Samstag, 31. Januar 2015

Mein Januar 2015

Am Freitag fiel mir plötzlich auf, dass am Sonntag ja bereits der Februar beginnt. Schuldbewusst bemerkte ich, das ihr bis jetzt auf den Monatsrückblick warten musstet... Also hier ist er. Ich wünsche viel Spaß beim lesen.

viele Grüße
Emma

Gelesen im Januar 

"Die im Dunkeln sieht man doch" von Barbara Vine

(Bild von amazon)

(Beschreibung von Buchhandlung Rombach)
"Die Geschichte der Vera Hillyard, einer der letzten Frauen, die in England gehenkt wurden. Briefe, Interviews, Erinnerungen, alte Photographien fügen sich zum Psychogramm einer Familiensaga des Wahnsinns. Barbara Vine entblättert die Scheinidylle eines englischen Dorfe und entblößt ein Moralkorsett, das nur noch mit Mord gesprengt werden konnte."




"Passagier 23" von Sebastian Fitzek 

(Bild von Bastei Lübbe)





(Inhaltsangabe von Bastei Lübbe

"Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es passierte während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff Sultan of the Seas – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der Sultan kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. …"


"Silber - Das zweite Buch der Träume" 

(Bild von Argon Verlag


(Beschreibung von Argon Verlag)

"Das zweite Buch der Träume, die hinreißende, spannende Fortsetzung derSilber-Trilogie!

Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum schlafwandelt ihre Schwester Mia plötzlich?
Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und außerdem mit der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts ..."

Abgebrochen: "Schwesterlein, komm tanz mit mir" von Mary Higgins Clark, "Der blendende Spion" von John le Carre


Situation des Monats 

Diese Woche an der Straßenbahnhaltestelle: Ich quälte mich geradezu aus dem Haus. Die anstehende Erkältung steckte mir schon in den Knochen, meine Konzentration lief nicht gerade auf Hochtouren und mein Körper wäre lieber im Bett geblieben. Aber: Die Vernunft feuerte an und rief: "Die letzte Woche! Bald gibt's Prüfungen!".
Während ich so vor mich hin dämmerte, auf meine Bahn wartete, wurde ich angesprochen. Ein Mann, begleitet von einer Frau wollte von mir wissen:
"Darf ich für Sie beten?".
In meinem Gehirn begann es zu rattern. Beten... Pro Contra...? Warum eigentlich nicht, wenn es den Herrn glücklich macht... Mir täte es ganz bestimmt nicht weh. Immerhin bin ich ja nicht ungläubig, aber dieses Thema wäre wohl eher ein Fall für "Emma denkt"...
Ich also: "Von mir aus"- werde von ihm unterbrochen.
Er: "Damit Sie wieder gut sehen und ein Auge bekommen."
Mich packt die Idee, ihm erklären zu wollen, dass das eine mit dem anderen wahrscheinlich nicht viel zu tun hat.
Ich: "Ja aber ich glaube nicht, dass es was bringt-"
Die Frau wirft ihm einen fragenden Blick zu.
Er: "Ich glaube daran."
Ich in Gedanken: "Schön wär's. Ein zweites Auge wäre gar nicht mal so schlecht, falls die Erstbesetzung mal den Geist aufgeben sollte..."
Er segnet mich, wirkt zufrieden.
Er: "Beten Sie das Vater unser. Vielleicht klappt es nicht sofort, aber wenn Sie daheim sind."
Die Bahn kommt und wir gehen wieder unserer Wege.

Was gab's zu erzählen?

Emma denkt: Lies mich, like mich lieb mich!

Rezensionen aus der Konserve: Harry Potter und der Halbblutprinz

Rezensionen:
Die im Dunkeln sieht man doch 

Silber - Das zweite Buch der Träume Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Emma fragt: Rebecca von Bastei Lübbe 

Wortreich - Was zwischen den Zeilen passiert: Kapitel 3

Zitat des Monats 

Die Situation: Dschungelprüfung. Ein Quiz. Kandidatin Tanja muss Fragen beantworten und hat ziemlich viele falsche Antworten. Am Ende der Prüfung.

Daniel:
"Tanja, dass war schon ziemlich gut.
Außer das was falsch war." 


In diesem Sinne... 

wünsche ich euch einen guten Start in den Februar.
Ich hoffe ihr habt den ersten Monat des Jahres gut verdaut.
viele Grüße
eure Emma 

Donnerstag, 22. Januar 2015

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes



Bild von amazon 


Steckbrief

Name: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (auch als Buch und Film* erhältlich)
Autor: J. K. Rowling 
Verlag: Der Hörverlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Fantasy Geschichten lesen
Gelesen oder gehört: gehört in vollständiger Fassung
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(Beschreibung von Der Hörverlag)

"In Hogwarts ist nichts mehr so, wie es einmal war und eine Rückkehr kommt für Harry Potter nicht in Frage. Er muss die Suche nach den Horkruxen, die er mit Professor Dumbledore begonnen hatte, fortsetzen. So begibt er sich, gemeinsam mit Ron und Hermine, auf die Reise, um die Horkruxe zu zerstören. Nur so kann er gegen die Gewaltherrschaft Lord Voldemorts kämpfen und ihm am Ende gegenübertreten."


Meine Meinung 

Nun bin ich also beim letzten Band der "Potter"- Reihe angekommen. Die Geschichte geht in Richtung Zielgerade. Einerseits habe ich mich auf den letzten Band gefreut, da hier vieles aufgeklärt, oder zusammengeführt wird. Andererseits sollte das auch ein Abschniednehmen von wundervollen Charakteren und einer sehr gelungenen Hörbuchreihe werden.

Angefangen bei der Gliederung hat dieses Hörbuch wieder die volle Punktzahl erreicht. Rufus Beck liest auch wieder hervorragend. Jeder Charakter bekommt ein Gesicht und größtenteils einen eigenen Dialekt verliehen. Außerdem schafft er es die passende Stimmung zur richtigen Situation zu transportieren. Nachdem ich für die Rezensionen nach passenden Hörbuch Verlinkungen recherchiert habe, habe ich entdeckt, dass es mittlerweile eine Neuauflage der Hörbuchfassungen gibt. Ich kann mir Harry Potter ohne Rufus Beck irgendwie überhaupt nicht vorstellen!

Inhaltlich kommen Fantasy Fans auch hier auf ihre Kosten. Harry, Ron und Hermine müssen die Horkruxe finden, um den Erzfeind Voldemord endgültig vernichten zu können. Doch wo sollen sie mit der Suche beginnen?
Ein Vorurteil sämtlicher Fantasy Romane ist, dass die Romane ja gar nicht in der Realität spielen und sich somit die Frage gestellt wird, warum man sich nicht mit der Realität, sondern mit einer fantastischen, fiktiven Welt befassen sollte. Interessant finde ich aber hier, dass sich inhaltlich Parallelen zu historischen Ereignissen erkennen lassen. Die reinblütigen Zauberer, angeführt von Voldemord, haben etwas gegen Muggel, nicht magische Menschen, oder Zauberer, die mit Muggeln befreundet, bzw. verheiratet sind. Gerade im letzten Band wird beschrieben wie Muggel, oder Muggelfreunde gefoltert, oder ausgegrenzt werden. Sehr gut getroffen finde ich eine Standbild, welches am Zaubereiministerium zu finden ist. Hier werden Zauberer über einem Berg von Muggeln dargestellt. Fakt ist: Reinblüter möchten eine "saubere" Weltordnung erschaffen, in der die Rollen klar verteilt sind. Na, wem kommt das bekannt vor? Ja, auch mich hat es an die Ideologie des Nationalsozialismus erinnert.
Wunderschön und vor allem sehr detailliert beschrieben finde ich auch hier wieder die Charaktere der Geschichte. Nebenstränge, die im Film überhaupt nicht zur Geltung kommen, werden im Buch wunderbar aufgelöst. (Ich könnte hier Beispiele nenen, möchte aber nichts vorweg nehmen).

Der Spannungsbogen der Geschichte wurde ebenfalls wunderbar gehalten. Harry, Ron und Hermine verbringen auf der Flucht vor dne Schwarzmagiern und der Suche nach den Horkruxen. Hier wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt und jeder gelangt auf seine Weise an seine Grenzen. Gerade die Flucht finde ich sehr gut beschrieben, weil selbst in den wenigen ruhigen Momenten etwas passiert und der Spannungsbogen so nie rasant steigt und plötzlich wieder abflacht.

J.K. Rowling hat mich auch hier wieder mit wunderschönen Dialogen oder Situationsbeschreibungen überzeugt. Wie oben schon erklärt, gefällt mir gerade ihre Liebe zum Detail. Jeder Strang wird passend aufgelöst.

Mein Gesamteindruck von der Harry Potter Reihe ist sehr positiv. Besonders gut an "Harry Potter und den Heiligtümern des Todes" gefällt mir, dass Rowling, im Gegensatz zu anderen Fantasyautoren, kein "Schwarz / Weiß"- Denken an den Tag legt. Während Dumbledore lange als das Gesicht des Guten galt, kommen gerade im letzten Band seine dunklen Seiten ans Licht. Snape, der seit dem ersten Teil der verhassteste Lehrer von ganz Hogwarts ist, macht in Band 7, die Eigenschaften des Hauses Slytherin zu positiven Merkmalen. Übertragen auf das Leben könne nwir also sagen, dass jeder Mensch Fehler macht und niemand von Grund auf Böse ist.

Zusammenfassend kann ich sagen: Wer sich für Fantasy Klassiker interessiert sollte sich unbedingt der Harry Potter Reihe widmen. (Sie hat ganze Generationen geprägt :-) ).

* Beachte: Der Film ist in zwei Teile unterteilt. Die Verlinkung führt ausschließlich zum zweiten also allerletzten Band. 

Mittwoch, 14. Januar 2015

SIlber - Das zweite Buch der Träume

Bild von Argon Verlag 
Steckbrief 

Name: Silber - Das zweite Buch der Träume (auch als Buch erhältlich)
Autor: Kerstin Gier
Verlag: Argon Verlag
Geeignet für: Fans von Kerstin Gier; Menschen, die gerne fantastische Geschichten, oder Jugendbücher lesen
Gelesen oder gehört: gehört in ungekürzter Fassung
Sprecher: Simona Pahl
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext

(von Argon Verlag)

"Das zweite Buch der Träume, die hinreißende, spannende Fortsetzung derSilber-Trilogie!

Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum schlafwandelt ihre Schwester Mia plötzlich?
Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und außerdem mit der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts ..."


Meine Meinung 

Von "Silber - Das erste Buch der Träume" war ich wirklich begeistert. Deswegen stand für mich fest, dass der zweite Band der Reihe auf jeden Fall auf meinen Weihnachtswunschzettel gehörte. Und er wurde erfüllt!

Simona Pahl hat die Geschichte wieder einmal wunderbar gelesen. Gerade ihre Imitation des großmütterlichen Drachens, der von sen Silver Schwestern einen Spitznamen aufgedrückt bekommt, hat mir sehr gut gefallen.
Simona Pahl schafft es nicht nur den Figuren ein Gesicht zu geben, sondern die Stimmung der Situationen perfekt zu vermitteln und durch ihre Lesung zusätzlich zu untermalen. Außerdem finde ich es schön, dass auch der zweite Band der Silber-Reihe von ihr gelesen wurde. (Die Edelstein-Trilogie beispielsweise hat unterschiedliche Sprecherinnen).

Ich habe mich wirklich sehr gefreut in Livs (Traum)Welt eintauchen zu dürfen. Gerade das Wiedersehen mit den bekannten Charakteren war sehr schön. Unmerklich ließ sich auch beobachten, wie eine Weiterentwicklung der Charaktere stattgefunden hat.
Kerstin Gier hat im zweiten Band neue Facetten der Traumwelt aufgezeigt, wie beispielsweise das Schlafwandeln von Mia. Zudem müssen Liv und ihre Freunde feststellen, dass sich ungebetene Gäste in ihre Träume schmuggeln und sich dort ziemlich ausbreiten. Außerdem gefällt mir, dass Kerstin Gier die Geschichte in einem klaren Rahmen hält. Sie schreibt die Handlung um die bereits bestehenden Charaktere. Gut herausgearbeitet finde ich auch, dass Liv mit "realen" Konflikten wie beispielsweise der Tatsache, dass sie anscheinend überhaupt nichts über ihren festen Freund Henry weiß, herumschlagen muss. Auch den Konflikten, die in der Traumwelt ausgetragen werden, liegen Situationen aus dem echten Leben zugrunde.

Allerdings muss ich sagen, dass der Spannungsbogen diesmal nicht ganz bei mir ankam. Natürlich interessierte mich, was in Henrys Leben vor sich geht und warum er es nicht mit Liv teilt. Auch warum Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln anfing, weckte mein Interesse. Ich konnte die Steigerung der Geschichte zwar erkennen, jedoch kam der "erhöhte Adrenalinspiegel" gar nicht bei mir an. Ich glaube aber, dass es eher an meiner Stimmung als an der Geschichte liegt. Ich hatte zudem den Eindruck, dass die Traumwelt noch weitere Facetten mit sich bringt auf die aber nur oberflächlich eingegangen wurde. Hier fehlte mir die Tiefe, wobei ich glaube, dass meine Ansprüche an dieser Stelle auch einfach zu hoch sind.

Kerstin Giers Schreibstil hat mich auch diesmal wieder sehr gut unterhalten. Sie schafft es eine Geschichte lebendig zu erzählen und hierbei sowohl Situationen als auch Dialoge wunderbar zu beschreiben. Gerade der ein oder andere Dialog brachte mich zum schmunzeln. Zudem sorgt der Schreibstil dafür, dass ich als Leser keine Mühe hatte, in die Geschichte einzutauchen. Ich habe sie quasi in einem Rutsch gehört. (Ich glaube ein Hörbuch in zwei Tagen durchzuhören ist fast eine Art neuer Rekord).

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich die Geschichte von "Silber - Das zweite Buch der Träume" zwar gut unterhalten hat, ich mir hier und da aber etwas mehr Spannung erhofft hatte. Ich bin daher gespannt, was der dritte und letzte Band der Trilogie bereithält.

Sonntag, 11. Januar 2015

GE(H)FRAGT - Rebecca von Bastei Lübbe




Ihr Lieben!
Schon vor einigen Monaten hatte ich im Rahmen einer Rezensionsanfrage Kontakt zu Rebecca, einer Mitarbeiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Bastei Lübbe.
Ich war richtig aus dem Häusschen, als ich erfuhr, dass sie sich die Zeit für ein Interview nimmt.
Nun möchte ich gleich mal mit einem Highlight ins neue Jahr starten und freue mich euch das "virtuelle" Gespräch präsentieren zu können. Ich wünsche viel Spaß beim lesen




(Mit freundlicher Genehmigung des Lübbe Verlages)


Hallo Rebecca, herzlich willkommen bei den Ge(h)Schichten. Du arbeitest im Presse- und Öffentlichkeitsbereich von Bastei Lübbe. Was macht den Verlag, Deiner Meinung nach aus? Hat Bastei Lübbe einen bestimmten Schwerpunkt?


Das Besondere an Bastei Lübbe ist für mich die Vielfalt. Wir sind nicht beschränkt auf eine bestimmte Sparte, sondern stehen für gute Unterhaltungsliteratur in allen Genres. Egal ob für Erwachsene, Kinder, Jugendliche, Digital-Liebhaber oder Hörbuchfans, für jeden ist etwas dabei. Es macht Spaß in einem Verlag zu arbeiten, der innovativ ist und immer wieder eigene Stoffe entwickelt. In unserer Digitalabteilung, Bastei Entertainment, entstehen z.B. regelmäßig neue Serienformate und Transmedia-Projekte, die nicht nur als E-Books, MP3`s und Enhanced E-Books, sondern auch als Apps erscheinen. Demnächst kommt noch der Bereich Games hinzu. Ab Herbst erweitern wir das Jugendprogramm durch unser eigenes All-Age-Imprint ONE. Der Verlag ist also viel in Bewegung, so dass es nie langweilig wird. Bei allem was wir tun, verfolgen wir das Ziel, unsere Leser gut zu unterhalten.

Wie sieht ein „normaler“ Alltag bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Bastei Lübbe aus? Welche Aufgaben gibt es zu erledigen? Was gefällt Dir an Deiner Arbeit?

Ich arbeite im Online-Team unserer Presseabteilung, dadurch sieht mein Alltag etwas anders aus, als z.B. der unserer klassischen Pressereferentinnen. Ein typischer Arbeitstag beginnt erst mal damit, die verschiedenen Social Media-Accounts zu öffnen und Mails zu checken. Einen Großteil unserer Arbeit verbringen wir mit interner und externer Kommunikation, d.h. wir stehen ständig in Kontakt mit Autoren, Journalisten, Bloggern, Facebook-Usern, Kollegen usw. Ein Blick in den Redaktionsplan verrät, was für den Tag an wichtigen Themen ansteht. Dabei arbeiten wir immer im engen Austausch mit unseren Marketingkolleginnen, mit denen wir gemeinsam den Online-Auftritt des Verlags betreuen. Da wir sehr tagesaktuell arbeiten, gleicht kein Tag dem anderen. Bloggeranfragen zu beantworten und Rezensionsexemplare zu verschicken gehören genauso dazu wie Pressetexte zu schreiben oder Mailings zu versenden. Außerdem produzieren wir kurze Videointerviews, erstellen Fotoalben für Facebook oder veranstalten Gewinnspiele und Bloggeraktionen rund um unsere Bücher. Ebenso gehört es zu meinem Job gemeinsam mit meinen Pressekolleginnen die großen Buchmessen und Abendveranstaltungen zu betreuen. Das Besondere an meinem Job ist für mich die Abwechslung, dadurch bleibt es immer spannend.


Welche Ausbildung muss man absolvieren, um in diesem Bereich arbeiten zu können?

Das kommt darauf an, was man genau in der Presse machen möchte. Die Anforderungen sind ganz unterschiedlich. Die meisten von uns haben ein abgeschlossenes Studium im Bereich Kommunikations-, Medien- bzw. Geisteswissenschaften oder haben Journalismus studiert. Man kann aber auch eine Ausbildung zum/zur Medienkaufmann/-frau Digital und Print absolvieren, um im Verlag Fuß zu fassen.


Was muss ein Jungautor tun, um einen Autorenvertrag bei Bastei Lübbe zu bekommen?

Im Prinzip ist es egal, ob man neu in der Branche ist oder als Autor schon Erfahrung gesammelt hat: Das Thema, die Geschichte und der Schreibstil müssen überzeugen. Auf der Suche nach einem Verlag sollte man sich dessen Profil genau anschauen. Ein Gedichtband würde z.B. bei uns nicht den Weg zu einem Lektor finden, da klar ist, dass wir aufgrund unserer programmatischen Ausrichtung im Normalfall keine Gedichtbände verlegen. Es ist also immer hilfreich, sich vorher mit dem Verlagsprogrammen zu befassen und einfach mal in die alten und neuen Vorschauen zu gucken. In der Regel findet man sie online auf der Verlagswebsite. Dort erhält man auch Informationen, in welcher Form ein Manuskript eingereicht werden muss. Jeder Verlag hat eigene Standards. Wer einen Titel einreicht, sollte außerdem ein gutes Exposé vorbereitet haben. Dies ist die erste Informationsquelle für den Lektor. Ein paar Informationen zur eigenen Person, damit wir uns ein Bild von dem potentiellen Neuautor machen können, gehören ebenso dazu.


Werden unangefragte Manuskripte von Autoren im Lektorat heutzutage noch berücksichtigt?

Nach wie vor prüfen wir alle unverlangt eingesandten Manuskripte. Manchmal sind dort echte Schätze zu finden.


Kennst Du Autoren des Lübbe Verlages persönlich?

Ja, ich kenne einige, aber natürlich nicht alle. In der Presse haben wir automatisch viel Kontakt mit den Autoren und arbeiten eng mit ihnen zusammen.


Was ist Dir lieber? Buch, Hörbuch oder das E-Book?

Mittlerweile bin ich ein großer E-Book Fan. Es ist so praktisch quasi einen „dicken Wälzer“ in der Tasche zu haben, der nichts wiegt :-). Da ich fast ausschließlich auf meinem Smartphone lese, kann es auch nie passieren, dass ich ohne Lesestoff unterwegs bin. Mein Handy habe ich definitiv immer dabei. Printausgaben lese ich eigentlich nur, wenn mir der Einband besonders gut gefällt, wie z.B. bei Tove Janssons »Das Sommerbuch«.

Und zu guter Letzt möchte ich mich bei Dir bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen hast, um mir Rede und Antwort „zu schreiben“ :-)

Donnerstag, 8. Januar 2015

Die im Dunkeln sieht man doch

Bild von amazon
Steckbrief

Name: Die im Dunkeln sieht man doch
Autor: Barbara Vine
Verlag: Diogenes Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Familiensagen / Thriller lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 4,5 von 5 Punkten






Klappentext

(Beschreibung von Buchhandlung Rombach)

"Die Geschichte der Vera Hillyard, einer der letzten Frauen, die in England gehenkt wurden. Briefe, Interviews, Erinnerungen, alte Photographien fügen sich zum Psychogramm einer Familiensaga des Wahnsinns. Barbara Vine entblättert die Scheinidylle eines englischen Dorfe und entblößt ein Moralkorsett, das nur noch mit Mord gesprengt werden konnte."


Meine Meinung

Das Buch "Die im Dunkeln sieht man doch" ist mir aufgrund seines Einbandes sofort ins Auge gestochen. Die meisten Bücher des Diogenes Verlages sehen ähnlich aus. Der Hintergrund ist hell, oder weiß gehalten, der Name des Autors und der Titel des Werkes stehen dann in kursiv geschriebener Schrift unter einem Bild, welches zum Buchinhalt passt. Hier ist mir nicht das Titelbild aufgefallen, welches eine Frau, in einem schönen blauen Kleid zeigt, sondern die eben beschriebene Art, den Titel und Namen des Autors darzustellen.
Da ich bereits einen Roman von Barbara Vine in einer Hörbuchfassung gehört habe, war meine Vorfreude auf den Thriller groß.


Die Handlungsstränge der Geschichte sind sehr gut miteinander verwoben. Die Haupthandlung ist von vorne herein klar: Vera Hillyard, die Tante der Ich-Erzählerin Faith, hat einen Mord begangen und wird dafür mit dem Tode bestraft. Einzig und allein wer ihr Opfer ist, wird erst auf den letzten Seiten verraten.

Schön finde ich, dass es viele Andeutungen gibt, in welche Richtung die Geschichte verläuft. Hier und da hatte ich eine Vermutung, wer Veras Opfer sein könnte. Barbara Vine hat es geschafft, mich bis zuletzt in die Irre zu führen.

Neben dem Schreibstil, auf den ich in der folgenden Rezension noch eingehen werde, haben mir die Charaktere in diesem Buch sehr gut gefallen. Wie oben schon erwähnt, wird die Geschichte von der allwissenden Erzählerin Faith erzählt. Sie beschreibt nicht nur ihre beiden Tanten Eden und Vera, sondern lässt den Leser auch an ihrem eigenen Innenleben teilhaben. Gerade Faiths Entwicklung im Laufe der Geschichte ist sehr schön zu beobachten. Faith beschreibt ihre Tanten als gefühlskalt, streng und sehr auf den äußeren Schein der Familie bedacht. Es gibt ein inneres Bündnis an dem sie, Faith, bis zuletzt nicht teilnehmen darf. Für Faiths Tante Vera habe ich im Laufe der Geschichte eine indirekte Sympathie entwickelt. Obwohl sie als grob beschrieben wird, hatte sie auf eine bestimmte Art und Weise etwas Liebenswertes an sich.

Gegen Ende der Geschichte spitzt sich ein Konflikt, dessen Grundproblem mir nicht ganz klar war, immer mehr zu. Der Leser bekommt zwar mit, wie es langsam aber sicher gefährlich wird, jedoch war mir nicht klar, welches Ereignis für die Krise verantwortlich ist. Gegen Ende der Geschichte wird Barbara Vine mehr als deutlich und beginnt einige Dinge, die zuvor nur angedeutet wurden, klar beim Namen zu nennen. Allerdings ist mir die Eskalation des Grundkonfliktes nicht ganz klar gewesen, weswegen ich mir hier mehr "Tacheles" gewünscht hätte.

Die Spannung des Romanes ist hier sehr gut gehalten. Während ich bei anderen Thrillern buchstäblich auf Kohlen sitze, mein inneres Adrenalinbarometer meist bis ganz oben springt, schafft es Barbara Vine einen Thriller zu schreiben, indem sich die Spannung sehr langsam aber kontinuierlich aufbaut.

Der Leser bekommt erst genug Zeit um die Ich-Erzählerin und die beteiligten Hauptpersonen kennenzulernen. Gerade auf den letzten 150 Seiten geht es aber ganz schön zur Sache, weswegen ich mich kaum von dem Buch trennen konnte.

Erzählerin Faith beschreibt in einer Szene einen Brief und hebt hier hervor, dass gerade das "Nicht gesagte" das Interessante des Briefes ist. Diese Szene ist ein Beispiel dafür, wie gut sich Barbara Vine darauf versteht, Konflikte zwischen den Zeilen darzustellen.

Allwissende Erzählerin Faith führt sehr gut durch die Geschichte. Ihr Augenmerk liegt hier besonders auf der Beziehung zwischen ihren Tanten Eden und Vera. Sie beschreibt auch, wie die beiden auf ihr Umfeld wirken und wie sie mit diesem umgehen.

Der Großteil des Romans ist in indirekter Rede geschrieben. Dieses Stilmittel lese ich immer wieder gerne, da es eine sehr schöne Art ist eine Geschichte gut auszuschmücken. Neben den genauen Charakterbeschreibungen, erzählt Barbara Vine auch ausführlich in welcher Landschaft wir uns gerade befinden und was diese ausmacht.

In den Dialogen der Geschichte, die im Gegensatz zu "Indirekter Rede"-Romanen noch relativ häufig auftreten, geht es meist sehr grob zur Sache. Oft werden Konflikte, oder Zurechtweisungen in direkter Rede geklärt.

Barbara Vines Beschreibungen sind mir hier und da aber auch etwas zu ausführlich. Wenn auf die Familienverhältnisse, oder Schicksale der Hausangestellten eingegangen wird, ist es für mich an der Grenze zum Öden. Hier frage ich mich dann oft, warum ich das alles wissen muss. Schließlich ist mir die Parallele zur Haupthandlung schon nach einem Absatz bewusst.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir "Die im Dunkeln sieht man doch" sehr gut gefallen hat. Gerade die Charaktere und der Schreibstil der Geschichte haben es mir angetan. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Schicksal einer fiktiven Familie über mehrere Tage hinweg fesseln kann.

Jedoch bin ich immer wieder froh, nach einem Roman, der überwiegend in indirekter Rede geschrieben ist, wieder zu einem Buch zu beginnen, indem es nur so von Dialogen wimmelt.

Montag, 5. Januar 2015

Harry Potter und der Halbblutprinz

Bild von der hörverlag
Steckbrief

Name: Harry Potter und der Halbblutprinz (auch als Buch, Blu-Ray erhältlich)
Autor: J. K. Rowling
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: ab 14 Jahren, oder für Menschen, die gerne Fantasybücher lesen
Gelesen oder gehört: gehört
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Klappentext 


(Klappentext von "Harry Potter und der Halbblutprinz" von J.K. Rowling, erschienen im Carlsen Verlag)

"Seit Voldemort, der gefährlichste schwarze Magier aller Zeiten, zurückgekehrt ist, herrschen Aufruhr und Gewalt in der magischen Welt. Als Harry Potter und seine Freunde Ron und Hermine zu ihrem sechsten Schuljahr nach Hogwarts kommen, gelten strengste Sicherheitsmaßnamen in der Zaubererschule.
Dumbledore will seine Schützlinge vor dem Zugriff des Bösen bewahren. Um Harry zu wappnen, erforscht er mit ihm die Geschichte des Dunklen Lords. Ob auch Harrys Zaubertrankbuch, das früher einem 'Halbblutprinzen' gehörte, ihm helfen kann?
Nur ein Detail fehlt, das Harry finden muss, dann liegt das Geheimnis um Voldemort offen. Dumbledore führt ihn, doch im alles entscheidenden Moment ist der Halbblutprinz zur Stelle und zeigt sein wahres Gesicht." .


Meine Meinung 

Kommen wir erst einmal zur Gestaltung des Hörbuches. Wie die bisherigen Potter-Bände wird auch dieser Roman von Rufus Beck gelesen. (Inzwischen gibt es ja Neuauflagen des Romanes, die von einem anderen Sprecher gelesen werden. Ich empfehle aber die Beck-Lesungen!) Er schafft es an den richtigen Stellen, die passende Stimmung zu transportieren. Bei Verfolgungsjagden beginnt er schneller zu lesen, so als wäre er selbst dabei und würde die sich jagenden Charaktere beobachten. Auch Gefühle wie Trauer transportiert er wirklich gut.
Den Charakteren verleiht er die passenden Stimmen. Auch in diesem Band gibt es zwei neue Dialekte zu bestaunen. Zum einen, verleiht er Prof. Slughorn, der das Fach Zaubertränke in Hogwarts übernimmt, einen hessischen Dialekt, der mich an der ein oder anden Stelle schmunzeln ließ. Zum anderen bekommt die Wirtin des in Hogsmeade liegenden Lokals "Die drei Besen", den schweizerdeutschen Dialekt verliehen, was wirklich gut zu ihr passt. Ich bin wirklich erstaunt, wie Beck es schafft diese Dialekt-Vielfalt umzusetzen, ohne, dass der Leser das Gefühl von etwas "Aufgesetztem" bekommt.
Das Einzige was mich an diesem Hörbuch gestört hat, war, dass Dumbledore ziemlich leise synchronisiert wurde. Ich hatte oft Mühe ihn zu verstehen. Gerade, wenn er im Dialog war, wurde es dann kompliziert, weil es dann von Leise in Laut überging.

Der Inhalt der Geschichte ist auch hier wieder sehr gut umgesetzt worden. Als ich den Roman das erste Mal gelesen habe, bin ich fast wahnsinnig geworden. Der Feind befindet sich in diesem Band in den eigenen Reihen und offenbar bemerkt ihn niemand!
Was beim ersten Mal für Wut und Ärger sorgt, entwickelt sich beim zweiten Lesen eher zu Verständnis, Mitgefühl und Trauer.
Allerdings muss ich auch sagen, dass einige Spannungsfaktoren nun ihre Wirkung verloren haben, weil ich ja wusste, was passiert.

Sehr gut finde ich aber die Idee mit dem Halbblutprinzen umgesetzt. Anfangs spielt das Zaubertrankbuch nur eine Nebenrolle. Dank dem alten Schulbuch entwickelt sich Harry zu einer wahren Leuchte in dem Fach. Schnell wird er nicht nur aufgrund seiner Bekanntheit, sondern auch wegen seines Könnens Slughorns Lieblingsschüler. Irgendwann bekommt es aber immer mehr Bedeutung und erst auf den letzten Seiten des Romanes erfährt der Leser wer der geheimnisvolle Halbblutprinz wirklich ist.

Wunderschön beschrieben finde ich in diesem Potter-Band auch die Nebencharaktere, wie beispielsweise die mysthische Luna Lovegood und den zurückhaltenden Neville Longbottom. In Nebensätzen bekommt der Leser mit, wie es ihnen ergeht und dass sie eigentlich zu keiner Gruppe wirklich dazugehören.

Was den Gesamteindruck des Buches betrifft, kann ich sagen, dass er im Groß und Ganzen gut ausfällt. Das Thema der Geschichte ist auf jeden Fall getroffen, obwohl ich mir da anfangs nicht so sicher war. Allerdings konnte nicht das gehalten werden, was ich mir von dem Buch versprochen habe. In den bisherigen Potter-Bänden konnte ich in die Geschichte eintauchen und mich mitziehen lassen. Hier - obwohl sie strategisch wirklich gut aufgebaut ist - bin ich oft abgeschweift und musste einige Stellen nochmals hören. Ich denke, dass es zum einen daran lag, dass ich den Band das zweite Mal gelesen habe. Zum anderen glaube ich auch, dass hier die düsteren Seiten der Geschichte gezeigt werden und es wenig positiven Ausgleich gibt.

Dennoch kann ich den Roman jedem ans Herz legen, der wissen möchte, wie es mit dem Zaubererjungen Harry weitergeht und ob er es schafft den Dunklen Lord zu besiegen.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

Donnerstag, 1. Januar 2015

GE(H)DACHT - Lies mich, like mich, lieb mich

Anmerkung: Neues Jahr, neue Rubrik. "Emma denkt" feiert in den Ge(h)Schichten Premiere. Über die Ernsthaftigkeit des Beitrages kann gestritten werden.


Lies mich, like mich, lieb mich

Ein satirisch provokativer Bericht über den scheinbaren Blogger Alltag.

Wer träumt nicht davon? Eine Schar von Lesern, jede Menge Kommentare und dazu noch interessante Diskussionen über die eigenen Beiträge, Rezensionen, oder Erlebnisse? Eine Unterhaltung, wie im echten Leben nur eben über social media? Aber Austausch ist Austausch!

Doch in Wirklichkeit hält der harte Kampf um die Gunst der Leser nun auch im World Wide Web ein. Während sich schon Juroren verschiedenster Castingshows mit mäßig begabten, oder teils talentierten Menschen herumschlagen (müssen), die alle die große Bühne (oft vergeblich) suchen, findet dieser, manche mögen ihn als „Machtkampf“ bezeichnen, auch schon im kleinen Rahmen statt.

Man lockt mit Gewinnspielen, Challenges, oder Aktionen, wie Schreibmarathons, Veranstaltungsberichten, angepriesenen Interviews, a la Emma fragt (als ob das irgendwen interessieren würde, was eine Emma nun schon wieder wissen will) oder jährlichen Adventskalendern.
Ziel ist es: ein möglichst großes Publikum auf sich aufmerksam zu machen. Getarnt wird das Ganze unter dem Decknamen: „Interesse und Austausch“. Gedealt wird aber mit den Gedanken: „Ich les dich, du liest mich!“. „Ich schenk dir den nach oben gestreckten Daumen, du teilst mich mit deinen Freunden“.

„Dein Blog ist soooo toll! Schau doch mal bei mir vorbei! Ich veranstalte gerade eine Fantasy Lesewoche“. Daran, dass Fantasy auf dem angeworbenen Blog gar nicht gelesen wird und die wahllos dahingeschriebene Werbung unter einen völlig anderen Beitrag gestellt wurde, denkt der liebe Kommentator gar nicht. Aber der Auftrag ist erfüllt: Die Aktion wurde publik gemacht und dazu noch verlinkt. Ist ja nicht so wichtig, dass das eigentliche Thema des Beitrags geflissentlich übersehen oder gar ignoriert wurde. Hier und da wird das absichtliche Werben der eigenen Aktionen vorab angekündigt, oder entschuldigt.

Doch was tun, gegen den Kampf um Aufmerksamkeit, Follower, Likes und Klicks? Mitkämpfen oder sich geschlagen geben? Nun das bleibt jedem selbst überlassen. Schließlich gibt es neben Schwarz und Weiß, Kämpfen oder nicht kämpfen auch verschiedene Arten des Kampfes.

Von vielen favorisiert wird die, wie oben bereits geschrieben, direkte und aktive Art. Doch wer sich auf waschechte Kriegsführung versteht, kämpft mit subtilen, passiven Waffen. Im Klartext: So tun als wär’s mir egal und damit die „Indies“ der Szene heranlocken, ködern, einfangen und fesseln. Denn wer steht nicht auf Autonomie, Selbstbestimmung und eigene Beiträge a la im Stil: „Ich bestimme, was ich poste und nicht mein Publikum“.

Wer keinen Bock auf Kämpfe, Krieg und Zickereien hat, sollte sich dennoch fragen: Für wen blogge ich? Für die breite Masse, die Welt, oder für mich? Zum Spaß und der Freude? Als alleiniges Hobby? Was möchte ich mit dem virtuellen Buch erreichen?

Im Jahr 2015 sind meine Prioritäten neu überdacht. Ich möchte schreiben. Von Rezensionen, über Erfahrungsberichten, bis hin zu übertriebenen teils satirischen Beiträgen wie diesen hier. Im Vordergrund steht die Weiterentwicklung das Verbessern, Erkennen und Vorankommen, oder das Entdecken der eigenen Kreativität. Wer es lesen möchte, ist herzlich eingeladen vorbeizuschauen, sich mitzuteilen. Mein Ziel fürs neue Jahr: Wer mitliest ist wunderbar, wem’s nicht behagt hat abgesagt.


In diesem Sinne

... euch ein frohes neues Jahr 2015
Eure Vorsätze...?

Schreibmarathon Fazit Dezember 2014


Hey ihr Lieben,
ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht.
An dieser Stelle wünsche ich euch auch nochmal ein frohes, erfolgreiches und schönes Jahr 2015!
Heute morgen ist mir eingefallen, dass ich das Dezember Fazit des Schreibmarathons noch gar nicht online gestellt habe. Also hier ist es:

ZAHLEN UND FAKTEN 

Ziel des Monats: 6200 Wörter
Geschriebene Wörter: 5608
Wortschulden: 592
Im Plus: 5719 (gute Vorarbeit die letzten Monate, daher Plus)
Nächstes Monatsziel: 6200

Zu lesende Ergebnisse:

Ihr seht: In der Vorweihnachtszeit war bei mir echt nicht viel los. Zustande gekommen sind:

Little Britain Fanfiktion Situation 7 und Situation 8.

Überarbeitet habe eine Weihnachtsgeschichte, die ich hier auf dem Blog veröffentlicht habe.
Hier geht's zu: "Der Baum brennt".

Zudem habe ich noch einen Monster Beitrag zum Thema Bewerbungen, Härtefallantrag formulieren, veröffentlicht.
Zu lesen hier: Bewerben, Härtefall und Co.

Die restlichen geschriebenen Wörter im letzten Jahr gingen für einen Adventskalender drauf, den ich gerade plane. Die ersten beiden Türchen sind schon geschrieben.

MEINE EINDRÜCKE 

In diesem Monat standen eher die letzten Weihnachtsvorbereitungen im Vordergrund. Obwohl ich mein Wortziel nicht erreicht habe, war es kein unkreativer Monat. Die neue Idee für den Adventskalender arbeitet in mir. Ideen für das dritte Türchen spuken schon in meinem Kopf und werden hoffentlich heute zu Papier gebracht.
Allerdings standen diesen Monat einfach viele Dinge an, wie durch die Stadt rennen, Geschenke besorgen, Plätzchen backen, Pakete bestücken, das übliche eben. Ihr kennt das ja sicher :-).

AUFGABE - ABC 

Vorhin ist mir auch aufgefallen, dass ich die gestellte Aufgabe ja noch gar nicht bearbeitet habe. Vielleicht kann ich Ende Januar ein Ergebnis hierfür vermerken. Etwas Zeit habe ich ja noch.

WAS SAGEN DIE ANDEREN?

Ich verbringe den Schreibmarathon ja nicht alleine. In unserem kleinen Grüppchen haben sich noch andere Schreiberlinge gefunden. Heute möchte ich euch mal den Blog von Joana Nera ans Herz legen. Sie veröffentlicht ihre Texte auf "bitte nicht füttern". Ein regelmäßiger Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

IN DIESEM SINNE 

... wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr.
Wie lief euer Schreibmonat?
Habt ihr über die Weihnachtszeit ein paar neue Inspirationen bekommen?