Mittwoch, 31. August 2016

Top und Flops, eine Menge Bildmaterial und natürlich meine Ohrwürmer im August 2016 - Monatsrückblick August 2016

Gelesen im August 2016


Bild von GoyaLit
Name: Rot wie das Meer
Autor: Meggie Stiefvater
Gelesen oder gehört: gehört als autorisierte Fassung
Lieblings:
Hauptcharakter: Sean, weil er über seinen Schatten springt
Nebencharakter: Die Frau des Metzgers
Schauplatz: Der Strand, obwohl dort das Pferderennen stattfindet
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG


Bild von Booksection
Name: Apfeldiebe
Autor: Michael Tietz
Gelesen oder gehört: gelesen als Hardcover
Lieblings:
Hauptcharakter: Alex, weil er Teamgeist beweist
Nebencharakter: Leni, und nein, nicht nur weil meine Katze so heißt :-)
Schauplatz: -
Bewertung: 2 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG

Bild von 
Rowohlt Verlag
Name: Drei mal wir
Autor: Laura Barnett
Gelesen oder gehört: gelesen als Hardcover
Lieblings: 
Hauptcharakter: Eva, weil sie Autorin ist und schöne Eigenschaften hat
Nebencharakter: Vivian, weil ich sie mir bildhaft vorstellen konnte
Schauplatz: Der Courier, Evas Arbeitsplatz
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG


Bild von der hörverlag
Name: Die Wahrheit
Autor: Melanie Raabe
Gelesen oder gehört: gehört als gekürzte Fassung
Lieblings:
Hauptcharakter: Der Fremde, weil er sehr interessant wirkt und offenbar viel mitgemacht hat. Das soll aber nicht heißen, dass ich Sarah nicht mag
Schauplatz: die Elbe, wegen dem Wasser
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG


Gefunden im Netz

Heffas Studium: Ein Drama in 12 Semestern 
In dieser Reihe informiert die Bloggerin Heffa Fuzzel über ihr mittlerweile erfolgreich abgeschlossenes Studium. Ich mag ihren Blog und ihre Art zu schreiben sehr gerne. Bisher hatten es mir besonders ihre Konzert Berichte angetan. Nun bin ich aber über diese Reihe gestolpert und finde sie ebenfalls lesenswert.
Zum Auftakt: HIER ENTLANG 

Heffa über die Auflösung von Luxuslärm
Anfang August wurde bekannt, dass sich die Band Luxuslärm auflöste. Nicht nur ich bin sehr traurig darüber (siehe weiter unten). Auch Heffa verabschiedet sich mit diesem Beitrag von einer ihrer Lieblingsbands...
Zum Beitrag: HIER ENTLANG

Autoren kommen zu Wort: Melanie Raabe
Wer meine Rezension zu Die Falle gelesen hat, weiß, dass mich das Debüt der Autorin total begeistern konnte. Daher habe ich ihren Beitrag auf Lottas Blog geradezu verschlungen.
Zum Artikel: HIER ENTLANG

Über unsere Gewohnheiten 
emion hat mir einen interessanten Artikel zum Thema Gewohnheiten verlinkt. Hier stellen sich die Fragen: Welche Gewohnheiten haben wir? Was können wir gegen schlechte Gewohnheiten tun?
Wer jetzt denkt, das wird ein langer philosophischer Beitrag hat sich getäuscht: Hier gibt's 10 kleine Statements, von denen euch sicher das ein oder andere bekannt vorkommt.
Zum Artikel: HIER ENTLANG

Grüppchenbildung auf YouTube (BookTube) 
Ich habe mal etwas bei YouTube gestöbert und das Video von LadyOfTheBooks zum Thema "Grüppchenbildung" gefunden. Sie beleuchtet das Thema einmal aus einer anderen Perspektive. Was denkt ihr über Grüppchenbildung?
Zum Video: HIER ENTLANG

BOOKTUBE LIVE
Hier haben zwei BookTuber eine tolle Idee entwickelt: Und zwar eine Art Talkshow mit anderen BookTubern. Hier werden immer bereits bekannte BookTuber und auch Neulinge in die Sendung geladen. Diskutiert werden hier dann Themen, die die BookTube Szene betreffen.
Ich verlinke euch mal die erste Folge, die unter dem Motto "Roter Teppich" stattfand. VORSICHT: Das Video geht 2 Stunden und 32 Minuten. Ihr solltet also etwas Zeit mitbringen :-)
Zum Video: HIER ENTLANG

Killerqueens Bericht vom Zürich Open Air 
Killerqueen betreibt einen wirklich tollen Musik Blog. Hier berichtet sie regelmäßig von besuchten Konzerten. Diesmal entdeckte ich ihren Bericht zum Zürich Open Air Festival im August. Wenn man ein bisschen Festival Feeling sucht, sollte man mal vorbei schauen.
Zum Beitrag: HIER ENTLANG


Momente im August 2016

Vorfreude auf das Stammtisch Treffen am Samstag 
Meine Vorfreude auf das erste Stammtisch Treffen am kommenden Samstag ist sehr groß. Ich bin wirklich gespannt, wie es wird, werde aber noch einmal Anfang Oktober die Werbetrommel rühren.

Planung für die Buchmesse
Wie bei den meisten von euch, habe ich mich im August ebenfalls mit der Buchmessen Planung beschäftigt. Im Gegensatz zu anderen Messebesuchen habe ich diesmal einen Tag mehr auf der Messe. Wie und wo ich zu finden bin, erfahrt ihr rechtzeitig in einem separaten Beitrag.

Auflösung von Luxuslärm
Auch ich finde es sehr traurig, dass sich Luxuslärm auflösen. Ich habe die Band dank der Soap Alles was zählt entdeckt, und gerade ihr Album "So laut ich kann" eine Zeit lang buchstäblich rauf und runter gehört. (Ich glaube, dass war meine Schreibmusik zum ersten Roman :-) ).
Jedenfalls bin ich sehr glücklich, dass ich die Band im November ein letztes Mal live erleben darf. Natürlich wird es einen ausführlichen Bericht zum Konzert geben.

Praktikum beendet 
Anfang August ging auch mein Praktikum zu Ende. Es ist immer wieder spannend, wie schnell ein halbes Jahr doch vergehen kann.

Foto A. Mack
Der Aus- und der interne Umzug 
Wer mich auf Twitter verfolgt hat vor etwa zwei Wochen dieses Bild zu sehen bekommen. Beinahe hätte ich vergessen euch hier darüber aufzuklären, was es damit auf sich hat :-).
Mein Bruder ist ausgezogen um die Welt zu entdecken. (Oder so ähnlich). Jedenfalls war es ein komisches Gefühl diesmal die Rollen zu tauschen. Schließlich habe ich ja dank meiner vorübergehenden schulisch bedingten Auswanderung nach Hessen, dafür gesorgt, dass er sechs Jahre mehr oder weniger allein daheim gewohnt hat.
Wie ihr auf dem Bild unschwer erkennen könnt, gibt es jetzt ein leerstehendes Zimmer in unserem Haus, dass ich sobald wie möglich beziehen werde.

Foto A. Mack
Überbleibsel
Am Tag des Auszuges fiel mir auf, dass ich darüber eine wirkliche Fotostrecke hätte machen können.
Ich präsentiere euch hier meinen Higlight Fund: Wer von euch ist ebenfalls mit diesem Kindersekt aufgewachsen?
Leider war die Flasche etwas älter, sodass wir uns nicht mehr getraut haben, sie zu probieren.

Foto A. Mack
Maskottchen? 
Es gibt Monate, in denen ich fast ausschließlich Katzenbilder mache. Ich habe meiner Katze auch schon vorgeschlagen mein Maskottchen zu werden. Wir befinden uns noch in den Verhandlungen :-).
Jedenfalls wollte ich euch dieses Bild nicht vorenthalten.
(Sie liegt tief und fest schlafend neben meinem Laptop auf dem Schreibtisch).



Was gab's zu erzählen? 

Rezensionen aus der Konserve
Winter der Welt
Der Schneewittchenclub 
Straßenblues
Was mit Kate geschah
Hab keine Angst 


Bereits im Juli gelesen
Der Scherbensammler 

Bloggeburtstag 
Zwei Jahre Ge(h)Schichten

GE(H)SCHAUT 
Alles was zählt und Gute Zeiten, schlechte Zeiten im Vergleich

Ankündigung 
Bücherstammtisch im September


Jahresschreibmarathon Fazit August

Geschriebene Wörter: 2.249 Wörter
Monatsziel: 15.500
Fehlende Wörter bis zum Ende: 31.827 Wörter
Erkenntnis des Monats: 
Oje... Wenn ich mir meine Statistik so anschaue, ist es echt nicht schön. Obwohl ich im August gar nicht mal so untätig war. Ich habe ein neues Kapitel einer Harry Potter Fanfiction geschrieben HIER KLICKEN. Außerdem hatte ich ein inspirierendes Gespräch mit emion über ds Romanprojekt. Da ich jetzt eine grobe Vorstellung davon habe, wie es weitergeht, haue ich heute wahrscheinlich nochmal ordentlich in die Tasten. Ich würde auch mal behaupten, dass mittlerweile 80% der Rohfassung fertiggestellt sind.


Gehört im August 2016




Luxuslärm - Leb deine Träume 
Ein wirklich schönes Motto.



Clueso - Keinen Zentimeter 
Ich weiß, dieses Lied gibt's schon eine gefühlte Ewigkeit, aber ich habe es erst in den letzten beiden Monaten so richtig entdeckt. Ich mag den Songtext, die Melodie, ok einfach alles :-). 


Tonbandgerät - Irgendwie anders
Tonbandgerät habe ich kürzlich schon mal in einem Monatsrückblick erwähnt. Dieses Lied ist wohl mit Abstand eines meiner Lieblingslieder der Band. 



In diesem Sinne... 

wünsche ich euch einen guten Start in den September. 
Wie war euer August? 
Welche Bücher habt ihr gelesen? 
Was waren eure Highlights? 

Montag, 29. August 2016

Die Wahrheit

Bild von 
der hörverlag
Steckbrief 

Name: Die Wahrheit (auch als Buch erhältlich)
Autor: Melanie Raabe
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Thriller und / oder MElanie Raabe Fans
Gelesen oder gehört: gehört als gekürztes Hörbuch
Sprecher: Nina Kunzendorf, Andreas Pietschmann, Devid Striesow
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von der hörverlag

"Er ist eine Bedrohung. Keiner will ihr glauben.

Vor sieben Jahren ist der reiche Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Seine Rückkehr löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle: Was wird werden? Gibt es noch eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah. Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes Leben …"


Meine Meinung 

Nachdem mir Melanie Raabes Debütroman Die Falle schon so gut gefallen hat, musste auch Die Wahrheit bei mir einziehen. Ich hatte somit auch recht große Erwartungen an das Buch und war sehr gespannt, welche Geschichte mich hier erwarten würde. 

Gestaltung 
Im Gegensatz zu Die Falle wurde Die Wahrheit als gekürztes Hörbuch produziert. Ob es der Geschichte geschadet hat? Ich denke was das Verständnis betrifft kein bisschen. Aaaber: Ich hätte natürlich gerne mehr von der Geschichte gehabt :-). 
Gelesen wurde der Großteil des Romanes von Nina Kunzendorf, die hier in die Rolle der alleinerziehenden Mutter Sarah schlüpft. Sie brachte eine tolle Dynamik mit und sorgte dafür, dass ich mich in Sarah und ihre Verzweiflung hineinversetzen konnte. Nina Kunzendorf nimmt an den richtigen Stellen an Fahrt auf, betont aber auch die ruhigen Phasen, in denen unsere Protagonistin zur Ruhe kommt. 
Auch Devid Striesow und Andreas Pietschmann, die jeweils den Charakter Philipp, Sarahs verschwundener Ehemann, bzw. dem Fremden lesen, passen sehr gut in die Geschichte. Sie schaffen es, den Hörer in die Irre zu führen und untermalen so die Frage nach der Wahrheit

Inhalt 
Protagonistin des Romanes ist Sarah, deren Ehemann vor sieben Jahren verschwunden ist. Als sie gerade beginnt über seinen Verlust hinwegzukommen, taucht er plötzlich, wie aus dem Nichts wieder auf. Doch dann muss sie feststellen, dass der Mann, welcher ihr als Philipp vorgestellt wird, nicht ihr Mann ist. Und nun bleiben die Fragen: Wo ist Philipp? Und was will dieser Mann von ihr? 

Dann gibt es aber noch die anderen Perspektiven. Wir begleiten Philipp, wie er zu der Geschäftsreise aufbricht, von der er erstmal nicht zurückkehren wird. Während Sarah geradezu von ihrem Mann und ihrer Liebe schwärmt, bringt Philipp eine andere Version mit ins Spiel. 
Und natürlich gibt es auch noch den Fremden, der den Hörer lange nicht in seine Karten schauen lässt. Er wirkt keinesfalls gewalttätig. Doch er stellt auch keine Forderungen. Wie entkommt Sarah also diesem Albtraum? 

Inhaltlich beweist Melanie Raabe hier wieder wie gut sie ihre Geschichten verstricken kann. Ähnlich wie bei Die Falle war bei mir auch hier irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich mich fragte, welcher der Protagonisten denn jetzt die Wahrheit sagte. 

Spannung 
Der Roman konnte mich fesseln. Mich interessierte, was es mit dem Fremden auf sich hat. Sarahs Unruhe war bis in mein Wohnzimmer spürbar. Ich saß ebenso auf Kohlen und war gespant, wann er endlich mit seiner Wahrheit herausrückte und verkündete, was er von ihr wolle. 

Der Spannungsbogen konnte mich aber nicht ganz überzeugen.
Nachdem mir die Auflösung präsentiert wurde, hätte ich gerne noch eine kleine Ruhephase in der Geschichte gehabt. In der sich auch Sarah darüber klar wird, was gerade passiert ist. 

Schreibstil 
Ich bin ein großer Fan von Melanie Raabes Schreibstil. Sie schafft nicht nur tolle Dialoge, sondern auch eine bildhafte Sprache. Außerdem war ich diesmal fasziniert, dass ihr Schreibstil trotz oder gerade durch die Wiederholungen so gut wirkt. So wird der Unbekannte entweder als der Fremde oder der Mann bezeichnet. Dennoch wirkte das an keiner Stelle langweilig. 

Gesamteindruck 
Die Wahrheit hat mich wortwörtlich nicht enttäuscht :-). Wie oben schon beschrieben, hätte ich mir nach der Auflösung nur noch etwas mehr Erklärung gewünscht. Ich kann das Buch aber definitiv allen Thriller Fans gerne weiterempfehlen und freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin. 


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* Dieses Hörbuch wurde mir von dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 28. August 2016

Monat der Biografien: Hab keine Angst

Bild von lovelybooks
Steckbrief

Name: Hab keine Angst - Das Krebstagebuch von Brigitte Lauterberg
Autor: Brigitte Lauterberg
Verlag: Traumstunden Verlag
Geeignet für: Menschen, die sich für Biografien interessieren
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Kurzbeschreibung 


(Kurzbeschreibung von amazon)



"Zusammen mit seiner Schwägerin Ulrike Lauterberg schuf Robert Lauterberg aus den Tagebuchaufzeichnungen seiner inzwischen verstorbenen Frau ein Buch, das ebenso wichtig wie bewegend ist. Und das auch nach dem Tod der Autorin immer noch ein gutes Werk tut, denn wie es ihrem Wunsch entsprach, spenden die Herausgeber ihre gesamten Honorare an Einrichtungen der Krebshilfe. Tun auch Sie ein gutes Werk mit dem Erwerb dieses Buches, das sich durchaus auch zum verschenken eignet! Im Sinne von Brigitte Lauterberg, geht der Erlös an die Bayrische Krebsgesellschaft e.V., Kto. Nr.: 72512 BLZ: 700 202 70 bei der Hypo-Vereinsbank München. Kennwort: Brigitte Lauterberg. Im Internet gibt es eine Gedenkseite für Brigitte, die weiterhin gepflegt wird. www.brigittelauterberg.de Wir freuen uns über jeden Besucher und über jeden Gästebucheintrag. Schlußbemerkung: Brigitte hatte ihr Krebstagebuch in der alten Rechtschreibung verfaßt ! Wir haben bei der Aufbereitung und Überarbeitung sowie beim Lektorat darauf geachtet, daß das respektiert wurde. Sollten wir doch einmal etwas übersehen haben oder sich ansonsten Rechtschreibfehler eingeschlichen haben, bitten wir, dies zu entschuldigen. Puchheim, im Mai 2007 Als ich mit dem Traumstunden Verlag Essen die 3. Auflage dieses Buches übernahm, versprach ich dem Herausgeber, Herrn Robert Lauterberg, das Buch in der Art weiter zu publizieren, in der es in den ersten beiden Ausgaben erschienen ist!. Diesem Wunsch trage ich bis heute Rechnung. Somit wurde auch bei der Erstellung des ebooks die größtmögliche Sorgfalt auf den Erhalt des Originaldokuments gelegt. Auch beim ebook gehen sämtliche Autorenhonorare an die Bayrische Krebsgesellschaft, der Kauf dieses Werkes stellt somit eine indirekte Spende dar. Wir danken für Ihre Unterstützung! Essen, Juli 2012 Traumstunden Verlag Essen www.traumstunden-verlag.de Britta Wisniewski Verlegerin."


Meine Meinung

Durch eine Blogsuchmaschine kam ich mit Britta 
Wisniewski, Verlegerin des Traumstunden Verlags in Kontakt, die mir Rezensionsexemplare anbot. Zufälligerweise hatte ich an diesem Tag schon eine Rezension über "Hab keine Angst" auf einem anderen Bücherblog gelesen und wollte das Buch unbedingt haben. 

Das Buch ist immer wieder mit Bildern von Brigitte und ab und an auch Bildern von ihrem Mann bestückt. Das sorgt dafür, dass der Leser hautnah dabei ist und an ihrem Leben teilhaben kann.
Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Anfangs wollte ich nicht damit beginnen, da es auch bei uns in der Familie Menschen gibt, die an Krebs erkrankt und daran gestorben sind. Ich war mir nicht mehr so sicher, ob ich die Geschichte einer Frau, die den Kampf gegen den Krebs nicht gewinnen konnte, wirklich lesen wollte. Ich kann allerdings sagen, dass ich es keinesfalls bereue, das Buch trotzdem gelesen zu haben.

In diesem Zusammenhang davon zu reden, von dem Buch nicht enttäuscht worden zu sein, kommt mir ziemlich bescheuert vor. Schließlich geht es hier um ein Krebstagebuch. Die Wahrscheinlichkeit, dass Krebs überlebt wird ist nicht sehr hoch. Deshalb habe ich damit gerechnet Einblicke in die letzten Monate von Brigitte Lauterberg zu bekommen. Das Krebstagebuch geht über zwei Jahre. Ich hätte nicht gedacht, dass sie es schafft, so lange gegen de Krankheit zu kämpfen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil der Leser einen guten Einblick in Frau Lauterbergs Gefühlswelt bekommt. Sie muss nicht nur mit körperlichen Schmerzen, sondern auch dem seelischen Schmerz umgehen. Schließlich stand sie vor der Krankheit mit beiden Beinen mitten im Leben. Sie hatte einen Friseurladen, führte eine glückliche Ehe und hatte viele Freunde. Die Krankheit stellte ihr Leben buchstäblich auf den Kopf. Ich bekam mit, wie sie lernte, mit der Krankheit umzugehen und irgendwann begreifen musste, dass der Krebs unheilbar ist. Selbst an diesem Punkt wirft sie nicht das Handtuch, sondern versucht das Leben so gut es geht, bis zur letzten Minute zu genießen.

All die Menschen, die sie während dieser Zeit begleitet haben, haben eine wunderbare und vor allem sehr schwere "Arbeit" gemacht. (Im Grunde sind das die wahren Helden auf der Welt, aber das ist wieder eine andere Geschichte).

Jeder, der etwas über Krebs lernen möchte und erfahren will, wie Frau Lauterberg mit der Krankheit umging, sollte dieses Buch unbedingt lesen.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.


* Dieses Hörbuch wurde mir von dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Samstag, 27. August 2016

Drei mal wir

Bild von 
Rowohlt Verlag
Steckbrief

Name: Dreimal wir (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: Laura Barnett
Verlag: Rowohlt Verlag
Geeignet für: Menschen, die tiefgründige Geschichten mit verstrickten Handlungssträngen mögen
Gelesen oder gehört: gelesen als Hardcover Ausgabe
Bewertung: 5 von 5 Punkten

Klappentext 

(von Rowohlt Verlag)

"Eva und Jim sind neunzehn und Studenten in Cambridge, als ihre Wege sich 1958 zum ersten Mal kreuzen. Eine Fahrradpanne führt die beiden zusammen. Was dann passiert, wird den Rest ihres Lebens bestimmen.
Wir folgen drei unterschiedlichen Versionen ihrer Zukunft, zusammen und getrennt. Sehen Eva dabei zu, wie sie eine berühmte Schriftstellerin wird. Und Jim, wie er für die Kunst seinen Beruf als Anwalt hinter sich lässt. Wir sehen Partner kommen und gehen, reisen mit ihnen nach London, New York und Los Angeles. In all den Jahren nimmt ihre Liebe immer wieder ungeahnte Wege, von den ersten drei Treffen bis hin zum Finale: Drei Liebesgeschichten, ein Paar."


Meine Meinung

Anfang Juli feierte Martin von Buchwellenreiter seinen ersten Bloggeburtstag. Da verloste er Drei mal wir. Und ich war die Glückliche, die das gute Stück gewonnen hat.

Gestaltung
Das Cover ist sehr schlicht gehalten. In dem Buch sind Verzierungen zu finden, was die Geschichte sehr schön untermalt.
Die Kapitel hatten genau die richtige Länge. Etwas ungewohnt war es für mich, dass die Seitenzahlen hier am Seitenanfang zu finden waren. Allerdings stört das überhaupt nicht. Außerdem kam mir die Schriftart etwas kleiner vor. Aber auch hierfür gibt es keinen Punkt Abzug.

Inhalt: 
Als ich emion meine neuste Lektüre in die Hand drückte, stellte sie fest: "Der Klappentext nimmt doch schon alles vorweg." Obwohl hier angedeutet wird, in welche Richtung es geht, machte mich der Klappentext eher neugierig auf die Geschichte.
Die Schlüsselszene ist ein (beinahe) Fahrradunfall. Hier begegnen sich unsere Protagonisten Eva Edelstein und Jim Taylor zum ersten Mal. Ab hier gibt es drei mögliche Versionen, wie die Geschichte weitergehen könnte. Und genau diese Versionen erzählt Lauren Barnett gekonnt. Sie sorgt dafür, dass sich Eva und Jim kennenlernen, oder sich keines Blickes würdigen und sich somit erst im Laufe der Geschichte begegnen.

Besonders schön finde ich die Entwicklung der Charaktere, die von den verschiedenen Versionen abhängt. Je nachdem, wie sich die unterschiedlichen Versionen entwickeln, lernen auch Eva und Jim bestimmte Seiten an sich kennen. So muss Jim feststellen, dass er doch mehr mit seinem Vater gemeinsam hat, als er zu Beginn dachte.
Auch Eva findet heraus, dass eine Ehe mit dem Schauspieler David Curtis nicht alles im Leben ist.
Die Entwicklung von Eva und Jim war sehr gut dargestellt. Erfahrungen, die sie in einer Version früher machen mussten, kam in einer anderen Version später und vielleicht auch in einer abgewandelten Form auf sie zu. Das bestätigte mich auch wieder in meiner Theorie, dass einem die Themen, die es zu bearbeiten gilt, in verschiedensten Konstellationen begegnen können.

Spannung 
Auch der Spannungsbogen der Geschichte konnte mich hier gut erreichen. Das lag zum größten Teil daran, dass überhaupt nicht vorhersehbar war, wie die drei Versionen verlaufen würden. Zudem war es spannend zu lesen, an welchen Eckpunkten Jim und Eva aufeinander treffen.

Schreibstil 
Schon nach wenigen Sätzen hatte mich Laura Barnett mit ihrem Schreibstil erobert. Ich bin ein großer Fan ihrer bildhaften Sprache. Diese zeichnet sich beispielsweise dadurch aus, dass sie Situationen beschreiben kann, ohne gängige Fachsprache benutzen zu müssen. So wird schnell klar, dass Jims Mutter Vivian krank ist. Und durch Laura Barnetts Beschreibung bekommt der Leser ein tolles Bild davon, wie sich die Krankheit äußert und warum es für Jim so schwierig ist, mit seiner Mutter zurechtzukommen.
Laura Barnett entführte mich in die verschiedenen Schauplätze und schaffte es, die Geschichte wie einen Spielfilm vor meinem geistigen Auge abspielen zu lassen :-).

Gesamteindruck 
Ich war neugierig auf Drei mal wir, hatte aber keine bestimmten Erwartungen. Ich fand es spannend die Biografien zweier Charaktere zu verfolgen und habe den Roman sehr gerne gelesen.

Dienstag, 23. August 2016

Was mit Kate geschah

Bild von sf-magazin
Steckbrief

Name: Was mit Kate geschah
Autor: Catherine O'Flynn
Verlag: btb Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne traurige Bücher lesen,
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 1 von 5 Punkten



Klappentext 


(Klappentext von "Was mit Kate geschah" von Catherine O'Flynn, erschienen im btb Verlag) 

"Birmingham 1984: So oft sie kann, setzt sich die 10-jährige Kate mit Mickey, ihrem Stoffaffen, in den Bus und fährt hinaus in das große Einkaufszentrum Green Oaks. Als Detektivin spürt sie dort den dunklen Geheimnissen der Kunden nach und verfolgt »Verdächtige« bis in die letzten Winkel des Konsumtempels, der ihr mittlerweile vertrauter ist als ihr Zuhause. Doch dann verschwindet sie von einem Tag auf den anderen spurlos. Zwanzig Jahre später machen sich zwei ihrer mittlerweile erwachsenen Freunde von einst noch einmal auf die Suche, um herauszufinden, was damals wirklich geschah …"


Meine Meinung

Lustigerweise stand das Buch auf einer meiner Wunschlisten, ich habe es aber für Weihnachten nicht weitergegeben. Trotzdem hat es dieses Buch unter den Baum geschafft.

Den Einband des Buches finde ich ansprechend gestaltet. Man kann einen leeren Einkaufswagen erkennen. Ich nehme an, dass das Gebäude im Hintergrund "Green Oaks" darstellen soll.

Den Anfang des Buches finde ich sehr gelungen. Hier treffen wir auf die Protagonistin Kate, die gerne Verbrechen aufspüren möchte. Der Leser muss hier zwischen den Zeilen lesen, um zu erkennen, dass Kate kein glückliches Kind ist. Ihr Vater stirbt an einem Schlaganfall, die Mutter hatte die Familie schon früh verlassen. Großmutter Ivy fühlt sich zu alt, um Kate zu erziehen. Sie möchte, dass die Enkelin ein Internat besucht. Ich mag es, wenn man nicht alle Informationen auf einem Tablett serviert bekommt, sondern manche Dinge erahnen muss.

Der Großteil der Geschichte wird aber nicht von Kate, sondern Lisa und Kurt erzählt. Beide haben Kate in Kindertagen kennen gelernt, hatten aber nicht wirklich viel mit ihr zu tun. Es wird ein Großteil des Buches darauf verwendet Lisa und Kurt kennen zu lernen. Beide arbeiten inzwischen in "Green Oaks" sind aber mit ihrem Beruf keinesfalls glücklich.

Mein Eindruck von dem Buch ist, dass nicht Kate, sondern "Green Oaks" und seine Mitarbeiter die Hauptrolle der Geschichte spielen. Mir waren die Geschichten um Kurt und Lisa zu ausführlich. Der Leser wurde mit Monologen "genervt", bei denen ich mich gefragt habe, warum ich das alles wissen muss.
Schließlich wollte ich einfach nur erfahren, was mit Kate geschah und nicht warum die Mitarbeiter von "Green Oaks" so gestresst von ihrem Job sind.

Daher fand ich den Schreibstil der Autorin auch anstrengend zu lesen. Kurt und Lisa werden seitenweise Informationen an den Kopf geworfen, die im Grunde an ihnen vorbeiziehen. Ich hatte das Gefühl mit einem Haufen frustrierter Charaktere zu tun zu haben. Natürlich konnte ich den Grund der Frustration nachvollziehen, wollte das alles aber gar nicht so genau wissen.
Erst auf den letzten Seiten wird sich wieder aktiv auf die Suche nach Kate gemacht. Ich finde daher den Klappentext und den Titel des Buches völlig falsch gewählt. In der Geschichte geht es meiner Meinung nach eher darum, dass Kurt und Lisa lernen, ihre Bedürfnisse mitzuteilen, um so aus ihrem Alltagstrott ausbrechen zu können.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Buch ungern weiterempfehle, weil die Geschichte völlig am Thema vorbei erzählt wird. Die netten Passagen, die aus Kates Sicht erzählt werden, tauchen in dem Buch leider viel zu wenig auf. Ich hätte gern mehr über sie erfahren.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

Donnerstag, 18. August 2016

Apfeldiebe

Bild von Booksection
Steckbrief

Name: Apfeldiebe
Autor: Michael Tietz
Verlag: Bookspot Verlag
Geeignet für: ab 15-16 Jahren, für Menschen, die gerne blutige Thriller lesen
Gelesen oder gehört: gelesen als Hardcover
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Klappentext

(von Booksection)

"Der kleine Ort Wittlekofen, im südlichen Schwarzwald gelegen, birgt für Kinder während der Sommerferien nicht viel Aufregendes. Umso spannender findet es Alex, als er in der Roggenbacher Burgruine durch Zufall auf eine unterirdische Kammer stößt, in der sich allerlei Relikte aus der Ritterzeit befinden. Aufgeregt überredet er seinen besten Freund Max und dessen kleinen Bruder Timmi, am nächsten Tag gemeinsam die unterirdischen Gänge zu erkunden. Auch Kasimir, von allen nur als „das Mädchen“ gehänselt und Rufus, ein schwarzgekleideter Außenseiter, sind mit von der Partie. Doch das gemeinsame Abenteuer soll sich innerhalb nur weniger Minuten in einen wahren Albtraum verwandeln, denn ein unabsichtlich ausgelöster Erdrutsch verschüttet den einzigen Ausgang aus der Höhle."


Meine Meinung 

Es gab schon lange kein Buch, dass so schlecht bewertet wurde. Apfeldiebe konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Ich hoffe, im Laufe dieser Rezension wird euch klar warum. Dennoch möchte ich voran stellen, dass es kein schlechtes Buch ist und viele von euch vielleicht anders über meine Kritikpunkte denken.

Gestaltung 
Das Cover finde ich ganz ansprechend gestaltet. Es wird sehr schlicht gehalten, was aber nicht weiter schlimm ist, sondern die Stimmung des Buches untermalt. Hier spielt sich viel zwischen den Zeilen ab, aber dazu später mehr.
Auf meiner Buchausgabe ist ein anderer Klappentext abgedruckt. Diesen fand ich gut getroffen. Er verriet nicht zu viel von der Geschichte, ließ aber trotzdem erahnen, um was es geht und machte mich neugierig. Die obige Inhaltsangabe verrät teilweise schon zu viel von der Geschichte.
Allerdings musste ich während des Lesens feststellen, dass ich teilweise etwas anderes geboten bekam, als auf dem Klappentext angekündigt wurde.

Inhalt
Wie oben schon angedeutet, geht es um fünf Jungen, die beinahe nicht unterschiedlicher sein könnten. Bis auf die Tatsache, dass sie alle in einem verschlafenen Dorf leben, scheint sie nicht viel miteinander zu verbinden.
Alex, der Entdecker des geheimen Raumes und Max, ein übergewichtiger Junge, sind beste Freunde. Deswegen ist Max auch einer der Ersten, der von Alex' Fund erfährt. Schnell sind auch Max Bruder Timi, und zwei Außenseiter, Kasimir und Rufus, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, eingeweiht.
Was als harmloses Spiel beginnt, entwickelt sich schnell zu einem gefährlichen Abenteuer auf Leben und Tod.

Schon als ich den Prolog las, musste ich schlucken. Hier beschreibt Autor Michael Tietz, eine erste gewalttätige Szene. Ein Junge versucht sein Opfer zu erwürgen. Zuerst fragte ich mich, wer wohl zu so einer Handlung fähig war bzw. was passieren müsste, dass jemand auf diese grausame Idee kam. Der zweite Gedanke, der mir in den Sinn kam, war: Will ich dieses Buch wirklich lesen? 

Ich las weiter und lernte unsere Protagonisten kennen. Hier bekam ich schnell eine Ahnung wer der gewalttätige Junge aus dem Prolog sein könnte.
Unsere Charaktere haben es nicht leicht: Alex und Max haben beide unter gewalttätigen Vätern zu leiden. Außenseiter Rufus, der nur schwarze Kleidung trägt, hat vor einem halben Jahr seine Mutter verloren. Und Kasimir? Er ist ein intelligenter Junge und kann in der Schule glänzen. Doch aufgrund seiner langen Haare wird er von allen nur das Mädchen genannt und hat keine Freunde im Dorf. Da kommt ihm das Angebot mit den Großen spielen zu dürfen, gerade recht.

An sich beschreibt Michael Tietz die Charaktere recht gut. Wir lernen sie kennen und können erahnen, was sie zu dem gemacht hat, wie sie eben sind.
Gerade bei Max, der im Laufe der Geschichte eine erschreckende Entwicklung durchmacht, hätte ich mir aber gewünscht mehr von seiner Familie mitzubekommen, bzw. zu erleben, wie sein Leben zu Hause abläuft. Hier wird zu Beginn nur eine Szene beschrieben, die bei mir viele Fragezeichen zurückgelassen hat.

Zudem erzählt Michael Tietz die Geschichte auch aus verschiedenen Blickwinkeln. Als die Jungen unter der Erde verschüttet sind, wird ein neuer Charakter ins Spiel gebracht. Ein alter Mann, der sie vielleicht retten könnte...
Mit diesen Kapiteln bin ich nicht zurecht gekommen. In meiner Buchausgabe wurde der Retter schon im Klappentext angedeutet. Jedoch ging es in diesen Kapiteln auch viel um den Alltag des Mannes, bzw. welche Themen ihn bewegen. Diese Kapitel waren mir oft zu zäh. Ich fragte mich einerseits warum ich das alles wissen müsse und wollte andererseits, dass es endlich mit der eigentlichen Geschichte weitergeht.

Spannung 
Auch der Spannungsbogen konnte mich nicht dauerhaft packen. Zu Beginn fand ich die Geschichte gut eingefädelt. Der Klappentext und der Prolog machten neugierig auf den Roman. Doch nachdem die Fronten geklärt waren und die Jungen wortwörtlich unter der Erde waren, zog sich die Geschichte in die Länge. Erst auf den letzten 50-80 Seiten steigt der Spannungsbogen nochmal etwas an.
Ich hätte mir gewünscht, dass der Spannungsbogen etwas ausgeglichener gewesen wäre.

Schreibstil 
Auch der Schreibstil lag mir nicht wirklich. Während mich der Prolog noch packte, fand ich den Rest des Buches sehr langatmig.
Außerdem war mir nicht ganz klar, ob es sich hier um einen allwissenden Erzähler oder einen personalen Erzähler, also eine Geschichte aus Sicht unserer Protagonisten, handelt.
Den Schreibstil fand ich für die Tatsache, dass unsere Protagonisten zwischen 8 und 13 Jahre alt sind, recht schwierig. Die Sätze gingen oft über mehrere Zeilen und enthielten auch Formulierungen, die Kinder ganz bestimmt nicht benutzen. Diese Details sprachen also für einen allwissenden Erzähler. Dann gab es aber wieder diese Absätze, die sehr wohl aus Kindersicht erzählt sein konnten.

Von der Stimmung die Michael Tietz hier transportierte, musste ich ein bisschen an Das finstere Tal denken. In dieser Geschichte spielt ebenfalls viel zwischen den Zeilen und sie arbeitet sich, ähnlich wie hier, zu einem Höhepunkt hin. Gerade die Stimmung trug auch dazu bei, dass ich den Roman nicht in einem Rutsch durchlesen konnte.

Gesamteindruck 
Ich hatte etwas Anderes erwartet. Ich hätte nicht gedacht, dass die Geschichte so grausam werden würde. Was Apfeldiebe für mich so grausam gemacht hat war, wie die Protagonisten miteinander umgehen bzw. die Gewaltbereitschaft mancher Charaktere. Daher empfehle ich das Buch auch erst ab 15 oder 16 Jahren. 

Straßenblues

Bild von 

Steckbrief

Name: Strassenblues
Autor: Christine Feher
Geeignet für: ab 14 Jahren, für Menschen, die gerne realistische Bücher lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Klappentext:

(Klappentext von cbt Verlag)

"Auf der Straße gibt es weder Liebe noch Freiheit ...


Maxi ist vierzehn, eine Berlinerin mit Schnauze. Keiner darf ihr was sagen, ihre Mutter Constanze nicht und schon gar nicht Eberhard, der neue Mann, der mit rabiaten Mitteln versucht, Maxi »umzuerziehen « - während Constanze wegsieht. Maxi weiß schließlich nur noch einen Ausweg: abhauen, in die Freiheit der Straße, zu Ronny, der sie versteht und den sie liebt. Aber auf der Straße gibt es nichts. Weder die große Freiheit, noch die große Liebe." 


Meine Meinung

Oberflächlich gesehen ist das Buch ganz gut. Es liefert die Geschichte, über ein Mädchen, dass gezwungenermaßen beschließt, auf der Straße zu leben. Wenn man allerdings beginnt, die Geschichte genauer zu durchleuchten, fallen einem sämtliche Klischees auf, wie beispielsweise: Maxi wird einmal geschlagen und beschließt sofort ihr Zuhause zu verlassen. Dann durchlebt sie sämtliche Situationen, die zu einer typischen Klischeegeschichte gehören, mit Prostitution, Diebstählen usw.
Ich hätte mir hier eine bessere Ausarbeitung der Charaktere gewünscht. Ich hatte das Gefühl, diese nur oberflächlich zu erleben. Daher konnte ich mich auch nicht wirklich gut in sie hineinversetzen. Die Geschichte ging mir etwas zu schnell. Maxi stolpert von der einen Situation in die nächste, sodass wenig Zeit bleibt, die Situationen von mehreren Blickwinkeln zu beleuchten.

Weiterempfehlen kann ich das Buch daher nicht wirklich. 


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

Sonntag, 14. August 2016

GE(H)SCHAUT - AWZ und GZSZ im Vergleich

Schon lange habe ich mir überlegt, die beiden Soaps miteinander zu vergleichen, die ich schon sehr lange verfolge. Gute Zeiten schlechte Zeiten (GZSZ) habe ich von 2002 bis 2008 verfolgt und schalte mich heute hin- und wieder gerne ein bzw. habe das Gefühl immer noch grob zu wissen, um was es geht :-). 
Alles was zählt (AWZ) verfolge ich von Beginn an und musste nur einmal zwangsläufig pausieren und habe einmal für ein paar Wochen freiwillig pausiert, weil mich der Inhalt der Soap nervte. Mittlerweile bin ich aber wieder aktiv dabei. 

Da AWZ dieses Jahr 10-jähriges Bestehen feiert und auch GZSZ mittlerweile die 6.000ste Folge gesendet hat, wollte ich die beiden Soaps mal miteinander vergleichen... 


Die Soaps - Um was geht's? 

Alles was zählt - AWZ 
Die Handlung der Soap, die September 2006 das erste Mal ausgestrahlt wurde, spielt in Essen und zwar um genau zu sein, im Stadtteil Schotterberg. Hier gibt es das fiktive Fitness-, und Wellness Zentrum des Steinkamp Clans. 
Die Charaktere der Geschichte sind aber nicht nur die Familie Steinkamp, sondern auch Mitarbeiter des Steinkamp Zentrums, oder Sportler, die in Kadern (momentan Eislaufkader) des Steinkamp Zentrums trainieren. 

Schwerpunkt der Soap ist der Sport. Hier wurden bereits verschiedene Sportarten ausprobiert. Alles begann 2006 mit dem Eislaufen und Tanja Szewczenko in der Hauptrolle. Zwischenzeitlich gab es Ausflüge in den Tanzbereich, das Eishockey, den Fitness Trend Vibra Joy, oder sogar eine kurze Fußball Handlung bis die Soap wieder zu ihrem Ursprung dem Eislaufen zurückkehrte.

Sendezeiten: Mo - Fr 19:05 Uhr auf RTL oder die gesamte Woche kostenlos auf RTLnow 

Gute Zeiten, schlechte Zeiten - GZSZ
An dieser Stelle möchte ich den Pressetext von der Produktionsfirma UFA zitieren, die den Inhalt der Soap, die seit 1992 ausgestrahlt wird, ziemlich gut zusammenfasst:

Sie sind die Teens, Twens und Thirty-Somethings – drei Generationen, die in Berlin leben und dort durch gute und schlechte Zeiten gehen. Sie sind neugierig auf das Leben. Sie haben Wünsche und Träume. Sie wollen die Welt erobern. Sie sind voller Erwartungen und hungrig nach Erlebnissen. Sie glauben fest daran, jedes Ziel erreichen zu können. Liebesgeschichten und Karrierepläne führen zu Eifersucht, Rivalitäten und Konflikten von ganz unterschiedlichem Ausmaß.

Sendetermine: Mo - Fr 19:40 Uhr


Inhalt - Der Vergleich 

Gemeinsamkeiten 
In beiden Soaps bilden dramatische Geschichten den Schwerpunkt der Handlung. Bei GZSZ lässt das ja bereits der Name erkennen. Einige Charaktere müssen sich mit Intrigen oder Konkurrenzkämpfen auseinandersetzen. Nicht zu vergessen, die Schicksalsschläge, die auch vor fiktiven Soap Charakteren keinen Halt machen.

Unterschiede
Während bei AWZ die Handlung um das Thema Sport gesponnen wird - Vorbereitung auf Wettkämpfe und deren Durchführung, Konkurrenz innerhalb eines Teams, Darstellung des Trainings wie z.B. Charakteren beim Eislaufen zuschauen - spielen bei GZSZ die persönlichen Schicksale der Charaktere eine größere Rolle. (Mehr Infos zu den Charakteren gibt es weiter unten).
Allerdings gibt es hier und da Handlungsstränge, die zeitlich versetzt und natürlich an die jeweiligen Charaktere angepasst, in beiden Soaps dargestellt werden. Hier und da habe ich mich dann gefragt, wer von wem abgeschrieben hat :-)

Die Handlungsstränge werden bei beiden Soaps aber unterschiedlich behandelt. Während ein Handlungsstrang bei AWZ manchmal kurz aufgebaut, zu einem Höhepunkt geführt und dann wieder abgebaut wird, begleiten manche Geschichten die GZSZ Fans über mehrere Monate hinweg. Als ich GZSZ noch regelmäßig verfolgte, nervte mich das regelrecht .Mittlerweile habe ich aber das Gefühl mich jederzeit wieder einschalten zu können und nicht viel verpasst zu haben.


Die Charaktere - Der Vergleich 

Gemeinsamkeiten 
Wie in jeder Soap gibt es überall die Stereotypen: Der/die Böse / Intrigante, der Nette, die Schüchterne. Diese sind auch bei AWZ und GZSZ zu finden. Leider findet hier oft auch keine große Entwicklung statt und die Charaktere bleiben ihrem alt bekannten Schema treu.
Nicht zu vergessen, fehlen hier und da die Charaktere zwischen drin. Es gibt entweder die Guten oder die Bösen. Nette Charaktere, die sich keiner Partei anschließen, bleiben oft nicht lange in den Soaps.

Unterschiede 
Während bei AWZ die Stereotypen gut vertreten sind, habe ich das Gefühl, dass es bei GZSZ individuellere Charaktere gibt. Zudem vermute ich, dass GZSZ für das multikulturelle Berlin steht. Neben Charakteren mit Migrationshintergrund gibt es auch Charaktere aus der Punk-, oder Elektro Szene.

Auch die sozialen Schichten in denen sich die Charaktere bewegen sind bei beiden Soaps sehr unterschiedlich. So gehören die Steinkamps, die Hauptcharaktere bei AWZ, neben dem Gerner Clan bei GZSZ zur gut bürgerlichen und wohlhabenden Szene.
Jedoch gibt es in beiden Soaps keine Charaktere, die arbeitssuchend, oder chronisch erkrankt sind. (Ob oder warum das so ist? Nun ich glaube, um das zu erörtern bräuchte es einen eigenen Beitrag).
Allerdings tauchen immer wieder Charaktere auf, die nicht wissen, was sie wollen. Im Falle von AWZ der Charakter Leo Brück, der sich aufgrund einer schlechten Geschichte für das Medizinstudium einschreibt.



Das Schauspiel Esamble im Vergleich 

Bei der Recherche aufgefallen:
Was bei beiden Soaps sofort auffällt: Es gibt einige Darsteller, die gerade mal 1-2 Jahre in den Soaps zu sehen sind. Diese Umbrüche finden oft in der Anfangszeit statt.
Meist steigen sie endgültig aus. Manchmal halten sie sich aber auch die Option offen, wiederkommen zu können. Beispielsweise könnte Andreas Elsholz (spielte den verschollenen Sohn von Clemens Richter) theoretisch jederzeit nach Berlin zurückkehren.
Manchmal passiert eine Rückkehr auch in Form eines neuen Schauspielers.
Quelle: Wikipedia GZSZ, Wikipedia AWZ

Ich glaube, mit der folgenden Aussage mache ich mir jetzt nicht viele Freunde, aber: Ich glaube, dass bei beiden Soaps die meisten Darsteller sich selbst verkörpern. Hier und da gibt es Backstage Berichte der Schauspieler und naja... sie sind da genauso, wie sie sich auch vor der Kamera bewegen. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, darüber lässt sich streiten.

Allerdings gibt es sowohl bei AWZ als auch bei GZSZ Ausnahmen, die ich euch hier einmal genauer vorstellen möchte:

Meine Lieblinge bei AWZ 

Neben Silvan Pierre Leirich (spielt Richard Steinkamp) und Tatjana Clasing (spielt Simone Steinkamp), ohne die AWZ wahrscheinlich gnadenlos untergehen würde, möchte ich an dieser Stelle folgende Schauspieler erwähnen:

Jenny Steinkamp - Kaja Schmidt-Tychsen 
Kaja Schmidt-Tychsen ist die mittlerweile dritte Besetzung der Rolle Jennifer Steinkamp, Tochter von den Steinkamp Zentrum Gründern Simone und Richard Steinkamp.
Kaja Schmidt-Tychsen spielt hier einen launischen, zickigen und intriganten Charakter. Wenn Jenny nicht das bekommt, was sie will, packt sie all ihre Waffen aus und lässt erst locker, wenn sie ihr Ziel erreicht hat. Hierbei schreckt sie auch vor der eigenen Familie nicht zurück: So wurde ihre Mutter kurzerhand an die Nordsee abgeschoben, oder sie plante die Ermordung ihrer Eltern, bzw. die geschäftliche Vernichtung des Verlobten ihrer Schwester.
Ich glaube gerade diese böse Seite macht es so schwierig, den Charakter der Jenny Steinkamp dauerhaft spielen zu können. Kaja Schmidt-Tychsen ist jetzt seit 2011 dabei und scheint einen guten Weg gefunden zu haben, mit der Rolle umzugehen. Auch in den Backstage Berichten macht sie, im Vergleich zu ihrer Serienrolle, einen viel ruhigeren und geerdeten Eindruck. (Hier warte ich dann immer gespannt auf den Jenny Moment, der nicht kommt :-) ).
Warum sie mir so gut gefällt? Sie schafft es auch das Innenleben ihres Soap Charakters für den Zuschauer gut sichtbar nach außen zu transportieren.

Tobias Märtz - Michael Jassin
Ich hatte das Gefühl, dass die AWZ Charaktere nur noch aus Zicken oder Charakteren bestehen, die unter Intrigen zu leiden haben. Mir fehlte ein lustiger, verpeilter Charakter. Und dann wurde der Charakter des Tobi Märtz eingeführt. Eine bessere Besetzung wie Michael Jassin könnte man sich hier absolut nicht vorstellen. Tobi ist ein sehr treuer, hier und da auch gutgläubiger Charakter. Mit seiner Art zauberte er meinen AWZ Mitschauern und mir schon das ein oder andere Lächeln aufs Gesicht. 
Er ist das beste Beispiel dafür, dass AWZ eben doch noch Facetten und nicht nur Schwarz Weiß Denken zu bieten hat. 

Meine Lieblinge von GZSZ: 

Jo Gerner - Wolfgang Bahro 
Jo Gerner ist der fiese Anwalt, der regelmäßig dem ein oder anderen Soap Charakter kein schönes Leben bereitet. So gemein wie er einerseits auch sein kann, lässt er auf der anderen Seite seine Connections für Freunde, oder Menschen spielen, die einen guten Anwalt brauchen.
Während Wolfgang Bahro die Zuschauer vor der Kamera mit dem Gerner Blick töten könnte, ist er hinter der Kamera ein lustiger Mensch. Dies stellte er unter anderem bei der GZSZ Jubiläums Berichterstattung, weiteren Interviews, oder Promi Dinner Folgen unter Beweis. (Meine Lieblingszene: Er schlägt ein Ei auf und kommentiert dies mit: "Du wärst kein schönes Küken geworden")
Nicht zu vergessen, ist er auch regelmäßig im Theater oder im YouTuber Film "Kartoffelsalat" zu sehen.

David Brenner - Philipp Christopher Wolter
GZSZ schaue ich ja mittlerweile nur noch unregelmäßig. Allerdings fiel mir Philipp Christopher Wolter, der hier die Rolle des Bösewichtes David Brenner verkörpert, sofort aufgrund seiner Ausstrahlung auf. Er kommt etwas düster daher und schafft es Emotionen glaubhaft zu transportieren. Seit zwei Jahren ist er bei GZSZ dabei und bereichert die Soap unheimlich.


Die Soaps - Meine Meinung 

Gibt es eine bessere oder schlechtere Soap? 
Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Nein!

Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich GZSZ gar nicht mehr regelmäßig verfolge. Bei AWZ gefallen mir die Schauspieler und hier und da auch die Geschichten besser. Ein Handlungsstrang wird nicht immer über Monate aufrecht erhalten. Hier und da wirkt das auch etwas unglaubwürdig, für manche Geschichten war das aber auch sehr sinnvoll, da sie mir sonst schnell auf die Nerven gegangen wären.

Bei GZSZ sind die Charaktere vielschichtiger, aber die Schauspieler oft auch schlechter besetzt. Die Generationen sind hier besser verteilt, was so viel bedeutet, dass es nicht ausschließlich junge oder alte Charaktere gibt.

Beide Soaps haben was für sich. Auch bei GZSZ schalte ich mich hin- und wieder sehr gerne ein, weil es auch hier Schauspieler gibt, die sehr lange dabei sind und deren aktuellen Geschichten ich gerne mitverfolge.


Und ihr? 

Habt ihr eine Lieblingsserie oder eine Lieblingssoap?
Schaut ihr GZSZ und / oder AWZ?
Was mögt ihr an den Soaps und worauf könntet ihr verzichten? 

Mittwoch, 10. August 2016

Der Schneewittchenclub

Bild von Hanser 
Steckbrief

Name:
 
Der Schneewittchenclub
Autor: Lily Archer
Verlag: dtv Verlag
Geeignet für: ab 11 Jahre, oder für Menschen, die Jugendbücher mögen. 
Gelesen in folgender Sprache: Deutsch 
Bewertung: 2 von 5 Punkten 



Klappentext 

(Klappentext von "Der Schneewittchenclub" von Lily Archer  erschienen im dtv Verlag)


"Spinnefeind sind sich die schöne Alice, die reiche Reena und die kluge Molly, als sie im Internat aufeinandertreffen. Verbissen kämpfen die Tochter eines Schriftstellerpaars aus New York, das verwöhnte Beverly-Hills-Girl und die fleißige Schülerin aus der Provinz um Zimmer, Freundinnen und Jungs. Bis sie entdecken, dass sie aus demselben Grund hier sind: Sie alle haben eine böse Stiefmutter, die sie loswerden will! Das lassen die Drei sich nicht gefallen. Sie gründen den "Schneewittchen-Club" und schmieden Rachepläne. Perfekte Unterhaltung, die Leichtes mit Nachdenklichem verbindet!"

Meine Meinung

Ich habe das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen und muss ehrlich sagen, dass ich es mir wahrscheinlich nicht selbst gekauft hätte. 
Kommen wir zuerst zu den positiven Seiten des Buches: Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt. Jede, der drei Hauptpersonen, bekommt jeweils ein Kapitel gewidmet. Die Autorin versteht sich gut darin, in die verschiedenen Rollen zu schlüpfen und füllt diese echt gut aus. Gerade die verschiedenen Rollen machen das Buch so interessant. Da die Charaktere einfach "völlig verschieden" sind, hat es teilweise schon richtig Spaß gemacht, es zu lesen. Es hat mich einfach an die Rollenspiele erinnert. 
Die Geschichte an sich klingt auch ziemlich interessant. 

Aber da bin ich auch schon bei den negativen Seiten angelangt. Ich, als Leserin, musste ziemlich lange warten, bis es "richtig zur Sache" ging. Im Grunde war die Geschichte, als sie an ihrem Höhepunkt angekommen war, auch schon am Ende. Dass fand ich relativ schade, da der Schluss kein richtiger Schluss war. Es wurde im Grunde ein neuer Handlungsstrang für den weiteren Verlauf der Geschichte eingeleitet, der aber einfach nicht ausgefüllt wurde. 

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

Dienstag, 9. August 2016

Rot wie das Meer

Bild von Goya 
Steckbrief

Name: Rot wie das Meer (auch als Buch erhältlich)
Autor: Meggie Stiefvater
Verlag: Jumbo Audio Verlag
Geeignet für: Menschen, die abenteuerlich, tierische Geschichten mögen
Gelesen oder gehört: gehört in autorisierter Fassung
Sprecher: Maria Wardzindska und Florens Schmidt
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Goya Libre / Jumbo Verlag

"Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von Capaill Uisce heimgesucht, Meereswesen, die in Gestalt wunderschöner Pferde Tod und Verderben bringen. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer, ziehen sie die Menschen in ihren Bann. Wie viele junge Männer der Insel fiebert auch Sean Kendrick dem Skorpio-Rennen entgegen, bei dem sie auf Capaill Uisce gegeneinander antreten. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Als erste Frau wagt Puck Connolly, sich einen Platz in dieser Männerwelt zu erkämpfen. Dabei lernt sie Sean kennen und die beiden Einzelgänger kommen sich langsam näher. Als schließlich der Startschuss für das Rennen fällt, wissen Sean und Puck, dass sie mehr zu verlieren haben als nur diesen Wettkampf." 


Meine Meinung 

Vor einer Weile hat Yvonne von Yvonnes Lesewelt ein tolles Hörbuch Wanderpaket organisiert. Hier fiel mir sofort Meggie Stiefvaters Roman Rot wie das Meer auf. Bisher hatte ich noch nichts von der Autorin gelesen, konnte mich aber gut daran erinnern, dass einige ihrer Bücher durch Buchblogs wanderten. Wie so oft las ich mir auch diesmal nicht den Klappentext durch, sondern ließ mich von der Geschichte überraschen... 

Gestaltung 
Gelesen wird das Hörbuch von Maria Wardzinska und Florens Schmidt. Die Doppelbesetzung ist sehr passend, da es auch in der Geschichte zwei Protagonisten gibt. Die beiden Sprecher ergänzen sich wunderbar. Während Sean, gelesen von Florens Schmidt, nach außen hin eher zurückgezogen wirkt, hat Kate "Puck" Connally eine feurige Energie, die von Maria Wardzinska gekonnt transportiert wird. 
Beide Sprecher harmonieren sehr schön miteinander und vermitteln die richtigen Emotionen an den passenden Stellen.  
Hinzu kommt auch, dass das Cover wirklich schön ist. Ich denke bei der Buchform kommt es sicher um einiges besser zur Geltung. 

Inhalt 
Die Geschichte beginnt sehr packend. Wir treffen auf den Jungen Sean, der seinen Vater, einen Teilnehmer des alljährlichen Pferderennens, an den Start begleitet. Das Pferderennen ist nicht nur bei den Inselbewohnern von Thisby, sondern auch den eigens angereisten Touristen sehr beliebt. Doch die Teilnehmer reiten nicht etwa auf normalen Pferden. Das traditionelle Rennen findet auf den gefährlichen Wasserpferden Capaill Uisce statt. Obwohl diese Tiere gefürchtet sind, strahlen sie auch eine wunderschöne Magie aus. Sean ist ihrem Zauber verfallen. Besonders sein eigenes Pferd Corr hat es ihm angetan. 
Jahre später entpuppt sich Sean als Favorit des Pferderennens. Bis eine Frau das Unmögliche wagt: Kate, die von allen nur Puck genannt wird, lässt sich als allererste Frau für das Pferderennen registrieren. 

Sowohl Sean als auch Puck sind Einzelgänger. Sie haben nicht viele Freunde und verbringen ihre Freizeit lieber mit den eigenen Pferden als mit anderen Inselbewohnern. Doch das Rennen und die Pferde bringen die beiden einander näher. 

Maggie Stiefvater hat hier zwei tolle Hauptcharaktere geschaffen. Sean und Puck haben beide kein leichtes Leben. Sean hat seinen Vater bei dem berüchtigten Pferderennen verloren und auch Puck lebt gemeinsam mit ihren Brüdern ohne Eltern und schlägt sich so durchs Leben. 
Schön finde ich, wie sich die beiden Charaktere einander annähern. Wer jetzt vermutet, dass den Leser eine schnulzige Liebesgeschichte erwartet, täuscht sich hier gewaltig. Die Beziehung der beiden wird mehr zwischen den Zeilen beschrieben. Und gerade das ist Meggie Stiefvater richtig gut gelungen. 

Spannung 
Schon nach den ersten Tracks stellte ich wilde Theorien auf, wie sich die Geschichte entwickelt und rechnete beinahe damit, ein vorhersehbares Buch erwischt zu haben. Glücklicherweise führte mich Meggie Stiefvater gewaltig an der Nase herum und schuf ein paar unvorhersehbare Entwicklungen innerhalb der Geschichte. 

Zudem gefiel mir auch der Handlungsverlauf des Romanes. Rot wie das Meer findet seinen Höhepunkt bei dem gefährlichen Capaill Uisce Rennen. Und gerade während dieser Minuten konnte ich mich kaum von der Geschichte trennen. 

Schreibstil 
Meggie Stiefvater hat mich binnen weniger Minuten auf die Insel Thisby mit ihrem schönen Strand, den Pferden, für die ich sonst wirklich nicht viel übrig habe, und ihren eigenwilligen Charakteren entführt. Oft konnte ich mir die Szenerie bildhaft vorstellen und hoffte geradezu, Rot wie das Meer auch irgendwann als Verfilmung wiederzufinden. 

Gesamteindruck 
Während ich zu Beginn von Rot wie das Meer noch befürchtete, eine vorhersehbare Geschichte erwischt zu haben, belehrte mich Meggie Stiefvater schnell eines besseren. 
Obwohl die Handlung auf mich hier und da gekürzt wirkte, hatte ich nicht den Eindruck, dass viel von der Geschichte verloren ging. Teile, wie beispielsweise die Tatsache, dass wir nicht erfuhren, was es mit dem Tod von Pucks Eltern auf sich habe, wirkten mehr wie ein gelungenes Stilmittel, als eine Kürzung

Obwohl der Roman auf der Verlagsseite als Fantasy Buch ausgeschrieben ist, habe ich die Geschichte mehr als Abenteuerroman empfunden. Meggie Stiefvater hat es sogar zwischenzeitlich geschafft, dass ich mich wirklich gefragt habe, ob es die gefährlichen Capaill Uisce wirklich gibt. Beeindruckend finde ich es auch, wie die Hörbuchsprecher solche Zungenbrecher gekonnt über die Lippen bringen. 

Kurzum: Hier erwartet euch eine spannende Geschichte, die sehr viel zwischen den Zeilen transportiert. Aber auch, wenn ihr mehr Freund von packenden Geschichten seid, kommt ihr hier ganz auf eure Kosten. 

Montag, 8. August 2016

Zwei Jahre Ge(h)Schichten

Bild von pixabay

Es ist wieder soweit!
Heute feiert dieser Blog hier zweijähriges Bestehen.
Es wird wieder Zeit zurückzublicken und zu schauen, was sich innerhalb des letzten Jahres getan hat. Außerdem gibt's wieder ein paar Statistiken für euch.
Und zu guter letzt möchte ich diesen Tag natürlich auch mit euch feiern. Aber erstmal der Reihe nach...


Die aktuellen Statistiken 

26.050 Seitenaufrufe
74 Follower bei Google Friend Connect
75 Follower bei Facebook (fast Gleichstand mit GFC)
36 Follower bei Twitter (Account existiert seit Mai 2016)

Außerdem bin ich mittlerweile auch bei Lovelybooks und "Was liest du?" zu finden, muss zu meiner Schande aber gestehen, dass ich dort ausschließlich meine Bücherregale pflege, Rezensionen hochlade, mich aber nicht groß in irgendwelchen Gruppen beteilige.


Die fünf meist geklickten Beiträge 

Wir können alles sein, Baby (Rezension zum Hörbuch)
Diese Rezension ist noch nicht mal ein Jahr online und hat einfach mal alle Rekorde gebrochen. Immer wieder gibt es Fans, die Texte aus dem Buch googeln, dann wohl bei meiner Rezension landen und feststellen müssen, dass es bis auf ein paar Zitate keine vollständigen Texte geben wird...

GE(H)SCHAUT - POPSTARS 2015 (ebenfalls neue Kategorie)
Eine sehr frustrierende Sendung. Hier wurde wieder einmal einer Menge motivierter Mädchen die Hoffnung gemacht, sie könnten in der Musikwelt wirklich etwas reißen. Dabei wurden sie, nachdem sich herausstellte, dass sich das breite Publikum nicht mehr für POPSTARS interessierte, hingehalten und letztendlich abserviert.

GE(H)SCHAUT - Der Eurovision Song Contest 2016 
Ein Beitrag, der mir, trotz unserer Platzierung, sehr viel Spaß gemacht hat. Im Übrigen wird an Jamie Lee weiterhin festgehalten. Sie spielte neulich auf einem Open Air Festival und ist auch auf YouTube zu finden. HIER GEHT'S ZUM KANAL.

Schreibmarathon - Das Jahresprojekt
Wie auch letztes Jahr ist es eher ein ruhiger Jahresschreibmarathon. Ich komme mit den gesetzten Zielen dieses Jahr deutlich besser voran. Und ich muss zugeben: Ich bin ein kleiner Statistik Mensch und schreibe die geschriebenen Wörter sehr gerne auf. Obwohl ich mittlerweile gehört habe, dass es bei den Autoren, die bei Publikumsverlagen veröffentlichen, gar nicht so sehr auf "das eine Wort mehr oder weniger" ankommt, sondern natürlich mehr um die Geschichte geht. Schreibt ihr selbst eigene Geschichten?

Ein Stammtisch für Bücherwürmer und Autoren in Freiburg
Dieser Beitrag ist am kürzesten online und hat es gleich mal in die Top 5 geschafft. Es freut mich natürlich ganz besonders, weil es hier mal um den Austausch im Reallife geht.
Bisheriger Zwischenstand: Diese Woche werden die Cafes abgeklappert, damit das erste Treffen bald stattfinden kann.


Meist geklickt in den Rubriken... 

Neben den meist geklickten Beiträgen, verlinke ich euch hier auch jeweils einen Beitrag, der noch ein bisschen Aufmerksamkeit verdient hat...

GE(H)SCHAUT
Meist geklickt: POPSTARS 2015 (ebenfalls neue Kategorie)
Empfehlung des Hauses: Club der roten Bänder 
Bald geht es mit der zweiten Staffel weiter. Wenn diese schöne Serie bisher an euch vorbeigegangen ist, habt ihr jetzt noch etwas Zeit, die erste Staffel anzuschauen. 

GE(H)SCHMÖKERT
Meist geklickt: Autorenhandbuch Teil 2 Im zweiten Teil stelle ich das Kapitel "Schreiben fürs Theater" genauer vor. 
Empfehlung des Hauses: Schreiben fürs Drehbuch
Um ehrlich zu sein, verlinke ich euch den Beitrag nur, weil es sich hier um mein Lieblingskapitel aus dem Handbuch handelt. 

Kurzrezension 
Meist geklickt: Eines Tages, Baby (Kurzrezensionen) 
Empfehlung des Hauses: Pinkmuffin@BerryBlue
Wer lustige Kinder- bzw. Jugendbücher mag, wird diese Bücherreihe lieben. Es ist eine Emailromanreihe, in der sich MAX und Berry zufällig kennenlernen und jede Menge Abenteuer miteinander erleben, obwohl sie sich noch nie gesehen haben. 

Literatur / Kultur hautnah 
Empfehlung des Hauses: Poetry Slam in Freiburg 

NACHGE(H)DACHT 
Meist geklickt: Professionelles Bloggen 
Empfehlung des Hauses: Bin ich eine Autorin? 

NACHGE(H)FRAGT 
Empfehlung des Hauses: Bei Frau Korte vom Hörverlag 

Rezensionen 
Besonders freut mich hier, dass ein Hörbuch am meisten geklickt wurde. 
Empfehlung des Hauses: Mein Vater, sein Schwein und ich
Ein lustiger Kurzgeschichtenband, bei dem ich nicht nur oft lachen musste, sondern mich auch dabei ertappte, den Vater der Geschichte irgendwoher zu kennen... :-) 

Studieren mit Sehbehinderung 
Meist geklickt: Shortcuts - Tastaturbefehle 


Zwei Jahre - Was hat sich verändert 

Kein reiner Buchblog
Wie ihr sicher schon gemerkt habt, ist dieser Blog hier kein reiner Buchblog mehr. Natürlich geht es hier weiterhin um Literatur.
Allerdings berichte ich mittlerweile auch von geschauten Filmen oder Serien, erzähle von meinem Studium und so weiter.
Da interessiert mich natürlich: Welche Rubriken interessieren euch am meisten?

Autorenteam von Ge(h)Schichten
Mittlerweile sind alle Vorstellungen meiner Gastschreiberinnen online gegangen. Vielleicht gibt es Ende des Jahres noch 1-2 Berichte. Zwei meiner Gastschreiberinnen haben im November nämlich Großes vor...

Und sonst so? 
Ich kann freudig berichten, dass ich weiterhin sehr gerne blogge. Nie hätte ich gedacht, dass ich nach fast zwei Jahren doppelt so viele Kommentare habe, wie mit meinem allerersten Blog. Der Austausch ist also im Vergleich zu anderen Projekten definitiv top :-).


Gemeinsam feiern? 

Und zu guter letzt möchte ich euch heute zu einem kleinen Leseabend anlässlich des Bloggeburtstages einladen. Wir beginnen um 20:00 Uhr und lassen uns mal überraschen, ob der Leseabend vielleicht in eine Lesenacht übergeht.

Zur Veranstaltung --> HIER ENTLANG


In diesem Sinne... 

bedanke ich mich fürs lesen, verfolgen und kommentieren und bin gespannt, was im nächsten Jahr so kommen mag.


Updates zum Leseabend 

20:00 Uhr: Wie heißt der Hauptcharakter zu eurem aktuellen Roman? Wie kommt ihr mit ihm zurecht? 

Nach behobenen technischen Problemen - Windows Media Player und iTunes mögen mich echt nicht wirklich :-) - habe ich mit einem neuen Hörbuch begonnen. Und zwar mit dem Thriller "Blackout". Hier treffe ich auf einen Autoren, der seine Ex-Freundin umgebracht haben soll. Was wir auch über ihn wissen: Er hatte einen Hirntumor.
Wie ich mit ihm zurechtkomme? Ich kann ihn noch nicht wirklich einordnen. Er ist mir weder sympathisch noch unsympathisch. Vielleicht kann ich ihn später etwas besser einschätzen...


21:00 Uhr: Und nun einmal eine unbuchige Frage: Müsst ihr morgen wieder arbeiten? Oder habt ihr Ferien bzw. Urlaub? 

Ich habe seit dieser Woche offiziell Semesterferien. Hier und da habe ich zwar ein paar Termine, morgen könnte ich aber theoretisch ausschlafen. Allerdings glaube ich, dass ich den Leseabend nicht zu einer Hardcore Lesenacht ausreizen werde...

22:00 Uhr: Wie gefällt euch eure Lektüre? Was sind eure Ziele für heute Abend? Wie lange haltet ihr noch durch? :-) 

Ziemlich viele Fragen auf einmal. Irgendwie werde ich mit "Blackout" nicht richtig warm. Die Geschichte klingt zwar interessant, aber ich kann mich noch nicht ganz einfinden. Obwohl ich mich in der letzten Stunde schön auf das Hörbuch konzentrieren konnte.
Wie lange ich noch lese? Das mache ich auch ein bisschen von der kommenden Stunde und der Spannung der Geschichte abhängig. Eventuell plane ich um und beginne eine andere Geschichte...

23:00 Uhr: Hattet ihr schon ein Lesehighlight im August? 

Ja, ich weiß, der August ist gerade mal acht Tage alt. Dennoch habe ich schon ein Lesehighlight zu verzeichnen. Und zwar "Rot wie das Meer" von Meggie Stiefvater. Die Rezension wird wahrscheinlich im Laufe der Woche geschrieben und online gehen :-).

Unnützes Wissen am Rande: Mein Hörbuch ist hier und da mit gruseliger Musik unterlegt, die die Thriller Stimmung richtig gut untermalt, aber mich zu später Stund etwas gruseln lässt :-).

23:30 Uhr: Das Spiel ist aus... Ich bin müde und verabschiede mich für heute Abend. Auch an dieser Stelle bedanke ich mich bei allen, die trotz Alltagsstress mit dabei waren. Bis hoffentlich bald - entweder hier oder bei einer anderen Lesenacht :-).

Freitag, 5. August 2016

Der Scherbensammler (Band 3)

Bild von Jumbo Verlag
Steckbrief 

Name: Der Scherbensammler (auch als Buch erhältlich)
Autor: Monika Feth
Verlag: Jumbo Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Jugendbücher und Thriller lesen,
Gelesen oder gehört: gehört, als gekürzte Fassung
Sprecher: Julia Nachtmann, Jana Schulz, Barbara Nüsse, Jona Mues,
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Jumbo Verlag

"Jette ermittelt wieder. Blutbeschmiert und ohne jegliche Erinnerung findet sich Mina neben einer Leiche wieder. Es ist ihr Vater, das Oberhaupt eines religiösen Zirkels mit düsteren Praktiken, und es scheint, als habe sie ihn getötet. Jette glaubt nicht an die Schuld des Mädchens und versteckt Mina vor der Polizei. Doch mit Mina stimmt etwas nicht und als Jette die dunkle Seite ihrer Freundin kennen lernt, schwebt sie bereits selbst in großer Gefahr."


Was mir gut gefällt 

Aufbau der Handlungsstränge 
Schon nach wenigen Minuten war ich fasziniert davon, wie Monika Feth die Geschichte spinnt. Wer die vorherigen Bände der "Erdbeerpflücker"- Reihe gehört hat, findet schnell heraus, dass diesmal der Lebensgefährte von Jettes Mutter eine wichtige Rolle spielt. Toll finde ich hier, dass dieser Handlungsstrang überhaupt nicht inszeniert wird, sondern sehr glaubhaft dargestellt wurde. 

Schreibstil 
Auch Monika Feths Schreibstil hat mich im dritten Teil der Reihe sehr gut unterhalten. Ich musste sogar das ein oder andere Mal über die Dialoge schmunzeln. Gerade Jettes Freundin Merle hat es mir in diesem Band wirklich angetan. 

Inhalt 
Die Grundidee, ein Mädchen, das aus einer Sekte ausgebrochen ist, aber die Geschehnisse noch nicht ganz verdaut hat, finde ich sehr gut. Mina als Charakter war auch gut dargestellt. Was mich störte, findet ihr weiter unten :-) 

Sprecher 
Toll finde ich, dass wieder bekannte Sprecher wie Julia Nachtmann und Barbara Nüsse dabei waren. So ist es nicht ganz so dramatisch, wenn neue Sprecher hinzukommen. 


Ausbaufähig 

Charaktere 
In "Der Scherbensammler" war Mina, ein Mädchen mit einer psychischen Erkrankung, die Protagonistin der Geschichte. Hier hat Monika Feth eine sehr interessante und vielschichtige Protagonistin erschaffen, über die ich gerne mehr gehört hätte. 

Inhalt - Die Sache mit der Sekte 
Auch hier hätte ich mir gerne mehr Szenen innerhalb der Sekte gewünscht. Der religiöse Zirkel wurde zwar als bedrohlich dargestellt, jedoch kam bei mir die Bedrohung nicht wirklich an, sodass ich sie nicht ganz nachvollziehen konnte. 


Fazit 

An sich eine tolle Geschichte, bei der wir Hörer die Hörbuch Kürzungen aber wieder etwas zu spüren bekommen. Zudem müssen sich die Hörer darauf gefasst machen, dass es bis auf zwei Sprecherinnen immer wieder wechselnde Sprecher bei der "Erdbeerpflücker"- Reihe gibt. Mich stört das nicht so, da Julia Nachtmann und Barbara Nüsse wohl die Stammbesetzung darstellen.