Donnerstag, 14. Mai 2015

Sag mir was du siehst

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Steckbrief

Name: Sag mir was du siehst
Autor: Zoran Drvenkar
Verlag: Carlsen Verlag
Geeignet für: von 13 - 17 Jahre, oder für Menschen, die gerne fantasievolle, mysteriöse Geschichten lesenGelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Klappentext

(Klappentext von "Sag mir was du siehst" von Zoran Drvenkar, erschienen im Carlsen Verlag)


"Alissa und ihre Freundin Evelin stellen am Weihnachtsabend - wie immer - Kerzen auf das Grab von Alissas Vater. Auch in dieser Nacht scheint alles wie immer, nur der viele Schnee macht es ihnen schwer, die Grabplatte zu finden. Auf der Suche nach ihr bricht Alissa durch die Schneedecke und stürzt in eine unterirdische Gruft. Während Evelin Hilfe holt, entdeckt Alissa in einem der Gewölbe einen Kindersarg. Sie spürt, dass sie wieder gehen sollte, doch dann öffnet sie den Sarg ." 


Zum Buch / Meine Meinung

(ACHTUNG! Hier wird viel vom Buch verraten! Oder um es in (D)englisch zu sagen: SPOILER!).

Kennt ihr diese Sorte Bücher, deren Geschichte so außergewöhnlich ist, dass sie euch einerseits Angst macht, ihr andererseits aber wissen wollt, wie sie weitergeht? Bei mir gab es nur zwei Bücher, in denen dieses Phänomen aufgetreten ist. Bei "Im Koma" von Joy Fielding und "Sag mir was du siehst".
Meine Freundin hat mir das Buch ausgeliehen, weil sie mit jemandem darüber reden wollte. Sie hat mir grob erzählt, um was es geht und ich hab ihr erklärt, dass ich mir, aufgrund der Fantasygeschichte, nicht sicher bin, wie lange ich es durchhalte..

Am Anfang der Geschichte hatte ich das Gefühl, dass Alissa den Tod ihres Vaters noch nicht richtig verkraftet hat. An dieser Stelle kommt die "Magie" ins Spiel. Sie isst eine merkwürdige Pflanze, die daraufhin ihr ganzes Leben verändert. Alissa merkt, dass merkwürdige Dinge vor sich gehen, die sie sich nicht erklären kann. Sie ist nicht mehr sie selbst und auch ihr Exfreund hat auf einmal merkwürdige Verhaltensmuster.

Richtig gelungen waren die verschiedenen Perspektiven aus denen der Roman erzählt wurde. Von der Hauptperson Alissa, über ihren Stiefvater bis zu ihrem Exfreund. Fast jedem Charakter, dem sie begegnet, bzw. der eine wichtige Rolle im Laufe der Geschichte spielt, ist ein Kapitel gewidmet. Außerdem fand ich die Dialoge bzw. Gedanken der Personen an manchen Stellen echt genial und teilweise auch witzig.
Interessant finde ich, dass der Leser, fast über das ganze Buch hinweg, im Unklaren gelassen wird, was die Pflanze ist, die Alissa da gegessen hat.

Schlecht finde ich aber, wie der Hauptteil zusammengebastelt wurde. Urplötzlich, nachdem die Verhältnisse klar sind, Alissa weiß, dass sie Tote sehen kann, wird wieder Alissas Vater ins Spiel gebracht. Dieses Argument schien mir an der Stelle zu schwach und weit hergeholt.

Auch das Ende, dass ihre beste Freundin stirbt, finde ich nicht richtig. Bei vielen Büchern ist es so, dass der Protagonist ein Problem hat bzw. sich im Laufe der Geschichte ein Problem entwickelt, er aber lernt mit dem Problem umzugehen bzw. damit abzuschließen.
Hier wird Alissa aber mit dem Problem, dem Tod und wie sie ihn verarbeiten soll, wieder allein gelassen. Sowohl Alissa, als auch der Leser, sind wieder am Anfang der Geschichte und werden mit der Frage, dem Tod und wie man ihn verarbeitet, allein 
gelassen.

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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

Kommentare:

  1. Huhu:)
    Bin über deinen süßen Blog gestolpert und werd gleich mal Leserin^^ Dein Blogdesign ist richtig schön!*-*
    Tolle Rezi:) Ich dachte erstmal, dass es sich um einen Krimi handelt, aber die Inhaltsangabe klingt wirklich gut!:) Ich werd das Buch gleich mal auf meine Wunschliste setzten, auch wenn ich es eigentlich nicht so mag, wenn Bücher aus mehreren Perspektiven erzählt werden:D
    Liebste Grüße
    Natalie

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    1. Hallo Natalie,
      es freut mich sehr, dass dir mein Blog und die Rezension gefallen. Ich bin wirklich gespannt, was du von dem Buch hältst. Obwohl es hier kein klassisches "Gemetzel" gibt, fand ich die Stimmung, die transportiert wird, trotzdem sehr gruselig.
      viele Grüße
      Emma

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