Donnerstag, 5. November 2015

Der Gesang des Blutes

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Argon Verlag
Steckbrief 

Name: Der Gesang des Blutes (auch als Buch erhältlich)
Autor: Andreas Winkelmann
Verlag: Argon Verlag
Geeignet für: Thriller-Fans
Gelesen oder gehört: gehört in autorisierter Fassung
Sprecher: Simon Jäger
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten


Klappentext 

(von Argon Verlag

"Eine Familie erfüllt sich den Traum von einem alten Haus auf dem Land. Von Anfang an jedoch hat Kristin, die junge Mutter, ein ungutes Gefühl. Sie hört Stimmen und träumt von einem Scherenschleifer, der vor langer Zeit hier eine Frau getötet haben soll. Der plötzliche Tod ihres Mannes wirft sie endgültig aus der Bahn. Ihre Mutter drängt sie, das Spukhaus so schnell wie möglich zu verlassen. Kristin bleibt – und die Ereignisse überschlagen sich."

Meine Meinung 

Dieses Hörbuch habe ich bei einem Räumungsverkauf entdeckt. Lange stand ich davor und fragte mich, ob ich es mir wirklich kaufen sollte. Der Klappentext klang zwar vielversprechend, mich schreckte aber das Wort "autorisierte Fassung" ab. Warum ich mir das Buch doch gekauft habe? Es wird von dem Sprecher Simon Jäger gelesen, den viele von euch wahrscheinlich von den Sebastian Fitzek Romanen kennen. Und da dachte ich mir: "Gut unterhalten werde ich hier auf jeden Fall." 

Und ich sollte Recht behalten. Es ist ungewohnt einen Thriller, gelesen von Simon Jäger zu hören, ohne dabei in die Geschichte von Sebastian Fitzek einzutauchen. Auch diesmal nimmt uns Simon Jäger mit in die Welt von Protagonistin Kristin, die sich bisher in vielen Dingen auf ihren Mann verlassen hat und der buchstäblich der Boden unter den Füßen wegbricht, als dieser stirbt. 
Der einzige Grund weswegen ich bei der Gestaltung einen halben Punkt abziehe ist, der, dass die CDs bei mir nicht einwandfrei liefen. 1-2 Tracks waren beschädigt. Dies wunderte mich etwas, da das Hörbuch noch original verpackt war. 

Inhaltlich tauchen wir hier in einen typischen Thriller ein. Uns begegnen nicht nur unsichere Charaktere, sondern auch mehrere Handlungsstränge, die zum Schluss sehr gut zueinander führen. Den Inhalt fand ich zwar interessant, jedoch konnte mich der "Thrill" trotz viel Blut nicht wirklich packen. 

Ich hatte mehr den Eindruck, dass hier ein Klischee angewendet wird. Unsichere Hauptperson, die sich im Laufe des Romanes weiterentwickelt, das Monster des "Scherenschleifers", das mich irgendwie an den "Sensemann" oder, oder diesen Mönch mit der Peitsche aus "Sleepy Hollow" erinnerte. 
Auch die Charaktere von "Der Gesang des Blutes" waren mir irgendwie fremd. Den ein oder anderen Charakter fand ich interessant, jedoch konnte ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen. 

Allerdings finde ich Andreas Winkelmanns Schreibstil sehr schön. Gerade die verschiedenen Perspektiven hat er gut beschrieben. An der ein oder anderen Stelle wurde es dann etwas blutrünstig, aber das lässt ja auch der Titel des Romanes erkennen oder? 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mir von "Der Gesang des Blutes" mehr erhofft hätte. Richtige Thriller-Fans können wahrscheinlich mehr mit dem Roman anfangen und kommen auch voll auf ihre Kosten. Ich hingegen merke, das ich mehr die feinen Thriller bevorzuge, in denen sich der Leser fragen muss, in welcher Realität wir uns jetzt befinden. 

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