Donnerstag, 24. September 2015

Astas Tagebuch

Bild von ADAC Shop
Steckbrief

Name: Astas Tagebuch (auch als Buch erhältlich)
Autor: Barbara Vine
Verlag: Audio Media Verlag

Geeignet für: ab 16 Jahren, oder für Menschen, die gerne Familiengeschichten lesen
Gelesen oder gehört: gehört
Sprecher: Anna Thalbach
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext

(Beschreibung von ADAC Shop)


"Einsam im fremden England lebend, vertraut die junge Dänin Asta die Freuden und Nöte ihres Familienalltags einem Tagebuch an. Akribisch hält sie die großen und kleinen Begebenheiten fest, die sich in ihrem Leben ereignen. Auch ein Mordfall in der Nachbarschaft beschäftigt sie so sehr, dass sie sich darüber Notizen macht. Nichts passiert, bis aus Astas Tagebuchaufzeichnungen ein von der Öffentlichkeit beachteter Bestseller-Roman wird. Plötzlich werden unangenehme Fragen laut: In anonymen Briefen wird am Wahrheitsgehalt der Tagebuchtexte gezweifelt. Gibt es etwa eine Verbindung zu einem skandalösen Mordprozess? Aus einer einfachen Familiensaga wird eine meisterhafte Kriminalgeschichte."



Meine Meinung

Als ich den Namen "Astas Tagebuch" hörte, kam in mir die Idee auf, dass die Geschichte etwas Spannendes, Aufregendes enthalten musste. Es sollten ein oder mehrere Erlebnisse passieren, die es für Asta wert waren, in ihrem Tagebuch festgehalten zu werden.

Als ich anfing die Geschichte zu hören, war ich anfangs durch die vielen Namen und Familienbeziehungen, die von der Erzählerin, Swannys Tochter, eingeführt wurden, irritiert. Doch der erste Tagebucheintrag der Großmutter Asta ließ nicht lange auf sich warten. Und schon war meine Neugier gepackt. Wie hatte Asta gelebt? War sie glücklich? Wie hatte sie ihr Umfeld wahrgenommen?

Durch das Hörbuch bekam ich den Eindruck selbst Teil der Geschichte zu sein. Das Erzählte hätte genauso gut in meiner Nachbarschaft passiert sein können. Ich hätte Asta alles geglaubt. Schließlich berichtet Asta von einem Mord, der auch Jahre später ungeklärt bleiben sollte. Ab jetzt gehörte ich definitiv zu den konzentrierten Zuhörern und versuchte ebenfalls das Puzzle zusammenzusetzen. Allerdings ist der Mord nicht der Hauptteil der Geschichte. Gerade das hat mir ebenfalls gut gefallen. Auch Swannys Tochter begibt sich auf die Spur ihrer Vorfahren und lässt uns wunderbar daran teilhaben.

Der Schreibstil von "Astas Tagebuch" ist sehr lebendig, weswegen ich keine Schwierigkeiten hatte, mich in die Geschichte einzufinden. Allerdings machten mir, wie oben schon erwähnt, die vielen Namen Probleme. Mir hätte es besser gefallen, wenn man die Personen nach und nach eingeführt hätte. Es gab einige, die nur absatzweise auftauchten und andere, die eine wichtige Rolle in der Geschichte spielten. An dieser Stelle bemerkt ihr wahrscheinlich, dass "Astas Tagebuch" eines meiner ersten "komplizierteren" Hörbücher ist. Diejenigen unter euch, die öfters "hören", haben wahrscheinlich Übung darin, die wichtigen Informationen und Personen rauszufiltern.Ich hätte, wenn das Buch vor mir gelegen wäre, das ein oder andere Mal zurückgeblättert um noch einmal zu schauen, wer wer ist.

Anna Thalbach als Sprecherin hat eine sehr angenehme Stimme. Allerdings hat sie mir an manchen Stellen etwas zu leise gelesen. (Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich das Hörbuch mit dem MP3 Player gehört habe, wer weiß :). Andere Stellen hat sie aber gekonnt betont und die Charaktere glaubhaft dargestellt. Zudem hat sie es geschafft, die Stimmung der Geschichte gut zu transportieren. So machte mir das Hören richtig Spaß.

Wer sich also für Familiengeschichten interessiert und noch ein spannendes Buch für die Autofahrt in dne Urlaub sucht, sollte sich dieses Hörbuch nicht entgehen lassen.

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht.

Kommentare:

  1. Von dem Buch habe ich noch nichts gehört, aber es wirkt auf mich ein bisschen schwermütig... vermutlich bin ich nicht der Typ für Familiengeschichten...

    #Kommentiertag

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    1. Du verwirrst mich.
      Ich dachte der Kommentiertag war letztes Wochenende? :-)
      Vielen Dank jedenfalls für deinen Kommentar.
      Ich finde nicht, dass das Buch etwas schwermütiges hat. Der Schreibstil ist sehr lebendig... Mit Familiengeschichten meine ich auch, dass die Geschichte quasi über mehrere Generationen hinaus geht. Vielleicht macht es dich ja doch ein bisschen neugierig auf die Geschichte? :-)
      viele Grüße
      Emma

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