Sonntag, 31. Juli 2016

Neue Welten und Hörbuch Rekord im Juli, Konzert Impressionen und lustige Momente. - Mein Juli 2016

[Produktplatzierung]

Gelesen im Juli 2016
Im Juli habe ich gefühlt wahnsinnig viele Hörbücher beendet. Sonst schaffe ich meist nur 1-2 Hörbücher im Monat. Diesmal hatte ich aber den Eindruck in viele mir teils fremde oder schonbekannte Welten einzutauchen.


Bild von Jumbo Verlag
Name: Tintentod (Band 3)
Autor: Cornelia Funke
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hör-buch
Lieblings:
Hauptcharakter: Mo, weil er eine schöne Entwick-lung durchmacht und zu sich selbst findet
Nebencharakter: Jacobo, weil er eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt
Schauplatz: Die Baumnester, weil ich mir so eine Art Baumhaus echt cool vorstelle
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Bild von
Uschtrin Verlag 
Name: Das Handbuch für Autorinnen und Autoren
Herausgeber: der Uschtrin Verlag
Preis: 54,90 €
Medium: gebundene Ausgabe
Seiten: 704 Seiten
Special zum Buch:



Bild von der hörverlag 
Name: *Shadowmarch - Die Dämmerung (Band 3)
Autor: Tad Williams
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch
Lieblings:
Hauptcharakter: Ferras Van-nsen, weil er über sich hinaus-wächst und zudem mit den Funerlingen zusammenarbeitet
Nebencharakter: natürlich Chert und Opalia Blauquarz :-)
Schauplatz: schwierig zu sa-gen, da es allgemein ziemlich düster ist. Ich denke aber, ich bleibe bei Fun-derlingsstadt. Auch wenn mir die Stadt wahrscheinlich etwas zu klein wäre.
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Bild von Jumbo Verlag 
Name: Der Mädchenmaler
Autor: Monika Feth
Gelesen oder gehört: gehört als gekürztes Hörbuch
Lieblings:
Hauptcharakter: Ilka, weil sie während der Geschichte eine schöne Entwicklung macht
Nebencharakter: Maik, weil er Ilka niemals hängen lässt
Schauplatz: weiterhin die WG von Jette und Merle
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten



Bild von Jumbo Verlag 
Name: Der Scherbensammler
Autor: Monika Feth
Gelesen oder gehört: gehört als gekürztes Hörbuch
Lieblings:
Hauptcharakter: Mina, weil sie interessante Persönlichkeiten mit sich bringt
Nebencharakter: Merle, weil sie ein paar tolle Sätze in diesem Buch loslässt :-)
Schauplatz: bin ich langweilig, wenn ich wieder die WG angebe?
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten
Rezension noch in Arbeit


Was lese / höre ich gerade
Apfeldiebe von Michael Tietz (Buch)
Rot wie das Meer von Meggie Stiefvater (Hörbuch)


Gefunden im Netz 

Miriam Meckel über Sonntage
Vor einer Weile habe ich ihre Biografie "Brief an mein Leben" gelesen und im Juli bin ich zufällig über ihren Twitter Account gestolpert. Da interessierte mich natürlich, was Frau Meckel heute so macht und wie sich ihr Leben nach dem Burnout verändert hat. Schwerpunkt des Interviews ist die Frage, wie mit den Sonntagen umgegangen werden soll: Arbeiten? Oder Freizeit?
Zum Artikel: HIER ENTLANG

Mehr Aufmerksamkeit für...
Es gibt so viele tolle Aktionen von Buchbloggern. Hier werden 14-tägig Bücher vorgestellt, die mehr Aufmerksamkeit verdient haben.
Und bei dem hier genannten Buch ist die Kurzbeschreibung wirklich sehr gut gelungen. Selten habe ich so eine gute Buchbeschreibung gelesen.
Zum Beitrag: HIER ENTLANG

Judith Holofernes im Interview
Die meisten von euch kennen sie wahrscheinlich als Frontfrau der Band "Wir sind Helden". Im Juli war ich ein bisschen auf den Spuren der Band und fand so heraus, dass sie sich leider 2012 aufgelöst haben. Holofernes brachte ein Solo Album heraus. Hier erzählt sie etwas über das "Künstler dasein", darüber, was sie inspiriert und wie sie Familie und Beruf unter einen Hut bekommt.
Zum Artikel: HIER ENTLANG

Anne Freytag und Adriana Popescu lesen im Buchhaus Wittwer in Stuttgart
Manchmal... Ja manchmal bin ich schon neidisch, dass ich nicht in Stuttgart wohne... :-)
Hier fand nämlich im Buchhaus Wittwer eine Lesung zum Buch "Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag statt. Leserinnen des Abends waren die Autorin selbst und Autorenkollegin und Freundin Adriana Popescu.
Zum Glück gibt es Stuttgarter Blogger, die über dieses Ereignis berichten, wie beispielsweise Anka.
Den Bericht zur Lesung findet ihr HIER.

Lottas Sicht auf #thepowerofblogs 
Auch ich habe den Hashtag mitbekommen, der im Juli auf Twitter kursierte. Dass er aufgrund eines Artikels der Zeitung "Die Welt" entstanden ist, erfuhr ich in Lottas Beitrag, den ich an dieser Stelle gerne verlinken möchte.
Zum Artikel: HIER ENTLANG

Buchblogger: Dumm oder gefährlich? 
Herr Bookneard hat ebenfalls einen tollen Artikel über das Thema Buchblogger geschrieben. Hier geht er auf ein paar Aspekte ein, die auch mir schon aufgefallen sind.
Zum Artikel: HIER ENTLANG

Sarah Connor in Freiburg 
Am 22.07 trat Sarah Connor im Rahmen des Zeltmusikfestivals in Freiburg auf. Ich war leider nicht dabei und habe den Zeitungsartikel, der einen Tag später veröffentlicht wurde sehr gerne gelesen. Ganz besonders, weil wohl der altbekannte Busfahrer, der uns schon nach dem AnnenMayKantereit Konzert letztes Jahr beehrte, wieder im Einsatz war.
Was ich nebenbei noch erwähnen möchte: Ich finde es toll, dass SArah Connor trotz der Musikstil Richtung auch ihre alten Lieder bei Konzerten spielt und sie ihr nicht peinlich sind.
Zum Artikel: HIER ENTLANG


Momente im Juli 2016 

Das erste Juli Wochenende hat es in sich
Schon zu Beginn des Julis ging es richtig gut los. Am 01.07 habe ich erst einmal eine echt gute Note für eine Hausarbeit bekommen. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet und bin jetzt sehr glücklich, dass ich das Modul mit einem 1er Schnitt abschließen kann *Angeberei ende* :-)
Dann fand natürlich am 01.07. auch der erste Bloggeburtstag von Martins Buchwellenreiter statt. Und neben einer geselligen Lesenacht gab es auch ein kleines Gewinnspiel. Und dreimal dürft ihr raten, wer gewonnen hat...
Richtig: Ich! :-)

Simone Stelz Emmendingen 
Okay... Wer von euch Nasen hat versucht, diesen cleveren Suchbegriff zu missbrauchen und mehr über Co-Autorin emion herauszufinden?
Dieser jemand möge sich doch bite mal bei uns melden.
Er oder sie würde zwei neugierigen Menschen eine seeehr, seeehr große Freude machen. (Neugier kann manchmal schon echt nervig sein).
Mittlerweile haben wir sogar Theorien aufgestellt und eine Liste mit Verdächtigen zusammengestellt.

Ich höre Stimmen 
Am Samstag den 30.07. betrat ich unser Wohnzimmer und wurde mit folgenden Worten empfangen. "Ich habe eine Anekdote für deinen Monatsrückblick."
Und ja, die ist wirklich so gut, dass ich sie hier erwähnen muss.
Die Grafikerin stand morgens auf, machte sich ihren Tee und warf den PC an. Draußen zwitscherten die Vögel und die Nachbarskinder schliefen noch. Doch plötzlich hörte sie Stimmen. Sie lauschte und fragte sich, woher diese kamen. Die anderen Familienmitglieder schliefen ebenfalls noch und Katzen können ja bekanntlich nicht reden. (Zumindest nichts, was wir verstehen könnten). Schließlich blieb ihr Blick an ihrem MP4 Player hängen und das Rätsel war gelöst. Das gute Ding lief seit zwei Tagen nonstop und gab einen Vortrag wieder, den die Grafikerin neulich im Garten gehört hat.
Mein Kommentar: "Das Ding hat aber einen echt guten Akku."


Was gab's zu erzählen? 

Lesenacht im Juli 



NACHGE(H)DACHT über




Rezensionen aus der Konserve



Kultur hautnah 



GE(H)SCHAUT



Jahresschreibmarathon


Foto: A. Mack 
Geschriebene Wörter: 4.826 Wörter
Monatsziel: 9.300 Wörter
Fehlende Wörter bis zum Ziel: 34.076 Wörter

Erkenntnis des Monats: Erkenntnis? Ich sollte hier jetzt wohl etwas Poetisches oder sehr Intelligentes schreiben. Aber... Ausnahmsweise fällt mir nichts ein. Ich nehme mir fest vor den Roman in den Semesterferien zu beenden. Und ich hoffe, es läuft alles nach Plan. Aber das Wort "beenden" kam in letzter Zeit irgendwie ziemlich oft vor. Ich habe im Juli aber auch zwei wichtige Teile geschrieben. Allerdings gibt es noch ein paar Dialoge, die mir einfach noch zu hölzern sind.
Mal schauen, was der August so mit sich bringt.


Gehört im Juli 2016


Wir sind Helden - Nur ein Wort 
Wie oben bereits angekündigt, 
war ich Anfang des Monats 
auf den Spuren von Wir sind Helden.
Ich mag das Lied auch nach über 10 Jahren 
immer noch sehr gerne. 


Roger Cicero - Wenn sie dich fragt (Cover) 
Eigentlich wollte ich euch das Original zeigen, 
weil es im Juli immer wieder mal mein Ohrwurm war. 
Aber YouTube möchte euch dazu animieren, euch das Album "Männersache" zu kaufen :-). (Eigentlich müsste ich der Plattform dankbar sein). 
Ich mag diese Big Band Musik und guten Gesang und bin zudem in letzter Zeit echt auf den Geschmack von Roger Cicero Liedern gekommen. (Und nein, das hat nichts mit seinem überraschenden Tod zu tun). 


In diesem Sinne...

Wie war euer Juli?
Habt ihr den Sommerurlaub schon genossen?
Oder steht der Urlaub erst im August an?

viele Grüße und einen guten Start in den neuen Monat.

Samstag, 30. Juli 2016

Mark Forster bei I EM Music in Emmendingen

Eine Freundin fragte mich vor einer Weile, ob ich Lust hätte mit ihr ein Mark Forster Konzert zu besuchen. Da ich Nase es allen Ernstes geschafft habe, ein Konzert von ihm zu verpassen, das geschlagene 10 Minuten von mir entfernt stattgefunden hat, dachte ich mir: "OK, dann nutze ich die zweite Chance..."


Daten und Fakten 

Was: Mark Forster bei I EM Music Festival
Wo: im Emmendinger Schlossplatz
Wann: Sonntag 24.07.16 um 20:00 Uhr
Preis: 40 € Normalpreis, 20 € Ermäßigt (die Begleitperson hat freien Eintritt)


Über den Künstler 

Mark Forster kommt aus Rheinland-Pfalz und wurde von Komiker Kurt Krömer entdeckt. Und zwar als Musiker. So bekam Mark Forster in Krömers Programmen die Rollen als Pianist oder Sänger zugeschrieben. (Passt ja an sich ziemlich gut :-) ).
Seinen ersten Plattenvertrag bekam er dann bei dem Plattenlabel Four Music, dass übrigens von den Fantastischen Vier gegründet wurde.
Als er den Refrain in einem Lied des Rappers Sido sang, schaffte er das erste Mal den Einstieg in die Top 10. Und so kam es, dass Sido Forster bei dessen Hit "Au revoir" unterstützte.

Mittlerweile hat Mark Forster drei Studioalben veröffentlicht, von denen das aktuellste Album Tape den bisher höchsten Einstieg in die Album Charts hinlegte.


Mark Forster 


Was ist I EM Music? 

Also erst einmal finde ich das Wortspiel wirklich genial. EM ist hierbei die Abkürzung und das Autokennzeichen von der Kleinstadt Emmendingen, die in der Nähe von Freiburg liegt.
Veranstaltet wird das Festival jedes Jahr von karoevents. Hier sind an vier Tagen verschiedene Künstler und Bands eingeladen. Allerdings ist es nicht, wie bei den großen Festivals üblich, dass es nonstop Musik und Campingmöglichkeiten gibt. Hier gibt es ebenfalls wie beim ZMF in Freiburg, ein oder zwei Hauptacts am Tag. Die Tickets werden für ein und nicht mehrere Konzerte vergeben.

Mehr Infos zum "I EM Music" Festival gibt's HIER.


Der Countdown oder PokemonGo gibt's auch in Emmendingen 

Die Sache mit den Pokestops 
Vor dem Konzert traf ich mich noch mit emion, bei der ich glücklicherweise übernachten durfte. Wir nutzten die Zeit und tauschten uns über dies und das auch. Zudem hatten wir uns gleich in der Nähe des Schlossplatzes positioniert.
Während unseres Gesprächs meinte sie irgendwann: "Es ist schon lustig, wie viele PokemonGo Spieler an uns vorbei laufen." (Übrigens: Ich konnte der Sucht bisher widerstehen, was auch einfach daran liegt, dass der Pokemon Hype früher an mir vorbeigegangen ist).
Aber zurück zum eigentlichen Thema.

Vorfreude? Aufregung? Was verbinde ich mit Mark Forster...? 
Ich muss ehrlich gestehen, vor diesem Konzert war ich nicht ganz so aufgeregt. Das lag wohl auch daran, dass ich zwar ein paar Lieder von Mark Forster kannte, mich aber nicht als Fan bezeichnete. Mark Forster hat eine angenehme Art und er ist mir bisher nicht negativ aufgefallen.
Zudem gefallen mir einige Lieder wie beispielsweise "Auf dem Weg" oder "Au revoir" zwar gut, haben mich bisher aber noch nicht so packen können, dass mich mich genauer mit Mark Forster als Musiker beschäftigt habe. Und dann kam Felix Jaehn und gründete mit Mark Forster das Duo EFF. Mit der Single "Stimme" wurde mir das erste Mal bewusst, wie gut Mark Forster eigentlich singen kann und das seine Stimme unterlegt mit dem richtigen Beat echt gut zur Geltung kommt.
Und da dachte ich mir dann, dass ich auch einmal hören wollte, was er live so drauf hat.


Die Umgebung 

Die Umgebung war - ich hoffe die Emmendinger sind mir jetzt nicht böse - überschaubar. Auf dem Schlossplatz fanden sich 4.200 Menschen ein, die ebenfalls das Konzert besuchen wollten.

Essen und Trinken 
Die goldene Regel auf Festivals lautet ja bekanntlich: Plastikflaschen sind tabu. Ausschließlich Tetrapacks sind erlaubt. Hier durften ebenfalls keine Plastikflaschen mit auf das Gelände gebracht werden. Allerdings wurden am Getränkestand welche verkauft. Verrückt? Ist aber so :-)

Sanitäre Anlagen - oder im Volksmund - WCs :-) 
Sehr glücklich machte mich die Tatsache, dass die Veranstalter diese Bauwagen mit echten WCs aufgestellt haben. Natürlich musste man auch ein bisschen Kleingeld da lassen, hatte dafür aber ein sauberes nicht ganz so stilles (wegen der Musik) Örtchen. Diejenigen, die beim Toilettengang sparen wollten, konnten natürlich auch die kostenlose Dixi Variante nutzen.

Rollstuhlpodest bzw. Behindertenbühne 
Auch hier gab es wieder eine Bühne für Rollstuhlfahrer oder andere Besitzer eines Schwerbehindertenausweises. (Manchmal ist es schon toll, aufgrund eines Ausweises eine eigene Bühne zu bekommen :D ).
Als ich gerade an tollen Formulierungen für den Blog Bericht feilte, um die Tatsache zu loben, dass auch hier das Rollstuhlpodest nicht vergessen wurde, bekam ich mit, dass es keine barrierefreien WCs gab. Ob das jedes Jahr so ist, oder eine einmalige Sache war, kann ich nicht sagen, möchte es aber auch für potentielle Interessenten an dieser Stelle erwähnen.


Redensart - Die regionale Vorband 

Als ich den Namen Redensart hörte, dachte ich mir, dass ich diese Band irgendwoher kannte. Und tatsächlich: Als sich der Frontmann vorstellte, verkündete er, dass es sich bei Redensart um eine Band aus Freiburg handelte. Hier finde ich es echt schön, dass karoevents regionale Künstler unterstützt und nicht irgendeine Vorband aus einem anderen Bundesland für den Auftritt engagiert hat.

Nach dem ersten Lied war ich mir noch nicht ganz sicher, was ich von der Gruppe halten sollte. Mir war der Sänger eine Spur zu laut und auch den Musikstil fand ich etwas eigen. Als dann aber erklärt wurde, dass sie noch nie vor so vielen Leuten gespielt haben, verbuchte ich das einfach unter Nervosität. Nach und nach kamen sogar ein paar Lieder, die mir ganz gut gefielen. Zudem war mir die Gruppe schnell sympathisch. Ich mochte die Überleitungen während den Liedern.
Nun aber wirklich zur Musik...



Redensart - Wie das wohl wär? 
Dieses Lied repräsentiert den folkigen Musikstil der Band. 
Ich bezeichne ihn mal als etwas eigen, aber definitiv nicht schlecht. 



Redensart - Am Ende war nicht alles schlecht
Auch hier gibt es wieder den, für die Band, typischen Sound. 
Zudem finde ich den Text ganz interessant. 

Redensart brachten auch einen neuen Song mit, der noch nicht im Netz zu finden ist und mir eigentlich am besten gefallen hat. Habe ich übrigens schon erwähnt, dass sie auch die Vorband von der Hamburger Gruppe Tonbandgerät waren? 

Redensart
... im Web


Mark Forster - Die Musik 

Wie es bei einer Tour so ist, geht es natürlich darum, das aktuelle Album zu promoten. Und so spielte Mark Forster die meisten Titel aus seinem aktuellen Album Tape. Mir war das sehr recht. Ich hatte bereits in das Album rein gehört und fand den Sound richtig gut. Während er gerade in letzter Zeit zwar interessante Texte, aber eher einen Mainstream Beat mitbrachte, waren bei Tape wieder Musiker und Instrumente beteiligt.
Mich überraschte außerdem, dass Mark Forster live so gut singen kann.

Hier einmal eine kleine Playlist meiner Lieblingslieder. Aus dem aktuellen Album Tape sind nicht alle meine Favoriten enthalten, da YouTube hier ziemlich gut gesäubert ist...



Mark Forster - Chöre 
Für den Refrain hat er hier die Harlem Gospel Singers engagiert. Mir gefällt hier nicht nur der Text, sondern auch die Instrumente ziemlich gut. 



EFF - Stimme 
Mein absolutes Lieblingslied von Mark Forster ist und bleibt wohl "Stimme". Hier fiel mir, wie oben bereits geschrieben, das erste Mal auf, wie gut er eigentlich singen kann. 
Es war aber auch irgendwie ein komisches Gefühl, das Lied in einer Stadt zu singen, die u.a. aufgrund ihrer Psychiatrie bekannt ist. 



Mark Forster - Flash mich 
Bei "Flash mich" konnte mich ebenfalls der Songtext packen. 
Hier habe ich eine schöne Akustik Version gefunden. 
Ich hoffe, euch gefällt sie auch so gut. 



Mark Forster - Auf dem Weg 
Gegen Ende durfte natürlich auch seine erste eigene Single nicht fehlen. Auch hier gibt's wieder eine Akustik Version. 


Die Stimmung 

Ich hätte nicht gedacht, dass Mark Forster so lebendig auf der Bühne ist. Während den Liedern erzählte er einige Geschichten, machte Witze oder lud zum Mitsingen bzw. Mitmachen ein. 
Ich bin sehr glücklich, dass er mich, obwohl er bis heute nichts davon weiß :-), in folgender Theorie unterstützt. 

Die Sache mit den Laugenbrötchen (im Dialekt auch Weckle genannt)
In meiner Baden-Württemberg losen Zeit, stellte ich fest, dass die Laugen-bröchten in anderen Bundesländern nicht halb so gut schmecken, wie daheim. (Ich habe sogar mit einer damaligen Bekannten über die "Laugentheorie" dis-kutiert und musste feststellen, dass ich wohl ziemlich allein auf weiter Flur war). Dann bestätigte mir Mark Forster mit folgendem Satz meine Theorie: "Wir freuen uns immer, wenn wir in Baden-Württemberg sind, weil ihr so tolle Laugenbrötchen habt." Ha! 

Im Ernst jetzt? 
Allerdings brachte er auch einen Witz, bei dem ich mich fragte, ob er mich veräppeln wolle. Bei dem Lied Chöre hat er die Harlem Gospel Singers engagiert. Natürlich ist es klar, dass der bekannte Chor bei seiner Tour nicht mit dabei sein kann. Mark Forster brachte daher den genialen Vorschlag, dass wir auch einfach mit dem Chor skypen können. Und schon wurde eine Skype Session mit Begrüßung und gemeinsamen Auftritt inszeniert. Es fehlte nur noch die Verabschiedung. Hier hätte ich mir eine kreativere, bzw. lustigere Lösung gewünscht. Beispielsweise haben Luxuslärm einmal ein Lied mit Culcha Candela aufgenommen. Hier wurde einem Bandmitglied bei einem Auftritt kurzerhand eine Perücke aufgesetzt und munter drauf los gespielt. 

Begeistertes Publikum 
Das Publikum war aber durchweg begeistert, sang und tanzte fleißig mit. So sind einige sehr schöne Momentaufnahmen entstanden, an die ich noch gerne zurückdenke. 


Mein Fazit 

Ich war mit relativ geringen Erwartungen zum Konzert gegangen, wobei das hier nicht negativ gemeint ist. Ich kannte einige Lieder von Mark Forster und wollte mich überraschen lassen, was er live so zu bieten hatte. 

Und ja: Überraschung geglückt! Er hat mich mit einer sehr guten Stimme und einem tollen neuen Album überzeugt und für sich gewinnen können. 

Wenn Mark Forster mal in eurer Nähe ist, schaut auf jeden FAll mal bei einem seiner Konzerte vorbei. 

Donnerstag, 28. Juli 2016

Das fünfte Kind

Steckbrief
Name: Das fünfte Kind 
Autor: Doris Lessing
Verlag: Hoffmann und Campe
Geeignet für: ab 16 Jahren, oder für Menschen, die sich für historische Romane interessieren
Gelesen oder gehört: gelesen in deutscher Sprache
Bewertung: 1 von 5 Punkten


Klappentext
(aus "Das fünfte Kind" von Doris Lessing, Quelle Lovelybooks)

"England in den sechziger Jahren. Harriet und David Lovatt wünschen sich nichts mehr als ein glückliches Familienleben. Als sie geheiratet und ein geräumiges Haus bezogen haben, stellen sich in rascher Folge vier Kinder ein - das Idyll ist perfekt. Doch als Harriet ein fünftes Kind auf die Welt bringt, ziehen dunkle Wolken auf: Der kleine Ben scheint alle Zuwendung abzulehnen und wird seinerseits von den meisten Menschen abgelehnt: Er wirkt wie ein bösartiger Troll und droht den Zusammenhalt in der Familie ernsthaft zu gefährden. Als die Gäste ausbleiben und auch die Geschwister beginnen, Ben ängstlich aus dem Weg zu gehen, wird der Junge in ein Heim abgeschoben. Doch Harriet holt ihren Sohn nach Hause zurück und riskiert, dass er durch seine Anwesenheit endgültig zerstört, was vom Familienidyll noch übrig ist. Doris Lessings Roman "Das fünfte Kind" stand nach seinem Erscheinen 1988 wochenlang auf den Bestsellerlisten und wurde mehrfach ausgezeichnet.".


Meine Meinung
Ich hatte die Rezension zu diesem Buch auf einem Blog gelesen und fand die Geschichte interessant. Daher beschloss ich mir das Buch zu kaufen.
Den Einband finde ich recht ansprechend gestaltet. Auch der Klappentext ist gut zu lesen. Als ich das Buch allerdings aufschlug fand ich die Schrift relativ klein. Auch der Schreibstil der Geschichte sorgte dafür, dass mir das Lesen schwer fiel. Die Sätze schienen endlos. Anfangs wurden viele Personen auf einmal eingeführt, so dass ich Mühe hatte, die verschiedenen Charaktere auseinanderzuhalten.

Wenn ich ehrlich bin, bin ich von der Geschichte etwas enttäuscht. Der Klappentext verspricht eine spannende Familiengeschichte mit einer interessanten Problematik. Ich habe aber das Gefühl, dass es erstmal eine halbe Ewigkeit dauert, bis die Geschichte zu Bens Geburt kommt. Vorher wird der Leser erst einmal in Davids und Harriets Familiengeschichte eingeführt. Von ihrer ersten Begegnung, bis zu Geburt der ersten vier Kinder, bekommt der Leser einen Eindruck, wie die Eltern gestrickt sind und wie sich das Familienleben gestaltet. Teilweise ist es sehr spannend, weil sich so spätere Verhaltensweisen erklären lassen, andererseits hatte ich das Gefühl mit Charakteren konfrontiert zu werden, die vielleicht ein zweimal auftauchen und wenig wichtig erscheinen.

Plötzlich wird Harriet mit dem fünften Kind schwanger. Schnell stellt sich heraus, dass das Kind schon im Bauch anfängt Forderungen zu stellen. Es drückt und drückt, kommt also einfach nicht zur Ruhe. Der Leser bekommt so mit, wie Harriet beginnt, sich gegen das Wesen in ihr zu sträuben. Ben wird einen Monat früher geboren und scheint kein normales Kind zu sein. Einerseits ist Harriet abgeschreckt, vor dem Wesen, dass aus ihrem Bauch kam, andererseits versucht sie sich irgendwann aufzuraffen und eine Bindung zu dem ihr scheinbar fremden Kind zu bekommen. Hier kommen wir zur ersten "unrealistischen" Stelle des Buches: Ben wird so dargestellt, als ob er von Grund auf "böse" oder nicht greifbar ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kinder böse geboren werden. Ich glaube auch nicht, dass es Menschen gibt, die ausschließlich eine böse Seite besitzen. Doch scheint es bei Ben offenbar der Fall zu sein. Keiner bekommt einen Draht zu ihm und so entwickelt sich das Familienleben auseinander.

Mühe hatte ich, wie oben schon erwähnt, mit dem Schreibstil der Geschichte. Es kamen wenig Dialoge vor und ich hatte zunehmend den Eindruck eine Art Bericht vor mir zu haben. Deswegen wurde das Buch zeitweise etwas zäh.

Auch mit dem Ende war ich nicht gerade zufrieden. Während des ganzen Buches wird der Leser in die Problematik von Familie Lovatt eingeführt. Für die Fülle an Informationen, die man in dem Buch geliefert bekommt, finde ich das Ende etwas ungewiss...

Zusammenfassend kann ich sagen, wer Gegenwartsliteratur mag und sich für historische Romane interessiert könnte sich das Buch mal anschauen. Allerdings hat es keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Dienstag, 26. Juli 2016

Der Mädchenmaler (Band 2)

Bild von
Jumbo Verlag 
Steckbrief
Name: Der Mädchenmaler (auch als Buch erhältlich)
Autor: Monika Feth
Verlag: Jumbo Verlag
Geeignet für: Thriller-, Monika Feth Fans oder Liebhaber der "Erdbeerpflücker" Reihe
Gelesen oder gehört: gehört in gekürzter Ausgabe
Sprecher: Julia Nachtmann, Barbara Nüsse, Stefan Kaminski, Ulrike Hübschmann,
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten


Klappentext 
(von Jumbo Verlag)

"Gerade hat Jette den Mord an ihrer Freundin Caro aufgeklärt, da verschwindet Ilka, die Freundin ihres Mitbewohners. Weil die Polizei im Dunkeln tappt, beginnt Jette auf eigene Faust zu ermitteln. Rasch kommt sie einem Geheimnis in Ilkas Vergangenheit auf die Spur - und begibt sich damit erneut in Lebensgefahr."


Meine Meinung Gestaltung
Wie auch beim ersten Band Der Erdbeerpflücker handelt es sich hier um eine gekürzte Hörbuchfassung aus dem Jumbo Verlag. Allerdings finde ich, dass die Kürzungen hier stellenweise um einiges besser getroffen sind. Ich habe es trotzdem geschafft, eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen und mich von der Handlung fesseln zu lassen.
Das lag aber auch hauptsächlich an den hervorragenden Sprechern. Diesmal waren wieder Julia Nachtmann und Barbara Nüsse mit dabei. 
Neu hinzu kamen Ulrike Hübschmann und Stefan Kaminsiki. Beide ergänzten das Team aber wunderbar und schafften ein spannendes Hörerlebnis. Wenn ich diese Besetzung mit Band 1 vergleiche, gefiel sie mir etwas besser.
Zudem fiel mir hier erstmals ein neues Stilmittel auf: Und zwar wurden die jungen Charaktere auch von jungen Sprechern gelesen.

Inhalt / Spannung
Erst einmal brauchte ich einen kurzen Moment um mich in der Geschichte zu orientieren. Die Handlung des Erdbeerpflückers ist zwar in sich abgeschlossen, dennoch lässt das Ende ein paar offene Fragen zurück. Beim Mädchenmaler lernen wir gleich zu Beginn aber ein paar neue Charaktere kennen. Protagonisten dieser Geschichte sind Ilka, ihr Bruder Ruben und Ilkas Freund Maik. Ilka hat ein Geheimnis, dass sie im Laufe der Geschichte in große Gefahr bringt.

Doch es würde sich hier ja nicht um eine Buchreihe handeln, wenn es nicht auch ein Wiedersehen mit den bekannten Charakteren gäbe. So zieht Maik in Caros Zimmer und wird somit Mitbewohner in der WG von Jette und Merle.
Obwohl die Geschichte hier einen ähnlichen Aufbau hat, wie der ersten Band der Reihe - wieder gibt es einen Bösewicht, der auch hier Kapitel der Geschichte erzählt - hat Monika Feth hier eine völlig neue Geschichte geschaffen.

Ich konnte mich kaum von dem Mädchenmaler trennen und habe schon lang nicht mehr innerhalb so kurzer Zeit ein Hörbuch beendet. Der Spannungsbogen konnte mitunter so gut gehalten werden, weil wir die Geschichte wieder aus dem Blickwinkel des Bösewichtes erleben und somit von seinen finsteren Plänen erfahren, die für ihn scheinbar normal sind.
Einziger Nachteil der Geschichte: Ich hätte mich gefreut, wenn sie länger gewesen wäre, damit ich noch mehr Zeit mit den neuen Charakteren verbringen konnte.

Schreibstil 

Ich liebe Monika Feths Schreibstil. Sie schafft es mit ihren sprachlichen Bildern die Szenerie, in der sich unsere Charaktere befinden, buchstäblich vor meinem geistigen Auge auftauchen zu lassen. Die Dialoge und Gedanken der Charaktere wirken sehr authentisch, sodass ich keine Mühe hatte, mich in sie hineinzuversetzen.

Gesamteindruck

Nachdem mir Der Erdbeerpflücker zwar gut gefallen hat, aber etwas zu kurz war, hatte ich Bedenken, ob ich mich gut in dem zweiten Band der Reihe zurechtfinden würde. Umso überraschter war ich, dass ich trotz Kürzungen das Gefühl hatte, viel von der Handlung mitzubekommen.
Kurzum: Eine gelungene Produktion!

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Weitere Bände: 

Sonntag, 24. Juli 2016

Monat der Biografien - Herr Tourette und ich

Bild von lovelybooks 
Steckbrief 
Autor: Pelle Sandstrak
Verlag: Bastei Lübbe
Geeignet für: ab 16 Jahren, oder für Menschen, die gerne Biografien lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 3 von 5 Punkten




Klappentext
(Klappentext von "Herr Tourette und ich" von Pelle Sandstrak, erschienen im Bastei Lübbe Verlag)

"Tics und Zwangshandlungen, Wortkaskaden, unkontrollierbare Wut, unüberwindbare Berührungsängste vor den Buchstaben x, z, y, vor der Farbe Rot, vor Wärme, Milch und dem Geräusch, das entsteht, wenn sein Banknachbar eine Möhre kaut: Seine ersten zwanzig Lebensjahre verbringt Pelle in einem Gefängnis aus ritualisierten Bewegungsabläufen, immer auf dem Grat zwischen Kontrolle durch Zwang und berstender Wut. Schließlich braucht er aber Stunden, um eine Türschwelle zu überschreiten, den halben Tag, um sich an- oder auszuziehen: man wird ihm später eine 97%ige Schwerbehinderung bescheinigen. Ein Radiobeitrag über das Tourette-Syndrom bringt Rettung, Pelle weiß nun, es gibt es noch mehr Leute wie ihn. Dank intensiver kognitiver Verhaltenstherapie kann er heute ein normales Leben führen. Er ist gesund - so gesund, wie er sein möchte, denn: Tourette ist nicht nur eine Belastung. Ich sage immer, Tics sind wie ein Orgasmus - nur besser. Das Besondere an seinem Buch ist nicht nur die mit großem Talent beschriebene Innenansicht eines Tourettisten. Es ist der Witz, mit dem Pelle seine Leser in die absurdesten Situationen führt, es ist die wilde Mischung aus Lachen und Anteilnahme, die er auslöst. Ausgezeichnet mit dem Rednerpreis "Årets Ljus" 2007.

Pelle erstarrt, wenn eine Möwe über ihm kreist, klaut Schmuck, nur um ihn berühren zu können, rastet aus, flirtet manisch, ticst und zwangshandelt. Ein Klassenclown, gefürchteter Gegner, manchmal ganz einfach ein netter Junge. Ein rasendes
Leben, getrieben, gezwungen, voller Verzweiflung und irgendwann Resignation. Er steht einen Zentimeter vor dem Abgrund, als all das einen Namen bekommt: Tourette-Syndrom. Mit wahnwitzigem Talent erzählt Pelle Sandstrak, wie er lernte, Herrn Tourette zu zähmen, bringt seine Leser zum Lachen und reißt sie in den Abgrund." 


Meine Meinung
Dieses Buch fiel mir in einem Einkaufszentrum in die Hände. Da ich dank dem Film "Vincent will Meer" schon eine ungefähre Vorstellung hatte, was das Tourette Syndrom ist, hatte mich der Klappentext sehr angesprochen. Immerhin war der Spielfilm ja doch eine fiktive Geschichte. Hier sollte ich Einblicke in eine Biografie bekommen.

Anfangs hatte ich Mühe mich in dem Schreibstil und somit auch in der Geschichte einzufinden. Sandstrak begann mit seiner Erzählung ganz von vorne. Die ersten Zwänge fingen bereits in den Kindertagen an. Gerettet hatte mich die Tatsache, dass er sehr genau beschrieb, wie er in Situationen handelte, in denen Tics oder Zwänge auftraten. So habe ich in den Kapiteln, in der die Kindheit behandelt wurde, nicht abgeschaltet.

Je älter er wurde, desto mehr kam der Bezug zu seiner Gefühlsebene. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich inzwischen genug Einblicke und Vorstellungen von seinen Tics hatte. Jetzt erfuhr ich das, was ich mir schon dachte: Ihm waren seine Tics, je älter er wurde, immer peinlicher. Die Zwänge wurden immer größer.

Als ich fast über die Hälfte des Buches gelesen hatte, begann ich mich zu fragen, ob es noch schlimmer kommen konnte. Schon seit einigen Seiten hatte ich das Gefühl, dass Sandstrak an den Tiefpunkten seines Lebens angekommen war. Ich fragte mich, ob er in dieser Biografie seine "Rettung" und die genaue Behandlungsmethode, mit der man ihm helfen konnte, überhaupt beschrieb.

Ich wurde nicht enttäuscht. Pelle Sandstraks Biografie ist ein Buch mit Höhen und Tiefen. Anfangs noch vor die Frage gestellt, welche Krankheit er denn eigentlich habe, lernt er letztendlich einerseits mit ihr umzugehen, andererseits bestimmte Verhaltensmuster zu besiegen.

(Warum ich das Buch erst ab 16 empfehlen kann, ist einfach, klingt vielleicht etwas plump. Bei der Altersbegrenzung gehe ich meist von mir aus. Mich hätte solch eine Biografie einfach nicht früher angesprochen).

Samstag, 23. Juli 2016

[Anzeige] Shadowmarch - Die Dämmerung (Band 3)

Bild von der Hörverlag 
Steckbrief 
Name: Shadowmarch Die Dämmerung (auch als Buch erhältlich)
Autor: Tad Williams
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: ab 14 Jahren, für Fans der Shadowmarch-Reihe, oder Fantasy- bzw. Tad Williams Fans
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürzte Fassung
Sprecher: David Nathan
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Klappentext

"Tad Williams ist der Tolkien des 21. Jahrhunderts." DIE ZEIT

Das Land Eion wird bedroht. Von Norden überschreitet eine riesige Elbenarmee die Schattengrenze und im Süden schmiedet der machtbesessene Herrscher Eroberungspläne. Die königlichen Zwillinge müssen aus der Südmarkfeste fliehen, um ihr Leben zu retten. Während Prinz Barrick verloren hinter der Schattengrenze umherirrt und dem Elbenheer Einhalt gebieten muss, kämpft Prinzessin Briony allein in der Fremde um ihr Leben. Gelingt es den Geschwistern, den Thron zurückzuerobern? Und können sie Südmark und seine Völker vor dem Untergang bewahren?"


Meine Meinung 
Sowas gab es noch nie! Das einzige Bewertungskriterium, das bei meiner Bewertung, die volle Punktzahl (also ganz kreativ einen Punkt) bekommen hat, war die Gestaltung des Hörbuchs. Obwohl der dritte Band der Shadowmarch Reihe mit 3 Punkten immer noch knapp über der Hälfte ist, muss ich sagen, dass mich dieser Band etwas verzweifeln ließ und der Spruch "Alle guten Dinge sind drei" hier nicht ganz zutrifft. Aber beginnen wir, wie beinahe immer, erst einmal mit der Gestaltung... 

Gestaltung
Wie auch in den vorherigen Shadowmarch Bänden führte David Nathan wieder durch die Geschichte, den wir nicht nur als Synchronstimme von Johnny Depp kennen, sondern normalerweise eher von Thrillern oder Horrorromanen gewohnt sind. Und hier musste ich erstmals schmunzeln. In Die Dämmerung gab es nämlich einige Gelegenheiten die blutrünstige Seite zu zeigen :-). 
Wäre David Nathan nicht gewesen, hätte ich Tad Williams wahrscheinlich zum Teufel gejagt. Nathan hat es geschafft mich bei Laune zu halten und mich trotzdem neugierig auf den letzten Band der Reihe werden zu lassen. 

Inhalt oder: Wo war die Spannung? 
In Das Spiel, dem zweiten Teil der Shadowmarch Reihe, konnte mich Tad Williams mit der Verstrickung seiner Handlungsstränge wirklich fesseln. Ich hörte fasziniert zu und fragte mich, wie diese ganzen Handlungsstränge wieder entwirrt werden sollen. 
Bei Die Dämmerung hatte ich das Gefühl, mich nicht wirklich von der Stelle zu bewegen. Es war nicht so, dass unsere Charaktere nichts erlebten:
Ferras Vannsen kämpft beispielsweise an der Seite der Funderlinge und trifft somit auf Chert Blauquarz. Prinz Barrick ist auf einer Reise zu sich selbst mit einem treuen, teils nervigen, Vogel an seiner Seite. Und Briony? Ihr bleibt auch nichts erspart. Kaum wägt sie sich in Sicherheit, gibt es schon wieder die nächsten Intrigen gegen sie... 

Neben der Haupthandlung, nämlich den Geschichten unserer Charaktere, führt Tad Williams eine zweite Ebene - ich bin mir nicht sicher, ob hierfür die Bezeichnung Handlungsstrang passt - ein. Hier legt er seinen Fokus auf die Sache mit den Göttern. Dazu sollte ich vielleicht erwähnen, dass am Anfang jeden Kapitels kurze Zitate aus fiktiven Aufzeichnungen stammen. Auch die Charaktere der Geschichte nehmen immer wieder Bezug auf die Götter. 

Allerdings hat es Tad Williams wunderbar geschafft, mich mit diesen ganzen Heiligen vollends zu verwirren. Shadowmarch spielt nämlich nicht nur in einem Land, nämlich in Südmark, sondern auch in verschiedenen Kontinenten. Da wäre es doch langweilig, wenn alle Götter überall gleich hießen. (Ist ja bei uns schließlich auch nicht so). Bei dem typischen Satz: "Gott X hat Tat Z begangen, aber Ihr kennt ihn wahrscheinlich als Gott B...", rollte ich irgendwann mit den Augen und dachte mir: "Mein Gott, selbst Voldemort hat nur ZWEI Namen: Du weißt schon wen und ... Voldemort..." (Nein, die Diskussion ob Tom Riddle auch zählt, sprengt den Rahmen dieser Rezension :-) ).

Da ich in diesem ganzen Götter Wirrwarr irgendwann den Überblick verlor, ertappte ich mich öfter dabei, dass ich abschweifte, was natürlich nicht dazu beitrug das Chaos zu entwirren. 

Schreibstil 
Während mich der Schreibstil von Tad Williams in den vorherige Bänden gut unterhalten konnte, ermüdete er mich hier zunehmend. Das kann aber auch einfach daran liegen, dass ich zuvor die Tintenwelt Trilogie gehört habe, was ja eine Jugendbuchreihe ist. Allerdings wurde mir so auch bewusst, dass Shadowmarch definitiv keine harmlose Fantasy Geschichte ist und ich deswegen eine Altersbeschränkung eingeführt habe. Das lag vor allem auch daran, dass es hier die ersten blutrünstigen Beschreibungen gab, auf die ich hier jetzt nicht näher eingehen werde. 

Gesamteindruck 
Nachdem mir Die Grenze und Das Spiel so gut gefallen haben, war ich sehr gespannt auf den dritten und vorletzten Shadowmarch Band. Allerdings muss ich gestehen, dass er mich - bis auf die Tatsache, dass er von meinem Lieblingsverlag stammt und von David Nathan gelesen wurde - echt enttäuscht hat. Ich hoffe, ich finde beim großen Finale wieder etwas in die Geschichte rein.


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Die Rezensionen im Überblick:

Die Grenze (Band 1)
Das Spiel (Band 2)
Das Herz (Band 4)

* Dieses Hörbuch wurde mir von dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Donnerstag, 21. Juli 2016

Das Handbuch für Autorinnen für Autoren (die Rezension)

Bild von Uschtrin Verlag
Verlag: Uschtrin Verlag
Preis: 54,90 €
Medium: gebundene Ausgabe
Seiten: 704 Seiten


Kurzbeschreibung
(von Uschtrin Verlag

"Das neue »Handbuch für Autorinnen und Autoren« ist da! Bestellen Sie jetzt die 8., völlig überarbeitete Ausgabe zum Preis von 54,90 Euro.

Mit einem ausführlichen Kommentar zum neuen Normvertrag für den Abschluss von Verlagsverträgen.

Das literaturcafe.de schreibt in seiner Rezension: »Der Gral des Autorenwissens. [...] Ohne Zweifel: Das Handbuch muss jede Autorin und jeder Autor haben. Ohne geht es nicht.«
Zum Kennenlernen finden Sie unten drei Leseproben, das Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Register zum Download.

Das Video »DRUCKFRISCH« zeigt den letzten Schritt der Fertigstellung in der Druckerei: Wie der "nackte" Buchblock seinen Buchdeckel erhält. Eine spannende Geschichte!" 


Meine Meinung 
Wie ihr ja spätestens seit dem literarischen Adventskalender letztes Jahr wisst, schreibe ich ja auch selbst (mehr oder weniger erfolgreich). Wer im Internet auf der Suche nach seriösen Infos rund um das Thema Literatur ist, landet schnell bei literaturcafe.de oder dem Uschtrin Verlag. In verschiedenen Beiträgen wurde auf das Handbuch für Autorinnen und Autoren verwiesen, welches im Uschtrin Verlag erschienen ist. Ich war mir sehr lange unsicher, ob ich mir das Fachbuch wirklich zulegen sollte. Ich hier einige Fachbücher zum Thema "kreatives Schreiben" bzw. "Romane schreiben" bei mir herum stehen. Das Problem: Viele davon waren teuer und ihr Inhalt nicht wirklich wertvoll. Ich hatte keine Lust über 50 Euro in ein Buch zu investieren, dass dann doch nur ungelesen bei mir herumstünde. Allerdings reizten mich einige Kapitel. Beispielsweise interessierte ich mich sehr für das Thema Drehbuch. Und ein Drehbuchautor meiner Lieblingssoap hatte ein paar Artikel zum Thema Drehbuch schreiben in dem Handbuch veröffentlicht. Außerdem sollten Leser einen Einblick in einen Autorenvertrag bekommen, oder eine Liste mit Verlagen bzw. Literaturagenturen in dem Handbuch finden. 


Was mir gut gefiel 
Das Handbuch ist sehr umfangreich und fasst das breite Thema Literatur gut zusammen. Es wird auf die verschiedenen Teilbereiche eingegangen. Angefangen beim modernen Selfpublishing, dass in den letzten Jahren in aller Munde ist, bis hin zu scheinbar unbekannten Themen wie beispielsweise dem Heftroman, oder dem Schreiben fürs Hörspiel.

Zudem finden sich am Ende der verschiedenen Kapitel eine gut recherchierte Linksammlung. Hier werden nicht nur interessante Artikel im Internet aufgeführt, sondern auch weitere Fachbücher empfohlen.

Das Handbuch wurde nicht ausschließlich von einem Autor geschrieben. Für die verschiedenen Fachgebiete wurden auch die geeigneten Experten angefragt. Zu Beginn jeden Artikels gibt es eine Kurzvorstellung des Autors, sodass der Leser nachvollziehen kann, wie gut der Autor über sein Fachgebiet informiert ist. 


Was mich stutzig machte 
Nach einer Weile fiel mir auf, dass sich die Autoren in ihren jeweiligen Artikeln oft gegenseitig empfahlen. Hier fragte ich mich dann, ob es einfach daran läge, dass sie alle kompetent seien und man gerne gute Kollegen weiterempfehle, oder ob es eben auch damit zusammenhänge, dass man sich eben kenne... 

Hinzu kam auch, dass einige Autoren recht zynisch oder frustriert daher kamen. Die Artikel waren dann zwar stilistisch interessant geschrieben, jedoch fragte ich mich hier und da, wie viel Wahrheit darin steckte. Gab es überhaupt die richtige Antwort auf all die wichtigen Fragen? Oder hängt zuletzt nicht alles mit eigenen Erfahrungen, guter Vorbereitung und einer Menge Glück zusammen? 


Kein Buch zum überfliegen 
Die Kapitel sind in sich zwar abgeschlossen, jedoch empfehle ich niemandem das Handbuch eben mal so herunterzulesen. Gerade in den ersten Wochen habe ich das Handbuch nur so verschlungen. Ich musste dann aber feststellen, dass mich der Inhalt schier verschluckte und ich etwas anderes brauchte. 


Mein Fazit 
Links und Listen 
Das Handbuch enthält, wie oben schon beschrieben, gut recherchierte Listen, wie beispielsweise eine Aufzählung seriöser Literaturagenturen, auf die ich sicher noch das ein oder andere Mal zurückgreifen werde. Ich will nicht wissen, wie viele Stunden damit zugebracht wurden, diese Listen zusammenzustellen :-). 


Einführung in das Thema Literatur 
In dem Handbuch wird in die verschiedene Fachsprache der einzelnen Untergruppen eingeführt, wie beispielsweise in die Fachsprache des Buchhandels, oder des Drehbuch schreibens. Hier fand ich beispielsweise den Artikel über die unterschiedlichen Warengruppen sehr interessant. Das brachte mir etwas Orientierung in meinen unübersichtlichen Genre Urwald. 
Auch hier hat das Handbuch gehalten, was versprochen wurde. 


Subjektive Beiträge mancher Autoren 
Diesen Abschnitt finde ich sehr schwierig. Manche Autoren berichten durchaus Wahres beispielsweise wenn es um das Thema Selfpublishing geht. Hier ist es sehr wohl wichtig, dass angehende Selfpublisher im Internet zu finden sind und sich in das Thema Marketing einarbeiten.

Dann gibt es aber auf der anderen Seite auch diese zynischen Beiträge, bei denen ich mir dann dachte, dass das ein oder andere ja nicht stimmen könne. Leider fallen mir an dieser Stelle natürlich keine passenden Beispiel ein. 
Mein Tipp: Nicht alles, was Experten sagen, mag in der Realität auch zutreffen. Vieles aber schon :-) 


Gesamteindruck
Anfangs war ich im "Handbuch"- Rausch und fand das Buch einfach nur genial. Mittlerweile bin ich wieder aus der rosaroten Wolke aufgetaucht, finde es aber nach wie vor gut. Vor allem weil es mich in den für mich wesentlichen Kapiteln nicht enttäuscht hat. 

Wer sich jetzt aber denkt, dass über 50 Euro doch eine Stange Geld sind, könnte auch erstmal klein anfangen und sich die Literaturzeitschrift "Die Federwelt" aus dem Hause Uschtrin einmal genauer anschauen. Die Federwelt erscheint alle zwei Monate und enthält auch eine Menge interessanter Artikel. Hier kann man sich gut mit dem Stil des Autorenhandbuchs vertraut machen. 


Vorstellung einzelner Kapitel 
Ich habe ein paar Kapitel des Autorenhandbuchs genauer unter die Lupe genommen. 

Teil 1: Selfpublishing und Marketing  
Teil 2: Schreiben fürs Theater  
Teil 3: Hörspiel schreiben und produzieren  
Teil 4: Drehbuch schreiben  

Dienstag, 19. Juli 2016

Sommerfalle


Bild von Piper 
Steckbrief
Autor: Debra Chapoton
Verlag: ivi Verlag
Geeignet für: ab 16 Jahren, oder für Menschen, die gerne Thriller lesen
Gelesen oder gehört: Deutsch
Bewertung: 5 von 5 Punkten




Klappentext
(Klappentext von: "Sommerfalle" von Debra Chapoton, erschienen im ivi Verlag)

"Nach dem Abschluss der Schule beginnt für die 18-jährige Rebecca der Sommer ihres Lebens - glaubt sie. Doch dann gerät sie in einen Albtraum: Sie wird entführt und in einer Kammer eingesperrt, irgendwo in einem entlegenen Wald. Es gelingt ihr, sich zu befreien. Aber damit nimmt das Spiel ihres Entführer erst seinen Anfang. Denn bald erkennt Rebecca, dass der Unbekannte alles über sie weiß - und dass er jede ihrer Entscheidungen voraussehen wird..." 


Meine Meinung
Ich bin durch eine Rezension auf das Buch aufmerksam geworden. Der Klappentext klang vielversprechend. Der Einband ist ansprechend gestaltet und fiel mir unter meinen anderen noch ungelesenen Büchern auf. Daher beschloss ich mich mal dran zu setzen und es zu lesen. Was die Gestaltung betrifft, kann ich noch sagen, dass mir die Länge der Kapitel sehr gut gefallen hat. Sie waren nicht zu langatmig, aber auch nicht zu kurz. (Nach "Das fünfte Kind" weiß ich es wirklich zu schätzen, wenn ein Buch in Kapitel unterteilt ist).

Kaum hatte ich angefangen war ich nur schwer von dem Buch zu trennen. Die Geschichte rund um Rebecca, die sich plötzlich in einem Verlies wiederfindet, zog mich vollkommen in ihren Bann und innerhalb einer Woche hatte ich das Buch zu Ende gelesen. (Normalerweise sitze ich schon 2 Wochen an einem Buch, da ich ja auch noch ein reales Leben und haufenweise andere Termine habe).

Dem Leser wird schnell klar, wer ihr Entführer ist. Das finde ich aber überhaupt nicht schlimm. Debra Chapoton sorgt gerade mit den gut ausgefeilten Charakteren dafür, dass das Buch trotzdem spannend bleibt. Man bekommt viel von Rebeccas Entführer mit, wie beispielsweise, dass er schon von Kindesbeinen an einen harten Schicksalsschlag erleben und irgendwie verarbeiten musste. Durch die verschiedenen Erlebnisse, die Rebeccas Entführer geprägt haben, konnte ich seine Reaktionen stellenweise wirklich gut nachvollziehen. Er tat mir irgendwie leid, weil man schnell erkannte, dass er einfach nur jemanden brauchte, der ihm zuhört und sich Zeit für ihn nimmt.

Durch die verschiedenen Blickwinkel, der Leser erfährt nicht nur, wie Rebecca und ihr Entführer die Geschichte erleben, sondern erleben das Buch auch aus der Sicht von Rebeccas Freunden, bekommt man ein gutes Bild von Rebeccas Umfeld. Gut an dem Buch hat mir außerdem gefallen, dass es nicht um Blutvergießen, oder irgendwelche Gewaltverbrechen ging.

Debra Chapoton springt ab und zu auch zwischen Vergangenheit und Zukunft. Das finde ich sehr gut, weil man so eine Ahnung hat, wie die Geschichte ausgeht und nicht ganz auf Kohlen sitzt. So bleibt auch eine gewisse Spannung erhalten, weil man wissen möchte, wie dieser Albtraum beendet wird. Ein bisschen hat mich der Aufbau der Geschichte an "Das Koma" von Joy Fielding erinnert. Natürlich sind die Geschichten grundverschieden. Aber beide fangen sehr subtil an und arbeiten sich dann langsam zum "Kern" vor. Das hat mir auch hier sehr gut gefallen.

Nebenbei möchte ich noch erwähnen, dass Debra Chapoton das Buch im Alleingang als eBook veröffentlicht hat und es erst im "Nachhinein" entdeckt wurde. Mich würde es wirklich interessieren, ob und wie viel sie nachträglich an der Geschichte arbeiten musste.

Wenn ich nach dem Klappentext urteile ist das Thema der Geschichte wirklich gut getroffen. Die Verfolgungsjagd geht ziemlich lang und der Thriller Fan kommt so ganz auf seine Kosten. Ob ich das Buch weiterempfehlen kann? Ich sage es mal so:Als ich es am Samstag beendet hatte, hielt es eine Freundin von mir wenige Stunden später in den Händen.