Samstag, 26. März 2016

Der Zeitwandler

Bild von Bookshouse Ltd. 
Eine Rezension von Skyara

Name: Der Zeitwandler – Restart
Autor: Anke Höhl-Kayser
Verlag: Bookshouse Ltd.
Geeignet für: ab 16 Jahren
Gelesen oder Gehört: Gelesen (eBook)
Bewertung: 3 von 5 Punkten
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 20.11.2015
Aktuelle Ausgabe: Rezensionsexemplar Vorab
ISBN: 978-9963-53-170-7 (e-pup)


Klappentext 

(von bookshouse

Dennis hat genug von London, bevor die Klassenfahrt dorthin richtig gestartet ist. Kotzen im Reisebus, mobbende Klassenkameraden und eine nörgelnde Lehrerin. Aber schlimmer geht immer: Plötzlich verfolgen ihn unheimliche Schattengestalten und er hat Visionen des mittelalterlichen Kriegerkönigs Edward I., der ihn Wulfric nennt und ihn anfleht, seine Tochter zu retten. Selbst die Zeit scheint sich gegen Dennis verschworen zu haben. Sie stoppt, und wenn sie weiterläuft, hat sich alles verändert. Auf einmal ist auch noch sein englischer Gastvater ein gesuchter Mörder und entführt Dennis zum Tower of London. Ein höllischer Trip durch Vergangenheit und Zukunft beginnt. Restart – nichts ist für die Ewigkeit!


Meine Meinung

Leider kann ich hier nur 3 von 5 Punkten geben.

Dennoch möchte ich jetzt erst mit dem Positiven beginnen: Das Cover fand ich ansprechend und ist auch sehr passend, da es mehrere Elemente aus dem Buch aufgreift! Was die Spannung betrifft, kann ich sagen, dass durch die rasante Erzählweise der Autorin ein enormer Spannungsbogen aufgebaut wird. Dieser löst sich auch erst ganz gegen Ende des Buches vollständig auf. Das ist an sich nicht schlecht, da es somit nicht von vornherein klar ist, was mit den verschiedenen Figuren des Buches passiert / passiert ist! Diese Spannung wird beinahe bis zum letzten Kapitel gehalten, welches dann eine schöne letzte Auflösung und ein wirkliches Happy End bringt. Insgesamt ist die Geschichte, wenn man sie den zu Ende liest, sehr interessant gestaltet und von der Idee richtig gut. Sie hat einige kleine Genretypische Dinge aufgegriffen und diese in leicht abgeänderter Form wiedergegeben.

Doch hiermit bin ich auch schon am Ende meiner Positiv-Liste angekommen.

Die Grundidee des Buches ist folgende: Dennis wird beinahe am laufenden Band in eine neue, leicht abgeänderte Zeitlinie gestoßen. Er weiß hier von zunächst nichts und fragt sich ständig warum manche Leute in seinem Umfeld plötzlich verschwinden, oder mit anderen Personen ersetzt werden, ohne dass dies von allen anderen um ihn herum bemerkt wird. Diese sogenannten Restarts erschweren es dem Leser sehr in den Fluss des Buches zu gelangen. Leider kommt hier auch noch erschwerend der Schreibstil der Autorin hinzu. Bei ihrem Schreibstil und ihren Gedankengängen, blicke ich so manches Mal nicht mehr durch… 
Die ganzen Zeitsprünge während der ersten Hälfte des Buches, sind sehr verworren und man muss ganz schön aufpassen, dass man an der Geschichte dran bleibt. Hier hat es mir oft geholfen, einfach gewisse Fakten hinnehmen zu können, ohne über diese weiter nach zu denken, am Ende wird sich einiges Auflösen, aber das dauert doch sehr lange, bis man in ausreichender und befriedigender weise alle Wirrungen aufgelöst bekommt.

Was es mir ebenfalls nicht leicht gemacht hat, war die Tatsache, dass auch der Protagonist Dennis, die meiste Zeit so verwirrt ist von dem Chaos, welches um ihn herum immer schlimmer wird. Normalerweise bekommt der Leser kleine Einblicke in die Geschehnisse, ohne dass der Protagonist damit etwas anfangen kann. Dadurch erhält man einen kleinen Einblick in die Geschichte, damit erklären sich meist einige Dinge, welche einem die Geschichte näher bringen. Aber solche Einblicke fehlen einem während des gesamten Buches. Man bleibt also genau so verwirrt zurück wie Dennis. Und dieser ist gerade mal ein Jugendlicher…. Man hat so manches Mal das Gefühl: „Kann das ein Jugendlicher überhaupt bestehen?“ Aber die Autorin war sich hier durchaus der Tatsache bewusst, dass sie mit ihrer Geschichte eine harte Gratwanderung durchmacht.

Ich muss sagen insgesamt, jetzt wo ich das Buch fertig gelesen habe, bin ich trotzdem recht zufrieden. Ich kann euch sagen, dass ich bei der Hälfte noch dachte, dass es mir am Ende eine unbefriedigende Lösung bieten wird. Aber nun, da ich es fertig gelesen habe, und auch noch einige Nächte darüber geschlafen habe, ist das Buch gar nicht so miserabel. Es ist ein Buch, welches man eventuell nicht nur einmal lesen sollte. Die Geschehnisse welche Dennis ereilen haben eine Grundidee, welche aus den Mittelalterlichen Zeiten von Edward stammt. Diese Idee ist mir nicht ganz geläufig, bzw. ich weiß auch nicht wie es damals zuging. Daher war eine wie ich denke wichtige Erklärung ca. zur Mitte des Buches für mich Unschlüssig. Und zwar so sehr, dass ich mir immer noch keine schlüssige Erklärung hatte. Da wundert es einen nicht, dass man das Buch nicht mag und es lieber weg legen möchte… Inzwischen habe ich diese Idee viel besser verstanden. Es wird mir auch von Tag zu Tag schlüssiger.

Mein Fazit also: Schwierig zu lesen, und nichts für jedermann. Aber wer sich für diese Zeit interessiert, oder für Englische Geschichte, dem kann ich es empfehlen. Und natürlich allen die ein Buch mögen, bei dem man erst eine Weile nachdenken muss, bevor man alles verstanden hat!

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