Sonntag, 31. Januar 2016

Wunderbarer literarischer Start in 2016, eine lustige Episode aus dem Studenten Alltag und Inspirationen einer Kanzlerin - Monatsrückblick Januar 2016

Ein Monat ist vorbei und es wird Zeit für den ersten etwas anders gegliederten Monatsrückblick... In Spielfilmlänge.


Gelesene Bücher im Januar 2016 

Bild von
Arena Verlag
Name: Wenn du dich traust
Autor: Kira Gembri
Gelesen oder gehört: gelesen als gebundene Ausgabe
Lieblings: 
Hauptcharakter: Jay, weil sich hier nicht auf das "Bad Boy" Klischee beschränkt, sondern nach der Ursache für sein Verhalten gesucht wird
Nebencharakter: Flocke, weil hinter einer harten Schale, ein weicher Kern steckt
Schauplatz: Das inoffizielle Lokal "Wexbeger", weil es einer Liebesgeschichte einen spannenden Touch gibt
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER KLICKEN


Bild von Jumbo Verlag
Name: Der Erdbeerpflücker
Autor: Monika Feth
Gelesen oder gehört: gehört in gekürzter Fassung
Lieblings: 
Hauptcharakter: Jette, weil sie sehr reflektiert wirkt.
Nebencharakter: der Hund, dessen Namen mir gerade entfallen ist.
Schauplatz: Die Mädels WG
Bewertung: 4 von 5 Punkten
Link zur Rezension: HIER KLICKEN

Bild von
Ullstein Buchverlage

Name: Der Tag an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg
Autor: Florian Herb
Gelesen oder gehört: gelesen
Lieblings: 
Hauptcharakter: Alvaro, weil er sich auf eine wunderbare Reise einlässt.
Nebencharakter: Cemal, weil ich seinen Berliner Dialekt mag :-)
Schauplatz: Barcelona, weil es die Lebensfreude der Protagonisten wiederspiegelt
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten
Die Rezension folgt im Februar.

In den neuen Monat starte ich mit...
"Artemis Fowl" (Hörbuch, gekürzte Fassung, Sprecher: Rufus Beck)

Geplante literarische Aktion für 2015: 
Irgendwie hat mich das Fantasy und Dystopien Fieber gepackt. Ich habe im Dezember von emion "Starters" und "Enders" erwichtelt. Außerdme habe ich eine neue Fantasyreihe für mich entdeckt, deren zweiter Band hier herum liegt. Nicht zu vergessen, möchte ich unbedingt "Die Tribute von Panem" hören. (Ja besser spät als nie). Deswegen meine Idee.
Jeden Monat ein fantasy- oder dystopisches Buch beginnen, sprich 12 Bücher im Jahr. Ich bin mal gespannt, ob ich das durchhalte.

Ausstehende Rezensionen des letzten Monats 
Abby Lynn Band 1 


Gelesen im Netz 2016 

In dieser Kategorie teile ich spannende Artikel, Videos oder Podcasts, die ich so im Netz gefunden habe.

Heffa Fuzzel hat einen schönen Beitrag zum Thema "Geldmacherei von Buchverfilmungen" veröffentlicht. Hier kritisiert sie nicht nur das besagte Thema, sondern berichtet auch aus der Sicht der Fans, die sich "Extras", die für den ein oder anderen überflüssig erscheinen, gerne kaufen, einfach, weil sie eine Erinnerung an das Event haben möchten.
Zum Artikel: HIER ENTLANG

Myna hat im Januar ein ausführliches Interview mit Autorin Tinka Beere geführt. Myna stellt hier sehr gute und spannende Fragen. Tinka Beere berichtet von ihrem ersten Blogroman, den Vor- und Nachteilen einer solchen Aktion, erzählt vom Schreibnacht-Magazin und berichtet auch über Facebook Projekte wie die Autoren Gruppe "Writers Inn".
Zum Artikel: HIER ENTLANG

Wer mich kennt, kann erahnen, dass ich ein Fan von Sebastian Fitzek bin. Umso mehr nervt es mich, dass ich mit seinen aktuellen Büchern nicht viel anfangen kann. Ich mag den Autor, ich liebe seinen Schreibstil, nur mit den Geschichten habe ich es nicht so. Schon länger kreise ich um "Das Joshua Profil" und bin im Januar bei Uwes Leselounge auf eine tolle Rezension gestoßen.
Zum Artikel: HIER ENTLANG

Neben den wöchentlichen Geblubbern habe ich mir im Januar unter anderem ein SuB Video von Anka angeschaut. Sie startet jetzt eine kleine Video Serie und ich finde es interessant auch ein paar Sätze zu den Büchern auf ihrem SuB zu hören.
Zum Video / Beitrag: HIER ENTLANG 

Martin hat sich im Januar auf den weiten Weg nach Stuttgart zum Bücher- und Blubberstammtisch gemacht. Glücklicherweise hat er sich auch gleich dran gesetzt und einen tollen Bericht über das Treffen veröffentlicht.
Zum Artikel: HIER ENTLANG 

Im Januar hatte ich auch Zeit ausführlicher auf den Seiten des Literaturcafes zu stöbern. So habe ich beispielsweise folgende Artikel entdeckt:

5-teilige Reihe zum Thema: "Warum werde ich nicht veröffentlicht?"
... Teil 1
... Teil 2
... Teil 3
... Teil 4 
... Teil 5
Fazit: Die ersten 2-3 Teile finde ich leicht provozierend, oder zynisch (?) geschrieben. Hier wird ein ziemliches Klischee Bild des heutigen eBook Autors gemalt und ich habe mich hier und da gefragt, ob es das "Klischee" wirklich gibt. Allerdings wirft die Reihe auch interessante Fragen auf, die angehende Autoren bei der Suche nach Verlagen oder Agenturen bedenken sollten. Außerdem gibt's hier und da Buchtipps, oder spannende Infos wie z.B. dass sich ein Buch erst ab 5.000 verkauften Exemplaren für einen Verlag lohnt. Kurzum: Wer darüber nachdenkt, was veröffentlichen zu wollen, sollte hier mal rein lesen.

Der folgende Podcast ist im Rahmen der Frankfurter Buchmesse erschienen. Hier erzählt eine bekannte Literaturagentin darüber, was Agenten gerade suchen und welche Leistungen Literaturagenturen anbieten. Neu für mich war die Information, dass es fast so schwierig ist, eine Agentur zu finden, wie bei einem Verlag unterzukommen und das auch Agenturen z.B. auf Empfehlungen von "Hauseigenen Autoren" achten.
Zum Podcast: HIER ENTLANG 

Zudem gibt es eine lesenswerte Liste zum Thema: "So erkennen Sie dubiose Literaturagenten". Neu für mich: Einsendungen per Email können ein Zeichen für eine unseriöse Agentur sein. Ich als naiver Mensch dachte mir: "Oh da spart jemand Papier."
Zum Artikel: HIER ENTLANG 

Im Interview "Wie finde ich einen Literaturagenten, Herr Meller?" erklärt der gleichnamige Literaturagent, worauf es seiner Meinung nach bei angehenden Autoren ankommt und das das "Autoren sein" auch viel Geduld erfordere. Er leitet die "Michael Meller Literary Agency" Autoren sind u.a. Rebecca Gable und Kai Mayer.
Mehr dazu: HIER ENTLANG 

Und hier noch die wichtige Verlinkung zum Normseiten Download des Literaturcafes. Ja, auch ich habe bei meinen ersten und bisher einzigen Verlagseinsendungen nicht geahnt, dass es sowas wie eine Normseite gibt. :-)
Zum Artikel / Download: HIER ENTLANG 


Momente im Januar 2016 

Irgendwann Mitte Januar saß ich grinsend da und dachte mir: "Ich muss gar keine Momente suchen. Sie kommen einfach von allein."
Also fangen wir an...

1. Glück im Unglück für 2016 - oder Silvester auf der Intensivstation 
Vorab: Am 31.12 kam Post von dem Fernsehsender VOX. Ich bekam meine Lieferung roter Bänder. Nur wenige Stunden später auf dem Weg ins Krankenhaus dachte ich mir: "Na super, jetzt hab ich gar kein Band dabei..."
Der Ausdruck "auf den OP Tisch gerutscht" passt eigentlich überhaupt nicht. Denn ich wurde noch in den letzten Stunden von 2015 operiert. Es war eine ungeplante OP deren Timing aber nicht perfekter hätte sein können. Ich hatte noch genug Zeit mich zu erholen. Die Prüfungsphase und das anstehende Praktikum im März sind somit also gerettet.
Schade war nur, das die Neujahrsschreiberei ohne mich stattfinden musste und ich einen Besuch bei einer Freundin ebenfalls absagen musste.

2. Genialer literarischer Start ins neue Jahr 
Durch die eingeschobene OP konnte ich mein Leseziel für 2015 leider nicht mehr erreichen. Aber was mich rettet: Theoretisch hätte ich es schaffen können :-).
Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich mit "Wenn du dich traust" von Kira Gembri begonnen habe. Das Buch hat mir total gut gefallen und ist mein Lesehighlight im Januar.

3. Die Qual der Wahl für Stockholm 
Ich glaube das wird der erste "Ge(h)schaut" Beitrag für 2016. Im Januar wurden die Finalisten des Vorentscheids verkündet. Und um ehrlich zu sein: Ich kann mich nicht entscheiden. Luxuslärm ist schon lange einer meiner Lieblingsbands. Ein Nachteil könnte sein, dass sie deutschsprachige Musik machen. Andererseits gibt's beim ESC ja nicht nur englische Beiträge... Von daher: Sag niemals nie! Jamie-Lee hingegen rettet die Ehre der Voice of Germany Finalisten. Ich glaube nicht, dass sie das Handtuch im Falle eines Sieges werfen wird :-). (Tut mir leid, die kleine Anspielung an den letzten Vorentscheid musste ich jetzt einfach raus hauen). Ihr ESC Fans, oder solche, die auf dem guten Weg sind, es zu werden: Schaut am 25.02 (einen Tag nach meinem Geburtstag :-) ) bei der ARD vorbei und votet mit.

4. Eine neue Episode aus dem Leben mit vergrößertem Bildschirm 
Die folgende Geschichte hat nicht nur mich gut unterhalten, sondern auch Gastschreiberin emion, der ich sie nur wenige Stunden später erzählen konnte.
Kurz vor Beginn einer Vorlesung beschloss ich eine Idee für eine Harry Potter Fanfiction aufzuschreiben. Sie war bzw. ist immer noch ziemlich vage gehalten. Allerdings sind Titel und die Protagonisten der Geschichte klar. Also tippte ich: "5 Dinge, wie Fred und George ihre Lehrer auf die Palme bringen" in mein tolles Ideen Dokument.
Hinter mir: "Was lese ich da? Lehrer auf die Palme bringen?"
Und so erfuhr mein Dozent was eine Fanfiction ist :-).

5. Inspirationen einer Kanzlerin 
Ich habe mich schon lange gefragt, woher Merkels Slogan "Wir schaffen das" wohl kommen mag. Einfach von Obama abschreiben? Nein... so unkreativ ist unsere Bundeskanzlerin mit Sicherheit nicht. So einfach würde sie es sich mit Sicherheit auch nicht machen wollen. Sie greift zu einem schöneren Stilmittel. Einer allzu bekannten Kinderserie.
Ich selbst habe "Bob der Baumeister" nie geschaut. Einzig und allein folgende Szene ist mir bekannt.
Bob fragt seine sprechenden Bagger: "Können wir das schaffen?"
Sie antworten: "Yo wir schaffen das."


Was gab's zu erzählen? 

Jaja jetzt wo der Adventskalender vorbei ist, ist es hier wirklich etwas ruhiger geworden. Dennoch wurde im Januar ein bisschen gebloggt. Für 2016 nehme ich mir vor, auch die Beiträge meiner Gastschreiber hier zu verlinken.
Neu ist außerdem: Meine aktuellen Rezensionen findet ihr ab sofort oben unter "GELESEN". Die Konserven gibt's weiterhin hier unten.

TAG Zeit 
Serien TAG 

Doppelrezension von Skyara 
Der Winter erwacht - Wenn der Sommer stirbt 

Studieren mit Sehbehinderung 
Umgang mit der Sehbehinderung im Studium - ERFAHRUNGSBERICHT 

GE(H)SCHAUT
Club der roten Bänder

Rezensionen aus der Konserve 
Der Junge im gestreiften Pyjama 
Anderswo 


JAHRESSCHREIBMARATHON JANUAR FAZIT 

Jahresschreibmarathon - Was ist das? --> KLICK HIER

Geschriebene Worte: 5.633 Wörter
Monatsziel: 1.600 Wörter
Wörter bis zum Ziel: 75.490 Wörter
Erkenntnis des Monats: Ich habe neue Inspirationen für meine "Little Britain" Fanfiction und für mein aktuelles Schreibprojekt bekommen. Letzteres wird ab März aber nochmal ziemlich umgeschrieben. Und ich nehme mir für Februar vor, zweimal im Monat was auf Fanfiction.de zu veröffentlichen. Möge es mir gelingen. Nicht zu vergessen habe ich mich sehr über Ankas Erwähnung in der Stöberrunde gefreut. Ich hätte nicht gedacht, dass die Aktion auch Blogger anspricht :-).

Geschriebene und gezählte Beiträge 
Serien TAG hier habe ich alles außer den Teil gezählt, in dem ich die Fragen nochmals poste und andere Blogger verlinke.

Rezensionen
Den "Meine Meinung" Teil bei den obigen Rezensionen. (Natürlich nicht bei den "aus der Konserve" Beiträgen).

Umgang mit der Sehbehinderung im Studium - ERFAHRUNGSBERICHT  Eigentlich hatte ich überhaupt nicht geplant hier so viel zu schreiben. Aber wenn ich einmal im Flow bin, komme ich da wohl nicht mehr so leicht raus :-).

Aus dem Alltag der Little Britain Charaktere 
Neues Kapitel: Vicky im Krankenhaus.

Club der roten Bänder 
Am Freitag wurde die erste Staffel der Serie auf DVD veröffentlicht. Da ich schon seit zwei Monaten überlegte, einen Beitrag zur Serie zu schreiben, setzte ich diesen Plan kurzerhand in die Tat um.


Gehört im Januar 2016 

Im Januar *hust* habe ich das Lied "Stimme" von EFF (Mark Forster und DJ Felix Jaehn) entdeckt. Da das Lied mittlerweile echt beliebt ist, sind sätmliche YouTube Originale gesperrt und durch Cover ersetzt worden :-).


Systemfehler - Wenn Inge tanzt 
Ach Leute, ich bin so langweilig :-).
Ich habe keine Ahnung, wie oft ich das Lied jetzt schon geteilt habe. Aber sowohl Film als auch Lied sind einfach nur genial. Übrigens spielt Tim Oliver Schultz, den viele nur als "Leo" aus dem "Club der roten Bänder" kennen werden, dort eine Hauptrolle. Bald gibt's auch einen Blogbeitrag zum Film und der Serie. 


Farin Urlaub - Glücklich
Das Lied gehört immer noch zu meiner aktuellen Playlist. 
Ich dachte ich verlinke euch mal eine Liveversion. 


Sonst kam ich im Januar gar nicht so zum Musik hören... 


In diesem Sinne... 

hoffe ich ihr habt diesen Monster Beitrag gut überstanden und mit viel Motivation sogar bis zum Schluss durchgehalten. Ich wünsche euch einen guten Start in den neuen Monat und drücke allen Studenten, Schülern und Auszubildenden, die sich jetzt in der Prüfungsphase befinden, die Daumen. 

Freitag, 29. Januar 2016

GE(H)SCHAUT - Club der roten Bänder Staffel 1

Wie ich zu der Serie kam... 

Mit Jess von Freakin-Minds habe ich mich Ende letzten Jahres über Serien unterhalten. Sie machte mich dann auf den "Club der roten Bänder" aufmerksam. Die Handlung klang vielversprechend. Dennoch war ich etwas skeptisch, wie das ganze Projekt umgesetzt werden sollte.


Worum geht's? 

Als Krebspatient Leo einen neuen Zimmernachbarn bekommt, entwickelt er eine verrückte Idee: Er möchte einen Club gründen. Er, Leo, wird natürlich der erste Anführer. Bettnachbar Jonas wird als Vertretung angeheuert. Da müssen nur noch die weiteren Clubmitglieder her: Der Schlaue, der gute Geist, der Schöne und natürlich das Mädchen.
Die weiteren Clubmitglieder sind schnell gefunden. Leo hat bereits Kontakte zu Emma geknüpft. Hugo, der gute Geist, Toni, der Schlaue und Alex, der Hübsche, finden sich beinahe von allein.
Gemeinsam erleben die Jugendlichen, die alle an unterschiedlichen Erkrankungen leiden, den Alltag in einer fiktiven Klinik.

Die Handlung der Serie beruht auf den Erlebnissen des spanischen Autors Albert Espinosa, der selbst jahrelang gegen den Krebs kämpfte.


Bedenken

Ich blickte der ersten Folge mit gemischten Gefühlen entgegen: Natürlich war ich neugierig, wie die Serie umgesetzt werden sollte. Ich hatte aber auch die Befürchtung, dass es sich hier um eine Klischee Ansammlung handelt und die Serie an der Oberfläche hängen bleibt.

Gesetz dem Fall, dass die Serie wirklich eine realistische Stimmung wiederspiegelt, stellte sich mir auch die Frage, ob das überhaupt ein breites Publikum sehen möchte. Schließlich fallen Menschen mit Behinderung und Erkrankungen ja oft "aus der Norm heraus" und können - je nach Schwere der Erkrankung - nicht an einem "normalen" Alltag teilnehmen. Erstes Interesse ist dann hier und da zwar geweckt, erlischt aber auch schnell wieder. Einfach, weil das Leben und der Alltag eben auch weitergeht. (Aber das ist ein anderes Thema... Hach ich schweife mal wieder ab...).
Glücklicherweise bestätigte sich keine meiner Ängste.


Mein Serien Highlight 2015 

Die Serie konnte mich innerhalb weniger Minuten überzeugen und ich wollte meeehr...

Die Charaktere - tolle Schauspieler
Hier treffen sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander. Jonas und Leo leiden beide an Krebs. Jonas muss sich in der ersten Folge von seinem Bein verabschieden.
Hugo, der gute Geist, liegt seit zwei Jahren im Koma. Allerdings hat er den kompletten Überblick und führt den Zuschauer als allwissenden Erzähler durch die Staffel.
Toni, der Schlaue, kann als einziges Clubmitglied Kontakt mit Hugo aufnehmen und übernimmt so die Funktion des Dolmetschers. Ob das was mit seinen autistischen Zügen zu tun hat? Wer weiß das schon...
Alex, der Schöne, hat eine unentdeckte seltene Krankheit, die ihn noch in eine brenzlige Situation bringt.
Und Emma... sie führt einen Kampf gegen die Magersucht.

In den meisten Arztserien oder Büchern geht es um irgendwelche Krebspatienten. Deswegen hat es mich sehr gefreut, dass hier auch auf andere Krankheiten eingegangen wird. Jedoch bleibt der Fokus nicht auf dem, was die Jugendlichen nicht können. Sie versuchen sich ihren oft langweiligen Krankenhaus Alltag so lebendig wie möglich zu gestalten. Dabei werden sie sehr kreativ. Von einer nächtlichen Kunst Aktion bis hin zu einer sportlichen Wette ist alles dabei.

Hinzu kommt der geniale Hauptcast.
Tim Oliver Schultz, den viele vielleicht auch aus dem Film "Systemfehler - Wenn Inge tanzt" (Artikel folgt in Kürze) kennen. Er hat einen guten Ausdruck und kann Emotionen sehr glaubhaft transportieren. Im Vergleich zu den anderen Darstellern, die, so verrückt es klingt, fast 10 Jahre jünger sind als Schultz, bringt er auch eine gewisse Reife mit.
Mein Favorit der Serie.

Nick Julius Schuck hat eine schöne Sprecher Stimme. Dass er die Rolle von Hugo, dem allwissenden Erzähler, bekommen hat, war für mich wirklich stimmig. Ich glaube er könnte sich auch gut als Hörbuchsprecher eignen. Ich freue mich ihn in der zweiten Staffel auch "in Action" erleben zu dürfen.

Damian Hardung, der auch als Fußballer aktiv ist, spielt die Rolle von Jonas, dem zweiten Anführer. Auch er hat seinen Charakter schön umgesetzt.

Timur Bartels, zu sehen in der Rolle von Alex, hat wohl den schwierigsten Job. Er geht mit seinem Charakter nämlich nicht nur durch Höhen und Tiefen sondenr wird auch vor eine schwierige Entscheidung gestellt.

Luise Belfort erzählte in einem Interview, dass sie vor Drehbeginn eine Diät gemacht habe, um sich auch besser auf die Rolle vorbereiten zu können. Und ich muss sagen: Die Rechnung ist voll aufgegangen. Sie wirkte wirklich sehr dünn.

Ivo Kortlang, als Toni in der Serie zu sehen, brachte mich innerhalb weniger Minuten zum schmunzeln. Neben Tim Oliver Schultz zählt er zu meinen Lieblings Clubmitgliedern. Er transportiert die offene, oft auch etwas naive Art, seiner Rolle sehr gut. Außerdem hat er eine Reihe toller Dialoge :-).

Die Handlung - sehr nah an der Realität
In bisherigen Krankenhausserien bekamen Zuschauer entweder die Bettgeschichten der Angestellten präsentiert, oder durften sich mit seltenen Krankheiten a la "Dr. House" auseinandersetzen. Hin und wieder kann das interessant sein, ich war aber froh, dass man sich beim "Club der roten Bänder" mit Krankheiten beschäftigt, die einem auch im Alltag begegnen. Hier war das medizinische Fachwissen Nebensache, sondern es ging mehr darum, was unsere Protagonisten miteinander erleben und wie sie mit ihrer Erkrankung umgehen.

Natürlich wird es hier und da minimal unrealistisch, wenn beispielsweise Toni, der in der Serie autistische Züge hat, offen auf fremde Personen zugeht. Aber genau diesen Charakterzug machte die Rolle aus und sorgte für schöne Momente. Auch was die Darstellung der Magersucht betrifft, musste ich etwas an meine Vorlesung in klinischer Psychologie denken. Aber wenn die Serie dafür sorgt, dass sich Betroffene überlegen eine Therapie zu machen, oder sich andere Menschen für die Erkrankung interessieren, hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

Jedoch - und das kann ich aus eigenen Krankenhaus "Erfahrungen" sagen - wird beim "Club der roten Bänder" die Atmosphäre sehr gut transportiert. Diese freundliche, aber doch routiniert hektische Art des Klinikpersonals bis hin zum schwarzen Humor der Patienten, der definitiv nicht zu kurz kommen darf bietet die Serie eine tolle Mischung. Besonders gut gefallen haben mir verschiedene Elemente des Drehbuchs. Gerade das Stilmittel über Charakter Hugo hat mich sehr bewegt.

Wer es bisher noch nicht geschafft hat, sich mit dem "Club der roten Bänder" zu befassen, hat zum Glück noch ein paar Monate Zeit, bevor die zweite Staffel ausgestrahlt wird.

Mehr Infos 

"Club der roten Bänder" bei
... VOX
... VOX NOW
... FACEBOOK

Die erste Staffel auf DVD gibt's HIER
Die Buchvorlage gibt's HIER
Eine Hörbuchfassung ist in Arbeit. Sobald ich hier mehr Informationen habe, gebe ich euch Bescheid.

Der Erdbeerpflücker (Band 1)

Bild von Jumbo Verlag 
Steckbrief 

Name: Der Erdbeerpflücker (auch als Buch erhältlich)
Autor: Monika Feth
Verlag: Jumbo Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Jugendbücher lesen, Krimi- und Monika Feth Fans
Gelesen oder gehört: gehört in gekürzter Ausgabe
Sprecher: Wanja Mues, Julia Nachtmann, Bernd Stephan, Barbara Nüsse,
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Jumbo Verlag

"Jettes Freundin Caro wird tot im Wald aufgefunden, ermordet durch sieben Messerstiche. Auf der Beerdigung schwört Jette öffentlich, Caros Mörder zu finden. Doch damit macht sie ihn auf sich aufmerksam. Scheinbar in freundlicher Absicht nähert er sich Jette und sie verliebt sich in ihn. Erst spät erkennt sie, mit wem sie es zu tun hat ...Jettes Freundin Caro wird tot im Wald aufgefunden, ermordet durch sieben Messerstiche. Auf der Beerdigung schwört Jette öffentlich, Caros Mörder zu finden. Doch damit macht sie ihn auf sich aufmerksam. Scheinbar in freundlicher Absicht nähert er sich Jette und sie verliebt sich in ihn. Erst spät erkennt sie, mit wem sie es zu tun hat ..."


Meine Meinung 

Ende letzten Jahres ist der 7. Band der "Erdbeerpflücker"- Reihe erschienen. Da dachte ich mir, dass es mal höchste Zeit wird, dass ich mich der Bücherreihe annähere. Ein weiterer Grund hierfür war auch, eine geplante, aber leider kurzfristig abgesagte Lesung der Autorin, in meiner Lieblingsbuchhandlung. 

Gleich zu Beginn ist mir folgendes Stilmittel aufgefallen: Die verschiedenen Charaktere wurden durch unterschiedliche Sprecher dargestellt. Dieses Merkmal hat mir sehr gut gefallen und zudem zur Spannung beigetragen. Das machte den Nachteil, dass es sich bei dem Hörbuch um eine gekürzte Ausgabe handelte, schon fast wieder wett. 

Monika Feth gelingt hier ein spannender Auftakt zu einer Bücherreihe. Ein Mörder treibt sich herum und ist Jette dicht auf den Fersen. Die junge Frau wollte eigentlich nur herausfinden, wer ihre Freundin Caro auf dem Gewissen hat. Doch dann kommt sie dem Täter gefährlich nahe. 
Der Klappentext verrät hier fast schon ein bisschen zu viel von der Geschichte. Dennoch hat mich das Hörbuch gut unterhalten. Da ich wusste, dass es sich hier um eine Reihe handelt, war ich gespannt, ob sich der Mörder in Band 1 noch finden lässt. 

Monika Feth erschafft hier interessante und vielseitige Charaktere, von denen ich gerne mehr gehört hätte. Daher komme ich hier zum großen Nachteil des Mediums: Die Kürzungen: Inhaltlich kommt die Geschichte schnell voran. Das sorgt zum einen dafür, dass ich das Hörbuch schnell beendete, aber trug auch dazu bei, dass es hier und da unrealistisch wurde. Jette verliert ihre Freundin und findet kurz darauf ihre große Liebe, der sie scheinbar blind zu vertrauen scheint. Ich hätte mir hier gewünscht, dass ich erlebe, wie sich Jettes Freund ihr Vertrauen erarbeitet und was dafür sorgt, dass sie ihm scheinbar ohne Misstrauen begegnet. 
Außerdem kam mir die Geschichte allgemein zu schnell voran. Ich hätte mir ein paar Ruhephasen gewünscht, in denen man in die Geschichte eintauchen und die Stimmung besser wahrnehmen kann. Die Atmosphäre wurde für mich nur angeschnitten. Allerdings war das, was ich von "Dem Erdbeerpflücker" mitnehmen konnte, fesselnd und hat mir spannende Stunden beschert. 

Monka Feth hat mich mit ihrem Schreibstil total begeistert. Durch die verschiedenen Charaktere konnte sie unterschiedliche Stilmittel ausprobieren. Jeder Charakter hat ein anderes Merkmal oder achtet bei der Kommunikation auf ein neues Detail. Dass Monika Feth hier auch aus der Sicht des Mörders schreibt trug zusätzlich zur Spannung bei. Außerdem gefällt es mir, weil ich so ein bisschen nachvollziehen kann, wie es dem Täter geht. 

Zusammenfassend kann ich "Den Erdbeerpflücker" eindeutig weiterempfehlen. Obwohl ich ein paar Elemente der Hörbuchfassung kritisiert habe, habe ich das Buch sehr gerne gelesen und freue mich auch auf die weiteren Bände. 

Mittwoch, 27. Januar 2016

Anderswo

Bild von
 
lovelybooks
Steckbrief

Name:
 Anderswo 

Autor: Gabrielle Zevin
Verlag: Berlin Verlag 

Geeignet für: ab 14 Jahren, für Menschen, die gerne traurige Bücher lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 2,5 von 5 Punkten


Klappentext

(Klappentext von
 "Anderswo" von Gabrielle Zevin, erschienen im Berlin Verlag)


"Liz ist gerade 16 Jahre alt geworden, als sie bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Ehe sie weiß, wie ihr geschieht, findet sie sich in Anderswo wieder. Hier ist alles fast wie auf der Erde." 


Meine Meinung

Mir hat das Buch eigentlich ganz gut gefallen. Nachdem die Verhältnisse geklärt waren, stellte ich allerdings fest das die Hauptgeschichte eigentlich eine Liebesgeschichte ist. Normalerweise bin ich nicht der Typ für Liebesgeschichten. Allerdings konnte ich feststellen, dass dieses Buch eine seltene Ausnahme darstellt.

Besonders gut gefallen hat mir hier die Grundidee des Romans. Liz findet sich plötzlich in "Anderswo" wieder und muss mit ihrem Tod klarkommen. Gut herausgearbeitet finde ich hier, dass nicht nur die Lebenden unter Liz Verlust leiden. Liz hat ebenfalls Schwierigkeiten sich in der neuen Welt einzufinden.

Die Geschichte ist ziemlich gut, lebendig aber auch echt traurig geschrieben. Dennoch kann ich das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Wenn du dich traust

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Arena Verlag 
Steckbrief 

Name: Wenn du dich traust
Autor: Kira Gembri
Verlag: Arena Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Jugendbücher lesen oder Liebesgeschichten anderer Art mögen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Arena Verlag

"Lea zählt - ihre Schritte, die Erbsen auf ihrem Teller, die Blätter des Gummibaums. Sie ist zwanghaft ordentlich und meistert ihren Alltag mit Hilfe von Listen und Zahlen. Jay dagegen lebt das Chaos, tanzt auf jeder Party und hat mit festen Beziehungen absolut nichts am Hut. Niemals würde er freiwillig mit einem Mädchen zusammenziehen, schon gar nicht mit einem, das ihn so auf die Palme bringt wie Lea. Und Lea käme nie auf die Idee, mit Jungs zusammen zwischen Pizzakartons und Schmutzwäsche zu hausen. Sonnenklar, dass es zwischen den beiden heftig kracht, als sie aus der Not heraus eine WG gründen ..."


Meine Meinung 

VORSICHT ENTHÄLT SPOILER

Dieses Buch ist mir Anfang 2015 in einer Blogtour aufgefallen. Der Inhalt der Geschichte klang vielversprechend und ich wurde wirklich neugierig auf den Roman. Glücklicherweise zog er an Weihnachten endlich bei mir ein. 
Als ich mit "Wenn du dich traust" begonnen habe, ist mir aufgefallen, dass ich sehr selten Hardcover Bücher lese und es mal wieder angenehm war, ein gebundenes Buch in den Händen zu halten. Nicht zu vergessen, finde ich das Cover sehr ansprechend gestaltet. Die schemenhaften Gestalten verstärken meine Neugier. 

Ich hatte vorab etwas Bedenken was den Inhalt der Geschichte betrifft. Da Lea, die weibliche Protagonistin von "Wenn du dich traust", an einer Zwangsstörung leidet, hatte ich Angst, dass hier mit Klischees um sich geworfen wird. Ich wurde aber sehr schnell eines besseren belehrt. Autorin Kira Gembri erzählt die Geschichte zum einen aus der Perspektive von Lea, berichtet aber auch aus der Sicht des männlichen Hauptcharakters Jay. Beide haben schwere Päckchen zu tragen. Lea kämpft schon seit Jahren gegen ihre Zwangserkrankung und Jay hat, dank seinem erfolgreichen Nebenjob als Dealer, Sozialstunden aufgebrummt bekommen. 

Kira Gembri gestaltet beide Charaktere vielseitig ohne zu viel über sie zu verraten. Sie lässt den Leser erleben, wie beide Charaktere ihren Alltag meistern, ohne hierbei unglaubwürdig zu werden. 
Was mir am Inhalt ebenfalls gefallen hat, war das Ende der Geschichte. Hier handelt es sich nämlich keinesfalls um ein "Friede Freude Eierkuchen"- Ende, sondern es wird klar, dass beide Protagonisten noch einen weiten Weg vor sich haben, aber auf der richtigen Straße laufen. 

Auch der Spannungsbogen ist interessant aufgebaut. Hier legt Kira Gembri nicht nur viel Wert auf die Kommunikation zwischen Lea und Jay, sondern baut auch Elemente, wie Jays zwielichtigen Arbeitgeber Mike ein, der seinen besten Dealer nicht so einfach gehen lassen möchte. Wer also nicht so viel für Liebesgeschichten übrig hat, kommt zumindest was kleinere Machtspielchen betrifft, voll auf seine Kosten. 

Kira Gembri überzeugt in "Wenn du dich traust" mit einem interessanten Schreibstil. So sind beispielsweise die Kapitel von Jay mit Jugendsprache geprägt. Wörter wie beispielsweise "reihern", die ich bisher nur für gesprochene Sprache gehalten habe, finden hier einen Weg ins schriftliche. Trotz den Jugendsprache Elementen hat die Autorin die richtige Mischung zwischen schöner Sprache, aber auch Wörter, die man im Alltag eben so gebraucht. 

Zusammenfassend stelle ich fest, dass "Wenn du dich traust" meine Erwartungen völlig übertroffen hat und ich sehr froh bin, mit so einer tollen Geschichte ins neue Jahr gestartet zu sein. Der einzige Kritikpunkt ist, dass ich mehr von Lea und Jay lesen möchte und es mir hier und da zu viele offene Fragen gab. Aber dafür werde ich keinen Punkt abziehen :-). 


Mittwoch, 20. Januar 2016

Der Junge im gestreiften Pyjama

Bild von blog-thalia
Steckbrief

Name: Der Junge im gestreiften Pyjama (auch als Hörbuch vorhanden)
Autor: John Boyne
Verlag: DZB
Geeignet für: ab 14 Jahre, oder für Menschen, die gerne traurige Geschichten lesen

Gelesen in folgender Sprache: Deutsch, als Hörbuch
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Klappentext:

(Klappentext von Argon Verlag)


"Berlin 1942: Als Bruno eines Tages nach Hause kommt, werden gerade alle seine Habseligkeiten in Kisten verpackt. Sein Vater wurde befördert und die Familie muss umziehen, an einen weit entfernten Ort, wo es niemanden gibt, mit dem er spielen kann. Ein hoher Zaun trennt ihn von den seltsamen Menschen in gestreiften Anzügen in der Ferne. Aber Bruno beschließt, dass es mehr an diesem verlassenen Ort geben muss, als es den Anschein hat. Er trifft auf einen Jungen, dessen Lebensumstände ganz anders als seine eigenen sind. Die beiden Jungen freunden sich an - und das hat verheerende Folgen." .


Zum Buch / Meine Meinung

Das Buch ist zwar einfach zu lesen und würde mit Sicherheit auch in die Kategorie "Kinderbuch" passen, aber die Botschaft der Geschichte, die Boyne hier mitteilt, ist alles andere als kindgerecht.
Bruno hat ein Problem. Er mag seinen jüdischen Freund zwar, kann aber nicht zu ihm stehen. Es gibt zwei Schlüsselsituationen in diesem Buch. In der einen verrät Bruno seinen Freund, aus Angst selbst Probleme zu bekommen. In der anderen Szene möchte er seinem Freund helfen,dessen verschwundenen Vater, zu suchen. Beide kommen dabei in Lebensgefahr.

Das Schlimme an dem Buch ist: An der Stelle, als sich Bruno ganz auf seinen Freund einlässt, ihm Vertrauen schenkt, wird er nicht belohnt, sondern in eine brenzlige Situation gebracht. Wenn ich jetzt anfange zu "interpretieren" käme ich zu dem Schluss, dass es heißen soll: "Wenn du niemandem vertraust, passiert dir auch nichts". Aber genau diese These sorgt ja dafür, dass man einsam bleibt. 

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

Dienstag, 12. Januar 2016

Abby Lynn Band 1: Verbannt ans Ende der Welt

Bild von
 
cbj Verlag 
Steckbrief 

Name: Abby Lynn - Verbannt ans Ende der Welt
Autor: Rainer Maria Schröder
Verlag: cbj Verlag
Geeignet für: ab 12 Jahren und für Menschen, die gerne Kinder- bzw. Jugendbücher lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Klappentext 

(von cbj Verlag)

"London, 1804: Abby Lynn ist gerade vierzehn Jahre alt, als sie eines Morgens in den Straßen Londons in einen Taschendiebstahl verwickelt wird. Angeblich der Komplitzenschaft überführt, verschwindet sie hinter den Mauern des berühmt-berüchtigten Gefängnisses von Newgate. Nur die Gewissheit ihrer eigenen Unschuld und die Hoffnung auf einen Freispruch lassen sie die qualvollen Wochen der Haft ertragen. Doch das Urteil, das in einem Blitzprozess gefällt wird, lautet "Verbannung": sieben Jahre Sträflingsarbeit in der neuen Kolonie Australien ..."


Meine Meinung 

Diese Reihe wurde mir von Gastschreiberin emion empfohlen. Da sie aber - Verzeih mir, wenn ich das so offen sage - (schreib)faul ist, werde ich für euch den ersten Band rezensieren. 

Kommen wir wieder einmal zuerst zur Gestaltung: Das Cover ist schlicht gehalten, wäre mir im Buchladen aber wahrscheinlich nicht großartig aufgefallen. Der Klappentext macht neugierig auf die Geschichte. Was wird Abby in Australien erleben? Kehrt sie jemals in ihre alte Heimat zurück? 

Auch der Inhalt des Buches ist vielversprechend. Allerdings habe ich hier sehr schnell gemerkt, dass ich aus der Altersspanne herausfalle und mich einige Elemnte, die mich früher gepackt hätten, jetzt kalt lassen. 
Zu Beginn der Geschichte habe ich mich ziemlich über Abbys Passivität aufgeregt. Sie wird in ein Verbrechen verwickelt, aber schafft es nicht wirklich sich daraus zu befreien. Da habe ich mich schon gefragt, ob man wirklich so viel Pech auf einmal haben kann. Doch ich habe das Buch vor allem aus dem Grund weiter gelesen, weil mich interessiert hat, was emion an der Geschichte packend findet. Und nach und nach habe ich gemerkt, dass auch mich das Schicksal der Abby Lynn interessiert und auf eine bestimmte Weise fesselt. Zudem werden mit der Zeit weitere Charaktere eingeführt, die mich gut unterhalten haben. 

Die Charakterentwicklung der Abby Lynn ist wirklich spannend. Sie wird von einer passiven Person, zu einer Frau, die weiß, was sie will und was sie tun muss, um ihr Ziel zu erreichen. Was mich allerdings wieder störte war, dass sie mir in ihren Meinungsäußerungen hier und da zu "moralisch" war. Allerdings habe ich mich auch gefragt, ob ich das mit 12 Jahren schon so empfunden, oder ob ich es unter "Meinung sagen" verbucht hätte. 

Der Spannungsbogen hingegen konnte mich nicht immer packen. Natürlich interessierte es mich, wie sich Abby Lynn durch Australien schlägt, aber ich hatte auch sehr viel Mühe mit dem Schreibstil klarzukommen, womit wir also schon beim nächsten Punkt wären: 

Rainer Maria Schröder hat eine sehr schöne Sprache, keine Frage. Der Schreibstil war mir aber zu "erzählend" und zu wenig "erlebend". Er gibt dem Leser sehr viele Informationen über seine Charaktere, die auch dafür sorgen, dass wir sie besser verstehen können. Ich hätte mir aber mehr "erleben" gewünscht. Ich hoffe der Unterschied wird einigermaßen klar...? 
Ich ertappte mich oft dabei, wie ich bestimmte Absätze überflog um wieder zu der Handlung zurückzukommen, die mich eigentlich interessierte. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass "Abby Lynn" für jüngere Leser mit Sicherheit eine schöne Bücherreihe ist. Ich konnte mit der Geschichte aber nur bedingt etwas anfangen. 

Sonntag, 10. Januar 2016

Umgang mit der Sehbehinderung im Studium - ERFAHRUNGSBERICHT

Bereits veröffentlichte Artikel 

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Wie beschaffe ich mir Fachliteratur - HIER KLICKEN
Was muss ich für Prüfungen beachten? - HIER KLICKEN
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Vorwort 

Ich glaube dieser Beitrag ist im Vergleich zu anderen Beiträgen sehr persönlich. Deswegen: Vergebt mir die Romanlänge. Ich hoffe es gibt ein paar Interessenten, die sich diesen Beitrag hier (mit viel Glück und Motivation sogar bis zum Schluss) durchlesen, bzw. hoffe, dass er den ein oder anderen von euch vielleicht in der Praxis ermutigt, unterstützt und zeigt, dass ihr nicht alleine seid.


REFLEXION ÜBER EIGENE EINSTELLUNG ZUR BEHINDERUNG

Einige von euch finden den Punkt vielleicht unwichtig. Aber ich habe mir vorab viele Gedanken über den Beitrag gemacht und wollte vorab klarstellen, dass ich es wichtig finde, sich eventuell vor Beginn des Studiums Gedanken über den Umgang mit der eigenen Behinderung zu machen und sich folgende Fragen zu stellen:

Wie gehe ich mit meiner Sehbehinderung um? 

In meinem Fall: Ich empfinde es hier als Vorteil, dass man mir meine Sehbehinderung ansieht. So kann ich nichts verstecken, weil es einfach zu offensichtlich ist. Von Klein auf bin ich einen offenen Umgang mit diesem Thema gewöhnt. Ich beantworte Fragen, erkläre Dinge und habe kein Problem damit, das mehrmals zu tun.
Kurzum: Natürlich nehme ich wahr, dass ich viele Sachen nicht machen kann, habe aber nicht das Gefühl durch meine Sehbehinderung irgendetwas zu verpassen.


Was möchte ich vermitteln / ausstrahlen? (Wichtig für Menschen, die, wie ich, wenig Kontakt zu nicht behinderten gleichaltrigen Menschen hatten weil: Sonderschule) 
Gerade im Studium ist es mir wichtig einen selbstständigen Eindruck zu vermitteln und nicht den Eindruck zu erwecken eine "dauerhafte" Betreuung zu brauchen. Wichtig ist mir außerdem, mich um meine Angelegenheiten zu kümmern und nicht darauf zu warten, dass mir schon Hilfe angeboten wird. (Unter Betroffenen auch gerne als "Zucker in den Arsch blasen" bezeichnet). Wie ihr weiter unten lesen werdet, ist das aber leichter gesagt als getan.


Rückmeldungen von meinem Umfeld 
Bisherige Rückmeldungen haben mir bestätigt, dass meine "Rechnung" größtenteils aufzugehen scheint und ich wohl einen offenen Eindruck vermittle :-).

Wichtig ist auch, sich darüber klar zu sein, welcher Typ man ist und was man braucht. Also: Bin ich eher zurückhaltend? Oder habe ich kein Problem neue Kontakte zu knüpfen? Macht es mir etwas aus alleine rumzustehen?


Umgang gegenüber den Kommilitonen oder: Die Sache mit den sozialen Kontakten 

Start ins Studium - Die ersten Wochen - Welcher Typ bin ich?
Am Anfang war der Start ins Studium nicht gerade einfach. Ich bin nicht der Typ, der sich zu irgendwelchen bereits bestehenden Gruppen stellt und schreit: "Hi hier bin ich und wer seid ihr?" Ich beobachte. Sofern es mir möglich ist, natürlich :-). Dazu muss ich sagen, dass ich mit den nonverbalen Mitteln, wie, sich freundlich anlächeln oder den Blickkontakt aufnehmen nichts anfangen kann, da mein Sehrest es nicht zulässt einen Blickkontakt herzustellen. Ich bin also darauf angewiesen, dass man mich anspricht.

In den ersten Wochen habe ich also vielleicht 1-2 Kurzgespräche am Tag geführt, wie z.B. "Welche Veranstaltung haben wir jetzt?" oder "Wo müssen wir hin?".
Ihr glaubt nicht, wie froh ich war, weiterhin daheim wohnen zu können und dort eine kommunikative Familie um mich zu haben.
Dennoch: Ich fühlte mich selbstständig, weil ich von A nach B kam und wusste was Sache war.

Nach und nach entstanden dann die ersten einmaligen längeren Gespräche, in denen mich neugierige Menschen ansprachen und mich fragten, wie ich denn das alles so mache, wie viel ich sehe usw. Ich habe zwar kein Problem über meine Behinderung zu reden, habe das Thema aber auch nicht dauerhaft hervor. Ich hoffe der Unterschied ist einigermaßen klar...? (Wenn nicht: Ab in die Kommentare!)

Das Thema Behinderung ansprechen
Dann kam meine erste Bewährungsprobe: Ein Seminar in Improvisationstheater. Dank ein paar privater, ziemlich lustiger Videoprojekte mit Isona und emion habe ich hier schon erste Erfahrungen gesammelt und mich also wahnsinnig auf das Seminar gefreut. Ich wusste: Theaterspielen und Leute zum lachen bringen - das kann ich.
Und gleich bei der ersten Aufgabe kam ich ins Schleudern: Wir saßen alle in einem Sitzkreis beisammen. Die Aufgabe bestand darin, einen Blickkontakt mit demjenigen aufzunehmen, mit dem man seinen Platz tauschen möchte.

In meinem Kopf entstanden folgende Fragen:
Zugeben, dass ich das nicht machen kann?
Oder nichts sagen und schauen was passiert?

Möglichkeit 1: Zugeben, damit eine Lösung gefunden werden kann.
Möglichkeit 2: Die peinliche Pause ertragen, wenn auffällt, dass ich nicht reagiere.

Da es mir peinlicher erschien, es nicht zuzugeben, habe ich also auf mich aufmerksam gemacht und ich muss sagen rückblickend war das eines der tollsten Seminare, die ich bisher erlebt habe, weil ich meine Behinderung hier nicht als Problem empfunden habe. Zudem hatte ich auch den Eindruck, dass meine Offenheit dafür gesorgt hat, dass die anderen mutiger wurden. Aber ich schweife ab..

Soziale Kontakte
Ich denke, für viele von euch ist das das schwierigste Problem, wenn ihr eben nicht zu den nach außen hin kommunikativen Menschen auf dieser Welt gehört.

Ich für meinen Teil habe mittlerweile die Einstellung, dass das Studium für mich eine Zwischenstation ist. Ich gehe hauptsächlich an die Hochschule, weil ich studieren und etwas lernen möchte. Wenn ich dabei dann noch ein paar nette Leute kennenlerne, die nicht nur zu mir kommen, wenn sie irgendwelche studiengangsspezifischen Fragen haben, ist das natürlich ein schöner Pluspunkt. Jedoch stelle ich fest, dass es eher selten der Fall ist.
Hier stellen sich wieder die Fragen: Was ist euch lieber? Eine Menge Bekanntschaften, die sich nicht wirklich für euch interessieren? Oder Menschen, die eben auf euch zukommen, wenn sie sich für euch als Person und nicht für eure Behinderung oder eure "Kompetenzen" bzgl des Studiums interessieren?

In der Praxis: Bei Vorlesungen sitze ich meist ganz vorne, aus den einfachen Gründen, dass es da...
a) eine tolle Steckdose für meinen netten Laptop gibt.
b) Ich das verstehe, was die Dozenten erzählen und nicht das, was meine Kommilitonen besprechen. (Und je nach Vorlesungen ist letzteres ziemlich intensiv).
Fazit: Ich vermute - das ist reine Spekulation! - das ich dadurch den Eindruck vermittle, mehr aufzupassen, als andere. Und glaubt mir: Man kann auch in der ersten Reihe tagträumen, Fanfictions und Blogbeiträge planen :-).

Wenn ich dann nach irgendwelchen Materialien, oder Dingen gefragt werde, die Dozenten gefühlte 65467 Mal erzählt haben, bin ich dann hin- und her gerissen zwischen:
Möglichkeit 1: Genervt mit dem Auge rollen und mein Gegenüber darauf hinweisen, dass Zuhören oder Anwesend sein in der Vorlesung auch eine gute Option wäre.
Möglichkeit 2: Freundlich bleiben. Immerhin möchte ich ja auch, dass man mir hilft, wenn ich eine Frage habe.
In der Praxis... versuche ich mich mehr oder weniger erfolgreich an Möglichkeit 2. Es ist einfach ziemlich frustrierend, trotz oben beschriebenem Statement, von Menschen angesprochen zu werden, die ich gefühlt noch nie in meinem Leben gesehen habe, die aber ausschließlich an einer sachlichen Information interessiert sind und für mich danach wieder ins Nirwana verschwinden. Deswegen kann es auch mir passieren, dass ich bei der dritten "anonymen" Person meinen "Oberlehrer"- auspacke und zickig werde.
Allerdings versuche auch hier, mir immer wieder klarzumachen, dass es nichts mit mir als Person zu tun hat. Ich bin mir ziemlich sicher, das es auch Menschen ohne Behinderung, aber mit gutem "Lern Image" ähnlich geht. Der einzige Unterschied darin besteht, dass ich halt nichts davon mitbekomme :-).

UMGANG GEGENÜBER DEN DOZENTEN

Dieser Punkt ist in der Theorie einfach erklärt, doch für mich in der Praxis hier und da wirklich schwer umzusetzen. Aber ich muss dazu sagen, dass es sich hierbei wieder um eine Typ Frage handelt und andere Betroffene hier vielleicht weniger Probleme haben:

In der Schule wurde uns erklärt, dass Dozenten Sprechstunden hätten und wir gut daran täten, die Sprechstunden zu besuchen und uns vorzustellen. Das war mir...
a) definitiv zu peinlich
b) zu aufdringlich
c) habe ich mich auch gefragt, was es einem Dozenten hilft, zu wissen, dass eine der 140 Studenten in seiner Vorlesung die Folien halt nicht lesen kann.
Folglich mein Plan: Mich dann bei den Dozenten zu melden, wenn ich etwas von ihnen brauche.

Die ersten beiden Semester stellte das kein großes Problem dar. Ich habe die Dozenten nach der Vorlesung abgepasst, erklärt, dass ich die Materialien gerne vorab, oder ein paar Tage nach der Vorlesung hätte, damit ich im besten Fall direkt in der Vorlesung mitlesen kann, oder die Veranstaltung eben sobald wie möglich nacharbeiten kann. Mir begegneten hier eine Menge verständnisvoller und gut organisierter Menschen. Mein Glück war auch, dass ich in den ersten zwei Semestern beinahe keine Fachliteratur gebraucht habe und es im Studiengang Soziale Arbeit auch nicht wirklich viele zu erfassender Grafiken gibt. Somit hatte ich einen entspannten Start ins Hochschulleben. Doch nach einem Jahr steigt der Anspruch und der Berg an Literatur steigt.

Die Materialbeschaffung --> Kontakt zu Fachverlagen
Erstes Problem: Sozialarbeiter brauchen Kenntnisse im Sozialrecht. Also benötigen wir auch ein Lexikon das in dem Fall ein Gesetzestext ist. Als ich hörte, dass das gute Stück 2000 (!!!) Seiten hat, dachte ich mir: "Da brauche ich ja Jahre um das EINZUSCANNEN"
Ich bin ja wirklich kein Fan von eBooks, aber ihr glaubt nicht, was für eine Erleichterung es ist, Verlagen schreiben und fragen zu können, ob man das benötigte Buch auch digital erwerben könne. Also gestaltete sich auch dieses Problem als bewältigbar.

Materialien der Dozenten
Dieses Semester sollten wir nicht nur mit den klassischen Folien arbeiten, sondern auch eine Menge Zeitungsartikel zu lesen bekommen. In den ersten beiden Semestern gehörte dieser Stoff zur Zusatzlektüre und war somit nur bedingt prüfungsrelevant. Ich konnte mich also gut davor drücken, mir die Texte zu beschaffen. Im dritten Semester bauen die Vorlesungen aber auf, für mich, klein kopierten Artikeln auf. Natürlich bin ich mit Hilfsmitteln ausgestattet, doch manche Texte sind mir selbst mit der Lupe zu klein, bzw. schaffe ich eine halbe Seite in der Zeit, in der andere Studenten zwei Seiten lesen.
Hinzu kam auch, dass uns Folien oft spät ins "Netz" gestellt wurden und ich so mit dem Nacharbeiten der Vorlesungen ziemlich hinterher war. Schließlich konnte ich nicht während der Lehrveranstaltung überprüfen, was da vorne an der digitalen Tafel steht.

Also stellte ich mir wieder die Frage: Auf den Tisch hauen und an Materialien erinnern?

Möglichkeiten: 
a) Ich möchte niemandem auf die Nerven gehen und übe mich in Geduld.
b) Ich erinnere freundlich aber bestimmt daran, dass ich auf die Materialien angewiesen bin.

Die erste Möglichkeit schien mir erstmal am einfachsten. In Geduld üben ist immer gut. Sprich: Ich habe mich vor notwendigen Gesprächen gedrückt und im Stillen gehofft, dass das "Zeug" schon irgendwann kommt.

Fazit - Pustekuchen: Irgendwann fragte mich ein Dozent in einer "Wir lesen still einen Text"- Session, wie ich denn das eigentlich mache. Und schwupps hatte ich das willkommene Setting um meine Probleme auf den Tisch zu legen.
Schlecht weil: Es mein Job ist, für mein Zeug zu sorgen.
Vorteil des Gespräches: Ich wurde darin bestärkt, ihn daran zu erinnern, die Sachen rechtzeitig reinzustellen. Und glaubt mir: Jetzt gehe ich ihm auf die Nerven.


FAZIT 

Umgang mit den Kommilitonen 
Ich bin mir sicher, dass mich definitiv mehr Leute kennen, als ich sie. Aber ich finde es nicht schlimm. Ich habe eine Hand voll Kontakte, mit denen ich mich nicht nur übers Studium unterhalte, freue mich über die Menschen, die ich im Laufe des Studiums noch kennen lernen werde, gehe aber auch realistisch an die Sache heran.

Umgang mit den Dozenten 
Hier ist es immer wieder wichtig, sich ins Gedächtnis zu rufen, dass Dozenten einem ganz bestimmt nicht absichtlich das Leben schwer machen wollen. Sie sind auch "nur" Menschen, haben genug zu tun und können Dinge auch einfach vergessen. Gerade deswegen ist es wichtig, sie gelegentlich daran zu erinnern, dass man ja auch noch da ist und halt bestimmte Dinge benötigt. Und wie ihr oben lesen könnt, gehe ich da nicht unbedingt als Paradebeispiel voran, aber ich gebe mir Mühe und habe ja noch ein bisschen Zeit mich auszuprobieren :-).


Und ihr? 

Habt ihr selbst eine Behinderung?
Wie erlebt ihr euer Studium?

Oder: 
Seid ihr nicht selbst betroffen, habt aber schon Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung gesammelt?
Was nehmt ihr aus diesen Begegnungen mit?

Freitag, 8. Januar 2016

Der Winter erwacht - Wenn der Sommer stirbt



Bild von
 
Bastei Lübbe
eine Rezension von Skyara

Typ: Dilogie
Name: 1. Teil: Der Winter erwacht; 2. Teil: Wenn der Sommer stirbt
Autor: C. L. Wilson
Verlag: BASTEI ENTERTAINMENT
Geeignet für: Erwachsene ab 18 Jahren
Gelesen oder gehört: Gelesen (eBook)
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Erscheinungsdatum Erstausgabe in Deutsch: Beide Teile: 16.07.2015
Aktuelle Ausgabe: 16.07.2015
ISBN: Teil 1: 978-3-7325-0718-4; Teil 2: 978-3-7325-0719-1


Inhaltsangabe 


„Der Winter erwacht“ 

Die Sommerprinzessin Chamsin kann nicht glauben, was ihr Vater von ihr verlangt: Sie soll Wynter Atrialan heiraten. Den Mann, der ihre geliebte Heimat mit einem grausamen Krieg überzog. Der das Reich durch seine Magie im ewigen Winter erstarren ließ. Und der jetzt als Tribut eine Sommerprinzessin fordert. Niemals! Lieber stirbt sie, als ihn zu heiraten. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater sie tatsächlich vor diese Wahl stellen wird..."

„Wenn der Sommer stirbt“ 

(Klappentext von Bastei Lübbe)

Erst seit wenigen Wochen herrscht Frieden zwischen den Reichen Sommergrund und Winterfels, besiegelt durch die Ehe von Sommerprinzessin Chamsin und Wynter Atrialan, dem Winterkönig. Doch der Frieden währt nicht lange. Zu Beginn des Krieges hat Wynter das Eisherz, die Essenz eines dunklen Gottes, in sich aufgenommen. Und diese Magie droht nun, ihn zu verschlingen und in einen Todesgott zu verwandeln, eine Bedrohung, schlimmer als alles, dem sich Sommer- und Winterländer je gegenübersahen." 


Meine Meinung

Ich habe diese beiden Bände in Angriff genommen, da ich gerne mal das Erotik-Genre ausprobieren wollte. Da ich hauptsächlich Fantasy lese, habe ich auf Lovelybooks herausgefunden, dass es sogar das Genre der Erotic Fantasy gibt und habe dort danach gesucht. „Der Winter erwacht“ ist mir dabei wegen des Covers und der verschiedenen Rezensionen anderer Leser ins Auge gesprungen. Nach einem kurzen Anlesen der Leseprobe, war ich überzeugt, den richtigen Einstieg gefunden zu haben. Meine Sorge hierbei war lediglich, dass das Ganze zu extrem wird, denn das wollte ich auf keinen Fall. Ein paar Erotikszenen ja, aber keinen Porno! Und ich wurde nicht enttäuscht.

In „Der Winter erwacht“ wird man zu Beginn über das Land aufgeklärt, in dem man sich befindet. Mystral besteht aus mehreren Ländern auf einer doch recht Großen Insel mit verschiedenen Klimazonen. Unter anderem Sommergrund und Winterfels. Aus Sommergrund stammt unsere Protagonistin Chamsin Coruscate, ein ziemlicher Wildfang, welcher von Kindesbeinen von ihrem Vater gehasst und nur von ihren drei Schwestern Sommer, Frühling und Herbst (auch die drei Jahreszeiten genannt :-)) vor diesem in Schutz genommen wird. Desweiteren gibt es hier auch noch Chamsins Bruder Milan, welcher von ihr regelrecht vergöttert wird, und zu dem sie ihr Leben lang aufblickt und ihn als rechtschaffenen und ehrenvollen Helden ansieht.

Dieser wird von König Verdan, seinem Vater, nach Winterfels geschickt, um mit König Wynter Atrialan diplomatische Friedensbedingungen auszuhandeln. Doch dieser Besuch geht gründlich schief, wodurch zwischen den beiden Königreichen ein Krieg entbrennt. Nach Sommergrunds Niederlage wird Wynter dort einmarschieren und ein weiteres ultimatives Friedensangebot stellen. Er verlangt von Verdan eine seiner Töchter zur Frau, um sich binnen Jahresfrist einen Thronfolger zu sichern. Doch was seiner Aufmerksamkeit und seinen Spionen entgangen ist, ist Chamsin! Dies wird ihm zum vermeintlichen Verhängnis.

Ab hier geht die Handlung sehr intensiv weiter. Chamsins Fähigkeit – die Beherrschung des Wetters – und Wynters Talente, welche nicht ganz natürlicher Art entspringen, ergänzen sich auf hervorragende Weise. Entweder, indem sie der einen Gabe ihre gefährliche Zerstörungswut raubt, oder die andere zum „schmelzen“ bringt.

Und um hier auf meinen ersten Abschnitt zurück zu kommen: im ersten Band sind verschiedene Sex-Szenen eingebunden, welche aber durchaus geschmackvoll ausgearbeitet wurden, und einem auch nicht übertrieben vorkommen. Es mag manch einem merkwürdig vorkommen, dass sich eine Frau, die noch nie einen Mann hatte, mit solch einer Contenance verhalten kann. Aber für mich war das Ganze stimmig, da von vornherein klar war, dass die beiden füreinander bestimmt sind.

Bild von Bastei Lübbe
In „Wenn der Sommer stirbt“ befindet sich Chamsin bereits in Winterfels und versucht dort Fuß zu fassen. Was ihr jedoch nicht leicht gemacht wird, da Wynter sie nach einem tragischen Unfall meiden muss und er ein befristetes Verbot erhält, Chamsins Bett zu teilen. Obwohl er sich ihrer kaum entziehen kann, was weder seinem Ego noch seinen vielen Beratern am Hofe gefällt, ignoriert er sie komplett.

Doch mit der Zeit lernen beide aufeinander einzugehen und kommen sich auch emotional und nicht nur wie bisher körperlich näher. Dank dieser Festigung ihrer Beziehung bestehen die beiden selbst die schlimmsten Gefahren. Welche ihnen nun in ihrem eigenen Königreich, durch Eigen- und Fremdverschulden, drohen. Durch diese Bedrohungen werden die beiden nicht nur von einander getrennt, sie werden auch wieder zusammen geführt.

In diesem Band werden vor allem die Liebesgeschichte und ihre königlichen Pflichten, in guten wie in schlechten Zeiten, beschrieben. Dadurch hat es einen wesentlich höheren Anteil an Fantasy, als dies im ersten Teil der Fall war.

Genau das war es, was mich endgültig von diesen beiden Bänden überzeugt hat. Es ist eine herrliche Mischung aus Erotik und Fantasy; die beiden Bände sind in einem flüssigen Schreibstil verfasst und machen einen süchtig mehr zu lesen. Somit erhält dieses Buch von mir die vollen 5 Punkte.

Ich kann es Jedem über 18 empfehlen, selbst Jugendlichen würde ich es empfehlen, wenn sie bereits einen Partner (im sexuellen Sinn) hatten, und sich somit auch in die beiden –zumindest ein bisschen – hinein versetzen können.


Mittwoch, 6. Januar 2016

Serien TAG

Beim gestrigen Blog Stöbern habe ich einen tollen TAG entdeckt, an dem ich gerne teilnehmen möchte. Da meine Kategorie "GE(H)SCHAUT" ja mittlerweile online ist, passt das ja ganz gut. Also fangen wir an...


Die Regeln 

Es gibt 12 Fragen, die von allen Interessierten oder von den Leuten, die von mir getaggt wurden, beantwortet werden dürfen. Die Fragen ohne meine Antworten zwischen drin, findet ihr nochmal am Ende des Beitrages.


Die Fragen 

1. Was ist deine Lieblingsserie?
Eigentlich bin ich gar nicht soo der Serien Schauer. Ab und an bekomme ich von einer neuen Serie mit, schaue vielleicht mal rein und mit viel Glück kann sie mich packen. Momentan bin ich voll im "Club"- Fieber. "Der Club der roten Bänder" hat es mir angetan und ich hoffe ich komme am Wochenende dazu, endlich den dazugehörigen Blogbeitrag zu planen. 


2. Welche Serie hast du als Kind am liebsten gesehen?
Hier möchte ich mehrere Serien hervorheben. Erstmal bin ich ein KIKA Kind. Super RTL lief bei uns früher nicht wirklich oft. Demnach bin ich die KIKA Klassiker wie "Schloss Einstein", "Sissi" und "Heidi" gewöhnt :-). Die wirklich peinlichen Kinderserien lasse ich an dieser Stelle mal weg (Tubbitoast mhmm :-) ). 

Dann gab es auch die Zeit vom Kind zum Teenie. Hier wurde in Deutschland gerade der Sender nickelodeon installiert. Ich war quasi ein Zuschauer der ersten Stunde und habe die Serien "Zoey 101", "Neds ultimativer Schulwahnsinn" und natürlich "Drake & Josh" geliebt. Hierzu gibt's auch bald einen Beitrag. 


3. Mit welcher Serienfigur kannst du dich identifizieren?
Identifizieren ist so breit gefasst. Es gibt eigentlich keine Serienfigur von der ich sagen könnte, dass sie mir besonders ähnlich ist. Allerdings gibt es einige Serienfiguren, deren Sichtweisen ich sehr gut nachvollziehen kann. 


4. Welche Serien hast du komplett durchgeschaut?
Das waren:
- Doctors Diary: Wobei mir hier die letzte Staffel nicht mehr so gut gefallen hat, wie die ersten Folgen. 

- Zoey 101: Mit viel Mühe und Not, einem schlechten Sendeplan habe ich irgendwann auch das Ende der Serie mitbekommen :-). 

"Verliebt in Berlin" habe ich ebenfalls lange geschaut und auch das erste Staffelfinale mitbekommen. Danach habe ich mich aber ausgeklinkt. 


5. Welche Serie guckst du schon am längsten?
An dieser Stelle oute ich mich wohl als Soap Suchti und verweise auf die Soap "Alles was zählt". Mittlerweile gefällt sie mir bei weitem nicht mehr so gut wie am Anfang. Hin und wieder sind aber doch noch ein paar nette Elemente und tolle Charaktere (aaaah Tobi28) dabei, die mich motivieren ab und an wieder einzuschalten. 


6. Was ist deine Lieblingsszene?
Hm hier gibt es einige Situationen bei "Neds ultimativer Schulwahnsinn". Beispielsweise wenn Jimmy Tutut eine "böse Wolke" ankündigt und die Schüler fluchtartig davon stürmen. Oder das Staffelfinale vom "Club der roten Bänder" als Hugo - VORSICHT SPOILER - beschließt nochmal vom Sprungturm zu springen und so endlich aus dem Koma erwacht. Das fand ich eine sehr bewegende Szene. 


7. Aus welcher Serie sollte man einen Kinofilm machen?
Das finde ich eine wirklich schwierige Frage, da mich die meisten Filme zu Serien etwas enttäuscht haben wie z.B. "Türkisch für Anfänger". Dafür gibt's aber auch schon Serien in Spielfilmlänge wie z.B. "Der Club der roten Bänder". Ja, ich geb ja zu, dass es Doppelfolgen waren... :-) 


8. In welchen Seriencharakter bist du heimlich verliebt?
Das wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben :-). OK eigentlich gibt es keine Serienfigur, der ich wirklich verfallen bin. 


9. Mit welcher Serienfigur würdest du den Kleiderschrank tauschen?
Tja, das scheitert wohl an Figur und Größe... Aber wenn ich träumen dürfte: Mit der Zeichentrick Ausgabe von "Sissi". Ich gehöre zur Barbie Generation und war früher ein Fan von diesen tollen Ballkleidern. Oder mit den Zauberern aus Harry Potter. Zählt das eigentlich auch als Serie? Ich meine, es ist ne Reihe und sie hat mehrere Teile? :-) 


10. Welche Serie hat dich am meisten geprägt?
Geprägt hat mich "Verliebt in Berlin", weil mir hier das erste Mal bewusst wurde, dass Serien nach dem typischen "Prinz findet Prinzessin"- Muster ablaufen können. Und das fand ich wirklich frustrierend, da der "Prinz" einfach nur dämlich war. Außerdem finde ich nach wie vor "Der Club der roten Bänder" sehr bewegend, weil die Serie beweist, dass sich auch die breite Öffentlichkeit für Krankheiten, Behinderungen und Schicksale interessieren kann. (In Soaps passieren nach 3-5 Monaten meist wieder Wunderheilungen. Gelähmte können wieder laufen und kurzzeitig sehbehinderte wieder auf beiden Augen sehen). 

Richtig gruselig fand ich auch "The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene". Die Serie habe ich aber nie zu Ende geschaut. Hier finde ich die Grundidee, dass ein Virus ausbricht, das alle Erwachsenen auslöscht und nur noch Kinder und Jugendliche am Leben lässt, sehr erschreckend. Auch die Fantasien und Machtkämpfe, die hier ausgelebt wurden, waren nicht ganz ohne... 


11. Was ist deiner Meinung nach die schlechteste Serie?
Hier nenne ich auch keine Namen, da ich zu wenig bewandert bin. Was mich an Serien aber nervt ist - wie bei Büchern auch - wenn man versucht etwas zu kopieren. Zum Beispiel: Twilight läuft gut, also gibt's x Vampirbücher und Vampirserien. 


12. Welche Serie willst du als nächstes sehen?
Die zweite Staffel vom "Club der roten Bänder". Außerdem klingt "Nashville" wirklich interessant, aber ich habe halt noch kein netflix... 


Die GETAGGTEN und die FRAGEN im Überblick 

Fragen: 
1. Was ist deine Lieblingsserie?
2. Welche Serie hast du als Kind am liebsten gesehen?
3. Mit welcher Serienfigur kannst du dich identifizieren?
4. Welche Serien hast du komplett durchgeschaut?
5. Welche Serie guckst du schon am längsten?
6. Was ist deine Lieblinsszene?
7. Aus welcher Serie sollte man einen Kinofilm machen?
8. In welchen Seriencharakter bist du heimlich verliebt?
9. Mit welcher Serienfigur würdest du den Kleiderschrank tauschen?
10. Welche Serie hat dich am meisten geprägt?
11. Was ist deiner Meinung nach die schlechteste Serie?
12. Welche Serie willst du als nächstes sehen?

Uuuund getagged werden: 

... Jess von Freakin-Minds 
... Joseph Thromboseph 
... Myna von Myna Kaltschnee 
... Martin von Buchwellenreiter 
... Michelle von Licentia Poetica 

Und jeden, der gerne Serien schaut und etwas darüber erzählen möchte. Wenn ihr mögt, könnt ihr mir eure Antworten oder den Link zu eurem Blogbeitrag in die Kommentare packen. 

viele Grüße 
Emma