mir zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht besser gefallen hätte. Momentan fällt es mir aber schwer, das Hörbuch weiterzuempfehlen.


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* Dieses Hörbuch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Samstag, 20. Mai 2017

Max Giesinger beim Freiburger Festival 2017

Daten und Fakten 

Wer: Max Giesinger und Band
Wann: am 27.04.17 um 20:00 Uhr
Wo: im Rahmen des Freiburger Festivals auf dem Gelände der Brauerei Ganter (Wodanhalle)
Normalpreis: 31,90 €
Für uns: Mit Gratis Begleitperson :-)


Über den Künstler 

Max Giesinger kommt aus einem Dorf bei Karlsruhe und macht schon ziemlich lange Musik. Er begann als Straßenmusiker und pendelte sogar von Karlsruhe nach Freiburg, um seine Musik in andere Städte zu tragen. Deutschlandweit wurde er dann durch seine Teilnahme an der ersten Staffel von The Voice of Germany bekannt. Er kam in das Team von Xavier Naidoo und schaffte es auf den vierten Platz. Danach zog es ihn in den Norden. Er spielte jede Menge Konzerte und finanzierte sein Debütalbum via Crowdfunding. Schließlich schaffte er im letzten Jahr mit seinem Hit 80 Millionen nicht nur einen tollen EM Soundtrack, sondern auch den Sprung in die vorderen Plätze der Singlecharts.

Max Giesinger
... im Web
... bei Facebook
... bei Twitter
... bei Instagram

Die Musik:
... Laufen Lernen
... Der Junge, der rennt


Freiburger Festival 

Zum zweiten Mal präsentiert KAROevents das Freiburger Festival auf dem Gelände der Brauerei Ganter. Das Festival geht über mehrere Tage. Neben Max Giesinger stehen auch Künstler wie Stefanie Heinzmann oder Milow auf der Bühne.

Freiburger Festival
... bei Facebook

Toll finde ich hier, dass der Veranstaltungsort so zentral gelegen ist. Die Straßenbahnhaltestelle befindet sich quasi vor der Haustür der Brauerei, sodass man nur noch wenige Meter zur Konzerthalle, die eigentlich eine Lagerhalle ist, gehen muss.


Der Countdown - Dinge, die man vor einem Konzertbesuch nicht erleben will 

Donnerstag Mittag: Die Aufregung steigt. Das Album wurde vor dem Konzert nochmal schön rauf und runter gehört, damit ich zumindest ein paar Lieder mitsingen kann nicht.
Dann der Moment der Abfahrt: Ich befand mich als erste am vereinbarten Treffpunkt und hatte mit viel Glück eine Bahn früher erwischt. Hier war ich schon etwas verwundert, da mir die Verbindung eigentlich gar nicht angezeigt worden war. Ich schrieb meinen Begleitungen und fragte nach dem Stand. Dann die Antwort: "Die Linie 1 hat eine Betriebsstörung." Ich war verwirrt. Schließlich war ich eben noch mit besagter Linie gefahren. Während Begleitperson 1 kurzerhand zu Fuß lief, Begleitperson 2 auf das Fahrrad gesetzt hatte, zitterte Begleitung 3 und hoffte, dass die Bahn noch losfahren würde, was glücklicherweise auch passierte.
Betriebsstörungen zählen wirklich zu den Dingen, die man vor einem Konzertbesuch nicht erleben möchte. Vor allem, wenn man auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist und sich nicht mal eben schnell aufs Fahrrad schwingen oder die Strecke zu Fuß bewältigen kann.


Der Support 

Als wir dann die Halle betraten, war bereits der Support Act Julian Philipp David auf der Bühne. Ich war ziemlich überrascht, als er erzählte, dass er aus einem Dorf bei mir um die Ecke stammt. (Von meinem Dorf aus, kann man sogar zu Fuß hin laufen :-) ).
Seinen Musikstil bezeichnet er als "Songwriter-Rap" wobei ihm diese Wortschöpfung zu Beginn etwas peinlich war. Seine Stimme kam mir irgendwie ziemlich bekannt vor, obwohl ich schon lange keinen HipHop mehr höre.

Hier mal ein musikalischer Eindruck:




Max Giesinger - Die Musik 

Vorab hatte ich mir das aktuelle Album von Max Giesinger angehört und war gespannt, wie er den Abend gestaltete. Mir war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, dass es sich bei Der Junge, der rennt nicht um sein Debüt handelte. Also fragte ich mich, ob er ausschließlich Lieder von seiner aktuellen CD spielen würde, oder ob auch ein paar Cover Versionen zum Einsatz kommen sollten.

Das Intro 
Auf dem Album begegnete mir prompt ein Lied, dass sich meiner Meinung nach wunderbar als Intro eignen würde. Gespannt wartete ich, ob ich Recht behalten sollte. Und was soll ich sagen? Nein! :-)
Die Band begann zu spielen, die Bühne wurde hell. Doch Max war nicht zu sehen und begann auch noch nicht zu singen. Ich witzelte: "Wetten, sein Mikro ist kaputt ... ?"
Dann leuchtete der Scheinwerfer in den Saal und Max wurde gefunden. Zitat einer meiner Begleitungen: "Er wird doch jetzt nicht durch die Menge laufen, oder?"
Und genau das hat er gemacht.
Zitat Begleitung: "Er ist verrückt. Jetzt läuft er rum und macht Selfies mit den Fans." Während des Singens wohlgemerkt. Und welches Lied passt besser zu diesem Setting als Der Junge, der rennt.

Ein bunter Mix 
Max Giesinger präsentierte eine gute Mischung an Musik. Natürlich waren viele Lieder von seinem aktuellen Album dabei. Allerdings durften auch ein paar Tracks von seinem Debütalbum nicht fehlen. Nicht zu vergessen, glänzte er mit verschiedenen Coverversionen wie Angels von Robbie Williams oder Earth von Michael Jackson, wobei er bei beiden Versionen tatkräftig von seinem Publikum unterstützt wurde.
Besonders gut gefiel mir eine spontane italienische Coverversion des Badnerlieds. (Wer dieses Lied bis zum Ende durchhält, kann sich in etwa vorstellen, wie amüsant eine eigens italienisch interpretierte Version davon sein muss :-) ).

Meine Favoriten
Bevor ich nun zur Setlist komme, möchte ich noch meine Favoriten präsentieren.

Der erste Song ist auch gleichzeitig das erste Lied seines aktuellen Albums. Barfuß und allein ist ein toller Song und konnte mich auf Anhieb mitreißen. Das Lied hat auch einen perfekten Ohrwurm Charakter.


Wenn sie tanzt 
In dem Lied geht es um eine Frau, die ihre Bedürfnisse der Kinder wegen erst einmal hinten anstellen muss. Sie schlägt sich mit ihrer Familie so durchs Leben, fragt sich aber auch, wie es wohl ohne Kinder gelaufen wäre. Ihren Ausgleich findet sie beim tanzen.
Wie der Titel schon erahnen lässt, lädt das Lied zum mittanzen ein, hat einen guten Rhythmus und einen tollen Refrain.



Für immer 
Dieses Lied hat er gegen Ende des Konzerts gespielt und ich hätte absolut nicht mit so einem tiefgründigen Text gerechnet. Das Tolle finde ich, dass man das Lied in viele Richtungen interpretieren kann und es - zumindest für mich - nicht zwangsläufig um Beziehungen gehen muss.



80 Millionen 
Trotz musikalischer Konzertvorbereitung war 80 Millionen das einzige Lied, das ich an diesem Abend einwandfrei mitsingen konnte :-). Ich hab den Eindruck, dass das Lied ziemlich viel über den Künstler erzählt. Begeistern können mich hier wieder mal Text, Rhythmus und natürlich der Gesang :-).


Die Stimmung

Das Publikum 
Die Wodanhalle der Brauerei Ganter war voller gut gelaunter Menschen. Das Tolle war: Obwohl ziemlich viele Zuschauer gekommen ware, gab es - zumindest bei uns hinten - kein Gedränge und Gequetsche. Besonders gut gefallen haben mir diese Momente, in denen wir als Chor fungiert haben. Das ist schon ein tolles Gefühl, wenn man in einer Menge steht und einfach alle singen und es absolut genial klingt.

Der Künstler 
Max Giesinger hat, was seine Redseligkeit betrifft, etwas Ähnlichkeit mit seinem Namensvetter Max (Mutzke). Beide neigen dazu, während des Konzerts ziemlich unterhaltsame Geschichten zu erzählen.
So erwähnte Giesinger, dass er einmal eine Frisur wie der Hauptdarsteller des Films Brüno gehabt habe und in Australien sogar Autogramme schreiben durfte. Hier feierte der Film größere Erfolge als in Deutschland.
Nicht zu vergessen, berichtete er auch von seiner zweiwöchigen Azubi Zeit als Bankkaufmann. Seine Vorgesetzte erklärte ihm, dass sie viele Azubis kommen und gehen sehen habe, aber keiner so träge sei, wie er. Während das als geschriebene Zeilen nach ziemlich harten Worten klingt, erzählte Giesinger diese ernste Episode seines Lebens mit Humor, ohne die Ausbildung an sich abzuwerten.
Zudem ist er ein sehr bodenständiger Künstler. Er erklärte, dass noch nie so viele Zuschauer bei einem Konzert in Freiburg gewesen sind und sagte auch im selben Atemzug, dass er wisse, dass das nicht selbstverständlich sei. Auch seiner Band, dem Team und seinem Support Act gegenüber begegnete er wertschätzend und gab ihnen genügend Raum. Ich habe bisher noch keinen Künstler erlebt, der innerhalb der Zugabe seinen Support Act für ein kleines musikalisches Battle auf die Bühne holt. Absolut gelungen.


Fazit

Es war ein sehr angenehmer Abend, der mir wieder einmal deutlich gemacht hat, wie toll Konzerte eigentlich sind. Angefangen beim ersten Lied, wenn man den Bass im Bauch spürt und weiß: Genau, das ist der Sound, den es braucht bis hin zum breit grinsenden Gesicht, wenn man sich freut, dass die Lieder auf der CD live einfach genauso gut - wenn nicht sogar noch besser - klingen.
Ich hoffe sehr, dass wir von Max Giesinger noch viel hören werden und er sein Versprechen, mehr Konzerte in Freiburg zu spielen, bald einholen wird.


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Setlist: Ich glaub, ich hab nicht alle Lieder gefunden. Deswegen, nehmt es mir nicht übel, wenn die Liste nicht ganz komplett ist. Und natürlich gilt SPOILERALARM

Lieder: 
Der Junge, der rennt
Barfuß und allein
Keine von keine wieder
Du kannst das
Wenn sie tanzt
Für dich für mich
Nicht anders gelernt
Alles auf Anfang
Die guten Tage strahlen
Roulette
In Balance
Coverversionen von: Angels von Robbie Williams, Earth von Michael Jackson; italienische Version des Badnerlieds;
Nicht so schnell
80 Millionen

Zugabe:
Ein kleines Battle mit dem Support Act
Vielleicht im nächsten Leben
Für immer

Donnerstag, 18. Mai 2017

Konferenz der Tiere

Bild von amazon
Steckbrief

Name: Die Konferenz der Tiere (auch als FilmHörspielHörbuch erhältlich)
Autor: Erich Kästner
Verlag: Ullstein Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Parabeln, philosophische oder satirische Geschichten lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Vorstellung des Autors

Und hier tritt schon das erste "Problem" auf: Meine Ausgabe von "Die Konferenz der Tiere" ist schon etwas älter. Dass heißt, der Klappentext ist nicht vorhanden. Deswegen habe ich mir gedacht, dass ich hier den Autor Erich Kästner kurz vorstellen möchte:

(Emil) Erich Kästner ist am 23.2.1899 in Dresden geboren und lebte bis zum 29.7.1974. Er war nicht nur Schrifsteller, sondern auch Drehbuchautor und schrieb Texte für das Kabarett.

Kästners Vater war Sattlermeister, seine Mutter, später, Friseurin von Beruf. Er hatte ein besonders gutes Verhältnis zu ihr. Später fing er eine Ausbildung zum Volksschullehrer an, brach diese aber kurz vor Ausbildungsende aber ab. Seine Erlebnisse, "verarbeitete" er in seinem Buch "Das fliegende Klassenzimmer".

Erst nach Kriegsende machte er sein Abitur und studierte: Geschichte, Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaften. Während des zweiten Weltkriegs blieb er in Deutschland um einerseits seine Mutter nicht alleine zu lassen, andererseits die Veränderungen in Deutschland "hautnah" festhalten zu könen.

So wurde er mehrmals von der Gestapo vernommen und seine Werke wurden in Deutschland bei der großen Bücherverbrennung verbrannt und als "verboten" erklärt. Also beschloss er unter einem Pseudonym weiterzuschreiben, was auch funktionierte. Er veröffentlichte so während des dritten Reiches erfolgreich Theaterstücke. Um aus Deutschland auszureisen, gab er vor einen Film in Tirol machen zu wollen. Dort blieb er dann bis der Krieg vorbei war.

Kästner starb schließlich an Speiseröhrenkrebs im Klinikum Neuperlach.

(Quelle: Wikipedia)


Meine Meinung 

Das Buch ist eine Anthologie. Die erste Geschichte ist die Parabel (zur Erklärung: siehe oben "Literaturbegriffe einfach erklärt") "Die Konferenz der Tiere".

Hier geht es darum, dass die Tiere nicht mehr mit ansehen wollen, wie die Menschen ihren Planeten kaputt machen und dabei ihre Kinder gefährden. Also planen sie kurzerhand selbst eine Konferenz einzuberufen, die allerdings mit einem Ergebnis enden soll. Die Konferenzen der Menschen werden immer wieder unterbrochen, weil man sich auf kein Ergebnis einigen kann.
Doch die Tiere stoßen mit ihren Forderungen auf Widerstand. Ob sie letztendlich das bekommen, was sie wollen, müsst ihr selbst herausfinden.

Der zweite Teil des Buches ist in einer Anthologie aufgebaut. Es kommen Kurzgeschichten Kästners teils satirisch, teils philosophisch. Nicht zu vergessen ist auch das ein oder andere Theaterstück dabei.

An sich gefällt mir die Anthologie ganz gut. "Die Konferenz der Tiere" lässt sich einfach lesen. Nicht zu vergessen, muss man auch hier zwischen den Zeilen lesen. Schnell fällt auf, dass die Tiere auch dazu neigen, Eigenschaften der Menschen anzunehmen. Kästner übersetzt damalige Problematiken schön in die bildhafte Sprache.

Die anderen Geschichten sind dann etwas schwerer zu verstehen. Stellenweise hatte ich Mühe die Satire zu erkennen, oder habe mich gefragt, auf was Kästner eigentlich hinaus will.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in der Anthologie um die Zukunftswünsche geht. Die Kinder sollen nicht dieselben Fehler machen, wie ihre Eltern. Auch gibt er Ratschläge, wie beispielsweise, dass man nacheinander schauen soll, die "dümmeren" nicht für ihr "Dumm sein" bestrafen soll. Es sind Ratschläge, die sich gut auf das Leben übertragen lassen und die, wie ich feststellen konnte, wichtig für meine Schulzeit waren.

Wer also philosophisch, satirische Anthologien von Kästner mag, kann sich dieses Buch, sofern es das heutzutage noch in dieser Form gibt, besorgen.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht. 

Sonntag, 14. Mai 2017

GE(H)SCHAUT - Der ESC 2017

Langsam nach vorne arbeiten...

Der Tag nach dem ESC. 
Es lässt sich festhalten: Wir rollen das Feld ganz langsam von hinten auf und steigern uns von Jahr zu Jahr. 
Interessanterweise hatten wir letztes Jahr zwar mehr Punkte aber eine schlechtere Beziehung. 
OK, Schluss mit der Ironie. 
Ich lade euch ein, auf eine kleine europäische Reise... 


Die Halbfinalshows 

ESC und Twitter
Vor ein paar Jahren habe ich entdeckt, das auch die Halbfinalshows im Fernsehen übertragen werden. Zwar nicht bei der ARD aber beim Digitalsender one. In den letzten Jahren wurden während der Sendung immer eine Auswahl an Tweets eingeblendet, die gerade im letzten Jahr bei uns für gute Unterhaltung sorgte. Darauf wurde dieses Jahr verzichtet. Allerdings war das auch kein Nachteil, weil wir uns so auf die Musik konzentrieren konnten. 
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass der ESC dafür verantwortlich ist, das ich seit einem Jahr auf Twitter zu finden bin? 

Die Moderatoren 
Moderiert wurde der ESC von einem Männer Trio. Ich fand das etwas ungewohnt. Zum einen konnte ich mich nicht daran erinnern, wann es schon mal ein Trio gab - ich wette mit euch, das das gar nicht so lange her ist :-) - und zum anderen wird der ESC ja meistens neben einer männlichen Besetzung von einer Frau in einem schicken Kleid moderiert. Doch wer glaubte, dass man in Kiew keine Frau beim Finale dabei haben wollte, hat sich gewaltig getäuscht. Die Ukrainer nahmen sich ein indirektes Vorbild an Conchita Wurst und engagierten unser familiär persönliches ukrainisches ESC Highlight Verka Serduchka
Sie war nicht nur in Kurzfilmen zu sehen, die zur Überbrückung der Pause genutzt wurden, sondern trat mit kleineren Beiträgen auch in der Show auf. Zudem bekam die Gewinnerin des Vorjahres Jamala viel Raum, um neue Musik zu präsentieren. 

Die Musik
Während den Halbfinalsendungen kristallisierten sich für uns schnell eine Hand voll Favoriten heraus. Uns fiel vor allem auf, dass die Beiträge gefühlt immer westlicher werden. Nur noch wenige Lieder werden in der Landessprache gesungen. Meist greift man dann doch auf englisch und einen einheitlichen Popmix zurück. 
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es 2010 als Lena gewann, noch etwas vielfältiger zuging. 
Aber kommen wir nun zu meinen Favoriten, die es leider nicht ins Finale geschafft haben. 



Finnland - Norma John Black Bird 
In letzter Zeit habe ich es wohl etwas mit den schwarzen Vögeln :-). Das Lied ist sehr gefühlvoll und könnte Teil eines Filmsoundtracks werden. Hier durfte ich mir dann anhören: "Was du reduzierst das Lied auf eine Hintergrundmusik?" Das ist keinesfalls abfällig gemeint. Ich hab hier sofort dieses innere Bild, das dieses Lied am Ende des Films auftaucht, wenn der Feind besiegt ist und unsere Protagonisten in ein neues Leben starten.  



Slowien - Omar Naber On my way 
Hier vermuteten wir dann das erste Mal, das wir abgehört wurden. Warum? Wir stellten fest, dass das Lied perfekt in ein MUsical passen könnte. Leider war Sänger Omar Naber beim Halbfinale etwas schief, was ihm sicher hier und da ein paar Punkte kostete. Als das Lied dann vorbei war, schloss sich Peter Urban unserer Meinung an und verwies auf die Musical Theorie. 

Und wo sind die Anderen? 
Dieses Jahr hatte ich wirklich Glück. Die anderen Favoriten haben es alle ins große Finale geschafft. Die Lieder findet ihr weiter unten. 


Das Finale 

Erwartungen? 
Versteht mich bitte nicht falsch! Ich bin sehr froh, dass uns Levina in Kiew vertreten hat. Sie ist nicht nur eine angenehme Person, sondern hat am Samstag wirklich gut gesungen. Ihr einziges Problem war das Lied. Ich hatte gehofft, dass ich mich etwas daran gewöhne. Leider war das nicht der Fall. Und so kam es, dass meine Erwartungen spätestens nach den beiden Halbfinalsendungen sehr gering waren, weil ich einfach befürchtete, dass unser Beitrag untergehen würde. 

Schwächeln der Big Five
Allerdings muss ich auch sagen, dass die anderen Beiträge der Big Five, der fünf gesetzten Finalisten, auch nicht ganz meinen Geschmack trafen. 

Keine Konflikte? 
Peter Urban leitete den Abend mit den Worten ein, dass es ja rund um den ESC keine Konflikte geben hätte. Ich war etwas erstaunt: Schließlich hatte ich vorab mitbekommen, dass der russischen Delegation die Einreise verweigert worden war (zu lesen HIER). Der Konflikt wurde nur in einem Nebensatz thematisiert. Zum einen fand ich das gut, weil man sich so auf die Veranstaltung an sich konzentrieren konnte. Andererseits fand ich es dann etwas komisch, davon zu reden, dass es keine Konflikte gegeben hatte. 


Die Lieder - Meine Favoriten 

Kommen wir nun zum musikalischen Teil des Beitrags. Viele Beiträgen klangen ähnlich oder abgeschrieben. Dennoch hatte ich ein paar ganz klare Favoriten: 



Australien Isaiah - Don't come easy 
Ob Australien jetzt etwas beim ESC zu suchen hat, darüber lässt sich streiten. Ich habe mich jedenfalls gefreut, dass das Land wieder mit am Start ist und es mit diesem tollen Beitrag ins Finale und Auf den neunten Platz geschafft hat. 
Sänger Isaiah gewann übrigens die australische Ausgabe einer Castingshow. 



Belgien - Blanche - City lights 
Die Sängerin erinnert mich etwas an Lorde. Es klingt ungewöhnlich aber nicht ganz so aufdringlich, wie es bei ESC Beiträgen sonst häufiger der Fall ist. 
Das Lied schaffte es heute Nacht auf den vierten Platz. 



Portugal - Salvador Sobral - Amar Pelos Dois 
Die Grafikerin hatte ihr Herz ganz eindeutig und nur innerhalb weniger Sekunden an den diesjährigen Sieger Portugal verloren. Wir bangten aber etwas, da wir uns nicht sicher waren, ob das Lied für die bunte ESC Bühne nicht etwas zu ungewöhnlich war. Es freut mich immer total, wenn beim ESC ein Land gewinnt, dessen Lied ich toll finde. Somit kann ich Portugal den Sieg wirklich gönnen. Zudem hat der Sänger zum Schluss ein tolles Duett mit seiner Schwester hingelegt, die ihm das Lied geschrieben hat. 



Moldawien - SunStroke Projekt - Hey Mamma 
Wer das Verrückte am ESC sucht, findet es ansatzweise im moldawischen Beitrag. Der Refrain bleibt im Ohr und könnte sich zu einem Ohrwurm entwickeln. Ich habe gestern Abend gar nicht realisiert, dass es das Lied wirklich auf Platz 3 geschafft hat. 



Zypern - Hovig - Gravity 
Nicht nur unser Beitrag wurde von David Guettas Titanium abgeschrieben. Auch Gravity erinnert zu Beginn etwas an den Hit Human. Allerdings gefällt mir das Lied um einiges besser. International kam der Beitrag nicht ganz so gut an und ist auf dem 21. Platz zu finden. Interessant finde ich hier, dass die Jury- und Publikumsstimmen gar nicht so weit auseinander liegen. 



Österreich - Nathan Trent - Running on Air 
Mein absoluter Favorit war Österreich. Nathan Trent wollte es wissen und bewarb sich gleich mal bei zwei Vorentscheid Sendungen. Auch bei uns kam er in die engere Auswahl, zog das Angebot seines Heimatlandes aber vor. Und das war die beste Entscheidung seines Lebens. Stellt euch den Sänger einfach mit Wildfires oder Perfect Life vor und ihr erahnt, was ich meine :-). Beim Finale reichte es für den 16. Platz. 



Niederlande - OG3ONE - Lights and Shadows 
Hier handelt es sich ebenfalls um ein Familienprojekt. Bei dem Lied kommt ein klitzekleines bisschen Disney Feeling auf. Außerdem erinnert mich die Truppe an eine Frauengruppe, die vor einer Weile bei Voice of Germany mitgemacht hat. Beim Finale verpassten sie knapp den Einzug in die Top 10 und machten es sich auf dem 11. Platz gemütlich. 



Kroatien - Jaques Houdek - My friend 
Um es mit Peter Urbans Worten zu sagen: "Ein Duett mit sich selbst." 
Ich fand den Beitrag echt witzig und auch das Lied war gar nicht mal so schlecht. Beim Wettbewerb eroberte der Kroate Platz 13. 



Norwegen - JOWST feat. Alexsander Walmann - 
Grab the Moment 
Dieses Jahr darf auch ein bisschen Boygroup Feeling nicht fehlen. Das Lied könnte von einer Singstar CD entsprungen sein. Ich fand den Beitrag frisch. Außerdem brachte er eine gute Portion guer Laune mit. Im Wettbewerb reichte es für Platz 10. 



Weißrussland - Naviband - Historyja Majho Zyccia
Mit den russischen oder, allgemein gefasst, mit den Beiträgen aus Osteuropa assoziiere ich oft etwas Schweres und Gefühlvolles. Ich fand den Beitrag von Naviband einfach richtig genial, weil das LIed etwas erfrischendes mitbringt, gute Laune macht und nicht auf Drama setzt. 


Mein Fazit 

Kiew hat einen sehr schönen ESC auf die Beine gestellt. Toll war, dass sie Verka in die Veranstaltung integriert haben, obwohl ihr Beitrag ja schon 10 Jahre her ist. 
Während ich letztes Jahr noch versucht habe, irgendwelche Vorschläge für einen besseren Vorentscheid zu entwickeln, sehe ich das dieses Jahr irgendwie sehr entspannt, weil ich befürchte, dass der NDR sowieso macht, was er will :-). 
Mir tut es nur leid für Levina, dass sie mit sechs Punkten nach Hause fahren muss. Dennoch hat es mich gefreut, dass sie vor dem spanischen Beitrag lag. Dessen Refrain fand ich nämlich echt etwas dämlich. 

Freitag, 12. Mai 2017

Der Nachtwandler

Bild von

Steckbrief

Name: Der Nachtwandler (auch als Hörbuch vorhanden)
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Psychothriller lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten


Klappentext

(Klappentext von Droemer Knaur)

"In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein - doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit …"


Wie ich auf das Buch gekommen bin

"Der Nachtwandler" war eines der Bücher, die mir im Buchladen regelmäßig über den Weg gelaufen sind. Da ich noch einen Büchergutschein übrig hatte, habe ich mir das Buch dann "unter den Nagel" gerissen. (Da fällt mir gerade auf: Für die Leute, die das Buch kennen, muss diese Redewendung eine ganz neue Bedeutung haben... :-)


Meine Meinung

Der Einband des Buches stach mir sofort ins Auge. Da der Hintergrund dunkel gehalten ist, fallen der Name des Autors und der Titel sofort auf. Bis dahin hatte ich drei Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und war nur von einem Roman nicht begeistert. Daher dachte ich mir, dass dieser Roman unbedingt einen Platz in meinem Bücherregal bekommen sollte.

Der Inhalt wird in der Beschreibung klar auf den Punkt gebracht. Die Geschichte ist spannend und teilweise auch lustig geschrieben. Nach einem schlechten Buch hat mich "Der Nachtwandler" sofort wieder angesprochen und ich war froh, wieder an eine Geschichte geraten zu sein, welche sich leicht lesen lässt.

Die Handlungsstränge sind gut miteinander verknüpft. Anfangs hat der Leser den Eindruck, dass die Geschichte logisch aufgebaut ist. Natalie, Leons Frau, packt ihre Sachen und verlässt ihn. Da ist erstmal nichts ungewöhnliches dabei. Nach und nach zieht sich die Schlinge um Leon allerdings zu. Nicht nur er, sondern auch der Leser, bekommt zeitweise das Gefühl, einen "Verrückten" vor sich zu haben.

Die Geschichte ist zum Schluss sogar so verstrickt, dass ich Mühe hatte zwischen Realität und Traum zu unterscheiden. Daher bin ich mir auch nicht sicher, ob ich das Ende der Geschichte wirklich verstanden habe.

Inhaltlich bin ich etwas hin- und hergerissen. Einerseits hat mir das Buch gut gefallen, andererseits hatte ich Mühe dem Inhalt zu folgen. Irgendwann gibt es eine Wendung, die bei mir ein großes Fragezeichen hevorgerufen hat, dann wiederum den Eindruck hinterließ, dass es doch logischer sein könnte, als zuerst angenommen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir der Roman wirklich gut gefallen hat. Fitzek überzeugt mit einem lebendigen Schreibstil und einer spannenden Geschichte. Gestört hat mich nur, die perversen sexuellen Vorlieben von Leons Frau. Die Geschichte war so schon gut genug aufgebaut und hat diese Abweichung eigentlich nicht nötig gehabt.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Charaktere, in die wir verliebt waren und die Frage nach dem SuB - Der Freiburger Bücherstammtisch im Mai 2017

Foto: A. Mack
Hallo ihr lieben Buchlinge,
der oder die ein oder Andere von euch hat es vielleicht mitbekommen: Freiburg hat seit Oktober 2016 einen Bücherstammtisch. Die Gruppe wird von mir organisiert. Bisher habe ich mich immer etwas vor Stammtisch Berichten gedrückt, weil ich unsere Treffen so schlecht in Worte fassen konnte und nicht immer dasselbe schreiben wollte. Deswegen hab ich mich unauffällig auf kleine Einschübe im Monatsrückblick beschränkt. Damit soll jetzt Schluss sein. Ich bin sehr gespannt, wie lange die Sache mit den Berichten durchhalte und hoffe, der oder die ein oder Andere von euch ist vielleicht inspiriert und kommt beim nächsten Treffen vorbei.


Zum Bücherstammtisch allgemein 

Wir sind eine kleine Gruppe, die momentan überwiegend aus Studenten besteht, aber an sich keine Altersbeschränkung hat. Wir treffen uns einmal im Monat. Momentan kursiert gerade eine Umfrage, in der abgestimmt werden kann, ob wir von dem ersten Sonntag im Monat auf den Samstag wechseln sollen.
Bei unseren Treffen geht's literarisch zu. Vorab lade ich per Mail bzw. Facebook zu unseren Treffen ein und verkünde die Programmpunkte, die entweder beim letzten Treffen festgelegt wurden oder über die vorab abgestimmt wurde.
Wichtig ist: Das Programm bietet genügend Spielraum für buchige Diskussionen. Und natürlich dürfen auch buchige Dinge besprochen werden, die nicht im Programm stehen :-).

Wo wir uns treffen? 
Das ist momentan noch so eine Sache. Wir arbeiten an einer dauerhaften Lösung, aber noch gibt es nichts Konkretes. Das heißt momentan: Neuer Monat neuer Ort :-).


Die Location im Mai 

Im Mai dachten wir uns: Es ist Frühling und wir wagen den ersten offiziellen Open Air Bücherstammtisch. Am Samstag Abend blickte ich besorgt aus dem Fenster: Zu sehen war Dauerregen.
Doch Sonntag hatten wir Glück. Es war zwar frisch und windig, blieb aber trocken, sodass wir es uns im Freiburger Stadtgarten gemütlich machen konnten.


Charaktere, in die wir mal verliebt waren 

Ein bekanntes Crowd-Blog-Co-Autoren Mitglied schlug dieses Thema vor. Wir sollten uns also nicht nur Charaktere überlegen, sondern auch etwas über die dazugehörigen Bücher erzählen. Sonntag Vormittag stand ich grübelnd vor meinem Regal und wäre fast zu keinem Ergebnis gekommen. Natürlich gab es eine Menge Charaktere, die ich toll fand, aber die große Liebe war bisher nicht dabei.

Schließlich griff ich doch spontan zu Sand von Wolfgang Herrndorf. Nicht etwa, weil ich den Protagonisten besonders attraktiv fand, sondern weil mich seine Biografie bewegte. Gespannt machte ich mich auf den Weg und freute mich darauf, die Schwärme der Stammtischmitglieder kennenzulernen. Und tatsächlich gab es interessante Ergebnisse.

Teilweise gab es richtige Stereotypen: Wenn ein Charakter in ein bestimmtes Bild passte, war man seinem Charme regelrecht erlegen oder musste sich in Acht nehmen, damit dies nicht passierte. Und das obwohl die Charaktere nicht mal in typischen Frauenromanen zu finden waren. Zu den erwähnten Stereotypen zählten vor allem Cops oder Komissare.
Allerdings waren auch Helden aus Sagen dabei, wie beispielsweise Odysseus, was mich sehr überraschte. Zudem muss ich gestehen, dass ich den Seefahrer eine Millisekunde mit Zeus verwechselte und mir dachte: "Nicht dein Ernst, oder?"
Was für Odysseus spricht: Im Gegensatz zu sämtlichen Männern oder Göttern der Sagen, denkt er nach, bevor er handelt :).

Schließlich wurden noch bekannte Charaktere genannt wie Mo und Staubfinger aus Cornelia Funkes Tintenwelt-Trilogie, Boromir aus Herr der Ringe und Lorlen aus Die Gilde der schwarzen Magier.
Als dann noch ein Mr. Grey erwähnt wurde, starrte ich das Bücherstammtisch Mitglied entgeistert an. Sie meinte doch wohl hoffentlich nicht DEN Mr. Grey? Dessen Sexleben in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wurde? Glücklicherweise wurde ich eines Besseren belehrt. Denn auch in Maggie Stiefvaters Raven-Circle Reihe ist ein Mr. Grey zu finden.

Allgemein lässt sich für Schwärme zusammenfassen, dass es auf der einen Seite den (tragischen) Helden und auf der anderen Seite den Anti-Helden gibt, an die wir unser Herz hin und wieder vergeben. Wichtig ist das der Charakter nicht perfekt ist. Zudem wurde zwischen Charakter, den man toll findet und Charakter den man heiraten möchte unterschieden.

Je mehr Charaktere genannt wurden, desto kreativer wurde ich. So legte ich beispielsweise noch nach und nannte Ferras Vannsen, den Hauptmann aus der Shadowmarch Reihe von Tad Williams. Während er zu Beginn der Geschichte noch schüchtern ist und niemanden mit seinen Worten verletzen möchte, lernt er im Laufe der Reihe nicht nur Entscheidungen zu treffen, sondern auch dazu zu stehen.


Die Sache mit dem Stapel ungelesener Bücher 

Eigentlich wollte ich ja zum Bücherstammtisch meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) zählen, den ich in haptischer Form hier habe. Doch dann verließ mich die Motivation, obwohl es echt nicht viele Bücher sind.
Wir wollten das spannendste und das langweiligste Buch von unserem Stapel mitbringen. Allerdings wollten wir die Bücher der Gruppe nicht einfach nur vorstellen. Erst einmal sollten die anderen Bücherstammtisch Mitglieder erraten, welches der beiden Bücher interessanter sei.
Ich befürchtete, dass meine mitgebrachten Favoriten von Bücherstammtisch- und Crowdmitglied Isona ziemlich schnell enttarnt werden würden. Doch auch sie tat sich schwer :-).
Mitgebracht habe ich Infernale von Sophie Jordan und Lokale Erschütterung von Kathrin Gerlof.

Interessanterweise stellte sich heraus, dass die wenigsten Bücherstammtisch Mitglieder einen Stapel ungelesener Bücher hatten. Meistens wurden Bücher nur gekauft um dann auch zeitnah gelesen zu werden. Der berühmt-berüchtigte Geschenkestapel, der Exemplare enthielt, die nie gelesen werden würden, wurde schon gar nicht mitgezählt.
Als Isona dann verkündete, dass ihr SuB über 100 Bücher enthielt rutschte mir ein: "Du machst den Buchbloggern alle Ehre"-Kommentar heraus.

Im Laufe des Gespräches entwickelten wir die Idee einer kleinen Tauschbar: Jeder, der möchte, bringt eine Liste der Bücher mit, die er loswerden will und schaut, ob das Exemplar ein neues Zuhause bei einem anderen Stammtisch Mitglied findet.
(Hihi, ich seh's schon kommen: Das ein oder andere Bücherstammtisch Mitglied wird sicher bemerken: "Das haben wir doch gar nicht besprochen..." :) ).


Die Stimmung 

Diesmal fand der Bücherstammtisch in kleinerer Runde statt. Allerdings war es dafür mindestens genauso lustig, wie bei den vorherigen Treffen auch. Besonders toll ist es, wenn Bücher vorgestellt werden, die auch andere Stammtischmitglieder kennen. Es werden Allianzen gebildet und wissende, lächelnde Blicke ausgetauscht.


Neugierig? 

Zähneknirschend fragst Du Dich: Bücherstammtisch? Warum weiß ich davon noch nichts?
Dann gibt's hier die wichtigen Infos:

Um auf dem neusten Stand zu bleiben kannst du entweder:
- unserer Facebook Gruppe
- oder dem Mailverteiler (EmmaZecka@gmx.de)
beitreten.
Über Mail und via Facebook werden dieselben Ankündigungen wie beispielsweise Bücherstammtisch Einladungen oder Umfragen, gepostet.
Als kleines Extra erwartet Dich in unserer Facebook Gruppe noch eine kleine Liste bisher vorgestellter Bücher, die selbstverständlich regelmäßig aktualisiert wird.

Also: Bist du dabei?

Samstag, 6. Mai 2017

DIe LBM17 - Ein Mehrteiler - Letzter Messetag


Hallo ihr Buchlinge,
so langsam wird es wirklich peinlich, wie lange ich den letzten Messebericht schon aufgeschoben habe. Deswegen spare ich mir jetzt ein großes Vorwort und fange gleich mal an...

Teil 1: Anreise Krimi und erste Eindrücke
Teil 2: - Blog'n Talk und Interview mit Philipp Reinartz


Seraph Preisverleihung 

Über den Preis
Der Seraph ist ein Preis für deutsche Phantastik Autoren. Der Jurypreis wird jährlich im Rahmen der Leipziger Buchmesse von dem Verein Phantastische Akademie e.V. mit Sitz in Mannheim, verliehen.
Der Preis wird in den beiden Kategorien bester phantastischer Roman und bestes Debüt vergeben.
Letztes Jahr kam erstmals die Kategorie Bester Indie-Autor hinzu. Diese Rubrik musste 2017 aber aufgrund organisatorischer Gründe aussetzen.

Preisverleihung 2017
Nach einer kurzen Begrüßung ging es gleich zur Sache: Die Preise wurden vergeben. In der Kategorie Bester phantastischer Roman gewann Katharina Seck mit Die silberne Königin. Dieser Roman ist bei Bastei Lübbe erschienen. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass der Roman schon mal auf ein paar Buchlbogs zu finden war.

Bild von Dromer Knaur
Den Preis für das beste Debüt gewann Julia Lange mit Irrlichtfeuer.
Katharina Seck konnte den Preis leider nicht persönlich entgegennehmen, was Glück im Unglück war. So konnte Julia Lange nämlich mehr Parts aus Irrlichtfeuer lesen. Schon bei der Frankfurter Buchmesse 2016 hat die Autorin im Rahmen einer Veranstaltung ihren Debütroman vorgestellt. Bei der Preisverleihung hatte sie die Möglichkeit aus drei Parts zu lesen. Hier wurde schon deutlich, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Die Parts haben mir mal wieder verdeutlicht, dass dieses Buch wohl doch etwas für mich sein könnte.
Leider konnten Skyara und ich nicht bis zum Schluss bleiben, da es eine weitere, interessante Veranstaltung im Anschluss gab und wir uns relativ spontan entschlossen hatten, bei der Seraph Preisverleihung vorbeizuschauen.


DAS Portal für Blogger und Journalisten 

Ihr seid ein großer Fan von Verlagsvorschauen? Euch geht aber der ganze Papierkram auf die Nerven, der danach bei euch herumliegt? Dann gibt es hier eine perfekte Lösung für euch.

Die NEWBOOKS Solutions GmbH und die Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH haben sich zusammengeschlossen und das Portal VLB TIX entwickelt. Hier gibt es die Verlagsvorschauen sämtlicher Verlage, digital und ohne massenweise Papierkataloge. (Wer die Vorschauen doch lieber in haptischer Form möchte, kann diese natürlich auch anfordern).

Das Portal wurde auf der LBM vorgestellt. Mir wäre die Veranstaltung aufgrund des Titels fast durch die Lappen gegangen, da er mich nicht packen konnte. Glücklicherweise gab es da noch Skyaras Veto. Sie versicherte: "Da müssen wir hin."

Der Inhalt in Kürze 
Zielgruppe der Plattform sind Journalisten und Blogger, da VLB-TIX das Recherchieren von Neuerscheinungen erleichtern soll. Auf der Plattform sollen alle deutschsprachigen Neuerscheinungen gelistet werden. Die Suchmaske enthält nicht nur eine Stichwort Suche, sondern auch eine Titel- Genre-, oder Medium Auswahl, was mich wahnsinnig freut, da ich so gezielt nach Hörbüchern suchen kann.
Die Plattform ist mittlerweile 17 Monate alt. Die Nutzerzahlen sind zwar um die 5.000 (Stand März 2017), allerdings ist die Anzahl der gewünschten Zielgruppe sehr gering.
Namhafte Verlage wie die Holtzbrinck Gruppe mit den Verlagen S. Fischer, rowohlt, Droemer Knaur oder RandomHouse mit u.a. Heyne, cbj / cbt, Goldmann; der Arena Verlag sowie Klein- und Fachverlage haben ihre Vorschauen auf VLB-TIX hochgeladen.

Da die Plattform noch relativ frisch ist, werden noch neue Funktionen entwickelt, wie beispielsweise das Anfragen von Rezensionsexemplaren über VLB-TIX. (Ich bin mir nicht sicher, ob es diese Funktion bereits schon gibt).

Die Plattform wird auf Dauer nur bestehen können, wenn sich die gewünschte Zielgruppe registriert. Deswegen: Schau dir VLB-TIX doch gleich mal genauer an (nachdem du den Bericht zu Ende gelesen hast :-) )


BoD, es hat nicht sollen sein... 

Eigentlich sagte unser Terminplan, dass am BoD Stand die Plattform Books on Demand vorgestellt werden solle. Diese wird von vielen Selfpublishern genutzt und wirbt damit, das Buch des Selfpublishers in den Buchhandel zu bringen. Am Stand hatten sich bereits ein paar Jungautoren vor dem Bildschirm platziert. Ein Interessent erklärte, dass die Veranstaltung wahrscheinlich aus einer PowerPoint Präsentation bestehe. Da wurde es mir zu blöd: PowerPoint Präsentationen, die an die Wand geworfen und von mir nicht gelesen werden können. hab ich im Studium schon genug. Da wollte ich nicht noch meine Zeit auf der Messe damit verbringen mir "Hier sehen Sie"-Sätze anzuhören. Deswegen zogen Skyara und ich kurzerhand weiter.


Hilfe! Ein Verlag will was von mir 

Es ist schon schlimm. Immer wenn ich mir Messeprogramme durchschaue, bleibe ich meistens an den Autorenveranstaltungen hängen. So kamen wir auch diesmal zur obig genannten Veranstaltung, die von Wolfgang Tischer (literaturcafe) moderiert wurde. Geladen war der Jurist Tilmann Winterling, der sich Tischers Fragen stellte und auf Fragen aus dem Publikum einging.


Tilmann Winterling
Wolfgang Tischer
(v.r.nr.)
Verträge sind wichtig 
Winterling erzählte im Gespräch, dass Verträge in der Verlagsbranche wichtig sind. Viele kämen mit der mündlichen Zusage, jedoch ist es gut, etwas Festes in der Hand zu haben und die wichtigsten Dinge vorab abgesprochen zu haben.

Normvertrag des Börsenvereins und des Deutschen Schriftsteller Verbandes 
Der Börsenverein und der Schrifstellerverband haben gemeinsam einen Normvertrag erarbeitet (siehe Handbuch für Autorinnen und Autoren). Dieser kann eine Grundlage für einen Verlagsvertrag bieten, wird aber auch oft abgewandelt.

Die Sache mit den Rechten
Bei den Rechten bekommt der Autor immer den Teil eines Teils. Es ist wichtig, vorab zu klären, welche Rechte beim Autor bleiben. Je nachdem um was es geht, ist es witzlos die Rechte zu behalten und sinnvoller diese an den Verlag abzutreten. Beispielsweise benötigt der Verlag Drittrechte um Vorschauen für das Buch zu drucken oder Marketing Kampagnen zu starten. Außerdem ist es sinnvoll, Rechte abzutreten, die man nicht unbedingt braucht, wie z.B. die Möglichkeit das Buch als Theaterstück zu inszenieren. Allerdings sollte auch dann geschaut werden, dass man die Rechte nicht einfach so verschenkt, sondern dafür sorgt, dass man im Falle eines Theaterstücks auch etwas von dem Kuchen abbekommt.

Vorschuss 
Wichtig für den Autor ist die Vorschusszahlung. Dieser hängt nicht nur davon ab, wie lang man schon im Geschäft ist, sondern auch davon in welchem Genre man schreibt und wie die Startauflage ist.

Nachteil von Literaturagenten 
Literaturagenten verstehen sich zwar sehr gut darauf, Autoren in einen Verlag zu bekommen und den Buchvertrag gut zu verhandeln. Allerdings gibt Winterling auch zu bedenken, dass Literaturagenturen keine Juristen sind.

Wo und wie finde ich einen guten Anwalt? 
Hier empfiehlt Winterling die Anwaltskammer oder Anwälte mit dem Schwerpunkt Urheber- und Medienrecht, die spezialisiert au Autoren und Verlage sind. Der Anwalt muss nicht zwingend aus derselben Stadt kommen. Mittlerweile laufen die Beratungen überwiegend über Mail bzw. das Telefon.


Kampf der Wortgiganten 

Danach ging es für uns zum Kampf der Wortgiganten der Poetry Slam Veranstaltung auf der LBM. Ich war ziemlich stolz, dass ich endlich ein Crowd Mitglied zu einer Poetry Slam Veranstaltung au der Messe überreden konnte.
Eigentlich hab ich eine Menge Aufnahmen gesammelt und wollte eine specialige Podcast Folge daraus machen. Jetzt ist die Messe aber so lange her, dass ich lieber auf YouTube Mitschnitte zurückgreife. Hier also mein Best Of.



Aron Boks - Philipp 
Der Text beschreibt richtig gut, wie es Menschen geht, die aus der Norm herausfallen und nicht mithalten können.




Aron Boks - Hoffentlich Berlin
Ein genialer Text, der beschreibt, wenn man am falschen Ort ist und Fernweh hat. Ein bisschen erinnert mich der Text an Nur noch kurz die Welt retten von Tim Bendzko.



Christian Ritter - Teenager Mädchen 
Christian Ritter beschreibt Teenager Mädchen. Mädchen, die einfach nur pubertär sind, komisch lachen und merkwürdige Dinge erzählen.
Lustigerweise hat mir mein Bruder ein paar Tage davor von seiner Arbeit in einem Trampolin Haus und einer Menge Jugendlicher mitten in der Pubertät. Und man hätte wirklich meinen können, dass sie direkt aus Ritters Text entsprungen seien.
(Wirklich, ich war nie so... :-) )



Christian Ritter - Giskan im Zoo 
Christian Ritter spricht über nervige Verwandtschaft, dem Wunsch sich nicht binden zu müssen, aber sich trotzdem nicht den verwandtschaftlichen Pflichten entziehen zu können.
Gerade das Ende gefällt mir gut.
Der Text beginnt bei etwa fünf Minuten.


Foto: A. Mack
Es war etwas komisch, eine Poetry Slam Veranstaltung auf einer Messe mitzuerleben, weil es natürlich jede Menge andere Geräusche nebenher gibt, wie Applaus und Gelächter von anderen Veranstaltungen. Dennoch wurde mir wieder einmal bewusst, dass ich Poetry Slam Veranstaltungen leider viel zu selten besuche.
Meine beiden Favoriten - Aron Boks und Christian Ritter - kamen ins Finale, weswegen ich oben auch zwei Texte der beiden verlinkt habe.


Das Beste kommt immer zum Schluss - Angela Aiden 

Skyara und ich
in unserer Mitte:
Angela Aiden
Foto: A. Mack


Kurz nach dem Poetry Slam Wettstreit rasten wir los. Schließlich hatten wir noch eine Verabredung mit Angela Aiden, die extra noch auf uns am Bastei Lübbe Stand ausharrte.
Als wir den Stand schließlich erreichten, stellten wir erleichtert fest, dass sie in guter Gesellschaft war. Gemeinsam mit ihrem Mann war sie von München nach Leipzig gefahren um die LBM zu genießen sowie Leser und Autorenfreunde zu treffen. Wir plauderten über die Zusammenarbeit mit dem LYX Verlag, über Ideen zwecks Marketing und noch weitere interessante Themen, die ich jetzt - fast zwei Monate nach unserem Treffen - leider nicht mehr alle zusammen bekomme. Außerdem bekamen erste Infos zum zweiten Band von Schattenpriester - Das Opfer der Göttin. Zudem war Angela perfekt ausgestattet: Sie schenkte uns nicht nur Postkarten, sondern auch einen wunderschönen Schlüsselanhänger.
Angela Aiden ist eine wahnsinnig angenehme Autorin, die hoffentlich noch viele schöne Geschichten schreibt und ganz bald eure Bücherregale erobert. Skyara und ich haben uns wahnsinnig gefreut, dass das Treffen zustande kam.


Das war die LBM - The End 

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein FBM vs. LBM Special machen. Da ich mit den ganzen Messeberichten aber so hinterher bin, kommen hier nur ein paar kurze Schlussworte:

Der Trip mit Skyara nach Leipzig hat trotz abenteuerlicher Anreise wahnsinnig viel Spaß gemacht. Wir beide hatten eine richtig schöne Zeit und waren auch froh, einmal andere Messe Impressionen zu bekommen. Ob es eine LBM 2018 geben wird? Wer weiß, wer weiß...


Donnerstag, 4. Mai 2017

Der Seelenbrecher

Bild von Lübbe Audio

Steckbrief

Name: Der Seelenbrecher (auch als Buch erhältlich)
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Audible Gmbh
Geeignet für: Menschen, die gerne Psychothriller lesen, oder Sebastian Fitzek Fans sind
Gelesen oder gehört: gehört
Sprecher: Simon Jäger
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext



(Klappentext von Knaur)

"Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres...
Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …"


Meine Meinung 

Schon lange schlummerte das Hörbuch "Der Seelenbrecher" auf meiner Festplatte, bis ich Anfang November auf die Idee kam, dass es jetzt endlich Zeit wäre das gute Stück zu hören. Von Sebastian Fitzek bin ich gut ausgebaute Geschichten, einen tollen Schreibstil, schöne Charaktere und lebendige Dialoge gewohnt. Sein letzter Roman "Der Nachtwandler" hat mich nicht so sehr begeistert. Da ich wusste, dass "Der Seelenbrecher" zu seinen ersten Büchern gehört hat, waren meine Erwartungen wieder etwas höher.

Sehr gut an dieser Geschichte gefielen mir die Handlungsstränge. Der Roman beginnt kurz vor Weihnachten. Ein Psychologe möchte mit interessierten Studenten ein Experiment durchführen. Sie sollen die Patientenakte von Casper lesen, die wie ein Roman verfasst wurde. Hier kommt die eigentliche Geschichte zum Zug.

Casper hat sein Gedächtnis verloren. Er befindet sich daher an Weihnachten in einer psychiatrischen Privatklinik. Am Abend gibt es einen Autounfall vor der Klinik und dann überschlagen sich die Ereignisse: Der eingelieferte Patient ist niemand geringeres als der Seelenbrecher. Und er ist seinem neuen Opfer gefährlich nahe...

Das Tolle an der Geschichte ist, dass hier die Lösung nicht auf der Hand liegt. Einige Male habe ich mir überlegt, wer der Bösewicht sein könnte, jedesmal wurden meine Thesen sofort wiederlegt. Ich konnte also richtig mit Casper mitfiebern und habe an einigen Stellen die Luft angehalten. Allerdings wurden mir ein paar Sachen schnell klar, die ich an dieser Stelle nicht erwähnen möchte, da ich sonst ein bisschen Wind aus den Segeln nehmen müsste.

Sebastian Fitzek überzeugt auch hier wieder mit einem tollen Schreibstil, der sich auch sehr gut hören lässt. Besonders gefallen haben mir in diesem Roman die Charaktere, wie beispielsweise ein angriffslustiger Pfleger, der Casper verdächtigt, mit dem Seelenbrecher unter einer Decke zu stecken, oder eine Patientin, die durch ihre Begeisterung für Rätsel den Schlüssel zur Lösung liefert, sind sehr gut und realistisch ausgebaut. Den ein oder anderen hätte ich wirklich gerne einmal kennen gelernt.

Was mir diesmal beim Hören auffiel sind die Stilmittel mit denen Sebastian Fitzek arbeitet. Er beschreibt beispielsweise eine Szene, als der Seelenbrecher Casper mit einer Waffe gefährlich nahe kommt. Fitzek geht nicht darauf ein, was der Seelenbrecher damit im Schilde führt. Gerade das sorgt dafür, dass die Fantasie des Lesers angeregt wird. Möchte der Seelenbrecher ein Gemetzel anrichten? Braucht er nur zwei Handgriffe um Casper außer Gefecht zu setzen? Oder hat er etwas völlig Anderes geplant?

Der Sprecher Simon Jäger hat hier einen fabelhaften Job gemacht. Gerade seine schlichte Art die Geschichte zu lesen, haben für die zusätzliche Spannung gesorgt. Außerdem hat auch er es geschafft, jedem Charakter eine eigene Stimme und somit auch eine eigene Identität zu geben.

Allerdings habe ich diesmal wieder halbe Punkte vergeben. Die Geschichte ist zwar sehr gut aufgebaut, dennoch hatte ich das Gefühl von ein paar Klischees umgeben zu sein. Gerade die Tatsache, dass die Klinik von der Außenwelt abgeschottet ist und die Insassen für die Rettung auf die Frühschicht warten müssen, vertritt eines der typischen Psychothriller Klischees.

In dem zweiten Klischee geht es um die medizinische Ausstattung der Privatklinik. Natürlich wurde beschrieben, dass sich der leitende Chefarzt mal hier mal da noch etwas dazuverdient, dennoch kenne ich es von psychiatrischen Einrichtungen nicht, dass sie z.B. über Röntgen Geräte, oder andere medizinische Apparate verfügen. (Natürlich kann ich mich in dem Fall auch irren :-)

Zusammenfassend kann ich jedoch sagen, dass "Der Seelenbrecher" das richtige Buch für alle Fitzek Fans ist. Mir hat es sehr gut gefallen und ich bin wirklich froh, diesmal eine vollständige und keine gekürzte Fassung eines Bestsellers hören zu können.

Montag, 1. Mai 2017

Lesemarathon Fazit April 2017

Foto: A. Mack
Hallo ihr Buchlinge da draußen,
wir haben euch nicht vergessen.
Allerdings kam im April wohl die große literarische Leere oder besser gesagt die Leseflaute über uns. Dennoch konnten sich zwei Crowd-Mitglieder dazu aufraffen, einen kleinen Fazit Beitrag zum Lesemarathon im April zu verfassen. Auf das der Mai literarisch besser wird :-)



Emmas Fazit

Stand: 30.04.17

Gelesene Seiten / gehörte Tracks: 283 Seiten, 197 Tracks
Gelesene Zeit: 25 h 28 min

Coolster Charakter des Monats: Ich merke, bei diesen Kategorien sind meine Ansprüche einfach wahnsinnig hoch. Ich habe im April zwar viele Charaktere kennen gelernt, mir fällt aber keiner auf Anhieb ein, den ich durchweg positiv finde. Wenn es um die Frage des interessantesten Charakters gehen würde, könnte ich Lila aus Meine geniale Freundin nennen, weil s ie nicht so leicht zu durchschuen ist und einen ziemlich harten Kern hat.

Schönster Handlungsort: Endlich kann ich diesen Punkt mal ganz eindeutig beantworten. Okay, leider nur etwas grob, aber hey, diesmal habe ich einen Ort! Es ist Neapel. Hier leben unsere Protagonisten in Meine geniale Freundin.

Bester Plot: Hier schwanke ich zwischen Meine geniale Freundin - ich bin wirklich langweilig - und Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen.
In Meine geniale Freundin berichtet Ich-Erzählerin Elena von ihrer Freundschaft zu Lila. Die Handlungsstränge des ersten Bandes der Trilogie werden sehr gut miteinander verwoben und machen Lust auf mehr.
In Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen wird die Geschichte der beiden Freunde Ben und Hanna erzählt. Beide haben gerade das Abi bestanden und verbringen den letzten gemeinsamen Sommer in einem kleinen Dorf am Strand. Dann taucht plötzlich ein seltsames Mädchen auf, das ihnen von einer Legende erzählt. Jedes Jahr stirbt ein Junge an diesem Strand. Als dann noch die ersten Vorzeichen eintreffen, wird es spannend.

Der beste Satz des Monats (natürlich mit Quellangabe):

"Bisher habe ich ich nur gequatscht, jetzt würde ich mich gerne unterhalten."
Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen von Ulla Scheler S. 303

"Ich möchte wirklich gerne pinke Haare", sagt Natti leise.
Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen von Ulla Scheler S. 266

"Vampirmoment! Ich glaube ich erblinde."
Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen von Ulla Scheler S. 275

"Wenn wir groß sind, will ich dich heiraten."
Meine geniale Freundin von Elena Ferrante, Track 20 
"Ich glaube, für die meisten bedeutet Erwachsen werden leider nur, es zu schaffen, ihre Träume in eine Schachtel
zu packen und sie im East River zu versenken."
Das Buch der Spiegel von E. O. Chirovici

Deine Eindrücke:
Der Monat begann für mich recht schleppend. Ich las mehr in Fachbüchern als in Romanen und hatte hier und da wahrscheinlich einfach zu wenig Motivation um ein Buch in die Hand zu nehmen. Richtig Gas gegeben habe ich ann am Welttag des Buches als ich spontan einen Tages-Lesemarathon ins Leben rief, der sogar recht gut besucht war.

Da ich in diesem Semester ziemlich viele Klausuren schreibe und auch noch Hausarbeiten fertig machen muss, nehme ich mir für den Mai einfach nur vor, zumindest ein Buch zu beenden. Wenn ich mehr schaffe, wird es natürlich umso schöner.




Skyaras Fazit 

Gelesene Seitenzahl: 162 Seiten
Gelesene Zeit: 15 Stunden und 10 Minuten

Hmm, irgendwie wiederhole ich mich wohl… Auch diesen Monat habe ich nicht viel gelesen… Ich habe genau genommen nicht mal die halbe Stunde täglich geschafft! Lag wohl am momentanen Buch…

„Nichts was dort weit unter ihnen zu sehen war, deutete darauf hin, doch Saramo spürte so intensiv, was gleich mit Metlucex geschehen würde, dass er sich wütend über die eigene Ohnmacht und voller Abscheu vor dem, was nun gleich zu sehen sein würde, wegdrehte.“
(Saramo und die Sieben Feuer – Eine Geschichte von Macht und Zweifel, Liebe und Kampf; Kapitel 6 –Liebe) 

Dies war für mich der beste Satz des Monats. Er ist für mich Symbolhaft für den Wendepunkt in der Geschichte. Der Punkt an dem es für mich endlich wirklich interessant und spannend wurde zu lesen.

Daher ist meine liebste Figur auch erst in der zweiten Hälfte des Buches zu finden. Kluxa ist Köchin und ein Drache. So wie nahezu alle Figuren in dem Buch. Was an ihr aber wirklich cool ist: Sie kann nicht lesen. Sie braucht es auch nicht, denn sie ist von einem ganz speziellen Stamm der Drachen. Diese können magische Steine befragen. Je ein Stein steht für die Tiere, Pflanzen, Luft, Erde und Wasser. Für sie sind erzählte Geschichten wichtiger. Und für das Wissen hat sie ja die Steine. Also braucht sie auch keine Bücher und versteht auch nicht was man an diesen toll finden kann. Sie ist auch die Retterin in der Geschichte, da sie durch die Befragung der Steine die Antwort auf die wichtigste Frage bringt. Und außerdem ist sie, dadurch das sie eine einfach gestrickte Person ist, voll sympathisch.

Und hier habe ich auch endlich mal wieder einen Handlungsort der mir gefällt. Ein kleines Häuschen in einer geschützten Bucht, welches nur zu sehen ist, wenn man direkt auf die Klippen zufährt, denn erst dann erkennt man die optische Täuschung, dass die Felsen einen kleinen Durchgang in Richtung der Bucht bilden.

Dafür habe ich aber keinen Plot, den ich wirklich für gut befinde. Die Geschichte um Saramo ist zwar vom Grundprinzip sehr interessant, aber da diese erst so spät für mich in Fahrt kam, kann ich sie einfach nicht als guten Plot betiteln…

Das Buch „Saramo und die Sieben Feuer – Eine Geschichte von Macht und Zweifel, Liebe und Kampf“ ist eigentlich als Kinderbuch gedacht. Ich persönlich muss aber sagen, dass ich das frühestens einem Kind geben würde, das zwischen Kind und Jugendlichem steht. Da die Hauptfigur während des Buches von einem Tag auf den anderen körperlich altert. Dadurch erleidet er Schmerzen und hat Probleme, welche ein normaler Jugendlicher oder gar ein Kind nicht verstehen kann.

Insgesamt habe ich nur weitergelesen: Saramo und die Sieben Feuer – Eine Geschichte von Macht und Zweifel, Liebe und Kampf von Raphalea Yamada
Immer noch in meiner Vorschau: Secret Elements – Im Auges des Orkans von Johanna Danninger und Elesztrah – Asche und Schnee von Fanny Bechert


Sonntag, 30. April 2017

GE(H)LEBT im April 2017

Gelesen im April 



Gelesene Bücher bzw. gehörte Hörbücher: 
Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen von Ulla Scheler
Meine geniale Freundin von Elena Ferrante

Das lese bzw. höre ich gerade
Irrlichtfeuer von Julia Lange
Das Buch der Spiegel von E. O. Chirovici 


Gefunden im Netz 

Die Leipziger Buchmesse 2017 - Oder wie ich bei einer Fremden schlief!
Obwohl Brösel der Besuch auf der FBM letztes Jahr nicht ganz so gut gefiel, war sie im März auch auf der LBM zu finden. Wie sich am Titel erkennen lässt, hatte sie auch einen kleinen Krimi was ihre Unterkunft betrifft. Allerdings ging ihrer recht schnell ziemlich positiv aus :-).
Über ihre Highlights berichtet sie HIER

Wolfgang Tischer im Gespräch mit Sebastian Fitzek
Wer die ersten Teile unserer Messeberichte verfolgt hat, wird mitbekommen haben, dass Skyara und ich leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten. Glücklicherweise hat das literaturcafe die Veranstaltung aufgenommen und seinen Lesern / Hörern als Podcast zur Verfügung gestellt.
Link zum Beitrag: HIER ENTLANG

12 großartige Tools für Blogger
Sandy, eine der Bloggerinnen von Tintenmeer hat einen wunderbaren Artikel geschrieben, in dem sie 12 Tools vorstellt, die Bloggern das Leben erleichtern. Das Tolle daran ist: Selbst für die Wordpress losen Menschen, wie mich, gibt es tolle Alternativen.
Zum Artikel --> HIER ENTLANG


Momente im April 2017 

Bücherstammtisch - vier neue Mitglieder 
Beim Bücherstammtisch Treffen im April durften wir gleich vier neue Mitglieder begrüßen. Diesmal war auch Crowd-Mitglied Skyara mit von der Partie. Unsere Gruppe wächst und wächst. Allerdings bleibt das Problem mit dem Veranstaltungsort bestehen. Aber ich bzw. wir arbeiten an Lösungen...

Die Schreibwerkstatt ist vorbei 
Anfang April endete auch das Schreibwerkstatt Projekt, das ein Kommilitone und ich im Rahmen unseres Studiums auf die Beine gestellt hatten. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht und ich hätte echt nicht damit gerechnet, dass ich beim letzten Termin doch etwas wehmütig geworden bin. Überraschenderweise wurden wir zum Abschied beschenkt: Ich bekam ein Hörspiel aus dem Hause des Hörverlags und musste schon ein bisschen schmunzeln, das ich ausgerechnet etwas von meinem Lieblingsverlag geschenkt bekomme.

Das Semester hat begonnen - Meine Organisation gleich null 
Im April hat auch das neue Semester so richtig begonnen. Obwohl ich im Gegensatz zum letzten Semester nur eine Blockveranstaltung hatte und somit immer ein langes Wochenende habe, fühle ich mich trotzdem wahnsinnig unorganisiert. Ich mache gerade nur das Nötigste und bräuchte - um eine Freundin zu zitieren - zwei Köpfe und vier Hände um einigermaßen alles erledigt zu bekommen.
Beispielsweise wartet der letzte Teil des LBM Berichtes ja immer noch auf euch... Asche auf mein Haupt! 

5 Dinge Lösung 
Meine Twitter und Facebook Follower haben die kleine Umfrage im April wahrscheinlich bemerkt: Ich habe in der 5 Dinge Krise gesteckt. Warum? Einerseits wurde mir empfohlen, diese Beiträge lieber bleiben zu lassen, da sie schnell in unnützes Wissen ausarten können. Andererseits konnte ich anhand der Klickzahlen feststellen, dass sich doch der ein oder andere für diese Beiträge interessiert. Deswegen wusste ich nicht so recht, wie es weitergehen sollte. Bei meiner Umfrage haben sogar ein paar Leute mit gemacht, sodass ein eindeutiges Ergebnis zustande kam. Allerdings werde ich die "5 Dinge"- Kategorie etwas abwandeln und euch nicht jede Woche mit einer Podcast Folge beehren. Ich werde noch etwas kreativ, lasst euch also überraschen.

Die Rezensionen aus der Konserve gehen alle 
Aufmerksamen Blog Lesern werden die mit ~K~ gekennzeichneten Beiträge vielleicht schon aufgefallen sein. Hierbei handelt es sich um Rezensionen, die bereits sehr alt sind und auf vorherigen Blogs erschienen sind. Als ich vor fast drei Jahren virtuell hier her gezogen bin, wollte ich diese Rezensionen dennoch mitnehmen. Ich nutzte also die Gelegenheit, einen kleinen Vorrat an Beiträgen anzuhäufen, damit es hier nicht allzu still wird. Da die ganzen Rezensionen aber bereits schon mal beworben wurden, habe ich sie nicht via Social Media geteilt.
Irgendwann kam dann der Moment, an dem mir diese ganzen Konserven Beiträge tierisch auf die Nerven gegangen sind. Ich hätte sie am liebsten alle auf einen Schlag raus gehauen, konnte mich dann aber noch beherrschen.
Nun laufen die Konserven im Mai aus und ich bin gespannt, ob ich hier eine Regelmäßigkeit im posten beibehalten kann. 

Emma geht unter die Booktuber 
Im April feierten dann auch endlich die ersten Videos bzw. Podcast Folgen Premiere. Ich finde es immer noch ziemlich unglaublich, dass über 40 Leute in den letzten Lesemonat zumindest schon mal rein gehört haben. Ich hoffe, die Beiträge sind nicht allzu zäh und ich bekomme mit der Zeit auch etwas Übung :-)
Wer meinen YouTube Auftakt verpasst hat, findet den Link zum Kanal entweder auf der rechten Seite des Menüs oder weiter unten im Punkt "Was gab's zu erzählen?"

Max Giesinger live beim Freiburger Festival 
Ende April konnte ich dann auch mein erstes Konzert in diesem Jahr besuchen. Ich hab Max Giesinger das erste Mal live gesehen und fand seinen Auftritt richtig gut. Dieses Konzert hat mir wieder gezeigt, wie viel Spaß solche Veranstaltungen machen können. Der Konzertbericht ist bereits geschrieben. Ihr werdet ihn im Mai zu lesen bekommen.


Was gab's zu erzählen? 

Lesemarathon 2017 

Ausstehende Rezensionen aus dem März 

Literatur hautnah: 

Rezensionen aus der Konserve: 

Ge(h)Schichten bei... 
YouTube


Gehört im April 



AnnenMayKantereit - September 
Im April stolperte ich wieder einmal über den YouTube Kanal von annenMayKantereit. Hier entdeckte ich ein paar neue Coverversionen. Das Lied September gefiel mir wahnsinnig gut, weil es lebendig, dynamisch daherkommt.



Tonbandgerät - Irgendwie anders 
Kennt ihr das? Ihr liegt morgens im Bett, seid gerade am aufwachen und dann schleicht sich ein Lied in eurer Ohr. Die Musik wird lauter und plötzlich werdet ihr mit einem neuen Ohrwurm in den Tag geschickt. So ging es mir mit Irgendwie anders, einer tollen Nummer von Tonbandgerät, die einen wahnsinnig schönen Refrain mit sich bringt.



Max Giesinger - Für immer 
Meine Konzert Highlights werdet ihr im dazugehörigen Bericht zu hören bekommen. Dennoch wollte ich vorab schon mal diese Ballade des Künstlers teilen, da sie mich positiv überrascht und auch irgendwie bewegt hat.


In diesen Sinne... 

Diesmal fällt der Monatsrückblick etwas kürzer aus. Obwohl Isona emion und mich dazu aufforderte, am Camp NaNoWriMo teilzunehmen, habe ich im April nicht wirklich viel geschrieben bzw. Wörter gezählt. Ihr mögt mir vergeben. Die zwei Jahre Dauerschreibmarathon hinterlassen ihre Spuren. Dafür kann ich aber im Mai wahrscheinlich von neuen Romankorrekturen berichten.

Aber jetzt hoffe ich, dass ihr gut in den Mai kommt bzw. tanzt und das verlängerte Wochenende schön ausklingen lassen könnt.