Mittwoch, 28. September 2016

Doctor Who - Folge 1: Die Götter

Bild von Lübbe Audio
Steckbrief

Name: Dr Who - Die Dynastie der Winter - Folge 1: Die Götter 
Autor: James Goss
Verlag: Lübbe Audio
Geeignet für: Fans von Dr. Who, Fans von Sciene-Fiction Produktionen
Gelesen oder gehört: gehört
Sprecher: Lutz Riedel
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Lübbe Audio

"Auf einem fernen Kolonialplaneten der Menschheit, im Schutze einer riesigen Kuppel, ruft Diana Winter die TARDIS herbei. Dazu bedient sie sich einer geheimnisvollen Karte mit der Aufschrift: »Am schlimmsten Tag deines Lebens ruf nach dem Doktor.« So kommen der Doktor und Clara zu ihrem bislang ungewöhnlichsten Auftrag. Doch es ist ein Einsatz mit weitreichenden Folgen …"


Meine Meinung 

Bastei Lübbe hat viele wunderbare Hörbuchproduktionen. So gibt es beispielsweise einige Thriller aus dem Hause Lübbe, die mir sehr gut gefallen.
Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als mir die erste Folge mit dem 12. Doctor aus dem Doctor Who Universum als Rezensionsexemplar angeboten wurde. 
Mittlerweile gibt es ja viele "Whovians" (waschechte Doctor Who Fans) und ich dachte mir, dass es eine willkommene Gelegenheit ist, mal in die Welt des Doctors abzutauchen. In der Hoffnung, dass sie mich auch so begeistern würde, begann ich mit dem Hörbuch... 

Gestaltung 
Gelesen wird die Geschichte von Lutz Riedel, einem sehr bekannten Synchronsprecher. Wahrscheinlich erkennen ihn viele nur an seiner Stimme. Bekannte Schauspieler, denen er seine Stimme leiht, sind u.a. Jonathan Pryce in den Filmen Fluch der Karibik und Bedtime Stories. Als Synchronsprecher eignet sich Lutz Riedel sehr gut. Er hat eine Stimme mit Wiedererkennungswert.
Für die schnelle Handlung der Doctor Who Folge war er mir aber etwas zu schlicht, wobei er keinesfalls schlecht gelesen hat. Gerade die speziellen Charakterzüge des Doctors, auf die ich weiter unten genauer eingehen werde, hat er gelungen transportiert und mir das ein oder andere Schmunzeln aufs Gesicht gelockt.

Typisch für Lübbe Produktionen sind Melodien zwischen den einzelnen Szenen, oder kleine Einspieler von Geräuschen. Hier war das beispielsweise ein Intro zum Beginn der Doctor Who Folge oder das Miauen einer Katze. So kam ein bisschen Hörspiel Feeling auf. 

Es handelt sich bei der Doctor Who Folge ja um ein Hörbuch und nicht um ein Hörspiel. Und dafür wurde das Beste aus der Geschichte raus geholt und versucht so lebendig wie möglich umzusetzen. 
Allerdings glaube ich, dass der Reihe eine Hörspielproduktion mehr liegen würde. Mir waren die Szenenwechsel oft zu schnell. Daher hatte ich auch Mühe der lebendigen Handlung zu folgen, weil eben mal so in eine Fachsprache eingeführt wird, die ein "Nicht Whovian"- wie ich, trotz der ersten Folge mit einem neuen Doktor nicht wirklich auf einen Schlag erfassen kann. Hätte es sich hier um ein Hörspiel gehandelt, wäre die Dynamik der Geschichte wahrscheinlich noch besser zur Geltung gekommen. 

Inhalt / Spannung 
Schon nach wenigen Minuten war mir klar, was so viele an dem Doctor faszinierte. Im Grunde könnte man das Who auch durch House ersetzen. Vielleicht sind die beiden Doktoren ja in einer Welt sogar miteinander verwandt. 
Doctor Who ist ein Doktor, der durch die Zeit reisen kann. Und zwar in einer Art Raumschiff, welches hier Tardis genannt wird. Damit ihm zwischen den Welten nicht langweilig wird, hat man ihm eine Assistentin zur Seite gestellt. Sie soll den Doctor nicht nur bei seinen Ermittlungen unterstützen, sondern auch die Wogen glätten, wenn er wieder in eine seiner Launen verfällt. Doctor Who ist nämlich etwas eigen, lässt sich trotz anfänglichem Widerwillen aber doch zum ein oder anderen Fall überreden. Wie der Doctor an seine Klienten kommt? Diese haben eine Karte, die in der Familie weitervererbt wird. Wie diese Karte funktioniert? Das ist ein Rätsel hinter das der Doctor auch noch nicht gekommen ist. Jedenfalls hilft er allen, die ihn über diese Karte rufen.

Zu Beginn der Folge ist es ein kleines Mädchen. Es ist der schlimmste Tag ihres Lebens. Sie lebt in einer Zeit des Krieges. Das Essen ist rationiert und es gibt somit von allem zu wenig. Als wäre das nicht genug, ist ihre Katze verschwunden. Und ihre Mutter hat keine Zeit ihr bei der Suche zu helfen... 

Wie weiter oben bereits angekündigt, ging mir die Geschichte zu schnell voran. Es wurde nicht nur in die Whosche Fachsprache eingeführt, sondern wir fanden uns auch schnell in der Fachsprache der aktuellen Welt wieder. Das Mädchen, dessen Katze verschwunden ist, muss diese nämlich vor merkwürdigen Wesen retten...
Als reines Hörbuch konnte mich die Serie leider nicht überzeugen. Allerdings kann ich sie mir, wie bereits erwähnt, sehr gut als Hörspiel oder eben als verfilmte Serie vorstellen. 

Schreibstil 
Den Schreibstil von James Goss fand ich sehr gelungen. Gerade die Dialoge mit dem Doctor haben mich gut unterhalten. 

Gesamteindruck 
Ich denke, dieses Hörbuch könnte den Doctor Who Fans sicher gefallen. Als Einstieg in die Doctor Who Welt war es für mich aber nicht geeignet. Vielleicht wäre die Rezension anders ausgefallen, wenn ich die Serie bereits geschaut hätte. 


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* Dieses Hörbuch wurde mir von dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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