Donnerstag, 22. Januar 2015

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes



Bild von amazon 


Steckbrief

Name: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (auch als Buch und Film* erhältlich)
Autor: J. K. Rowling 
Verlag: Der Hörverlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Fantasy Geschichten lesen
Gelesen oder gehört: gehört in vollständiger Fassung
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 

(Beschreibung von Der Hörverlag)

"In Hogwarts ist nichts mehr so, wie es einmal war und eine Rückkehr kommt für Harry Potter nicht in Frage. Er muss die Suche nach den Horkruxen, die er mit Professor Dumbledore begonnen hatte, fortsetzen. So begibt er sich, gemeinsam mit Ron und Hermine, auf die Reise, um die Horkruxe zu zerstören. Nur so kann er gegen die Gewaltherrschaft Lord Voldemorts kämpfen und ihm am Ende gegenübertreten."


Meine Meinung 

Nun bin ich also beim letzten Band der "Potter"- Reihe angekommen. Die Geschichte geht in Richtung Zielgerade. Einerseits habe ich mich auf den letzten Band gefreut, da hier vieles aufgeklärt, oder zusammengeführt wird. Andererseits sollte das auch ein Abschniednehmen von wundervollen Charakteren und einer sehr gelungenen Hörbuchreihe werden.

Angefangen bei der Gliederung hat dieses Hörbuch wieder die volle Punktzahl erreicht. Rufus Beck liest auch wieder hervorragend. Jeder Charakter bekommt ein Gesicht und größtenteils einen eigenen Dialekt verliehen. Außerdem schafft er es die passende Stimmung zur richtigen Situation zu transportieren. Nachdem ich für die Rezensionen nach passenden Hörbuch Verlinkungen recherchiert habe, habe ich entdeckt, dass es mittlerweile eine Neuauflage der Hörbuchfassungen gibt. Ich kann mir Harry Potter ohne Rufus Beck irgendwie überhaupt nicht vorstellen!

Inhaltlich kommen Fantasy Fans auch hier auf ihre Kosten. Harry, Ron und Hermine müssen die Horkruxe finden, um den Erzfeind Voldemord endgültig vernichten zu können. Doch wo sollen sie mit der Suche beginnen?
Ein Vorurteil sämtlicher Fantasy Romane ist, dass die Romane ja gar nicht in der Realität spielen und sich somit die Frage gestellt wird, warum man sich nicht mit der Realität, sondern mit einer fantastischen, fiktiven Welt befassen sollte. Interessant finde ich aber hier, dass sich inhaltlich Parallelen zu historischen Ereignissen erkennen lassen. Die reinblütigen Zauberer, angeführt von Voldemord, haben etwas gegen Muggel, nicht magische Menschen, oder Zauberer, die mit Muggeln befreundet, bzw. verheiratet sind. Gerade im letzten Band wird beschrieben wie Muggel, oder Muggelfreunde gefoltert, oder ausgegrenzt werden. Sehr gut getroffen finde ich eine Standbild, welches am Zaubereiministerium zu finden ist. Hier werden Zauberer über einem Berg von Muggeln dargestellt. Fakt ist: Reinblüter möchten eine "saubere" Weltordnung erschaffen, in der die Rollen klar verteilt sind. Na, wem kommt das bekannt vor? Ja, auch mich hat es an die Ideologie des Nationalsozialismus erinnert.
Wunderschön und vor allem sehr detailliert beschrieben finde ich auch hier wieder die Charaktere der Geschichte. Nebenstränge, die im Film überhaupt nicht zur Geltung kommen, werden im Buch wunderbar aufgelöst. (Ich könnte hier Beispiele nenen, möchte aber nichts vorweg nehmen).

Der Spannungsbogen der Geschichte wurde ebenfalls wunderbar gehalten. Harry, Ron und Hermine verbringen auf der Flucht vor dne Schwarzmagiern und der Suche nach den Horkruxen. Hier wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt und jeder gelangt auf seine Weise an seine Grenzen. Gerade die Flucht finde ich sehr gut beschrieben, weil selbst in den wenigen ruhigen Momenten etwas passiert und der Spannungsbogen so nie rasant steigt und plötzlich wieder abflacht.

J.K. Rowling hat mich auch hier wieder mit wunderschönen Dialogen oder Situationsbeschreibungen überzeugt. Wie oben schon erklärt, gefällt mir gerade ihre Liebe zum Detail. Jeder Strang wird passend aufgelöst.

Mein Gesamteindruck von der Harry Potter Reihe ist sehr positiv. Besonders gut an "Harry Potter und den Heiligtümern des Todes" gefällt mir, dass Rowling, im Gegensatz zu anderen Fantasyautoren, kein "Schwarz / Weiß"- Denken an den Tag legt. Während Dumbledore lange als das Gesicht des Guten galt, kommen gerade im letzten Band seine dunklen Seiten ans Licht. Snape, der seit dem ersten Teil der verhassteste Lehrer von ganz Hogwarts ist, macht in Band 7, die Eigenschaften des Hauses Slytherin zu positiven Merkmalen. Übertragen auf das Leben könne nwir also sagen, dass jeder Mensch Fehler macht und niemand von Grund auf Böse ist.

Zusammenfassend kann ich sagen: Wer sich für Fantasy Klassiker interessiert sollte sich unbedingt der Harry Potter Reihe widmen. (Sie hat ganze Generationen geprägt :-) ).

* Beachte: Der Film ist in zwei Teile unterteilt. Die Verlinkung führt ausschließlich zum zweiten also allerletzten Band. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen