Mittwoch, 11. November 2015

Die Nacht der Lilie

(Bild von Carlsen
Eine Rezension von Skyara

Name: Die Nacht der Lilie
Autor: Sandra Regnier
Verlag: Im.press (Imprint der CARLSEN Verlag GmbH)
Geeignet für: Jugendliche ab 14 Jahren
Gelesen oder gehört: Gelesen (eBook)
Bewertung: 4 von 5 Punkten
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 06.08.2015
Aktuelle Ausgabe: 06.08.2015
ISBN: 978-3-646-60074-2


Inhaltsangabe

(Klappentext von Im.press / Carlsen)

"Seit Julia durch eine ungewollte Zeitreise an den Versailler Hof des 17. Jahrhunderts gesprungen ist, hat sich ihr Leben von Grund auf verändert. Neben dem ungewohnt höfischen Leben unter der Obhut des Grafen von Montsauvan ist sie nun als Mündel des Sonnenkönigs selbst anerkannt worden. Ein Schutz, der mehr Gefahren als Sonnenseiten in ihren Alltag bringt. Doch Julia ist fest entschlossen, das Beste aus ihrem Leben zu machen und sich auf eigene Beine zu stellen. Nach wie vor gibt sie die Hoffnung nicht auf, irgendwann wieder in ihre Gegenwart zurückkehren zu können. Um wie viel leichter wäre das aber, wenn ihre einst so unschuldige Zuneigung zum Grafen sich nicht mit jedem Tag vertiefen und verändern würde … Dies ist der zweite und letzte Band der Lilien-Reihe."


Meine Meinung

Nachdem ich bereits Teil 1 „ Die Stunde der Lilie“ gelesen habe, bin ich nun wegen Teil 2 weder enttäuscht noch bin ich übermäßig begeistert. Sandra Regnier hat mich wieder mit ihren vielen herrlichen Figuren, allen voran Julia und Etienne de Montsauvan, in ihren Bann gezogen. Leider muss ich sagen das ich nun im Nachhinein äußerst enttäuscht vom Klappentext bin, hier wurde auch eine Textpassage aus dem Buch eingefügt, die wohl doch etwas zu viel verrät... Wer also nicht im Vorhinein wissen will was aus den beiden Hauptfiguren wird, der sollte den Text wohl besser nicht lesen! Ich für meinen Teil konnte mir aber dennoch nicht entgehen lassen was aus Julia und Etienne wird, daher habe ich den zweiten Teil trotzdem weitergelesen!

Die gesamte Geschichte wird aus Julias Sichtweise erzählt. Sie ist nun bereits seit mehr als eineinhalb Jahren auf Schloss Versailles, im siebzehnten Jahrhundert, zu Zeiten König Ludwigs XIV. Zusätzlich zu ihren Problemen in der Vergangenheit, vermisst sie ihre Familie im 21. Jahrhundert sehr und wünscht sich stets zurück zu kommen. Sie zögert nur, weil sie so manchen aus dieser Zeitlinie zurück lassen müsste. Allen voran natürlich Etienne, und dessen jüngeren Bruder Alexandre. In Letzteren hat sie sich bereits gegen Ende des ersten Teiles verliebt. Alexandre hat hier aber auch kräftig nachgeholfen. Er ist neben Etienne DIE Sexbombe von Versailles. Kurzer Ausschnitt: „ Eine Bootsfahrt mit Alexandre – Sexbombe – Flémont. Allein mit ihr. Und das auf dem Grand Canal,…“ Ihr seht also das das nicht meine Wortwahl ist :-D

Ganz Gegensätzlich verhält es sich zu ihrem Lehrer und Freund Etienne.
Als Julia im ersten Band plötzlich vor König Ludwig steht, nimmt dieser sie auf Geheiß des Königs, als sein Mündel auf. Denn er kann als einziger Deutsch sprechen. Er bringt ihr alles bei was sie am Hofe wissen muss, von Französisch über Reiten im Damensattel, bis zur Selbstverteidigung mit dem Degen und Dolch.

Doch trotz seiner Vorbildfunktion erhält Julia auch im zweiten Teil immer wieder Andeutungen anderer darüber, dass Etienne ebenfalls ein Frauenschwarm ist.

Also kann man sagen: eine typische, klischeehafte Liebesgeschichte. Mädchen trifft Traummann, verliebt sich aber in den Falschen und wird erst im allerletzten Moment doch noch auf den richtigen Weg gestoßen. Ich gebe zu, das hört sich alles nach Schema F an. Ist es ja auch. Aber gut umgesetzt. Darunter leidet allerdings die Spannung für den Leser.

Insgesamt erzähle ich euch das aber alles mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht, denn obwohl ich normalerweise einen höheren Anspruch an Charaktere und Handlung habe, konnte ich mich trotz der Vorhersehbarkeit sehr gut in Julia und vor allem in Etienne einfühlen.

Über das tatsächliche Ende möchte ich euch nun aber nichts verraten, auch wenn es für mich vorhersehbar war, gab es dennoch kleine Überraschungen. Alles in allem war das Ende aber leider etwas erzwungen und hastig.

Als Fazit kann ich nun also sagen: Wer den ersten Band bereits gelesen hat, und bereit ist auf dem selben Niveau weiter zu lesen, dem lege ich den zweiten Teil gerne ans Herz.

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