Donnerstag, 21. Mai 2015

Dying for Beauty

Bild von carlsen
Steckbrief 

Name: Dying for Beauty
Autor: Todd Strasser
Verlag: Carlsen Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Jugendbücher lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 3 von 5 Punkten


Klappentext 

(von carlsen

"Die 18-jährige Shelby liebt ihren Vater über alles. Er unterhält ein Fotostudio in der Stadt und erstellt hin und wieder Bewerbungsmappen für angehende Models. Als Shelby eines Tages plötzlich anonyme E-Mails erhält, die ihren Vater als Betrüger und Mädchenverführer bezeichnen, bricht für sie eine Welt zusammen. Kirby Sloan weist jegliche Anschuldigungen von sich, doch dann verschwinden drei Mädchen aus der Umgebung und in seinen Archivschränken finden sich ihre Modelmappen."


Vorab ... 

Das Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt, weswegen die Rezension mit einem leicht negativen Eindruck belegt sein könnte. Wer sich die Rezensionen / Kommentare auf der oben verlinkten Homepage anschaut, wird einen positiveren Eindruck von dem Buch bekommen, als es hier der Fall sein wird. Dennoch möchte ich darüber berichten, da ich nach der Lektüre etwas ernüchtert war. 


Positives 

- Schreibstil 
"Dying for Beauty" stand bei mir nach "Crush" auf dem Programm. Während ich bei Crush häufig über den Schreibstil stolperte, war dieser bei Strassers Werk eine reine Wohltat. Hier kamen gleich zu Beginn wieder schlüssige, lebendig, spritzige Dialoge zum Einsatz, die mir das Lesen sehr erleichterten.
Ich-Erzählerin Shelby berichtet über den Skandal rund um ihren Vater und die verschwundenen Mädchen. Die Tatsache, dass die Geschichte aus der Sicht der Ich-Erzählerin geschrieben ist, trug maßgeblich zur Lebendigkeit bei. Zudem hatte ich das Gefühl mich hier in einem waschechten Jugendroman wiederzufinden.


Negatives 

- Fehlende Spannung / keine sprachlichen Bilder
Die Fakten der Geschichte waren sehr schnell geklärt. "Dying for Beauty", war das erste Buch, bei dem ich gemerkt habe, wie ätzend es sein kann, wenn die sprachlichen Bilder fehlen. Bei vielen Romanen sind passende Beschreibungen einer Szene, oder die Tatsache, dass Protagonisten die Geschichte selbst entdecken, vorhanden.

Bei "Dying for Beauty", wurde nicht erlebt, sondern erzählt. Die Geschichte spielte sich hauptsächlich in Dialogen ab. Die Charaktere trafen aufeinander und erzählten sich von den neuen Erkenntnissen. Der Leser wurde nicht wirklich zum Mitdenken angeregt. Die Geschichte las sich eher wie eine Art "Soap", in der es darum geht, sich berieseln zu lassen.

Zudem wiederholten sich Dialoge sehr oft. In einem Nebensatz wurde dann darauf eingegangen, was zuvor beschrieben wurde. So übersprang ich irgendwann einige Seiten und blätterte mich zum "Showdown" durch.

- Flache Charaktere 
Todd Strasser hat mich hier sehr negativ überrascht. Eigentlich bin ich von ihm tiefgründige und spannende Geschichten gewöhnt, wie beispielsweise "Boot Camp", "Asphalt Tribe", oder "Ich knall euch alle ab".
Hier hingegen wurden die Charaktere eher flach gehalten und in die typischen Klischees, wie z.B. die Naive, den Schönling, hineingedrückt. Hauptcharakter Shelby geht hier und da mal auf ihre Gefühlswelt ein, jedoch hält sich das im Vergleich zu anderen Jugendromanen sehr in Grenzen.


Fazit 

"Dying for Beauty", hätte ich als Jugendlicher vielleicht als nette "Zwischendurch"- Lektüre eingestuft. Heute bin ich aber einfach nur ernüchtert und wirklich enttäuscht was den Autor betrifft, weil ich von ihm eigentlich Geschichten mit mehr Tiefgang gewohnt bin und mich daher sehr auf den Roman gefreut habe. 

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