Dienstag, 31. Mai 2016

Tolle Bücher, große Pläne und beinahe peinliche Musik :-) - Monatsrückblick Mai 2016


Gelesen im Mai 2016

Bild von Heyne Verlag
Name: Kalte Stille 
Autor: Wulf Dorn 
Gelesen oder gehört: gelesen als Taschenbuch
Lieblings: 
Hauptcharakter: -
Nebencharakter: Hieronymus Liebwerk, weil er einfach ein Unikat ist und ich ihn mir bildhaft vorstellen konnte :-) 
Schauplatz: Der Fahlenberger Weiher
Bewertung: 3 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG 



Bild von 
Heyne fliegt
Name: Mein bester letzter Sommer
Autor: Anne Freytag
Gelesen oder gehört: gelesen als Hardcover
Lieblings:
Hauptcharakter: Tessa, weil sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt und Schwächen zugeben kann
Nebencharakter: Larissa, weil sie einfach ehrlich ist und Tessa trotz der Krankheit nicht in Watte packt
Schauplatz: Italien, weil ich selbst schon mal da war und immer wieder gerne hin fahre
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG

Bild von
Piper Verlag
Name: Starters
Autor: Lissa Price
Gelesen oder gehört: gelesen als Hardcover
Lieblings:
Hauptcharakter: Helena, weil ich ihre Wandlung in dem Roman toll finde
Nebencharakter: Madison bzw. ihre Mieterin, weil sie mich zum schmunzeln gebracht hat :-)
Schauplatz: Helenas Haus, weil es groß und schön wirkt.
Bewertung: 4 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG


Bild von der hörverlag
Name: Die Falle
Autor: Melanie Raabe
Gelesen oder gehört: gehört, als ungekürztes Hörbuch
Lieblings:
Hauptcharakter: Linda Conrads, weil sie ziemlich viel riskiert
Nebencharakter: ihren Hund, schon allein wegen seinem Namen...
Schauplatz: Lindas Haus, weil sich der Großteil der Geschichte darin abspielt
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER ENTLANG

Angefangen mit: Tintenherz, als Hörbuch
Ich pausiere mit: dem "Handbuch für Autorinnen und Autoren"


Gefunden im Netz

Brösel ist wieder da! 
Neulich habe ich euch noch erzählt, dass Daniela Brösel erstmal pausiert und ihr Blog auf Eis liegt. Nun meldete sie sich Ende April wieder zurück. Da ich ihren "Ich bin wieder da"- Post aber erst im Mai entdeckt habe, musstet ihr eben einen Monat lang auf die Verlinkung warten :-)
Zum Beitrag - HIER ENTLANG 

Eine Rezension zu Wulf Dorns "Phobia"
Michelle von Licentia Poetica rezensiert "Phobia"
Momentan bin ich im Wulf Dorn Fieber. Während ich seine "Kalte Stille" verschlang, rezensierte Michelle "Phobia", das ich ebenfalls gelesen hatte. Ihre Rezension bereitet mir große Lust auf weitere Geschichten von Wulf Dorn.
Zur Rezension - HIER ENTLANG

Autoren kommen zu Wort ... bei Lottas Bücher
Der Mai steht bei mir ganz im Zeichen von Anne Freytag und ihrem Roman "Mein bester letzter Sommer". Da wurden mein(e) Auge(n) natürlich groß, als ich gesehen habe, dass die Autorin einen Beitrag in der Kategorie "Autoren kommen zu Wort" auf Lottas Blog veröffentlicht hat. Anne Freytag berichtet hier über das "Autoren sein" und den Fragen mit denen man sich auseinandersetzen muss.
Zum Artikel - HIER ENTLANG

Unseriöse Selfpublisher 
Im Mai sind mir zwei Artikel zum Thema "Selfpublisher" und das Annehmen von deren Rezensionsexemplaren begegnet. Hier äußern sich zwei bekannte Bloggerinnen kritisch zu dem Thema. Ich finde es sehr interessant, weil ich mir neulich noch irgendwie blöd vorkam, keine Bücher von Selfpublishern rezensieren zu wollen und ich so erfahren habe, dass auch andere Blogger von Romanen, die gar nicht in ihr Genre passen, überschwemmt werden.
Simone von Papiergeflüster - HIER KLICKEN
Daniela von Brösels Bücherregal - HIER KLICKEN

Ramonas Besuch bei HörbuchHamburg
Im Rahmen ihrer Ausbildung bei Ullstein besuchte Ramona von Kielfeder gemeinsam mit anderen Azubis und Volontären den HörbuchHamburg Verlag.
Link zum Bericht - HIER ENTLANG


Momente im Mai 2016 

Emma im Twitter Rausch 
Da ich auf meiner Facebook Seite meist nur Status Posts und Verlinkungen zu meinen Blogbeiträgen poste, dachte ich mir, dass Twitter da wohl eher geeignet ist. Der ESC im Mai gab mir dann noch den Rest und ich legte mir kurzerhand ein Konto zu. Ihr findet mich unter @GehSchichten
Aber Vorsicht: Da ich Twitter - im Gegensatz zu Facebook - auch in der App Version nutze, kann es hier und da noch etwas unnützes Wissen für euch geben. Ich hoffe, ihr fühlt euch nicht zugespammt :-)

Die Sache mit den Gesangswettbewerben 
Im Mai war der ESC. (Weiter unten gibt's noch einen genaueren Bericht dazu). Wie ihr ja wisst, sind Geschmäcker verschieden. Und so war es auch diesmal. Der Abend war irgendwie etwas deprimierend, aber ich freue mich trotzdem auf nächstes Jahr.

Bücher- und (Hobby-)Autoren Stammtisch in Freiburg 
Ich habe endlich den ersten Schritt zur Umsetzung einer Idee gemacht, die ich schon eine Weile mit mir herumtrage. Jetzt sitze ich hier hibbelig und freue mich auf Rückmeldungen.
Was es mit dem Stammtisch genau auf sich hat, könnt weiter unten nachlesen. In der Rubrik "Was gab's zu erzählen?" verlinke ich den Beitrag.

Alles muss raus 
Wer viel Durchhaltevermögen hat und von Anfang an dabei ist, weiß, dass dieser Blog hier mein dritter Anlauf ist. Bisher werden hier ja häufiger Rezensionen mit dem Merkmal ~K~ gepostet. Das sind Altlasten, die bereits veröffentlicht wurden. Und da gibt es in meinem "Geplant" Ordner noch jede MEnge. DA die Zeit aber ziemlich schnell vergeht und die Rezensionen auch nicht jünger werden, haue ich jetzt alles raus. Keine Angst, nicht auf einen Schlag, sondern wöchentlich. Und glaub mir: Das Material reicht bis 2017. Wie bereits erwähnt, werde ich diese Rezensionen hier im Monatsrückblick verlinken, sonst aber nicht groß dafür werben, einfach, weil sie ja schon veröffentlicht worden sind.


Was gab's zu erzählen? 

GE(H)SCHMÖKERT im "Handbuch für Autorinnen und Autoren" 
Teil 3: Hörspiel schreiben und produzieren 

Studieren mit Sehbehinderung 
Die wichtigsten Tastaturbefehle im Überblick 

Rezensionen aus der Konserve 
Lucian
Plötzlich Shakespeare

Passt nirgends rein - Das Label für Beiträge, die nicht in die anderen Rubriken passen 
Der zweite Teil meines ESC Best Of (mit Verlinkung zu Teil 1)

GE(H)SCHAUT 
Der Eurovision Song Contest 2016 

Isona liest 
Neverwhere

Emma im TAG Fieber 
New York Times by the books TAG 

Ankündigung 
Bücher- und (Hobby-)Autoren Stammtisch


Jahresschreibmarathon Fazit Mai

Bild A. Mack
Geschriebene Wörter: 7.393 Wörter
Monatsziel: 5.260 Wörter
Fehlende Wörter bis zum Ziel: 41.935 Wörter

Erkenntnis des Monats:
Erkenntnis? Das fällt mir diesmal irgendwie etwas schwer, da ich im Mai gar nicht so viel über das Schreiben an sich nachgedacht habe. Erwähnenswert ist vielleicht, dass ich, wie ihr oben seht, ziemlich viel geschrieben habe. Zum einen habe ich angefangen das Finale meines Romanes zu schreiben, musste dafür aber auch wieder mit der Bearbeitung anfangen und habe sogar einen Logikfehler gefunden :-)
Gerade eben habe ich festgestellt, dass bald "Marathon Halbzeit" ist. Es ist echt immer wieder interessant, wie schnell das Jahr doch vergeht.


Gehört im Mai 2016 

WARNUNG: Das Hören dieser Playlist ist auf eigene Gefahr. Eine Haftung für nervige Ohrwürmer kann nicht übernommen werden.

Prince Damien - Glücksmoment 
Das geht ja schon gut los. Bereits das erste Video lässt sich hier nicht einbetten. Aber, Glück für mich, dann habe ich mehr latz für den Text. Mit "Glücksmoment" ist Dieter Bohlen seit langem mal wieder eine Single gelungen, die absolut nicht nach ihm klingt :-). Der DSDS Gewinner Prince hat den Sieg mehr als verdient und verbreitet einfach nur gute Laune :-).
Nebenbei erwähnt: Nach dem missglückten ESC Finale, trat er im Anschluss bei der Hamburger "After ESC Party" auf und brachte mich zumindest etwas zum schmunzeln.
Zum Lied: HIER ENTLANG



Banaroo - Dubi dam dam 
Eigentlich wollte ich euch das schöne Musikvideo mit den Aliens verlinken, aber YouTube steht wohl nicht so auf die Dinger.
Na, wer von euch hat das Lied früher auch rauf und runter gehört? Übrigens: Hier treten sie bei der RTL Musikshow "Top of the Pops" auf. Leider gibt es inzwischen weder Band noch Sendung...



Bakkushan - So hört sich der Sommer an 
Vorsicht die Kamerführung ist etwas chaotisch.
Aber bei diesem Video
bekomme ich gerade wieder richtig Lust
auf ein tolles Konzert.


In diesem Sinne... 

wünsche ich euch einen guten Start in den Juni und freue mich von euc hzu lesen :-)

Sonntag, 29. Mai 2016

Bücher- und (Hobby)Autoren Stammtisch in Freiburg

Leseratten und Schreiberlinge aufgepasst!

Bild von pixabay

Die Idee:
Ein Stammtisch für Bücherwürmer und (Hobby-)Autoren

Für wen: Lese- und Schreibbegeisterte, die
... sich mit anderen über Literatur / das Schreiben eigener Geschichten austauschen möchten.
... gerne Lesungen, oder andere Veranstaltungen rund um Literatur besuchen wollen

Wo: In Freiburg

Wann: Einmal im Monat

Neugierig? Dann schicke mir doch eine Mail an EmmaZecka@gmx.de.

Zu meiner Person: Ich bin Ayasha, 22 Jahre alt, Studentin, Leseratte, Schreiberling und Bloggerin.
Genres, die ich gerne lese: Unterhaltungsliteratur wie beispielsweise: Thriller, Krimis, historische Romane, Jugendbücher, hin- und wieder Fantasy, sonstige Romane.

Ich freue mich auf deine Nachricht! :-)


------- UPDATE --------------

Der Bücherstammtisch hat sich im Oktober 2016 gegründet. Nachdem wir ein Jahr nach einem Raum gesucht haben, können im Dezember 2017 die neuen öffentlichen Räume bezogen werden.
Mehr Infos HIER KLICKEN


Die Falle

Bild von der hörverlag
Steckbrief

Name: Die Falle (auch als Buch erhältlich)
Autor: Melanie Raabe
Verlag: der hörverlag
Geeignet für: Thriller Fans, oder Menschen, die gerne Geschichten in Geschichten lesen
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Sprecher: Birgit Minichmayr, Devid Striesow,
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von der hörverlag

"Intelligente Spannung zum Sonderpreis

Linda Conrads ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Sie veröffentlicht Jahr für Jahr Bücher, die zu Bestsellern werden, lebt aber völlig zurückgezogen. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihres Hauses gesetzt. Die Medien spekulieren über eine mysteriöse Krankheit, doch den wahren Grund kennt niemand außer Linda selbst: Sie wird von einer schrecklichen Erinnerung gequält, denn vor vielen Jahren hat sie ihre jüngere Schwester Anna ermordet aufgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Der Täter wurde nie gefasst, und das Gesicht des Mörders verfolgt Linda seither bis in ihre Träume. Doch eines Tages flimmert genau dieses Gesicht über ihren Fernseher. Es gehört Victor Lenzen, dem neuen Reporter einer Nachrichtensendung …"


Meine Meinung 

Ein dynamisch absolut genialer Thriller 

Der Klappentext von Die Falle sprach mich direkt an. Ich mag Bücher, in denen es um Autoren geht, oder besser gesagt: Bücher, die Bücher erzählen. Ich stellte auch fest, dass mich das Cover im Buchladen wahrscheinlich ebenfalls angesprochen hätte.
Der Roman von Melanie Raabe wird von zwei Sprechern gelesen. Das liegt wohl einfach daran, dass es auch zwei Handlungsstränge in der Geschichte gibt:

Im ersten Handlungsstrang treffen wir auf Protagonistin Linda Conrads. Sie ist Bestsellerautorin und hat seit vielen Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen. Warum? Weil sie Angst vor dem Mörder ihrer Schwester hat. Doch als sie ihn eines Tages in einer Nachrichtensendung sieht, fasst sie einen teuflischen Plan. Sie will ihm ein Geständnis entlocken...
In die Rolle der Linda Conrads schlüpft hier Birgit Minichmayr mit deren Stimme ich mich sofort anfreunden konnte. Sie hat mir den Einstieg in den Thriller sehr leicht gemacht und schafft es, genau wie ihr Kollege (siehe weiter unten), die Stimmung des Romanes gut zu transportieren.

Kommen wir nun zum zweiten Handlungsstrang, nämlich Linda Conrads Roman Blutschwestern. Hier möchte die Autorin ein wichtiges Ereignis in ihrem Leben verarbeiten. Innerhalb des Romanes gibt es wieder zwei Handlungsstränge, die in Die Falle aber gut auseinanderzuhalten sind und euch jetzt eher verwirren werden, wenn ich sie ausführlicher beschreibe. Gelesen wird dieser Part von Devid Striesow. Während seine Kollegin Birgit Minichmayr eine Kraft ausstrahlt, liest er eher ruhiger und feiner. Als es auf das Finale zugeht, schafft er es aber ebenfalls, die Stimmung mit seiner Interpretation des Romanes zu untermalen.

Melanie Raabe schafft es in Die Falle einen wirklich genialen Spannungsbogen zu spinnen. Während wir am Anfang der Geschichte noch davon ausgehen, genau zu wissen, worin sich Gut und Böse unterscheiden, müssen wir sehr schnell feststellen, wie sich die Grenzen auch vermischen können. Fragen wie: Wer lügt? Oder: Ist alles nicht einfach ein schrecklicher Irrtum? werden laut. Melanie Raabe hat es geschafft mich förmlich einen ganzen Tag lang an das Hörbuch zu fesseln.

Auch der Schreibstil der Autorin gefällt mir wahnsinnig gut. Zum einen schmückt sie Die Falle mit sprachlichen Bildern aus. Anderseits wird sie knapp und trifft mit Ein Wort Sätzen genau den Kern an den spannenden Teilen.

Ich hätte nie damit gerechnet, dass mich dieser Thriller so begeistern kann. Die Falle gehört somit zu den Lesehighlights im Mai 2016.


---------------------------------------

* Dieses Hörbuch wurde mir von dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Samstag, 28. Mai 2016

New York Times by the book TAG

Das TAG Fieber ist ausgebrochen 

... und ich werde mich nicht impfen lassen, sondern bin wieder mit dabei.


Um was geht's? 

Diese Fragen werden sonst nur den Promis gestellt, die von Redakteuren der New York Times interviewt werden. Aber was wären wir Buchblogger / BookTuber wenn wir uns nicht auch diesen Fragen stellen würden? Bücher, das ist ja voll unser Ding :-) (Wenn ich jetzt noch "you know" dahinter schreibe, denkt ihr wahrscheinlich alle, dieser Beitrag wäre dem Geschreibsel eines Klones entsprungen). Aber zurück zu den Fragen...

Vorab: Dieser Beitrag enthält wahrscheinlich so viele (schlecht beleuchtete) Bilder, wie noch nie. Ich hoffe, ihr habt trotzdem oder gerade deswegen euren Spaß :-)

Die Fragen - Meine Antworten

Foto: A. Mack

1. Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

Nach(t)tisch? Wo bist du? Hunger...? :-)

Wie ihr seht, seht ihr nichts. Ich besitze keinen Nachttisch, sondern eine improvisierte Leiste auf der mein Wecker zu finden ist. Daher habe ich auch kein Buch hier liegen, was aber auch daran liegt, dass ich nicht die "Bettleserin" bin.


2. Was war das letzte wirklich großartige Buch, das du gelesen hast?

Ganz klar! "Die Falle" von Melanie Raabe. Ein sehr gelungener Thriller, der von der Autorin Linda Conrad handelt, die Gerechtigkeit möchte. Und dafür ziemlich viel riskiert um diese zu bekommen. Mehr Infos gibt's in der Rezension, die morgen erscheinen wird.


3. Welchen Schriftsteller würdest du gerne treffen (egal ob tot oder lebendig) und was würdest du ihn/sie fragen?

Was? Nur einen? Das ist gemein! Nein im Ernst, ich würde jemanden treffen wollen, der schon lange im Literaturgeschäft mitmischt. Ihn würde ich fragen, wie sich der Literaturmarkt seiner Meinung nach verändert hat und ob er auch finde, dass es heutzutage nicht mehr reiche, nur Autor zu sein, sondern man am besten gleich ein Gesamtpaket mitbringen solle.


4. Bei welchen Büchern wäre man überrascht, sie bei dir zu finden?

Ich habe einfach mal spontan in mein Bücherregal gegriffen und folgende Exemplare wollten mit aufs Bild:


"Die Nährwerttabelle" von Heseker und Heseker
Foto: A. Mack,
die Coverrechte bleiben
bei den jeweiligen Verlagen

r
Eine ehemalige Schulfreundin von mir hat sich schon früh für das Thema Ernährung interessiert und mich eine kurze Zeit damit angesteckt. Da das Internet oft voller Halbwahrheiten ist, dachte ich mir, es wäre seriös sich mal ein Buch darüber zu besorgen.

"Vier Seiten für ein Halleluja" von Hans Peter Röntgen
Wie ihr ja spätestens seit dem Adventskalender (siehe Rubrik "Weihnachtliches") wisst, schreibe ich ja auch selbst Kurzgeschichten, oder längere Geschichten, die irgendwann zu Romanen werden. Dieses Fachbuch wurde mir vor einigen Jahren geschenkt und ich möchte es nicht mehr missen. Um was es hier genau geht, erfahrt ihr demnächst (wenn ich es nicht vergesse...).

"Theatersport" von Keith Johnstone
Eine Zeit lang, spielte ich mit der Idee Theaterpädagogin werden zu wollen. Dann wurde mir klar, dass ich viel lieber Theaterstücke schreibe, oder ins Theater gehe, als einer Gruppe das Theaterspielen beizubringen. Allerdings habe ich in der Zeit zwei interessante Fachbücher mit jeder Menge Gruppenspiele geschenkt bekommen, die sich auch wunderbar für Geburtstage, oder sonstige Workshops eignen.

"The summer I turned pretty" von Jenny Han (englische Ausgabe)
Während der Schulzeit, überkam mich eines Tages der Gedanke, dass ich doch dringend mehr englische Literatur lesen solle. Und so zog "The summer I turned pretty" bei mir ein. Und tatsächlich: Dieses Buch ist der einzige Roman, den ich auf englisch wirklich beendet habe. (Natürlich abgesehen von Schullektüren). Es steht aber auch noch ein Kurzgeschichtenband von Roald Dahl im Regal, der dringend mal beendet werden möchte.


5. Wie ist deine persönliche Bibliothek sortiert?
Da ich im Vergleich zu anderen Buchliebhabern ziemlich wenig Bücher besitze, ist mein Regal relativ einfach sortiert. Ich habe mich hier etwas verausgabt...

Foto: A. Mack,
Coverrechte bleiben
bei den jeweiligen
Verlagen 
Sortiert nach Autoren (Obere Regal Reihe beachten)
Auf diesem Bild, seht ihr, dass meine Romane zum einen nach dem Nachnamen des Autors sortiert sind. Das wirkt jetzt relativ bunt gemischt. Allerdings hatte ich die Sortierung eine Zeit lang nach Titeln vorgenommen. Und das sah echt besch...eiden aus. Mittlerweile habe ich aber so viele Bücher, dass ich auch schon eine zweite Regalreihe nach dieser Anordnung angebrochen habe. (Aufgrund der vielen Bilder und der wenigen Exemplare, die in dieser Reihe stehen, erspare ich euch das Bild).

Foto: A. Mack
Coverrechte bleiben
beim jeweiligen Verlag
Meine Fachbücher
Hier befinden sich also meine Fachbücher. Neben den Exemplaren zum Thema Literatur (Vorstellung der einzelnen Fachbücher wird wahrscheinlich ebenfalls in Kürze folgen) befinden sich daneben meine Kochbücher, die aber nicht ganz auf dem Bild zu sehen sind und von der Nährwerttabelle verdeckt werden.



Foto: A. Mack
Coverrechte bleiben
beim jeweiligen Verlag
Internationale Literatur
Hier befinden sich meine englischsprachigen Bücher. Die englische Ausgabe des Romanes "Der Alchemist", die Kurzgeschichtensammlung von Roald Dahl, sowie "The summer I turned pretty" und Morton Rhues "Asphalt Tribe", ein weiteres Buch, dass ich zu Ende gelesen habe... Freiwillig... Hineingeschmuggelt haben sich auch noch eine Sprüche - Verzeihung - Zitatesammlung und ein Spiel...


Foto: A. Mack
Coverrechte bleiben
beim jeweiligen Verlag
Die Übersicht meiner unvollständigen Buchreihen
Aber was wäre mein Bücherregal ohne eine Abteilung für meine Buchreihen? Wie ihr hier seht, lese ich zum einen nicht sehr viele Buchreihen und habe zum anderen auch nicht alle vollständig da.
In meiner Regalreihe stehen ein paar Bände der "Harry Potter" Reihe von J.K. Rowling, die humorvolle Jugendbuchreihe Pinkmuffin@BerryBlue von Hortense Ullrich und Joachim Friedrich, die "Ugly"- Reihe von Scott Westerfield und Band 1 und 2 von Ken Folletts "Jahrhundert Saga". Neu eingezogen ist "Starters" und frisch ausgezogen sind ein paar Fear Street Bände. (Ist es jetzt Schleichwerbung, wenn ich verrate, dass ich diese gerade bei booklooker an neue Besitzer verkaufen möchte?)


Meine Hörbücher real und zum anfassen
Foto: A. Mack
Coverrechte bleiben
beim jeweiligen Verlag
Fast hätte ich es vergessen: Die Frau der Hörbücher hat mittlerweile auch ein kleines Hörbuch Sortiment außerhalb der Festplatte, dass auch mal hier auf diesem Blog erwähnt werden möchte. (Oje ich seh schon, dass wird wohl eher ein "Ich stelle mein Bücherregal vor"- Beitrag...).
Hier enthalten sind sämtliche Rezensionsexemplare des Argon und des Hörverlages, sowie Kerstin Giers "Silber"- Trilogie (der letzte Band hat etwas reflektiert wie ihr seht), einer bisher ungehörten Kurzgeschichtensammlung von Ephraim Kishon, der Roman "Hectors Reise" und einem weiteren Thriller Liebling mit dem Titel "Die Wahrheit über Alice" und jeder Menge anderer Hörbücher.


Foto: A. Mack
Coverrechte bleiben
beim jeweiligen Verlag
Zu guter letzt, möchte ich euch jetzt noch meinen SuB präsentieren. Und ich glaube, ich bekomme einen imaginären Preis für den kleinsten SuB der Welt. Ich bin jetzt sehr froh, dass ihr meinen Hörbuch SuB nicht sehen könnt. Der befindet sich nämlich auf meiner Festplatte.

Die Anordnung wird sich aber bald ändern, weil ich wahrscheinlich intern umziehe und ein größeres Zimmer bekomme. Ob die Rechnung aufgeht und ich dann auch mehr Platz für Bücher habe, wird sich zeigen.


6. Welches Buch wolltest du schon immer lesen und bist bis jetzt noch nicht dazu gekommen? Oder wofür schämst du dich, dass du es noch nicht gelesen hast?

Diese Frage ist wirklich schwer, weil ich meistens alle Bücher sofort lese, die ich gerne lesen möchte...


7. Enttäuscht, überbewertet oder einfach nicht gut? Welches Buch hätte dir gefallen sollen, hat es aber nicht?
Welches Buch hast du zuletzt nicht zu Ende gelesen?


Ich finde es gibt einen Unterschied zwischen Buch, das mir nicht gefallen hat und einem Buch, das wirklich schlecht war.
Meistens gehören die Bücher zur ersten Kategorie und ich kann sie daher doch eingeschränkt weiterempfehlen. Mir fällt wirklich kein Buch ein, dass ich zuletzt abgebrochen habe...


8. Zu welchen Geschichten fühlst du dich hingezogen? Von welchen Büchern hältst du dich fern?

Das hängt oft von meiner Stimmung ab. Ich mag überwiegend Geschichten, die in der Gegenwart spielen und sich mit realen Themen auseinandersetzen. Wichtig ist mir auch, eine gewisse Tiefe bei den Büchern. Daher können mich auch immer öfter Fantasyromane oder Dystopien begeistern, da sie zwar in einer fiktiven Welt spielen, die Protagonisten aber oft ähnliche Probleme haben, wie wir auch.

Fern halte ich mich von den typischen Frauenromanen, weil sie mir oft zu oberflächlich sind, oder der Fokus zu sehr auf der Liebesgeschichte liegt. Außerdem meide ich Horrorbücher a la Stephen King.


9. Wenn du die nächste Lektüre des Präsidenten bzw. der Kanzlerin entscheiden dürftest, welches Buch wäre es?

Ein Buch, in dem es darum geht, zu seiner Meinung zu stehen und sich nicht dem Mainstream anzupassen. Ein Buch, dass diese Botschaft schön durch die Blume, aber dennoch gut erkennbar, transportiert :-).


10. Was willst du als nächstes lesen?

Als nächstes starte ich ein ReRead der "Tintenwelt"- Reihe. Band 1 befindet sich in Hörbuch Form bereits auf meinem MP3 Player und wird frühestens am Wochenende, allerspätestens am Montag Morgen neu eingeweiht.
Da ich jetzt wieder einen funktionierenden MP3 Player habe, möchte ich in nächster Zeit wieder mehr Hörbücher lesen äh hören. Hoffen wir mal, dass es mir gelingt.


Ich tagge

Auch auf die Gefahr hin, dass die Getaggten hier einseitig werden...

... Sabine von Buchmomente
... Jess von Freakin-Minds
... Anonym von Thromboseph

Und natürlich alle anderen, die sich angesprochen fühlen.


Die Fragen im Überblick

1. Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?
2. Was war das letzte wirklich großartige Buch, das du gelesen hast?
3. Welchen Schriftsteller würdest du gerne treffen (egal ob tot oder lebendig) und was würdest du ihn/sie fragen?
4. Bei welchen Büchern wäre man überrascht, sie bei dir zu finden?
5. Wie ist deine persönliche Bibliothek sortiert?
6. Welches Buch wolltest du schon immer lesen und bist bis jetzt noch nicht dazu gekommen? Oder wofür schämst du dich, dass du es noch nicht gelesen hast?
7. Enttäuscht, überbewertet oder einfach nicht gut? Welches Buch hätte dir gefallen sollen, hat es aber nicht?
Welches Buch hast du zuletzt nicht zu Ende gelesen?
8. Zu welchen Geschichten fühlst du dich hingezogen? Von welchen Büchern hältst du dich fern?
9. Wenn du die nächste Lektüre des Präsidenten bzw. der Kanzlerin entscheiden dürftest, welches Buch wäre es?
10. Was willst du als nächstes lesen?


In diesem Sinne

... hoffe ich, ihr hattet genauso viel Spaß beim Lesen dieses Beitrages, wie ich beim vorbereiten. (Ich habe um 20:30 Uhr damit angefangen und bin um 23:30 Uhr fertig... Ablenkung? Ich? OH FUSSEL!).
Bis hoffentlich bald
eure Emma 

Freitag, 27. Mai 2016

Starters

Bild von
Piper Verlag
Steckbrief

Name: Starters (auch als ungekürztes Hörbuch erhältlich)
Autor: Lissa Price
Verlag: Piper Verlag
Geeignet für: Menschen, die Dystopien mit Thriller Elementen mögen
Gelesen oder gehört: gelesen als Hardcover
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Piper Verlag

"Die 16-jährige Callie verliert ihre Eltern, als eine unheimliche Infektion alle tötet, die nicht schnell genug geimpft werden – nur sehr junge und sehr alte Menschen überleben. Während die Alten ihren Reichtum mehren, verfallen die Jungen der Armut. Hoffnung verspricht die Body Bank, ein mysteriöses Institut, in dem Jugendliche gegen Geld ihre Körper verleihen können. Das Bewusstsein des alten Menschen übernimmt den jungen Körper für eine Zeit, um wieder jung zu sein. Doch bei Callie geht es schief: Sie erwacht, bevor sie erwachen darf – in einem Leben, das ihr völlig unbekannt ist. Anstelle ihrer reichen Mieterin bewohnt sie eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Bald aber findet sie heraus, dass ihr Körper zu einem geheimen Zweck gemietet wurde – um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ..."


Meine Meinung 

Vor einer Weile hatte ich den Eindruck, dass es beinahe keinen Buchblog gab, auf dem sich nicht eine Rezension zu Lissa Price Roman "Starters" befand.
Damals fiel mir schon das Cover der Geschichte auf, das die Umrisse eines Körpers zeigt. Ein bisschen erinnerte es mich komischerweise an den früheren Vorspann von DSDS, der in ähnlichen Farben gehalten war und ebenfalls eine Gestalt zeigte. Kurzum: Das Cover spricht mich an, es brauchte aber noch eine Weile, bis ich zu dem ersten Band der Dilogie griff.

Die obige Beschreibung, die ich der Verlagsseite entnommen habe, ist mir hier schon etwas zu präzise. Hier wird sehr viel vorweg genommen. Auf meinem Exemplar von "Starters" wurde ich mehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Hier wurden mir Fragen gestellt und noch nichts über Callie, die Sporen oder die Body Bank verraten.

Allerdings sorgte das auch sehr schnell dafür, dass ich, was die Fachsprache des Romanes betraf, ins kalte Wasser geworfen wurde. Einerseits fand ich es gut, dass Lissa Price nicht alle Begriffe sofort erklärte. Denn so wurde die Spannung und die Neugier weiter angefeuert. Allerdings nervte es mich hier und da auch etwas, wenn wie selbstverständlich davon ausgegangen wurde, dass man schon wisse was eine "Zing", eine Art Textnachricht, ist.

Lissa Price beschreibt ihre Charaktere sehr gut. Mir wurde Callies Verzweiflung schnell klar: Gemeinsam mit ihrem Bruder und einem Freund lebt sie auf der Straße. Das Leben dort ist aber keinesfalls ungefährlich. Sie sind immer auf der Flucht vor der dortigen Polizei, den Marshals, die sie jederzeit in ein Heim stecken könnten. Immerhin sind sie Minderjährige ohne Vormund.
Oder sie müssen sich vor den gewalttätigen Straßengangs verstecken. Da kommt das Angebot der Body Bank, seinen Körper an einen alten Ender zu vermieten, natürlich sehr verlockend. Auf einen Schlag wäre Callie viele Probleme los. Zumindest für eine Weile...

Callie beweist im Laufe der Geschichte jede Menge Mut. Denn schnell muss sie feststellen, dass sie nicht nur einfach so gemietet wurde.
Allerdings hatte ich hier und da auch das Gefühl, dass Callie manche Entscheidungen sehr naiv trifft. Sie nimmt Kontakt zu Personen auf, die ihr, meiner Meinung nach, gefährlich werden könnten. Doch das wurde überhaupt nicht thematisiert.

Den Spannungsbogen konnte Lissa Price mit "Starters" auf jeden Fall halten. Ich saß immer in einer Art "Hab Acht"- Stellung da und betete, dass Callie nicht von irgendwelchen Polizisten erwischt und im schlimmsten Fall in ein Gefängnis gesteckt wird. Gerade gegen Ende hin hoffte ich, dass "Starters" nicht mit einem atemberaubenden Cliffhanger enden würde. Mir war nicht klar, wie Callie auf den wenig verbleibenden Seiten aus diesem Thriller herauskommen würde. Und immerhin musste es ja auch noch Stoff für den zweiten Teil "Enders" geben.

Der Schreibstil ließ mich mit einem gemischten Gefühl zurück. Manche Passagen waren richtig gut gelungen. Hier transportierte Lissa Price die Stimmung wunderbar und die Atmosphäre war zum Greifen nah.
Dann gab es aber auch diese Textstellen, die abgehackt und etwas stumpf auf mich wirkten. Allerdings schob ich das auch etwas auf die Übersetzung des Romanes.
Ich kann jedoch festhalten: Je länger ich in "Starters" las, desto mehr fand ich mich in die Geschichte ein.

"Starters" hat mir insgesamt aber sehr gut gefallen. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass mich eine Dystopie noch einmal so begeistern kann. Außerdem bin ich sehr gespannt, was in dem zweiten und letzten Band, "Enders", passiert.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Neverwhere

Bild von Harper Collins
rezensiert von Isona

Steckbrief

Name: Neverwhere
Autor: Neil Gaiman
Verlag: Harper
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten




Klappentext 


(von Harper)

“Richard Mayhew is a plain man with a good heart – and an ordinary life that is changed forever on a day the stops to help a girl he finds bleeding on a London sidewalk. From that moment forward he is propelled into a world he never dreamed existed – a dark subculture flourishing in abandoned subway stations and sewer tunnels below the city – a world far stranger and more dangerous than the only one he has ever known...”

Info zum Klappentext: Da ich dieses Buch in einem Englisch Seminar lesen durfte („Urban Fantasy“ – definitiv ein Grund Englisch zu studieren!), gibt es den Klappentext nur auf Englisch. Wer das nicht versteht, der darf von Google Gebrauch machen (deutscher Titel „Niemansland“).


Meine Meinung 

Richard Mayhew ist die Hauptfigur in diesem Roman und der so ziemlich größte Hufflepuff, den man sich vorstellen kann (um es positiv auszudrücken!). Er lässt sich schikanieren von seiner Verlobten, seinen Kollegen und Freunden und seinem Boss. Bis – ja, bis er sich eines Abends seiner Verlobten widersetzt und sich eines verletzten Mädchens annimmt, das er auf der Straße gefunden hat. Von dort an beginnt das Abenteuer, in welches er von Door (ja, das ist wirklich der bedeutungsträchtige Name des mysteriösen Mädchens) hineingezogen wird. Diese wird – nachdem bereits ihre Familie grausam ermordet wurde – von zwei ebenso brutalen wie verrückten Profikillern durch London Below gejagt. London Below ist – wie ein weiterer bedeutungsträchtiger Name bereits klar macht – eine zweite Welt unterhalb von dem normalen London, welches wir kennen – in alten Tubestationen und Tunneln und vielen Orten, die Menschen von London Above nicht wahrnehmen können (genau wie ihre Bewohner). Weil Richard nun Door geholfen hat, ist er wohl zu weit in die Unterwelt abgerutscht und wird nun von niemandem mehr wahrgenommen. Um dies zu ändern und sein normales Leben zurückzubekommen, folgt er Door in die Straßen von London Below und gerät dabei von einer Gefahr in die nächste.

Was ich an der Geschichte am Besten finde (außer der Tatsache, dass sie in London spielt und die Tube vorkommt), ist, dass Richard eine wirklich deutliche Entwicklung durchmacht. Er wächst an den Aufgaben und wird ein neuer Mensch. Die Handlung ist so gut gestrickt mit immer neuen Wendungen und Strängen, das man immer wieder überrascht wird. Mein Lieblingscharakter ist allerdings definitiv der Marquis de Carabas, der intelligent und witzig ist, ohne jedoch zu einer Art Witzfigur zu werden.

Gaiman hat eine unterhaltsame, wunderbare Geschichte geschrieben, mit einer spannenden Storyline, Charakteren, die eine wirkliche Entwicklung durchmachen, unerwarteten Wendungen und Spannung bis zum Schluss, und ich habe es keine Sekunde bereut. Insgesamt ist auch der Schreibstil schön zu lesen und ergänzt die Story ohne zu übertreiben.

Insgesamt bekommt das Buch von mir 4,5 von 5 Punkten, weil mir ein klein wenig die Abrundung gefehlt hat.

Dienstag, 24. Mai 2016

Plötzlich Shakespeare

Bild von amazon
Steckbrief

Name: Plötzlich Shakespare (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: David Safier
Verlag: rowohlt Verlag
Geeignet für: ab 16 Jahren, oder für Menschen, die gerne Komödien lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 4,5 von 5 Punkte


Klappentext / Beschreibung:

(aus "Plötzlich Shakespeare" von David Safier, erschienen im rororo Verlag Text von Bücher.de)

"Wenn Mann und Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, dann ist das Chaos perfekt!

Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt. In den Körper eines Mannes, der sich gerade duelliert: William Shakespeare. Sie darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausgefunden hat, was die wahre Liebe ist. Während sich die beiden also in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Welt."


Meine Meinung

Dieses Buch ist wirklich sowas von genial. Von der Geschichte bis zu den Dialogen: Einfach alles stimmt! Obwohl dieses Buch stellenweise auch zu meiner "Klappentexttheorie" von der ich schon in einem anderen Post berichtet habe, gehört, hat es zum Schluss doch im Gesamteindruck überzeugt.

Eigentlich gehöre ich ja nicht zu den Liebesromanlesern. Und gerade das hat dieses Buch ausgemacht: Es ist eben kein typisches Liebesklischeebuch! Die Grundidee, die uns David Safier mitteilen möchte, ist eine andere. Hier gibt es zum Schluss ein Happy End auf anderer Ebene. Und zwar eins, dass mich als Leser voll und ganz zufriedengestellt hat.

Störend an dem Buch fand ich die sexuellen Andeutungen, die bei vielen Leuten ziemlich gut ankommen, mich aber stellenweise genervt haben. Z.B. landet Rosa in der Vergangenheit und das erste über das sie sich Gedanken macht, ist ihre "ausgebeulte Hose".

Zusammenfassend kann ich aber sagen: Wer eine unterhaltsame Geschichte sucht, die einen auf andere Gedanken bringt, macht mit "Plötzlich Shakespeare" keinen Fehlkauf.

---------------------------------------------

~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

Sonntag, 22. Mai 2016

Ge(h)dacht - Die Sache mit den Buchreihen

Immer wieder lese ich in den Kommentaren zu Rezensionen von Buchreihen, dass einige Kommentatoren warten möchten, bis eine Reihe vollständig erschienen ist, bis sie diese lesen.
Da hat es mich in den Fingern gejuckt und ich habe mich gefragt, was für ein Typ ich eigentlich bin.
Den aktuellen Band einer Buchreihe sofort lesen? Oder geduldig warten, bis alle Bände veröffentlicht wurden? 


Sofort lesen oder warten? 

Die Sache mit dem Jungen, der überlebte
Ich gehöre noch zur Harry Potter Generation. Gefühlt erschien pro Jahr ein Band, der dann auch sehnlichst erwartet wurde. Mir passierte es oft, dass ich einen Band beendete und am liebsten jetzt sofort den nächsten Teil gelesen hätte. Doch da war erstmal Warten angesagt. 

Im ersten Moment machte mich das Warten wahnsinnig. Aber dann stellte ich fest, dass es noch viele andere tolle Geschichten gab, die in der Zwischenzeit gelesen werden wollten. Und so verging die Zeit bis zum nächsten Erscheinungstermin beinahe wie im Flug. 

Warten auf die vollständige Reihe
Wenn ich warte, bis eine Buchreihe vollständig erschienen ist, kann ich frei entscheiden: Ich kann mir aussuchen, ob ich die Bände in einem Rutsch hintereinander weg lese, oder die Pausen mit anderen Büchern fülle. Ich kann mich also nach meinem Leseverhalten oder meinem Lesetempo richten. 
Aber - je nach Länge der Buchreihe - kann es auch sein, dass ich mich letztendlich länger gedulden muss. Handelt es sich nur um eine Dilogie (Zweiteiler) oder "Trilogie" (Dreiteiler) werde ich mich nicht so lange gedulden müssen, wie bei einer sieben- oder mehrteiligen Buchreihe. Hier stellt sich dann die Frage, ob es nicht schneller geht, schon mal mit der Reihe anzufangen. 

Der Hype 
Wenn ich mir mit einer Buchreihe Zeit lasse, kann es auch sein, dass ich nicht mehr an dem Hype rund um die Geschichte teilhabe. Dem ein oder anderen kann das ganz gelegen kommen. Es gibt dann nämlich wieder andere Themen als die Geschichten rund um Harry und seine Freunde, oder die Frage, ob Bella sich für Edward oder doch Jacob entscheidet. 

Optische Vorteile
Hinzu kommt auch, dass es bei der vollständig erschienenen Reihe gute Aufmachungen, wie beispielsweise eine Serienbox gibt. Je nach Reihe ist das mit Sicherheit auch ein optisches Highlight, was für den Fan sicher nicht uninteressant ist. 

Das Lesen währenddessen...
Allerdings ist es auch ein besonderes Gefühl, eine Reihe zu lesen, während sie noch geschrieben wird. Hier kann man sich mit anderen Fans austauschen und die Zeit des Wartens gemeinsam gestalten. Es können Theorien gesponnen werden, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. 
Das fällt alles weg, wenn die Reihe bereits beendet wurde. Man ist also Teil des Hypes und ist somit mittendrin. 

Allerdings stelle ich fest, dass mich der ein oder andere Hype auch abschreckte. Beispielsweise fange ich jetzt an, mich für "Die Tribute von Panem" zu interessieren. Jetzt, nachdem die Reihe vollständig verfilmt wurde und schon längst als Buch erschienen ist. 

Mein Fazit 
Momentan bin ich begeisterter Fan von Tad Williams "Shadowmarch"- Reihe. Diese Fantasy Geschichte ist bereits in Buchform vollständig erschienen. Jedoch erscheint der dritte und vorletzte Band der Fantasy Reihe erst im Juni als Hörbuch. Ich freue mich schon total, wenn ich erfahre, wie es mit den bekannten Charakteren weitergeht. Aber ich merke auch, dass ich mir die Wartezeit gut vertreiben kann. 
Mittlerweile gehöre ich zu der Gruppe, die sich genüsslich zurücklehnt und sich auf den nächsten Band einer Reihe freut. Allerdings muss dieser dann auch sofort verschlungen werden. 


Und ihr? 

Wie geht ihr bei Buchreihen vor? 
Macht ihr es von der Reihe abhängig? 
Welche Buchreihen könnt ihr empfehlen? 

Mittwoch, 18. Mai 2016

Mein bester letzter Sommer

Bild von
Heyne fliegt
Steckbrief 

Name: Mein bester letzter Sommer
Autor: Anne Freytag
Verlag: Heyne fliegt
Geeignet für: Menschen, die gerne Jugendbücher und bewegende Geschichten lesen
Gelesen oder gehört: gelesen als Hardcover
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Heyne fliegt

"Wann du die große Liebe triffst, kannst du dir nicht aussuchen

Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind …"


Meine Meinung 

Vor einer Weile habe ich "Ein Sommer und vier Tage" von Adriana Popescu gelesen. Wer ihren YouTube Kanal verfolgt, hat mit Sicherheit auch schon was von Anne Freytag gehört. Als ich via Lovelybooks von ihrem Jugendbuch Debüt "Mein bester letzter Sommer" erfuhr, zog das Buch kurzerhand bei mir ein.

Gestaltung
"Mein bester letzter Sommer" ist wunderbar gestaltet. Mir fiel das Buch schon aufgrund seines Covers auf. Auf dem Hardcover ist eine große Weltkugel abgebildet. Oberhalb der Weltkugel steht ein Auto, auf dessen Dach unsere Protagonisten Tessa und Oskar platziert sind. Der Titel des Romanes ist auf der Weltkugel zu lesen. Hier lässt sich also schon erahnen, dass es sich um einen kleinen Roadtrip handelt. Dazu aber später mehr.
Nicht nur das Cover, sondern auch die kleinen Details im Roman selbst, gefallen mir sehr gut. So werden beispielsweise die Kapitelnamen in einer zur Geschichte passenden Schriftart dargestellt. Auch Briefe, die in "Mein bester letzter Sommer" eine große Rolle spielen, sehen beinahe aus, wie von Hand geschrieben.

Inhalt 
Anne Freytag versteht sich gut darauf, die Handlungsstränge der des Romanes zu verstricken. Anfangs glaubt der Leser noch, dass Tessa die Liebe ihres Lebens zufällig in einer U-Bahn traf und ziehen lassen musste. Doch dann nimmt die Geschichte ihren Lauf und beide treffen sich in einem völlig anderen Setting wieder.
Zudem spricht die Autorin die verschiedenen Aspekte der Themen Krankheit und sterben an. Sie berichtet darüber, wie Protagonistin Tessa mit der Tatsache umgeht, dass sie bald sterben muss und wie das Thema Tod innerhalb der Familie thematisiert wird.
Zu Beginn von "Mein bester letzter Sommer" habe ich kurz befürchtet, dass der Roman von der Liebesgeschichte dominiert wird, was eher nicht mein Fall gewesen wäre. Allerdings gehen beide Handlungsstränge - die Liebesgeschichte und das Thema tödliche Krankheit - sehr fließend ineinander über.

Auch die beiden Protagonisten Tessa und Oskar habe ich sehr ins Herz geschlossen. Richtig schön bei Tessa finde ich, dass sie, obwohl sie sterben wird, nicht als Heilige dargestellt wird und auch durchaus Schwächen hat. So hat sie im Laufe der Geschichte einen Streit mit ihrer Schwester und ich muss sagen: Ich kann Tessas Schwester Larissa hier voll verstehen. Leider kann ich nicht mehr ins Detail gehen wegen der Spoiler Sache :-).
Zudem legt Tessa in "Mein bester letzter Sommer" auch eine schöne Entwicklung hin. Dies wäre ohne Oskar aber nicht passiert. Was ich an Oskar schätze: Er nimmt die Situation, wie sie ist und versucht Tessa nicht zu ändern. Er wird ihr Freund zum sterben und versucht ihre letzten Wochen mit schönen Erinnerungen zu füllen. Außerdem denkt er lösungsorientiert. Als Tessa beispielsweise einen Schwächeanfall hat, improvisiert er kurzerhand einen Wagen, damit die Städtetour trotzdem weitergehen kann.

Spannungsbogen
Obwohl ich durch eine Aktion bei LovelyBooks grob wusste, wie die Geschichte ausgeht, wurde der Spannungsbogen ziemlich gut gehalten. Ich habe mich gefragt, welche Abenteuer Tessa und Oskar miteinander erleben und ob sie sich ihrer Familie wieder annähert.
Schön fand ich besonders, dass Anne Freytag keine offenen Fragen zurücklässt.

Schreibstil
Ich bin ein richtiger Fan von ihrem Schreibstil. Die sprachlichen Bilder und die tollen Dialoge haben mich einerseits gut unterhalten, mir aber auch das ein oder andere Tränchen in die Augen getrieben. Aber genau das macht eine gute Geschichte aus. Es wäre ja schon ziemlich deprimierend, wenn die Leser hier nicht mitschwingen.

Gesamteindruck 
"Mein bester letzter Sommer" ist eine sehr bewegende Geschichte über die 17-jährige Tessa, die in ständiger Angst und Gewissheit lebt, bald sterben zu müssen. Dieser Roman geht unter die Haut, konnte mich berühren und hat einen festen Platz in meinem Bücherregal.
Allerdings empfehle ich "Mein bester letzter Sommer" auch nur denjenigen weiter, die sich für tiefgründige Geschichten interessieren und offen für die Themen Tod / Krankheit und allen damit verbundenen Fragestellungen sind.

Sonntag, 15. Mai 2016

Ge(h)schaut - Der Eurovision Song Contest 2016

11 Points...

Nach so einem Abend weiß ich gar nicht so recht, wie ich da einen vernünftigen Nachbericht schreiben soll, ohne, dass das Ganze in Frustration endet.
Ich glaube, Deutschland ist kurz vor der ESC Depression. Natürlich muss es immer ein Land geben, dass auf dem letzten Platz zu finden ist. Das wir das aber schon wieder sein werden... Damit hätte ich nicht gerechnet.
11 Punkte sind eigentlich gar nicht mal so schlecht. Das einzige Problem: Diese Punktzahl hätte aus mehreren Ländern kommen sollen.
Die Fachjury aus Georgien schenkte uns immerhin einen Punkt - mein schwarzer Humor denkt: "Immerhin die absolute Nummer 1" - und irgendwelche motivierten Zuschauer steuerten dann die restlichen 10 Punkte bei.
Wenn wir jetzt jedes Jahr 11 Punkte zulegen, dann stehen wir kommendes Jahr zumindest nicht mehr ganz hinten.
Aber fangen wir mal von vorne an...


Die Halbfinalshows 

Ich habe wieder einen guten Einblick in das bekommen, was uns am Samstag erwarten könnte. Hier und da gab es ein paar interessante Lieder. Allerdings stachen nur wenige Künstler hervor. Bei vielen Beiträgen fehlte mir das Besondere, das Verrückte, was den ESC bisher immer geprägt hatte.

Was meine Mitschauer und mich sehr unterhalten hat, waren die Twitter Kommentare. Wer die Sendung auf einsfestival verfolgt hat, bekam immer wieder unterhaltsame Stimmen aus dem sozialen Netzwerk eingeblendet. Mehr zu meinen Sprüche Highlights findet ihr weiter unten.

Auch die Pausenfüller oder die Opener haben mir in den Halbfinalshows ein bisschen besser gefallen. Hier präsentierten die Moderatoren Mans Zelmerlow (Sieger von 2015 mit "Heroes") und Petra Mede eine tolle Gesangseinlage. Zudem wurden in beiden Halbfinalsendungen ein teils lustiger Zusammenschnitt von Taxifahrten mit ESC Fans gezeigt. Dort blickte man auch auf bisherige Lieder zurück.

Als dann in beiden Sendungen meine Favoriten weiterkamen, stieg meine Vorfreude auf das Finale am Samstag.


Eurovision Song Contest - Das Finale 

Neues Abstimmungsverfahren für 2016 
In der Countdown Show auf der ARD wurde angesprochen, dass es dieses Jahr erstmals ein neues Voting Verfahren geben sollte. Die Punkte der Fachjury und die Wertungen der Zuschauer sollten getrennt vorgetragen werden.
Warum? Bisher war ab einer bestimmten Punktzahl abzusehen, wer das Rennen machte. Mit der neuen Methode sollte der Spannungsfaktor wieder aufflammen.
Jedoch verwirrte mich die neue Methode erstmals. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie das in der Praxis funktionieren sollte. Ich befürchtete auch, dass mit der neuen Methode ein gutes Stück ESC Feeling verloren gehen sollte.

Die Aufmachung des Finales in Stockholm 
Opener war eine Art Laufsteg Session. Hier durften die Kandidaten zu Musik schwedischer Künstler einlaufen. Hier lernte ich auch noch was dazu: Mir war nämlich nicht bekannt, dass Avicii ein schwedischer DJ war. Die Musik beim Opener hat mich gut unterhalten. Das Einlaufen war etwas verwirrend, weil ich die meisten Künstler schon wieder vergessen hatte und so oft nicht unterscheiden konnte, wer jetzt ein Kandidat war und wer nicht :-).
Zu Beginn der Show wurde verkündet, dass Justin Timberlake der Pausenfüller sein sollte. Das war's dann mal mit Pinkelpause. Ob Justin Timberlake etwas beim ESC zu suchen hat, darüber lässt sich streiten. Er kommt weder aus Schweden oder hat jemals beim Eurovision Song Contest teilgenommen. Aber er präsentierte eine tolle Show und traf, im Gegensatz zu einigen Teilnehmern, meinen Musikgeschmack.

Das Abstimmungsverfahren in der Praxis 
Ich war sehr gespannt, wie sich die Punkteverkündung in der Praxis gestalten sollte. Leider wurde meine obige Befürchtung bestätigt. Ich finde, es ging jede Menge ESC Feeling verloren. Die Idee war, dass bei der Liveschaltung in die verschiedenen Ländern nur die Jurywertungen verkündet werden sollten. Allerdings blieb hier nicht mal mehr Zeit, die Punkte 8, 10 und 12 zu verkünden. Die zugeschalteten Moderatoren durften neben einem "Great Show" Satz nur noch verkünden, welchem Land die Jury die meisten Punkte vergeben hat. So ging das Ganze Verfahren deutlich schneller.
Ich durfte aber feststellen, dass ich in einem Punkt mit der Fachjury übereingestimmt habe. Stimmliches Highlight war für mich ebenfalls der Beitrag von Australien.
Nachdem alle 42 Länder abgeklappert worden waren, verkündeten die Moderatoren Mans Zelmerlow und Petra Mede die Wertung des Publikums. Und so wurde die beinahe leere Tabelle im Schnelldurchlauf mit jeder Menge Punkte versorgt. Deutlich wurde, dass sich das Blatt doch noch wenden konnte. Die Ukraine überholte Australien und gewann mit über 500 Punkten.
Sehr frustrierend für mich: 12 Punkte von uns an RUSSLAND???? Und ich dachte, hier ginge es um die Musik und nicht um die beste Videoshow...


Die Lieder - Meine Highlights 



Ungarn: Freddy Pioneer 
Ungarn stach für mich irgendwie aus der Masse hervor.
Das Lied hat einen interessanten Beat und Freddy konnte mich auch mit seiner kraftvollen Stimme überzeugen.
Die Jury bewertete seine Leistung mit 52 Punkten, die Zuschauer sahen das ähnlich und gaben nochmal 56 Punkte dazu. 



Niederlande: Douwe Bob - Slow down 
Wieder einmal versuchen es die Niederlande mit Country. Gutem Country! Allerdings kommt Douwe Bob nicht an The BossHoss oder The Common Linnets ran :-). 
Um dem Titel seines Songs gerecht zu werden, hat er sogar eine Pause während des Liedes eingelegt. 



Österreich: Zoe - Loin dici 
Zoe aus Österreich verbreitet eine positive Stimmung.
Optisch erinnert sie mich ein bisschen an diese Fee in der Verfilmung von "Der Zauberer von Oz" mit Judy Garland.
Interessant fand ich auch, dass der einzige französische Beitrag dieses Jahr nicht aus Frankreich kam. 
Während sie im Halbfinale für mich stimmlich noch nicht viel riskierte, gab sie im großen Finale alles und schaffte es so auf den 13. Platz. 



Lettland: Justs - Heartbeat 
Justs lieferte ebenfalls einen Beitrag, der sich aus der Masse hervortat. Das Lied kam etwas mystisch daher, wirkte auf mich aber ebenfalls kraftvoll. Zudem blieb es mir, im Gegensatz zu anderen Beiträgen, im Ohr. 



Australien: Dami Im - Sound of Silence 
Dass Australien auch diesmal wieder dabei war, 
freute mich besonders. Ich fand es aber mehr als gerecht, dass sie sich auch, wie die anderen Länder, qualifizieren mussten.
Dami Im hat mir von den weiblichen Kandidatinnen - von Jamie Lee einmal abgesehen - mit ganz großem Abstand am besten gefallen. Ich mochte nicht nur ihren Song "Sound of silence", sondern war von ihrer Stimme mehr als beeindruckt. Es freute mich daher total, dass es Australien auf den zweiten Platz geschafft hatte. 



Zypern: Minus One - After Ego 
Zypern brachte mit Minus One eine Portion Festival Feeling mit. Ich lehnte mich schmunzelnd zurück und dachte, dass es sicher lustig gewesen wäre, wenn wir mit Avatasia in Stockholm angetreten wären. 


Die Sprüche oder Tweets des Abends 

Zum Beitrag von Kroatien sagte ein Mitschauer zu Beginn des Liedes: "Und jetzt kommen die Männer und ziehen der Frau das Kleid weg."
Keine Minute später, trat der FAll ein.

Zum Beitrag von Malta twitterte ein Zuschauer: "Irgenwie fehlt ein Stück von ihrem Kleid."
Ein anderer fragte verzweifelt: "Wo ist Dieter Bohlen, wenn man ihn braucht?"

In der Pause eines Halbfinales frotzelte ein Twitter Nutzer:
"Kann man auch für die Tänzer stimmen? Die geben wenigstens keinen Ton von sich."


Das Finale - Mein Fazit 

Politisch oder nicht? 
Nach so einem Abend fällt es mir sehr schwer, zu glauben, dass der ESC unpolitisch sei. Es ist momentan ja kein Geheimnis, dass Deutschland keinen guten Stand in der EU hat.
Allerdings gibt es auch Argumente, die eindeutig dagegen sprechen: So geben wir den Beitrag von Russland beispielsweise 12 Punkte. Wobei das Lied für mich nicht viel mit Gesang, sondern eher mit Optik zu tun hatte.

Auszeit beim ESC? 
Die Süddeutsche Zeitung (Link zum Artikel, siehe unten) meint, wir sollen uns eine Auszeit vom ESC gönnen. Ich denke mir, dass es ja immer jemanden gibt, der halt am Ende der Tabelle stehen muss. Dumm nur, dass es uns zweimal in Folge getroffen. hat. Natürlich lässt mich das mit einem unzufriedenen Gefühl zurück. Aber man kann es halt nicht ändern. Was mich beruhigt: Mein Geschmack weicht auch von der allgemeinen Wertung des deutschen Publikums ab :-).

Die Sache mit den Vorentscheiden 
Zudem muss beachtet werden: Wir haben dieses und letztes Jahr einen turbulenten Vorentscheid hinter uns. Der eine will nicht, der andere durfte nicht. Und mittendrin der NDR, der versucht das Ganze mit Ideen zu retten.

Fraglich bleibt auch: Wer möchte denn überhaupt noch zum ESC fahren? Einzige Motivation wäre da für mich: "Schlimmer kann es nicht mehr werden" :-).
Mir fielen zwar ein paar Künstler ein, die ich gerne auf dieser Bühne sehen möchte, dennoch glaube ich, dass ein paar grundlegende dinge sowohl beim Vorentscheid als auch bei der Sendung an sich nochmal überarbeitet werden müssen.

Rettet das ESC Feeling 
An sich finde ich das neue Abstimmungsverfahren gar nicht so schlecht, wie ich zu Beginn dachte. Allerdings würde ich es beim nächsten ESC so gestalten, dass die Moderatoren zu Beginn die Wertungen der nationalen Fachjurys vorlesen und in der Liveschaltung dann das Zuschauervoting präsentiert wird. Schließlich ist die Meinung der Zuschauer das wirklich Interessante an der Veranstaltung.

Und was passiert mit Jamie-Lee?
Zum Schluss bleibt nur zu hoffen, dass Jamie-Lee mit einem zuverlässigeren Team ausgestattet ist, als es mit Ann Sophie der Fall war. Sie erzählte zwar im Aftershow Interview, dass sie nun vielleicht auf internationale Angebote hoffen dürfe. Ich befürchte aber, sie muss sich erst einmal hier behaupten.


Weitere Beiträge 

Die Süddeutsche Zeitung schreibt... HIER KLICKEN

Autorin Myna Kaltschnee ist ebenfalls im ESC Fieber. Neben ihrer gestrigen Twitter Aktivität hat auch sie ein ESC Best Of veröffentlicht.
Zum Artikel - HIER KLICKEN


Und ihr? 

Wie habt ihr den gestrigen Abend erlebt?
Wer gehörte zu euren Favoriten?
Was wünscht ihr euch für den Vorentscheid 2017?


Samstag, 14. Mai 2016

ESC Best Of - Die deutschen Finalisten

Heute, am Tag des Eurovision Song Contests, wird es Zeit für meinen zweiten Best Of Vorbericht. Diesmal geht es um die deutschen Teilnehmer.
Was es mit dem ESC auf sich hat, wann wo und wie die Sendung übertragen wird, könnt ihr HIER nachlesen.
Nun kommen wir aber zum musikalischen Teil :-)


ESC Kandidaten für Deutschland 



Stefan Raab - Wadde hadde du de da 
Im letzten Beitrag habe ich euch noch von einer Fantasiesprache erzählt. Stefan Raab erfindet mit "Wadde hadde du de da" auch einen interessanten Hit, mit Strophen, deren Inhalt ich nicht wirklich verstehe. Aber egal: Das Lied ist unterhaltsam :-)
Im Übrigen ist Stefan Raab wohl ein ESC Fan, oder zumindest ein ehrgeiziger Musiker. Denn auch in den Folgejahren hat er es sich nicht nehmen lassen, immer mal wieder bei dem Wettbewerb mitzumischen. Aber dazu später mehr...



Max Mutzke - Just wait untill tonight 
Stefan Raab wollte auch ein bisschen am Castingshow Markt mitmischen. Also startete er 2004 im Rahmen seiner Late Night Show "TV Total" eine eigene Rubrik, in der der nächste ESC Kandidat gefunden werden sollte. Allerdings musste sich dieser erst noch im offiziellen Vorentscheid der ARD gegen namenhafte deutsche Künstler behaupten. Hier tat sich Max Mutzke als Sieger hervor. Der Song wurde von Stefan Raab geschrieben und produziert. Beide belegten den achten Platz.
Nebenbei erwähnt: Einen Konzertbericht zu Max Mutzke findet ihr HIER.




Roger Cicero - Frauen regier'n die Welt 
Endlich mal ein Beitrag in deutscher Sprache!
2007 war das erste Jahr, in dem ich unseren Kandidaten irgendwie richtig wahrgenommen habe. Das Lied hat mir damals - und auch heute :-) - recht gut gefallen. Außerdem haben sie bei der Vor- und Nachberichterstattung den Wortwitz "Alles Roger" gerissen... Traurig an der ganzen Geschichte ist nicht nur, dass die Platzierung damals nicht so gut war, sondern auch, dass Roger Cicero im März leider verstorben ist. 



Alex swings Oscar sings - Miss Kiss Kiss Bang
2009 versuchten wir es mit einer fragwürdigen Bühnenshow, die vorab für ziemlichen Gesprächsstoff sorgte.
Musikalisch erinnert es ein bisschen an Roger Ciceros "Frauen regier'n die Welt" auch wenn der Text anders ist :-).
Ich muss ehrlich gestehen, ich höre es auch noch Jahre nach der Teilnahme hin- und wieder ganz gerne. 



Lena - Satellite
2010 habe ich also unseren ersten Sieg beim ESC miterlebt. Stefan Raab konnte es sich - mal wieder :-) - nicht nehmen lassen und suchte gemeinsam mit Pro7 und der ARD den nächsten ESC Star unter dem Motto "Unser Star für Oslo". Leider konnte ich die Show aus verschiedenen Gründen - Internat = Sendungen in der Regel selten bis zum Ende schauen dürfen = schon gar nicht unter der Woche - nicht verfolgen, habe aber das Finale gesehen und war Feuer und Flamme für unsere Teilnehmerin. (Zur Einstimmung habe ich mir am ESC Tag sogar ihr Album besorgt :-). OK, Schluss mit dem unnützen Wissen: Ich habe mich riesig über den damaligen Sieg gefreut und hätte nie damit gerechnet, dass wir so gut abschneiden.   



Elaiza - Is it right 
Elaiza war eine Überraschung! Die Band gewann beim NDR Clubkonzert eine Wildcard für den offiziellen Vorentscheid und setzte sich dort gegen die anderen Kandidaten durch. Für die Band war das ein absoluter Erfolg. Sie bekamen nicht nur einen eigenen Videoclip, sondern durften auch noch ihr Debütalbum "Gallery" produzieren, das ich übrigens auch sehr gelungen finde. Beim Finale schnitten sie auch nicht so gut ab. Elaiza war aber trotzdem total glücklich und zufrieden, weil sie eine schöne Zeit erlebt und jede Menge tolle Begegnungen hatten. 



Ann Sophie - Black Smoke 
Das war wohl die frustrierendste ESC Teilnahme seit ich mich mit der ESC Geschichte beschäftige. Heute bin ich der Meinung, dass Ann Sophie einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war und man das noch damit getoppt hat, ihr auch noch eine völlig falsche Frage zu stellen. (Die "Kümmert kümmert's doch nicht"- Debatte rolle ich hier jetzt nicht nochmal auf).
Das Lied "Black Smoke" ist unheimlich kraftvoll und gefällt mir neben "Get over yourself" richtig gut. Was mich wirklich fassungslos und wütend gemacht hat war, dass man sie nach der 0 Punkte Geschichte einfach so fallen lässt. Nur, weil Europa nichts mit "Black Smoke" anfangen kann, heißt das ja noch lange nicht, dass es auch deutschlandweit so sein muss.
Mittlerweile studiert Ann Sophie Wirtschaftspsychologie, möchte ein Kinderbuch auf den Markt bringen und hat immer wieder Auftritte als Musikerin und Schauspielerin. 



Jamie Lee - Ghost 
Jamie Lee hat die Ehre der Voice of Germany Kandidaten gerettet und den Sieg innerhalb des Vorentscheides NICHT abgelehnt. Egal, wie die Aktion ausgeht: Jetzt ist die Geschichte definitiv erledigt und 2017 können wir neutral in den Vorentscheid starten (zumindest in meinem Kopf :D).
Nun zum Lied: Um ehrlich zu sein, gefällt mir "Ghost" nicht sehr gut. Der Anfang ist stark, dann als es in Richtung Refrain geht, klingt das Lied aber etwas nach Mainstream und für mich fehlt hier die Steigerung. Allerdings gleicht Jamie Lee das wunderbar mit ihrer Ausstrahlung wieder aus. Daher glaube ich, dass es heute Abend nur eine 50:50 Chance gibt: Entweder wir gehen sang- und klanglos unter oder wir sind seeehr weit vorne in der Tabelle.  


Mein Fazit 

Interessant war für mich nochmal in die verschiedenen Liveauftritte rein zu schauen und feststellen zu können, dass einige Künstler doch ziemlich zu kämpfen hatten.
Was ich schade finde: Wir haben so viele bekannte Bands und Solokünstler. Dennoch ist es so, dass bisher diejenigen, die noch unbekannt waren, im Wettbewerb am meisten überzeugen konnten. Der Nachteil: Wir produzieren immer neue Künstler, anstatt die zu nutzen, die wir bereits haben. Allerdings haben auch Bands wie die No Angels oder Cascada gezeigt, wie schwierig es ist, über eine schlechte ESC Platzierung hinweg zu kommen.


Der Countdown läuft... 

Seid ihr heute Abend dabei?
Habt ihr schon irgendwelche Favoriten?

Dienstag, 10. Mai 2016

Lucian

Bild von booksection
Steckbrief

Name: Lucian (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: Isabel Abedi
Verlag: Arena Verlag
Geeignet für: ab 14 Jahren, oder für Menschen, die gener mysteriöse bzw. Fantasybücher lesen

Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Klappentext:

(Klappentext von 
"Lucian" von Isabel Abedi, erschienen im Arena Verlag)

"Becky, hast du eigentlich schon mal überlegt, ob Lucian vielleicht ... kein ... Mensch ist?"
Ich senkte den Kopf. "Nein", flüsterte ich.
Aber was ich dachte, war: Ja.

Immer wieder tauscht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Junge Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an einen Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. So verzweifelt es die beiden auch versuchen, sie kommen nicht voneinander los. Aber bevor sie noch erfahren können, was ihr gemeinsames Geheimnis ist, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für sie beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe." 


Zum Buch / Meine Meinung

Dass ist echt hart, wenn man Bücher nach Jahren wieder in den Händen hält, den Klappentext liest und denkt: "Ich hätte wirklich wissen können, was mich erwartet." 
Auch dieses Buch habe ich, wieder einmal, voller Erwartung und Vorfreude gekauft. Ich wollte wissen, wer Rebecca auflauerte und was es mit diesem geheimnisvollen Lucian auf sich hatte.

Enttäuscht wurde ich teilweise. Das Buch hat mich bis zu dem Moment, an dem die "Fantasynummer" kam, gefesselt. Danach hat es für mich eher den Mainstreameffekt gehabt, weil ich das Gefühl hatte, dass absolut jeder Mensch auf dieser Welt auf dem Fantasytrip ist. Dieses Buch hätte keine Fantasy gebraucht, um das Lucian Problem zu lösen. Mir wären auch ein Haufen realistischer Begründungen eingefallen, wer Lucian ist und warum sich beide nicht sehen dürfen. Stattdessen haben wir hier wieder die tolle "Liebes-Fantasy Geschichte" (Ich erinnere an Twilight usw.)

Also wie ihr wahrscheinlich schon gemerkt habt, hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Wenn ihr aber Fantasyfans seid, kann ich euch das Buch empfehlen.

-----------------------------------------------

~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.