Dienstag, 12. April 2016

Die unendliche Geschichte

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Steckbrief

Name: Die unendliche Geschichte (auch als Film und Hörbuch erhältlich)
Autor: Michael Ende
Verlag: Piper Verlag
Geeignet für: 11-14 Jahren, oder Menschen, die gerne Fantasybücher lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Klappentext 

(
aus: "Die unendliche Geschichte", von Michael Ende, 
erschienen im Piper Verlag)


" 'Tu was du willst*,
lautet die Inschrift auf dem Symbol
der unumschränkten Herrschaftsgewalt in Phantasien.
Doch was dieser Satz in Wirklichkeit meint,
erfährt Bastian erst nach langem, mühevollen Suchen."
 


Meine Meinung: 

In der Geschichte geht es um den Bastian, der ein Einzelgänger ist. Seine Mitschüler ärgern ihn, weil er anders ist. Er gehört nicht zu den sportlichsten seiner Klasse, denkt sich gerne Geschichten aus und redet diese manchmal vor sich her.
Durch mehrere Umstände fällt ihm das Buch "Die unendliche Geschichte" in die Hände. Er fängt sofort an die Geschichte zu verschlingen.

Mir hat die Geschichte rund um Bastian, der Phantasien Stück für Stück entdeckt wirklich gut gefallen. Ich mag Geschichten, in denen es zwei Handlungsstränge gibt, die sich miteinander vermischen. Erst denkt man, dass es ausschließlich darum geht, Phantasien zu retten. Als Bastian hierfür in die Geschichte eintaucht und seine Helden persönlich kennen lernt, wird subtil von Phantasiens zu Bastians Rettung gewechselt.

Es geht in der Geschichte nicht nur darum ein Fantasiereich vor dem Untergang zu retten, sondern auch um einen Jungen, der sich nichts sehnlicher wünscht, als so geliebt zu werden, wie er ist.

Die Handlungsstränge hat Michael Ende sehr gut umgesetzt. Was meine Bewertung betrifft muss ich leider sagen, dass mich der Einband nicht angesprochen hat. Auch war der Schreibstil für mich an manchen Stellen schwer zu lesen. Das lag nicht daran, dass die Geschichte schlecht geschrieben ist. Ich hatte mehr das Gefühl, dass ich zu alt für die ganzen Wesen Phantasiens bin, in die Ende hier einführt. Irgendwann saß ich ungeduldig da und hoffte, dass Bastian endlich weiterkommen würde. Mir gingen die vielen Beschreibungen der phantastischen Wesen oder der Landschaft zunehmend auf die Nerven.

Hätte ich das Buch aber früher entdeckt, wäre ich von Endes Schreibstil und der Welt rund um Phantasien wahrscheinlich vollkommen verzaubert gewesen und hätte gar nicht genug davon bekommen können.

Ich hatte auch das Gefühl, dass Ende alle angefangenen Geschichten beenden musste. Wenn es also Charaktere gab, die den Protagonisten im Laufe der Geschichte nicht mehr über den Weg laufen sollten, berichtete er in kurzen Sätzen, wie deren Leben weiter verlief. Diese Beschreibungen endeten meist mit dem Satz: "Doch das ist eine Geschichte, die ein andermal erzählt werden will.". Dieser Satz machte mich auf Dauer aggressiv, weil ich mir dachte, dass er die Geschichte ja nicht weitererzählen müsse, wenn er sie sowieso nicht weiter aufgreifen würde.

Ich habe mir sagen lassen, dass "Die unendliche Geschichte" inzwischen zu den Klassikern gehört und wie "Harry Potter" sowohl von Jung als auch Alt gelesen wurde. Mir fielen vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen auf, die mir früher wahrscheinlich entgangen wären. Wie verhält sich Bastian zu Anfang der Geschichte? Findet bei ihm eine Entwicklung statt?

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch auf jeden Fall für Fantasyfans geeignet ist. Ich kann es aber nur begrenzt an Erwachsene weiterempfehlen, weil der Hauptteil, wie es bei Fantasybüchern üblich sein sollte, eben in einer Fantasiewelt spielt und sich die Situationen nur schwer auf das reale Leben übertragen lassen.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

Kommentare:

  1. Hey Emma,

    das Buch liegt bei mir auch noch auf dem SuB. Wird glaub ich mal Zeit das ich es lese. =)

    Liebe Grüße
    Duna
    http://buchratte-duna.blogspot.co.at/

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    1. Hallo Duna,
      ich hatte schon sehr viel von "Der unendlichen Geschichte" gehört. Als ich das Buch dann in den Händen gehalten habe, war ich echt überrascht, wie dünn es eigentlich war. Ich hatte eigentlich mit einem 600 Seiten Roman gerechnet und habe mich dabei wohl etwas vom Titel blenden lassen :-).
      Sehr interessant finde ich aber, dass Michael Ende zwei Geschichten in einer erzählt.
      Ich bin gespannt, wie dir der Roman gefällt und bedanke mich für deinen Kommentar.
      viele Grüße
      Emma

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