Dienstag, 19. April 2016

Mein Vater, sein Schwein und ich

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Steckbrief

Name: Mein Vater, sein Schwein und ich (auch als Hörbuch vorhanden)
Autor: Jana Scheerer
Verlag: Schöffling und Co.
Geeignet für: ab 14 Jahren, oder für Menschen, die gerne lustige Bücher lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext 


(Klappentext von "Mein Vater, sein Schwein und ich" von Jana Scheerer, erschienen im Schöffling Verlag)
.

"Während ich geboren wurde, jagte mein Vater einen Grizzlybären. 'Ganz alleine?', fragte ich meinen Vater des Mal, wenn er die Geschichte erzählte. 'Ganz alleine', sagte mein Vater, 'Mama war ja im Krankenhaus'"


Meine Meinung

Nach den ganzen Psychothrillern hatte ich große Lust auf ein Buch, dass Menschen zum Lachen und nicht zum Fürchten bringt. Da der Name "Mein Vater, sein Schwein und ich" schon vielversprechend klingt und auch der Klappentext ein Schmunzeln bei mir auslöste, beschloss ich, dass es jetzt an der Zeit für dieses Buch wäre.

Die Geschichte ist in Kurzgeschichten unterteilt, die nicht aufeinander aufbauen, aber trotzdem über das Leben der Ich-Erzählerin informieren. Doch diese Kurzgeschichten haben es in sich: So steht eines Tages ein Rentner, von der Rentnerversorgung vor der Tür, der bei der Familie einziehen möchte, oder unserer Ich-Erzählerin wird Günter Grass zum Geburtstag geschenkt, der die Party der Ich-Erzählerin ziemlich durcheinander würfelt. Nicht zu vergessen kommt der Vater eines Tages mit einem Schwein nach Hause, dass die Familienharmonie fördern soll. Ob das gut geht?

Gut an diesem Buch fand ich, dass die Kapitel nicht sehr lang waren. So konnte ich es gut "zwischendurch" lesen. Jede der Kurzgeschichten war auf seine eigene Weise komisch und hat mir morgens schon einen guten Start in den Tag beschert. Besonders gut hat mir gefallen, dass Jana Scheerer das scheinbar Unmögliche möglich gemacht hat und so selbst die unwahrscheinlichsten Situationen plötzlich sehr realistisch schienen. Wenn der Vater der Ich-Erzählerin mit ihr zur Schule fährt, eine Nonne das Auto mit einem Taxi verwechselt wird sie ebne halt schnell nach Rom gefahren.

Die Situationen, die unsere Ich-Erzählerin mit ihrem Vater erlebt, hätten mir mit meinem Vater bzw. meiner Familie auch passieren können. Teilweise sind die Geschichten echt genial! Die ein oder andere Kurzgeschichte hat bei mir aber auch Fragen nach einem "tieferen" Sinn aufkommen lassen. So hatte ich das Gefühl manche Geschichten nicht ganz erfassen zu können, was auch für eine Art mysteriösen Effekt gesorgt hat.
Zwischen den Zeilen konnte man eine Entwicklung der Hauptperson beobachten. Interessant fand ich es gerade deswegen, weil die Geschichten ja eigentlich nicht aufeinander aufgebaut haben.

Meine Begründung, warum das Buch nicht die ganze Punktzahl bekommt, ist irgendwie bekloppt. Es ist eigentlich ganz einfach. Es liegt "nur" daran, dass die Handlungsstränge nicht miteinander verknüpft sind. Aber gerade die nicht aufeinander aufbauende Handlung hat für den Witz und den Humor gesorgt. Wäre die Geschichte fortlaufend gewesen, wäre sie wahrscheinlich nicht so lustig geworden.

Wer von euch also etwas Lustiges für zwischen durch sucht, sollte sich das Buch UNBEDINGT kaufen!


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

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