Mittwoch, 14. Oktober 2015

GE(H)FRAGT - Rosa Leber

Vor einer Weile durfte ich Rosa Leber, eine eBook Autorin aus Südbaden interviewen. Was sie mir so über das Schreiben erzählt hat, könnt ihr im folgenden Interview nachlesen.

Das Interview 

Rosa, Du bist eBook Autorin. Wie bist Du zum Schreiben gekommen? In welchen Genres bist Du unterwegs?

Ich habe mit einem Kinderbuch als ebook begonnen. Das lag erst mal geschlagene zwei Jahre auf meinem Rechner. Allerdings nur der Anfang. Ich wollte es dann mal irgendwann fertig machen.. Als ein alter Schulfreund von mir an Krebs verstorben ist, dachte ich mal wieder, dass das Leben kurz ist und nicht wartet. Also ran an die Buletten. Zu der Zeit hatte ich schon Kontakt mit Markus Kastenholz, der ja schon lange schreibt. Er war gerade an der Verwirklichung von Fleisch 2 und hat mir angeboten, ich solle doch noch so schnell wie möglich eine deftige Geschichte einreichen, was ich dann auch gemacht habe und meine Geschichte „Wunschkind“ wurde mit in das Buch genommen, welches ja auch in Druck ging. Das war natürlich aufregend und hat mich natürlich sehr gefreut. Anschließend habe ich eine Geschichte („Geliebter Stein“ auf Amazon erhältlich) über das wenig bekannte Thema „Objektophilie“ geschrieben. Da geht es um eine Liebesgeschichte zu einem leblosen Objekt, nämlich einem Turm. Das Thema ist wirklich faszinierend, da diese Menschen genauso empfinden, wie „Normalos“, sogar körperliche Beziehungen zu einem Turm, Auto oder zu einer Eisenbahn haben.


Um was geht es in Deinem aktuellen Roman?

Da geht es wieder ins Horror-Genre. Zwei Personen fahren in eine Hütte in Frankreich, welche sehr abgelegen liegt. Dort erleben sie zunehmend unerfreuliche Dinge. Was sie genau erleben, wird gerade zu Papier gebracht.


Wie lange schreibst Du an einem Projekt?

Schwer zu sagen, da ich immer in Etappen schreibe und das meistens dann, wenn ich von meinem Hauptbroterwerb Urlaub habe.


Wie ist der Prozess von einem fertigen Manuskript zum eBook? Welche Dinge müssen hierbei beachtet werden?

Bei Fleisch 2 musste ich mir keine Sorgen machen, da war ja praktisch alles schon fertig. Wichtig finde ich - gerade wenn man Selfpublishing betreibt - dass man sich ein gutes Cover gönnt. Diese Tools von Amazon sind doch sehr einfach und machen nicht viel her. Außerdem sollte schon ein Lektorat stattfinden, da man ja vieles auch oft nicht bemerkt, was ev. Noch etwas holpert.


Woher nimmst Du die Motivation zum schreiben?

Oft braucht es auch mal einen „Arschtritt“. Ich kann mich am besten motivieren, wenn mir jemand anders eine Pistole auf die Brust setzt oder es wirklich etwas ist, wo man sehr gerne dabei wäre. Ich lese lieber selbst faul auf der Couch.


Warum hast Du dich für das Selfpublishing entschieden?

Bei meinem ersten Projekt, dem Kinderbuch „Die kleine Nervensäge“ gab es für mich einfach keine andere Option. Ich hatte vorab schon mal einen Auszug an diverse Verlage geschickt aber die bekommen täglich körbeweise Manuskripte. Zu der Zeit war das Selfpublishing noch nicht in aller Munde-sonst hätte ich es vielleicht damals schon gemacht.


Wie bist Du mit anderen Autoren vernetzt? Wie habt ihr euch kennen gelernt?

Meistens über soziale Netzwerke, da man ja überall verstreut in Deutschland wohnt. Und wie das dann eben so ist, dann lernt man wieder diesen und jenen kennen und so ergibt sich doch so Einiges.


Und nun die berühmt berüchtigte peinliche Frage, mit der ich mich jederzeit kopfüber ins Fettnäpfchen befördern könnte: Heißt Du wirklich „Rosa Leber“ ? Wie oft bist Du schon auf Deinen Namen angesprochen worden?

Der Name ist nur bedingt ein Pseudonym, da er sich aus den Namen meiner beiden Großmütter zusammensetzt. Klar, wird da öfters mal gefragt. Ich finde den Namen übrigens orgineller, als meinen richtigen Namen. Zumindest was den Nachnamen angeht. Rosa ist nämlich tatsächlicher mein zweiter Name.


Welche Autoren dürfen in Deinem Bücherregal auf keinen Fall fehlen?

Greg F. Gifune, Graham Masterson, Die Bücher des Blutes von Clive Barker - es gibt sooo viele…..


Und zu guter letzt: Was kannst du angehenden Selfpublishern mit auf den Weg geben?

Nicht zu viel erwarten. Jeder kann sein Glück versuchen aber man wird weder beworben, noch steht ein Verlag dahinter. Und um aus dieser Masse raus zustechen, braucht es wirklich Glück und auch Talent. Man sollte also generell eher kleine Brötchen backen und nicht erwarten, den nächsten Harry Potter zu landen. Hoffen darf man natürlich trotzdem!

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