Sonntag, 2. Oktober 2016

Harry Potter und das verwunschene Kind

Bild von 
Carlsen Verlag
Steckbrief 

Name: Harry Potter und das verwunschene Kind
Autor: J.K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne,
Verlag: Carlsen Verlag
Geeignet für: Potter Fans und Menschen, die gerne Theaterstück Skripte lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Beschreibung 

(von Carlsen Verlag

"Die achte Geschichte. Neunzehn Jahre später. Das Skript zum Theaterstück!

Harry Potter und das verwunschene Kind, basierend auf einer neuen Geschichte von J.K. Rowling, John Tiffany und Jack Thorne, ist ein neues Theaterstück von Jack Thorne. Es erzählt die achte Geschichte in der Harry-Potter-Serie und ist gleichzeitig die erste offizielle Harry-Potter-Geschichte, die auf der Bühne präsentiert wird. Das Stück feiert am 30. Juli 2016 im Londoner West End Premiere.

Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden.

Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will.

Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet." 


Meine Meinung 

Gestaltung 
Ich bin sehr froh, dass auch die deutsche Ausgabe von Harry Potter und das verwunschene Kind dasselbe Cover hat, wie die englische Version. Mir gefällt das Cover einfach total gut.
Da ich schon zu Schulzeiten ein Fan von Theaterstück Skripten war, fiel mir der Einstieg in die Geschichte nicht schwer. Ich war allerdings sehr gespannt, wie die Potterwelt ohne J.K. Rowlings Beschreibungen wirkt und ob die Charaktere trotzdem gut zur Geltung kommen. (Hierzu mehr weiter unten). 
Was mir sehr gut gefällt ist auch, dass der Klappentext spoilerfrei zusammengefasst wurde. 

Inhalt 
Hier werden interessante Themen aufgearbeitet. Protagonisten des Theaterstückes sind zum einen Harrys Sohn Albus und Scorpius, der, dreimal dürft ihr raten, Malfoys Sohn ist. Zudem lernen wir auch Rose, die Tochter von Ron und Hermine kennen. 
Den Kindern ist klar, dass sie berühmte Eltern haben. Nun stellen sich die Fragen: Wie gehen sie damit um? Sind sie stolz auf die Abenteuer ihrer Eltern? Oder ist es ihnen unendlich peinlich, dass sie immer und überall angestarrt werden? 

Was mir an dem Skript sehr gut gefallen hat, ist das die naheliegenden Konflikte angegangen wurden. Beispielsweise die Beziehung zwischen Harry und Albus, oder auch wie die Kinder der drei Freunde in ihrem neuen Jahrgang aufgenommen werden. 
Nicht zu vergessen, gibt es auch hier keine typischen Gut und Böse Besetzungen. Wer jetzt glaubt, dass es in der nächsten Generation ebenfalls den Machtkampf zwischen Albus und Scorpius gibt, wird eines Besseren belehrt. Und das zeigt wieder einmal, dass jeder Mensch zwei Seiten hat. 

Obwohl das Skript, wie das bei Theaterstücken eben so ist, aus Dialogen besteht, hatte ich den Eindruck die Charaktere gut erfassen zu können. Und das was mir hier geboten wurde, hat mich richtig gut unterhalten. 
Im Internet beschweren sich einige Leute, dass manche Charaktere zu oberflächlich dargestellt werden. Ich denke mir, dass es einfach an der Form des Buches liegt. Schließlich muss es ja auch noch einen Teil geben, der von den Schauspielern ausgefüllt wird. 

Spannung 
Das Theaterstück ist in zwei Teile gesplittet. Eine Nachmittags- und eine Abendvorstellung. Daher gibt es auch in dem Skript zwei Spannungsbogen.
Hier und da gab es Elemente, die es für mich inhaltlich nicht gebraucht hätte. Ich kann aber verstehen, dass diese Handlungsstränge eingebaut wurden, da hier ein Publikum unterhalten werden soll und die Geschichte auf der Bühne sicher sehr gut wirkt. 

Und das Tolle war: Immer wenn es im Skript den Moment gab, in dem ich mich fragte: "Nee jetzt? Wollt ihr mich auf den Arm nehmen?" passierte etwas, dass die Szenerie überspitzte und mich zum Schmunzeln brachte. Und genauso soll es sein. 

Schreibstil 
In diesem Buch gibt es wirklich tolle Dialoge. So musste ich nach beinahe jedem gelungenen Witz erstmal eine Nachricht an Co-Autorin und Potterhead emion schicken, um den lustigen Moment mit jemandem teilen zu können. 
Langweilig wird es definitiv nicht. 

Gesamteindruck 
Ich hatte eigentlich gar keine Erwartungen an das Stück. Das klingt jetzt negativer, als es war. Ich habe gehofft, dass ich nochmals in die Potterwelt eintauchen darf, hatte aber auch minimale Bedenken, nachdem ich so viele negative Stimmen zu dem Buch gehört habe. 

Die Geschichte sollte unbedingt unter dem Theaterstück Aspekt beachtet werden. Und für ein Theaterstück finde ich sie sehr gut gelungen. Auch wenn es für Kinder, die die vorherigen sieben Bände nicht gelesen haben, ein einziger Spoiler sein wird :-). 

Eine Booktuberin hat gemeint, dass dieser Band nicht Harry Potter Band 8 ist, sondern es sich hier um eine Geschichte aus dem Harry Potter Universum handelt. Und das trifft es ziemlich gut. 

Ich bin mittlerweile etwas neidisch, dass meine Co-Autorinnen emion und Isona nach London zum Theaterstück fahren. Sie werden uns aber auf jeden Fall Berichte mitbringen. (Dafür werde ich sorgen :-) ). 

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