Donnerstag, 11. Juni 2015

Die Therapie

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Steckbrief

Name: Die Therapie (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur Verlag 

Geeignet für: ab 16 Jahren, bzw. für Menschen, die gerne Psychothriller lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext

(Klappentext von "Die Therapie" von Sebastian Fitzek, erschienen im Knaur Verlag)


"Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Auch vier Jahre später hat sich der Trauernde Viktor noch in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr zum dramatischen Verhör wird…" .


Zum Buch / Meine Meinung

(ACHTUNG! Es wird viel vom Inhalt verraten. Oder um es in (D)englisch zu sagen: SPOILER!).


Auf den Roman aufmerksam geworden, bin ich durch eine andere Rezension. Und schon nach den ersten Seiten bekam ich das Gefühl, dass ich hier ein echt gutes Buch "unterm Bildschirm" hatte.

Zu Beginn der Geschichte befinden wir uns in der Gegenwart und ahnen, dass es ziemlich dramatisch wird. Unsere Hauptfigur befindet sich nämlich in einer Psychiatrie. Anfangs werden sehr viele Fragen offen gelassen. So wurde ich zum weiterlesen animiert..Gut gefällt mir auch, dass die Geschichte von hinten aufgerollt wird.

Kennt ihr das, wenn ihr während dem Lesen anfangt zu überlegen, wer hier in der Realität und wer in der Fiktion lebt bzw. welcher der Hauptfiguren hier ein Problem hat? Genauso ging es mir bei diesem Buch. Mir war klar, dass sich entweder Viktor oder die Unbekannte in "der falschen" Realität befinden. Mir war nur nicht klar, wer von beiden das Problem hatte.

Das Beste an dem Buch fand ich, dass meine Thesen meist durch den Fortgang der Geschichte wieder völlig über den Haufen geworfen wurden. Bis kurz vor dem Ende wusste ich nicht, was los ist. (Ich glaube nicht, dass es an einem schlechten "Kombinationssinn" liegt, da ich inzwischen schon ein paar Thriller gesehen bzw. gelesen habe).

Gerade das Ende der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, weil die Auflösung des Romanes zeigt, dass Josys Verschwinden durchaus real war. Meistens, zumindest ist das mein Eindruck, ist es bei Thrillern so, dass es irgendwo Leichen gibt, die ziemlich zerstümmelt sind. Irgendein Komissar muss das Verbrechen dann aufdecken. Dieses scheinbare Klischee wurde hier glücklicherweise nicht erfüllt. Sebastian Fitzek setzt eher auf die Vorstellungskraft des Lesers und verzichtet auf genaue Beschreibungen. 

Weil mir das Buch richtig gut gefallen hat und mir beim besten Willen keine Kritikpunkte einfallen, vergebe ich die Höchstpunktzahl und freue mich auf den nächsten Fitzek-Roman. 

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

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