Samstag, 31. Oktober 2015

Mein Oktober 2015 - Der beinahe literarische Monat

Gelesen im Oktober 2015 

Zwanzig Zeilen Liebe 

(Bild von Piper Verlag

Klappentext 

(von Piper Verlag

"Manchmal können zwanzig Zeilen die Welt bedeuten

Sorg dafür, dass dein Vater sich wieder verliebt. Iss jeden Tag Gemüse. Trau keinem Mann mit übermäßigem Bartwuchs. Tanz auf meiner Beerdigung zu Dean Martin. Nacht für Nacht bringt Stella diese und andere Zeilen zu Papier. Doch es sind nicht ihre eigenen Gedanken und Wünsche. Die Hospizschwester schreibt Abschiedsbriefe im Auftrag ihrer schwer kranken Patienten und überreicht deren Nachrichten, nachdem sie verstorben sind. Bis sie einen Brief verfasst, bei dem sie keine Zeit verlieren darf. Denn manchmal lohnt es sich zu kämpfen: Für die Liebe. Für das Glück. Für den einen Moment im Leben, in dem die Sterne am Himmel ein wenig heller leuchten …"

Abgebrochen: "Ich darf nicht schlafen"
Dieser Thriller klang so vielversprechend. Allerdings konnte ich mich nicht in die Geschichte einfinden. Der Schreibstil war mir zu hölzern, inhaltlich wiederholte sich sehr viel und den Kern der Geschichte konnte ich beinahe auf den ersten Seiten erraten. Ich war enttäuscht, wie wenig der Autor letztendlich aus der Grundidee gemacht hat.

Ich lese gerade: 
"Das Mädchen das den Himmel berührte" von Luca Di Fulvio
"In ein fernes Land" von Elizabeth von Arnim
"Wir können alles sein, Baby" von Julia Engelmann.

Ihr seht: Irgendwie war im Oktober lesetechnisch echt nicht viel los bei mir. Allerdings habe ich mir mit "Das Mädchen das den Himmel berührte" auch einen echten Schinken ins Haus geholt...


Situationen im Oktober 

Der fast literarische Oktober: 
Eigentlich stand mir ein sehr literarischer Oktober bevor. Der Monat sollte mit einer Lesung von Patrick Brosis Roman "Der Blogger" beginnen. Leider wurde der Autor kurz vorher und beinahe pünktlich zur Buchmesse krank, sodass die Lesung entfiel.
Dann bin ich, wie beinahe geplant, mit meinem ganzen Autoren Team zur Frankfurter Buchmesse gefahren. Der Bericht folgt, wie versprochen, sobald die Fotos da sind.
Kaum zurück aus Frankfurt, wollte ich eine Lesung von Monika Feth besuchen. Leider machte ihr ein Sportunfall einen Strich durch die Rechnung und sie musste den Termin ebenfalls canceln. Da tat mir meine Lieblingsbuchhandlung schon etwas leid. Gleich zwei Absagen im Oktober...
Aber in der letzten Oktoberwoche ging ich spontan zu einer Lesung von Rafik Schami.

Eindrücke von der Lesung mit Rafik Schami
Ja... Eigentlich... wollte ich einen Bericht darüber schreiben. Aaaber um ehrlich zu sein, habe ich nicht genügend Worte, um diesen Abend in einen Artikel packen zu können. (Und mein Bildmaterial ist grauenhaft... Wir saßen auf einer Empore und natürlich habe ich erst daheim bemerkt, dass ich durch eine Glasscheibe fotografiert habe...)
Rafik Schami hat sein Publikum mit auf eine märchenhafte Reise genommen und uns in fremde Kulturen entführt. Nebenbei erzählte er natürlich auch von seinem aktuellen Roman "Sophia oder der Anfang aller Geschichten". Sehr gut gefallen hat mir, dass der Abend der Literatur und nicht den aktuellen politischen Ereignissen gewidmet war. Dies hatte ich eigentlich befürchtet, da der Autor aus Damaskus stammt und selbst aus Syrien geflohen ist.
Herr Schami hat eine sehr schöne Sprache. Dieser Abend hat mich definitiv neugierig auf seine Bücher gemacht. Allerdings war er mir an diesem Abend auch etwas zu sprunghaft, was aber hauptsächlich daran lag, dass ich ziemlich müde war und somit Mühe hatte, ihm zu folgen.
Wer die Möglichkeit hat, eine Veranstaltung - von Lesung kann ich hier irgendwie nicht sprechen, weil er nicht gelesen, sondern erzählt hat - von Rafik Schami zu besuchen, sollte das unbedingt ausnutzen!

Zwei Bloggerinnen in Frankfurt getroffen 
Zu meinen absoluten Highlights gehören die Treffen mit Jess von Freakin Minds und Anka von Ankas Geblubber. Mit beiden Bloggerinnen habe ich am regelmäßigsten Kontakt und so war es echt schön, die beiden mal "in Echt und in Farbe" zu sehen.

Semesterbeginn... Ein Jahr Studium 
Nun bin ich wohl ein offizieller "Zweiti". Ab diesem Oktober sind die neuen Erstis an meiner Hochschule eingezogen. Lustigerweise kannte ich schon ein paar von ihnen vor Beginn des Studiums. Im Oktober ist mir dann wieder bewusst geworden, dass ich schon ein Jahr studiere... Wie schnell die Zeit vergeht.

Viel zu tun im Oktober 
Im Oktober war mein Terminkalender irgendwie ziemlich gefüllt. Woran ich das merke? Naja der Monat geht so schnell vorbei :-).


Was gab's zu erzählen? 

Studieren mit Sehbehinderung: 
Wie beschaffe ich mir Fachliteratur? 

Schreibmarathon - Das Jahresprojekt 
Fazit 

Rezensionen 
Zwanzig Zeilen Liebe 
Das finstere Tal 

Rezensionen aus der Konserve 
Das Jesus Video

GE(H)SCHAUT
Popstars - Das Finale 

Emma fragt 
Rosa Leber

Ge(h)Schichten goes... 
FRANKFURT 

Liebster Award... 
TAG 


Songs des Oktobers 



AnnenMayKantereit - Jeden Morgen 
Ich weiß nicht genau, 
wie es zu dieser glücklichen Fügung des Schicksals kam:
Vor kurzem habe ich festgestellt, dass die Kölner Band fünf Lieder bei iTunes veröffentlicht hat. Und dreimal dürft ihr raten, wer sich ein paar dieser Lieder gekauft hat? 


Ansonsten stand der Oktober musikalisch bei mir unter dem Popstars Motto. Aber hört selbst... 



Nik und Elif - Last man standing 
Ja genau, das ist DIE Elif, die es mit ihrem Hit "Unter meiner Haut" in die Charts geschafft und damit kurzzeitig den "Häute"- Trend in Deutschland hat. 
Ich muss ehrlich gestehen: Ihre Stimmfarbe hat mir bei Popstars etwas besser gefallen. Allerdings freut es mich umso mehr, dass sie nun mit ihren Liedern erfolgreich sein darf und sich nicht einer Marketing Strategie unterordnen muss. 


In diesem Sinne... 

wünsche ich euch einen guten Start in den neuen Monat. Und vergesst nicht: Weihnachten steht vor der Tür! Außerdem gibt's im November meinen letzten Monatsrückblick für dieses Jahr. Im Dezember liefere ich euch stattdessen den Jahresrückblick... 

viele Grüße 
Emma 

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Namensgebung und Namensänderung

Hm, wenn dieser tolle Post hier online geht, sollte ich wahrscheinlich "gute Nacht" oder "guten Morgen" schreiben :-)...


Worüber ich euch kurz informieren möchte... 

Ja, ich versuche mich kurz zu fassen. Möge es mir gelingen:

Ich habe zwei alte Kategorien von bisherigen Blogs auf "Ge(h)Schichten" übernommen.
Zum einen war das meine Interviewreihe "Emma fragt" und zum anderen meine "nachgedachten" Beiträge.

Allerdings habe ich in den letzten Wochen festgestellt, dass die Ideen hinter diesen Rubriken zwar gut sind, die Namen aber nicht mehr zum Blogkonzept passen.
Es wäre z.B. schon ziemlich dämlich, wenn meine Gastschreiber ein Interview unter der Kategorie "Emma fragt" posten. Schließlich fragt in dem Fall ja nicht Emma, sondern meine Gastautoren. Schnell war klar: Ein paar neue Namen müssen her. Hier also die Übersicht:

Aus Emma fragt wird - NACHGE(H)FRAGT 
Auch inhaltlich wird sich hier etwas ändern: Ich möchte hier nicht nur Menschen interviewen, die etwas mit dem Verlagswesen oder dem Buchhandel zu tun haben, sondern einfach die Menschen befragen, die mich interessieren. Literatur spielt hierbei aber weiterhin eine große Rolle.

Aus Emma denkt wird NACHGE(H)DACHT 
Neulich habe ich beim googeln herausgefunden, dass bereits auf einem anderen Blog die Kategorie "Emma denkt" existiert. Als ich sie bei mir ins Leben gerufen habe, bin ich natürlich nicht auf die Idee gekommen, das VORAB zu recherchieren. Ihr seht: An meiner Organisation kann ich noch arbeiten...
Daher bekommt auch diese Kategorie einen neuen Namen.


Beachte... 

Bitte bedenkt, dass ich nur die Posttitel und Labels der betreffenden Beiträge geändert habe. In den alten Monatsrückblicken sind sie noch nach der alten Kategorie benannt. Genauso steht in den Links weiterhin sowas wie "Emma fragt / denkt".
Ich hoffe ihr könnt verstehen, dass mir das gerade zu viel unnütze Arbeit ist, das auch noch anzupassen...
Hauptsache ihr wisst, wo ihr was findet :-).

Sonntag, 25. Oktober 2015

Liebster Award ... TAG

(Bild von Buchwellenreiter

Gerade eben sprang mir eine interessante Mail in meinem Postfach entgegen. Und zwar schenkte mir Martin von Buchwellenreiter den "Liebsten ... Award" oder so ähnlich.
Ja, ja, wer mich kennt, weiß eigentlich, dass ich kein Fan von diesen "Du kriegst einen Preis aber schau erst bei mir vorbei"- Dingern bin. Aaaaber: Diese Mail kam ganz unaufdringlich daher und ich wurde noch nicht mal gezwungen darauf einzugehen. Und ganz ehrlich: Ich bin gespannt auf die Fragen :-)

Also lasst die Spiele beginnen...


Die Aufgabe... 

1. Beantworte 11 Fragen von demjenigen, der dich getaggt bzw. nominiert hat.
2. Verrate 11 Dinge über dich oder deinen Blog, die sonst noch keiner weiß.
3. Überlege dir 11 kreative Fragen und stelle sie 11 weiteren Bloggern.


Martins Fragen 

1. Warum bist du Book-Blogger/in geworden?

Irgendwann stellte ich fest, dass Lesen definitiv zu meinen Hobbies gehört. In meiner Umgebung gab es aber entweder keine Leseratten, oder die begeisterten Bücherwürmer interessierten sich für andere Bücher.
Da ich schon in einigen Foren aktiv war, schlug mir mal ein intelligenter Mensch vor, ich solle doch einen Blog gründen... :-)


2. Mit welchem Protagonisten aus welchem Buch würdest du gern mal einen Kaffee trinken gehen?

Das ist eine sau gemeine und ziemlich schwere Frage... Ich bin mir sicher, wenn ich diese Frage beantwortet und den Beitrag gepostet habe, fallen mir wahrscheinlich noch tausend andere Charaktere ein, die ich hier nenne könnte.
Nun stellt sich die Frage: Welche Art von Charakter soll es sein? Also geht es darum, mich gut mit ihm unterhalten zu können, oder die Person einfach "nur" mal in Farbe erleben zu dürfen? 
Ich entscheide mich schließlich für Detektiv Kulhardt aus der Emailromanreihe "Pinkmuffin@BerryBlue" weil dieser Mensch sehr intelligente Gedankengänge von sich gibt :-).


3. Gab es in deinem Leben mal einen Moment, in dem du so aufgeregt warst, dass du kaum ein Wort heraus bekommen hast? Falls ja, erzähl bitte mehr davon.

Diese Momente gab es sicher. Aber mir fällt gerade kein konkretes Ereignis ein. Hahaaarr! Hier bin ich der Antwort mal elegant aus dem Weg gegangen. 


4. Mit wem (realistische Person) würdest du gern mal ein Interview für deinen Blog / Vlog führen?

Oje da gibt es noch eine Menge Personen. Unter anderem möchte ich gerne mal ein Interview mit einem Literaturagenten führen, da mich die Arbeit dieser Agenturen sehr interessiert und ich schon oft mit dem Gedanken gespielt habe, mir auch eine Agentur zu suchen.


5. Wie lange telefonierst du durchschnittlich mit deinem besten Freund/deiner besten Freundin?

Momentan telefonieren wir nicht mehr so viel, weil wir uns mittlerweile mindestens einmal die Woche sehen. Aber unser Rekord lag vor vielen, vielen Jahren mal bei um die 100 Minuten. Dann kam ihre Schwester auf die glorreiche Idee uns den Strom abzustellen. Vorher hatten wir noch darüber diskutiert, ob das Telefon dann auch ausfallen würde, oder nicht. Danach war der Akku jedenfalls alle...


6. Wenn ein großer Verlag dir anbieten würde, ein Buch zu schreiben … Wovon würde es handeln und welches Genre wäre es?

Och... da habe ich schon einige Ideen, die ich hier aber noch nicht verraten würde. Ich denke mein absolutes Lieblingsgenre ist Gegenwartlisteratur. Also Geschichten, die in der Realität spielen. Allerdings hat mir eine Freundin auch mal geraten, ich solle doch wieder Fantasy schreiben, da meine Geschichten dort realistischer, bzw. logischer aufgebaut waren. Das bezog sich aber vor allem auf meinen bisher unveröffentlichten Roman und naja... ich will nicht sagen, dass er schlecht ist, aber falls da nochmal was draus werden sollte, müsste ich das gute Stück ziemlich überarbeiten.


7. Was würdest du machen, wenn ich dir morgen 10.000 EURO in die Hand drücken würde?
Papierflieger daraus basteln... 

SCHERZ: Versuchen das Geld möglichst sinnvoll irgendwo anzulegen und es nicht für Bücher auszugeben.


8. Wie wäre deine Reaktion, wenn ich morgens 5:30 Uhr an deiner Tür klingeln würde?

Ich würde die Tür verriegelt lassen, die Klingel abstellen, weiterschlafen und hoffen, dass du verschwunden bist, bis ich später aufstehe. Aber wahrscheinlich würde ich das einfach nur vollkommen kreativ in meinen Traum einbauen.


9. Beschreibe bitte ausführlich, wie ein perfekter Tag für dich aussieht!

Träum weiter! Meine anderen Antworten sind schon lang genug. OK Spaß beiseite: Es gibt zwei Arten von perfekten Tage: Zum einen ist es schön, einen Nachmittag Zeit für sich zu haben, bloggen, schreiben und nebenher Musik hören zu können. Aber ein perfekter Tag kann bei mir genauso gefüllt mit tollen Menschen und schönen Situationen sein. Konzert-, Lesungs-, oder Buchmessenbesuche stehen da ziemlich weit oben auf meiner Prioritätenliste. 


10. Wovor hast du am meisten Angst?

Davor, dass der Welt die guten Geschichten ausgehen.


11. Wie soll dein Leben in 10, 20 und 50 Jahren aussehen?

Bunt, fröhlich und lebendig.


11 Dinge... 

Nun darf ich euch 11 Dinge über mich, oder meinen Blog erzählen, die ihr noch nicht wisst.
Ganz ehrlich: Es war saumäßig schwer, sich die ganzen Sachen zu überlegen...

1. Ich darf deutschlandweit kostenlos im Nahverkehr fahren.

2. Meine erste Rezension auf meinem allerersten Blog war "Sturz der Titanen" von Ken Follett.

3. Ich wäre beinahe Theaterpädagogin geworden. (Ich hoffe, dass die Suchmaschine bei diesem Begriff nicht anspringt. Es muss mega frustrierend für einen Menschen sein, wenn er was zum Thema "Theaterpädagogik" sucht und über diesen nicht zum Thema passenden Beitrag stolpert).

4. Meinen ersten Blog habe ich 2011 erstellt.

5. In der Grundschule wollte ich unbedingt Polizistin werden. Das lag aber einzig und allein am ZDF und seiner Vorabendserie "Unser Charly". Die Polizisten hatten da nämlich immer den tollen Job, die Verbrecher zum Schluss einzufangen. Ihr könnt also froh sein, dass ich so klug war und kein Affe werden wollte :-)

6. Ich stelle fest, dass es für mich als Blogger bestimmte "Tabuthemen" gibt, über die ich aus den verschiedensten Gründen nicht berichten will / werde. (Möööp das könnte jetzt auch wieder ein Anstoß für einen "Emma denkt" Beitrag werden).

7. Das älteste Buch in meinem Bücherregal ist 8 Jahre alt.

8. Ich habe mit 16 oder war es doch 17 ??? Jahren meinen ersten Roman geschrieben und damals fand ich die Geschichte ziemlich gut :-).

9. Ich laufe, wenn es dunkel ist, mit Stöckchen durch die Gegend :-)

10. Ich möchte später nicht im Ausland leben. Aber Hessen... Hessen ist ok...

11. Ich war schon mal auf einem Festival.


Die 11 Nominierten - und ihre Fragen... 

Also kommen wir zuerst zu den 11 Nominierten:

1. Binzi von Binzis Bücher
2. Pik-Sechs von Bitte nicht füttern
3. Bröselchen von Brösels Bücherregal
4. Jess von Freakin Minds
5. Melky von Magnificent Melky
6. Thrillertante von Thrillertantes Buchblog
7. Yvonne von Yvonnes Lesewelt
8. Kleine8310 von Papier und Tintenwelten
9. Heffa Fuzzel von Secrets of rock
10. Alexandra von BücherKaffee
11. Buchkauz von Kauzgeflüster


Meine 11 Fragen:

1. Was verbindet ihr mit eurem Blog?
2. Habt ihr einen Lieblingsschauplatz eines Romanes?
3. Wie heißt das älteste Buch, das in eurem Bücherregal steht?
4. Wie heißt das jüngste Buch auf eurem Stapel ungelesener Bücher?
5. Welchen Künstler möchtet ihr gerne einmal live erleben?
6. Von wem ist die erste CD, die ihr euch gekauft habt?
7. Welche Romanfigur hättet ihr gerne in eurer Nachbarschaft?
8. Welchen Blog besuchst du am häufigsten?
9. Planst du gerne Aktionen mit anderen Bloggern?
10. Wie heißt das traurigste Buch, das du jemals gelesen hast?
11. Was hältst du von solchen TAGs / Award Geschichten?


In diesem Sinne... 

wünsche ich viel Spaß beim teilnehmen :-)

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Das Jesus Video

Bild von amazon
Steckbrief

Name: Das Jesus Video (auch als Buch und Film erhältlich)
Autor: Andreas Eschbach
Verlag: Lübbe Audio

Geeignet für: ab 17 Jahren, oder für Menschen, die gerne Sciene-Fiction Romane oder Thriller lesen
Gelesen oder gehört: gehört
Sprecher: Matthias Koeberlin
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext

(Klappentext von Bastei Lübbe)

"Bei Ausgrabungen in Israel findet der Archäologe Stephen Foxx in einem 2000 Jahre alten Grab die Bedienungsanleitung einer Videokamera, die erst in einigen Jahren auf den Markt kommen soll. Es gibt nur eine Erklärung: Jemand muss versucht haben, Aufnahmen von Jesus Christus zu machen! Der Tote im Grab wäre demnach ein Mann aus der Zukunft, der in die Vergangenheit reiste. Und irgendwo in Israel wartet das Jesus-Video darauf, gefunden zu werden. Oder ist alles nur ein großangelegter Schwindel? Eine turbulente Jagd beginnt ..."


Meine Meinung

Als ich den Titel "Das Jesus Video" hörte, hatte ich schon Bedenken ein Buch vor mir zu haben, indem wieder die klischeehaften Diskussionen eine Rolle spielten, ob es Gott wirklich gäbe.

Glücklicherweise handelt diese Geschichte nicht ausschließlich von Jesus oder irgendwelchen Geistlichen. Eine Hauptrolle übernimmt Stephen Foxx, der anfangs ziemlich unreligiös daher kommt. Als Foxx Wind davon bekommt, welchen Inhalt die beschriebene Kamera enthalten könnte, setzt er alles daran, dass Stück zu finden.

Anfangs konnte ich nicht glauben, dass die Protagonisten wirklich auf der Spur eines Zeitreisenden waren. Ich dachte, es wäre nur eine der vielen Vermutungen, die sich mit der Zeit nicht bestätigen würden. Doch als beide Parteien, sowohl Antagonist als auch Protagonist, der Geschichte Stück für Stück mehr Informationen sammelten, wurde auch ich neugierig. Würden sie die besagte Kamera wirklich finden? Wie stellte sich Eschbach Jesus vor?

Sehr gut an der Geschichte gefiel mir, dass sie sich nicht ausschließlich mit der Glaubensdiskussion befasste, sondern mehr die Flucht vor dem gegnerischen Team eine Rolle spielte, das genauso erpicht auf die Kamera war. Erst als die Geschichte auf ihr Finale zusteuerte, wurde das Glaubensthema angeschnitten.

Die Handlungsstränge waren spannend miteinander verknüpft. Gerade durch die verschiedenen Perspektivenwechsel, einerseits aus der Sicht des Antagonisten, andererseits aus der Perspektive von Foxx und dessen Freunden, wurde mir als Zuhörer nicht langweilig. Aber gerade weil die Handlungsstränge an manchen Stellen etwas komplex wurden, habe ich oben die hohe Altersbeschränkung angegeben. Das liegt nicht daran, dass ich den Inhalt der Geschichte zu "hart" finde. Ich war mir nur nicht sicher, ob ich ihn mit 15 oder 16 schon so spannend gefunden hätte, wie jetzt.

Auch durch die Aufmachung des Hörbuchs, die immer wieder eingespielte orientalische Musik an spannenden Stellen oder den Leser Matthias Koeberlin, machten das Hörbuch zu einem richtig lebendigen Erlebnis.

Ob mir die Geschichte realistisch vorkam, kann ich nicht sagen. Schließlich weiß ich nicht, ob man nicht irgendwann vielleicht doch in andere Zeiten reisen kann. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass, sobald ein Mensch, wie beispielsweise Antagonist Kaun, eine Menge Macht, Geld und Kontakte besitzt, er durch oftmals sehr unschöne Mittel zu seinem Ziel kommt. Oft bekommen wir solche Machtspielchen nicht mit, aber ich glaube, dass es hinter verschlossenen Türen oft zu dem ein oder anderen machtgierigen Gespräch kommt.

---------------------------------------

~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Emma braucht EURE FRAGEN

Hallo ihr Lieben,
Mein Wochenende war einfach nur genial. Der Messebericht wird in der kommenden Woche folgen. Isona hat fleißig fotografiert und schickt mir die Bilder demnächst. (Außerdem haben sie und Skyara von ihren Steckbrief Plänen erzählt...)

Nun habe ich aber eine andere wunderbare Nachricht bekommen. Und zwar darf ich Leandah, die diesjährige Popstars Band, interviewen.

Jetzt kommt ihr ins Spiel: Schickt mir bis Mittwoch eure Fragen an: EmmaZecka@gmx.de oder schreibt sie in die Kommentare.

Ich bin gerade absolut glücklich! :-)

viele Grüße und euch einen guten Start in die neue Woche.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Ge(h)Schichten goes FRANKFURT

Hallo meine lieben Freunde der guten Literatur,
nicht nur ich werde auf der Buchmesse zu finden sein. Auch meine zwei neuen Gastschreiberinnen Isona und Skyara machen die Messehallen unsicher.

Wo kann man uns treffen?

Isona und ich sind von Freitag morgen bis Samstag auf der Buchmesse 2015. Skyara stößt im Laufe des Samstages dazu.

Unser potentieller Terminkalender:

Freitag

Was: Andreas Eschbach spricht über AQUAmarin
Wann: 13:30 - 14:00 Uhr
Wo: Halle 3.0 E107,

Was: (Inoffizielles) Bloggertreffen
Wann: 14:00 – 15:00 Uhr 
Wo: Stand B37, Halle 4.1 Orbanism

Was: Autorengespräch: Der Selfpublisher als Selbstvermarkter
Wann: 15:30 - 16:00 Uhr
Wo: Halle 3.0 K31, Messegelände Kindle Direct Publishing CreateSpace  

Was: Mit neobooks in den Verlag: Dana S. Eliott
Wann: 16:00 - 17:00 Uhr
Wo: Self-Publishing Area, Halle 3.0 K9,
Samstag 

Um 12:00 Uhr habe ich meinen ersten und offiziellen Termin bei einem Verlag. Ich bin mega gespannt, wie das wird :-). Und natürlich werde ich berichten (wenn ich darf). 

Was: Warum Verlagsautoren Self-Publisher werden:
Wann: 13:15 - 13:45 Uhr
Wo: Self-Publishing Area, 3.0 K9,
Woran ihr uns erkennt...

Ich trage ein unverwechselbares Ge(h)Schichten T-Shirt.
Falls ich euch nicht erkenne: Sprecht mich einfach an. Ich hoffe, ich schaffe es auf den Namen "Emma" zu hören. So ein Pseudonym ist schon kompliziert :-).

Meine Vorfreude auf die Messe ist gewaltig.
In dem Fall lesen, schreiben wir uns frühestens Sonntag.

Aber vielleicht treffe ich ja auch den ein oder anderen vor Ort???

GE(H)FRAGT - Rosa Leber

Vor einer Weile durfte ich Rosa Leber, eine eBook Autorin aus Südbaden interviewen. Was sie mir so über das Schreiben erzählt hat, könnt ihr im folgenden Interview nachlesen.

Das Interview 

Rosa, Du bist eBook Autorin. Wie bist Du zum Schreiben gekommen? In welchen Genres bist Du unterwegs?

Ich habe mit einem Kinderbuch als ebook begonnen. Das lag erst mal geschlagene zwei Jahre auf meinem Rechner. Allerdings nur der Anfang. Ich wollte es dann mal irgendwann fertig machen.. Als ein alter Schulfreund von mir an Krebs verstorben ist, dachte ich mal wieder, dass das Leben kurz ist und nicht wartet. Also ran an die Buletten. Zu der Zeit hatte ich schon Kontakt mit Markus Kastenholz, der ja schon lange schreibt. Er war gerade an der Verwirklichung von Fleisch 2 und hat mir angeboten, ich solle doch noch so schnell wie möglich eine deftige Geschichte einreichen, was ich dann auch gemacht habe und meine Geschichte „Wunschkind“ wurde mit in das Buch genommen, welches ja auch in Druck ging. Das war natürlich aufregend und hat mich natürlich sehr gefreut. Anschließend habe ich eine Geschichte („Geliebter Stein“ auf Amazon erhältlich) über das wenig bekannte Thema „Objektophilie“ geschrieben. Da geht es um eine Liebesgeschichte zu einem leblosen Objekt, nämlich einem Turm. Das Thema ist wirklich faszinierend, da diese Menschen genauso empfinden, wie „Normalos“, sogar körperliche Beziehungen zu einem Turm, Auto oder zu einer Eisenbahn haben.


Um was geht es in Deinem aktuellen Roman?

Da geht es wieder ins Horror-Genre. Zwei Personen fahren in eine Hütte in Frankreich, welche sehr abgelegen liegt. Dort erleben sie zunehmend unerfreuliche Dinge. Was sie genau erleben, wird gerade zu Papier gebracht.


Wie lange schreibst Du an einem Projekt?

Schwer zu sagen, da ich immer in Etappen schreibe und das meistens dann, wenn ich von meinem Hauptbroterwerb Urlaub habe.


Wie ist der Prozess von einem fertigen Manuskript zum eBook? Welche Dinge müssen hierbei beachtet werden?

Bei Fleisch 2 musste ich mir keine Sorgen machen, da war ja praktisch alles schon fertig. Wichtig finde ich - gerade wenn man Selfpublishing betreibt - dass man sich ein gutes Cover gönnt. Diese Tools von Amazon sind doch sehr einfach und machen nicht viel her. Außerdem sollte schon ein Lektorat stattfinden, da man ja vieles auch oft nicht bemerkt, was ev. Noch etwas holpert.


Woher nimmst Du die Motivation zum schreiben?

Oft braucht es auch mal einen „Arschtritt“. Ich kann mich am besten motivieren, wenn mir jemand anders eine Pistole auf die Brust setzt oder es wirklich etwas ist, wo man sehr gerne dabei wäre. Ich lese lieber selbst faul auf der Couch.


Warum hast Du dich für das Selfpublishing entschieden?

Bei meinem ersten Projekt, dem Kinderbuch „Die kleine Nervensäge“ gab es für mich einfach keine andere Option. Ich hatte vorab schon mal einen Auszug an diverse Verlage geschickt aber die bekommen täglich körbeweise Manuskripte. Zu der Zeit war das Selfpublishing noch nicht in aller Munde-sonst hätte ich es vielleicht damals schon gemacht.


Wie bist Du mit anderen Autoren vernetzt? Wie habt ihr euch kennen gelernt?

Meistens über soziale Netzwerke, da man ja überall verstreut in Deutschland wohnt. Und wie das dann eben so ist, dann lernt man wieder diesen und jenen kennen und so ergibt sich doch so Einiges.


Und nun die berühmt berüchtigte peinliche Frage, mit der ich mich jederzeit kopfüber ins Fettnäpfchen befördern könnte: Heißt Du wirklich „Rosa Leber“ ? Wie oft bist Du schon auf Deinen Namen angesprochen worden?

Der Name ist nur bedingt ein Pseudonym, da er sich aus den Namen meiner beiden Großmütter zusammensetzt. Klar, wird da öfters mal gefragt. Ich finde den Namen übrigens orgineller, als meinen richtigen Namen. Zumindest was den Nachnamen angeht. Rosa ist nämlich tatsächlicher mein zweiter Name.


Welche Autoren dürfen in Deinem Bücherregal auf keinen Fall fehlen?

Greg F. Gifune, Graham Masterson, Die Bücher des Blutes von Clive Barker - es gibt sooo viele…..


Und zu guter letzt: Was kannst du angehenden Selfpublishern mit auf den Weg geben?

Nicht zu viel erwarten. Jeder kann sein Glück versuchen aber man wird weder beworben, noch steht ein Verlag dahinter. Und um aus dieser Masse raus zustechen, braucht es wirklich Glück und auch Talent. Man sollte also generell eher kleine Brötchen backen und nicht erwarten, den nächsten Harry Potter zu landen. Hoffen darf man natürlich trotzdem!

Dienstag, 13. Oktober 2015

Das finstere Tal

(Bild von Ullstein
Steckbrief 

Name: Das finstere Tal (auch als Film erhältlich)
Autor: Thomas Willmann
Verlag: Ullstein Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Thriller lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Ullstein

"Ein Fremder kommt in ein einsam gelegenes Hochtal. Er sei Maler und suche Quartier. Die Bewohner sind misstrauisch, lassen sich aber von seinem Gold überzeugen. Der erste Schnee schneidet das Tal von der Außenwelt ab. Das Leben im Dorf kommt zur Ruhe, man hat sich an den Fremden gewöhnt. Doch dann gibt es den ersten Toten, bald darauf einen zweiten. Eine dramatische Geschichte von Liebe und Hass, Schuld und Vergeltung nimmt ihren Lauf."


Meine Meinung 

Dieses Buch entdeckte ich beim großen Räumungsverkauf der Weltbild-Kette "Jokers". Es war also ein absoluter Zufall, dass mir der Roman in die Hände fiel. "Das finstere Tal" fiel mir aufgrund seines düster wirkenden Covers auf. Allerdings stelle ich fest, dass das im Internet gefundene Cover meinem Exemplar nicht ganz gleicht.
Der Klappentext machte mich ebenfalls neugierig auf die Geschichte: Was hatte der Fremde im Dorf verloren? Wie werden ihn die Dorfbewohner wieder los?

Allerdings bewies "Das finstere Tal" das aller Anfang schwer ist. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich in die Geschichte und den Schreibstil einzufinden. Der Grundkonflikt wurde zwar gut dargestellt, jedoch fragte ich mich, wo genau denn jetzt der Kick bestehe und wann es endlich zu den ersten merkwürdigen Situationen komme. Natürlich wurden hier und da Dinge angedeutet, jedoch war es mir zu wenig.
Doch nach den ersten 100 Seiten nahm der Roman dann urplötzlich an Fahrt auf. "Das finstere Tal" ändert beinahe buchstäblich seine Richtung.
Anfangs nimmt uns noch ein allwissender Erzähler mit auf die Reise. Er führt in die Rituale des Dorfes ein und beschreibt auch den Protagonisten Greider. Doch dann nimmt uns der allwissende Erzähler mit auf eine andere Reise: Nämlich, die einer Mutter, die mit ihrem Sohn eine neue Bleibe sucht.

Hier deute ich absichtlich die Verknüpfung zweier Handlungsstränge an, die den Spannungsbogen wahrhaftig anhob und mich förmlich an das Buch fesselte.
Nach den ersten 100 Seiten war ist dann zwar einiges an Spannung geboten, jedoch ist es für viele sicher ein Hindernis die ersten Seiten zu überstehen.

Thomas Wittmann hat einen schönen Schreibstil, der sich durch indirekte Rede kennzeichnet. Er arbeitet zudem mit vielen sprachlichen Bildern und baut seine Sätze über mehrere Zeilen hinweg aus. Demnach finden sich sehr wenige Dialoge in "Das Finstere Tal". Allerdings wird das Wesentliche der Geschichte sehr gut transportiert. Für mich war es zum einen wieder schön einen Roman zu lesen, der in diesem Stilmittel verfasst ist, zum anderen fand ich mich zu Beginn schwer in die Geschichte ein.

Meine Erwartungen an "Das finstere Tal" waren mittelmäßig. Ich hoffte, einen guten Thriller ergattert zu haben, in dem mich gut verstrickte Handlungsstränge erwarteten. Jedoch waren meine Erwartungen auch nicht übermäßig hoch. Schließlich muss ich zu meiner Schande gestehen, dass mir der Autor nichts sagte.
Umso mehr wurden meine Erwartungen also übertroffen. "Das finstere Tal" ist mein Lesehighlight im August 2015.

Wer Thriller mag, die von heute auf morgen ihre Richtung ändern, sollte sich "Das finstere Tal" unbedingt genauer anschauen. Jedoch kann ich mich den Pressestimmen nicht ganz anschließen. Ich finde nicht, dass es sich hier um einen historischen Roman handelt, da mir, dank des kurzen Klappentextes, nicht ganz klar war, in welcher Zeit die Geschichte spielte.

Samstag, 10. Oktober 2015

GE(H)SCHAUT - POPSTARS 2015 Das Finale - FAZIT

Heute war also das groß angekündigte, aber letztendlich klein ausgefallene Finale der Neuauflage von POPSTARS. Warum ich diesen Artikel schreibe? Weil ich auf eine neue Girlband aufmerksam machen möchte, die viel Potenzial hat, aber erst einmal gehört werden muss...


Der Weg bis zum Finale... 

Anders wie bisher wurde den Zuschauern diesmal eine Vorauswahl der Mädchen präsentiert. Der erfahrene Castingshow Zuschauer konnte nun beobachten, nach welchen Kriterien die Kandidaten ausgewählt wurden. Es ging nicht darum, das "Gesamtpaket" gleich auf Anhieb zu finden. Den Jurorinnen waren Ausstrahlung, Natürlichkeit und Stimme am wichtigsten.

Ich habe die ersten drei Sendungen gebraucht, um mich an das neue Konzept zu gewöhnen. Ich konnte die Mädchen nicht auseinander halten. Nur wenige hoben sich aus der kleinen Menge hervor. Schön fand ich, dass wir die Mädchen wieder bei dem Erarbeiten neuer Songs zusehen durften und die Sendung nicht überwiegend von irgendwelchen Skandalen oder Zickereien getragen wurde. Allerdings trug auch das dazu bei, dass es dem ein oder anderen Zuschauer schnell langweilig wurde. Schließlich ist ja klar, dass jede der Mädchen in die Band kommen möchte. Sonst hätte sie sich ja wohl kaum bei POPSTARS beworben oder?

Erst als der große Konflikt um Einzelgängerin Timea die Runde machte, bekam ich ein besseres Bild von den Kandidatinnen. Hier positionierten sich Einzelne ganz klar und blieben mir so mit ihren Ansichten im Gedächtnis.

Zu Beginn hatte ich mich gefragt, ob es die Jury wohl schaffen würde, eine gute Konstellation für das Finale zusammenzustellen. Und ich muss sagen: Selten war ich so zufrieden mit einer finalen Besetzung. Einzig und allein ein Mädchen habe ich nicht in der Band gesehen.


Die Show 

Die Mädchen eröffneten den Abend mit dem Cover von Taylor Swifts "Shake it off". Ein wunderbares Opening. Das Lied machte gute Laune und versprach eine gute musikalische zweistündige Unterhaltung.
Nachdem die Quoten von POPSTARS weiterhin in Richtung Keller rauschten, wurde das Finale weder live, noch zur Primetime gesendet. Ich bin sehr froh, dass die Sendung nicht ganz abgesetzt werden musste. Obwohl ich eine Livesendung schön gefunden hätte, war ich insgeheim ganz froh, dass das Finale schon um 18:15 Uhr ausgetragen wurde. So wusste ich, dass mir am Abend noch genug Zeit bleiben würde, ein Fazit zu schreiben :-).

Collien Ulmen-Fernandez, ehemalige Moderatorin beim Musiksender VIVA, sollte durch den Abend führen. Ich habe mich gefreut, endlich mal wieder eine Sendung moderiert von ihr zu sehen. Ich gehöre noch zu der Generation, die Nachmittage, oder den ein oder anderen Abend vor dem Fernseher verbrachte, um sich Musikvideos anzuschauen.
An sich gefiel mir ihre Moderation gut. Sie führte gekonnt durch das Finale und brachte hier und da einen leicht zynisch, ironischen Kommentar, der mich aber zum schmunzeln brachte. Nur die ein oder andere Frage schien etwas fehl am Platz. Aber sie hat es geschafft, aus einer kleinen Veranstaltung etwas Großes zu machen und dem Zuschauer ein minimales Finale Feeling zu geben.

Auch musikalische Gäste sollten heute nicht fehlen. Sarah und Pietro Lombardi wurden als Backstage Reporter angekündigt. Jedoch gab es da nicht viel zu berichten. Zum Schluss kam es aber doch zu dem ein oder anderen kleinen Interview. Hier stelle Pietro, die berühmt berüchtigte peinliche Frage, wer denn das letzte Bandmitglied werden solle. Natürlich ist das die Standard Frage, die im Finale oft gestellt wird. Schwierig wird es aber, wenn Bandkolleginnen darauf antworten sollen. Sarah rettete die Situation gekonnt und ersparte Selina so eine Antwort. Übrigens: Pietro und Sarah arbeiten an einem neuen Album. Ihre "Nimmerland"- EP ist bereits erschienen. Hand aufs Herz: Wenn beide englische Lieder performen, gefallen sie mir besser. Dennoch bin ich gespannt, wie das neue Album aussehen wird.


Leandah

Nach und nach wurde ein Geheimnis nach dem anderen gelüftet. Vier Bandmitglieder sollten es werden. Der Bandname ist "Leandah" und die erste Entscheidung bestand darin, dass prompt das erste Bandmitglied gefunden wurde.

Zum Namen: Ich finde der Name klingt interessant. Er lässt musikalisch viel Spielraum offen. Die Lieder können sowohl deutsch- als auch englischsprachig sein. Auch was den Musikstil betrifft, sind erstmal keine Grenzen gesetzt. Und: Alle mal besser als Melouria! :-)

Die Konstellation: Es ist beinahe meine Traumkonstellation zustande gekommen. Ich finde die Besetzung passt wunderbar zusammen. Ich habe das Gefühl, dass sich die Mädchen untereinander verstehen und auch Lust auf die gemeinsame Reise haben. Mit anderen Konstellationen hätte es wahrscheinlich mehr Konflikte und Startschwierigkeiten gegeben. Mit den Teamplayern Sabrina und Selina, die beim Halbfinale die Führung ihrer jeweiligen Gruppe übernommen haben, sehe ich viel Potenzial, dass sie aus der Band das bestmöglichste herausholen können.

Die Mitglieder... 

Alena: Alena ist mir von den Kandidatinnen als Erste im Gedächtnis geblieben. Das lag zum größten Teil an ihrem schwäbischen Dialekt. (Ja da erkennt man halt, wer aus dem "richtigen" Bundesland kommt :-) ). Natürlich konnte sie mich auch stimmlich sofort überzeugen. Unsicherheiten habe ich bei ihr nicht bemerkt. Außerdem: Sie ist 16 Jahre alt! Da kann man nicht so von heute auf morgen seine Persönlichkeit finden. Da ist man mittendrin sich selbst zu entdecken. Auch bei Leandah sticht Alena stimmlich positiv hervor. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Ich bin sehr froh, dass sie es in die Band geschafft hat.

Patti: Patti hat eine sehr interessante Stimmfarbe mit großem Wiedererkennungswert. Allerdings habe ich den Eindruck, dass sie Mühe hat längere Töne halten zu können. Aber ich denke, dass ist etwas, woran man arbeiten kann. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sie ziemlich lebendig ist. Und genau solche Leute braucht es für eine Band :-).
Was mich aber stört: Die Jury bemängelte, dass sie nicht genügend "Frau" ist. Ich finde ihr Stil hat mir am Anfang besser gefallen. Patti braucht für mich - genauso wenig wie die anderen Kandidaten - keine Tonnen von Schminke oder Meter hohe High Heels um aufzufallen. Bei einer Band geht es für mich um Stimme und Sympathie. Und nicht um Optik und Bühnenshow. Die Jury betonte, wie natürlich sie die aktuelle Besetzung finde. Ich hoffe, dass sich die Mädchen am Ende nicht selbst verlieren.

Selina: Mit Selina konnte ich zu Beginn nicht viel anfangen. Auch sie brachte musikalisch sehr viel Talent mit. Auf mich machte sie aber einen ernsten, verbissenen und verschlossenen Eindruck, was mit Sicherheit auch daran lag, dass die Unterstützung von der Heimat aus Sicht des Zuschauers erstmal aus blieb. Doch gerade in den letzten drei Sendungen wurde sie weicher. "Die Mauer" um sie herum war nun endlich eingerissen.

Sabrina: Bei Sabrina habe ich das Gefühl, dass sie richtig Lust auf das neue Abenteuer hat. Sie sprüht voller Ideen und voller Tatendrang, entwickelt neue Choreografien und schafft es die Führung der Gruppe zu übernehmen, ohne diese zu dominieren. Mir ist sie durch ihre Flexibilität und ihr großes Teamplay positiv aufgefallen.


Die Musik 

Anscheinend versucht Leandah erst einmal mit deutschsprachiger Musik die Charts zu erreichen. An diesem Abend performten sie nicht nur ein selbst erarbeitetes Lied, das mir aufgrund seines guten Arrangements im Gedächtnis blieb, sondern auch ihre erste Single: Tage wie Juwelen.
Aber hört selbst...


Leandah - Tage wie Juwelen 
Das Lied hat Ohrwurm Qualität. 
Ich finde den Text wunderschön und auch die Melodie gefällt mir richtig gut. Es ist wirklich frustrierend festzustellen, dass ich kein iTunes Guthaben mehr habe, um mir das Lied kaufen zu können :-). 

Die erste Single von Leandah macht mich sehr neugierig auf das was hoffentlich noch kommen mag. Aber mehr dazu im... 


Ausblick 

Leandah haben keinen einfachen Start. Der große Erfolg von POPSTARS 2015 ist aus geblieben. Schon kurz nach dem Finale hagelt es jede Menge böser Kommentare zur neuen Band. Ich hingegen freue mich einerseits total über die schöne Besetzung aber auch über die gelungene Single. 

Die letzten POPSTARS Bands konnten mich entweder musikalisch, oder menschlich nicht überzeugen. Bei Leandah passt endlich einmal wieder beides zusammen. Ich hoffe wirklich, dass trotz schlechter Quoten, Kommentare und Kritiken, der Band die Möglichkeit gegeben wird, etwas Eigenes zu erarbeiten und einen Stil zu finden, mit dem sie sich wohlfühlen. 

Dienstag, 6. Oktober 2015

Zwanzig Zeilen Liebe

Bild von
 
Piper Verlag 
Steckbrief 

Name: Zwanzig Zeilen Liebe (auch als Hörbuch vorhanden)
Autor: Rowan Coleman
Verlag: Piper Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne berührende Geschichten lesen,
Gelesen oder gehört: gelesen als Taschenbuch
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Piper Verlag

"Manchmal können zwanzig Zeilen die Welt bedeuten

Sorg dafür, dass dein Vater sich wieder verliebt. Iss jeden Tag Gemüse. Trau keinem Mann mit übermäßigem Bartwuchs. Tanz auf meiner Beerdigung zu Dean Martin. Nacht für Nacht bringt Stella diese und andere Zeilen zu Papier. Doch es sind nicht ihre eigenen Gedanken und Wünsche. Die Hospizschwester schreibt Abschiedsbriefe im Auftrag ihrer schwer kranken Patienten und überreicht deren Nachrichten, nachdem sie verstorben sind. Bis sie einen Brief verfasst, bei dem sie keine Zeit verlieren darf. Denn manchmal lohnt es sich zu kämpfen: Für die Liebe. Für das Glück. Für den einen Moment im Leben, in dem die Sterne am Himmel ein wenig heller leuchten …"

Meine Meinung 

ACHTUNG: KANN SPOILER ENTHALTENd

"Zwanzig Zeilen Liebe" begegnete mir genau zweimal bevor es vorübergehend in mein Regal einzog. Zuerst berichtete Martin von Buchwellenreiter über die Neuerscheinung. Schon hier war mein Interesse für diese Geschichte geweckt. Der Roman klang ziemlich tiefgründig. Jedoch war ich mir noch nicht ganz sicher, ob die Geschichte wirklich etwas für mich war. Dann wurde bei der Plattform "Was liest du?" für eine gemeinsame Leserunde geworben. Kurzerhand bewarb ich mich und bekam das Buch wenige Tage später zugeschickt.

Bei "Zwanzig Zeilen Liebe" sticht mir das Cover sofort ins Auge. Es ist schlicht gehalten. Der Titel des Romanes nimmt das ganze Cover ein. Der Hintergrund wird von Wölkchen geschmückt. Gerade diese Schlichtheit untermalt die Geschichte sehr gut. Auch der Klappentext ist gut auf die Geschichte abgestimmt und fasst diese gelungen zusammen, ohne zu viel zu verraten.

Der Inhalt von "Zwanzig Zeilen Liebe" gab mir aber ordentlich zu denken. Gerade die ersten Seiten haben mich gleich zu Beginn ziemlich bewegt. Ich wurde wehmütig und ahnte, worauf ich mich hier eingelassen habe.
Dann wurden die verschiedenen Charaktere eingeführt. Wir erleben Krankenschwester Stella, die als Nachtschwester in einem Hospiz arbeitet und privat um ihre große Liebe, einen aus dem Krieg zurückgekehrten Soldaten, kämpft.
Der zweite Charakter des Romanes ist die 21-jährige Hope. Sie ist von Geburt an an Mukoviszidose erkrankt und dem Tod buchstäblich von der Schippe gesprungen. In dem Hospiz, welches nicht nur als "Sterbe Einrichtung" sondern auch als Rehabilitationseinrichtung fungiert, soll sie wieder zu Kräften kommen.
Der dritte und letzte Charakter ist der Historiker Hugh. Was er mit der Geschichte zu tun hat, ist lange nicht klar. Doch dann kommt eine glückliche Fügung des Schicksals und sein Leben gerät außer Kontrolle...

Ich habe den Eindruck, dass diese drei Charaktere die verschiedenen Perspektiven von Liebe, bzw. der Definition von Leben beleuchten sollen. Hope hat Angst vor dem Leben. Schließlich könnte jeder Atemzug der letzte sein. Stella wünscht sich eine normale Ehe zurück, in der sie ihrem Partner nicht ständig aus dem Weg gehen muss. Und Hugh? Er ist auf der Suche nach der großen Liebe, weiß es aber noch nicht wirklich.

Leider konnten mich die Charaktere nicht vollständig fesseln. Die verschiedenen Perspektiven fand ich zu Beginn zwar interessant, jedoch passierte mir zu wenig. Der Klappentext deutet eine tiefgründige Geschichte an. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sich unsere drei Protagonisten oft im Kreis drehen. Das, was ansatzweise Tiefe ist, wird dem Leser in den Dialogen oder teils auch Monologen vorgekaut. Das fand ich etwas schwach. Zudem hatte ich das Gefühl, dass sich sowohl Hope als auch Hugh nicht ihrem Alter entsprechend verhalten. So hatte ich auch Mühe, mich in sie hineinversetzen zu können, weil ich ihre Handlungen nicht wirklich nachvollziehen konnte. Hope war mir zu pubertär und auch Hugh schien mir allein von seinem Verhalten viel zu jung. Wären beide Charaktere jünger gewesen, hätte ich mich mit ihrem Verhalten anfreunden können.

Aber ich muss auch sagen, dass die Handlungsstränge in "Zwanzig Zeilen Liebe" stellenweise gut miteinander verknüpft sind. Ich hatte zwar schnell herausgefunden, wie ich Hugh in der ganzen Geschichte einordnen musste. Er wurde aber vor eine wichtige Frage gestellt, die beinahe bis zum Schluss offen bleibt. Zudem arbeitet Rowan Coleman mit interessanten Stilmitteln: Beispielsweise gibt es eine Katze, die alle drei Handlungsstränge miteinander verbindet. Und am Anfang bzw. Ende jeden Kapitels baut Coleman die Briefe der Hospizgäste ein. Der ein oder andere Brief hat mehr mit der Geschichte zu tun, allerdings sind die meisten Briefe mehr in sich abgeschlossene eigene Geschichten, die mich aber sehr berührt haben.

Der Spannungsbogen hat mich aber nicht wirklich überzeugt. Einerseits wollte ich zwar wissen, wie es ausging, andererseits hatte ich das Gefühl, dass sich alle Handlungsstränge mehr oder weniger wiederholen und die Entwicklung der Charaktere oft nur in den Dialogen deutlich wird. Und hier wurde mir dann zu viel vorgekaut.

Rowan Coleman hat aber einen sehr gut und leicht zu lesenden Schreibstil. Die Briefeder Hospizgäste haben es mir sehr angetan. Diese in sich abgeschlossenen Geschichten haben mich hin- und wieder richtig gepackt und beinahe zum weinen gebracht.

Bei den Haupthandlungssträngen hätte ich mir aber gewünscht, dass der Roman mehr in die Tiefe geht. Anhand der Briefe habe ich gemerkt, dass Coleman den Inhalt durchaus transportieren kann. Mir war das meiste aber zu oberflächlich gehalten.

Ich möchte mich nochmals beim "Was liest du?"- Team bedanken, dass ich die Möglichkeit hatte, an der Leserunde teilnehmen zu dürfen. Obwohl mich der Roman nicht wirklich packen konnte, hätte ich es wahrscheinlich bereut ihn nicht gelesen zu haben, weil ich mich so immer gefragt hätte, was es wohl mit dieser Geschichte auf sich hat.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich aber mehr erwartet hätte. Es kann sein, dass ich den Roman zum falschen Zeitpunkt entdeckt habe. Momentan würde ich ihn aber nur bedingt weiterempfehlen.


---------------------------------------

* Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde bei "Was liest du?" gewonnen.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Schreibmarathon - Das Jahresprojekt FAZIT


ZAHLEN UND FAKTEN 

Geschriebene Wörter: 5.722 Wörter
Ziel des Jahres: 73.000 Wörter 
Insgesamt geschafft: 58.502 Wörter 


MEINE EINDRÜCKE

Im September ging es um die Wurst. Ich wollte mein Ziel unbedingt erreichen und fing wieder an beinahe jeden Blogbeitrag zu zählen. Ich rechtfertigte mich darin, dass ich mir zu Beginn des Marathons auch erlaubt habe, Blogbeiträge miteinzubeziehen. Da ich die letzten Tage im September nicht, wie geplant, durchschreiben konnte, sondern einen spontanen Kurzurlaub eingelegt habe, musste mein Jahres Wortziel darunter leiden. 

Aber ich bin mit dem Jahresschreibmarathon 2015 trotzdem total zufrieden. Ich habe es, wie schon so oft erwähnt, endlich wieder geschafft ein Projekt zu beenden. Die Beiträge sind schon geplant. Ihr werdet sie im Dezember zu lesen bekommen. Ich werde immer aufgeregter und freue mich sehr auf eure Meinung(en). 

Außerdem hätte ich nie damit gerechnet, dass sich auf Anhieb so viele Leute für das Projekt "Schreibmarathon" begeistern lassen. Ich konnte sogar eine kleine Teilnehmerliste anlegen. Mit der Zeit wurden wir zwar alle mehr oder weniger vom Leben eingeholt und das Schreiben lag erstmal auf EIs, jedoch gibt es schon Interessenten und Ideen für eine Jahresschreibmarathon Ausgabe 2016. Aber dazu lade ich frühestens Ende November / Anfang Dezember ein. Also keine Panik! :-) 

Ich würde auch mal behaupten, dass ich während des Schreibmarathons viel über das Schreiben nachgedacht habe, bzw. mir überlegt habe, was ich brauche, um wirklich kreativ schreiben zu können. Hier habe ich ein paar Ideen entwickelt, die ich gerne einmal ausprobieren möchte. 


IN DIESEM SINNE... 

bedanke ich mich fürs mitlesen, mitschreiben und mitfiebern. Ich hoffe, den ein oder anderen beim nächsten Projekt wieder mit an Bord zu haben. 

viele Grüße und einen guten Start in den literarischen Oktober! 
Emma

Wie beschaffe ich mir Fachliteratur?

Bereits veröffentlichte Artikel 

Bewerben für die Ausbildung / das Studium - HIER KLICKEN
Wo und wie beantrage ich Hilfsmittel - HIER KLICKEN
Wie bewerbe ich mich für ein Praktikum? - HIER KLICKEN
Was muss ich für Prüfungen beachten? - HIER KLICKEN
Umgang mit der Sehbehinderung eigene Erfahrungen - HIER KLICKEN
Wie arbeite ich mit einer Gesetzessammlung? - HIER KLICKEN


Vorwort

Und nun wird es wieder Zeit für einen neuen Beitrag. Diesmal werde ich euch ausnahmsweise mal nichts über das Thema Bewerbungen erzählen.

Wer mit dem Studium beginnt, wird schnell feststellen, dass Fachliteratur das A und O ist. Einige Dozenten erklären zwar, dass man die Sachliteratur für ihre Vorlesungen nicht brauche, jedoch wird man spätestens bei den Klausurvorbereitungen, Hausarbeiten, oder Referaten mit dem Thema konfrontiert. Damit ihr euch nicht voller Panik in euer stilles Kämmerchen zurückzieht und euch fragt, wie ihr diesen Berg am besten bearbeiten sollt, möchte ich euch hier ein paar Tipps zusammenstellen.


Vorab: Ohne passende HILFSMITTEL geht gar nichts

Wenn ihr mit Fachliteratur arbeiten wollt, braucht ihr auch die richtigen Hilfsmittel, die euch dabei helfen.
Das können beispielsweise sein:

- ein Scanner mit einer Buchkante
- eine Software, die den eingescannten Text erfasst (z.B. AbbyFineReader, OpenBook).

Für Sehbehinderte:
- Ein Bildschirmlesegerät
- eine Handlupe

Wie ihr das passende Hilfsmittel findet und beantragt könnt ihr HIER nachlesen.


Bibliothek eurer Universität 

Diese Möglichkeit wird vor allem denjenigen von euch weiterhelfen, die entweder etwas mit Schwarzschriftbüchern anfangen können, oder eine Studienassistenz haben, die beim Digitalisieren von Texten unterstützt.

Außerdem gibt es Universitätsbibliotheken, die Arbeitsräume für Blinde und Sehbehinderte anbieten. Hier gibt's dann Computer mit Sprachausgaben und Vergrößerungssoftware, oder eben die Möglichkeit Texte vor Ort einzuscannen.

Beispiel: Bücher lese ich am liebsten am Bildschirmlesegerät. Allerdings nicht, wenn ich mit der Literatur arbeiten muss. Um Texte in Hausarbeiten oder Referaten verwenden zu können, habe ich diese aber lieber digital, da ich sie so nicht abtippen muss und es am PC auch bequemer zu lesen ist.
In der Bibliothek bin ich aber mit einer Handlupe ausgestattet, mit der ich die Inhaltsverzeichnisse meiner favorisierten Bücher überfliegen und schauen kann, ob die Themen abgedeckt werden, die ich brauche.
Zudem haben die meisten Universitätsbibliotheken Onlinekataloge und mit viel Glück sogar digitale Medien.


Internetplattformen mit Fachliteratur für blinde und sehbehinderte Studierende 

e-dig: e-dig ist eine Plattform in der ihr leichter an barrierefreie Bücher kommt. Ihr könnt dort zum einen Fachliteratur erwerben, könnt aber auch - soweit ich das verstehe - bereits erworbene PDF Dokumente einreichen, die dann in ein barrierefreies Medium umgewandelt werden.

gesetze-im-internet: Diejenigen, die sich während ihres Studiums mit rechtlichen Grundlagen auseinandersetzen müssen, finden hier eine sehr aktuelle Website mit ganz vielen Gesetzestexten.

Eldorado / Sehkon: Die Universitätsbibliothek Dortmund stellt Blinden und Sehbehinderten ein breites Angebot zur Verfügung. Um dieses Angebot nutzen zu können, müsst ihr aber nicht aus Dortmund kommen, bzw. dort studieren.
Angefangen bei einer Volltextsuche bis hin zu einem Katalog mit der digital vorliegenden Fachliteratur. Dieser Katalog hat mir schon sehr viel Arbeit erspart und mich mit guter Fachliteratur versorgt. Zudem könnt ihr euch, wenn ihr ein Buch dringend benötigt, auch jederzeit an die Mitarbeiter des Service Teams wenden. Allerdings müsst ihr euch erstmal vorab für das Angebot registrieren. Hier bekommt ihr eine Nutzungsbedingung per Post geschickt. Diese müsst ihr unterschrieben mit einer Kopie eures Schwerbehindertenausweises zurücksenden. Dann werdet ihr frei geschaltet, und los geht's mit der Recherche.


Kontakt zu Fachverlagen 

Wenn ihr ein Fachbuch braucht, dass über 1000 Seiten lang ist und das es wohl wirklich nicht als eBook gibt, wäre da noch folgende Option: Ihr nehmt Kontakt zu den Verlagen auf, die das Buch anbieten. Glaubt mir: So viele Seiten wollt ihr wirklich nicht freiwillig einscannen!

Hier habe ich bisher zwei positive Erfahrungen gemacht. Ich habe an beide Verlage geschrieben, meine Situation erklärt, also das ich sehbehindert bin, das Fachbuch gerne in PDF Format zum Normalpreis erwerben möchte. Zudem habe ich auch angeboten einen Nachweis über meine Behinderung (also Kopie des Schwerbehindertenausweises) einzusenden.
Hierbei reagierten beide Verlage sehr entgegenkommend. Daher empfehle ich:

Frankfurter Fachhochschulverlag: Hier gibt's allerhand Material über rechtliche Grundlagen in der Sozialen Arbeit. Beispielsweise wurde uns im Studium die Gesetzessammlung des Verlages empfohlen.

C.Beck: Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Fachverlag. Hier gibt's u.a. Begleitliteratur zu den Gesetzestexten.


IHR SEID GEFRAGT 

Hat euch dieser Artikel weitergeholfen?
Habt ihr selbst schon Erfahrung in der Literaturbeschaffung gemacht?
Könnt ihr noch andere Websiten empfehlen?
Welche Themen wünscht ihr euch für die nächsten Beiträge in dieser Kategorie?