Sonntag, 11. Januar 2015

Ge(h)fragt - Rebecca von Bastei Lübbe




Ihr Lieben!
Schon vor einigen Monaten hatte ich im Rahmen einer Rezensionsanfrage Kontakt zu Rebecca, einer Mitarbeiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Bastei Lübbe.
Ich war richtig aus dem Häusschen, als ich erfuhr, dass sie sich die Zeit für ein Interview nimmt.
Nun möchte ich gleich mal mit einem Highlight ins neue Jahr starten und freue mich euch das "virtuelle" Gespräch präsentieren zu können. Ich wünsche viel Spaß beim lesen




(Mit freundlicher Genehmigung des Lübbe Verlages)


Hallo Rebecca, herzlich willkommen bei den Ge(h)Schichten. Du arbeitest im Presse- und Öffentlichkeitsbereich von Bastei Lübbe. Was macht den Verlag, Deiner Meinung nach aus? Hat Bastei Lübbe einen bestimmten Schwerpunkt?


Das Besondere an Bastei Lübbe ist für mich die Vielfalt. Wir sind nicht beschränkt auf eine bestimmte Sparte, sondern stehen für gute Unterhaltungsliteratur in allen Genres. Egal ob für Erwachsene, Kinder, Jugendliche, Digital-Liebhaber oder Hörbuchfans, für jeden ist etwas dabei. Es macht Spaß in einem Verlag zu arbeiten, der innovativ ist und immer wieder eigene Stoffe entwickelt. In unserer Digitalabteilung, Bastei Entertainment, entstehen z.B. regelmäßig neue Serienformate und Transmedia-Projekte, die nicht nur als E-Books, MP3`s und Enhanced E-Books, sondern auch als Apps erscheinen. Demnächst kommt noch der Bereich Games hinzu. Ab Herbst erweitern wir das Jugendprogramm durch unser eigenes All-Age-Imprint ONE. Der Verlag ist also viel in Bewegung, so dass es nie langweilig wird. Bei allem was wir tun, verfolgen wir das Ziel, unsere Leser gut zu unterhalten.

Wie sieht ein „normaler“ Alltag bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Bastei Lübbe aus? Welche Aufgaben gibt es zu erledigen? Was gefällt Dir an Deiner Arbeit?

Ich arbeite im Online-Team unserer Presseabteilung, dadurch sieht mein Alltag etwas anders aus, als z.B. der unserer klassischen Pressereferentinnen. Ein typischer Arbeitstag beginnt erst mal damit, die verschiedenen Social Media-Accounts zu öffnen und Mails zu checken. Einen Großteil unserer Arbeit verbringen wir mit interner und externer Kommunikation, d.h. wir stehen ständig in Kontakt mit Autoren, Journalisten, Bloggern, Facebook-Usern, Kollegen usw. Ein Blick in den Redaktionsplan verrät, was für den Tag an wichtigen Themen ansteht. Dabei arbeiten wir immer im engen Austausch mit unseren Marketingkolleginnen, mit denen wir gemeinsam den Online-Auftritt des Verlags betreuen. Da wir sehr tagesaktuell arbeiten, gleicht kein Tag dem anderen. Bloggeranfragen zu beantworten und Rezensionsexemplare zu verschicken gehören genauso dazu wie Pressetexte zu schreiben oder Mailings zu versenden. Außerdem produzieren wir kurze Videointerviews, erstellen Fotoalben für Facebook oder veranstalten Gewinnspiele und Bloggeraktionen rund um unsere Bücher. Ebenso gehört es zu meinem Job gemeinsam mit meinen Pressekolleginnen die großen Buchmessen und Abendveranstaltungen zu betreuen. Das Besondere an meinem Job ist für mich die Abwechslung, dadurch bleibt es immer spannend.


Welche Ausbildung muss man absolvieren, um in diesem Bereich arbeiten zu können?

Das kommt darauf an, was man genau in der Presse machen möchte. Die Anforderungen sind ganz unterschiedlich. Die meisten von uns haben ein abgeschlossenes Studium im Bereich Kommunikations-, Medien- bzw. Geisteswissenschaften oder haben Journalismus studiert. Man kann aber auch eine Ausbildung zum/zur Medienkaufmann/-frau Digital und Print absolvieren, um im Verlag Fuß zu fassen.


Was muss ein Jungautor tun, um einen Autorenvertrag bei Bastei Lübbe zu bekommen?

Im Prinzip ist es egal, ob man neu in der Branche ist oder als Autor schon Erfahrung gesammelt hat: Das Thema, die Geschichte und der Schreibstil müssen überzeugen. Auf der Suche nach einem Verlag sollte man sich dessen Profil genau anschauen. Ein Gedichtband würde z.B. bei uns nicht den Weg zu einem Lektor finden, da klar ist, dass wir aufgrund unserer programmatischen Ausrichtung im Normalfall keine Gedichtbände verlegen. Es ist also immer hilfreich, sich vorher mit dem Verlagsprogrammen zu befassen und einfach mal in die alten und neuen Vorschauen zu gucken. In der Regel findet man sie online auf der Verlagswebsite. Dort erhält man auch Informationen, in welcher Form ein Manuskript eingereicht werden muss. Jeder Verlag hat eigene Standards. Wer einen Titel einreicht, sollte außerdem ein gutes Exposé vorbereitet haben. Dies ist die erste Informationsquelle für den Lektor. Ein paar Informationen zur eigenen Person, damit wir uns ein Bild von dem potentiellen Neuautor machen können, gehören ebenso dazu.


Werden unangefragte Manuskripte von Autoren im Lektorat heutzutage noch berücksichtigt?

Nach wie vor prüfen wir alle unverlangt eingesandten Manuskripte. Manchmal sind dort echte Schätze zu finden.


Kennst Du Autoren des Lübbe Verlages persönlich?

Ja, ich kenne einige, aber natürlich nicht alle. In der Presse haben wir automatisch viel Kontakt mit den Autoren und arbeiten eng mit ihnen zusammen.


Was ist Dir lieber? Buch, Hörbuch oder das E-Book?

Mittlerweile bin ich ein großer E-Book Fan. Es ist so praktisch quasi einen „dicken Wälzer“ in der Tasche zu haben, der nichts wiegt :-). Da ich fast ausschließlich auf meinem Smartphone lese, kann es auch nie passieren, dass ich ohne Lesestoff unterwegs bin. Mein Handy habe ich definitiv immer dabei. Printausgaben lese ich eigentlich nur, wenn mir der Einband besonders gut gefällt, wie z.B. bei Tove Janssons »Das Sommerbuch«.

Und zu guter Letzt möchte ich mich bei Dir bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen hast, um mir Rede und Antwort „zu schreiben“ :-)

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